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riechen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

riechen verb.

Bd. 14, Sp. 910
[]riechen, verb. II. Verbreitung und formen. das starke verbum riechen ist gemeingut der germanischen sprachen, im goth. indessen nicht belegt. ahd. riohhan, rouh, ruhhum, girohhan, mhd. riechen, rouch, ruchen, gerochen, altniederfränkisch riecan (gloss. Lips. 767), altfries. riaka, reka, rukia, ags. reócan, prät. reák, engl. to reek, altn. rjúka, prät. rauk, schwed. ruka, n. ryge, nld. riecken ruycken Kilian. dem hochd. riechen entspricht nd. ruken Dief. 245c. ruken rüken rok ik hebbe raken brem. wb. 3, 545. ten Doornkaat-Koolman 3, 65b. rûke rôk erôken Schambach 175b. Woeste 220b. in den mundarten Oberdeutschlands ist das wort im ganzen nicht sehr gebräuchlich und für den gewöhnlichen schriftdeutschen gebrauch von riechen olere odorari verwendet die süddeutsche volkssprache lieber schmecken (s. d.). dagegen hat riechen in Oberdeutschland, soweit es in der volkssprache lebt, seine ursprüngliche bedeutung bewahrt, welche in der nhd. schriftsprache verloren gegangen ist (vgl. unten unter II, 1). auszerhalb der germanischen sprachen mangelt sicher vergleichbares, vgl. in dieser beziehung das zu rauch bemerkte sp. 235. das verbum hat überall seine starke flexion bewahrt. die entwickelung der nhd. formen ich rieche, du riechst, er riecht, ich roch, wir rochen, gerochen, imper. riech und rieche erfolgt in bekanntem verlaufe. die formen du reuchst, er reucht, imperat. reuch sind die gewöhnlichen im älteren nhd. und halten sich sehr lange im gebrauch: wann einer ein bisambüchslein bey sich trägt, so räucht mans allenthalben im ganzen haus. Creidius 4, 372; so reucht dem unerfahrnen mann der krieg so süsz als honig an. Rollenhagen froschm. (1595) Cc 8b; die küche raucht und reucht. Günther 1022; ein übertünchtes grab, das nach der fäulnisz reucht (im reim auf zeugt). Menantes allerneuste art z. poesie 92. Stieler flectiert ich rieche, du reuchst, er reucht, im imper. riech und reuch 1592 (vgl. Schottel 592), ebenso bei Steinbach 2, 290. Frisch 2, 118c bringt die uns gebräuchlichen formen ich rieche, du riechest, er riechet, daneben: vulgo du reuchst, er reucht. letztere stehen noch bei Gottsched als die regelmäszigen: ich rieche, du reuchst, er reucht, .. imper. reuch! man merke, dasz einige auch du riechest, er riechet, sagen. sprachkunst5 345. besonders das oberdeutsche bewahrt die alten formen: sie konnte ohne bedenken sagen: fleuch, reuch, kreuch, anstatt fliehe, rieche, krieche. J. Paul Siebenk. 1, 83. auch ich reuche begegnet in älterer sprache: ich kratz jn auff die drüsz und beulen, ich reuch und spür die laster feulen. H. Sachs fastn. sp. 4, 80, 55 neudruck. die monophthongierung des alten ou im präterit. rouch erfolgt schon früh im mitteld. Lexer mhd. wb. 2, 423. im 17. jahrh. begegnet ich roche: der ubele gestanck roche meiner nasen nicht. Philander 1, 415. IIII. Gebrauch. II@11) die älteste und allen germanischen sprachen gemeinsame bedeutung von riechen ist 'rauchen, dampfen, dunsten, rauch, dampf, dunst von sich ausgehen lassen'. so im ahd. ruore die berga so riechent sie, tange montes et fumigabunt. Notker ps. 143, 5; rôra giknusita ni bibrihhit inti lîn riohhenti ni leskit, harundinem quassatam non confringet et linum fumigans non extinguet. Tatian 69, 9; fries. mit bernande bronde and mith riakande fiure. bi beslettana doren ende ritsena fiore. bei Richthofen wb. 993a, vgl. die ags. formel æt reócendum heorðe Wulfstan 170, 21 Napier; mhd. (im himmelreiche) dâ ist rehtiu vröude und volleʒ gemach, dâ enirrent riechendiu hûs noch triefendiu dach. minnes. frühl. 120, 17; mîn küche riuchet selten. Parz. 485, 7; dô sâchens in dem schifferiechen daʒ bluot von einer starken wundendie er dem vergen sluoc. Nib. 1506, 2. vom dampfend entströmenden blute: swarzeʒ blût envollen ûʒ des wurmes mûle rouch. Albr. v. Halberstadt 9, 18. fumescere anfahen zu riechen. Dief. 251c; do man den rauch (vom brand zu Pasing) sach riechen hie zu München. hdschr. bei Schmeller 2, 20; ebenda: das füwr hat gerochen und nit brünnen wellen; welcher wein allermeiste einem in den kopf riecht. Keisersberg narrensch. 72a; etliche nemen brantenwein, siedend ein wenig quecksilber darin, lassend den dampf an die rauden rüchen. Wirsung arzneib. 490; als sie nun eines tags wol gelebt hatten, unnd vielleicht der wein in das haupt ward riechen. buch der liebe 311, 2; da's den letzten schaur am 19. augusti thet, da ruchen dy stain. [] d. städtechron. 