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Schnappe

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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13

Eintrag · Rheinisches Wb.

Schnappe

Bd. 7, Sp. 1547
Schnappe, Schnäppe diese Bildung vorzüglich Rhfrk, Mosfrk, Klevld f.: 1. Sg. t. a. -ap, in der Wend.: En de Schn. sette im Luftzuge, zwischen Tür u. Angel Kref. — b. -ap, –ębχən äusserstes Ende, vorderster Rand am Tische, Stuhle, Fenster, Felsen udgl., eine gefährliche Stelle, wo man stets in Gefahr ist abzurutschen; op der Schn. (om Schnäppchen) setzen z. B. auf dem Ende eines Brettes, das leicht hochschnappt; op der Schn. stehn; stell dat Glas net esu un (an) de Schn., of ämol werd et erunnergestuss; ein Gefäss bis an de Schn. voll machen bis zum Rande füllen Saarbr, Ottw, Saarl, Trier, Bitb-Geichl, Wittl-Heidw, Bernk (Mos), Zell (Mos), Koch (Mos); -ęp Kobl, Neuw-Rengsd Dattenbg; -ębə Siegld; -ębəlχə Simm-Horn. RA.: of der Schn. stuhn nahe dem Bankerott sein; denen ihr Geschäft steht of der Schn.; eine Kuh (auch eine Frau) es of der Schn. vor dem Niederkommen Siegld, Allg. Dat wor op de Schn. gebrannt das war die höchste, äusserste Zeit Neuw-Dattenbg. — 2. -p, Pl. -pə(n), Demin. -ępχə(n) a. andere äusserste Enden. α. en Schnäppchen [] Brut ein Krüstchen, Stück Brot Sieg-Fussh. — β. -ępə eine hervortretende Spitze an Frauenkleidern, auch die Sp. an der Haube auf der Stirne uWupp 1870 (s. auch Schnippe); -ęp das hintere Dreieck des Kopftuches der Frauen, im Gegensatz zu den Zömpen der vorderen Enden Eusk-Dirmerzh. — γ. -ap das vordere Ende der Schuhzunge, –lasche Mörs-Stdt; -ęp May-Kollig, Bergh-Fliesterden, Kemp-Hagenbr, Mörs-Bornh. — δ. -ęp m. kleines Eckchen der Weide außerhalb des Zaunes, an das die Kühe nicht langen können Heinsb-Breberen; -a- kleines Stück Land Gummb-Kotthsn Marienheide. — ε. -ap u. -ęp Schild an der Kappe Saarbr-Sulzb (s. auch Schnappen), -ę- Kreuzn; -E- Daun-Strohn. RA.: Der hot ebbes unner de Schn. er ist sehr klug Kreuzn. — ζ. -Ep Furke einer Gabel, eines Rechens Koch-Lutzerath. — η. -Ebχə Zeigefinger, im F.märchen Daun-Michelb. — θ. -ęp Vogelschnabel Klev, Rees; übertr. verächtl. Mund des Menschen; halt de Schn.! ebd. u. Ahrw-Brohl. — ι. -ęp Messer am langen Stiel, zum Herabziehen dürrer Äste Bo-Bechlinghv. — b. dasjenige, was schnappt. α. -ap Riegel am alten Türschloss Schleid-Hüngersd, Köln-Knappsack; -ę- Kref-Fischeln. — β. -ap, meist Pl. -bən, –pə kurzes, dünnes Reis, womit die grösseren Vögel ihre Nester bauen; abgehauener Tannenzweig Bitb-Speicher (-ā-), Prüm (Mürlenb -ā-), Aden-Virnebg [urkdl. de snappen aiffhauwen, das sy syner gnaden nit under sin augen stein Prüm-Olzh 1518]; vgl. auch Schnacke, Schnade, Schmucke. — γ. -ap Balken- u. Seilschaukel der Kinder Wend-Baumholder, Goar-Steeg, Zell-Lötzbeuren Raversbeuren, Siegld-Flammersd Lippe Lützen. — δ. -ap das am Taubenhaus an der Öffnung hervorstehende Brett, das abends zugeklappt wird Köln-Stdt 1814. — ε.Feder am Schloss Mayen-Trimbs, Rheinb-Queckenbg. — c. übertr. persönl. verächtl. α. -ap geiziges Weib Heinsb. — β. -ęp Prahler Klev. — γ. -ębχən Plappermäulchen Prüm-Mürlenb 1860. — δ. -ęp, –ębχə, –ępχə hochmütiges, keckes, schnippiges, vorwitziges, vorlautes Mädchen Saarbr-Quierschd, Birkf-Stdt, Goar-Weiler (-abχə), verbr. in Zell, Koch, May, Daun, Schleid, NPrüm, Malm, Ahrw, Siegld-Obersd 1840.
3226 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnappe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Schnappe , plur. die -n, bey den Jägern, ein jedes Tuch, welches man auf- oder niederlassen kann; das Schnapptuch, F…

