schreien häufig -ey-; mehrf synkopiert 1
als durchdringende tierische Lautäußerung: laut kreischen, jaulen, quieken, blöken uä; überwiegend in absoluter Verwendung, einmal trans, auch in bildl u Fabel-Zshg Der Pfau schreit häßlich, aber sein Geschrei|Erinnert mich an's himmlische Gefieder,|So ist mir auch sein S.
nicht zuwider GWB4,111 Vs 25u27 Chin-dt Jahres- uTagesz IV [
ein Teil des Chors, mBez auf Bacchanale:] Dionysos..|Kommt hervor mit Ziegenfüßlern, schwenkend Ziegenfüßlerinnen,|Und dazwischen schreit unbändig grell Silenus öhrig Thier [
der Esel] GWB15
1,243 Faust II 10033 Einst sieht Ferrand bei seiner Frau ein allerliebstes Löwenhündchen..er streichelt es..fällt [
aus Eifersucht] in Wuth..wirft das artige Thier..mit Gewalt gegen die Erde, verläßt das s-de Thier und die erschrockene Frau GWB18,289,19 GutWeiber [
Reineke zum König:] Ich war mit Isegrim glücklich|Einst ein Schwein zu erjagen, es schrie, wir bissen es nieder GWB50,147 ReinF X 353 Der Scheiskerl in Giessen [
CHSchmid] ..hat..in die Erfurter Zeitung eine Rezension [
zu ‘Von dt Baukunst’] gesudelt..Als ein wahrer Esel friesst er die Disteln die
um meinen Garten wachsen nagt
an der Hecke die ihn vor solchen Tieren verzäunt, und schreit denn sein Critisches I! a! ob er nicht etwa dem Herrn in seiner Laube bedeuten möchte: ich binn auch da GWBGB1
1,252,33 Kestner [25.12.72] GWBT1,341,18 v 9.4.87 GWB33,296,26 BelagergMainz GWBT5,364 v 28.5.15
uö(selten) 2
als menschliche Lautäußerung: schrille, zumeist unartikulierte Laute ausstoßen; überwiegend in absoluter Verwendung a
im Zustand heftiger Erregung (Angst, Schreck, Schmerz, Trauer, Freude uä), auch psychischer Gestörtheit laut jammern; vereinzelt im Bild [
Schattenspielmann:] Hat sie die Welt vermehrt|Mit viel gottlose Leut,|..Glaube mehr an keine Gott,|..Seh sie die Ritter und Damen|
wie sie..|..sich begatte|In alle grüne Schatte,|..Kann das unser Herr Gott leide?|..Fährt da die Sündfluth 'rein,|Wie sie gottserbärmlick schrein GWB16,38 JahrmPlund
2 611 Als..man ihn [
Rochus] in das Pesthaus..brachte, wo er, wegen grausamer Schmerzen, manchmal erschrecklich
s. mußte, ging er aus dem Hospital..damit er den andern durch sein Geschrei nicht beschwerlich fiele GWB34
1,30,16 Rochusf eine Frau..die..sich heulend und s-d über den Leichnam [
des Tigers] her warf, und an dieser Handlung..errathen ließ, sie sei die Meisterin und Wärterin dieses dahin gestreckten Geschöpfes GWB18,335,22 Nov [
Siebel zu seinen Saufkumpanen:] Mit offner Brust singt Runda, sauft und schreit!|Auf! Holla! Ho! GWB14,98 Faust I 2082 [
betr den wegen reaktionärer Maßregelung der Universitäten verhaßten, seit 1819 mit ChWHufelands Tochter Wilhelmine verheirateten ASturdza] Von Jenischen behaarten Molchen|Sieht Stourdza sich bedroht mit Dolchen.|Er steht! Ein Mann! Dann schreit er laut,|Er flieht, es kommt ein Dolch, die Braut GWB5
