Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
auch Konj.
auch Konj.
auch Konj. mit hinzufügender Funktion, ‘gleichfalls, ebenso, überdies’, ahd. ouh (8. Jh.), mhd. ouch. Wie asächs. mnd. ōk, mnl. ooc, ōc, nl. ook, aengl. ēac, ēc, engl. (veraltet) eke, anord. auk (später ok) ‘auch’, schwed. och ‘und’, ock ‘auch’, dän. og ‘und’, got. auk ‘denn, aber, auch’ zeigen, ist die Partikel gemeingerm., hat aber ursprünglich auch begründenden (wie im Got.) oder entgegensetzenden Sinn (noch in den älteren dt. Sprachstufen), weshalb die Möglichkeit des Zusammenfalls zweier getrennter Wörter erwogen wird. Sehr wahrscheinlich ist die Zugehörigkeit zu ie. *au-, *u-, das sowohl pronominal im Sinne von ‘jener, der eine ‒ der andere’ als auch in Partikeln mit der (Ausgangs)bedeutung ‘einerseits, andererseits’ erscheint, vgl. griech. á͞u (αὖ) ‘wiederum, andererseits’, lat. aut ‘oder’, autem ‘dagegen, aber, andererseits’ und (mit Ablaut) aind. u ‘und, auch’, toch. A ok, toch. B uk ‘noch’. Die Verwendung als Ausdruck des Hinzufügens, Dazukommens sowie die lautliche Übereinstimmung mit Verben wie ahd. zuoouhhan ‘hinzufügen’, asächs. ōkan ‘schwängern’, aengl. ēacan, got. aukan ‘zunehmen’, anord. auka ‘vermehren’ bzw. ahd. ouhhōn, asächs. ōkian ‘vermehren’, aengl. ēacian ‘zunehmen’ (dazu aengl. ēaca m., anord. auki m. ‘Vermehrung, Zuwachs’), die mit den gleichbed. außergerm. Verwandten griech. á͞uxein, auxánein (αὔξειν, αὐξάνειν), lat. augēre auf ie. *(a)u̯eg-, *aug- ‘vermehren, zunehmen’ zurückzuführen sind, lassen andererseits auch Herkunft aus einer adverbiell erstarrten flektierten Verb- oder Substantivform vermuten oder deuten zumindest auf sekundären Anschluß an diese Wortgruppe.