wiedehopf,
m. ,
upupa epops, ein vogel. herkunft und form. ahd. witihopfa, wituhoffa,
f., witohopfo,
m. (
u. ähnl.);
mhd. wit(e)hopf(e), wid(e)hopf(e),
m.; as. widohoppa,
f.; mnd. wedehoppe,
m.; mnl. wedehoppe,
f. —
die von Jacob Grimm
dt. gramm. 3 (1831) 363
vorgeschlagene deutung des vogelnamens als '
der im holz hüpfende',
wobei der erste kompositionsteil ahd. widu, witu, wito '
wald, holz' (
s. wit
teil 14, 2,
sp. 808),
der zweite hopfen '
hüpfen'
teil 4, 2,
sp. 1795
zuzuordnen wäre, ist als der typischen lebensweise des vogels widersprechend —
da der wiedehopf wiesen und weiden bevorzugt und nicht hüpft, sondern geht (
Nitsche in:
wiss. annalen 4 [1955] 761
f.) —
abzulehnen. nachdem schon Woeste in:
d. dt. maa. 5 (1858) 169
Frommann den onomatopoetischen charakter des wortes angedeutet hatte, hat sich seit Winteler
naturlaute u. sprache (1892) 26
f. und Suolahti
d. dt. vogelnamen (1909) 11
f. allgemein die ansicht durchgesetzt (
so Pokorny
idg. etym. wb. 325), wiedehopf
gehe wie gleichbed. lat. upupa,
gr. ἔποψ,
lett. puppukis,
armen. popop,
npers. pūpū
auf eine den paarungsruf des tieres nachahmende lautmalende bildung zurück, etwa *wudhup(p) (
vgl. steir. wudhupf, wudhup Unger-Khull
steir. 639;
pfälz. wuddwudd Heeger
tiere im pfälz. volksmunde 2, 10;
schlesw.-holst. hupphupp Mensing 2, 945),
und sei erst später (
mindestens aber schon im frühen ahd.)
volksetymologisch an witu
und hopfen
angeschlossen worden. annahme einer entlehnung des zweiten wortteils aus lat. upupa,
wie es Kluge-Mitzka
etym. wb. 17859
erwägt, ist unnötig. wiedehopf
ist im ahd. vorwiegend fem.: upuba uuitohoffa, uuitohoua (9.
jh.)
ahd. gl. 1, 295, 4;
upupa siue opopa uuitohoffa (9.
jh.)
ahd. gl. 1, 341, 7
St.-S.; uuitihopha (9.
jh.) 343, 13;
hupupa uuidehopa (10.
jh.) 3, 457, 18,
seltener sw. mask.: perdix withopfo (12.
jh.) 4, 85, 48;
hupupa vuiduhoppo 3, 457, 18
oder st. mask.: uitihof (10.
jh.) 1, 343, 13.
während im mhd. allein mask. genus bezeugt ist, erscheint im frühnhd. —
allerdings auf das ostmd. beschränkt —
daneben auch das fem.: die widhop (
akk. sg.) Luther
3. Mos. 11, 19 (
aber: der widhop [
nom. sg.]
ders., 5. Mos. 14, 18); eine wiedehopfe Lohenstein
Arminius (1689) 1, 415
b.
das fem. ist mundartl. bis heute im ostmd. erhalten: wîdehuppen,
f. Kleemann
nordthür. 25
b; ne wiedehoppe Müller-Fraureuth
obersächs. 2, 664.
nhd. gilt stets mask. —
die beim stammsilbenvokal des ersten kompositionsteils erfolgte dehnung spiegeln vereinzelte ie-
schreibungen seit dem 15.
jh. wider: wiedhoph (15.
jh.)
ahd. gl. 3, 24, 6
St.-S.; von der wiedhopffen Burkard Waldis
Esopus 1, 266
Kurz, die erst im 17.
jh. stark zunehmen, um im 18.
jh. vorherrschend zu werden. späte i-
schreibungen: widehopfe Naumann
vögel (1822) 5, 437; widehopf Fr. L. Schroeder
dram. w. (1831) 4, 6.
