immer ‘imer’ GWB38,210 Labores juv [1757]
u GWB18,467 Nov Var
; öfter in Zusammenschr wie ‘immerfortgehend’, ‘immerfortgesetzt’ (s Vorbem zu ‘immerfort’), ‘immermehr’ (Pkt 4) u ‘immerzu’ (5c); ungefähr die Hälfte der gut 3000 Belege in 1a 1
temp od an die temp Bed eng anschließend a
zur Bezeichnung der (ununterbrochenen) Fortdauer od Fortführung: (be)ständig, die ganze Zeit über, unausgesetzt; von menschl Aktivitäten auch mit Nuancen wie beharrlich, unermüdlich, rastlos (insbes in α u β) α
von relativ kurzzeitigen Handlungen: unentwegt, pausenlos, in einem fort; öfter zugl in Betonung einer beibehaltenen Bewegungsrichtung [
betr einen Kupferstich von Elzheimers ‘Aurora’] Alle Pappeln hoch in Lüften, | .. Alle sehn sich nach Dir um .. | Selbst an seiner strengen Kette | Springt das Freundchen um die Wette, | I. hin und her bewegt GWB4,8 Der Przin Auguste v Sachs-Weim 12 so waren beide [
Julie u Lucidor] .. unterwegs anhaltend, i. fortsprechend, und langsam weiter gehend, über die Wiesen hin, auf die Erhöhung gekommen GWB24,171,8 Wj I 9 Der Postillon eilte mehr als ich wünschte .. Nun rasselte es i. an dem Inn hinab, an der Martinswand vorbei GWB30,16,21 ItR [
für: toujours] GWB45,91,9 Ram Neffe GWB17,225,14 GrCoph V 1
uö β
zum Ausdruck einer beträchtlichen Dauer, eines länger anhaltenden Zustandes, bestimmter fortwährender (Lebens-)Umstände, Befindlichkeiten od relativ konstanter Prozesse, Abläufe u gleichmäßig verlaufender Entwicklungen, auch iSv kontinuierlich, permanent Hier [
auf dem Brenner] hat es die letzten Monate her i. geregnet GWB30,21,10 ItR Nicht allein die Seinigen halten ihn [
König Herodes] i. in schwebender Gefahr, auch ein durch Weissagung merkwürdiges Kind erregt seine Sorgen GWB7,203,27 DivNot [
im Lager vor Mainz] Wir leben hier wie die Vögel im Walde i. ohne Sorgen und i. in Gefahr GWBB51,98f Voigt [9.6.93] man könne diese Erscheinungen [
best Lavaschichtungen] auch in freyer Luft entstehen lassen, wenn man annehme, daß der Wind i. von einer Seite gegangen GWBN13,289,5 MinGeol Plp GWBB26,35,2 Christiane 11.7.15
uö iZshg mit Dynamik, (meist graduelle) Veränderung, Umbildung, Steigerung uä ausdrückenden Verben wie ‘wachsen, streben, steigern, verfeinern’; oft iSv fortgesetzt, auch: (ständig) weiter, zunehmend; oft PartPräs daß bei i. wachsenden Wissenschaften, Thätigkeiten .. auch neue Obliegen hervortreten müssen GWBA(53,298,22) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] das letzte Product der sich i. steigernden Natur ist der schöne Mensch GWB46,28,21 Winckelm was erst .. Jahrhunderte nachher, durch fortschreitende Beobachtung der Natur und durch eine i. verfeinerte Technik, wirklich geleistet worden GWBN3,153,12 FlH III Meyer rückt mit seiner Bearbeitung [
der ‘Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen’] i. vor GWBB23,253,18 DFriedlaender 15.1.13 Engel (schwebend .. Faustens Unsterbliches tragend.) .. “Wer i. strebend sich bemüht/Den können wir erlösen.”
