krimpfen ,
ein altes starkes verbum, das nhd. nur noch in trümmern aufzuweisen, während es nd. nl. noch ziemlich wol erhalten ist in krimpen,
s. d. 11)
nhd. find ichs nur in der entstellung krümpfen: in mittler zeit begund zu krümpfen
die zerung und all ding zu rümpfen, die speis mindert sich alle tag. Waldis
Es. 4, 42, 43 (2, 106
Kz.);
bei Gryphius eingekrümpfte lippen (
s. 3, 219),
eingeschrumpfte; s. weiter krümpfen,
das eindringen des ü
ist wie bei krümpen
für krimpen (
s. d. 3,
c), krümmen
für krimmen (
s. d. I, 3,
g), rümpfen
für rimpfen
vorhin, ähnlich schrumpfen
für schrimpfen,
lauter stammverwandte zugleich (
s. 3).
auch die bedeutung einschrumpfen ist nur das restchen eines groszen ganzen, Waldis
mag noch dazu sein heimatliches krimpen
im sinn gehabt haben (
s. krimpen 1,
a). 22)
mhd. war krimpfen,
praet. krampf,
pl. krumpfen,
part. gekrumpfen
noch in voller frische, s. wb. 1, 882
a, sich krimpfen
sich krumm oder krampfhaft zusammenziehen, dazu krampf
m. wie noch heute, damals auch der krimpf
genannt (
nl. krimpe
spasmus Kil.),
s. auch krumpf
bug; krempfen
krampfig zusammenziehen, auch diesz noch nhd. (
sp. 2014).
ahd. ist es zufällig nur ganz dürftig bezeugt, krimfit
terit Graff 4, 611,
wie auch alts. ags. crimpan,
altn. krimpa
in den zeugnissen fehlen; nord. reste s. unter krimpen 3,
c. engl. to crimple
zusammenziehen, im prompt. parv. 103 crimpel
gleich rimple;
ein adj. crimp
schwach gehört gewiss auch dazu. 33)
verwandtschaft. 3@aa)
nächstverwandt krimmen,
aber zwischen diesem und krimpfen
stand wahrsch. einst auch ein krimpan
oder krimban,
s. krimmen II, 4;
grundbed. sich krümmen wie eine packende klaue oder hand. Daneben lief aber in gleicher reihe klimmen, klimban
oder klimpan
und klimpfen,
s. darüber klimmen III, 1, krimmen II, 3. 3@bb)
und noch reicher entwickelt war der uralte stamm. denn einmal kann dem krimpfen
das gleichbed. rimpfen
nicht fremd sein (
vergl. Waldis
unter 1),
s. die gleichlaufenden ableitungen unter krampf III, 5;
auch die nrh. form wrimpen
Teuth. 322
b, wrempen Liliencron
volksl. 1, 6
b,
nl. Kilian 661
a wird nicht stören, denn neben krimmeln wimmeln steht ebenso nl. wrimmelen
abundare, scatere Kil.,
neben dem nd. kremeln
krabbeln, wimmeln (
s. krimmeln 3,
b)
nl. wremelen
motitare, palpitare Kil.,
nnl. fläm. wriemelen
wimmeln; s. dazu kring 4,
b. 3@cc)
nahe liegt aber auch mhd. schrimpfen
in der bed. verwunden (
wie krimmen,
auch rimpfen
Lohengr. 5450)
und einschrumpfen (
s. înschrempfen
in rugas contrahere Mones
anz. 5, 69),
letzteres md. nrh. schrimpen (
s. unter krimpen 2,
a),
auch altn. skrimpa
anzunehmen nach schwed. skrumpen
eingeschrumpft, skramp
abgemagert u. ä. (
s. Rietz 598
b),
ags. dagegen scrimman
marcescere Ettm. 695,
d. h. im auslaut wie krimmen;
dann mit kehlauslaut engl. crinkle, crinch
einschrumpfen u. ä. (
auch shrink),
schwed. krynk Rietz 358
b,
weiter s. u. krank I,
d, auch klank 4,
d, β. 3@dd)
auch ohne das m,
das danach nicht ursprünglich sein wird, in krippen 2,
krümmen, auch krüpfen
krümmen, krippeln 2,
in falten drücken, u. a., s. krapfe haken, besonders krampf III, 8.
ebenso steht neben dem crinkle
unter c, krank
u. a. auch krack
haken, nd. krokel
runzel (
vgl. krochel)
u. a. 3@ee)
auswärtige verwandtschaft, die ja dem uralten stamme nicht fehlen kann, deutet sich an z. b. in lett. grumbt
runzeln machen (
vgl.krumpel),
ich weisz nicht ob in lett. kupt
einschrumpfen, auch ukt,
liv. aber grupt.
s. auch unter krimmen 3,
c. stünde in gr. γνάμπτω krümmen, biegen n
für r?