1,197 Jenas Philister 11 GWB50,194 HermDor I 140 GWB43,101,14 Cell I 7 GWB2,207 Krittler 18 GWB20,266,25 Wv II 6
uö b
als heftiges kindliches Weinen; einmal (im Vergl) ‘nach etw s.’ iSv durch lautes Weinen etw fordern ich nahm das Kind [
Malchen] von der Erde und küßte es lebhaft, das sogleich zu
s. und zu weinen anfieng GWBAA39,5 Werth
1 I~GWBWerth
2 Auch endlich ward ich Großpapa!|..Doch alsobald der kleine Wicht [
Walther] |Verziehet kläglich sein Gesicht:|Die Kinder
s. immer GWB4,174 Chronika 1818 Vs 6 Mutter, deren Kind im See ertrunken sei..als sie es auf die Stufen des Altars gelegt, habe das Kind zu
s. angefangen, und sich..aus dem Tuche losgemacht GWB23,275,22 Lj VIII 9 [
Hauptmann:] du, geliebtes Lorchen mein,|Warst gleich ei'm Wickelkindelein,|Das schreit nach Brei und Suppe lang GWB16,72 PaterBrey 317 GWB9,125,24 Geschw GWB16,144 KünstlersErdew Regiebem vor 28
uö c
als (archaisches) den Gegner erschreckendes, einschüchterndes Kampfgeheul; einmal in sprichwörtl Zshg1) Achill..tritt durch die Mauer zum Graben und schreit dreimal..Die Troer fahren zusammen GWB41
1,310,22 Ilias Ausz 18 Alle schrien so laut sie konnten; die übrigen Bauern|Liefen zusammen und streckten für todt ihn [
Isegrim] zur Erde darnieder GWB50,40 ReinF III 343 „Du Kräftiger sei nicht so still,|Wenn auch sich andere scheuen.”|Wer den Teufel erschrecken will|Der muß laut
s. GWB3,238 ZXen I 156 GWB41
1,270,20 Ilias Ausz 3
uö(selten) 3
etw lautstark äußern, unüberhörbar sagen a
mit sehr lauter Stimme sprechen α
prägnant iUz anderen Sprechweisen; absolut [
König zu PhHackert:] Ihr werdet wohl die Scene gehört haben, die ich mit dem Fiscal hatte; weil er taub ist, so muß ich
s. GWB46,261,10 Hackert Giunta [
im Zshg mit der schauspielerischen Sprechausbildung] Die meisten wollten so gehört sein, wie sie sprachen..sagten, man könne doch nicht
s., wenn man natürlich, heimlich oder zärtlich zu sprechen habe GWB22,185,28 Lj V 8 [
PartPrät für: ad alta voce] GWB43,48,20 Cell I 3
uö(selten) subst: lautes Rufen Ziblis wendet ihr Gesicht,|Läuft, doch der gehörnte Freyer|Springt ihr..|Nach, und ruft: O flieh mich nicht.|Schreyn kann niemals überwinden.|Sie lief schneller GWB37,15 Annette Ziblis 26 β
iSv laut durcheinanderreden, einander überschreien (in größeren Menschenansammlungen); auch mBez auf das professionelle Ausrufen der Marktschreier; gelegentlich als pöbelhaft roh od ethnisch eigentümlich akzentuiert; absolut, häufig neben anderen Verben (bes ‘lärmen’) [
Wagner zu Faust, vor dem Tor:] Mit euch, Herr Doctor, zu spazieren|Ist ehrenvoll und ist Gewinn;|Doch würd' ich nicht allein mich her verlieren,|..Das Fiedeln, S., Kegelschieben,|Ist mir ein gar verhaßter Klang GWB14,51 Faust I 945 Da diese Übung [
