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klage

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

klage f.

Bd. 11, Sp. 907
klage, f. querela, querimonia, accusatio, actio, ahd. chlaga, mhd. klage; auch mnd. klage, mnl. claghe (jetzt nur klacht, s. vor.). auchn. klage wie bei uns, isl. klaga nur von gerichtlicher klage; aber das scheint entlehnt. schwed. heiszt es klagan f. (auch isl.), altn. klögun (gr. 13, 440). merkwürdig ein pl. kläg und ein gen. klages, s. 6. Die klage ist eig. geschrei, s. unter klagen. 11) wehgeschrei als ausdruck eines schmerzes, dann der laut werdende ausdruck eines schmerzes überhaupt, eines empfundenen oder gefürchteten, in allen abstufungen und ausdrucksarten der stimme, vom jammern, ächzen, wehrufen bis zum ruhigen überlegten aussprechen eines leides, verlustes, auch nur einer unzufriedenheit, beschwerde, eines misbehagens u. dgl. (s. diesz unter 3), sowie von dem leidenden zustande des gemüts in diesen fällen, so wenigstens mhd. und im älteren nhd. oft tritt der nebenbegriff hinzu, dasz die klage an einen andern gerichtet wird, um hilfe oder trost flehend (s. z. b. unter f), s. darüber klagen II, 3. 1@aa) laute klage, genauer wehklage, jammerklage, vgl. klaggeschrei, klaggeheul, klaggezeter: claga, wuoft âne trôst (ist in der hölle). Müllenh. u. Scherer denkm. 30, 133, oder clagawuoft? höre, gott, meine stim in meiner klage, behüte mein leben fur dem grausamen feinde. ps. 64, 2; ein gebet des elenden, so er betrübt ist und seine klage fur dem herrn ausschütt. 102, 1; das kein schade, kein verlust noch klage (in früheren ausg. geschrei) auf unsern gassen sei. 144, 14; vorüber die stöhnende klage! Schiller 8b; keine klage läszt sie schallen. 60b; so liesz er laut der klage ruf erschallen. 71b; lasset erschallen die stimme der klage! 507a. Gern im pl.: drei monde schon hab ichs tauben felsenwänden zugewinselt, aber ein hohler widerhall äffte meine klagen nur nach. Schiller 135b; klagen, die sich müde schrein. Schubart (1825) 1, 289; und sie schelten meine klagen und sie höhnen meinen schmerz. Schiller 61b; das süszeste glück für die traurende brust ... sind der liebe schmerzen und klagen. 49a; nur selten soll die tiefe qual im herzen ergieszen sich in ungeheure klagen. Platen. 1@bb) es heiszt daher klage erheben, von der lauter werdenden, steigenden stimme, vgl. unter 3; daher mit hôher klage, besonders lauter Konrad Engelh. 5798, vgl.hoch klagen. sonst klage haben, führen: du hast eine ewige klage; da zerrissen sie ire kleider und hatten eine grosze klage. 1 Macc. 4, 39; viel töchter der heiden werden solch klage füren über Egypten. Hesek. 32, 16; denn er sein klag so ganz herzlichen führte, dasz er niemands warnam. buch der liebe 251a; ob er gleich ungedultig würd, mancherlei seiner klagen führt. froschmeus. D 4b (s. mehr 4, 452). jenes grosze klage ist schon mhd., auch herzliche klage, noch im 16. jh. gebraucht, war mhd. besonders beliebt: nun ist verschwunden ganz und gar mein trawren und herzliche klage. H. Sachs 3 (1588), 2, 77b. 1@cc) jetzt aber gibt es auch leise klagen, oder geheime, die vor andern nicht laut werden: so liesz ich in verliebter pflicht geheime klagen flieszen. Chr. Weise überfl. ged. (1701) 130; mein herz verzehret sich längst in geheimen klagen. Chr. F. Weisze. selbst stille klage, die mehr durch gebärde und miene ausgedrückt wird als durch die stimme, oder stumme (wie stummer vorwurf, stumme bitte): kein vorwurf soll dich kränken, keine laute noch stumme klage in das herz dir schneiden. Schiller 514a (braut v. Mess. a. e.). dem entgegen nun laute klage, während urspr. alle 'klage' laut war: sie brach in laute klagen aus, im gegensatz zu dem ruhigeren sich beklagen. 1@dd) schriftliche: ein brief voller klagen Steinbach 1, 857; seiner klagen reim, in sand geschrieben, sind vom winde gleich verjagt. Göthe 5, 33. 1@ee) klage als klaggesang, wie θρῆνος: die melodische klage der nachtigall; die müde leier ächzt und macht die finstre kammer gebrochner klagen voll. Günther 745; meine harfe ist eine klage worden und meine pfeife ein weinen. Hiob 30, 31; dichterische klage. Schiller 1201b; und des Thrakers seelenvolle klage rührte die Erinnyen. 22a. 1@ff) einige ungewöhnliche wendungen: 'gott sei klage', wie sonst gott seis geklagt und gott sei dank: graf Friedrich sprach 'ich armer mann, bin, gott sei klag, selbst schuld daran'. volkslied, von Göthe aufgezeichnet, in Herders nachlasz 1, 170. klage selbst im weheruf: weh, weh, weh, weh, ach weh und klag, so weh war mir nie mein lebtag. H. Sachs 3, 1, 124c (1588); doch kann es da gleich 'not' gemeint sein, s. 5, b sp. 912. 