15, 140, 9. in dem sinne von fumare rauchen ist riechen in oberdeutschen mundarten noch lebendig, während diese anwendung dem schriftdeutschen fremd ist. so spricht man in Süddeutschland der ofen riecht. Schm. 2, 20. Hunziker 211. Schöpf 553. II@22) olere, einen geruch von sich geben. ahd. riuhhit olet Graff 2, 436. II@2@aa) mit näheren bestimmungen: gut, wohl, übel, schlecht riechen; stark, schwach riechen; wie veilchen riechen, nach schnaps, nach knoblauch riechen; hier riecht es nach pulver, es riecht angebrannt; daraus ward ein tranck, er roch nicht wie wein, er sahe nicht wie wein, er schmackte nicht wie wein, er wärmte nicht wie wein, und war doch wein. Chr. Weise erzn. 63 neudruck; waʒ menschen wolde nu enbern, des herze sulde nit begern deme corper wonen bi, des geruch als edel si, alse alles krude ruche da balsamen unde aromata? Elisabeth 9423; wie die schonen blümlein zart wie so gar lieblich riechen. Ringwald sp. mundi (1590) Ob; ach dasz ich jetzund hett der bletter art und tugent, damit Cupido selbst in seiner mutter jugent den polster hat gefüllt, darauff die erste nacht an jhre seiten zart Adonis ward gebracht: wie solt ich mich in eil so lieblich riechend machen. Hamilton bei Opitz (1624) 177; nach balsam süsz und bisem riecht ihm der athem sein. Spee trutzn. 36, 67 Balke; schwarzbraune negelein die riechen herrlich wol. R. v. Freientahl (1700) 45; das riecht noch immer fort nach blut! Schiller Macbeth 5, 1. in bildlicher und übertragener anwendung: nach der lampe riechen (nach mühsamer arbeit), z. b. von dichterischen producten. er riecht nach der schippe (des totengräbers), sein ende steht nahe bevor. Wander 3, 1861; dat rüket na geld. Woeste 220b; dat rukt fief faem in der wind. brem. wb. 3, 545 (söfen milen in den wind ten Doornkaat-Koolman 3, 65b), das kann man schon aus weiter ferne merken. sehr frei: aber so rochs mir dann wieder auf (aber so kam mir dann wieder in den sinn). der arme mann im Tockenburg 65; die katz sprach (zum fuchse): domine doctor, du gest mir weit mit künsten vor, mir einfelting, kunstlosen armen, die ich musz sterben on erbarmen; dir aber gebürt langes leben, weil du mit vil kunst bist umbgeben und wirst überal wol gehalten, erlich bei jungen und bei alten, ich aber wert veracht aldo. der fuchs der sprach: es reucht also (so scheint es in der that). H. Sachs spruchged. 170 Tittmann; gebt süszen geruch von euch, wie weyrauch, blühet wie die lilien, und riechet wol. Sir. 39, 18; es roch jm saur in die nasen die evangelische ler. ein lustig gesprech der teuffel (1542) B 3b. II@2@bb) selten wird riechen ohne nähere bestimmung im sinne von duften, wohlriechen gebraucht: soll ich die blume nicht brechen, weil sie morgen nicht mehr riechen wird. Schiller 2, 353. häufig dagegen, einem bekannten zuge der sprache folgend, in üblem sinne 'stinken': er riecht aus dem halse, aus dem munde; sein atem riecht; riecht der abtritt. Hebel 3, 343. besonders von dem geruch der zersetzung, der beginnenden fäulnisz: riechend fleisch Stieler 1529; das fleisch riecht schon; die butter, der käse riecht. II@33) odorari, durch geruch empfinden, spüren, merken, im eigentlichen sinne, dann übertragen: wittern, spürend merken. ohne näheren zusatz: da selbs wirstu dienen den göttern, die menschen hende werck sind, holtz und stein, die weder sehen noch hören, noch essen noch riechen. 5 Mos. 4, 28; sie haben ohren und hören nicht, sie haben nasen und riechen nicht. ps. 115, 5; der mensch reucht scharf, er hat einen scharfen geruch Stieler 1529; die hunde riechen fein; ein geier im riechen. Egenolff sprichw. 254a. mit dem acc. etwas riechen, den duft von etwas empfinden: ich rieche gern rosen, ich kann moschus nicht riechen (sein geruch widersteht mir); das man deine gute salbe rieche. hohel. 1, 3. so auch übertragen, in derber sprache: ich kann diesen menschen nicht riechen (er ist mir zuwider). formelhaft pulver riechen: hast du schon pulver gerochen (hast du schon ein gefecht mitgemacht)? pulver riechen können im sinne von mut haben: [] er kann kein pulver riechen, er ist ein feigling, vgl. unter pulver 7, 2219. bildlich: es were schade, das solch tolle vieh und unfletige sewe, diese muskaten solten riechen (diese dinge sind zu gut für sie). Luther 5, 298a; aber weil die bösewichter nicht wöllen büszen, sondern dazu das evangelium verdammen, gottes wort lestern und schenden, und sich putzen, so sollen sie auch jren dreck widerumb riechen. 