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glosse

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glosse f.

Bd. 8, Sp. 210
glosse, f. , in mundartlicher sonderbedeutung auch n. (s. u. 3 c). zu lat. glossa aus gr. γλῶσσα 'ungebräuchliches oder fremdes wort, das der erklärung bedarf' (= γλώσσημα); mhd. als glôse, glôs aus mlat. glosa 'erklärung' entlehnt, vgl. gelegentliches glosa bei Luther 30, 3, 331; 33, 23 W.; ver einzelt auch gelose (wie gelatt neben glatt u. ä.) Seuse dt. schr. 529 B. noch im 16. jh. überwiegen die formen glos, glosz, glose, seit dem 17. jh. dringt die an das klassische lat. angelehnte form glosse allmählich durch. schwache flexion gelegentlich in älterem gebrauch: mit der glosen passional 334 Hahn; mit eyner gloszen Luther 8, 148 W. 11) 'auslegung, erklärung', meist auf die kurze sinndeutung eines textes, zumal eines fremdsprachigen, seltener auf die erklärung eines einzelnen wortes bezogen. in mhd. und frühnhd. sprache reich entwickelt, seither hinter dem jüngeren gebrauch 2 zurücktretend. 1@aa) vornehmlich von der kommentierung des biblischen textes: vil manige rede hat diz wort (die siebente bitte des der ir noch niht habet gehort; vaterunsers), solte ich iu die mit glose sage, so muostet ir vil lange dage Heinrich v. Krolewitz vaterunser 4492; das si aber sagen: der glaub ist nit genug zu der seligkeit, die glosz kan diser text so wenig leiden, als die kirch, das ich die pfeyler wolt umbreyssen Luther 10, 3, 141 W.; der psalm ist sehr kurtz an den worten, nit klar verstendtlich allen orten, doch im verstand sehr hoch und grosz, darff einer kurtz einfeltigen glosz Hans Sachs 18, 24 K.-G.; [] gottes wort ... ist das liecht selbs, wie kan es dann vom menschen ... mit seinen glosen erleucht werden Seb. Franck paradoxa (1558) 360a; noch im späten 18. jh.: er hat die heilige schrift zehnmal durchlesen, viermal mit den glossen selbst A. G. Kästner verm. schr. (1772) 157; nach der genialischen glosse (zu 1. Mose 33, 4) eines seiner rabbinen Herder 24, 67 S. auch für die bücher der bibelkommentatoren selbst: vort, als ich in der glose las historien d. alden e 3619 (vgl. einleitung xlix); also spricht ain glôs über die hailig geschrift Konrad v. Megenberg buch d. nat. 157 Pf.; wann also spricht die glos Chrisostomi über die wort unsers herren Geiler v. Keisersberg granatapfel (1510) c 3d; dise claine und kurze glos über den psalter Aventinus s. w. 5, 302 Lexer. vereinzelt auch von der predigt als textauslegung: ich habe böse bauren ... welche, so sie das evangelium gehört, bald aus der kirchen lauffen und kein glosse hören wollen B. Hertzog d. schiltwache l 2a. 1@bb) speziell auch in der rechtssprache, von der ausdeutung des gesetzestextes, namentlich der kommentierung des corpus iuris: die grob schrift (im rechtscodex) ist der texte blosz, die klein schrift herum ist die glosz Hans Sachs 9, 447 K.; geld erkläret das recht und die gloss Butschky Pathmos (1677) 286; die grosz gedruckte schrift im mittelpunkt der seiten (des corpus iuris) das heiszt der text, und hat gar wenig zu bedeuten. allein der kleine druck am rande hie und da, das sind die glossen, herr papa Lichtwer Äsopische fabeln (1748) 173; als terminus bis in die junge sprache: was ja noch abgängig oder dunkel wäre, ersetzen die glossen, womit die gelehrtesten männer das vortrefflichste werk (corpus iuris) geschmückt haben Göthe 8, 36 W.; 'dies gesetz', sagt z. b. eine glosse des Irnerius, 'stammt aus jener zeit, wo das volk die macht hatte, gesetze zu geben' Nitzsch dtsche studien (1879) 31. 1@cc) allgemein, von literarischer erklärung und ausdeutung überhaupt. so schon im ältesten beleg, der aber den gebrauch a voraussetzen dürfte: son hân wir ouch der muoze niht, daz wir die glôse suochen in den swarzen buochen (in tadelnder anspielung auf schwer verständliche dichtung) Gottfried v. Straszburg Tristan 4687 Ranke; swaz doch her Aristotiles und ander lêrer haben vollfüert: wirt des ein teil von mir gerüert mit kurzen worten und mit glôsen, daz ensol nieman verdôsen (überhören) Hugo v. Trimberg renner 19277 E.; auch fand ich in mein büchern geschriben artlicher dialogos siben, doch ungereimet in der pros, ganz deutlich frey, on alle glos Hans Sachs 21, 343 K.