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kies

mhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Alle 10 Wörterbücher
Anchors
12 in 10 Wb.
Verweise rein
19
Verweise raus
28
Sprachstufen
7 von 16

Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

kies m.

Bd. 11, Sp. 687

kies , m. und n., glarea, ahd. nicht gefunden ( aber chisil kiesel ), mhd. kis wb. 1, 821 b ( dat. kise im reim auf wise, rise troj. kr. 6913. 36871); der vocal wird im leben noch heute vorwiegend kurz gesprochen (kiss), aber kies hat schon Luther. was den geschlechtswechsel von m. und n. betrifft, so wiederholt er sich gerade bei den gleichbed. gries, sand, grien, s. gr. 3, 379. 552, im neutr. scheint das gefühl des stofflichen besser ausgedrückt, wie bei den metallnamen ( gr. 3, 378). auch böhm. kyz. 1 1) grober, steiniger sand, stofflich gedacht, daher ohne pl.: sabulum kys Brack voc. rerum…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kiesstmn. stmn.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz)

    kies stmn. s. FindeB kis stmn.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Kies

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    1. Der Kies , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, grobkörniger aus kleinen Kieseln bestehender Sand, welcher auch …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kies

    Goethe-Wörterbuch

    Kies -ß A(FfA I 27,133,23) 1 grobkörniger Sand, aus kleinen, meist runden Steinen bestehendes Erosionsgestein Verwüstung…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kies

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kies , Haufwerke von unverbundenen, lose auf- und nebeneinander liegenden Geröllen und Geschieben, die teils Strandbildu…

  5. modern
    Dialekt
    Kiesm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Kies 1 m. : 1. wie schd., Kiß (kis) [vereinzelt WPf PfId. 75 (FR-Colgst)], Kies (kīs) [vereinzelt VPf]; vgl. PfWB Kiesel…

  6. Sprichwörter
    Kies

    Wander (Sprichwörter)

    Kies 1. Der Kiss ist Meister im Ofen. – Petri, II, 98. 2. Der Kiss macht offt vngewiss. – Petri, II, 98. 3. Es ês Kis, d…

  7. Spezial
    Kies

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kies m. (-es,-e) 1 (kleine Steinchen) giara f. 2 (grobkörnig) giarun m. 3 (feinkörnig) giarin m. 4 ‹fig, umor› (Geld) sc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kies

342 Bildungen · 268 Erstglied · 67 Zweitglied · 7 Ableitungen

kies‑ als Erstglied (30 von 268)

Kies I

SHW

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Kies II

SHW

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Kies-acker

SHW

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Kies-ader

SHW

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Kies-berg

SHW

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Kies-beton

SHW

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Kies-bodem

SHW

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Kies-boden

SHW

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Kies-born

SHW

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Kies-brocken

SHW

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Kies-buckel

SHW

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Kies-garten

SHW

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Kies-gewann

SHW

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Kies-grube

SHW

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Kies-hohl

SHW

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Kies-kaute

SHW

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Kies-loch

SHW

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Kies-pflaster

SHW

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Kies-sand

SHW

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Kies-sieb

SHW

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Kies-weg

SHW

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Kies-weide

SHW

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Kies-wein

SHW

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Kies-wingert

SHW

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Kies-wurf

SHW

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Kiesabbrände

Meyers

kies·abbraende

Kiesabbrände , die beim Rösten des Schwefelkieses in der Schwefelsäurefabrikation bleibenden Rückstände, bestehen im wesentlichen aus Eiseno…

Kies-acker

PfWB

kies·acker

Kies-acker m. : FlN in LU-Opp, Kiesacker ; in NW-Mußb, amtl. Kiesäcker. Benennung wegen des kieshaltigen Bodens. SHW Südhess. III 1284 ; Bad…

kiesader

DWB

kies·ader

kiesader , f. bergmännisch, ader welche kies, schwefelkies enthält. Adelung.

kiesäätsch

MeckWB

Wossidia kiesäätsch kiesätig s. MeckWB kisäätsch .

kies als Zweitglied (30 von 67)

Alaunkies

Adelung

alaun·kies

Der Alaunkies , des -es, plur. die -e, ein Schwefel- oder Vitriolkies, welcher zugleich Alaun in sich enthält.

