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gebot

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

gebot stN.

Bd. MWB 2 169, Sp. 29
gebot stN. 1 zu bieten : ‘Gabe, Angebot, Gebot’
1.1 allg.
1.2 im Spiel: ‘der Wurf oder Zug, den der Gegner überbieten muss’
1.2.1 eigentl.
1.2.2 übertr. auf die Aktionen im ritterlichen Kampf
2 zu gebieten
2.1 ‘Auftrag, Befehl’
2.1.1 allg.
2.1.2 rechtl. besonders
2.1.2.1 ‘Ladung (vor das Gericht)’ (vgl. → gebieten unter 5.1 )
2.1.2.2 ‘Aufgebot’
2.1.2.3 ‘(gerichtl. ) Mahnung, Leistungsaufforderung’
2.1.2.4 ‘(bei Verstoß gegen ein Gebot angedrohte) Geldstrafe’
2.1.2.5 ‘(gebotene) Pfändung, Beschlagnahme’
2.1.2.6 ‘(gebotene) Forderung (Abgabe, Dienst o.ä.) irgendeiner Art’
2.1.3 als Gebietende erscheinen leit, minne, tugent, zuht usw., meist umschreibend
2.2 ‘Vorschrift, Satzung, Gesetz’
2.3 ‘Verfügungs-, Herrschafts-, Befehlsgewalt’
2.3.1 allg.
2.3.2 rechtl.
2.3.3 Wendung got tuot sîn gebot mit jmdm. = got gebietet über jmdn. ‘beruft jmdn. aus dem Leben ab’ (vgl. → gebieten 2 )
2.4 ‘(von Gott gegebene) Ordnung, Einrichtung der Welt’
   1 zu bieten: ‘Gabe, Angebot, Gebot’    1.1 allg.: vrowe, daz vergelt iu got. / daz ist ein sæliclich gebot [Erbieten] / iuwer werden süeze RvEGer 3098; swer ouch ûf ein pfant bietet daz ûf dem markte gêt, und im daz umbe daz selbe gebot belîbet, und er die pfennige niht gît umbe daz selbe pfant, der ist umb ein frävel komen StRMeran 420    1.2 im Spiel: ‘der Wurf oder Zug, den der Gegner überbieten muss’ (Haupt, Anm. zu Er 876. 884 ) oder ‘Einsatz’ (Schönbach, Anm. zu WernhSpr 65,2 )    1.2.1 eigentl.: ich hete ein spil sô guot, daz ich gewinnes mich versach: / ich leite dâ steine und ouch gebot: [...] ich leite ie willeclîche dâ des holzes einen spân WernhSpr 65,2 ("jeder Spieler hat ein Stück Holz zur Hand, aus dem er einen spân schneidet, den er dann als Zeichen für den Einsatz [...] auf den Tisch legt", Anm. z. St.)    1.2.2 übertr. auf die Aktionen im ritterlichen Kampf: dar nâch sô wart daz spil gegeben / mit manegem viurînen slage / von vruo unz hin nâch mittem tage, / daz in der gebote zeran Er 884. – (daz / sîn) ~ legen (vgl. oben WernhSpr ): do leit ouch Erek sin gebot dar under, / daz vil lihte gahens galt wol viere JTit 2189,2; ahy, wie siz da ruͦrten / baidenthalb mit den slegen! / si begunden diu gebot legen, / des maniger vil riwich wart Dietr 9145; Er 876; Georg 1219; Rab 841,3    2 zu gebieten    2.1 ‘Auftrag, Befehl’    2.1.1 allg.: der künec mîn hêrre heizet mich / sîn wort hie sprechen, nu muoz ich / hin ziu leisten sîn gebot Tr 15433; swelchem brvͦder man swêrev vnd vnmuglichev dinch enphilhet, der sol daz gebot mit aller semphte vnt gehorsam enphahen BrMün 68; so sol der bischof [...] si [Gläubiger von Kreuzzugsteilnehmern] twingen mit geistlichem gebote dar zvͦ [Erlass der Schuldzinsen] UrkCorp (WMU) 93,20    2.1.2 rechtl. besonders    2.1.2.1 ‘Ladung (vor das Gericht)’ (vgl. → gebieten unter 5.1): ist ieman [...] dar [ lanttegedinc ] gebotten, div gebot svln stete sin SchwSp 54a; er werde dann vorhin mit billichen geboten berufet an das gericht StRSchlettst 43; vnd der vribote sal eme gebietin drv gebot dri tage nach einandir UrkCorp (WMU) 1161AB,4 u.