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Riechen

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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Riechen

Bd. 3, Sp. 1678
Riechen 1. All wat gôd rükt, kümmt von mî, säd de Aptheker, dôr harr he in de Büx schäten. – Hagen, 99, 25; Hoefer, 21; Kern, 262; Schütze, III, 313; Peik, 6. Auf die, welche sich gern selbst loben und weiss brennen. 2. Da rük an, sä' Hans, da slaug hei Jürgen up de Näse. (Hildesheim.) – Hoefer, 413. 3. Dat ruckt hier nâ Minschen, säd' de Voss, as hei in't Schîthûs raën was. (Lüneburg.) – Hoefer, 357. 4. Doa riuk derân, sïed Büddemann. (Iserlohn.) – Frommann, III, 256, 43. Wird gesagt, wenn jemand übel angelaufen ist. 5. Du riechst übel, sagte die Kloake zum Sumpfe. Aehnlich russisch Altmann VI, 406. 6. Einer riecht nach Knoblauch, der andere nach Zwiebeln. 7. Es riecht nach Moschus, sagte die Kinderfrau, und das Kind hatte das Bett voll gemacht. Holl.: Het riekt naar muskus, zei Anna, en haar kind had har bek .... (Harrebomée, II, 110b.) 8. Es riecht nicht jede Blume süss. It.: Non ogni flore fa buon odore. (Bohn I, 113.) 9. Es riecht nicht überall (oder: alles) nach Weihrauch. Böhm.: Ne všecko pížmem a kadidlem voní. (Čelakovsky, 186.) 10. Etwas kann nicht besser riechen, als es gemacht ist. »Als auff eine Zeit in einer fürnehmen Stadt der Kloakenfeger in einem Hause war und der Karch, den man zu Strassburg verblümter Weise die Schleierlade zu nennen pflegt, vor der Thür stund, eine edle Jungfrau gar säuberlich vorüberging, Mund und Nase zuhielte, sagend: ›Pfuy, Teuffel, wie reucht es so übel‹, antwort ihr des Meisters Weib: ›Warlich, Jungfrau, es ist nicht besser gemacht worden, so kann es nicht wol besser riechen als dasjenige auch, so ihr alle Tag selbst mit euch hrum traget.‹« (Zinkgref, I, 268.) 11. Jedem riechen seine eigenen Winde wohl. Die eigenen Fehler erscheinen oft als Vorzüge. 12. Jedem rüket suin eigen Dreck séite (süss). (Sauerland.) 13. Man riecht bald, wer Feuer im Busen trägt. – Moscherosch, 295. 14. Man riecht die nicht gern, die zu gut riechen. Lat.: Non bene olet, qui bene semper olet. (Martius.) (Binder I, 1154; II, 2128; Philippi, II, 32.) 15. Mancher will nicht riechen, wie er stinckt. – Lehmann, 697, 4. 16. Niemand riecht oder schmeckt nach dem, was ein ander hat gethan. – Lehmann, 179, 12. 17. Reuch in deinen eigenen Busen. Lat.: In tuum ipsius sinum inspue. (Seybold, 256.) 18. Was dem einen wohl riecht, das stinkt dem andern. »Dem einen oftermals gar leflik etwas ruikt, darvör ein ander Minsch de Nese van older Stunk.« (Lauremberg, 2, 46.) 19. Wat gôd rükt, kummt von mi; un wat von mi kummt, rükt gôd, seggt de Aptheker, un schitt in de Büx. (Pommern.) Wortspiel: mit schütt' in de Büss' (schüttet's in die Büchse). 20. Wer das riecht, der hat den Schnupfen nicht. – Eiselein, 554; Simrock, 9159; Körte, 5385. Tunnicius (205): De dat riekt, de heft de snop nicht. (Haec subolens brancho non languet sine coryza.) 21. Wer immer gut riecht, riecht nicht gut. 22. Wer röckt, dei dröckt. (S. Melden.) (Alt-Pillau.) 23. Wer's zuerst gerochen, aus dem ist's gekrochen. In Schlesien in Bezug auf merkbar gewordene Blähungen; auch: Wer's zuerst reucht, aus dem kreucht. In der wendischen Lausitz sagt man in ähnlicher Weise; Wer da riecht, der bläst auch. Frz.: Qui premier le sent, du cû lui décent. (Kritzinger, 195a.) 24. Wier et d' îrscht huot gerûchen, ous diem äs et gekrôchen. (Siebenbürg.-sächs.) – Schuster, 1017. 25. Wie's reucht nach frischer Wäsche, sagte die Frau zu ihrem Manne, und sie hatte nach einem Jahr die Züchen umgedreht. (Schles.) 