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Campe
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Auch

Bd. 1, Sp. 216b
Auch, ein Bindewort, welches immer eine Vermehrung des Vorhergehenden oder einen Zusatz zu demselben andeutet, sowol bei einzelnen Wörtern, als auch bei ganzen Sätzen. 1) Dient es, einzelne Wörter und ganze Sätze nicht bloß einstimmige, sondern auch entgegengesetzte mit einander zu verbinden, doch verbindet es nicht so genau als und, sondern deutet vielmehr einen Zusatz an. Er ist ein guter, auch ein verständiger Mann. Oft wird es auch dem und beigesetzt. Sie alle, und auch ich sollen hinkommen. »Seitdem ich sie traurig gesehen habe, habe ich große Lust, es auch zu sein.« Gellert. Auch er ist dabei gewesen, ob er es gleich läugnet. Sehr häufig wird auch in Verbindung mit andern Bindewörtern gebraucht. Die Räuber haben ihn nicht nur geplündert, sondern auch verwundet. Er wurde sowol durch große Geschenke belohnet, als auch zu hohen Ehrenämtern befördert. Man bedienet sich auch zuweilen des Wortes auch, um eine Steigerung anzuzeigen. Er kann vierzig, auch wol fünf und vierzig bis funfzig Jahr alt sein. I andern Fällen kann da= [] für selbst, sogar gesetzt werden. Auch dieses will ich mir gefallen laffen. »Ja, wie sie sehen, auch an meinem Geburtstage kann ich nicht ohne Arbeit sein.« Gellert. I entgegenstehenden Sätzen wird durch das Wort auch gleichsam etwas eingeräumt, zugelassen. Wenden sie sich jedes Mahl an mich, so oft es auch ist. »Ih wollte ihm diese Beleidigung, so groß sie auch ist, gerne vergeben.« Gellert. Zuweilen giebt auch die Ursache eines Ausspruches an, besonders in Verbindung mit aber. Er ist geschickter als du, aber er treibt es auch schon länger. Wie du erhitzt bist! Warum bist du aber auch so gelaufen. Oft wird auch eine Bedingung damit ausgedruckt, in welchem Falle das wenn hinzugesetzt wird, oder werden kann. It auch nichts dabei zu gewinnen, so will ich es doch thun, wo man auch sagen kann: wenn auch nichts dabei zu gewinnen ist  Was wird es schaden, wenn sie auch einmahl etwas länger ausblieben. Noch gehört hieher der Gebrauch, den besonders die Kanzeleien von auch machen. Man fängt nämlich nicht allein Nachschriften an Briefen  damit an: Auch gnädigster Fürst und Herr; sondern man bemerkt auch damit den in den Titeln nöthigen Unterschied, wenn an Personen verschiedenen Standes ein Schreiben gerichtet wird. Ewr. Excellenz, auch Hochwohl= und Wohlgeboren. 2) Oft dienet auch bloß, der Rede mehr Bestimmtheit, Ründe und Vollständigkeit zu geben. Doch macht es noch folgende Begriffsbestimmungen. Es hilft nämlich zuweilen eine Behauptung verstärken. Er scheint nicht nur gut, sondern er ist es auch. Es wird bei Fragen häufig gebraucht, wenn diese einen versteckten Zweifel enthalten. Werden Sie aber auch halten, was Sie versprochen haben? Zuweilen begleitet auch Ausdrücke der Besorgniß, des Spottes, des Unwillens, des Ermahnens  »Wenn ihn der Bediente nur auch angetroffen hat.« Gellert. Jetzt ist es auch Zeit, da alles vorbei ist. Der Henker weiß auch, wo er so lange bleibt. Du mußt es aber auch thun. Aus den angeführten Beispielen ist zu ersehen, daß dem Worte auch in der Rede fast überall seine Stelle angewiesen werden kann, was jedoch nicht gleichgültig ist, wenn darauf der Ton und Nachdruck gelegt werden soll, in welchem Falle es nicht zu Anfang des Satzes gesetzt werden darf. Dies sollst du auch noch bekommen. Soll ich auch mit gehen?
3316 Zeichen · 42 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Auch , eine Conjunction, welche alle Mahl eine Vermehrung des vorher gehenden, oder einen Zusatz zu demselben andeutet, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auch

    Goethe-Wörterbuch

    auch mundartl ‘au’: frankf-darmstädtisch [ Lichtputzer als Hanswurst: ] Hätt’ i au sei Kopf, | Wär’ i Hannswurst ganz un…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Auch (Osch), Hauptstadt des Depart. des Gers, 11000 E., Sitz eines Erzbischofs, prächtiger goth. Dom mit berühmten Glasg…

  4. modern
    Dialekt
    auch

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    auch Band 1, Spalte 1,678–680

  5. Spezial
    auch

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auch [ạuch] m. (auc) Gänserich m., Enterich m. , männliche Gans → LDWB1 alcun .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auch

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auch‑ als Erstglied (6 von 6)

AUCHOLF

BMZ

auch·olf

AUCHOLF so nennt Nithart 30,2 den winter. ôwê, wie si (die rôten tolden) der müet, er aucholf! vielleicht aus dem ahd. ih auhôm Graff 1,119.…

Auchtweide

PfWB

aucht·weide

Aucht-weide f. : ' freie Weide, die Ende September, mancherorts auch erst nach dem St.-Gallustag (16. Oktober) beginnt und mit dem ersten Sc…

auch als Zweitglied (30 von 1.127)

Äschlauch

Campe

Der Äschlauch , s. Campe Aschlauch.