1) GWB15
1,330 Faust II 11936 GWBB25,85,16 Voigt 19.11.14
uö γ
zur Bezeichnung stabiler, verläßlicher od auch üblicher, charakterist Eigenschaften u Verfahrenweisen; oft iSv für gewöhnlich, regelmäßig, auch: konstant; öfter ‘sonst i.’; mehrf in Berührung mit b aus dieser alten .. meiner Arbeit und Bemühung i. günstigen Stadt [
Eger] GWBB37,184,13 Nees 22.8.23 Man .. erfuhr vom Theatermeister, daß zu einer hinteren Thüre, die sonst i. mit Decorationen verstellt sei .. zwei große Figuren in .. Capuzen hereingekommen GWB22,205,27 Lj V 12 [
Askalaphus:] Freilich der Herr vom Haus | Weiß i. [meistens GWB17,37,18] wo es stinkt GWB17,343 TriumphEmpfindsamk IV Var Du erinnerst dich wohl, daß .. du .. dich rühmtest der i. gleichen Wärme deiner Zimmer GWBB46,184,1 Zelter 16.12.29
uö mBez auf jds Wesensart od eine für einen bestimmten Personenkreis typische, bezeichnende Verhaltensweise, Unart, Einstellung; oft ‘wie i.’, gelegentl ‘i. derselbe .. ’ hinsichtl eines sich gleichbleibenden Charakters [
Cäcilie üb Fernando:] Der Unglückliche! I. so einsilbig, i. dem freundlichen, vermittelnden Wort widerstrebend GWB11,191,19 Stella V Ich hört’ ein Jodeln: Jo! da! ho! — | Potz Leipzig! und Potz Waterloo: | Studenten brüllen i. GWB4,174 Chronika 1818 Vs 12 ein Skeptiker zu werden hat der Mann alle Ursache .. Der Greis jedoch wird sich i. zum Mysticismus bekennen GWB42
2,210,22 MuR(806) [
Vater:] du weckst mich mit einem lustigen Liedchen .. Du bist artig und unartig zugleich. [
Bätely:] Nicht wahr, Vater, wie i.? GWB12,4,1 JeryBätely von Fürstenberg .. um so viel Jahre älter, i. derselbe verständige, edle, ruhige Mann GWB33,231,1 Camp GWB13
1,8 PaläophronNeoterpe 98f
uö spezieller zum Ausdruck einer persönl Vorliebe, Abneigung od Einschätzung, einer Devise od (auch überpersönl) Verpflichtung uä; öfter ‘etw i. im Auge (gehabt) haben’ Daß Sie die muntre Oper lieben .. freut mich .. Ich bin i. für die Opera buffa der Italiäner und wünschte .. ein Werckgen dieser Art zu Stande zu bringen GWBB6,317,14 Kayser 28.6.84 Der Herzog ist [
auf einer Saujagd] vergnügt .. Ich mag nicht i. der Popanz seyn, und .. hab ihn auch nur Augenblicke gesehen GWBB5,236,22 ChStein 10.12.81 [
betr Augusts Italienreise] Du mußt dir i. sagen: deine Absicht sey, eine große Welt in dich aufzunehmen GWBB47,115,9 August 29.6.30 A(Vogel 152) Instruktion 10.4.15 [KommJenMus] GWB35,48,18 TuJ 1795
uö δ
zur zeitl Akzentuierung, Anknüpfung od zur (differenzierenden) Abgrenzung; mBez auf die Vergangenheit oft mit den Nuancen weiterhin, nach wie vor, auch: bis jetzt (üblich); mBez auf die Zukunft oft ‘auf/für i.’, auch mit Nuancen wie für alle Zeit, ein für allemal od (für) ewig, mehrf in formelhaften Verstärkungen wie ‘i. (und) ewig’ Aus unsern Flötzgebirgen wüßte nichts Interessantes mitzutheilen, das liegt i. still wie von alten Zeiten her GWBB39,25,7 Grüner 30.11.24 [
Bürger:] Wird es nicht alle Tage schlimmer? | Gehorchen soll man mehr als i., | Und zahlen mehr als je vorher GWB14,47 Faust I 850 [
Adelh zu Weisl:] Ihr verlasst uns, verlasst uns auf i. Was fragt ihr ob wir leben oder sterben GWB39,64,19 Götz
1 II~GWB8,65,13 Götz