26. Wie's riecht, so schmeckt's. 27. Wo's riecht, da stinkt's.Einfälle, 478. Will sagen, dass es unstreitig am besten da riecht, wo's gar nicht riecht. 28. A roicht a Braten. – Gomolcke, 198 u. 505. 29. Da kannst du dran riechen. – Klix, 74. 30. Das riecht jm in die nass. – Granatapffel, 98b, 2. 31. Das riecht nach Gelde. – Klix, 74. 32. Das riecht nach Ketzerei. Holl.: Het riekt naar den mutsaard. (Harrebomée, II, 111b.) Harrebomée (I, 9) verweist zur Erklärung auf 1 Mos. 22, 8. 33. Das riecht nach Kugl. (S. Kuchel 1 und Kugel 8.) – Blass, 8. 34. Das riecht nach vertrockneten Veilchen. H. Heine in Bezug auf eine verschwundene Liebe. 35. Dat rickt hier noach gegêten Brot. (Danzig.) – Frischbier2, 3136. Es riecht nach gegessenem (verdautem) Brote. Verhüllend für: Es stinkt. 36. Dat rîkt (stinkt) underm Luder. – Frischbier, 221. 37. Davon rückt 't ok so. (Ukermark.) Davon riecht es auch so. Wird gebraucht, wenn sich jemand durch Kleidung, Haltung und Geberden hervorthut. 38. Den lot ich no nitt mol dohen riuken, wo ik hin miegen hewwe. (Sauerland.) 39. Einen nicht riechen können. In der Studentensprache: nicht ausstehen können. Ich kann den Kerl nicht riechen. 40. Er reucht wie a Köhler. 41. Er reucht wie a Ziegelbrenner. (Ulm.) 42. Er riecht (merkt, durchschaut) den Betrug. 43. Er riecht keine Blume lieber als Ehrenpreis. – Parömiakon, 3135. 44. Er riecht nach dem Grabscheit. Steht am Rande des Grabes. 45. Er riecht nach der Herberge. – Blass, 9. 46. Er riecht nach der Lampe (Schulweisheit, Studierstube). 47. Er riecht nach Geld wie ein Bock nach Moschus. Holl.: Hij rijkt naar het geld als eene koe (een bok) naar muskus (saffraan). (Harrebomée, I, 424a.) 48. Er riecht nach Tannenholz. Er ist dem Tode nahe; es geht mit seinem Leben zu Ende. (S. Fuss 235 und Leben, Subst., 286.) 49. Er riecht nach Tausendgüldenkraut wie die Kuh nach Muskaten. Holl.: Dat riekt naar muskus, als de duivel naar noten muskaat. (Harrebomée, II, 110b.) – Ze rieken naar duimkruid, als eene koe naar muskaat. (Harrebomée, I, 425b.) 50. Er riecht wie alte Botenstrümpfe. Frz.: Il sent le pié de messager. (Kritzinger, 453b.) 51. Er riecht wie Knoblauch. – Eiselein, 385. Ist ein Jude. 52. Er riecht, wo die Katze im Heu liegt. (Riedlingen.) 53. Es reucht wie 'n alter Ofen. (Bietigheim.) 54. Es riecht nach David Strauss. Der Abgeordnete Windhorst (Meppen) in der Sitzung des preussischen Abgeordnetenhauses vom 17. Jan. 1873, um dadurch eine Ansicht, einen Standpunkt u.s.w. als kirchlich ungläubig zu bezeichnen. 55. Es riecht nach einer Lüge. 56. Es riecht nach faulen Fischen. 57. Es riecht nach Handwerksgesellenluft. Um den Brotneid zu bezeichnen. 58. Es riecht nach zweimal sieben. – Eiselein, 567; Simrock, 9518. »Immer rochen seine Hosen nach Violen und nach Rosen, nach zweimal sieben aber nie.« (H. Sachs.) 59. Es riecht wie Balsam. Köstlich, herrlich. 60. Es riecht wie ein Dachs (Bock). 61. Es riecht wie in einer Dreckapotheke. n.: Der lugter som paa et Apothek, hvor de have skarn at sælge. (Prov. dan., 32.) 62. Hä rüch noa der Schöpp1. (Köln.) – Firmenich, I, 473, 87. 1) D.h. nach der Schaufel des Todtengräbers. – Sein Gesundheitszustand spricht für nahen Tod. (S. Leben 286.) 63. He rükt den Dreck ehr dat he schêten is. (Pommern.) 64. He rükt den Dreck im Düstern. – Schütze, III, 312. Ironisch von überklugen Leuten. 65. He rukt na Müskes (Moschus) as de Drummel (Teufel) na Muskat. – Bueren, 691; Frommann, VI, 281, 668; Kern, 1435. 66. He wêt wol wat he rögt, wenn he de Näs in Drek stikt. (Holst.) – Schütze, III, 300. Wenn er mitten drinsteckt, dann weiss er, woran er ist. 67. Hest nich êns wat rükt? (Pommern.) Hast du nicht einmal was gerochen? Um zu sagen: Daraus wird nichts, du bist auf dem Holzwege. Das möchtest du wol gern wissen? In allen drei Anwendungen häufig, auch da, wo sonst das Participium, von rüken (riechen) durch roaken gebildet wird. 68. Hier riekt et na ôl Fett. (Ostpreuss.) 