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auch

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
44
Verweise raus
29

Eintrag · Rheinisches Wb.

auch

Bd. 1, Sp. 296
auch āx u. ax, a (nur vor Vokalen) s. Prims, Wadern, Trarb, Boppard; sonst Mosfrk ǫx, ox; Rip ox (seltener ōx) bis SNfrk s. Kemp, n. Ürding, von wo an ōk u. ok [oux um Sol-Höhschd Gräfr, Mettm; ouk um Ruhr-Werden MülhRuhr; ūx neben ox Wermelsk]. Conj.: 1. fügt eine Vorstellung zu einer vorhergehenden, deutlich ausgesprochenen hinzu, sie ihr gegenüber hervorhebend; häufig un och noch (dazu). Den Satzton trägt dabei entweder die neu hinzugefügte Vorstellung bei Hervorhebung des einzelnen Begriffes oder die Conj. bei Hervorhebung des ganzen Satzinhaltes. (Der Gebrauch von ‘auch’ in der blossen Aufzählung ist der MA. fremd). Im übrigen wie nhd., auch die Wortstellung stimmt mit der nhd. überein, doch sagt die MA selten: Auch ich kann das; sondern: Dat kann ech och (). Och ech () sen noch do seltener gegenüber: Ech sen och noch () do — 2. gerade so, ebenso, gleichfalls. Glehnet Fauer on grosse Rach: wie mer esse, so schaffe mer ach []Simm-Horn. Beim Kratzen: So, stot die grote (sc. Läuse) op Sit, dann kriegen die Klene ok wat Emmerich. Kinderscherz, wobei der Angeredete auf jeden Satz ek ok antworten muss: Ek klomm all op en Bömken Ek ok. Ek kl. en Täcksken höger Ek ok. Do schnei ek mech en T. af Ek ok. Do bohrden ek mech en Löksken in Ek ok. Do pessden ek drin Ek ok. Do kackden ek drin Ek ok. Do kom en alt Wif on bet drin Ne, ek nit Mörs. — 3. eine Vorstellung wird zu einer früheren, nur gedachten, aber als bekannt vorausgesetzten V. hinzugefügt, aber ihr gegenüber hervorgehoben. Die Verteilung des Satztons u. Stellung von ‘auch’ wie s. 1. Ech well och en Appel (), d. h. Brot habe ich schon, dazu noch einen A. Ech well och en Appel () ich, nicht nur der andere (seltener hierfür Och ech well en A.). Wer will dat han? Antw: Ech och! Mir och! Beim Eintritt in ein fremdes Haus, wo man schon Gäste findet: Sid er och () he? = das freut mich, euch auch hier zu treffen. Sid ühr och he? () das hätte ich nicht erwartet, euch hier zu treffen Rip, Allg. Hierhin gehört die Verb. von ‘auch’ mit dem Imper.: Loss mech och ens bisse! zum Kind, das gerade einen Apfel in der Hand hat Rip, Allg. — Bei Begrüssungen in Erwiderung einer Grussformel: Schlof gesund! Dir ach! Mosfrk, Allg. Komm got widder! Dank üch och Rip. — Oder ‘auch’ deutet eine Gemeinschaft des Redenden und Angeredeten an, letzteren mit einbeziehend. Goden Dag och! Goht er och spaziere? Sid er och om Weg? Rip, Allg. — Ganze Sätze, mit Bedauern, Beileid, starkem Affekte, Wichtigtun ausgesprochen, werden mit ‘auch’ eingeführt, ohne dass ein Gedanke, an den sie angefügt werden könnten, in Frage kommt. Den han se och at begrave Rip, Allg. Besonders gern bei Urteilen der Verwunderung oder Entrüstung über ungünstige Eigenschaften. De es och verröck (geck, emmer besoffe udgl.) Rip, Allg. Met dem sein och ken Keh ze heden unverträglich Saar. Dor mott ok wer ene dör de Schursack wenn klatschende Weiber zusammenstehn Emmerich. In Sätzen, wie de es och em Kreg rich wuərde; de hät sech och rich geerf, liegt stets eine geringschätzende, entrüstete Kritik Rip, Allg. — 4. in mehr advers. Sinne, gleichsam als wenn der andere falscher oder entgegengesetzter Meinung sei. (Et kann su, och su sen). E Pennek es och Geld. E gezechnet Schof höllt och der Wolf. Dorch de Kohstallsdör geiht och ne Weg no Kölle Rip, Allg. — Das eigne Tun als richtig im Gegensatz zu dem des andern stellend, der behauptet oder so tut, als wenn es anders gehe. Du iss der och net en der Mongk das ist dir nicht so [] gemeint Schleid-Hellenth. Du bös och net su, wie de dehs. Et wiərd och su got sen Rip, Allg. — Bes. bei abweisenden, formelhaften Antworten. Gib mir das! Antw.: Gedriten och! Kref. En Dreck och! Rip. Gebake Biren och! Mosfrk u. ä. — ‘Auch’ mit dem Infinitiv eines Verbs als Antwort auf Behauptungen oder Forderungen eines andern, die den Zweifel an die Möglichkeit oder die Gewissheit der Unmöglichkeit Ausdruck gibt. A.: Ich göf en Dahler, wenn ech dat söch. B : Och han (sc. den Taler). A.: Ech holle mer dat. B.: Och könne für Lache. A.: Wenn ech es erve, dann .... B.: Jo, och iərsch han (Och iərsch krige) Rip, Allg. — Gegenüber starken Behauptungen. Dat glöf ech och ja, wenn du die Grundlage hast, an die ich nicht dachte. — Gegenüber Unerwartetem, Unerwünschtem. Su wat mot och noch kunn! Och dat noch! Dat fehlt och noch! — Gegenüber Zuständen, die nicht so sind, wie man sie wünscht. A : Wie geht et dir ? B.: Och, et könnt mer och bester gohn. De Herrgott wess och, woröm et su sen sall Rip, Allg. — Gern so bei Verwünschungen. Zom Deuvel och, dat durt mer ze lang! Verdammp och, dat deht wih! Do soll doch och en Donnerkil dren schlohn! u. so ä. Rip, Allg. — Bei zweifelnden Fragen. Kann ech mech och drop verlosse? — 5. in mehr folgerndem Sinne = freilich, allerdings We nüs us sech mach, de ös ochs. Besonders nach anfänglichem Zweifel, nach Überzeugung durch bessere oder jetzt erst erkannte Gründe. Jo, dat es och wohr, wo ech dat wess. Dat kann mer och net verstohn, wammer och su jet net gelihrt hät. Dat glöf ech och, dat mer sun Spröng och mache kann, wammer och su vill Geld hät; hierbei wird die Folgerung und Begründung durch das oft wiederholte ‘auch’, das freilich wie nhd. auch nur in einem Satzgliede stehen kann, besonders deutlich unterstrichen Rip, Allg. — 6. bei Fragen gestaltet ‘auch’ dieselben verwundernd, entrüstet. Wat ös dann och dabei? Sag och, wat ech dir dann och gedohn han! Rip, Allg. — Inquisitorisch. Es et och wohr? Dehste't och? Kann ech et och glöve? — Bedingend. Giste mer och jet, wann ech der helfe? — Bei Imperativen, ungeduldig mahnend. No, dann gangk och! Ironisch verstärkend. Mach och, dann kriste enen (sc. Hiebe). Jetz äver och fot möt dir, du häs mech och genog beloge. Mach och, sos! (Pause) Rip, Allg. — 7. als Verstärkung concessiver Conj. Wenn och; wie och wie nhd. — Im Rip scheidet sich ox u. ōx insofern hier und da, als ōx besonders bei Antworten verwandt wird.
5963 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Auch , eine Conjunction, welche alle Mahl eine Vermehrung des vorher gehenden, oder einen Zusatz zu demselben andeutet, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auch