2 Hierbey .. ein Gartenkalender .. Mir dient er nicht, da ich mich für i. von der Erde im ökonomischen und ästhetischen Sinne losgesagt habe GWBB17,224,11 ChStein 28.11.04 ich .. fühle daß .. mein Umgang mit den Menschen .. fester, weiter wird, und doch mein innerstes i. ewig allein der heiligen Liebe gewidmet bleibt GWBB2,295,9 Gfin Stolbg [19.]9.75 [
für: for ever] GWB3,201 Byron,Manfr,Monol 19 [
für: ἔμπεδον
8,275] GWB5
2,385 Aus Odyssee 8 Vs 10 GWB50,199 HermDor II 28
uö ‘i. nicht’: hier iSv noch nicht, nach wie vor nicht [
Sekretär:] Er [
Egm] kommt i. nicht! und ich warte schon zwei Stunden GWB8,213,4 Egm II GWB15
1,304 Faust II 11353
uö(selten) in (oft floskelhafter) Bekundung, Beteuerung von Verbundenheit, Anteilnahme od unwandelbarer Zuneigung; häufig als Briefschluß u oft ‘wie i. (und für i./ewig)’ uä nur noch die .. Versicherung, daß ich bin, und i. bleiben werde Meines Herrn ergebenster Diener Joh. Wolfg. Goethe GWBB1,6,8 Ysenburg 2.6.64 Mit dem aufrichtigsten Wunsch, daß du diesen Winter in ununterbrochener Thätigkeit zubringen mögest, nenne ich mich wie i. und für ewig GWBB23,121,17 Trebra 27.10.12 K daß wir Ew. Durchl. alle wie i. und für i. ergeben sind GWBB23,223,11 Friedr IV 3.1.13 K GWB39,125,7 Götz
1IV~GWB8,123,12 Götz
2 uö ‘noch i./ i. noch’: in Verstärkung einer Fortdauer insbes zum Ausdruck ungewöhnlicher (auch fruchtloser) Beharrlichkeit, des Unersättlichen, nie restlos zu Erledigenden od auch des Rückständigen u Überlebten Nicolai reiset noch i., noch lang wird er reisen, | Aber in’s Land der Vernunft findet er nimmer den Weg GWB5
1,231 Xen 184(247) Der Mensch .. kann nicht ruhen, er will i. noch was anders GWBB46,16,20 Zelter 19.7.29 Erfüllte Pflicht empfindet sich i. noch als Schuld, weil man sich nie ganz genug gethan GWB42
2,178,11 MuR(522) Was in Frankreich vorbei ist, das spielen Deutsche noch i. GWB5
1,270 Xen 10(29) GWBB1,212,4 KSchönkopf 1.6.69
uö b
zur Bezeichnung einer mehrfachen od häufigen (auch steten) Wiederholung: jedesmal, in jedem einzelnen Fall wieder; oft korreliert mit ‘oft’, in Präzisierung der besonderen Umstände od Bedingungen öfter ‘i. — wenn/sobald’; oft verstärkend ‘i. wieder (aufs neue)’ die Dirne mit lauerndem Blick .. sie heißt Gelegenheit .. | Sie erscheinet euch oft, i. in andrer Gestalt GWB5
2,373 Edelknabe u Wahrsagerin 3 Übereilung im Abschließen. Kann [
in der Wissenschaft] nicht i. getadelt werden GWBN6,300,14 Physiol Pfl [
Sievers:] Berlichingen gab unerhört nach, wie er i. thut wenn er im Vortheil ist GWB8,6,9 Götz
2 I Ich habe diesen Versuch [
mit einem Leuchtstein] sehr oft in Gegenwart mehrerer Freunde wiederholt, und er ist i. gelungen GWBB9,318,15 Sömmerring 2.7.92 [
Lucie:] Wenn man so oft unterzugehen fürchtet, und sich i. [<nun] wieder gerettet sieht, das gibt ein Zutrauen GWB11,143,3 Stella I GWBN4,230,8 FlH VI GWBB24,74,22 Leonhard 30. 12.13 GWB6,70 Div Lieblich ist 10
uö ‘i. nicht’: hier iSv niemals, in keinem Fall sie [
Mignon] mußte .. immer etwas in den Händen haben, ein Tuch, das sie knetete, einen Bindfaden, den sie drehte, und i. nicht mit einem leichten Ausdruck des Spielens, sondern nur, als wenn eine .. heftige Erschütterung dadurch abgeleitet würde GWB52,261,10 ThS VI 11 [
Marianne mBez auf eine etwaige Ehe:] Manchmal stell’ ich mir’s auch vor .. Komm’ ich aber hernach auf’s Wahre zurück, so will’s i. nicht gehen GWB9,130,18 Geschw GWB20,167,12 Wv I 16