ö.; versaezz er daz selb gepot auch, so sol der chlager sein chlag behabt haben OberBairLdr 8; virstundi abir he dir giboti dru, so sal he wetti sex phennigi Mühlh 168,30. – ‘(durch Ladung einberufene) Versammlung’ die knehte ouch, die in der [...] weber zuͦnfte sint [...], die ensullent under in kein sunder gebot machen UrkSpeyer 391,31 (a. 1336)    2.1.2.2 ‘Aufgebot’ swer oͮch rehte gînoz ist des antwerkes [...], der sol zallen ernsten ir gebottes vnd ir banîer [Fähnleins] warten UrkCorp (WMU) 80,32    2.1.2.3 ‘(gerichtl. ) Mahnung, Leistungsaufforderung’ wer aber, daz ern versumte zu gebene, biz daz man ime dru gebot getete, so wer er die buͦzze schuldik WeistErf 10 (a. 1289); die also mit dem gebotte inrent den v tagen verschuldet sint StBZürich 56    2.1.2.4 ‘(bei Verstoß gegen ein Gebot angedrohte) Geldstrafe’ was ouch iederman gebotten wird [...] ze buwen oder ze machen, das sol [...] die selbe person [...] tuͦn. teͣt aber ieman des nit, so sol vnser gerichtsschriber [...] vff die selben vngehorsamen person vmb das gebotte clagen vnd das gebott an gnad uon inen ziechen StRBern 1/2:287,19    2.1.2.5 ‘(gebotene) Pfändung, Beschlagnahme’ daz die vurginantin burgar sulen [...] dez offenbarlich vuriegen [...], daz shie kein gibot haben oder sulen duͦn vber der stifte oder vber der phaffen guͦt UrkCorp (WMU) 680,7    2.1.2.6 ‘(gebotene) Forderung (Abgabe, Dienst o.ä.) irgendeiner Art’ her mûz niechein gebot, noch herberge, noch bede, noch dînst, noch chein recht uffez lant sezzen, ez en willekore daz lant SSp(W) 3:91,3; das [...] keyner vnsir ampleut vff das selbe guet keynerley gebot, notbete, stewer [...] setze sollen DRW 3,1264 (WasungenUB.; a. 1348, kopial)    2.1.3 als Gebietende erscheinen leit, minne, tugent, zuht usw., meist umschreibend: daz ich ze vriunde hân erkorn / mîne tôtvîendinne, / dazn ist niht von mînem sinne: / ez hât ir [der personif. gedachten Minne] gebot getân Iw 1657; er was in leides gebote Greg 2607; mir wunscht manic werder man / durch sîner zühte gebot / sæld und heiles umbe got RvEGer 6387; nach siner tugende gebot / sprach er zv gote sin gebet PassI/II 204,81; von des [Gottes] milte gebote ebd. 204,87; hierher?: einer suche gebot / lac ir in deme houbete, / die sie also betoubete / und tet ir inneclichen we PassIII 379,28; rein umschreibend: diu mâze wag im rehte kunst / gên dirre welte und ze gote / nâch des wunsches gebote RvEBarl 1150    2.2 ‘Vorschrift, Satzung, Gesetz’ uns ist ein gebot gegeben / über [bei Strafe des Verlusts von] guot und über leben, / daz sich hie vor wîp noch man / neme deheinen gast an / ûzerhalp dem bürgetor Iw 6143; ir [Eva] erloubet unser hêrre got / obez, bluomen unde gras, / swaz in dem paradîse was, / [...] wan einez daz er ir verbôt [...] : / daz brach si und brach gotes gebot Tr 17945; und zwâre sît daz Engeltrût / hât übergangen mîn gebot, / sô muoz si darben KvWEngelh 3717; wir verbieten ouch [...] swer ditze gebot vͦberget [...] UrkCorp 2345,29. diz sint diu zehen gebot, / diu uns gebôt der wâre got Freid 174,2; nu satzter aber ein gebot PassIII 70,6. 