-G.; desz authoris, der den Reynicken fuchs geschriben, das sein künstliche werck auch mit sehr schönen auszbündigen glossen gezieret Sandrub hist. u. poet. kurzweil 7 ndr.; auch die andre sehr verbreitete glosse (im bereich der sintflutsagen) scheint daher, dasz ... die welt ... durch feuer untergehn werde Herder 11, 390 S.; jene alte catholische prosa zwischen den capiteln wegzuwerfen und dafür eine viel weitläuftigere, mehr protestantische glosse einzuschieben Jac. Grimm Reinhart fuchs (1834) vorr. clxxvii; dasz jene kleinigkeiten ... glosse sind zu gegenständen voll lebendiger gegenwart Justi Winckelmann (1866) 2, 1, 123. in verbindung mit synonymen: der selben kurtzen wort auszlegung und glosz darüber Geiler v. Keisersberg granatapfel (1510) a 2a; andere glosen und auszlegung uber die versicherungsbrieffe E. van Meteren histor. beschreibung d. niderl. krieges (1614) 118a; sampt des authoris eigenen glossen und erklärungen Paracelsus chirurg. bücher u. schr. (1618) 524. von kurzen [] erklärenden randbemerkungen und noten zu einem text: gibt doch die auszlegung oder glosz auff dem rande, dasz es (das wort badil) ein richt oder bleyscheid ... gewest sey, wie es auch andere dolmetscher und auszleger geben Mathesius Sarepta (1571) 97b; so namentlich im jüngeren gebrauch: hinten die glossen und noten sind auch wegen ihrer rundheit und geschlossenheit gar angenehm Görres ges. br. (1858) 3, 66; viel in die bücher, die er las, hineinzuschreiben ... diese glossen waren häufig sehr scharf und freimütig Polenz d. Grabenhäger (1897) 1, 216. in älterer sprache, auch auszerhalb des literarischen bereichs, im sinne von 'erklärung, begründung': was zucht, sitten und guet leben antrift, läst im kain hüetl aufsetzen, darf kainer glos nit Aventinus 4, 61 Lexer; es ist ein frag und grosze klag, wies gelt komm ausz dem lande. solch frage losz, darff nit vil glosz, mann gibts umb seiden gwande G. Forster frische teutsche liedlein 9 ndr. gelegentlich abstrahiert bis zur bedeutung 'sinn, eigentliche, tiefere bedeutung': ir sult euch nicht lan laiden das ich das zwispil han gethan: es ist ain hohe glosz dar an, die gott auff aller welde kintt Heinrich v. Neustadt Apollonius v. Tyrland 90 S.; du weist, das gott in peispil weis vill hat durch die profeten gerett, merket neür, ob ir die glos versteet fastnachtspiele 804 Keller; und sagt im auch darbey die glos (d. h. die tiefere bedeutung eines seltsamen rates) Hans Sachs 21, 294 K.-G. 1@dd) von a, in zweiter linie wohl auch von b aus schon früh und bis ins 17. jh. hinein in negativem sinne, sofern die glosse als menschliche zutat, verfälschender zusatz zum reinen textwort erscheint (s. u. glossieren 2): kinder, alle gelosen abe und alle mentel! Seuse dtsche schr. 529 Bihlmeyer; besonders für oder neben ausflucht: tuo uns die rechte warhait kund und mach kain glosz, das dunckt mich guot, als in der bicht mang mündlin tuot Hermann v. Sachsenheim d. mœrin 2285; swann ainer von in sol geben pfenning oder ros, so vint er für sich darauf ain glos, damit das er im doch niht geit Vintler blumen d. tugent 2093; weil aber solchs nicht geschehen, so erdichte man, was glosen und aussflucht man wil, wirt man mich doch nimmer bereden theatr. diabolor. (1569) 121b. in der reformatorischen polemik und dem kampf um das 'reine wort' ungemein verbreitet; meist mit peiorativen beiworten oder zusätzen: alle, die die schrifft mit yhren falschen glossen lestern Luther 1, 383 W.; ein valsche glosz Murner narrenbeschw. 