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sprehe

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sprehe f.

Bd. 17, Sp. 9
sprehe, f. bezeichnung von sturnus vulgaris neben staar, m. (s. dies unten). die nhd. gewöhnliche form findet sich zuerst eben als sprehe in einer quelle von 1381 bei Schmidt els. wb. 334b; sprehe, sturnus Dief. 558b; der staar oder rinderstaar, so auch sprehe genennt wirdt. Heüszlin vogelbuch 228a; sprehe Nemnich 2, 1392; sprähe, sprehe Schm.2 2, 695; sprêhe Vilmar 394 (als das staar, m. fast vollständig neben sich ausschlieszende wort verzeichnet); sprehe Frischbier 355b. vgl.: wenn wir nausz ziehen auf den acker, fahn lerchen, wachteln oder sprehn: krieg zum wengsten ein oder zwen. Waldis Esopus 2, 71, 17. daneben besonders auf niederdeutschem gebiet die schreibung spree: spree, sturnus Dief. 558b; spree, sturnus, ein staar Frisch 2, 307b; spree, staar Schütze 4, 175; spree (neben spreie, spreje und sprene) Schambach 206a. vgl. sprea, sturnus Steinmeyer-Sievers ahd. glossen 4, 209, 24. von etlichen hanen und einer spree. Waldis Esopus 3, 28 (überschr.); da sprach die spree: 'nun wil ich mich nicht mehr bekümmern'. 3, 28, 11; der hänfling pfeift aus einer hecke, der stieglitz zwitschert aus den büschen, die spreen und stahren gurgeln dort. Brockes 7, 38; wie, am ufer der stolzen Elbe, der spreen schwarze wolke vom gesträuch auftönt! Klopstock 7, 203. einsilbig als sprê Vilmar 394. Schiller-Lübben 4, 344a. Danneil 205a. Bauer-Collitz 98a. vgl. auch oben den beleg Burkh. Waldis 3, 28, 11. als sprei Mi 85b; vgl. Schambach 206a. hierher noch altniederd. sprâ. vgl. Weigand4 2, 775. Graff 6, 368 und auch westerw. sproh westerw. id. 239; ostpreusz. sproh Frischbier 2, 355b. neben den oben aufgewiesenen formen findet sich auch noch ein sing. spren, gewöhnlich masculinen geschlechtes. vielleicht veranlaszte der durch das scharenweise auftreten des vogels gebräuchlicher gewordene plural ein verblassen der alten singularform und beförderte die neue, die dann nach analogie von staar, m. zumeist das masculine geschlecht annahm. vgl. noch dazu Heppe 283a. sprên, m. turdela. wörterbuchquelle bei Schiller-Lübben 4, 344a; en spraen, sturnus Dief. 558b; spreen (masc.) brem. wb. 4, 973. Dähnert 454a; sprên (fem.) Vilmar 394. unentschieden dem geschlecht nach spren Nemnich 2, 1392 und spräg'n Danneil 205a; spreen korrespondenzbl. des vereins für nd. sprachforschung 16, 84; die Meckelnburger nennen ihn (den staar) spreen. Coler hausbuch 479; neben sprehe, spree, f. (vgl. oben): es het ein bürger etlich han zusamen in ein korb gethan, dazu kaufft er jm noch ein spren und thet sie zu denselben zwen. Waldis Esopus 3, 28. vielleicht ist aber die ableitung der singularform spreen aus dem plural nicht notwendig, denn es scheint eine form sprene, f. schon von alters her daneben vorhanden gewesen zu sein: sprene, f. sturnus Schottel 1419. Schambach 206a. einen singular spreine setzen wol die spreinen bei Comenius 152 voraus. spryne, sturnus Dief. 558b; sprinne Nemnich 2, 1392. etymologische verwandtschaft besteht zu mhd. spræjen, sprühen, spritzen, sprengen, vgl. sprähen, sprühen Hertel 231; spreen, spregen, sanft regnen Frischbier 355b, vgl. Schm.2 2, 695. das mit weiszen tüpfelchen gesprenkelte gefieder des vogels veranlaszte die wortbildung. vgl. noch holl. spreeuw Mieg 311a; spreeuwe, sturnus Kilian 622b. altes lehnwort ist altfranz. esprohon, wallon. sprew (der holl. form entsprechend) Diez4 575.
3419 Zeichen · 85 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sprehe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Sprehe , plur. die -n, in einigen Gegenden ein Nahme des Staares, der in andern mit einem stärkern Hauche Spreche, i…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sprehe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sprehe ( Spreu ), Vogel, soviel wie Star.

  3. modern
    Dialekt
    Sprehef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Sprehe f. : 1. a. der Vogel Star (Sturnus vulgaris), Spree (šbrē) [KU-A'glan Bledb Dennw/Frohnb Dietschw Dunzw Ehw Escha…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sprehe

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sprehe‑ als Erstglied (3 von 3)

Sprehenest

PfWB

sprehe·nest

Sprehe-nest n. : 'Starennest', Spreehenescht (ˈšbrēə̩nęšd) [ KU-Föckbg ]; vgl. Meisenkar , Nistkasten . Rhein. VIII 408 Sprahlennest. —

Sprehenregister

DRW

sprehe·n·register

Sprehenregister, n. Verzeichnis der gejagten und eingelieferten Stare register wegen der jagt, so ein erbar rath für sich auß ihrem beutel g…

Sprehesack

PfWB

sprehe·sack

Sprehe-sack m. : 1. 'Beutel für das Frühstückbrot', Sprääbsack (šbrEbsag) [ IB-Hass ]. — 2. 'Innentasche der Männerjacke', Sprewe- [ IB-Hass…

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Cotta, M. (2026). „sprehe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sprehe/dwb
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Cotta, Marcel. „sprehe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sprehe/dwb. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „sprehe". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sprehe/dwb.
BibTeX
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