22) klage als todtenklage verdient besondere hervorhebung. 2@aa) eigentlich wehgeschrei über den todten (vgl. unter karfreitag, karjammer), dann wehklage mit wolgesetzter rede und gewissen gebärden, wozu die verwandten helfen muszten (vgl. Wolfram Wh. 409, 1. Mai 114, 10 und Germ. 10, 137), zur bezeigung ihrer treue (pietas). auch sich selbst raufen und schlagen der brust (sich queln, den lîp queln Nib. 2017, 2) erscheint bei der klage (s.klagen II, 2, a, Rol. 241, 29. Klage 429, Iwein 1310. 1329. 1339, Erec 8112, Flore 2938, Mai 144, 16. 146, 10, leseb. 809, 1, daher die klage 'sehen' Klage 1386), selbst abreiszen der kleider (Klage 1627), alles wie beim planctus, κομμός, der todtenklage der alten völker, die von diesem schlagen benannt ist wie unsre vom schreien. Die klage gewann damit die form eines ceremoniellen vorgangs, den man nachher hie und da als lästige pflicht dazu bestellten und bezahlten leuten überliesz (s. klageweib). wehklagen, weinen, schreien und händeringen hat sich hie und da noch erhalten als wesentliches stück der begräbnisceremonie, z. b. in der Oberpfalz, wo es zum erstenmal beim austragen der leiche, zum zweitenmal beim versenken in das grab angestimmt wird; eine leiche bei der nicht viel und laut geweint und geklagt wird, ist eine trockene und es wird ihr nach dem volksglauben bald eine nasse folgen, s. Schönwerth sitten u. sagen aus der Oberpfalz 1, 251 ff.; man traute ja aus uralter zeit her dem gemeinsamen schreien eine geheime kraft zu, die hier dem todten zu gute kam. Daher 'in der klage sein': in der chlage wâren sie alle vierzich tage volle. Diemers gen. u. ex. 115, 17, vgl. 31. eine klage haben (d. i. halten), später halten: Jacôbes (über J.) hieten si michil chlage volle sibinzich tage. das. 115, 19; da hielten sie ein seer grosze und bittere klage (über Jakob) und er (Joseph) trug über seinem vater leide sieben tage. und da die leute im lande, die Cananiter, die klage .. sahen, sprachen sie 'die Egypter halten da grosze klage'. 1 Mos. 50, 10; es beschicketen (bestatteten) aber Stephanum gottfürchtige menner und hielten eine grosze klage über in. apostelg. 8, 2; und David klagt diese klage über Saul und Jonathan seinen son. 2 Sam. 1, 17, die klage folgt v. 19—27, ein klaggesang; sein (Nic. Zrinys) leib mit groszer klage bracht man gen Camisz dar, ward christlich zu der erd bestet mit sechzehen streitfannen, als volk ihn klagen thet. Körners hist. volksl. 223; die höchste ehr steht in der klag, so man den todten leisten mag. J. Spreng Ilias (1625) 520b (Πάτροκλον κλαίωμεν, γὰρ γέρας ἐστὶ θανόντων 23, 9); jetzt mögt ihr die klage wenden ... Hectors leidlied mag sich enden. Opitz 1, 214; er opfert seiner frau die allertreusten klagen, bleibt ohne speis und trank, sucht keine lagerstatt. Gellert (1784) 1, 67; nach mitternacht begrabt den leib mit klang und sang und klage. Bürger Lenore str. 22; ertöne, drommete, zu heiliger klage! o nehmet, ihr götter, die zierde der tage, o nehmet den jüngling in flammen zu euch. Göthe 1, 254; die klage sie wecket den todten nicht auf. Schiller 49a; aber sie steigt aus dem meer mit allen töchtern des Nereus und die klage hebt an um den verherrlichten sohn. 85a. eine späte probe einer (schriftlichen) klage im alten tone bietet der verf. von den geschichten und thaten Wilwolts von Schaumburg s. 193 fg., 'die klag des historisetzers' (über herz. Albrecht von Sachsen), am schlusse s. 195: darumb ich von der klag lassen, wider zu meiner materi greifen wil. noch jetzt heiszt in den deutschen gemeinden in den venet. Alpen klagen 'bei der beerdigung laute cadenzirte wehklage erheben' Schmellers cimbr. wb. 136b. 2@bb) ein rest davon ist, wenn hie und da die feierliche beileidsbezeigung, welche verwandte und freunde im trauerhause der familie des verstorbenen darbringen, noch die klage genannt wird ( Adelung). es geschieht noch mit wolgesetzten worten und ist noch eine ceremonie; daher heiszt es von den leidtragenden die klage einnehmen, doloris significationem in funus venientium recipere Frisch 1, 518a. vgl.klagen II, 2, d. 2@cc) auch das leichenbegängnis selbst, bei dem sich ja die wehklage wiederholte, heiszt noch kurz die klag in Schwaben, Baiern, ebenso das trauergeleite, früher processklag, d. i. leichenprocession, einem mit oder an der klag gehn seinem leichenbegängnis beiwohnen, s. Schmeller 2, 354. 1, 346, Schmid schwäb. wb. 315, die klage führen oder in der klage gehn ducere exequias alicujus Frisch. vgl.klagepferd, kläger 1, klaggewand, klagehaus, klagkleid, klagtage, klagsaal. 