70,15; obgeschriben unser gebote und satzunge StRWerth 10; die gesetzet und och gebot, die wir iuch darûber gesetzet, gebotten und gemachet haben UrkFriedb 117 (a. 1332); unserm gepot und gesetz StRBrünn 376; daz wir [...] den satz vnd daz gebot gesetzit haben UrkWürzb 40,145 (a. 1337); UrkMoselQ 170,12 (a. 1338). swelh kneht niht gedingt ist ain viertail aines iares [...], der ist in der burger gepot [friedensrechtl. Bestimmungen für die Stadtbürger] niht; der muͦz ain [...] unfuͦge als ain gast pezzern NüP 99    2.3 ‘Verfügungs-, Herrschafts-, Befehlsgewalt’    2.3.1 allg.: dô was daz liut einvaltic, / daz twanc er [Jupiter] in sîn gebot; / durch daz wart er genant ein got, / daz er was krefticlîche / kunst und guotes rîche RvEBarl 9953; vrouwe Marîne und grâve Adân [...] der gebot wârn undertân / ouch tûsent rîter unverzaget Wig 10800; got, / in des gewalt vnd des gebot / der himel vnd dvͥ erde stat OsterSpM 7,33; ich sicher [ergebe mich] in iuwer gebot: / wan [...] ich sigelôs bin Iw 7563; dar zuo hânt ir engelkœre drîe, / die mit willen leistent iuwer gebot Walth 79,13. – jmdm. ze gebote stân / ze jmds. gebote stân (häufig, nur mit persönl. Subj.): mit lîbe und mit guote / stüenden sî im ze gebote Iw 5143; der undervoit sal ouch zu der burger gebote sten an allen sachen, an allem geheize, iz si groz oder kleine StRFreiberg 221,29; von den wart her gesundert / ritter sibenzen hundert / unde drizig tusent man, / di im zu gebote musten stan WOsw 30; des was ich herzeclîche vrô / unde stuont ze sînem gebote, / und begunde sterken in an gote. / einvalteclîche tet ich daz RvEBarl 653; daz ir den heiligin touf / intpfât [...] unde zu gebote stât / der rômischen kirchin dort NvJer 3606; swaz lebt daz stêt zunserm gebot, / alsô hât uns geêret got WälGa 8557; her, der vurweser ist dez volches, di czu seinem gepot stent StRBrünn 377    2.3.2 rechtl. : der selbe rihter [der sich der Rechtsverweigerung schuldig gemacht hat] hat dehein gebot fvͥrbaz vber nieman ze gebietenne. niemand ist sins gerihtes schuldig ze svͦchenne SchwSp 84b; min herre [...] habe wol czu gebiten sien hobeluten [...] vnd sien frihen luten, anders en hait he kein geboit in dem gerichte, sunders eine volge, ob he der czu noit bedarf WeistGr 3,339 (a. 1347); man teylet dem stift [...] da gebot [Gerichtsbarkeit] vnd geleite, wasser und weyde ebd. 3,363 (a. 1341)    2.3.3 Wendung got tuot sîn gebot mit jmdm. = got gebietet über jmdn. ‘beruft jmdn. aus dem Leben ab’ (vgl. → gebieten 2): jnde vnse here god sijn gebot mit eme dede, ei [= ê ] er dat voluuͦrde UrkCorp (WMU) 1076,39    2.4 ‘(von Gott gegebene) Ordnung, Einrichtung der Welt’ gotes gebot niht übergât / wan der mensche, den er geschaffen hât; / vische, vogele, würme und tier / hânt ir reht baz danne wir Freid 5,11; [Homosexualität] ist wider sin [Gottes] gebot / vaster denne dehein sunde StrKD 158,450; RvEBarl 9459. – Naturgesetz, natürlicher Trieb: nâch sînem rehte er [Sternenhimmel] umbe gât, / nâch der natûre gebote, / als im geordent ist von gote RvEBarl 9431; [Neigung zum Ehebruch] ist von natûre gebote / beidiu an wîben unde an mannen. / diu natûre sî verbannen, / diu daz reht alsô verkêret / und niwan unreht lêret StrKarl 3772

