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symbol

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

symbol n.

Bd. 20, Sp. 1377
[]symbol, symbolum, n. , symbole, f. aus gr. σύμβολον, lat. symbolum, symbolus 'kennzeichen, wahrzeichen, sinnbild'. seit dem 16. jh.; bis zur mitte des 17. jh. spärlich und fast nur in der lat. form symbolum (doch s. u. A), an die die bedeutung B 'wahlspruch' auch später gebunden bleibt; noch Campe setzt 1813 symbolum für alle drei bedeutungen 'sinnbild', 'wahlspruch', 'glaubensbekenntnis', daneben symbol nur für die bedeutung 'sinnbild' wb. z. erklär. 577b. sonst begegnet neben der in den 70er und 80er jahren d. 18. jh. rasch gefestigten deutschen form die lateinische nur noch gelegentlich archaisierend: symbolum G. Keller (1889) 1, 148, s. u.D 2 a; Storm 5, 311 Köster, s. u. D 3 δ; Jul. Ruska tabula Smaragdina (1926) vorr. iii, s. u.B; vereinzelt symbolium Rosegger försterbuben (1907) 6. selten in der schreibung simbol Fischart Gargantua 23 ndr.; Schubart leben u. gesinn. 2 (1793) 51; Schiller 5, 97 G. im plural gelegentlich schwache flexion: simbolen acc. pl. Fischart Gargantua 23 ndr.; symbolen n. pl. Jung-Stilling 3, 64 Grollm.; symbolen gen. pl. M. I. Schmidt gesch. d. Dtsch. (1778) 1, 301; symbolen acc. pl. Schiller 3, 522 G. — Herder verwendet in seinen frühen schriften, bis in die mitte der 70 er jahre, neben dem neutrum eine femininische form symbole: die ihnen beigelegte symbole (1769) 3, 94 S.; vgl. 6, 3; 40 u. ö.; in einer so verhüllten symbole (1774) 6, 374; vgl. 373, 349 u. ö. AA. zufrühest in gelegentlicher bezeugung des 16. jh. als 'vergleich, gleichnis, bild', wohl im anschlusz an mlat. symbolum gleicher bedeutung, vgl. die wiedergabe von latein. symbolum durch gelijcknisse (nd. 1420), glychnisze Diefenbach gl. 534b: denn wo eine figur, symbolum odder gleichnis sein sol, da eins das ander bedeuten sol, da mus ia etwas gleichs ynn beiden angezeigt werden, darauff die gleichnis stehe, als ... der weinstock ist ein gleichnis odder figur Christi (1528) Luther 26, 391 W.; bereits in eingedeutschter form: schlappert nit auff chorherrisch die wort in euch, wie der hund die sup, sonder kauet vnd widerkauet sie wie die kh, distilliert sie durch neun balcken, so findet jr die bon, das ist, findet was ich durch diese Pitagorische vnsimpele simbolen, vnnd geheime losungen gesuchet hab Fischart Gargantua 23 ndr. BB. fast gleichzeitig mit A für das christliche glaubensbekenntnis, namentlich das apostolicum; in der theologischen fachsprache seit dem 16. jh. auch 'bekenntnisschrift', von bekenntnissen und lehrzeugnissen des evangelischen glaubens und später von den lehrschriften der christlichen konfessionen überhaupt. im anschlusz an gr. σύμβολον 'erkennungszeichen'; näheres, auch über die vorgeschichte dieses gebrauchs in der altkirchlichen und mittelalterlichen kirchensprache s. bei Joh. Kunze symbolik (1922) 10 f.: die drei symbola oder bekenntnis des glaubens Christi (titel 1538) Luther 50, 255 W.; das erst bekentnis oder symbolum ist das gemein bekentnis der apostel ... das ander bekentnis oder symbolum heisst sancti Athanasij ... das drit symbolum oder bekentnis, welchs man zuschreibt s. Ambrosio und Augustino, das te deum laudamus ebda 263 und 265; und bekennen eintrechtig das apostolische, nicenische und sanct Athanasij symbolum, darauff wir getaufft sein Mathesius Sarepta (1571) 4a; der Sareptaner confession und symbolum ebda 4a; das apostolische, das athanasische symbolum, wofür doch auch glaubensbekenntnisz schon üblicher ist Adelung vers. 4 (1780) 889; zweiter artikel des apostolischen symbols D. Fr. Strausz ges. schr. 6, xv; (ein ungläubiger, der sich um eine pfarre bemüht) er glaubt kein evangelium und schwört auf Luthers symbolum das heiszt gelogen Pfeffel poet. versuche (1812) 1, 145; er ging von jeher in die kirche, war nie ein separatist, und doch hing er auch den symbolen nicht an Jung-Stilling 6, 5 Grollm. von hier aus uneigentlich: die wenigen zeilen, die man der tabula Smaragdina in den [] werken über die geschichte der alchemie zu widmen pflegt, geben nur ein blasses bild von dem zauber, den dieser text, die apokalypse, das symbolum, der kanon und wahre prüfstein der göttlichen kunst, jahrhundertelang auf die alchemisten ausgeübt hat Jul. Ruska tabula Smaragdina (1926) vorw. iii. CC. seit dem 17. jh. 