2@dd) auch die ganze trauer und trauerzeit heiszt klage: bald folgt der sibend, darnach der dreiszigst (tag nach dem todesfalle), so ist die klag ausz, da zeucht der kläger die feindselig klagkapp wider ausz. S. Frank weltb. 134a. so noch in Baiern die klag: in der klag heuraten, während der trauer. Schönsleder f 1c. die trauerkleidung (wie trauer selbst): die klag anlegen, ausziehen, die ganze und halbe klag, klagbinden am trauerkleid Schmeller: da warf ich die klage auf den boden (legte sie ab), dann es was ein hochzeit und tanz auf dem tanzhaus. Schwarz kleiderbuch zu nr. 37, in Reichards auszug s. 139, Scheibles kloster 6, 837. vgl. beiklage. 33) ausdruck einer unzufriedenheit, eines misvergnügens, einer beschwerde, beschwerdeführung, weiteste abschwächung der ersten bed., die zugleich an die vierte streift: und vertrage einer den andern, und vergebet euch unternander so jemand klage (μομφήν) hat wider den andern. Coloss. 3, 13 (goth. fairina); bei einem über einen klage führen (wie bei 2. 4), es wird klage in der stadt über deine ungerechtigkeit geführet Steinbach, die sache ist zu einer gemeinen klage ausgebrochen ders., ist der gegenstand allgemeiner beschwerde; hierüber ist keine klage de hoc nemo queritur, seine klage bei einem vorbringen Frisch; klage über etwas erheben (wie bei 1 und 4), ich habe keine klage darüber, habe nicht ursache darüber zu klagen, es laufen viele klagen ein. Adelung; der wandrer setzt, mit bittrer klage, dasz Zeus mit fleisz die menschen plage, die saure reise mühsam fort. Gellert (1784) 1, 74; auch ists das nicht, was endlich laute klagen mich über sie zu führen zwingt. Lessing 2, 349; klagen über die theure zeit; er gibt mir jetzt keinen anlasz zur klage mehr; (der einsiedler) der mit uns sprach liesz keine klage merken (über seine lebensweise). Hegner berg-, land- und seereise (1818) 46, fast gleich 'unzufriedenheit'. auch klagen anstimmen, wie sonst klagelieder: nachdem er eine menge vergeblicher klagen über ihren verlust angestimmt hatte. Wieland Don Sylvio von Rosalva (1772) 2, 213, es klingt doch mehr komisch. aber auch klagelied wird ernstlich so gebraucht. 44) klage vor gericht, eig. auch hier geschrei, mit dem man seinen schädiger beschuldigt, dasz es möglichst alle hören, und die hilfe des richters anruft, daher auch altfrz. claime, prov. clam, gewiss nach dem deutschen worte (vgl. frz. réclamer): ich rufer rufe die klag gegen den missethäter. Göthe 8, 159 im Götz v. B.; wiewol uns .. mancherlei grosze und schwere clage beide in unserm konigl. hove, so wir mit unser aigen person .. zu gerichte gesessen sein .. über den hochgeb. N. N. von manchen unsern des reiches fürsten .. mit schreienden rufen so dick fürbracht sind. urk. k. Sigismunds v. 1420, Haltaus 1093. noch im richtsteig landrechts im 14. jh. (Homeyer s. 443) wird diesz klaggeschrei als eigentlicher 'beginn der klage' vor gericht ordnungsmäszig wiederholt bei peinlicher klage, hier gerüchte (gerüfte) genannt, es ist ein schreien (33, 1); aber klage hat gewiss ursprünglich denselben sinn. 4@aa) es heiszt daher auch hier klage erheben, eig. mit steigender stimme: die clage erheben. Sachsensp. 3, 17, freilich schon in dem abgeblaszten sinne 'beginnen': vor deinem thron erheb ich meine klage, verhüllte richterin. Schiller 20b (resign.); von euch, ihr kraniche dort oben ... sei meines mordes klag erhoben. 58a. wider einen um etwas klage anheben, actionem rei alicujus intendere alicui. Steinbach 1, 857. diesem intendere entspricht, wol nachgebildet, die klage anstrengen. auszerdem eine klage anfangen, ingredi in causam Maaler 244c (anfahen), actionem instituere Steinbach, Frisch. diesem instituere entspricht ein rechtliche klag wider einen stellen oder fren (s. nachher), intendere litem, actionem concipere Maaler 244c, richtsteig landr. 33, 1, Behrend Magdeb. fragen s. 233. 266b, gewöhnlich anstellen Stieler 962. eine klage vorbringen (s. vorhin), bei gericht anbringen, auch einbringen, eindingen Schm. 1, 378, anhängig machen Abele selts. gerichtsh. (1684) 1, 390, einwenden 1, 280. 297. 2, 120, (schriftlich) aufsetzen 1, 320, setzen 1, 282, einlegen Schönsleder f 1c (vgl.klagde einlegen sp. 907) und noch anders. bei Adelung, von schriftlicher klage, seine klage eingeben. seine klage führen heiszt eig. sie fortführen, betreiben (s.klagführer und e, α zuletzt), wird aber auch auf das anbringen der klage erstreckt (s. vorhin Maaler, Frisch 1, 518a), das ja nur der anfang der klagführung ist: da einmal für gericht ein freches weib auftrat, selbst sach und klage führt und um die rechte bat. Logau 2, 3, 59 s. 67; wird jemand auftreten und klage führen, dasz ich meine Bertha verwahrloste? Schiller 151a (Fiesco 1, 12), das doch in die bed. 3 hinüberspielt; vgl. oben 4, 452. 