283a. etwas riechen besonders in der bedeutung 'durch den geruchssinn etwas spüren, etwas wittern', auch in übertragener anwendung: da roch er (der blinde Isaak) den geruch seiner kleider und segnet jn. 1 Mos. 27, 27; wenn die dromete fast klingt, spricht es (das ross), hui, und reucht den streit von ferne. Hiob 39, 25; der hund riecht den hasen; ik hebbe nix raken un nix seen (ich weisz von nichts) Schütze 3, 312; Genoveva will nichts riechen nach so mancherlei versuchen. maler Müller Golo u. Gennoveva 2, 6. sprichwörtlich: ein fuchs riecht den andern. Schiller Fiesko 2, 4; ein jesuit wollte gerochen haben, dasz ein fuchs im schlafroke steke. ebenda. sprichwörtlich: wer das nicht riecht, der hat den schnupfen (wer das nicht merkt, der merkt überhaupt nichts), oder anders gewendet: rükstu dat, so hestu'n snuppen nig (dann bist du klüger als andere leute) Dähnert 338b; wer es noch nicht riecht, wohin alle die einschränkungen und bedingungen abzielen, mit und unter welchen es vergönnt bleiben könne, einwürfe gegen die religion zu machen: der hat den schnupfen ein wenig zu stark. Lessing 10, 189. den braten riechen (die absicht merken u. ä.): ei lieber, reuchstu den braten? Luther 4, 405a, vgl. oben 2, 309 unter braten. ebenso lunte riechen, und mehr in älterer sprache mäuse riechen, gefahrdrohendes oder einen verborgenen sachverhalt wittern (vgl. die belege unter lunte theil 6, 1308): er reucht meuse, subolet ei periculum Stieler 1529; hä rüket müse Woeste 220b (vgl. unter maus th. 6, 1818); es ist kein pfennich so versteckt, den er nicht reucht. er reucht deinen beutel. Steinbach 2, 290. nd. von superklugen leuten: he rükt den drek im düstern. Schütze 3, 312; he rükt den drek ehr dat he schêten is. Wander 3, 1681; das kann ich nicht riechen, das kann ich nicht vorherwissen. Mit präpositionen. mit an: an einer blume riechen; doch dessen allen ungeacht, blieb Florindo bey seinem sauerkraute, und bat seinen hoffmeister himmelhoch, wenn er ja nichts davon essen solte, er möchte ihm doch etwas bringen lassen, daran er nur riechen könte. Chr. Weise erzn. 178 neudruck; doch werd ich noch je und je am verwelkten strausz der vergangenheit riechen. Schiller 3, 437; nd. da rük an, da hast du deinen bescheid, z. b. an jemanden gerichtet, der eine derbe antwort empfangen hat. brem. wb. 3, 545; da rük an! sä' Hans, da slaug hei Jürgen up de näse. Höfer 8 771. mit up: dâ rûk op! das fühle! Woeste 220b. Schambach 176a. riechan ähnlich wie rühran: hä het nitt rûkân kriegen, nicht das geringste davon, gar nichts. in etwas, in etwas hinein riechen: ich bin ewrn feiertagen gram, und verachte sie, und mag nicht riechen, in ewr versamlung. Amos 5, 21; sprichwörtlich: jeder rieche in seinen eignen busen. Wander 3, 1682; kaum hat er in eine sache hinein gerochen, so erlaubt er sich schon ein urtheil darüber; das ist just so ein musje, wie sie in der leute häusern herum riechen (wie schnüffeln). Schiller 3, 366. zu etwas riechen: drumb mus man eins christen sterben ansehen mit andern augen, denn wie ein kue ein new thor ansihet, und mit einer andern nasen dazu riechen, nicht wie ein kue zum gras reucht. Luther 5, 500b; ein ruoch gar edel unde hêr von deme ûʒfluʒʒe leckete, daʒ in der wîse ersmeckete, wâ man ein edel salbenfaʒ ûf brichet unde rûchet daʒ. Elisabeth 10356; doe saghen si comen, al dat hi mochte, enen hont ghelopen uter koken, daer hi vleisch in had gheroken. Reinaert II, 7462 Martin; (die maus spricht:) ich must bey tag und nacht umb kriechen, bey allen menschen hören, riechen, was sie für rahtschleg vorgenommen, uns zu schaden jhnen zu frommen. Rollenhagen froschm. C 2c (1595); der stock soll sein bestrichen mit edlem thimian; wanns nur das kräutlein riechen, sie gern sich halten lan. Spee trutzn. 100 Balke; die ohren stehn geöffnet angelweit, und hören nichts, wie sehr man rufft und schreyt, die nase hat kein riechen. Opitz ps. 114, 3 (219); [] ein mensche kann wol leben, und hätt' ihm nimmermehr das riechen lust gegeben. Schwieger geharnschte Venus 124 neudr.; ein soldat, der lärmen fleucht, nie kein körnlein pulver reucht. Homburg Clio (1642) F 4b; man schreibet, dasz ein geir oft über eine meile die äser riechen kann. J. Grob versuchgabe (1678) 52; ich rieche feur und rauch. 21; ich bin ein mann, das könt ihr schon an meiner leier riechen, sie donnert wie ein sturm davon, sonst würde sie ja kriechen. Schiller 1, 268; winselnd roch er das bleiche gesicht, die schneeige hand ihm. Pyrker Tunisias 7, 737.
13454 Zeichen · 243 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    riechenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    riechen stn. der geruch. edeler wurzen riechen, vogelsanc, mayen luft Suchenw. 15,84.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Riechen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Riechen , verb. irreg. ich rieche, du riechst, (Oberd. reuchst,) er riecht, (Oberd. reucht;) Imperf. ich róch; Mittelw. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    riechen