'sinnspruch, denkspruch, wahlspruch, devise', besonders sofern man darin seine lebensauffassung zu erkennen gibt; wohl von B aus, aber über die religiöse bedeutung hinausreichend und ins persönliche gewendet. C@11) zunächst ohne verbindung mit einer bildlichen darstellung, vgl.: symbolum gedenkspruch, z. e. das ist mein symbolum: rien sans raison etc., vive la liberté Wächtler commod. manual (1703) 306; weil mir dieses symbolum sehr tut belieben (der spruch: langsam tut auch kommen und bringt oft gute beuten) Joh. Michael in: P. Fleming dtsche ged. 618 lit. ver.; noch fühlbar von B her beeinfluszt: wir sind des höchsten eigenthum; bewahren glauben und gewissen, und haben dieses symbolum: wir geben gott, was gott erkiest; dem kayser, was des kaysers ist B. Schmolck s. trost- u. geistr. schr. (1740) 1, 752. bis in den jungen gebrauch hinein nur in der lat. form: 'geniesze!' ward mein symbolum Körner 4, 296 Hempel; geduld, und wieder geduld, dieses ist mein symbolum: liebe vergeht, treue besteht Holtei erz. schr. 18, 107. in gelegentlicher übertragung auf ästhetische leit- und grundsätze, doch ist dabei auch mit einflusz von B zu rechnen: in den schulformeln der 'sinnlichen vollkommenheit' ... ist gleichsam ihr (der Baumgartenschen ästhetik) symbolum niedergelegt Justi Winckelmann (1866) 1, 79; ja selbst seinem symbolum, der schönheit um jeden preis, wird er (Schiller) oft untreu O. Ludwig 5, 147 Schm.-St. C@22) daneben auch im 17. jh. schon für einen wahlspruch mit zugehöriger sinnbildlicher darstellung, s. auch sinnbild 1 teil 10, 1, 1153: ein denkspruch symbolum kan entweder allein in etzlichen buchstaben, so gewisse wörter andeuten, bestehen oder in wörteren selbst, oder in einem verse oder reime, dabey man nach belieben, entweder ein bild oder merk zu setzen pfleget (während für sinnbild die verbindung von wort und bild als notwendig gefordert wird) Schottel haubtspr. (1663) 1109; es hat mir niemals kein symbolum besser gefallen, als ein schiff auf dem meer, worbey ein ancker, den der schiffmann auswirfft, mit dem themate: spes mea deus Abr. a s. Clara etwas f. alle 2 (1711) 40; vgl.: symbolum heiszt insgemein ein gewisser wahlspruch, oder ein gemählde mit devisen, welches sich hohe potentaten und andere grosze leute zum andencken erwählen Chomels öconom. lex. (1750) 8, 1814. DD. die für den ganzen jüngeren gebrauch des wortes seit dem späten 18. jh. maszgebliche bedeutung 'sinnliches zeichen eines begriffs' und 'anschauliche, sinnbildliche erscheinung von bestimmter bedeutung', an stelle von und neben älterem sinnbild (s. teil 10, 1, 1153f.), könnte in A 'vergleich, bild' wie in C 2 'spruchbild' einewenn auch schmalegrundlage haben; doch läszt der in den 60er jahren des 18. jh., in den theoretischen schriften Lessings, Winckelmanns und namentlich Herders rasch auflebende und sehr bald differenzierte gebrauch des wortes eher an unmittelbaren rückgriff auf gr. σύμβολον, lat. symbolum 'bildliches merkzeichen, erkennungsmarke' denken. dabei kommt dem adj. symbolisch (s. d.) vor dem subst. eine gewisse priorität zu. noch bei Adelung vers. 4 (1780) 888, wb. 4 (1807) 509, ist nur symbolisch als lemma angesetzt. D@11) 'darstellung eines begriffs durch ein sinnliches zeichen', vorwiegend rational gefaszt und durch den zweck bestimmt, ein abstraktes kenntlich zu machen: ein kunstwerk ist der kunst wegen da; aber bei einer symbole ist die kunst [] dienend, eine helferin zu einem andern zwecke, so bei der münze (1769) Herder 3, 419 S.; jedes merkmal, woran man sich erkannte, hiesz ursprünglich symbol (σύμβολον) ... besonders bezeichnete es in der kunst den ausdruck allgemeiner begriffe durch angenommene bedeutende merkzeichen (z. b. gerechtigkeit mit der wage) (1800) derselbe 22, 319. D@1@aa) das einer person zugehörige kennbild, vgl. schon: symbolum ein wahrzeichen, ring, pettschaft Sperander handlex. (1728) 714a; es werden ... nur durch die sculptur angedeutete, und mit eines jeden symbolo bemerkte ringe gewesen seyn (1768) Lessing 10, 277 M.; vgl. 249. namentlich in der darstellung bildender kunst: auch bei ihm (dem bildenden künstler) sollen götter und geistige wesen sich durch handlung charakterisiren ... und blos im fall, wo sie es nicht können, sich als personifirte abstrakte, durch die ihnen beigelegte symbole, känntlich machen (1769) Herder 3, 94 S.; wenn endlich (in der bildenden kunst) gewisse historische oder mythische personen, oder personifizirte begriffe, durch ein für allemal festgesetzte symbole kenntlich gemacht werden ... dergleichen sind die thiere der evangelisten, die eule der Minerva, der apfel des Paris, das anker der hoffnung u. s. w. Schopenhauer s. w. 1, 317 Griseb.; das symbol oder wapen des gottes Welcker alte denkm. (1849) 1, 22; eine ... taube, die so majestätisch ... schwebt, dasz sie jeder für das symbol des ... heiligen geistes erkennen wird Gutzkow d. ritter v. geiste (1850) 1, 94. D@1@bb) das einer sache zugeordnete merkbild und wahrzeichen: ich habe ... die rasenden aufzüge der Jesuiterschüler verlacht, die öffentlich in den lächerlichsten simbolen die ganze grammatik ... vorstellten Schubart leben u. gesinn. 