199 Spanier; (1525) chron. d. st. Bamberg 2, 177 Chroust; es wirt weder doctor noch all geleerten der welt das 15. cap. deuteronomii ... mit erdichten glosen verdempfen Jac. Strausz haubtstuck wider d. wucher (1523) 3b; das ihre neidstich, glossen und zweiffelhaftige furbringungen keine artickel, weder der heiligen zehen gebotten gottes noch des allgemeinen christlichen glaubens seind L. Thurneysser magna alchymia (1583) 82; wie sie vielmehr bauen auf ihre glossen und possen der schultheologen, als auf das lautere wort gottes Reinicke fuchs (1650) 342. 1@ee) häufig in der gegenüberstellung von text und glosse (s. auch b): als bald ich aber maister (der heiligen schrift) ward und kunt den text und ouch die glosz Hermann v. Sachsenheim d. mœrin 5469; Terentius ... transferiert nach dem text und nach der gloss Terenz deutsch (1499) a 1a; ist der text schon recht und frumm, so ist die glosz ein schalck darumb Th. Murner d. narrenbeschwörung 227, 37 Spanier; ich hab gesehen, dasz nur die jungfrauen dergleichen zettel geschrieben (im spiel) und es den jungen freyern [] mit nach haus gelassen, über den text eine glosse zu machen Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 6, 339; der brief wird so lang werden, wie die glosse eines dompfaffen über einen kleinen, leichten text Göthe IV 1, 190 W. übertragen, oft in sprichwörtern und redensarten: so scharffer text ist mir gelesn, die glos ist auch nicht lind gewesn Dedekind d. christl. ritter (1590) e 3a; aber wird dadurch (durch vorschnelle physiognomische deutung) nicht manches in die glosse kommen, was niemals im texte gewesen ist? Lavater physiognom. fragmente (1775) 3, 96. von der negativen bedeutung d her: den text und nit die glos erzog vor allen dingen dem schopffer sunderlingen mit lutter bicht und riuw meister Altswert 213; die warheit darff keiner renck, sie sagt den text ohn glossen Lehman floril. polit. (1662) 2, 881. 1@ff) in jüngerer philologischer fachsprache sind glossen — an den schon in der antiken sprachwissenschaft üblichen gebrauch von lat. glossa angelehnt — 'deutsche übersetzungen einzelner wörter oder sätze, welche den handschriften interlinearisch oder am rande beigefügt oder auch in besondere verzeichnisse geordnet sind', s. Jac. Grimm kl. schr. 4, 403, so namentlich die von Steinmeyer-Sievers herausgegebenen althochdeutschen glossen des 8.-15. jhs.: es müszten auch die alten glossen und glossarien ... durchgegangen und erklärt werden Kinderling reinigk. d. dtsch. spr. (1795) 78; die verschiedensten litteraturgattungen finden sich vertreten: übersetzungen, prosa, glossen, weltliches epos ... des zwölften jahrhunderts W. Scherer kl. schr. 1, 37; schlieszlich finden wir in einer glosse vom jahre 1187 auch das biblische testamentum durch das wort 'hantgemahele' verdeutscht Chr. frh. v. Ulmenstein urspr. u. entstehung d. wappenwesens (1935) 33. 22) auf das gebiet der rede, des gesprächs, der mündlichen äuszerung übertragen: 'anmerkung, bemerkung', seit dem frühen 18. jh. belegt, dann bald zum vorherrschenden gebrauch des wortes entwickelt und auch in niederen sprachschichten verbreitet. selten ohne nebenton: ihr erzehlet ihm eine merkwürdige begebenheit, und indem ihr seine glossen darüber erwartet, begehrt er von euch, dasz ihr eure erzehlung noch einmal wiederholet d. discourse d. mahlern (1721) 3, 123; dem kunstrichter zu diesem noch die glosse, dasz die büste von holz war Hippel lebensl. n. aufsteig. linie (1778) 3, 418; die beiden mädchen hörten aufmerksam zu und schmückten unser gespräch mit patriotischen glossen Steub drei sommer in Tirol (1895) 2, 374. meist von kritischen, hämischen, spöttischen bemerkungen: schonen uns auch fremde glossen, geben gar die hausgenossen unsern feinden zung und wind J. Chr. Günther ged. (1735) 81; des spötters glossen Pfeffel poet. versuche (1812) 1, 139; keine bittern glossen, miss! sie geziemen einem frauenzimmer, von einer sonst so sanften denkungsart, nicht Lessing 2, 332 M.; wider willen lachte Sabine über die unbarmherzigen glossen, welche er auffallenden gestalten unter den spaziergängern gönnte G. Freytag ges. w. (1886) 4, 300; harmloser: ohne