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wolfram

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wolfram n.

Bd. 30, Sp. 1256
wolfram, n. , früher auch m.; nebenformen: wolform, wolfrumb bei Mathesius (s. u.), wolffrom, wolffromm bei Albinus (s. u.) und Junghans gräublein ertz (1680) f 3b, wolfrum Frisch (1741) 456b; Jacobsson 4, 668b, wolffert, wolfert bei Schönberg berginformation (1693) [] 109 und späteren bis ins 19. jh., wolfart bei Minerophilus (s. u.); Jacobsson 8, 219; Adelung 4, 1604; Zappe mineral. handlex. (1817) 3, 237; wolferig Voigt beitrag zu einem min. idiot. (1789) 325; Zappe a. a. o. 11) das wolframerz; auch wolfsschaum, wolfshaar, katzenzinn, schürl genannt. aus dem deutschen dann lat. lupi spuma G. Agricola de ortu et causis subterr. (1546) 260; lupus Jovis Krünitz 10, 567; frz. écume de loup Schwan (1783) 2, 1067b. wolfram als fremdwort auch franz. und engl., s. Beil 1, 661. versuch einer namenerklärung schon bei Mathesius: wolfrumb, welches die Lateiner wolffsschaum, etliche wolffshar heyszen, drumb das es schwartz und lenglicht ist Sarepta (1562) 140a, dann bei Minerophilus bergwerckslex. (Chemnitz 1730) 721: wolffert oder wolfframm ... betreugt die bergleute im sichern (bei der wasserprobe) sehr ..., er ... verderbet und raubet im schmeltzen das zien ..., hat vielleicht den nahmen daher bekommen, dasz er raubt und friszt wie ein wolff als wolffart. danach auch bei Jablonski allg. lex. d. künste u. wiss. (1748) 1410 und Adelung 4, 1604. vgl. noch: dieses (erz) raubet im fewer das zien, macht es spröd und fleckigt, wird genant schürl, wolfram, gneisz oder miszpuckel, die Lateiner nennen es spumam lupi aus dem deudschen wörtlein wolffram oder wolffschaum, obwol etliche meinen, es heisse gleich als wolffromm P. Albinus meiszn. chron. (1590) 132. die richtige erklärung des zweiten gliedes gibt Adelung a. a. o.: 'ram ist von rahm rusz, schwärze, weil es sich am häufigsten in einer schwärzlichen, zerreiblichen gestalt zeiget, daher es oft auch eisenrahm und eisenschwärze genannt wird.' das ganze ist eine schelte des minerals wie nickel, kobalt, s. Götze zs. f. dtsche phil. 54, 25. wolfram dann an den männernamen angelehnt und danach als spielformen wolffert, wolffrig: zinnerz, das nicht gediegen und rein ist, sondern mit vielem stein und arsenicalischen theilen vermischt ... hat den nahmen wolffram oder schurell Volkmann Silesia subterranea (1720) 224; so findet sich ... gold in unserm Schlesien in dem sande einiger flüsse, ... bey welchem gemeiniglich ein schwerer schurl oder wolffram gewaschen wird ebda 209; wolffert oder wolfframm ist eine schwartze bergart ..., etlicher ist langstralicht, etlicher siehet den ziengraupen gantz gleich Minerophilus bergwerckslex. (1730) 721; wolfart, in manchen systemen eisenscheel genannt, bezeichnet ein metalloxyd, welches man vormals für zinnstein aufgeführet hat Zappe min. handlex. (1817) 3, 237; hier sondern sie den zinnstein von den anhängenden gangarten, vorzüglich vom wolfram, der häufig vorkömmt und beim schmelzen unheil macht Göthe II 9, 140 W.; 126; 10, 113; 125; IV 25, 274. mit den attributen grob, spieszig bei Mathesius a. a. o. 140a; Ercker beschr. aller mineral. ertzt (1580) 120b. 22) der wolfram (ist) das aus dem erz gewonnene element: 'ein eigenthümliches metall, welches nach dem golde das schwerste metall sein soll (wolframium). es findet sich im tungsteine ... und besonders im wolframerze' Campe 5, 762b; Oken allg. naturgesch. (1839) 1, 121.
3399 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    Wolframnom. pr.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    Wolfram nom. pr. Wolfram von Eschenbach der bekannte dichter. ich bin Wolfram von Eschenbach unt kan ein teil mit sange …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wolfram

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Wolfram , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, in dem Bergbaue, der Nahme eines den Zi…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wolfram

    Goethe-Wörterbuch

    Wolfram [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wolfram

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Wolfram , Scheel, Tungsteinmetall. Scheele entdeckte 1781 die Scheelsäure, die Brüder de Layart stellten daraus zuerst d…

  5. Spezial
    Wolfram

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wolf|ram n. (-s) ‹chim› volfram m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wolfram

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wolfram 2 Komponenten

wolf+ram

wolfram setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wolfram‑ als Erstglied (16 von 16)

Wolframbleierz

Meyers

wolfram·bleierz

Wolframbleierz ( Scheelbleierz, Stolzit ), wolframsaures Blei PbWO 4 , findet sich in grauen oder braunen tetragonalen, dem Gelbbleierz und …

Wolframerz

Campe

wolfram·erz

Das Wolframerz , — es, Mz. — e , ein Erz, in welchem der Wolfram mit dem Eisenkalke vergesellschaftet und vererzet ist.

Wolframiāte

Meyers

Wolframiāte , Wolframsäuresalze, z. B. Natriumwolframiat, wolframsaures Natron (s. Wolfram ).

Wolframīt

Meyers

Wolframīt ( Wolfram ), Mineral, besteht aus einer isomorphen Mischung von Eisen- und Manganwolframat in wechselnden Verhältnissen (Fe,Mn)WO …

Wolframkalk

Campe

wolfram·kalk

Der Wolframkalk , — es, Mz . u. reiner Wolframkalk, eine gelbe pulverichte Masse, welche zurückbleibt, wenn man die Auflösungen des Tungstei…

Wolfram v. Eschenbach

DWBQVZ

Wolfram v. Eschenbach *u1170 Eschenbach/Mittelfranken †u1220. Wolframs werke wurden auch ohne nennung des autors als ' Parzival ' oder ' Par…