Lautwandel · Regelübersicht
Wie sich der deutsche Laut über die Jahrhunderte verschoben hat
Sechs Regelgruppen, 16 dokumentierte Lautwandel-Phänomene. Jede Regel mit ihrer Notation und Beispielen aus dem Wörterbuch-Bestand.
Diphthongierung
Übergang vom Mhd. zum Nhd.: lange Monophthonge werden zu Diphthongen — die wohl auffälligste Veränderung der frühnhd. Periode (14.–16. Jh.).
Monophthongierung
Gegenbewegung im selben Zeitraum: mhd. Diphthonge fallen zu langen Monophthongen zusammen.
2. Lautverschiebung
Hochdeutsche Lautverschiebung im Frühmittelalter (6.–8. Jh.): Plosive werden zu Frikativen oder Affrikaten — sie trennt das Hochdeutsche vom Niederdeutschen und Englischen.
Konsonantismus
Variation bei einzelnen Konsonanten zwischen Stufen oder Dialekten — vor allem an Lehnwortgrenzen sichtbar.
Vokalismus
Hebung von o zu u vor Nasal — typisch für die mittelhochdeutsche Periode.
Nebensilben
Vokalveränderung in unbetonten Endsilben — schwache Wandlungen, die sich vor allem bei Suffixen und Pluralendungen zeigen.