diesmal der alten grüngelben (einer altmodischen kutsche) die gewohnten glossen und scherze mit zum thor hinaus zu geben W. Raabe Horacker (1876) 123; Hilla war stets voll glossen und possen, aber ritterlich dabei Rosegger I 13, 85. allgemein fest geworden in der redensart (seine) glossen machen, oft mit präpositionalem objekt. wie oben von kritischen, spöttischen, anzüglichen bemerkungen, vgl. er macht über alles glossen quodlibet reprehendit Steinbach dtsch. wb. (1734) 1, 607: solches lieffe so gar wider einander, dasz ein jeder getreuer reichsgenosse sonderliche glossen darüber zu machen ursache hatte Chr. Fr. Hunold d. europ. höfe liebes- u. heldengesch. (1709) 513; [] die über meine sachen beständig glossen machen, die schaffen erst den fleck vor ihrer thüre weg Henrici ernst-, scherzh. u. satir. ged. (1727) 3, 554; wie sie zeitungen lesen und über die öffentlichen angelegenheiten ihre glossen machen Archenholz England u. Italien (1785) 1, 58; er (Göthes vater) machte über das ausbleiben des (herzoglichen) wagens die bedenklichsten glossen Göthe 29, 182 W.; sie wissen, dasz ich aus ihrem kopf bin entsprossen, darüber macht die böse welt allerley glossen Meisl theatral. quodlibet (1820) 2, 9; die nachtigall ist ganz verdrossen, ... die ammer macht satirsche glossen O. Ludwig 1, 95 Er. Schm.; der oberst liesz sich alle fünf bis acht tage sehen ... besichtigte uns und unsere kleider und machte seine glossen Liller kriegszeitung (1914-15) 1, 188. oft vom standort des beobachtenden aus und mit dem nebensinn des heimlichen: jeder machte insgeheim seine glossen über den rätselhaften mann Musäus volksmärchen d. Deutschen 4, 129 Hempel; der herzog ... vergiszt über der parforcejagd, dasz der prinz hier ist und im stillen glossen darüber macht Göthe IV 6, 57 W.; wenn wir weiter nichts zu thun wissen, so treten wir ans fenster und machen glossen über die vorübergehenden H. v. Kleist br. an s. braut 92 K. Biederm.; neugierige ... beobachteten, was drinnen vorging, und machten ihre glossen darüber M. v. Ebner-Eschenbach (1893) 5, 47; in dieser formel auch ins mundartliche umgesetzt, wo das wort sonst nicht heimisch ist (doch s. u. 3 c): seine glossen machen 'sich spöttisch aussprechen, sich lustig machen' Müller-Fraureuth obersächs. 1, 426a; rhein. wb. 2, 1277. gelegentlich in den gebrauch 1 zurückweisend: ich musz heute (in einer buchrezension) wider meine gewohnheit ... abschreiben, ein andermal will ich glossen machen, wenn ich einen schlechtern autor vor mir habe br. die neueste liter. betreffend (1759) 6, 396; ich habe das neue werk von A. Müller gelesen und auch schon angefangen meine glossen zu machen Solger nachgel. schr. (1826) 1, 205. 33) einzelne abliegende verwendungen. 3@aa) anschlieszend an die griech. bedeutung 'eigentümliche ausdrucksweise', 'eigentümlich gebrauchtes wort': und überhaupt, was ist das n. testament, als eine neue geistige glosze, (zunge) des alten? Herder 19, 32 S. (vgl. die anm.); wie sehr ich deiner (Herders) meynung wegen der glossen (des zungenredens am pfingstfest) im allgemeinen bin, weiszt du von alters Göthe IV 10, 116 W. 3@bb) in anlehnung an span. glossas gedichte, deren vier strophen je eine zeile eines als thema vorangestellten vierzeiligen gedichtes erläutern und mit ihr schlieszen: er sagt, er habe es (das lied) glossiret, und bittet um erlaubnis, ihr seine glosse vorsagen zu dürfen Lessing 10, 51 und anm. M.; auf jeden fall ist wohl zum dichterwettspiel die glosse wie geschaffen Fouqué in: schr. d. Göthegesellsch. 14, 246. 3@cc) im rhein. als gloss, n., glosse, gutachten; erlasz: dat gloss van de polizei rhein. wb. 2, 1277.
15465 Zeichen · 287 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    glosseF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    glosse , F. nhd. grober Schuh, Überschuh, Pantoffel, Galosche, Kippschuh ÜG.: lat. pruna Vw.: s. klap- Hw.: s. gallotze,…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glosse