69. Ich glêbe, a hôt's geruchen, doss a groade hârkimt (Schles.) – Frommann, III, 246, 165. 70. Ich kann's nicht riechen. – Klix, 74. Ueber den Geruchssinn und dessen Schärfe. (Vgl. Frank Leslie's Illustr. Zeitung, Neuyork vom 23. Nov. 1863, Nr. 247.) 71. Ich riech; ihr riecht. – Tendlau, 1047. Um eine Anklage, Beschuldigung scherzhaft von sich ab- und dem andern zuzuweisen. Ein Polack sagte zu einem andern tadelnd: »Ihr riecht nit gut!« »Was«, erwiderte dieser, dem Wort »riechen« seine neutrale Bedeutung absprechend: »Ich riech? Ihr riecht; ich stinke.« 72. Ich rieche Menschenfleisch. 73. Ich rieche, was du bratest. n.: Jeg luckter vel hvad du steger. (Prov. dan., 397.) 74. Ich röch' wie ein' Vigul (Viole). (Eifel.) Vorausgeschickt: wenn ich das hätte, gäbe, wäre u.s.w., so würde ich so angenehm duften, so lieb sein wie ein Veilchen. 75. Man kann es nicht riechen wie Schweinebraten. (Breslau.) 76. Man riecht es nicht wie eine Teufelspastete. (Breslau.) 77. (Er) reucht den Braten. – Luther's Ms., S. 7; Frischbier2, 3135. In Pommern: He rückt den Braden. (Dähnert, 389a.) Er merkt, was im Anzuge ist, worum es sich handelt. 78. (Er) reucht meuse. – Luther's Ms., S. 8. 79. Reuchst du das, dann hast du den Schnupfen nicht. In Pommern: Rückstu dat, so hestu'n Snuppen nig. (Dähnert, 388b.) Wer das mit vieler Klugheit Geheimgehaltene merkt. Lat.: Si tibi id subolet, pituita non laboras. (Seybold, 570.) 80. Riche ok a senn (in seinen) Busen. (Schles.) – Frommann, III, 247, 223. Oder bei Gomolcke (868): Roich och a den Busen. Riech in deinen Busen. 81. Riech' nur, wie's stinkt. (Schles.) Wenn man jemand scherzhaft zur Wahrnehmung von etwas Unangenehmem auffordert. 82. Riechen, was einer im Schilde führt. Seine Absichten von weitem merken oder errathen. Frz.: Voir venir quelqu'un de loin. (Lendroy, 453.) 83. Rîk doch ön dine Bossen wie et stinkt. – Frischbier2, 3138. 84. 'S roicht besser as a Fuxdreck. – Robinson, 989; Gomolcke, 1009. 85. 'S roicht 'r aus'm Holse, se hoht a Kupp zu nohnde bem Orsche. (Oberlausitz.) Von einer sehr kleinen Person. 86. 'S roicht wî a inner kotôlschen Kerche. (Schles.) – Frommann, III, 412, 473. 87. Sie riecht nach Stallbalsam. Ist von niederer Herkunft. 88. Weder riechen noch stinken. Poln.: Nie pachnie, nie śmierdzi. (Lompa, 23.) 89. Wer dz nit reucht, der hat dyn schnuppen oder strauchen. – Wicelii Vertedigsrede. 90. Wo du dat rükst, so hest du kênen Snöve. – Richey, 277; Schütze, IV, 152. Merkst du das, so bist du nicht dumm. Schwed.: Luchtar han det så har han ingen snufwa. (Grubb, 468.) 91. Was immer riecht, riecht nicht gut. Lat.: Non bene olet, qui semper olet. (Petronius.) 92. Dat rukt noah, ass mîn Oars noah de Pöäperdose. – Schlingmann, 1098. 93. Es roch im sauer in die nasen. – Schade, Satiren, I, 65, 344. 94. 'S reucht in der Stube. (Ulm.) In dem Sinne: es spukt, es ist nicht recht geheuer. 95. Sie können sich beide einander nicht riechen.
10434 Zeichen · 403 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    riechenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    riechen stn. der geruch. edeler wurzen riechen, vogelsanc, mayen luft Suchenw. 15,84.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Riechen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Riechen , verb. irreg. ich rieche, du riechst, (Oberd. reuchst,) er riecht, (Oberd. reucht;) Imperf. ich róch; Mittelw. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    riechen