2 (1793) 51; das symbol des handelnden weltverkehrs (der geflügelte Merkurstab) Brentano (1852) 4, 410; und keiner sah sein blitzend aug und sah, wie krampfhaft seine hand des hirtenamts symbol umspannt Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 2, 126; einen hechtkopf auseinander zu legen und ihr die symbole des leidens Christi zu zeigen, welche darin enthalten sein sollten G. Keller (1889) 1, 307; lineal, mühlstein und polyeder aber weisen hin auf die mathematischen symbole Kusas, auf linie, kreis und vieleck W. Waetzold Dürer u. seine zeit (1936) 122. auch blasser, nur einfach 'kennzeichen': 'die pest ist ihr (der 'barmherzigkeit' Albas) simbol, ich kenn es' Schiller 5, 97 G. von einer person, soviel wie 'verkörperung, abbild': ein scepter in der hand, um das zwo schlangen krochen, sasz dieser ehrenmann auf einem thron von knochen, wie das symbol der medicin Thümmel reise (1791) 1, 32. D@1@cc) auf dieser stufe fallen symbol und allegorie noch mehr oder weniger zusammen, vgl.: wenn nun gar ... zeichen und bezeichnetes ganz konventionell, durch positive, zufällig veranlaszte satzung zusammenhängen: dann nenne ich diese abart der allegorie symbol Schopenhauer 1, 317 Gr., s. auch Herder 3, 419 S.; gelegentlich auch bei Göthe, der symbol und allegorie klar unterscheidet (s. u. 4): allegorien und symbole stehen ihm (Klinger) zu gebot I 28, 255 W.; es (ein kupferstich) ist eins von denen biblisch-physischen symbolen ... die bundeslade deutet aufs alte testament ... die sonne des evangeliums beleuchtet sie, bildet aber in dem hof (halo) um sich her ein paar nebensonnen. man kann, dächt ich, abweichende religionsparteien nicht ironisch artiger darstellen IV 28, 169. D@1@dd) in absolutem gebrauch, bilder und sinnliche zeichen, die etwas bedeuten: dasz er (Carracci), statt die berühmtesten thaten und begebenheiten des hauses Farnese durch allgemeine symbole und sinnliche bilder vorzustellen, seine ganze stärke blosz in bekannten fabeln gezeigt habe Winckelmann bei Justi Winckelmann (1866) 1, 403; nun gut, wir haben schellenkappen, narrenkutten [] auf unsrer diener ärmel sticken lassen, und haben diese tolle zierde nachher in ein bündel pfeile verwandelt; ein noch gefährlicher symbol für alle, die deuten wollen wo nichts zu deuten ist (1788) Göthe I 8, 219 W.; ein kleines spielwerk durch attribute, symbole oder gar durch eine beischrift erschöpft die sache nicht; die ganze gestalt spreche bedeutend Herder 23, 315 S.; M. kömmt wieder herein, einen mit schwarzen symbolen bemalten zaubergürtel in der hand Pocci lust. komödienbüchl. 5 (1875) 148. D@1@ee) insbesondere von dingen oder vorgängen, an denen etwas anderes erkannt wird oder sich zu erkennen gibt: das lange wilde haar ..., das symbol seiner bisherigen lebensweise O. Ludwig 2, 117 Schm.-St. auch ohne einen vergleichspunkt oder ohne eine unmittelbare ähnlichkeit zwischen dem zeichen und dem bezeichneten, nur soviel wie 'sinnfälliger ausdruck, greifbares zeichen': dasz sie (anrede) das symbol meines danks so freundlich aufgenommen Göthe IV 41, 71 W.; so lange übrigens im gebirge gerauft wurde, ... galt ... die hutzierde als das symbol der ansprüche Steub drei sommer in Tirol (1895) 1, 242. so von künstlichen hilfszeichen und hilfsmitteln rationaler verständigung: die wörter, gehörphantasmen, welche den begriffen entsprechen und als symbole derselben benützt werden Sömmerring v. baue d. menschl. körp. (1839) 6, 753; alle anschauungen, die man begriffen a priori unterlegt, sind also entweder schemate oder symbole, wovon die ersteren directe, die zweiten indirecte darstellungen des begriffs enthalten Kant (1838) 7, 221 Hart.; die begriffliche erkenntnisart unterscheidet sich von der anschaulichen, unmittelbaren dadurch, dasz sie den inhalt der erlebnisse zu abstrakten symbolen der dinge verarbeitet Eisler wb. d. philos. begriffe (1910) 154; die karte dieser länder zeigt allenthalben jene fatalen feinen parallelstriche, die das kartographische symbol des moorbodens bilden Wimmer gesch. d. dtsch. bodens (1905) 151; das gröszte verdienst um die einheitliche festsetzung der mathematischen symbole (wie +, -, = etc.) hat Leibniz: er erkannte scharf und klar, von welcher bedeutung geschickt gewählte zeichen sind, und schuf selbst eine grosze reihe von ihnen Tropfke gesch. d. elementarmathem. 