4@bb) die klage fallen lassen (entsprechend dem 'erheben'), accusatione desistere Stieler 962, von der klage abstehen, zurücktreten, sie zurücknehmen: das scholl er fürn notwein zaln, so woll wir di clag laszen valln. fastn. sp. 788, 2. oder eine klage liegen lassen causam negligere, deserere Stieler, Frisch, hangen lassen Steinbach, mitten im verfahren davon abstehn. dagegen mit der klage verfahren, fortfahren, 'procedere', auch sie so und so anstellen oder fortführen: worüber die kläger vorgelassen und befragt worden 'ob sie burgerlich oder peinlich mit der klag verfahren?' Abele selts. gerichtsh. (1684) 1, 167. 4@cc) peinliche und bürgerliche klage (letzteres schon im richtsteig landrechts), actio criminalis und civilis, criminal- und civilklage; schlechte (einfache) klage, s. Homeyer richtsteig 440, Behrend Magd. fragen 278b. ferner in zusammensetzungen scheidungsklage, eheklage, entschädigungsklage u. ä., s. auch anklage, abklage, gegenklage, vorklage, nachklage, nebenklage. 4@dd) vom beklagten hiesz es die klage geht über oder auf ihn: gar pald verantwurt hie die clag, die über dich geet von uns allen. fastn. sp. 784, 6. der ûf den diu klage gêt ist in den rechtsquellen des 13. jh. der geltende ausdruck für beklagter (im 15. jh. reus, beklagter Dief. 497c, im 14. Behrend Magd. fr. 247b). klag auf einen postulatio Fris. 1030b. Maaler 244c, natürlich auch gegen, wider (s. a). Der klage entspricht die antwort des beklagten, dieser folgt die gegenantwort des klägers (Abele 2, 339) oder replik, dann duplik, triplik u. s. w., klag und antwort erscheinen lange im gerichtlichen stil formelhaft verbunden: man sol kein ubeltheter an (ohne) der herschaft gnad erteilen, das gericht hab dan ein (den) vogtherren clag und antwort (gen.) des handels, als er sich am rechten begeben hat, underwisen. weisth. 4, 526, ihm die acten vorgelegt nach unsrer art zu reden; s. die Magdeb. fragen s. 63. 64. 73. 76, wo clage unde antwort aus des klägers und antworters munde beschriben und verschickt werden. Der beklagte wird von der klage frei gesprochen, wird ihrer los, ledig, müszig: so ist er von dieser klag ledig und müszig. Abele 1, 310; sol los sin derselben klage (ab instantia), doch der schuld nicht, musz (kann) anderwarts beklaget werden. Lehmann chron. von Speier 4, 19. 4@ee) der urspr. begriff hat übrigens im gerichtlichen sprachgebrauche wichtige erweiterungen erfahren; das ganze wort enthält ein wichtiges stück eigenthümlich deutschen, nicht römischen rechtslebens. 4@e@aα) das ganze weitere verfahren des klägers, das der anklage folgt, wird als klage zusammengefaszt, und anklage (Magdeb. fr. s. 75. 170) sollte vielleicht die erste klage von dieser weiteren bed. neu unterscheiden (doch s. klagen II, 4, a, β): schrîet denne der (beschädigte) sîn gerûfte, sô ist das gerûfte ein begin der clage (Ssp. 1, 62, 1), sô sal (musz) her der clage volgen. Magdeb. fragen s. 181, 'die klage verfolgen', sîne clage vol vorderen Ssp. 2, 8, vol füren richtst. landr. 33, 4. daher under der clage Ssp. 2, 46, 2, während die sache anhängig ist. sîne klage gewinnen richtsteig landr. 23, 2, Kulm. recht 3, 89, sîne clage verliesen Magdeb. fragen s. 170. wan der man stirbet, stirbet ouch sîne clage. sächs. weichb. gl. 116. viele der vorigen redensarten schlieszen diesen begriff wesentlich mit ein, man sehe z. b. klage führen darauf an, von der klage abstehen. s. auch klagen II, 4, c, kläger 2, a. 4@e@bβ) dasselbe mit erstreckung auf den beklagten, wenn man z. b. von den streitenden parteien sagt, sie liegen in (der) klage; da ist klage sachlich gleich process. man musz auch vom streitigen gegenstand gesagt haben, er liegt in klage, nach folg. in klage legen: dann soll der schulteisz die güter in clag legen (wenn der zins von ihnen nicht gezahlt würde). weisth. 2, 170; so sollen sie die güter in clag legen. 2, 173. 4@e@gγ) selbst auf den beklagten allein bezogen, dasz es eig. passivisch wird, das angeklagt sein: sonst ist sein ampt, so jemand von einem zu klag kompt. Fronsperger kriegsb. 1, 69a. derselbe begriff liegt eig. zugleich in dem in klage legen vorhin, auch von der klage frei werden. 4@e@dδ) klage vom inhalt, gegenstand der klage: ouch mûʒ her antwurten umbe alle clage, dâr man in umbe schuldiget. Ssp. 3, 33, 3; clage und ungerichte richten 1, 59. 3, 60, 2, clage clagen 1, 61, 5; (sagt) sie sei unschuldig, übl beklagt ... und die klag durchaus nicht bekent. J. Ayrer fastn. 