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Glosse , plur. die -n, aus dem Griech. und Lat. Glossa, die Auslegung eines unbekannten oder dunkeln Wortes, und zuw…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glosse

    Goethe-Wörterbuch

    Glosse a schriftl Anmerkung zu erläuterungsbedürftigen Texten, in Form einer selbständigen Abhandlung der Brief wird so …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Glosse

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Glosse , griech.-deutsch, die Erklärung eines dunkeln Worts; Glossator , der Erklärer; Glossarium , Sammlung solcher Erk…

  5. modern
    Dialekt
    Glosse

    Rheinisches Wb.

    Glosse glǫs Kobl-Kärlich ; -a- Neuw-Elgert , Pl. -sə(n) f.: Strassenrinne, Gosse.

  6. Sprichwörter
    Glosse

    Wander (Sprichwörter)

    Glosse 1. Wer sich an die Glossen hält, kann nicht irren. 2. Glossen so eben wie der Weg im Gebirge. – Eiselein, 242. 3.…

  7. Spezial
    Glossef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Glosse , f глосса , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glosse

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glosse‑ als Erstglied (16 von 16)

glossema

MLW

glossema , -ae f. adnotatio – Zusatz, ‘Glosse’ : MLW Froum. epist. 3 p. 5,21 -a glossema novissime adiuncta profitebatur eqs . Weber

glossemāker

KöblerMnd

glossemāker , M. Vw.: s. glossemākære*

glossemākære

KöblerMnd

glossemākære , M. nhd. Pantoffelmacher Hw.: s. glossenmākære E.: s. glosse (1), mākære L.: MndHwb 1/2, 124 (glosse[n]māker)

glossendichter

DWB

glossen·dichter

glossendichter , m. , zu glosse 3 b: die herzen der jungen glossendichter lodern sehnsuchtvoll einem huldreichen ja ihres ... meisters entge…

glossenglauben

DWB

glossen·glauben

glossenglauben , m. , verächtlich von dem glauben, der sich auf auslegungen gründet ( s. DWB glosse 1 d): in der väter glossenglauben, das i…

glossenhandschrift

DWB

glossen·handschrift

glossenhandschrift , f. , zu glosse 1 f: in der alten glossenhandschrift R a ... ( flieszt ) das lat. nympha mit nimbus zusammen Laistner ne…

glossenliteratur

DWB

glossen·literatur

glossenliteratur , f. , s. DWB glosse 1 f: ( die namen ) kommen fast nur in der glossen- und übersetzungsliteratur vor Hoops waldbäume u. ku…

glossenmacher

DWB

glossen·macher

glossenmacher , m. 1) ' ausleger, erklärer ', vgl. commentator ein uszleger oder gloszmacher gemma gemm. (1508) f 2 a . besonders von den ju…

glosse(n)māker

MNWB

glossen·maker

glosse(n)māker , glotze(n)māker , -mēker , -êr(e) , m. , Pantoffelmacher, Klippschuhmacher , (klipper, klippekenmāker). —

glossenmāker

KöblerMnd

glossenmāker , M. Vw.: s. glossenmākære*

glossenmākære

KöblerMnd

glossenmākære , M. nhd. Pantoffelmacher, Kippschuhmacher Hw.: s. glossenmākære E.: s. glosse (1), mākære L.: MndHwb 1/2, 124 (glosse[n]māker…

glossenmēker

KöblerMnd

glossenmēker , M. Vw.: s. glossenmēkære*

glossenmēkære

KöblerMnd

glossenmēkære , M. nhd. Pantoffelmacher, Kippschuhmacher Hw.: s. glossenmākære E.: s. glosse (1), mākære L.: MndHwb 1/2, 124 (glosse[n]māker…

glossenwort

DWB

glossen·wort

glossenwort , n. , ' wort, das in glossen ( s. d. 1 f) vorkommt ': sæppe 'abies' ist, wie gesagt, ein bloszes glossenwort Hoops waldbäume u.…

glosse als Zweitglied (5 von 5)

klapglosse

KöblerMnd

klap·glosse

klapglosse , F. nhd. Überschuh, Holzpantoffel mit Lederrand oder Lederkappe, hölzerner Schuh Hw.: s. klappe (1) E.: s. klap (2), glosse (1) …

Paraglosse

Herder

para·glosse

Paraglosse , griech.-deutsch, Zungenvorfall; Entzündung der Zungenmuskeln.

randglosse

DWB

rand·glosse

randglosse , f. nota marginalis. Frisch 1, 85 c , in büchern oder schriftstücken: doch eine randgloss lokte izt meinen fürwiz an. Schiller h…

Synglosse

Herder

syn·glosse

Synglosse , griech., Darstellung der Verwandtschaft der Sprachen nach den gemeinsamen Wurzeln.