32 (1933) 15. D@22) in einer mehr der einfühlung oder dem erlebnis zugänglichen beziehung zwischen dem darstellenden und dem gemeinten. über die vorstellung des bloszen kenntlichmachens hinaus gewinnt symbol hier spürbaren wertgehalt. D@2@aa) für sinnliche zeichen und anschauliche erscheinungen, die vermittels eines bestimmten vergleichspunktes sittlichen oder religiösen werten, lebensmächten, gewissen gefühlen und empfindungen gleichnischaft zugeordnet werden: reinlichkeit könnte das symbol der keuschheit werden Hippel über die ehe (1792) 174; das beständige blau als ein symbol der beständigkeit, roth der liebe und jugend, grün der hoffnung, weisz der unschuld Herder 22, 323 S.; das haus, welches als stammsitz ein um so wichtigeres symbol der zusammengehörigkeit der familie darstellt, als die familie sonst so wenig zusammenhang tieferer art besitzt Ratzel völkerkde (1885) 2, 190; kränze waren immer ein angenehmes symbol der belohnung Göthe IV 23, 256 W.; die vielen symbole der griechischen mythologie J. v. Müller s. w. (1810) 1, 30; das symbol im crucifixe drückt den in seiner menschheit leidenden gott vollkommen entsprechend aus, das symbol der krippe, diesen gottmenschen unter den tieren zeigend, vor ihm die magier anbetend, ist ein ebenso erschöpfender ausdruck des gottes, der ins fleisch herabgekommen, in den naturreichen das indigenat angenommen, zugleich aber als könig sie beherrscht Görres d. wallfahrt nach Trier (1845) 85; da jede der verschiedenen historischen religionen auch wieder verschiedener symbole oder sinnbilder zum ausdruck ihrer religiösen ideen sich bedient Hauck realencykl.2 15, 88; jedes guldenstück war ihr beinahe ein heiliges symbolum des schicksals, wenn sie es in die hand nahm, um es gegen lebensbedürfnisse auszutauschen G. Keller (1889) 1, 148; eines von [] dessen (des heckenrosenzauns) wilden röschen schwebt wie ein symbol ihrer neigung zwischen beiden und zittert zugleich vom atem beider O. Ludwig 2, 265 Schm.-St. auch hier ist gelegentlich eine person träger des symbolgehalts: er (der cherub) ist ihnen ein hüter des paradieses, sonach ward er ein symbol der geheimnisse, d. i. heiliger, unzugangbarer örter Herder 12, 16 S.; die frau ist das symbol der güte und schönheit; der mann das symbol der wahrheit und des rechts Novalis 3, 92 Minor. D@2@bb) in absolutem gebrauch, gegenständliche zeichen und dinge, in denen sich werte verkörpern, namentlich sofern sie einer gemeinschaft charakteristisch zugehören und werte religiösen glaubens, nationalen lebens, revolutionären wollens, geschichtlicher oder auch persönlicher erinnerung u. dgl. darstellen, gern mit dem nebenton des verpflichtenden: alle solche symbole (der freimaurer) mögen einst gut und nothwendig gewesen seyn Herder 17, 132 S.; nach dem sieg des christentums ist das kreuz das eigentliche symbol der neuen religion geworden religion in gesch. u. gegenwart2 3, 1290; wie dein heilig symbol (das kreuz) ewiges leben verheiszt Körner 2, 105 Hempel; in den mit mannigfaltigen symbolen ausgezierten versammlungsörtern ... wurden sie (die glaubensbrüder) stets in den nemlichen grundsäzen ... erhalten K. L. v. Haller restaur. d. staatswiss. (1816) 1, 146; das geflissentliche hervorsuchen aller gehässigen traditionen, der unvernünftige hasz gegen die neuen erinnerungen und symbole, ..., das taktlose zurückholen von dingen, welche durch gewöhnung und sitte verurtheilt waren Häusser dtsche gesch. (1854) 4, 730; die (nationalsozialistische) bewegung besasz bis dorthin kein parteizeichen und auch keine parteiflagge. das fehlen solcher symbole ... war für die zukunft unerträglich Ad. Hitler mein kampf 551; 557; der fahneneinmarsch war vorüber ... auf bühne und podium sammelten sich zeichen und symbole, eine phalanx in rot, die weiszen kreise mit dem hakenkreuz mitten in den flammenden flächen Heinz Steguweit d. törichte jungfrau (1937) 110; vgl.schutz der nationalen symbole; das hakenkreuz symbol der nationalsozialistischen bewegung u. ähnl.; der tempel von Paretz war zu einem vereinigungspunkt, fast zu einem symbol geworden, das jedem familiengliede (der Hohenzollern) das beste bedeutete, was der mensch hat: liebe, treue, pietät Fontane wanderungen 3 (1899) 357; die laterne hat man aber in ihrem dermaligen zustande sorgfältig aufbewahrt und sie ... als ein heiliges symbol bei jeglicher sitzung auf den tisch gestellt H. Seidel vorstadtgesch. (1880) 60. seltener von personen als trägern solcher werte: in unserem jahrhundert galt er (kaiser Rotbart) als ein symbol der entschwundenen weltmacht des deutschen volkes Scherer liter.