Arsenikālkies

Meyers

arsenikal·kies

Arsenikālkies ( Arseneisen, weicher Giftkies ), Mineral, kristallisiert rhombisch, findet sich meist derb in körnigen und stengeligen Aggreg…

Arsenik-Kies

Adelung

arsenik·kies

Der Arsenik-Kies , des -es, plur. die -e, ein weißer, glänzender, schwerer Kies, welcher zuweilen ein blätteriges Gewebe hat, und Arsenik en…

Arsenkies

Meyers

arsen·kies

Arsenkies ( Arsenikkies, Arsenopyrit, Mißpickel, harter Giftkies ), Mineral, kristallisiert rhombisch, findet sich ein- oder aufgewachsen, a…

Arsenkobaltkies

Meyers

arsen·kobaltkies

Arsenkobaltkies ( Tesseralkies, Skutterudit ), Mineral, Arsenkobalt CoAs 3 , mit 20,7 Kobalt. kristallisiert tesseral, aber auch derb in kör…

Atlaß-Kies

Adelung

atlass·kies

Das Atlaß-Kies , des -es, plur. die -e, ein Nahme, der in Nassau-Dillenburg einer Art Kupfererze beygeleget wird.

Bau-kies

RhWB

bauk·ies

Bau-kies -kes Daun-Strohn m.: weissgelber Sand zum B. geeignet.

Binārkies

Meyers

Binārkies , Mineral, soviel wie Markasit.

Eisennickelkies

Meyers

eisen·nickelkies

Eisennickelkies , Mineral, Nickeleisensulfid, 2FeS + NiS, mit 22 Proz. Nickel, hell tombakbraun, Härte 3,5–4, spez. Gew. 4,6, kristallisiert…

Felskies

Campe

fels·kies

Der Felskies , des — es, Mz. die — e ; oder der Felskiesel, des — s , d. Mz . w. d. Ez. s. Campe Bergkiesel .

Flußkies

GWB

fluss·kies

Flußkies kleine, steinige Ablagerungen in einem Flußtal wir .. gelangten .. aus dem F. der Thal-Ebene [ der Eger ] zum Bergschloß auf Glimme…

gelbkies

DWB

gelb·kies

gelbkies , m. pyrites aureo colore, geelkis, kupferkis. Schönsleder f 1 a .

giftkies

DWB

gift·kies

giftkies , m. , arsenhaltiges mineral, erz, s. Chomel 4, 1087; Minerophilus (1730) 300 b ; bergmänn. wb. (1774) 227. —

goldkies

DWB

gold·kies

goldkies , m. , mineral, das gold enthält, vgl. DWB kies 3 b, teil 5, sp. 687: so werden auch viel goldkiesz gefunden, welche nicht allein g…

haarkies

DWB

haar·kies

haarkies , m. trichopyrites, in zarten nadelförmigen säulchen vorkommender gediegener nickel. Glocker mineralogie (1839) 328 .

Ilmkies

GWB

ilm·kies

Ilmkies für die (travertinhaltige) Kies- u Schotterschicht des Ilmtals; als Fundort von Fossilien [ betr Schädelfunde iZshg mit dem ‘Urstier…

Kobaltkies

Meyers

kobalt·kies

Kobaltkies ( Kobaltnickelkies, Linnéit ), Mineral, Schwefelkobaltnickel (Co,Ni) 3 S 4 mit wechselnden Mengen Kobalt und Nickel und etwas Eis…

kupferkies

DWB

kupfer·kies

kupferkies , m. bergm., kupferichter kies, s. DWB kies 3, b; kupferkiesz, gelb wie ein messing, braun und blau. Erker 4 a ; kupferkisz z. b.…

Leutrakies

GWB

Leutrakies -kieß vom Leutrabach angeschwemmtes Erosionsgestein A(FfA I 27,133,26) Votum 2.4.96 Juliane Brandsch J.B.

Magnetkies

Meyers

magnet·kies

Magnetkies ( Pyrrhotin ), Mineral, Schwefeleisen FeS, fast immer mit etwas zuviel Schwefel, also eher Fe 6 S 7 , häufig mit Nickel (bis 5,6 …

Ableitungen von kies (7 von 7)

bekiesen

DWB

bekiesen , glarea sternere: die wege sind frisch zu bekiesen

erkiesen

DWB

erkiesen , eligere, goth. uskiusan, ahd. archiosan, mhd. erkiesen, alts. âkiasan, ags. âceosan. kiesen hiesz eigentlich sehen, erkiesen also…

erkiesung

DWB

erkiesung , f. electio, erwählung: ihr fürsten, graven, herren und gewaltige, seit ihr so unbedachtsam in erkiesung des hofpredigers und hof…

ge-kiesen

Lexer

LexerN FindeB ge-kiesen stv. III. BMZ BMZ sehen, wahrnehmen MWVQVZ Wig.

unkieslich

Idiotikon

unkieslich Band 3, Spalte 525 unkieslich 3,525 Faksimile ansehen

verkiesen

DWB

verkiesen , verb. zu kies machen. verkieset, in pyritem mutatus. Frisch 1, 514 .

verkiesung

DWB

verkiesung , f. verwerfung: verkesung repudium Dief. 495 c . daneben im anschlusse an die oben erwähnte ausschlieszlich nd. nebenbedeutung d…