    Goethe-Wörterbuch

    auch mundartl ‘au’: frankf-darmstädtisch [ Lichtputzer als Hanswurst: ] Hätt’ i au sei Kopf, | Wär’ i Hannswurst ganz un…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Auch (Osch), Hauptstadt des Depart. des Gers, 11000 E., Sitz eines Erzbischofs, prächtiger goth. Dom mit berühmten Glasg…

  4. modern
    Dialekt
    auch

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    auch Band 1, Spalte 1,678–680

  5. Spezial
    auch

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auch [ạuch] m. (auc) Gänserich m., Enterich m. , männliche Gans → LDWB1 alcun .

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Wortbildung

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auch‑ als Erstglied (6 von 6)

AUCHOLF

BMZ

auch·olf

AUCHOLF so nennt Nithart 30,2 den winter. ôwê, wie si (die rôten tolden) der müet, er aucholf! vielleicht aus dem ahd. ih auhôm Graff 1,119.…

Auchtweide

PfWB

aucht·weide

Aucht-weide f. : ' freie Weide, die Ende September, mancherorts auch erst nach dem St.-Gallustag (16. Oktober) beginnt und mit dem ersten Sc…

auch als Zweitglied (30 von 1.127)

Äschlauch

Campe

Der Äschlauch , s. Campe Aschlauch.