-gesch. 100; vgl. 107. D@33) in der bedeutung 'sinnvolles zeichen', dasoft jenseits des rational faszbareneine tiefere bedeutsamkeit, einen geistigen zusammenhang anschaulich oder beispielhaft repräsentiert. D@3@aa) von sinnbildern aus dem naturbereich, deren sinnlicher gehalt sich einer in sie hineingelegten geistig-seelischen deutung leicht und natürlich darbietet: was konnte nach morgenländischen uralten begriffen für eine frühere, natürlichere symbole des guten, des schönen, des erfreulichen seyn, als licht (1769) Herder 6, 3 S.; licht ist symbol der echten besonnenheit Novalis 2, 291 Minor; zwillingskinder eines stengels, zweigeschwister einer schale, liegen wir geschmiegt beisammen, zwei in einem, eins in zweien, als ein sinnbild wahrer liebe, als symbol von fester treu (die vielliebchen der doppelmandel) Grillparzer 3, 13 Sauer; wenn sie (die blonde Lisbeth) es war, so hat ihnen (anrede) die natur wirklich ein symbol gezeigt; denn auch das mädchen ist in moder und verfall aufgeblüht, wie ihre [] wunderblume aus dem alten baumstamm Immermann 1, 205 Boxb.; 'unwillkürliches symbol meiner tage. halbkreise! kein abschlusz, keine rundung, kein vollbringen' Fontane I 5, 102. D@3@bb) eine feierlich bedeutsame handlung, die repräsentierend auf einen tieferen zusammenhang hinweist (s. namentlich symbolisch 3 b β), auch der gegenstand, an den eine solche handlung gebunden ist, vorzüglich im rechtsleben, vgl. Jac. Grimm dtsche rechtsaltert.4 1, 153 ff.: symbol, wofür, wäre er üblicher und nicht unbequem, wohl man den deutschen ausdruck wahrzeichen gebrauchen könnte, ist im sinne unseres alten rechts die bildliche vollbringung eines geschäfts ... ein kleiner theil vertritt das ganze, eine gebärde redet, ein kleidungsstück drückt den persönlichen willen aus. in den meisten symbolen läszt sich der bezug des zeichens auf die sache nachweisen, in manchen ist er ganz verdunkelt ebda 153; (die Franken) waren aber dabey auch grosze liebhaber der symbolen, oder anderer äuszerlichen zeichen, die eine gewisse bedeutung hatten; worunter bey kaufen, schankungen u. s. w. das berühmteste war das werfen eines reisig oder zweiges in den schoosz eines andern M. I. Schmidt gesch. d. Dtsch. (1778) 1, 301; vgl. Eichhorn dt. rechtsgesch. (1821) 1, 174; weder die altnordischen zweikämpfe kennen den handschuh als symbol der ausforderung, noch die einheimischen dichtungen deutscher heldensage Jac. Grimm Reinh. fuchs (1834) vorr. lxix; das auflegen der hände war das uralte symbol des segnens, der bestellung zu einem heiligen amt, des wunsches himmlischer kräfte Herder 20, 41 S.; es war ein feierlicher tanz, gewissermaszen das symbol reiflich bedachter, auf gegenseitige hochachtung gegründeter verbindung Holtei erz. schr. 6, 14; mir steht kein tathaftes symbol gleicher kraft zu gebote als das, welches ich euch eben beschrieb (dasz der junge ehemann die frau über die schwelle seines hauses trägt) Binding erlebtes leben (1928) 226. D@3@cc) wo symbol einen bezeichnenden einzelfall innerhalb einer gröszeren gesamtordnung, ein einzelnes als ausdruck eines allgemeinen bezeichnet, gewinnt es den sinngehalt des typischen oder symptomatischen; dabei tritt das anschaulich-sinnliche zurück: sey dies (dasz Göthe ein verlorengegangenes geschenk Voigts wiedergefunden hat) ein symbol unverhofften erfreulichen wiederfindens Göthe IV 28, 230 W.; diese kunstwerke, die sein vater verkauft hatte, schienen ihm ein symbol, dasz auch er von einem ruhigen und gründlichen besitz des wünschenswerthen in der welt theils ausgeschlossen, theils desselben durch eigne oder fremde schuld beraubt werden sollte Göthe I 23, 247 W.; Athen und sein schicksal ein symbol des gesammten griechischen lebens Herm. Grimm Michelangelo (1890) 1, 10. hierhin auch ein gelegentlicher gebrauch im sinne von 'bezeichnende tatsache': auch war es ein symbol, dasz sie es war, welche das thörichte, aber innige und aufrichtig gemeinte wesen des buchbinders nicht verstanden (von einem liebesbrief des buchbinders, den sie, in