gelegentliches ei
ist durch anknüpfung an weide '
salix'
oder '
pascua'
bedingt: weidehoppen Treuer
dt. Dädalus (1675) 1, 424. —
formen mit nasal beruhen wohl auf volksetymologischer anlehnung an wind: uuindehoppa (11./12.
jh.)
ahd. gl. 3, 457, 18; windhopff
erste dt. bibel 3, 393
Kurr.; windhopfen Steinhöwel
spiegel menschl. lebens (1479) 88
b. —
die entwicklung des inlautenden dentalen verschluszlautes entspricht der von westgerm. d (
im ahd. bleibt inlautendes d
mfränk. und rheinfränk. ebenso wie im nd. erhalten, während es südrheinfränk., ostfränk. und obd. zu t
verschoben wird),
so dasz ahd. und mhd. d
und t
nebeneinanderstehen (
belege s. unten).
schriftsprachl. hat sich d
bereits im 16.
jh. völlig durchgesetzt. t-
schreibungen begegnen seitdem nur noch ganz vereinzelt: witthopff
voc. rei nummariae (
Wittenberg 1552) F 8
b; withopf Lindenborn
Diogenes (1742) 1, 105.
für den auslautenden labial des zweiten gliedes gelten meist die fortsetzungen der westgerm. geminata pp.
die ausnahmen mit ff
wie vpupa withoffe (14.
jh. bair.)
ahd. gl. 3, 459, 47
musz man mit dem ursprüngl. lautnachahmenden charakter erklären, oder sie sind alem., wo pp
auch zu ff
werden kann: upuba uuitohoffa (9.
jh.)
ahd. gl. 1, 295, 4; widhoff (
Straszb. 1470;
Augsburg 1475)
erste dt. bibel 3, 393
Kurr. bei nd. und md. schriftstellern kann dieses f
aus falscher verhochdeutschung des md.-nd. pp (<
westgerm. pp)
herrühren: widhoff Ringwaldt
christl. warnung (1588) M 7
a; die widhoffe (
pl.) Chr. Weise (1668)
bei Müller-Fraureuth
obersächs. 2, 664.
während das ahd. auszer pf
auch noch belege für pp
bietet, sind aus dem mhd. fast nur zeugnisse mit pf
bekannt (
ein seltener fall mit p
entstammt einer Trierer hs. d. 15.
jhs.: widehop Muskatblüt
lieder 78, 56
Groote).
dieses ist nhd. allgemein gültig, wenn auch bis ins 17.
jh. bei md. und nd. schriftstellern vereinzelte unverschobene fälle vorkommen: widhoppen (
akk. sg.) Luther 10, 2, 72
W. daneben: widhopfen
ders. 41, 57; widehoppe (
nom. sg.) Olearius
verm. reisebeschr. (1696) 45. —
setzt man voraus, dasz das wort sich trotz seines ursprünglich lautmalenden charakters, nachdem es einmal zu '
holzhüpfer'
umgedeutet war, lautgesetzlich weiterentwickelte, so müszte die nhd. lautgestalt einerseits mit d,
anderseits mit pf —
da es kein mundartgebiet gibt, in dem zwar westgerm. pp > pf,
nicht aber auch inlautendes westgerm. d > t
verschoben ist —
in mundarten entstanden sein, die südlich der appel/apfel-
linie liegen und in denen verschobenes t
zur lenis (
geschrieben d)
geschwächt worden ist (Braune-Mitzka
ahd. gramm. § 102 b).
gerade auf solche landschaften weisen aber die frühen belege mit d
und pf:
vpupa widehopfo (11./12.
jh.; nach auskunft von E. Karg-Gasterstädt
wahrscheinlich südrheinfränk.)
ahd. gl. 3, 510, 40
St.-S.; widhoph (
oberrhein.)
