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schnappe

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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13

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schnappe f.

Bd. 15, Sp. 1169
schnappe, f. schnappende person oder schnappendes ding; erst im nhd. erscheinend. 11) schwatzende person (vergl.schnappen 1, sp. 1170): die schnappe, schnapperinn, loquacula Stieler 1894. 22) maul, als schnappendes gedacht: die schnappen, maul, schnauze Schm. 22, 577; etwas auf die schnappe geben, auf die schnappe schlagen Campe als wort der niedrigen rede. 33) schnappendes, schnell zufallendes gerät; bei jägern ein tuch, welches in kloben oder rollen geht, damit es geschwinde auf- und niedergezogen werden kann, auch falltuch. Jacobsson 1, 653a; bei fischern starke lange netze, zum fangen der lachse oder salmen am Mittelrhein gebraucht; in Nürnberg breche ohne zunge, hanfbrechel. Schm. a. a. o. 44) schnappe, seit dem 16. jh. nebenform zum masc. schnapp 5, in den dort angeführten formeln: die münch haben ein solche schnapp genommen und fall gethan. Luther tischreden 265b; schnappe leiden, damno affici Schottel 1405; schnappe leiden, sive bekommen, damno affici, in fraudem incurrere, schnappe wieder herein bringen, resarcire damna Stieler 1893, vgl. auch ehrenschnappe; das allenthalb gab weidliche kappen, und mancher krieg ein gute schnappen, das hinpurtzelt beid mann und rosz. froschmäus. A aa 5b (3, 3, 9); gedacht, er wollte kappen dem Tilly theilen aus, leidt doch selbst eine schnappen, zog wider ab mit graus. Opel - Cohn 172; mundartlich hessisch noch schnappe, verlust, nachtheil, niederlage Vilmar 360; an den der vorstellung zu grunde liegenden sinn des plötzlichen überfalls scheint auch angelehnt die oberpfälzische redensart: etwas auf die schnappen schlagen, entwenden, auf dem bair. walde das maul auf die schnappen schlagen, ihm manchen erlaubten genusz versagen Schm. 22, 577. 55) schnappe, äuszerster rand, äuszerste ecke (eines tisches). hessisch Vilmar 360, bairisch Schm. a. a. o. vgl. dazu schneppe. 66) mundartlich verbreitet auch schnappe als schnappendes, klatschendes ding: hessisch ein künstliches papiernes gefalte, das beim schlagen in die luft mit lautem schalle auseinander fährt; auch eine fliegenklatsche, endlich schmitz an der peitschenschnur Pfister nachträge 262; am Unterharze bedeutet das fem. schnâpe schläge Liesenberg 198, was hessisch als masc. plur. schnappe schmisse, wichse verzeichnet Pfister a. a. o. die bair. bedeutung schnappe kappe (Schmeller) wird hierher gehören, sie ist gedacht wie die klatsche an einem kleidungsstück, vgl. th. 5, 1011, 2. [] 77) schnappe, name der stinknessel, stachys silvatica: schnappen in Schlesien Pritzel-Jessen 388b.
2551 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnappe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Schnappe , plur. die -n, bey den Jägern, ein jedes Tuch, welches man auf- oder niederlassen kann; das Schnapptuch, F…

  2. modern
    Dialekt
    Schnappe

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schnapp e [ʿSnàp Günsb. ] f. äusserster Rand zum Überstürzen, Kippe. Uf d e r S. ste hn . Zss. † Schnappbänkel. ‘Auf dem…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnappe

25 Bildungen · 20 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnappe 2 Komponenten

sch+nappe

schnappe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnappe‑ als Erstglied (20 von 20)

schnappeln

DWB

schnapp·eln

schnappeln , verb. hastig und anhaltend, ohne überlegung reden, schwatzen, iterativ zu folgendem schnappen; mundartlich weit verbreitet, ale…

Schnappeltäsch

ElsWB

PfWB RhWB Schnappeltäsch f. Schwätzerin Geud. Bühl . Du bis t awer e Schnapp e ltäsch e l! sagt man zu lebhaft plaudernden Kindern Geud.

schnapperbüchse

DWB

schnapper·buechse

schnapperbüchse , f. in Baiern bezeichnung einer vorlauten person Schm. 2 2, 577. vgl. dazu klapperbüchse th. 5, 967.

Schnapperbüchs

Idiotikon

Schnapperbüchs Band 4, Spalte 1006 Schnapperbüchs 4,1006

Schnappereⁿ

Idiotikon

Schnappereⁿ Band 9, Spalte 1242 Schnappereⁿ 9,1242

schnapperhaft

DWB

schnapp·erhaft

schnapperhaft , adj. dem schnappern ergeben: schnapperhaftes weib, foemina frigutiens et tinniens, schnapperhaftes maul, locutor frivolus, f…

schnapperliedlein

DWB

schnapper·liedlein

schnapperliedlein , n. kurzes schnitterliedchen Schm. 2 2, 577. 587; schnapperlieder, cantiunculae fescenninae Stieler 1893 ; schnapperliede…

schnappermaul

DWB

schnapper·maul

schnappermaul , n. schwatzendes maul, in derber volksmäsziger sprache: halt dein schnappermaul!; auch scheltwort für eine schwatzende person…

schnappern

DWB

schnapp·ern

schnappern , verb. oft und mit zungenfertigkeit plaudern, schwatzen, mit dem beisinn des unüberlegten; häufigkeitsbildung zu schnappen 1, mn…

Schnappert

RhWB

schnapp·ert

Schnappert -apərt, Pl. -tə Aach m.: verächtl. Habsüchtiger, Geizhals.

schnapperwesen

DWB

schnapper·wesen

schnapperwesen , n. : ( sie wollen, dasz man ) allein das evangelion sage, oder doch darüber gar eine kurtze vermanung thue, und dieweil and…

schnapperwurz

DWB

schnapper·wurz

schnapperwurz , f. die pflanze lathrae squamaria, schuppenwurz, zahnkraut Nemnich 3, 340 ; als schlesisch Pritzel-Jessen 203 b ; bei Adelung…

schnappe als Zweitglied (4 von 4)

Entenschnappe

RhWBN

enten·schnappe

Enten-schnappe Gummb-OWipper f.: in der RA.: Dem geht de Mul wie en E. sein Mund steht nicht still.

geschnappe

DWB

geschnappe , n. das schnappen; übertragen, sermo nimius, lingua solutissima Stieler 1893 .

Ableitungen von schnappe (1 von 1)

geschnappe

DWB

geschnappe , n. das schnappen; übertragen, sermo nimius, lingua solutissima Stieler 1893 .