einem geschenk verborgen, besitzt, ohne es zu wissen) G. Keller (1889) 4, 235. soviel wie 'inbegriff' oder 'vorbild': der nahme von Fidenae ward das symbol eines verödeten fleckens B. G. Niebuhr m. gesch. (1811) 2, 214; da blieb oder ward für das römische Allhellas Olympia das rechte symbol Mommsen m. gesch. (1894) 5, 264. D@3@dd) oft wird ausdrücklich, meist durch eine einschränkende beifügung gekennzeichnet, dasz das mit symbol bezeichnete uneigentlich oder unwirklich gemeint ist (vgl. bes. symbolisch 3 b γ): war der minnebecher kein bloszes symbol, und bedurfte es wirklich des geheimnisvollen trankes, um diesen holden wahnsinn zu schaffen? Storm (1899) 1, 48; die äuszere begebenheit (im drama) ist nur ein symbol der notwendig innern O. Ludwig 5, 163 Schm.-St.; zuerst wird mit dem schlüssel, nicht symbolisch, der besitz übertragen; wenn dem einziehenden könig die schlüssel übergeben werden, ist es blosz symbol Jac. Grimm dtsche rechtsaltert.4 1, 154; Mephistopheles hat greiflich wahres leben, wie es geglaubter mythus dem dichter [] entgegenbrachte, und doch ist er ihm und uns nur symbol (nicht als tatsächlich existierend gedacht) Fr. Th. Vischer in: philos. aufsätze, Ed. Zeller gewidmet (1887) 164; im engsten gefühle der einheit mit der natur, in deren mannigfaltiger und heiliger nähe sie aber nur symbole eines über alle begriffe erhabenen weltschicksals sah Gerh. Hauptmann d. insel d. grosz. mutter (1924) 180. seltener fast im sinne von 'fiktion, einbildung': sie sind ein wesentlicher mensch, aber sie leben in symbolen, sozusagen, und das ist ein gefährliches handwerk, besonders wenn es in so naiver weise geschieht G. Keller (1889) 3, 169; 'Christine', sagte er, 'dieser sprung (über die mauer) war nur ein symbolum; ich werde künftig wieder hübsch auf ebener erde bleiben'. der senator blickte heiter in den nun wieder frei gewordenen luftraum. 'lieber bruder', begann er mit bedächtigem lächeln, 'die ganze mauer war ja eigentlich nur ein symbolum, auszer dasz sie denn doch leibhaftig dagestanden' Storm s. w. 5, 311 Köster (die söhne des senators). D@44) seine tiefste fassung und seine schärfste begriffliche abgrenzung gewinnt symbol im rahmen bestimmter metaphysischer, naturphilosophischer und ästhetischer grundansichten der klassik sowie, aus grundkräften der romantik, auf dem boden der von Creuzer begründeten, mehr religionsgeschichtlich orientierten symbolforschung. einen gewissen abschlusz erreicht die entwicklung dieser ausgesprochen irrationalen bedeutungslinie bei Göthe, der in seiner reife- wie in seiner spätzeit symbol als einen kernbegriff seines denkens überhaupt verwendet und darin auf den jüngeren sprachgebrauch nachwirkt, wenn auch mehr innerhalb terminologischer einengung auf die ästhetische und philosophische begriffssprache, vgl. J. Volkelt der symbolbegriff in der neuesten ästhetik (1876); Fr. Th. Vischer das symbol in: philos. aufsätze, Ed. Zeller gewidmet (1887) 190 f. (im einzelnen vgl. Curt Müller d. geschichtl. voraussetzungen d. symbolbegriffs in Göthes kunstanschauung [1937], s. auch symbolik 2 c, symbolisch 3 c). bei Herder seit 1774 in verschiedener anwendung. von sinnlichen zeichen als sinnvollen, gültigen trägern transcendenten gehaltes, so von den bildern und hieroglyphen der ägyptischen götterlehre und weltdeutung: wenn eben diese symbole auch den obersten, besten gott! weltschöpfung und allbelebung und allerfindung u. s. w. bedeutete, und kurz, das heiligste, erste allumfassendste der bilder war (1774) 6, 374 S.; da war das Ibisbild kein buchstab, wie wirs nennen, sondern symbol 6, 340. in ausdrücklicher erweiterung des rational gefaszten und begrenzten symbolbegriffs (s. o. C 1, Herder-belege) auf ganzheitliche naturgebilde, gestalthafte erscheinungen, die durch sich selbst 'bedeutend' sind: im symbol musz entweder durch natürliche oder durch eine eingesetzte bedeutung, jeder, für den das symbol ist, den dadurch bedeuteten begriff anerkennen. je natürlicher, vollständiger, eindrucksvoller er sich darstellt, desto treflicher ist er symbolisiert; die vollkommensten also sind die natursymbole; sie sind durchaus bedeutend 22, 319; vgl. 325. von natürlichen dingen, deren körperhafte erscheinung als ausdruck innerer kräfte greifbar wird: A.: eine kugel auf einem würfel ruhend, ist also wohl ein sehr ausdrückendes bild? C.: der würfel ein bild der höchsten festigkeit, die kugel ein leibhaftes symbol der leichtesten gleichmäszigsten bewegung 22, 42. in höchster anwendung