St. Georgener pred. 264
Rieder; widehopfen (
nom. pl.; ostfränk.) Hugo v. Trimberg
renner 9515
Ehrismann; widhopf (
bair.) Konrad v. Megenberg
buch d. natur 227
Pf. —
der vokal der kompositionsfuge schwindet seit dem 11
jh.: upupe withophffe (11.
jh.)
ahd. gl. 3, 23, 63
St.-S., fehlt mhd. und frühnhd. meist und breitet sich erst seit dem 17.
jh. wieder stärker aus. fälle ohne fugenvokal begegnen noch im 19.
jh.: wiedhöpfe (
nom. pl.) Aurbacher
volksbüchl. (1835) 234; wiedhopf Rückert
ges. poet. w. (1867) 2, 340. —
gelegentliches frühnhd. -er-
der fuge ist wohl auf volksetymol. anschlusz an wi(e)der
zurückzuführen: mit der widerhopffe Butschky
Pathmos (1677) 604.
der sg. des mask., dessen nom. —
wie vereinzelt bereits im ahd. (
s. oben) —
im mhd. vielfach, seit dem frühnhd. dann stets (
ausnahme Olearius
s. oben)
endungslos ist, flektiert bis ins 17.
jh. hinein schwach: des wit(e)hopfen
minnesinger 2, 384
a v. d. Hagen; dem widhopfen Steinhöwel
de claris mul. 335
lit. ver.; dem wiedhopfen S. v. Birken
d. verm. Donaustrand (1684) 66; den widhopfen Harsdörffer
frauenz.-gesprächsp. (1641) 5, 237.
die heute gültige starke flexion ist in einzelfällen seit dem 15.
jh. bezeugt: des wiedehopffs Kirsch
cornucopiae (1718) 910
b; dem wiedehopffe Prätorius
glückstopf (1669) 294; den widhopff (
Mentel 1466;
aber: widhopffen [
Augsburg 1475
u. sonst])
erste dt. bibel 4, 180
Kurr.; vor einen widhopff Zendorius
teutsche winternächte (1682) 215,
setzt sich jedoch erst im 18.
jh. durch. —
der sg. des fem. flektiert ahd. stark und schwach: upupam vuitahophun (10.
jh.)
ahd. gl. 1, 348, 27
St.-S.; upupam uidehoppa (10.
jh.) 2, 723, 25,
ebenso frühnhd. (
s. oben Luther 3.
Mose, Burkard Waldis, Butschky). —
der pl. flektiert bis ins 18.
jh. hinein schwach: die withopfen (
nom. pl.) Seuse
dt. schr. 458
Bihlm.; widhopffen (
akk. pl.) Fischart
Garg. 91
ndr.; wiedehopfen (
nom. pl.) Bode
Montaigne (1793) 3, 317.
daneben tritt seit dem 16.
jh. ein starker pl. auf (
in einer form mit umlaut und einer ohne umlaut),
der sich im 18.
jh. durchsetzt. die umgelautete form ist vom 16.—19.
jh. bezeugt: die widhöpf (
akk. pl.; 1552)
hist. volkslieder 4, 557
Liliencron; wiedehöpfe Braun
orthogr. gramm. wb. (1793) 305; H. Heine
s. w. 1, 469
Elster, die heute allein geltende umlautlose seit dem 17.
jh.: die widhopffe Weise
überfl. ged. 238
ndr.; die wiedehopfe Adelung 4 (1801) 1530; Oken
allg. naturgesch. 7 (1837) 202; Langgässer
d. unauslöschl. siegel (1946) 143.
bedeutung und gebrauch. da aus der familie der upupidae nur eine art, upupa epops, in Deutschland vorkommt, ist wiedehopf
zoologisch eindeutig bestimmt. verwechslungen mit anderen heimischen vogelarten sind wegen des fächerartigen schopfes, den das tier trägt, des charakteristischen paarungsrufes hupup, hupupup
sowie insbes. wegen des unangenehmen geruches, den das stinkende sekret der bürzeldrüse sowie die starke nestunsauberkeit hervorrufen, kaum möglich. neben der schriftsprachlichen bezeichnung wiedehopf
steht eine vielzahl weiterer, meist mundartl. benennungen, von denen hier baumschnepfe (
teil 1,
sp. 1194), dreckhahn (
teil 2,
sp. 1358), gänsehirte 2 (
teil 4, 1, 1,
sp. 1272), heervogel (
teil 4, 2,
sp. 761), hoppevogel (
teil 4, 2,
sp. 1800), huppatz Teuchert in:
Brandenburgia 34 (1925) 179, kothahn (
teil 5,
sp. 1896), kuckucksküster (
teil 5,
sp. 2529), stänker 1 b
γ (
teil 10, 2, 1,
sp. 833), stinkhahn (
teil 10, 2, 2,
sp. 3167), wachtmeister (
teil 13,
sp. 198), waldhahn (
teil 13,
sp. 1143), waldhopf (
teil 13,
sp. 1148)
genannt seien (
zur deutung s. Nitsche
a. a. o., sp. 1506). 11)
im eigentlichen sinne. 1@aa)
die bezeugung des wortes setzt im 9.