MWB 2 169,29; Bearbeiter: Plate

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebot

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    gebot , urbot , verbot , widerbot s. weiter unten, unter gebiute u. s. w.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gebotN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gebot , N. nhd. Gebot, Befehl, gerichtliche Vorladung, gebotene Zusammenkunft, Versammlung, Verbot, Verordnung, Aufgebot…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GebotDas

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Das Gebot , des — es, Mz. die — e . 1) Von bieten d. h. gebieten, der Befehl, die Willenserklärung eines Gebieters. Dies…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gebot

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Gebot zu ‘bieten’ 1 finanzielles Angebot für ein Kaufobjekt od eine Leistung; in Vbdgn u Wdgn wie ‘ein annehmliches, v…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gebot

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gebot , eine allgemeine Bestimmung dessen, was ein mit Vernunft und freiem Willen begabtes Wesen tun soll, im Gegensatz …

  6. modern
    Dialekt
    Gebot

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Gebot Band 2, Spalte 2,1749f.

  7. Sprichwörter
    Gebot

    Wander (Sprichwörter)

    Gebot 1. Baireuther Gebot, Selb'er Brot, Thiersteiner Bier währet nur ein Wochen vier. (S.7 u. 14.) Riehl in Land und Le…

  8. Spezial
    Gebot

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|bot n. (-[e]s,-e) 1 (moralischer Grundsatz) norma (-mes) f. , prezet (-ec) m. 2 (Anweisung, Befehl) comane (-ni) m. ,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebot

73 Bildungen · 17 Erstglied · 49 Zweitglied · 7 Ableitungen

Ableitung von gebot

ge- + bot

gebot leitet sich vom Lemma bot ab mit Präfix ge-.

gebot‑ als Erstglied (17 von 17)

gebot(s)brief

FWB

1. im alttestamentlichen Judentum: ›Gebetsriemen, Zettel mit den 10 Geboten, Denk-, Merkzettel‹; 2. ›Brief, Urkunde mit einem obrigkeitliche…

gebotbrief

DWB

gebot·brief

gebotbrief , gebotsbrief , m. 1 1) zettel mit den zehen geboten, als schutzmittel getragen: und alle ire werc wirken si darumme, ûf daʒ si g…

geboten

DWB

gebo·ten

geboten , liceri, von Henisch 1392 angesetzt (gebotten), ein gebot thun; er gibt es ausdrücklich als ableitung von gebot, als beispiel aber:…

gebotgeld

DWB

gebot·geld

gebotgeld , n. gleich gebietgeld, gebühren für das entbieten vor gericht u. ä. ( s. gebot 6, b ): welicher huober des notdurftig ist, der so…

Gebothsbrief

Adelung

Der Gebothsbrief , des -es, plur. die -e, in einigen Oberdeutschen Gegenden, der schriftliche Befehl eines Höhern, oder einer Gerichtsherrsc…

gebotschaft

DWB

gebot·schaft

gebotschaft , f. seltene, aber altberechtigte nebenform von botschaft: legatio, gebotschaft. Dief. 322 c ; s. dazu gebot I, d, γ .

gebotschaften

KöblerMhd

gebot·schaften

gebotschaften , V. nhd. verkünden? Vw.: s. ane- Q.: Tauler (vor 1350) (FB gebotschaften) E.: s. ge, botschaften W.: nhd. DW-

Gebotsirrtum

DERW

gebot·s·irrtum

Gebotsirrtum, M., ›Irrtum über die Ga- rantenpflicht‹, 20. Jh., s. Gebot, Irrtum

gebotsrecht

DWB

gebot·s·recht

gebotsrecht , n. : des gerichts potsrecht seind also. zum ersten püt man an 3 ℔ D u. s. w. weisth. 5, 132 (p- für gb-), s. dazu gebot 6, e.

gebotsweise

DWB

gebot·s·weise

gebotsweise , adv. , entstanden aus folgenden: imperiose, in gebots wise, durch gebietung. Melber varil. m 2 a , auch mit auf für in: droben…

gebot als Zweitglied (30 von 49)

Angebot

RDWB1

Angebot n (Lakune) etw. ist im ~ - что-л. предлагается сегодня со скидкой Entscheiden Sie sich. Das Angebot steht. - Решайтесь. Моё предложе…

abgebot

DWB

abgebot , n. majus pretium, das höhere gebot, welches abbietet.

achtgebot

DWB

acht·gebot

achtgebot , n. edictum banni: wider Kreons achtgebot. Stolberg 14, 9 .

Aftergebot

DRW

after·gebot

Aftergebot nochmalige Ladung 1428 MainzGFormel 8 – Verbot RhWB. I 77

Amtsgebot

DRW

amts·gebot

Amtsgebot I amtlich befohlene Dienstleistung alle fröhne, wache und andre amptsgebot verrichten 1689 Weißenfels/Klingner I 514 Faksimile 173…

angebot

DWB

ange·bot

angebot , n. oblatio, anerbieten: die vernunft nimmt gewisse sätze als ein fremdes angebot an, das nicht auf ihrem boden erwachsen, aber hin…

aufgebot

DWB

auf·gebot

aufgebot , n. evocatio ad arma, ad nuptias u. s. w. bei meinem aufgebot ( zur hochzeit ). Lessing 1, 530 ; vernehmt von euren höhen der rach…

ausgebot

DWB

aus·gebot

ausgebot , n. venditatio: die marktweiber in der stadt sind am wenigsten geglückt, da sie beim ausgebot ihrer ländlichen waare den städtern …