von der erscheinung der menschlichen gestalt: der körper ist symbol, phänomenon der seele in beziehung aufs universum ... der körper ist nur lebendwürkendes symbol, formel, phänomenon der seele 8, 250. bei Göthe gewinnt seit der Schweizerreise 1797 symbol in steigendem masze die bedeutung eines typischen begriffs, innerhalb seiner natur- und weltdeutung wie seiner kunstanschauung. zum symbol wird jede einzelne erscheinung, die unter wahrung ihres individuell bestimmten eigenseins zugleich eine höhere ideelle wirklichkeit durchscheinen läszt, einen umfassenden tieferen zusammenhang repräsentiert. symbole sind die eminenten fälle (br. an Schiller v. 16. aug. 1797, s. IV 12, 244 W.), deren betrachtung, die tiefe spannung [] zwischen idee und erfahrung überbrückend, unmittelbar zu wesenhafter erkenntnis führt: dasz es (der raum von Göthes groszväterlichem haus, hof und garten), in mehr als einem sinne, als symbol vieler tausend andern fälle, in dieser gewerbreichen stadt, besonders vor meinem anschauen, dastehen musz (1797) IV 12, 246 W.; denn ob wir eine einzelne thätigkeit, die sich mit der welt miszt, unter der form eines Ulysz, eines Robinson Crusoe auffassen, oder etwas ähnliches an unsern zeitgenossen, im laufe sittlicher, bürgerlicher, ästhetischer, literarischer ereignisse wahrnehmen, ist ganz gleich. alles was geschieht ist symbol, und, indem es vollkommen sich selbst darstellt, deutet es auf das übrige IV 29, 122 W.; und so erblickt denn Luther in dem alten und neuen testament das symbol des groszen sich immer wiederholenden weltwesens IV 27, 234 W.; setzt sich ... der bildende geist mit der kunst in berührung, oder waget er das religiöse ahnden und glauben in sichtbaren formen niederzulegen, so musz das symbol sich gleichsam zum unendlichen und schrankenlosen erweitern. auf dieser stufe soll es sich über sich selbst erheben, und die allgemeinsten und höchsten begriffe verkörpern Fr. Creuzer symbol. u. mythol. d. alten völker (1810) 1, 73; diese höchsten äuszerungen des bildenden vermögens nennen wir symbole, und auf diesen engen kreis verkörperter ideen sollte diese benennung im streng wissenschaftlichen gebrauch eingeschränkt bleiben. sie sagt alles, was dieser gattung eigenthümlich ist, und sie auf die höchste stufe erhebt: das momentane, das totale, das unergründliche ihres ursprungs, das nothwendige ... das deutsche 'sinnbild' hingegen ermangelt jener bedeutungsvollen würde gänzlich. es sollte daher auf die niedere sphäre dieser bildnerei eingeschränkt bleiben ebda 75; symbole sind sinnliche einheiten, letzte, unteilbare und vor allem ungewollte eindrücke von bestimmter bedeutung. ein symbol ist ein stück wirklichkeit, das für das leibliche oder geistige auge etwas bezeichnet, das verstandesmäszig nicht mitgeteilt werden kann O. Spengler untergang d. abendlandes (1918) 1, 230. — in der bildenden kunst meint symbol einen andeutend, stilisierend dargestellten gegenstand, der nach seiner eigentlichen erscheinung, aber nur in seinen wesenhaften zügen erfaszt ist. zugleich wird hier bei Göthe die bis heute gültige abgrenzung gegen den begriff allegorie vollzogen, der einer auf rationale zwecke gerichteten darstellung ohne bildhaften eigenwert vorbehalten bleibt (s. namentlich auch symbolisch 3 c, symbolik 2 c): jedermann wird gestehen, dasz hier (auf einem bilde) nicht an allegorie zu denken sei. es ist nach unserm ausdruck ein symbol. das natürliche feuer wird vorgestellt, nur ins enge gezogen zu künstlerischem zweck, und solche vorstellungen nennen wir mit recht symbolisch ... es ist die sache, ohne die sache zu sein, und doch die sache; ein im geistigen spiegel zusammengezogenes bild, und doch mit dem gegenstand identisch. wie weit steht nicht dagegen allegorie zurück; sie ist vielleicht geistreich witzig, aber doch meist rhetorisch und conventionell und immer besser, je mehr sie sich demjenigen nähert, was wir symbol nennen Göthe I 49, 1, 142 W.; vgl. noch: bemerkenswerth durch weiche schöne arbeit ist das symbol des lindwurms des heiligen Georg. nur als symbol, nicht in wirklicher grösze liegt der drache zu den füszen des ritters A. Stifter s. w. (1901) 14, 307.
31113 Zeichen · 470 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    symboln.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    symbol , symbolum , n. , symbole, f. aus gr. σύμβολον , lat. symbolum, symbolus ' kennzeichen, wahrzeichen, sinnbild '. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Symbol