uö(selten) zum Ausdruck des regelmäßig, in best (meist größeren) Abständen Wiederholten od sich erneut Einstellenden, mehrf ‘i. wiederkehrend’; gelegentl iSv alljährlich, auch: zu jeder Zeit, in jeder Epoche Nun sollte zum nächsten i. gefeierten dreißigsten Januar [
Geburtstag der Weim Hzgin Louise] .. Tancred übersetzt werden GWB35,86,13 TuJ 1800 Die .. Wochen des Frühlings sind mir sehr geseegnet .. Die stille, reine, i. wiederkehrende, Leidenlose Vegetation, tröstet mich offt über der Menschen Noth GWBB5,109,18 Lavater [9.?4.81] GWBB10,323,7 CHerder 30.10.95
uö in Betonung des jedesmal gleichförmig od genauso zu Behandelnden, Ablaufenden, Geordneten od sich Formierenden, überwiegend iSv jeweils Leben Sie .. wohl und schicken mir vom Tasso die Bogen i. in triplo GWBB18,38,10 Göschen 8.6.89 [
betr die zur Veröffentlichung sukzessive abgeschriebenen Briefe Zelters an G] der Abschreibende hat i. die Originale [>hat die Originale, wie er fertig wurde, GWBB44,100,10f] lagenweis wieder abgeliefert GWBB44,383 Zelter 21.5.28 K [
Meph beim Anblick der Stymphaliden:] Was krächzt vorbei mit Flügelschlag? | So schnell .. | Und i. eins dem andern nach GWB15
1,120 Faust II 7216
uö 2
kategorial iSv grundsätzlich, per se, seinem Wesen nach; öfter in sentenzenhafter Aussage, gelegentl stärker in logischer od systemat-definitorischer Hinsicht; auch in Berührung mit 1b Der Handelnde ist i. gewissenlos, es hat niemand Gewissen als der Betrachtende GWB42
2,138,8 MuR(241) Die didaktische .. Poesie ist und bleibt ein Mittelgeschöpf zwischen Poesie und Rhetorik .. ist .. i. eine Ab- und Nebenart GWBB40,143,6 Zelter 26.11.25 der Mensch .. [
muß] .. sich .. um das was geschehen könnte nicht .. bekümmern .. sondern um das was geschehen sollte. Nun ist aber das letzte i. eine Idee, und er ist conkret im conkreten Zustande GWBB13,61,4 Schiller 10.2.98 GWB42
2,129,18 MuR(185) GWB42
2,392 MuR Plp 7
uö im Bereich der Natur zur Behauptung einer empirisch gesicherten Regularität, Gesetzmäßigkeit, Konstanz Unter allen Bedingungen erscheinen die [
Farb-]Mischungen gleich. Blau und gelb macht i. grün .. roth und gelb i. orange GWBN5
2,132,17u19 Fl Plp [
Hauptmann:] daß .. dieser .. durch Flüssigkeit mögliche Bezug [
Köhasion] sich entschieden und i. durch die Kugelgestalt auszeichnet. Der fallende Wassertropfen ist rund GWB20,49,20 Wv I 4 Beständige Consequenz der Nachbarschaft. So kann das os intermaxillare niemals das Thränenbein berühren, so wird das Os bregmatis [
Scheitelbein] i. den Stirnknochen vom Osse temporum [
Schläfenbein] trennen GWBN13,231,9 Morph Plp GWBN6,308,6 PhysiolPfl GWBN3,155,1 FlH III RBacon
uö 3
im Ausdruck relativer Beliebigkeit od Unbestimmtheit; gelegentl iSv irgend a
mit vorangestelltem Pron od Adv wie ‘was, wer, wann, wo(hin)’ [
Pfarrer:] Ich tadle nicht gern, was i. dem Menschen | Für unschädliche Triebe die gute Mutter Natur gab GWB50,192 HermDor I 84 [
Gretchen:] Wohin ich i. gehe, | Wie weh, wie weh, wie wehe | Wird mir im Busen hier! GWB14,183 Faust I 3602=GWB39,300 Urfaust 1293 GWB1,207 Der getreueEckart 38 GWB16,296 Maskenz 1818 Festz 846
uö b
zum Ausdruck eines (unbestimmten) Höchstmaßes, Optimums, insbes in Vbdgn wie ‘so viel (nur) i.’ [