    Goethe-Wörterbuch

    riechen mehrf ‘ich röch(')’ (zB GWB 33,101,17 u GWB DjG 3 1,351 Vs 577 ); ‘das R.’ GWB 5 1 ,261 Vs 771 1 einen (bestimmt…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Riechen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Riechen , s. Geruch und Riechwerkzeuge .

  5. modern
    Dialekt
    riechen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB rieche n [rìaχə Bf. ; rîχə Str. Betschd. ; riχə nur unpers. Hf. ; rìèχə (sehr selten) Hf. ] riechen, Dunst, Ge…

  6. Sprichwörter
    Riechen

    Wander (Sprichwörter)

    Riechen 1. All wat gôd rükt, kümmt von mî, säd de Aptheker, dôr harr he in de Büx schäten. – Hagen, 99, 25; Hoefer, 21; …

  7. Spezial
    riechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    rie|chen (roch, gerochen) I vb.tr. 1 tofé (tofa) 2 sintí le tof 3 ‹pop› (ahnen) sinti (sënt), tofé (tofa) 4 ‹pop› (vorau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit riechen

118 Bildungen · 0 Erstglied · 114 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von riechen 2 Analysen

rie + -chen

riechen leitet sich vom Lemma rie ab mit Suffix -chen.

Alternativen: ri+-e+-chen

riechen als Zweitglied (30 von 114)

umbekriechen?