46b (2570, 9). die klage beweisen, vom kläger. Abele a. a. o. 2, 120. 4@e@eε) klage als grund zur klage, anspruch, in klage haben (ähnlich unter 3): ob hinfüro jemand .. spruch (anspruch), klag oder forderung zu und gegen den rath der stadt Wormbs .. haben oder zu haben vermeinen .. würde. urk. k. Maximilians v. 1514, Haltaus 1093. ähnlich als recht zur klage: (wer sich am schädiger selbst recht verschafft mit gewalt) sol nimer deheine klage darnâch gewinnen, nullum jus agendi amplius habeat. Haltaus 1094 aus dem landfrieden k. Rudolfs I.; mit dem eigenthum ist eine klage verbunden, vgl. Savigny syst. des heut.m. rechts 5, 5. 55) auch in den drei ersten bedeutungen sind ähnliche erweiterungen des gebrauchs zu bemerken. 5@aa) klage für gegenstand, inhalt der klage, z. b. der junge ist meine tägliche klage, sagt etwa ein vater von seinem sohne; seine ewige klage ist das verhältnis zur schwiegermutter, eine kürzung des ausdrucks wie ähnlich in ärger, kummer, jammer, sorge, zorn (Schiller Wallensteins tod 4, 7), und wie umgekehrt beschwerde vom begriff der last, belästigung zu dem des ausdrucks darüber gekommen ist. diese kürzung ist alt: wir werden ze bane (tode), unsirn vriunden ze chlage. Diemer gen. u. ex. 161, 14, todtenklage; dér site ist guoter liute klage. Heinrich von Rugge im frühl. 104, 28; eʒ ist mir ein ringiu klage, daʒ ich sî sô selten sihe. Hartmann das. 213, 29; des hinket reht und trûret zuht und siechet schame. diz ist mîn klage: noch klagte ich gerne mê. Walther 102, 28; liegen triegen deist mîn klage. Freidank 167, 8; wir wünschen alters alle tage, swanne eʒ kumt, sô istʒ ein klage. 51, 14 in der 2. ausg.; dâ wirt der slîchære klage daʒ dürre holz ime hage, daʒ bristet unde krachet. Parz. 172, 17; sô welet er (der wahrhaft freie mensch) doch das edelste und das beste in allen dingen, und alles das nicht edel und gût ist, das ist im wider und ist im jâmer und klage. und sô der wille ie frîer ist (je freier) .. sô im ungût, unrecht, untugent .. ie grôʒer jâmer und klage ist. theol. deutsch c. 51; was ist dein grosze klage? Uhland volksl. 860; ist es nicht ein jemerliche klage .. das wir itzt solches regiments keines sehen? Luther 8, 265a (1580); holz, schaden und klag wachsen alle tag. J. Buchler b. Hoffmann spenden 1, 7; wir sind belegert jar und tag, das ist ach gott ein schwere klag. klaglied der Magdeburger 1550, Soltau 2, 254; die freiheit war all ihre sag, freiheit (gen.) verlust war schwere klag. froschmeus. Hh 3b; das bringet uns grosz leid und klag. G 8b; die neue kirchenverfassung, die grosze klage der nation. Schiller 805b; der könig aber gibt sein heilig wort, abhülf zu leisten den gerechten klagen. 661a; dasz gerade die alte klage, dasz alles vergänglich sei, der fröhlichste aller gedanken werden kann und soll. Novalis 2, 234 (1837). 5@bb) geradezu gleich not, die klagen hervorruft, oder leid: Theophilo geordent wart ein stat nâch sîner hinevart (in der hölle), dâ er solde sitzen an kelden unde an hitzen gepîneget in der hôchsten klage. Marienleg. 23, 135 s. 199 er (der drache) stiesz gar oft und dicke Seifriden das er lag (zu liegen kam), er (Seifr.) kam bei seiner zeite nie in so grosze klag. hörnen Seifried 144; ich leid schmerzen und grosze klag. Uhland volksl. 278. 66) endlich eine formelle frage. man könnte auf ein masc. klag schlieszen aus einem pl. kläg: zwen nachbauren ... hetten beide viel groszer kläg (wider einander, vorm bürgermeister). Wickram rollw. 50, 21 Kurz, und aus einem gen. klages: so steh ich hie in klages weis (anklagend). H. Sachs 3, 3, 2d (1588), s. unter klagweis. aber das kläg könnte auch nebenform im sg. sein, zu dem alem. klägen, nebenform von klagen gehörig. das s aber ist und bedeutet wol nicht mehr als in achtserklärung, ehespflicht (17. jh.) u. s. w. (s. gramm. 2, 935 ff.), einem etwas zu treushanden geben, anvertrauen H. Sachs 3 (1588), 3, 29c. auch auszer zusammensetzung findet es sich leicht ein in gewissen festen wendungen: bewegung ist mein arzt, die kräuterreichen wälde sind apotheks genug. Logau 1, 3, 4 s. 51, vor schwesters thür wunderh. 1, 94, vor mutters haus 1, 101, in mutters frommem kämmerleine Heine b. d. l. 79; vergl. ähnliche genit. s unter kraft, kunst, kurzweil.
22756 Zeichen · 501 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KLAGEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    KLAGE stf. klage, sowol (in activem sinne) der hörbare ausdruck des schmerzgefühls, als (passiv) das leiden. ahd. chlaga…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    klage