  2. modern
    Dialekt
    Schnappe

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schnapp e [ʿSnàp Günsb. ] f. äusserster Rand zum Überstürzen, Kippe. Uf d e r S. ste hn . Zss. † Schnappbänkel. ‘Auf dem…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnappe

25 Bildungen · 20 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnappe 2 Komponenten

sch+nappe

schnappe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnappe‑ als Erstglied (20 von 20)

schnappeln

DWB

schnapp·eln

schnappeln , verb. hastig und anhaltend, ohne überlegung reden, schwatzen, iterativ zu folgendem schnappen; mundartlich weit verbreitet, ale…

Schnappeltäsch

ElsWB

PfWB RhWB Schnappeltäsch f. Schwätzerin Geud. Bühl . Du bis t awer e Schnapp e ltäsch e l! sagt man zu lebhaft plaudernden Kindern Geud.

schnapperbüchse

DWB

schnapper·buechse

schnapperbüchse , f. in Baiern bezeichnung einer vorlauten person Schm. 2 2, 577. vgl. dazu klapperbüchse th. 5, 967.

Schnapperbüchs

Idiotikon

Schnapperbüchs Band 4, Spalte 1006 Schnapperbüchs 4,1006

Schnappereⁿ

Idiotikon

Schnappereⁿ Band 9, Spalte 1242 Schnappereⁿ 9,1242

schnapperhaft

DWB

schnapp·erhaft

schnapperhaft , adj. dem schnappern ergeben: schnapperhaftes weib, foemina frigutiens et tinniens, schnapperhaftes maul, locutor frivolus, f…

schnapperliedlein

DWB

schnapper·liedlein

schnapperliedlein , n. kurzes schnitterliedchen Schm. 2 2, 577. 587; schnapperlieder, cantiunculae fescenninae Stieler 1893 ; schnapperliede…

schnappermaul

DWB

schnapper·maul

schnappermaul , n. schwatzendes maul, in derber volksmäsziger sprache: halt dein schnappermaul!; auch scheltwort für eine schwatzende person…

schnappern

DWB

schnapp·ern

schnappern , verb. oft und mit zungenfertigkeit plaudern, schwatzen, mit dem beisinn des unüberlegten; häufigkeitsbildung zu schnappen 1, mn…

Schnappert

RhWB

schnapp·ert

Schnappert -apərt, Pl. -tə Aach m.: verächtl. Habsüchtiger, Geizhals.

schnapperwesen

DWB

schnapper·wesen

schnapperwesen , n. : ( sie wollen, dasz man ) allein das evangelion sage, oder doch darüber gar eine kurtze vermanung thue, und dieweil and…

schnapperwurz

DWB

schnapper·wurz

schnapperwurz , f. die pflanze lathrae squamaria, schuppenwurz, zahnkraut Nemnich 3, 340 ; als schlesisch Pritzel-Jessen 203 b ; bei Adelung…

schnappe als Zweitglied (4 von 4)

Entenschnappe

RhWBN

enten·schnappe

Enten-schnappe Gummb-OWipper f.: in der RA.: Dem geht de Mul wie en E. sein Mund steht nicht still.

geschnappe

DWB

geschnappe , n. das schnappen; übertragen, sermo nimius, lingua solutissima Stieler 1893 .

Ableitungen von schnappe (1 von 1)

geschnappe

DWB

geschnappe , n. das schnappen; übertragen, sermo nimius, lingua solutissima Stieler 1893 .