KöblerMhd

*umbekriechen? , st. V. nhd. „umkriechen“, herumhumpeln E.: s. umbe, kriechen W.: nhd. (ält.) umkriechen, st. V., umherkriechen, DW 23, 991

wolriechen

KöblerMhd

*wolriechen , st. V. nhd. „wohl riechen“ Hw.: s. wolriechende; vgl. mnd. wolrūken* E.: s. wol, riechen W.: nhd. wohlriechen, st. V., wohlrie…

Überkriechen

Campe

Überkriechen , v. intrs . u. trs . unregelm. ( s. Campe Kriechen). D. Überkriechen. D. — ung. 1. \Uumlacute;berkriechen , v. intrs . mit sei…

abekriechen

KöblerMhd

abe·kriechen

abekriechen , st. V. nhd. sich verkriechen E.: s. abe, kriechen W.: nhd. (ält.) abkriechen, st. V., hinunterkriechen, wegkriechen, DW2 1, 45…

Abkriechen

Campe

Abkriechen , v. intrs. unregelm. ( s. Kriechen), mit sein, sich kriechend entfernen, herunter kriechen. Das Abkriechen. Die Abkriechung.

abriechen

DWB

abriechen , abolere, odorem amittere, verriechen, verdünsten: lasz das salz auf einer aschen abriechen. Thurneisser magna alchymia p. 55 ; n…

ane riechen

MWB

ane riechen stV. ‘Atem, Geruch gegen jmdn. ausströmen’, übertr. ‘jmdn. anstecken’ (mit Akk.d.P.): glich den maselsiechen / lazet sie uch nih…

ankriechen

DWB

ank·riechen

ankriechen , arrepere, nnl. aankruipen: die raupe kriecht das blatt an, kriecht an das blatt: von Mopsen wird er kaum erkannt, so dürftig ko…

anriechen

DWB

anriechen , ex odore agnoscere, tentare, dann auch, odore inficere, movere: der hund riecht alles an, schnüffelt an; man riechts ihm an, das…

aufriechen

DWB

auf·riechen

aufriechen , evaporare, aufstoszen, in gutem und üblem sinn: zu eim süszen geruch des herrn, das es aufriech dem schöpfer fron. H. Sachs III…

auskriechen

DWB

aus·kriechen

auskriechen , prorepere, 1 1) excludi, ex ovis prodire: die küchlein sind ausgekrochen; die seidenwürmer kriechen erst in zwei tagen aus. 2 …

ausriechen

DWB

aus·riechen

ausriechen , ausduften in mehrfachem sinne, 1 1) intransitiv, exhalare, evaporare, den geruch verlieren: die blumen haben ausgerochen, ausge…

beikriechen

DWB

bei·kriechen

beikriechen , adrepere, vom gezüchtigten hund, der sich beschämt versteckt; jetzt kriecht er klein bei, jetzt ist er kurz und klein, gibt er…

bekriechen

DWB

bek·riechen

bekriechen , irrepere, circumrepere, gilt von insecten: so wird die gelbe frucht von kefern schon bekrochen. Lohenst. Hyac. 66 ; steh auf, u…

beriechen

DWB

beri·e·chen

beriechen , in doppeltem sinn, 1 1) fumo, odore implere: stube ganz berochen, von rauch erfüllt; und nach dem empfangnen nachtmal miteinande…

Beykriechen

Adelung

bey·kriechen

† Beykriechen , verb. irreg. neutr. welches nur im gemeinen Leben, und auch hier nur im Infinitive gebraucht wird. Beykriechen müssen, in da…

Davónkriechen

Campe

davon·kriechen

Х Davónkriechen , v. intrs. unregelm. ( s. Campe Kriechen), mit sein, kriechend sich wegbegeben, entfernen. Die schöne Raupe ist mir davonge…

durchkriechen

DWB

durch·kriechen

durchkriechen , durch einen ort kriechen, perrepere Maaler 94 b , Rädlein 207 , niederd. dôrkrûpen Schambach 45 b niederl. doorkruipen. durc…

durchriechen

DWB

durch·riechen

durchriechen , 1 1. intransitiv, geruch verbreiten. der balsam reucht durch die ganze stube durch Stieler 1531 . den geruch durchdringen las…

einkriechen

DWB

ein·kriechen

einkriechen , irrepere, nnl. inkruipen, voc. theut. 1482 f 8 a . 1 1) hinein schlüpfen: der dachs kriecht in seinen bau ein; wir sind auf di…

Ableitungen von riechen (4 von 4)

beriechen

DWB

beriechen , in doppeltem sinn, 1 1) fumo, odore implere: stube ganz berochen, von rauch erfüllt; und nach dem empfangnen nachtmal miteinande…

geriechen

Lexer

ge-riechen stv. III. BMZ riechen Pass.

verriechen

DWB

verriechen , verb. 1 1) aufhören einen geruch zu verbreiten: wir gewunnen .. diu vier waʒʒer ûʒem pardîs, sô nâhn hin zuo ir sueʒer smac den…

Zerriechen

Campe

Zerriechen , v. trs . unregelm. ( s. Riechen ), durch vieles daran Riechen von einander trennen in Unordnung bringen, verderben. Einen Blume…