Amtsmissbrauch

RDWB1

Amtsmissbrauch m злоупотребление служебным положением

Bierbauch

RDWB1

Bierbauch m животик mit der Zeit legte er sich einen ~ zu - со временем у него вырос животик / со временем он приобрёл животик

Frauenverbrauch

RDWB1

Frauenverbrauch m scherzh. auch Frauenverschleiß j-d mit großem ~ - любитель женщин; ловелас; бабник, у кого-л. большое сердце шутл. ; любве…

Gebrauch

RDWB1

Gebrauch m ~ machen von etw. fest. - использовать; пользоваться; воспользоваться; задействовать; пустить в дело идиом. ; найти чему-л. приме…

Ɉakobslauch

Campe

† Der Ɉakobslauch , des — es , d. Mz . ungew. ein Name des Hohllauches, weil er gegen Jakobstag aus der Erde genommen wird. Die Zwiebel dess…

Ɉasminstrauch

Campe

Der Ɉasminstrauch , des — es, Mz. die — sträuche, s. Jasmin .

Ɉohannsbeerstrauch

Campe

Der Ɉohannsbeerstrauch , des — es, Mz. die — sträuche, s. Campe Ɉohannsbeere .

Kindermissbrauch

RDWB1

Kindermissbrauch m (kein Bezug zu "злоупотребление") насилие над ребёнком Religion ist eine Form mentalen ~s. - Религия - своего рода насили…

Leistungsmissbrauch

RDWB1

Leistung·s·missbrauch

Leistungsmissbrauch m (Lakune) незаконное получение социальных льгот, получение социальных льгот обманным путём Wenn ein Arbeitsloser, Sozia…

Nießbrauch

RDWB1

Nießbrauch m (kein Bezug zu "обычай") неограниченное право пользования чужим имуществом

Ölstrauch

Campe

Der Ölstrauch , — es, Mz. — sträuche , ein strauchartiges Gewächs in Brasilien, welches ein in der Heilkunst gebrauchtes Gummi, das sogenann…

Schlauch

RDWB1

Schlauch m auf dem Schlauch stehen idiom. - запутаться; не сориентироваться (в каком-л. вопросе); не врубиться прост. ; кто-л. в чём-л. ни б…

Schmerbauch

RDWB1

Schmerbauch m (Lakune) толстое брюхо груб. , пузо груб.

Schweinebauch

RDWB1

Schweinebauch m (kein Bezug zu "живот") грудинка

Sprachgebrauch

RDWB1

Sprachgebrauch m речь; речевой акт линг. (Lakune) говорят о ...; принято говорить о ...; принятая терминология (In der Presse liest man in l…

Abbrauch

BWB

Abbrauch Band 3, Spalte 3,123

abendhauch

DWB

abend·hauch

abendhauch , m. frische abendluft: nur uns erfreut kein wehender abendhauch. F. L. Stolberg 1, 107 .

aberlauch

DWB2

aber·lauch

aberlauch m. wie aberknoblauch allium scorodoprasum L.: 1793 Nemnich polyglotten-lex. 1,188.

Abführstrauch

PfWB

abfuhr·strauch

Abführ-strauch m. : ' Faulbaum ' (dessen Rinde und Beeren als Abführmittel dienen), Abfihrstrauch [LA-Rohrb ( Wilde )].

Abschiedshauch

GWB

abschieds·hauch

Abschiedshauch Diese Zeilen sind’s! diese letzten! der A. des scheidenden Engels GWB 9,125,2 Geschw Rolf Denker, Wolfgang Herwig R. D./W. H.

Ackerknoblauch

Adelung

acker·knoblauch

Der Ackerknoblauch , des -es, plur. inusit. eine Knoblauchsart mit purpurfarbigen, schirmförmigen Blumen, welche in den Wäldern, auf den Fel…

Adelsbrauch

DRW

adel·s·brauch

Adelsbrauch des adls hofrecht wirt da gehalten nach dem adls prauch jungen und alten 1558 Rösch v. Geroldsh.,Landreim V. 654

ADVENTSBRAUCH

DWB2

advent·s·brauch

DWB2 ADVENTSBRAUCH m. DWB2 brauch im advent: DWB2 1928 in der adventszeit werden zahlreiche volkstüml(iche) adventsbräuche ausgeübt, die ein…