Gewöhnung an die Rennstrecke] mit den meisten Pferden..wiederholt, und eine solche Promenade immer von einer Anzahl lustig s-der Knaben begleitet wird, so gibt es schon einen Vorschmack von einem größern Lärm und Jubel, der bald folgen soll GWB32,229,21 ItR RömKarn Ich bin in Fuligno..in einer Homerischen Haushaltung, wo alles um ein Feuer in einer grosen Halle versammelt ist und schreyt, lärmt, an langen Tischen speist GWBT1,322,17 v 26.10.86 [
Bauer, Waren anpreisend:] Besen kauft, Besen kauft!..[
Nürnberger, Spielzeug anbietend:] Liebe Kindlein,|Kauft ein,|..Trummel und Schlägel,|Ein Reitpferd, ein Wägel,|Kugeln und Kegel,|..Husar und Schweizer;|Nur ein paar Kreuzer,|Ist alles dein!..[
Fräulein, resümierend:] Die Leute
s. wie besessen GWB16,13 JahrmPlund
2 107 GWB51,247,15 ThS III 9 GWBT1,202,10 v 16.9.86 GWBT1,260,11 v 4.10.86 GWB52,91,13 ThS IV 15
uö γ
iSv schimpfen, lautstark barmen, sich streiten; in absoluter Verwendung Der Herr von dieser Truppe schalt entsetzlich auf das Kind..schrie, stampfte und schäumte, und soviel wir verstehen konnten, hatte das Kind sich geweigert zu tanzen GWB51,211,6 ThS III 4 [
Marthe, Faust u Valentin im Duell sehend:] Heraus! Heraus!..|Man schilt und rauft, man schreit und ficht GWB14,188 Faust I 3717 Melina war ganz außer Fassung [
wegen des Raubüberfalls auf die Truppe] ..fing auf's neue zu stampfen, zu schimpfen und zu
s. an GWB22,53,2 Lj IV 8 Gedränge..war um die Wagen|Streit der drohenden Männer, worein sich mischten die Weiber,|S-d GWB50,229 HermDor V 195 GWB15
1,30 Faust II 5271 GWB52,31,28 ThS IV 6 GWB12,106,18 Fischerin
uö(selten) δ
iSv mit lautem Rufen jds Aufmerksamkeit, zugl Hilfe, Erbarmen, Gnade uä fordern; überwiegend in absoluter Verwendung, gelegentl ‘um etw s.’, einmal ‘zu jdm s.’; mehrf zugl redeeinleitend Bellyn: Ich hörte
s., was war es?|Lampen hört' ich; er rief mir: Bellyn! zu Hülfe! zu Hülfe! GWB50,83 ReinF VI 286 schlich ich meinem Mädgen nach,|..Umfasst' ich sie..sie sprach:|Laß mich, ich schrey gewiß.|Da droht' ich trozzig: Ha, ich will|Den tödten, der uns stöhrt GWB37,46 Annette Das Schreien 4 [
Rameau als Klavierlehrer:] Ich komme..öffne das Clavier..bin immer eilig, und wenn man mich einen Augenblick warten läßt, so schrei' ich als wenn man mir einen Thaler stähle GWB45,49,26 RamNeffe kam eine große Welle welche über das Schiff schlug; Ascanio schrie: Barmherzigkeit, lieber Vater! helft mir! und wollte sich an mir halten GWB43,284,15 Cell II 8 Damals [
bei des Hephaistos Verwundung] schrieest du [
Hera] laut zu den Nymphen der schattigen Insel GWB50,278 Achilleis 200 GWB22,217,20 Lj V 13 GWB15
2,156 Faust II 11515 Var GWB3,214 NeugrEpirot Heldenl II 25 GWB38,58 EwJude 95 GWB44,89,13 Cell III 7
uö ε
etw (über größere Entfernungen, gegen begleitende Geräusche, in erregtem Zustande uä) rufen; als Einleitung direkter od indirekter Rede (mehrf neben ‘rufen’); auch im Bild, einmal mit sprichwörtl Anklang2) Kontogiakupis, der schreit nun|Von des Bollwerks hohem Stand:|Herzhaft, Kinder mein! zur Arbeit,|Kinder mein, zum Streit hervor! GWB3,215 NeugrEpirot Heldenl III 21 [