    Goethe-Wörterbuch

    riechen mehrf ‘ich röch(')’ (zB GWB 33,101,17 u GWB DjG 3 1,351 Vs 577 ); ‘das R.’ GWB 5 1 ,261 Vs 771 1 einen (bestimmt…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Riechen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Riechen , s. Geruch und Riechwerkzeuge .

  5. modern
    Dialekt
    riechen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB rieche n [rìaχə Bf. ; rîχə Str. Betschd. ; riχə nur unpers. Hf. ; rìèχə (sehr selten) Hf. ] riechen, Dunst, Ge…

  6. Sprichwörter
    Riechen

    Wander (Sprichwörter)

    Riechen 1. All wat gôd rükt, kümmt von mî, säd de Aptheker, dôr harr he in de Büx schäten. – Hagen, 99, 25; Hoefer, 21; …

  7. Spezial
    riechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    rie|chen (roch, gerochen) I vb.tr. 1 tofé (tofa) 2 sintí le tof 3 ‹pop› (ahnen) sinti (sënt), tofé (tofa) 4 ‹pop› (vorau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit riechen

118 Bildungen · 0 Erstglied · 114 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von riechen 2 Analysen

rie + -chen

riechen leitet sich vom Lemma rie ab mit Suffix -chen.

Alternativen: ri+-e+-chen

riechen als Zweitglied (30 von 114)

umbekriechen?

KöblerMhd

*umbekriechen? , st. V. nhd. „umkriechen“, herumhumpeln E.: s. umbe, kriechen W.: nhd. (ält.) umkriechen, st. V., umherkriechen, DW 23, 991

wolriechen

KöblerMhd

*wolriechen , st. V. nhd. „wohl riechen“ Hw.: s. wolriechende; vgl. mnd. wolrūken* E.: s. wol, riechen W.: nhd. wohlriechen, st. V., wohlrie…

Überkriechen

Campe

Überkriechen , v. intrs . u. trs . unregelm. ( s. Campe Kriechen). D. Überkriechen. D. — ung. 1. \Uumlacute;berkriechen , v. intrs . mit sei…

abekriechen

KöblerMhd

abe·kriechen

abekriechen , st. V. nhd. sich verkriechen E.: s. abe, kriechen W.: nhd. (ält.) abkriechen, st. V., hinunterkriechen, wegkriechen, DW2 1, 45…