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    klage, f. Klage, bes. gerichtliche.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klage

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Klage , plur. die -n, das Abstractum des folgenden Zeitwortes, die Handlung des Klagens, und die Worte und Töne, wod…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Klage

    Goethe-Wörterbuch

    Klage im Vers auch apokopiert; Kleinschr 38,483 1 Äußerung tief empfundenen Leides a als Ausdruck großen (seelischen) Sc…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klage

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Klage , über gefährdete, verletzte, streitige Rechte, den Gerichten vorgetragen mit der Bitte um Entscheidung u. Schutz.…

  6. modern
    Dialekt
    Klag(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Klag(e) [‘ X lâkə S.; Klâkə O. bis sü. v. Co. ; Klâk M. ; Klâj Co. Dü. Bf. ; Klj Barr K. Z. , Nbf. Kl Dunzenh. ; Klỳ …

  7. Sprichwörter
    Klage

    Wander (Sprichwörter)

    Klage 1. Das kann keine Klage heissen, da kein Richter bei Gericht ist. – Graf, 441, 334; Klingen, 28 a , 2. Die Klage k…

  8. Spezial
    Klage

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kla|ge f. (-,-n) 1 (vor Gericht) plüra (-res) f. 2 (Beschwerde) reclamaziun (-s) f. ,baudianza (-zes ) f. , lamentanza (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klage

272 Bildungen · 188 Erstglied · 77 Zweitglied · 7 Ableitungen

klage‑ als Erstglied (30 von 188)

klage 21

KöblerAfries

klage 21 , st. F. (ō) nhd. Klage ne. complaint Vw.: s. hof-, wither- Hw.: vgl. as. klaga*, ahd. klaga* Q.: R, E, H, W, S E.: germ. *klagō, s…

Klageänderung

DERW

klage·aenderung

Klageänderung, F., ›ánderung der Klage durch ánderung des Streitgegenstandes (Stellung eines anderen Klageantrages bzw. Stützung auf einen a…

Klāgeǟrs

WWB

Klāge-ǟrs [verstr.] ständig klagende Person. — Sprichw.: Wenn Klagäs nicks hiät, dann hiät Prukäs (Angeber) siecker nicks ( Sos Am || ähnl. …

Klageantrag

DERW

klage·antrag

Klageantrag, M., ›vom Kläger zu stel- lender bestimmter Antrag auf eine Ent- scheidung des Gerichts‹, 19. Jh., s. Klage, Antrag, vgl. Planck…

klageantwurt

KöblerMhd

klage·antwurt

klageantwurt , st. N., st. F. nhd. Klageantwort Q.: DRW (nach 1358) E.: s. klage, antwurt (1) W.: nhd. DW- L.: DRW