Amtsmissbrauch

RDWB1

Amtsmissbrauch m злоупотребление служебным положением

Bierbauch

RDWB1

Bierbauch m животик mit der Zeit legte er sich einen ~ zu - со временем у него вырос животик / со временем он приобрёл животик

Frauenverbrauch

RDWB1

Frauenverbrauch m scherzh. auch Frauenverschleiß j-d mit großem ~ - любитель женщин; ловелас; бабник, у кого-л. большое сердце шутл. ; любве…

Gebrauch

RDWB1

Gebrauch m ~ machen von etw. fest. - использовать; пользоваться; воспользоваться; задействовать; пустить в дело идиом. ; найти чему-л. приме…

Ɉakobslauch

Campe

† Der Ɉakobslauch , des — es , d. Mz . ungew. ein Name des Hohllauches, weil er gegen Jakobstag aus der Erde genommen wird. Die Zwiebel dess…

Ɉasminstrauch

Campe

Der Ɉasminstrauch , des — es, Mz. die — sträuche, s. Jasmin .

Ɉohannsbeerstrauch

Campe

Der Ɉohannsbeerstrauch , des — es, Mz. die — sträuche, s. Campe Ɉohannsbeere .

Kindermissbrauch

RDWB1

Kindermissbrauch m (kein Bezug zu "злоупотребление") насилие над ребёнком Religion ist eine Form mentalen ~s. - Религия - своего рода насили…

Leistungsmissbrauch

RDWB1

Leistung·s·missbrauch

Leistungsmissbrauch m (Lakune) незаконное получение социальных льгот, получение социальных льгот обманным путём Wenn ein Arbeitsloser, Sozia…

Nießbrauch

RDWB1

Nießbrauch m (kein Bezug zu "обычай") неограниченное право пользования чужим имуществом

Ölstrauch

Campe

Der Ölstrauch , — es, Mz. — sträuche , ein strauchartiges Gewächs in Brasilien, welches ein in der Heilkunst gebrauchtes Gummi, das sogenann…

Schlauch

RDWB1

Schlauch m auf dem Schlauch stehen idiom. - запутаться; не сориентироваться (в каком-л. вопросе); не врубиться прост. ; кто-л. в чём-л. ни б…

Schmerbauch

RDWB1

Schmerbauch m (Lakune) толстое брюхо груб. , пузо груб.

Schweinebauch

RDWB1

Schweinebauch m (kein Bezug zu "живот") грудинка

Sprachgebrauch

RDWB1

Sprachgebrauch m речь; речевой акт линг. (Lakune) говорят о ...; принято говорить о ...; принятая терминология (In der Presse liest man in l…

Abbrauch

BWB

Abbrauch Band 3, Spalte 3,123

abendhauch

DWB

abend·hauch

abendhauch , m. frische abendluft: nur uns erfreut kein wehender abendhauch. F. L. Stolberg 1, 107 .

aberlauch

DWB2

aber·lauch

aberlauch m. wie aberknoblauch allium scorodoprasum L.: 1793 Nemnich polyglotten-lex. 1,188.

Abführstrauch

PfWB

abfuhr·strauch

Abführ-strauch m. : ' Faulbaum ' (dessen Rinde und Beeren als Abführmittel dienen), Abfihrstrauch [LA-Rohrb ( Wilde )].

Abschiedshauch

GWB

abschieds·hauch

Abschiedshauch Diese Zeilen sind’s! diese letzten! der A. des scheidenden Engels GWB 9,125,2 Geschw Rolf Denker, Wolfgang Herwig R. D./W. H.

Ackerknoblauch

Adelung

acker·knoblauch

Der Ackerknoblauch , des -es, plur. inusit. eine Knoblauchsart mit purpurfarbigen, schirmförmigen Blumen, welche in den Wäldern, auf den Fel…

Adelsbrauch

DRW

adel·s·brauch

Adelsbrauch des adls hofrecht wirt da gehalten nach dem adls prauch jungen und alten 1558 Rösch v. Geroldsh.,Landreim V. 654

ADVENTSBRAUCH

DWB2

advent·s·brauch

DWB2 ADVENTSBRAUCH m. DWB2 brauch im advent: DWB2 1928 in der adventszeit werden zahlreiche volkstüml(iche) adventsbräuche ausgeübt, die ein…