Abkriechen

Campe

Abkriechen , v. intrs. unregelm. ( s. Kriechen), mit sein, sich kriechend entfernen, herunter kriechen. Das Abkriechen. Die Abkriechung.

abriechen

DWB

abriechen , abolere, odorem amittere, verriechen, verdünsten: lasz das salz auf einer aschen abriechen. Thurneisser magna alchymia p. 55 ; n…

ane riechen

MWB

ane riechen stV. ‘Atem, Geruch gegen jmdn. ausströmen’, übertr. ‘jmdn. anstecken’ (mit Akk.d.P.): glich den maselsiechen / lazet sie uch nih…

ankriechen

DWB

ank·riechen

ankriechen , arrepere, nnl. aankruipen: die raupe kriecht das blatt an, kriecht an das blatt: von Mopsen wird er kaum erkannt, so dürftig ko…

anriechen

DWB

anriechen , ex odore agnoscere, tentare, dann auch, odore inficere, movere: der hund riecht alles an, schnüffelt an; man riechts ihm an, das…

aufriechen

DWB

auf·riechen

aufriechen , evaporare, aufstoszen, in gutem und üblem sinn: zu eim süszen geruch des herrn, das es aufriech dem schöpfer fron. H. Sachs III…

auskriechen

DWB

aus·kriechen

auskriechen , prorepere, 1 1) excludi, ex ovis prodire: die küchlein sind ausgekrochen; die seidenwürmer kriechen erst in zwei tagen aus. 2 …

ausriechen

DWB

aus·riechen

ausriechen , ausduften in mehrfachem sinne, 1 1) intransitiv, exhalare, evaporare, den geruch verlieren: die blumen haben ausgerochen, ausge…

beikriechen

DWB

bei·kriechen

beikriechen , adrepere, vom gezüchtigten hund, der sich beschämt versteckt; jetzt kriecht er klein bei, jetzt ist er kurz und klein, gibt er…

bekriechen

DWB

bek·riechen

bekriechen , irrepere, circumrepere, gilt von insecten: so wird die gelbe frucht von kefern schon bekrochen. Lohenst. Hyac. 66 ; steh auf, u…

beriechen

DWB

beri·e·chen

beriechen , in doppeltem sinn, 1 1) fumo, odore implere: stube ganz berochen, von rauch erfüllt; und nach dem empfangnen nachtmal miteinande…

Beykriechen

Adelung

bey·kriechen

† Beykriechen , verb. irreg. neutr. welches nur im gemeinen Leben, und auch hier nur im Infinitive gebraucht wird. Beykriechen müssen, in da…

Davónkriechen

Campe

davon·kriechen

Х Davónkriechen , v. intrs. unregelm. ( s. Campe Kriechen), mit sein, kriechend sich wegbegeben, entfernen. Die schöne Raupe ist mir davonge…

durchkriechen

DWB

durch·kriechen

durchkriechen , durch einen ort kriechen, perrepere Maaler 94 b , Rädlein 207 , niederd. dôrkrûpen Schambach 45 b niederl. doorkruipen. durc…

durchriechen

DWB

durch·riechen

durchriechen , 1 1. intransitiv, geruch verbreiten. der balsam reucht durch die ganze stube durch Stieler 1531 . den geruch durchdringen las…

einkriechen

DWB

ein·kriechen

einkriechen , irrepere, nnl. inkruipen, voc. theut. 1482 f 8 a . 1 1) hinein schlüpfen: der dachs kriecht in seinen bau ein; wir sind auf di…

Ableitungen von riechen (4 von 4)

beriechen

DWB

beriechen , in doppeltem sinn, 1 1) fumo, odore implere: stube ganz berochen, von rauch erfüllt; und nach dem empfangnen nachtmal miteinande…

geriechen

Lexer

ge-riechen stv. III. BMZ riechen Pass.

verriechen

DWB

verriechen , verb. 1 1) aufhören einen geruch zu verbreiten: wir gewunnen .. diu vier waʒʒer ûʒem pardîs, sô nâhn hin zuo ir sueʒer smac den…

Zerriechen

Campe

Zerriechen , v. trs . unregelm. ( s. Riechen ), durch vieles daran Riechen von einander trennen in Unordnung bringen, verderben. Einen Blume…