Hanswurst zu Kilian Brustfleck:] Mir ist ia alles recht .. | Ich bin ia gern berühmt so viel ihr i. wollt .. | Nur muss michs nicht in meinem Wesen stören GWB38,51 HanswurstsHochz 112 wenn er [
der Maler Seekatz] schwere Aufgaben gelös’t, sie mit dem größten Fleiß und der wärmsten Liebe, deren er i. fähig war, vollendet hatte GWB26,174,5 DuW 3 GWBB14,9,13 Lips 17.1.99
uö 4
vor Komp: zur Bezeichnung einer fortwährenden Steigerung, auch iSv in zunehmendem Maße; oft in emphat wiederholenden Fügungen wie ‘i. weiter und weiter’, ‘größer und i. größer’, ‘mehr und i. mehr’; oft korreliert mit ‘je mehr’, auch: ‘i. — i.’ für die Konstruktion je — desto [
Faust zu Wagner:] Bemerkst du, wie in weitem Schneckenkreise | Er [
der Pudel] um uns her und i. näher jagt? GWB14,58 Faust I 1153 ich sehe so manche Jahre dem Gang der Gesinnungen und der Thaten [
in Frkr] zu und ich muß mich freuen das Wünschenswerthe immermehr durchdringen zu sehen GWBB47,201,12 Küstner 31.8.30 Grau und trüb und i. trüber | Kommt ein Wetter angezogen GWB4,136 Grau und trüb 1 studire ich mich nicht immer fort, ohne mich jemals zu begreifen, mich und andere, und doch kommt man fröhlich i. weiter und weiter GWBN6,244,13 FreundlZuruf Frauen denk’ ich auch zu sehn, | Die den Ehegatten, | Ward er i. brummiger, | I. lieber hatten GWB1,137 Offne Tafel 19f GWB4,356 Erwache, Friederike 23 GWB15
1,149 Faust II 7914 GWB16,210 Maskenz 30.1.02 Vs 15 GWB30,33,11 ItR
uö(sehr häufig) 5
als (satzbelebende) Partikel in konzedierender, beteuernder, auffordernder ua (modaler) Funktion; häufig korreliert (auch verstärkend) mit anderen Partikeln a
einräumend od zubilligend; mit Nuancen wie wohl, zwar, meinetwegen, allerdings; öfter in Entgegensetzung zu ‘aber’, ‘doch’ Angelica [
Kauffmann] mahlt mich .. Es ist i. ein hübscher Bursche, aber keine Spur von mir GWB32,8,11 ItR [
Clär üb den inhaftierten Egm:] Wäre er Tyrann gewesen, möchten sie [
die Brüsseler Bürger] i. vor seinem Falle seitwärts gehn. Aber sie liebten ihn! GWB8,278,27 Egm V [
betr das Römische Haus, die Weim Sommerresidenz von Carl August] Römisch mag man’s i. nennen; | Doch wir den Bewohner kennen, | Dem der alte deutsche Sinn, | Ja der Weltsinn ist Gewinn GWB4,143 Römisch mag man’s 1 GWB43,56,22 Cell I 4
uö b
bekräftigend, versichernd od verstärkend, oft iSv in jedem Falle, durchaus, zweifelsohne, unstreitig; häufig ‘doch i.’, gelegentl emphatisch ‘i. und i.’, ‘i., i.’ uä [
betr Chladnis mögl Anstellung in Jena] Er hat die Klanglehre .. emsig durchgearbeitet, das ist i. ein gros Verdienst GWBB27,147,1 Voigt 26.8.16 beykommend abgebildete Pflanze .. beschäftigte unsern, leider i. zu früh abgeschiedenen, herrlichen Fürsten [
CarlAug] GWBB45,55,18 GFJäger 15.11.28 K 8000 thlr. [
für den Ankauf einer Bibliothek] .. Diese Ausgabe sei nun succeßiv oder nicht so ist sie i. ansehnlich genug A1,196,10 Votum [nach 13.7.82] es ist seit meinem Hierseyn [
in Jena], ohne ein besondres Wohlbefinden, doch i. soviel zuwege gebracht als ich wünschen konnte GWBB20,356,18 Meyer 9.6.09 [
Baron:] Unter allen weiblichen Geschöpfen .. war Marie i. und i. die schönste und die beste GWB18,87,21 MädchOberkirch I 2 GWB22,4,16 Lj IV 1 GWB11,326 ErwElm
2 828f
uö bei Zahlenangabe zugl zur annähernd genauen Bestimmung, mit Nuancen wie gut u gern, sicherlich, einmal iSv mindestens meine schwancke Person hätt es [