Klageart

DERW

klage·art

Klageart, F., ›besondere Art des Be- gehrens des Klägers‹, 19. Jh.?, s. Klage, Art

Klageausruf

GWB

klage·ausruf

Klageausruf Äußerung einer Bekümmernis B35,253,21 Büsching 31.1.22 Syn Jeremiade Klage (laut) Klagelied Elke Dreisbach E.D.

klagebære

Lexer

klage·baere

klage-bære , klag-bære adj. BMZ md. klagebêre: pass. worüber zu klagen ist, zu beklagen, beklagenswert Iw. Lanz. Trist. Msh. 1,151 a . 3,31 …

Klagebefugnis

DERW

klage·befugnis

Klagebefugnis, F., ›(behauptete) Berechti- gung des Klägers zur Klage‹, 19. Jh.?, s. Klage, Befugnis

Klagebegehren

DERW

klage·begehren

Klagebegehren, N., ›(im Verwaltungspro- zeßrecht) prozessualer Anspruch des Klä- gers‹, 20. Jh., s. Klage, Begehren Klammer

klageberende

KöblerMhd

kla·geberende

klageberende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. Klage veranlassend, Klage hervorbringend, klageführend, klagend, zu beklagen seiend, beklagenswert Q.…

klagebërnde

Lexer

klage·bernde

klage-bërnde part. adj. klage veranlassend, hervorbringend. zuo dir rüef ich in klagebernder nôt Kolm. 181,54. Hb. M. 755 ; klage führend, k…

klagebërnde

MWB

klagebërnde Part.-Adj. auch clagbarende. 1 ‘zu beklagen, beklagenswert’ 2 ‘klagend, schmerzerfüllt’ (offen zu 1 )    1 ‘zu beklagen, beklag…

klagebitter

DWB

klage·bitter

klagebitter , m. implorans Stieler 176 . Steinbach 1, 96 , der mit klagen bittet.

Klagebold

Campe

klage·bold

◎ Der Klagebold , des — es, Mz. die — e , ein Mensch, welcher unaufhörlich bei jeder Gelegenheit vor Gericht klaget (Querulant ). C. S. Bold…

klagebote

Lexer

klage·bote

klage-bote swm. klage führender bote, kläger. dâ als manic klagebote über dich sîn schrîen tût Pass. K. 247,46.

klageboum

Lexer

klage·boum

klage-boum stm. BMZ baum der klage: kreuz mit den beiden frauen darunter. in Wien hiess ein im j. 1266 gegründetes versorgungshaus für aussä…

klāgebrêf

MNWB

klage·bref

klāgebrêf , m. , Beschwerdeschrift, Anklageschrift . S. auch klachtbrêf und das folgende

klagebrief

DWB

klage·brief

klagebrief , m. 1 1) gerichtlich, clagschaz und clagbriefe Haltaus 1096 v. j. 1392, schriftliche klage? vergl. klagschrift. 2 2) brief mit k…

klagebuoch

KöblerMhd

klage·buoch

klagebuoch , st. N. nhd. Klagebuch, Klagbuch, Buch zur Eintragung gerichtserheblicher Vorgänge Q.: DRW (1406) E.: s. klage, buoch W.: nhd. D…

klagebære

MWB

kla·gebære

klagebære Adj., selten Adv. (vgl. 3.2) auch clabære, clæbære ( RvEWh 1024. 1102 ). 1 ‘zu beklagen’ 1.1 von Dingen und Sachverhalten, ‘beklag…

Klagedichter

Campe

klage·dichter

○ Der Klagedichter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Dichter, welcher Klagen oder Klagegesänge geschrieben hat (der elegische Dichter); auch…

Klage, die

Meyers

klage·die

Klage, die , mittelhochdeutsche Dichtung, eine Art von Anhang zum Nibelungenlied, aber nicht in Strophen, sondern in kurzen Reimpaaren. Sie …

klage als Zweitglied (30 von 77)

abklage

DWB

abklage , f. , die absage, eigentlich die beschwerdeführung bei der absage: das er dem keiser absaget, als der keiser die abklag las und der…

Achtklage

DRW

acht·klage

Achtklage Klage, die auf die Acht-1 gerichtet ist; untechnisch 1663 Schottel 473 Faksimile

aneklage

MWB

ane·klage

aneklage stF. ‘Klage, Anklage’ (nur in Rechtstexten): daz jch [...] mich han verzigen alles des rehten vnde aller ansprach vnde an clage Urk…

anklage

DWB

ank·lage

anklage , f. accusatio, nnl. aanklage: ihre anklage in aller form und öffentlich zu thun. Schiller 822 ; ich erkenne mich der anklage schuld…