    Goethe-Wörterbuch

    Symbol [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Symbol

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Symbol , griech.-deutsch, das Zeichen, Erkennungszeichen, Sinnbild einer Sache oder Idee durch einen mit ihr mehr od. we…

  4. Spezial
    Symbol (für etw.)n

    Dt.-Russ. phil. Termini · +10 Parallelbelege

    Symbol , n (für etw.) символ , м (чего-л.)

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Komposita & Ableitungen mit symbol

44 Bildungen · 31 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

symbol‑ als Erstglied (30 von 31)

symbolæ

DWBQVZ

symbolæ ad literaturam teutonicam antiqviorem ex codicibus manu exaratis, qvi Havniæ asservantur, editæ sumtibus Petri Friderici Suhm. hg. v…

symbolgeist

DWB

symbol·geist

symbolgeist , m. , der einer symbolik innewohnende sinn und gehalt: das alles nun durch hermetische kunst verfasset und apotheosirt; da der …

symbolhaft

DWB

symbol·haft

symbolhaft , adj. : ich wuszte immer, dasz eine von den begebenheiten, die sie ( anrede ) mir erzählt haben, ganz besonders bedeutsam für mi…

symbolik

DWB

symbolik , f. zufrühest (1768) bei Herder belegt ( s. u. 2 c). 1 1) zu symbol B ' glaubensbekenntnis ', ' bekenntnisschrift ', seit 1810 ter…

symboliker

DWB

symboliker , m. , kenner und deuter der symbolik ( s. d. 2 b): die von symbolikern des alterthums ... bezeugte solarische bedeutung der schl…

symbolisation

DWB

symbolisation , f. , konfessionelle lehrbildung, zu symbol B: die protestanten ... verlohren sich leider ... auch in streitigkeiten, die vom…

symbolisch

DWB

symbol·isch

symbolisch , adj. , gr. συμβολικός , lat. symbolicus. vereinzelt im frühen 17. jh. ( s. u. 1), häufiger seit dem frühen 18. jh.; gelegentlic…

Symbolische Bücher

Meyers

symbolisch·e·buecher

Symbolische Bücher , Schriften, durch die eine Kirche den Glauben, an dem ihre Mitglieder sich teils untereinander erkennen, teils von ander…

Symbolische Bücher

Herder

Symbolische Bücher oder Schriften , nennt man die schriftlichen Urkunden, worin das Glaubensbekenntniß religiöser Genossenschaften, namentli…

symbolisieren

DWB

symbolisieren , symbolisiren , vb. als symboliziren vereinzelt im späten 17. jh. belegt ( s. u. 1), sprachläufig seit dem späten 18. jh., fr…

symbolisierer

DWB

symbolisierer , m. , zu symbolisieren 5: im Othello ist Shakespeare mehr als irgendwo ... symbolisierer der gesetze des weltlaufs O. Ludwig …

symbolisierung

DWB

symbolisierung , f. , wie symbolisieren 2: eine ... scala ... calendarischer tempelbilder ..., welche die symbolisirung der 4 hauptepochen d…

symbolismus

DWB

symbolismus , m. , frz. symbolisme nachgebildet, wie symbolist ( s. d. 2) ' von Verlaine und Moréas 1885 erfundene bezeichnungen einer neuen…

symbolist

DWB

symbol·ist

symbolist , m. 1) zu symbol C 2, verfasser von wahl- oder sinnsprüchen: dannenhero der symbolist Picinelci einer trompete nit unbillig beyge…

Symbolisten

Meyers

Symbolisten , in der modernen Kunst Maler, die dem Inhalt ihrer Bilder über das rein Gegenständliche hinaus geheimnisvolle, ohne besondere E…

Symbolofideïsmus

Meyers

Symbolofideïsmus , Bezeichnung für die von den französischen protestantischen Theologen A. Sabatier (s. d. 2) und Ménégoz (s. d.) vertretene…

symbolsprache

DWB

symbol·sprache

symbolsprache , f. , auch symbolensprache. zu symbol D 4: in der ägyptischen symbolsprache war alles eins, was nur nach unsern begriffen aus…

symboltier

DWB

symbol·tier

symboltier , n. , zu symbol D 1 a: drei steinplatten zeigen die symboltiere der evangelisten Scheffel ges. w. (1907) 3, 230 . —

Symbolum

GWB

Symbolum [bisher nicht publizierter Wortartikel]

symbol als Zweitglied (12 von 12)

Buchstabensymbol

GWB

buchstaben·symbol

Buchstabensymbol idVbdg ‘Buchstaben- und Zahlensymbole’ Professor Riemer .. Über Sprache, Wort, dagegen Buchstaben- und Zahlen-Symbole GWB T…

göttersymbol

DWB

goetter·symbol

-symbol Creuzer symbol. u. mythol. (1810) 1, 75 ; Ed. Gerhard akad. abhandl. (1866) 2, 34 . 2 2) eine erhebliche zahl von zusammensetzungen …

grabsymbol

DWB

grab·symbol

-symbol : gräbersymbol Ed. Gerhard akad. abhandl. (1866) 2, 143 ; grabessymbol ebda 1, 316;

grundsymbol

DWB

grund·symbol

-symbol : dieses alte haupt- und gr. der christenheit ( das cruzifix ) D. Fr. Strausz schr. 6, 60 ;

Statussymbol

Pfeifer_etym

status·symbol

Status m. ‘(Familien)stand, Stellung, Zustand, Vermögensstand, Rechtslage’, mhd. frühnhd. stat m., ‘Stand, Zustand, Gelegenheit, Lebensweise…

uhrsymbol

DWB

uhr·symbol

-symbol , n. , symbol des stundenweisers: vielleicht hängt es ( der mönchsbrauch, einen hahn in die tochtercolonie mitzunehmen ) damit zusam…

weihungssymbol

DWB

weihung·s·symbol

-symbol 8, 293. literarisch behaupten sie sich nur in gehobenem stil: durch den lehnseid, welcher an die stelle jenes in den wäldern übliche…

wortsymbol

DWB

wort·symbol

wortsymbol , n. 1) ' wort als träger eines symbols ', abschätzig: in jeder kunst und wissenschaft ( sind ) jene weltgepriesene leere wortsch…

zahlensymbol

DWB

zahlen·symbol

zahlensymbol , n. , symbol aus zahlen: über sprache, wort, dagegen buchstaben- und zahlen-symbole Göthe III 10, 212, 20 Weim.

Ableitungen von symbol (1 von 1)