ein herabstürzendes Felsstück] gleich niedergedrückt, und mit der völligen Last gequetscht. Es war i. ein Stück von fünf, sechs Zentnern GWBB3,197,10 ChStein 9.12.[77] [
betr die Schrift auf der Tafel eines geplanten Monuments] Die Zeile, die ich .. überschicke hält 2 Fus 4 Zoll, rechne ich auch nur auf jeder Seite 2 Zoll von dem Rande der Tafel bis an die Schrift, so müßte die Tafel i. 2 Fus 8 Zoll Breite haben GWBB6,182,5 Oeser 24.7.83 GWB50,189 HermDor I 6 GWBB44,186,6 August 11.7.[28]
uö(selten) c
in Aufforderungen od Ermunterungen, auch als Ausdruck der Erlaubnis od Zustimmung; meist beim Imperativ u oft ‘nur i.’ od ‘(nur) i. zu’, einmal ‘nur i. her’; öfter in iron od herausfordernder Diktion [
Eridon üb Amine:] daß mancher ihr bei’m Tanz die Hände drückt .. [
Egle:] Eh! laß das i. sein! das will noch gar nichts heißen GWB9,32 LauneVerl 447 I. fröligen Muths liebe Lotte, Sie sind glücklicher als hundert GWBB2,22,22 ChBuff [11.9.72] [
betr ein Dedikationsgesuch Hirts] Es ist .. ein guter .. Mensch. Er mag den Brief i. an mich richten, wenn es ihm Spaß macht GWBB9,68,13 Herder 27.12.88 [
Meph:] ich fürchte nur der Wirth beschweret sich; | Sonst gäb’ ich .. | Aus unserm Keller was zum Besten. [
Siebel:] Nur i. her! GWB14,107 Faust I 2251 [
Götz üb seine polit Gegner:] Schickt ihr nur euern .. Weislingen herum .. laßt mich anschwärzen. Nur i. zu [immerzu
Var]. Ich bin wach GWB8,9,12 Götz
2 I GWB5
1,296 XenNachl 185(369) GWB5
1,205 Xen 2(16)
uö d
allgemein verstärkend; meist zum Ausdruck der (affektiven) Ablehnung, Geringschätzung, Irritation od Verwunderung, öfter mit der Nuance ständig bloß, nichts als; im Fragesatz einmal iSv denn, eigentlich [
Baccalaureus zu Meph als vermeintl Hochschullehrer:] Indessen wir die halbe Welt gewonnen | Was habt ihr denn gethan? genickt, gesonnen, | Geträumt, erwogen, Plan und i. Plan GWB15
1,99 Faust II 6784 [
Faust:] siehst du dort | Ein blasses schönes Kind allein und ferne stehen? | .. Ich muß bekennen, daß mir däucht, | Daß sie dem guten Gretchen gleicht .... [
Meph:] Nur i. diese Lust zum Wahn! GWB14,211 Faust I 4209 [
Lucinde:] ich bin gefangen .. | Von einem Unbekannten .... [
Claud:] Doch sage schnell, wie ging es i. zu? GWB11,209 Claud
2 207 GWBB7,260,9 CarlAug [1780/81Korr Wahl 1,22]
uö Syn zu 1,2u4
GWB
immerfort zu 1aα u β
GWB
allezeit GWB
fort(in einem f.) GWB
fortwähren(f-d) GWB
immerwährend unaufhörlich unausgesetzt ununterbrochen zu 1aα GWB
andauern(a-d) GWB
ständig GWB
stets zu 1aβ-δ
GWB
immerdar zu 1aβ u γ
GWB
jederzeit zu 1aβ
GWB
anhalten(a-d) GWB
durchaus GWB
ewig GWB
fort(f. und f.) GWB
für(f. und f.) GWB
konstant GWB
kontinuierlich GWB
stetig zu 1aγ
GWB
allermeist GWB
häufig GWB
regelmäßig zu 1aδ
GWB
allstets GWB
ever(for e.) GWB
ewig(für e.) GWB
ewiglich GWB
für(f. und f.) GWB
immergleich GWB
zeitlebens zu 1b
GWB
jederzeit GWB
jedesmal GWB
stets zu 2
GWB
allemal GWB
allezeit GWB
allgemein(im a-en) GWB
durchaus GWB
generell GWB
jederzeit GWB
konstant GWB
stets zu 3
GWB
irgend zu 5 a und b
GWB
freilich GWB
immerhin zu 5a
GWB
allerdings GWB
wohl GWB
zwar zu 5b
GWB
durchaus GWB
jedenfalls unstreitig GWB
zweifellos zu 5c
GWB
nur zu 5d
GWB
eigentlich 1) von ASchöne in FfA I 72,801 iSv Pkt 3 als “Wer auch immer strebend .. ” aufgefaßt Horst FleigH.
F.