Rameau als Klavierlehrer einer faulen Schülerin:] setzte sich das schöne Kind an's Clavier..machte..gewaltigen Lärm darauf..Ich that böse, ich schrie: Sol, sol, sol, Mademoiselle, es ist ein sol GWB45,48,20 RamNeffe ich sprang vor und wetzte mit dem Degen an den Wänden, und schrie wüthend: Ich bringe euch alle zusammen um! GWB43,220,26 Cell II 4 Er [
Shakespeare] führt uns durch die ganze Welt, aber wir verzärtelte unerfahrne Menschen
s. bey ieder fremden Heuschrecke die uns begegnet: Herr, er will uns fressen GWB37,134,25 ShakespTag Querkopf! schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel,|Leerkopf! schallt es darauf lustig zum Walde heraus GWB5
1,232 Xen 189(255) GWB32,268,15 ItR RömKarn GWB46,281,26 Hackert GWB43,163,17 Cell I 11
uö ζ
‘jdm etw s.’ iSv jdm etw zurufen [
Georg zu Götz, mBez auf den verärgerten Hans:] Auf euer Rufen sprang er auf, und schrie mir [ schrie mir zu GWB13
1,195,6 Götz
3 I 3] , daß ihr rieft GWB8,10,7 Götz
2 I η
‘sich heisch s.’ iSv durch mehrf lautes Rufen heiser werden [
Marchese zu einem Bedienten:] Wo steckt ihr denn, ihr Schlingel?|He! habt ihr keine Ohren?|Ich schrei' mich fast noch heisch GWB12,255 VereitelteRänke 9 [G/Vulpius?] θ
‘jdn aus dem Schlafe s.’ iSv jdn durch zu lautes Reden wecken [
Faust zu Gretchen im Kerker:] Still! Still!..|Du wirst die Wächter aus dem Schlafe
s.! GWB14,230 Faust I 4426 b
etw weniger laut als vielmehr mit großem Nachdruck kommunizieren α
iSv (über/wegen etw) heftig schimpfen, jammern, lamentieren, seinem Unmut freien Lauf lassen; absolut bzw mit AkkObj od PräpObj (‘über/gegen etw s.’); auch im Bild Es ist bekannter als man glaubt, daß wir überklugen Weimaraner immer die Narren von jedem Fremden sind, der sich uns aufdringen oder uns etwas abgewinnen will. Verzeihen Sie diesen Äußerungen; aber wenn man immer leidet, so schreyt man einmal GWBB23,143,14 Kirms 13.11.12 [
betr Äußerungen zum Dilettantismus] Wenn wir..unsere Schleußen ziehen..so werden sie [
die Pfuscher] schreyen, daß man ihnen ihre Anlagen verdirbt, und wenn das Wasser vorüber ist..alles wieder in alten Stand setzen GWBB14,119,6 Schiller 22.6.99 Wolfrathshausen..niemand traut dem schönen Wetter, man schreit über das böse des vergehenden Jahres GWB30,12,23 ItR Die Deutschen haben die eigne Art, daß sie nichts annehmen können, wie man's ihnen giebt, reicht man ihnen den Stiel des Messers zu, so finden sie ihn nicht scharf, bietet man ihnen die Spitze, so schreyen sie über Verletzung GWBB23,274,8 Woltmann 5.2.13 K GWBB21,122,20 Zelter 30.10.09 GWBB17,169,10 Eichstädt 29.7.04 GWB44,269,11 Cell IV 10
uö β