Fürgebot

BWB

Fürgebot Band 2, Spalte 2,1750

gastegebot

KöblerMnd

gaste·gebot

gastegebot , N. nhd. Gastgebot, Gastmahl, Fest, Gesellschaft Hw.: s. gastebot E.: s. gast, gebot W.: s. nhd. (ält.) Gastgebot, N., Gastgebot…

gotesgebot

KöblerMhd

gotes·gebot

gotesgebot , st. N. nhd. „Gottesgebot“ Hw.: vgl. mnd. gōdesgebot Q.: Lucid, Vät, HvBurg (FB gotesgebot), VMos (1130/1140) E.: s. got (1), ge…

gōdesgebot

KöblerMnd

gōdesgebot , N. nhd. „Gottesgebot“ Hw.: s. gōdesbot; vgl. mhd. gotesgebot E.: s. got, gebot bot (1) W.: s. nhd. (ält.) Gottesgebot, N., Gott…

hērgebot

KöblerMnd

hēr·gebot

hērgebot , N. nhd. Gebot des Landesherrn, Befehl des Landesherrn (besonders als rechtsgültige Entschuldigung) Hw.: s. hērenbot E.: s. hēre (…

hōchgebot

KöblerMhd

hōch·gebot

hōchgebot , st. N. nhd. Gebot Q.: Kolm, Mügeln (2. Hälfte 14. Jh.), WeistGr E.: s. hōch (1), gebot W.: nhd. DW- L.: Lexer 91a (hōchgebot), L…

kirchengebot

DWB

kirchen·gebot

kirchengebot , n. gebot von seiten der kirche: indictum, ein kirchengebot. Diefenbachs wb. v. 1470 sp. 153 ('edicunt reges, indicit festa sa…

lantgebot

KöblerMhd

lant·gebot

lantgebot , st. N. nhd. Landgebot, Landbot Q.: DRW (1460) E.: s. lant (1), gebot W.: nhd. DW- L.: DRW

Maiengebot

DRW

maien·gebot

Maiengebot, n. nur schwäbisch die alljährlich im Mai von der Kanzel aus erfolgende Abkündung (I) der Jagd-, Forst- und Fischereiordnungen 16…

Mandatgebot

DRW

mandat·gebot

Mandatgebot, n. tautologische Wortbildung wie Mandat (I) des bobsts und kslr mt mandatgepott wider Lauten [Luther] 1525 BlWürtKG. 30 (1926) …

Meistergebot

DRW

meister·gebot

Meistergebot, n. Versammlung der Zunftmeister wenn man ein meister-gebott haben will, dabei soll man haben von jeglicher zunft nüwe und alte…

menschengebot

DWB

menschen·gebot

menschengebot , n. gebot von menschen gegeben: aber vergeblich dienen sie mir ( gott ), die weil sie leren solche lere, die nichts denn mens…

Meßgebot

DRW

Meßgebot, n. zu 1Messe (V) gerichtliche Ladung in Meß- und Marktsachen die messegebott sol ein ieglicher nach dem ersten gebott ... erschyne…

minschengebot

KöblerMnd

minsche·n·gebot

minschengebot , N. nhd. „Menschengebot“, menschliches Gebot, Vorschrift Hw.: s. minschenbot E.: s. minsche (1), gebot W.: s. nhd. Menschenge…

nōtgebot

KöblerMhd

nōt·gebot

nōtgebot , st. N. nhd. Notlage, Gebot der Not Q.: PassI/II (Ende 13. Jh.), PassIII (Ende 13. Jh.) E.: s. nōt (3), gebot W.: nhd. DW- L.: Hen…

Ableitungen von gebot (7 von 7)

êrgebot

FindeB

* êrgebot stn. HvBer.

gebote

Lexer

ge-bote swm. bote, briefträger Mr. 3655. 58.

Mißgebot

Campe

Das Mißgebot , — es, Mz. — e , ein schlechtes, zu niedriges Gebot auf eine Sache. Ein Mißgebot thun.

ungebot

DWB

ungebot , n. , unverhältnismäsziges gebot. vgl. unbot , miszgebot , untergebot . 1432 Staub - Tobler 4, 1900 ; zu niedriges und zu hohes geb…

ungeboten

Lexer

un-geboten part. adj. BMZ ungeboten, nicht vor gericht geladen. eime ungeboten antworten Rudolst. r. 213,34. ungebotene dinctage, zu denen n…

urgebot

DWB

urgebot ( Schopenhauers wille ) Bierbaum ges. w. 1, 28 . —

urgeboten

DWB

urgeboten , part. adj. , vgl. urgeboren: nicht erlustigen dich im schatten, wo mit urgebotner liebe licht und finsternisz sich gatten Göthe …