Ausklage

DRW

aus·klage

Ausklage Klagebeantwortung vgl. Ausklagde 1479 FürstenbUB. VII 12 Faksimile

beklage

BMZ

bek·lage

beklage swv. beklage; d. i. 1. äußere mein schmerzgefühl über etwas. diu ir herzeliebes smerzen beklagete und beweinde Trist. 1169. dâ wil i…

gegenklage

DWB

gegen·klage

gegenklage , f. reconventio Frisch 1, 329 c , klage die ein verklagter gegen seinen kläger bei demselben gerichte anstellt, auch wiederklage…

Geklage

Campe

gek·lage

Geklage , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

hërzeklage

Lexer

herze·klage

hërze-klage stf. BMZ herzeleid Trist. swaʒ ich herzeklage von ir trage Msh. 1, 111 a . owê, daʒ ich nicht sterben mac von endelôser herzekla…

hërzenklage

MWB

hërzenklage stF. 1 ‘von Herzen kommende Klage’ 2 ‘zu Herzen gehendes, tiefes Leid’    1 ‘von Herzen kommende Klage’ des selben hœre ich all…

inklāge

MNWB

ink·lage

inklāge , f. , Einklage, Einforderung durch Klage.

jâmerklage

MWB

jâmerklage stF. ‘Wehklage’ darvmb múszen swinden / mit vnfreuden vnser tag, / vnd leben mit jamer clag Krone 19117; mein jamer klage ist so…

jāmerklage

KöblerMhd

jāmer·klage

jāmerklage , st. F. nhd. „Jammerklage“, Wehklage Hw.: vgl. mnd. jāmerklāge Q.: HvNst (FB jāmerklage), Häslein, Krone (um 1230), Mechth, Pfzd…

kintklage

KöblerMhd

kint·klage

kintklage , sw. F., st. F. nhd. Kinderklage Q.: Krone (um 1230) E.: s. kint, klage W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (kintklage)

kummerklage

DWB

kummer·klage

kummerklage , f. klage auf gerichtliche beschlagnahme, libellus arrestatorius Frisch 1, 555 a , Rädlein 570 b u. a.; vgl. folg.

Malefizklage

DRW

malefiz·klage

Malefizklage, f. Klage (I) im Hochgerichtsverfahren vgl. Hauptrecht (VI), Kriminalklage alle malefiz oder criminalklagen 1699 OÖsterr./ÖW. X…

Marktklage

DRW

markt·klage

Marktklage, f. vor dem Marktgericht (I) erhobene Klage vor vnns ... kommen seyn vnde haben mit unszer erlewbungk zcu rechter margktzceyt fie…

minneklage

KöblerMhd

minne·klage

minneklage , sw. F., st. F. nhd. „Minneklage“, Liebeklage Q.: Mechth (1343-1345) E.: s. minne (1), klage W.: nhd. DW- L.: MWB (minneklage), …

Münzklage

DRW

Münzklage, f. Beschwerde in Münzangelegenheiten alle müntz- und taxclagen 1623 MittSaar 9 (1909) 249

nachklage

DWB

nach·klage

nachklage , f. mhd. nâchklage, nd. naklage. 1 1) gegensatz zu vorklage: hier kommt der verfasser schon wieder mit seiner vorklage, die wir s…

nâklāge

MNWB

nak·lage

nâklāge , ° -klāginge (SL), f. , nachträgliche, neue Klage oder Beanspruchung, sünder ansprâke efte n., âne n. unde hinder; nachträgliche Be…

nebenklage

DWB

neben·klage

nebenklage , f. : mit- und nebenklage, interventio, litis denunciatio. Stieler 964 . im strafprocess versteht man unter nebenklage die priva…

nothklage

DWB

noth·klage

nothklage , f. , mhd. nôtklage, klage der noth, wehklage: der stunden einiu oder halbiu die neme der mensche sô er betrüebet sî unde trücke …

Nullitätsklage

DRW

nullität·s·klage

Nullitätsklage, Nullitätenklage, f. lat. querela nullitatis Klage wegen Nullität eines Urteils Sachhinweis: HRG.¹ III 974 von der nullitaͤt-…

Ableitungen von klage (7 von 7)

beklage

BMZ

beklage swv. beklage; d. i. 1. äußere mein schmerzgefühl über etwas. diu ir herzeliebes smerzen beklagete und beweinde Trist. 1169. dâ wil i…

erklage

BMZ

erklage swv. erlange durch klage vor gericht. Haltaus 396.

Geklage

Campe

Geklage , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

unklage

DWB

unklage , f. , actio frivola, reicienda, calumnia Haltaus 1944 ; inanis, non competens, claudicans, alias lumpenklage Stieler 963 ; Kramer (…

unklagelich

Lexer

un-klagelich , un-klegelich adj. BMZ nicht zu beklagen, nicht beklagenswert Iw. 1353. Wg. 13417. Wolfd. A. 366. 88.

urklage

DWB

urklage , f. (ur- C 4 c) Spengler untergang des abendlandes 1, 461 . —

verklage

Lexer

ver-klage stf. anklage. wiewol er mir mit solher verklag und zicht unrecht tût Cp. 45 ;