iSv etw vehement fordern, dringend nach etw/jdm verlangen, auch inbrünstig um etw beten; überwiegend mit PräpObj ‘nach etw s.’ daß niemand begreifen will: die Wissenschaften seyen um der Brauchbarkeit willen da; und doch schreyt jedermann nach dem Nützlichen GWBB28,262,12 Schultz 24.9.17 So schlimm..die Gesinnungen des Papstes gegen mich waren, so übel dachte auch der Castellan..kam das Unsichtbare..zu mir..und sagte..wende dich mit deinem gewohnten Gebet zu Gott und schreie heftig zu ihm..Darauf sprach ich mit Gott..und auf einmal sagte eine..Stimme: Ruhe nunmehr und fürchte dich nicht GWB43,363,8 Cell II 13 [
Liebhaber, mBez auf Annettes Traum:] Da lag nun auf Knien die Menge,|Mein Mädgen erblikt das Gedränge,|Und hörte der bittenden Schreyn,|Und dünkte sich Venus zu seyn GWB37,42 Annette Die Liebhaber 23 GWB42
2,237,19 MuR(972) GWB33,87,19 Camp
uö(selten) γ
iSv (unentwegt) mit Begeisterung über jdn/etw reden; redeeinleitend bzw mit PräpObj ‘von etw s.’ [
Rameaus Neffe, mBez auf Robbé:] Ich hasse seine Verse, aber ich höre ihn gerne lesen. Er hat das Ansehn eines Besessenen. Alle
s. um ihn her: das heißt doch ein Poet! GWB45,84,10 RamNeffe [
Gottfried:] Da ergehn denn Verordnungen über Verordnungen, und der Kayser vergisst eine über die andre, da sind die Fürsten eifrig dahinter her, und schreyn [ gloriiren GWB8,32,14 Götz
2 I] von Ruh und Sicherheit des Staats, biss sie die geringen gefesselt haben, sie thun hernach was sie wollen GWB39,30,19 Götz
1 I GWB38,343,25 FGA VermischtesMagazin [G?] c
in redensartl bzw bildl-expressiven Wdgn; im Anschluß an 3a und b α
alemannisch-rheinisch3): ‘Zetermordio s.’ abgeblaßt iSv sich heftig (über etw) beschweren, schimpfen Über beykommende Heidloffische Rechnung schreit Hofkammerrath Kirms ZeterMordio, und ich finde sie selbst nicht billig GWBB19,416,1 Meyer 27.9.07 β
‘wehe/ach und weh s.’ iSv wehklagen, jammern; auch in bildl Zshg [
mBez auf FAWolf] Wohl dem Gelehrten, der sich immer besser befindet, wenn er in sein Fach mehr Klarheit bringt..Denn leider wie viel kluge Käuze giebt es noch, die sich in der heiligen Dämmerung wohl befinden und ach und weh schreyen, wenn irgend ein Laden geöffnet werden soll GWBB10,415 Voß dÄ [1.7.95] K GWB43,150,23 Cell I 10 γ
‘(sein) Kreuzige(!) s.’ in Aufnahme des NT (Luk 23,21 uö) iSv Hinrichtung, Vergeltung fordern alle honnette Leute, die auserordentlich für [
den wegen Landesverrat 1780 hingerichteten Schweizer Pfarrer u Statistiker JH] Wasern portirt sind, haben gleich kreuzige! geschrien, so bald ich ihnen versicherte, er habe noch nebenher gestolen und falsche Obligationen gemacht GWBB4,316,17 Lavater 13.10.80 GWBB10,100,13 Jacobi 27.7.93 4
einen wenig melodischen (eher inbrünstigen) Gesang intonieren; pejor akzentuiert Und wer nicht singen kann, der schreit,|Und wer nicht tanzen kann, muß springen GWB4,226 Ein munter Lied 69 [
betr Wechselgesang der Gondolieri] Im Ganzen schienen es immer dieselbigen Noten zu bleiben, aber sie gaben, nach dem Inhalt der Strophe, bald der einen oder der andern Note mehr Werth..Überhaupt aber war ihr Vortrag rauh und s-d GWB32,346,8 ÜbItal Volksgesang [
betr Ritornelli] eine Art von..Recitation oder Declamation..Keine melodische Bewegung..diese seltsamen Intervalle, mit der größten Gewalt der Stimme vorgetragen, bezeichnen eigentlich diese Gesangsweise. Eben so ist Ton und Manier der Singenden, oder vielmehr S-den, so vollkommen überein, daß man durch alle Straßen von Rom immer denselben tollen Menschen zu hören glaubt GWB32,349,19 ÜbItal Volksgesang GWB45,123,27 RamNeffe
uö(selten) 5
(bildl-)übertr; mit Sachsubj a
unangenehm schrill od laut tönen α
mBez auf Modulationen der menschlichen Stimme; nur PartPräs Mit aufgeblasenen strotzenden Wangen und einem rauhen dunkeln Ton stellte er [
Rameau] Hörner und Fagot vor, einen s-den näselnden Ton ergriff er für das Hautbois GWB45,120,11 RamNeffe GWB23,132,17 Lj VIII 1
als Figura etymologica in bildl Aufnahme der Odyssee XI,605f Ringsum schrie..das Geschrei der Tragöden|..um ihn [
Herkules/Shakespeare] GWB5
1,262 Xen 391(500) [Schiller] β
mBez auf das Knurren der Eingeweide; zugl Nahrungsbedarf signalisierend [
Neffe:] Die Stimme des Gewissens und der Ehre ist sehr schwach, wenn die Eingeweide
s. GWB45,54,19 RamNeffe b
(göttliche) Vergeltung erfordern; einmal verdeutlichend ‘um Rache s.’; auch gleichnishaft (vgl 1.Mose 4,9f) hinsichtlich des Jesuitenverbotes 1773-1814 O Fürst, du kannst die Menschen zwingen,|Für dich allein ihr Leben zuzubringen,|..Doch willst du ihre Seelen binden,|Durch dich zu denken, zu empfinden,|Das muß zu Gott um Rache schreyn GWB37,34 Annette Elegie 38 [
Selbstgespräch eines Mannes in der Trienter Jesuitenkirche:] Abels Blut schreyt über seinen Bruder Kain! GWBT1,179,12 v 11.9.86
uö(selten) schreiend
auch -ey-, Zusammenschr mit ‘allzu’ GWB49
2,55,21
übertr: eklatant, auffällig, sehr offen zutage tretend; mBez auf (ideelle) Kontraste u Widersprüche Skandal..wenn Katholicismus und Protestantismus, wären sie auch noch so lange im Trüben neben einander hergeschlichen, plötzlich im einzelnen Falle in s-den Conflict gerathen GWB36,287,26 BiogrEinzh Voß uStolbg der Gegensatz von Gewaltsamkeit und Unschuld spricht sich allzuschreiend aus, eben wie bei'm Bethlehemitischen Kindermord GWB49
2,55,21 Anforderg an modBildhauer GWBB29,300,27 Gf Brühl 1.10.18
uö(selten) → GWB
an- GWB
auf- GWB
aus- GWB
be- GWB
durcheinander- entgegen- GWB
hinauf- GWB
hinein- GWB
irre- GWB
über- GWB
um- GWB
ver- GWB
vor- GWB
zusammen- GWB
zu- GWB
himmelschreiend GWB
marktschreierisch GWB
Ausschrei GWB
Geschrei GWB
Marktschreierei GWB
Vivatschreien Syn zu 1, 2a, 3
u 5aα kreischen zu 2a und 4 brüllen zu 2a und 3 rufen zu 5aα gellen schrillen zu ‘s-d’ auffallen(a-d) 1) vgl Wander 4,1101 Nr963 2) vgl Wander 4,1769 Nr47-50 3) vgl Röhrich 5,1769 s v Zetermordio Juliane BrandschJ.B.