jh. ein (
s. oben die belege aus den ahd. gl. sowie die zusammenstellung bei Gröger
d. ahd. u. altsächs. kompositionsfuge [1910] 480): der nahtegalen und der krâ sanc die gebent ungelîchen klanc; als tuot der galander (
ringlerche) der hât ein tugent ander denne der witehopfe ze zagel und ze kopfe Heinrich v.
d. Türlin
diu crône 6306
lit. ver.; upupa haizt ain widhopf ... er nistet in unrainikait und verunraint auch sein aigen nest. aber ez ist ain schœner vogel und hât ainen vedreinen kamp auf dem haupt Konrad v. Megenberg
buch d. natur 227
Pf.; etleich die legent des withopfen herzen des nachtes auf die slafenden leut, das es in haimleich ding bedeut Vintler
pluemen d. tugent 7841
Zingerle; dann er (
Tereus) zu stund ward eyn widhopff, das schwert wuochs im auff seinem kopff. eyn schmaler schnabel ward sein spies, damit er vormals schosz vnd stiesz Wickram
w. 7, 297
lit. ver.; hört wie die nachtigall ihr stik, stik, stik auszschreit! hört wie der wiederhopf mit seinem up up freiet! Rist
neuer teutscher Parnasz (1652) 354; ein federbusch auff dem hut macht kein soldaten, sonst wär auch der widhopff ein kriegsofficier Abr. a
s. Clara
Judas (1686) 1, 94; glück in spiel zu haben, soll man ein eulenhertz oder den stein aus dem rücken einer fledermausz oder den kopff eines wiedehopffs bey sich tragen J. G. Schmidt
rockenphilos. (1706) 2, 165; besonders holte er die jungen staaren und wiedehopfen aus den hohlen bäumen Miller
Siegwart (1777) 1, 9; die sieben Schwaben nahmen sogleich reiszaus, und liefen ... nach dem nahen zaun, wo sie sich hinaufschwenkten, und sich festhielten an den stauden, so dasz es aussah, als nisteten wiedhöpfe drauf Aurbacher
volksbüchlein (1835) 234; allerorts stelzte der wiedehopf und erfüllte den wald mit seinem geläute Löns
haidbilder (1913) 32; rein und gesund war der schlaf nach solchem handwerk, ... bis vor sonnenaufgang der kuckuck oder der wiedehopf mich weckten Ernst Wiechert
wälder u. menschen (1936) 145. 1@bb)
mit attribut: also thut auch der Luther, sitzt im tempel christlicher kirchen wie einer vnreiner widhopff in einem frembden nest Dietenberger
das ander buch wider M. Luther (1527) N 8
b; gott nehrt einen ... stinckenden widhopffen ... wie viel mehr einen menschen Petri
d. Teutschen weiszh. (1605) Gg 3
a; unser hoch aufgethürntes frauenzimmer ist den stinckenden widhöpfen nie gleicher gewesen als heut zu tage Kramer
t.-ital. 2 (1702) 1343
c; der grauen nachtigall pries sein gekröntes haupt ein schöner wiedehopf Gleim
s. schr. (1798) 1, 114; ein haupttableau der art war ein schöner wiedehopf in natürlicher grösze, im vollen federschmuck G. Keller
ges. w. (1889) 6, 207. 22)
in vergleich, redewendung, sprichwort, bild. 2@aa)
am wiedehopf rufen vergleiche hervor: der fächerartige schopf: was ist da herrliches, einen busch auf dem kopfe zu haben wie ein wiedehopf (
von einem soldaten) Platen
w. 2, 258
Hempel. sein spechtartiges klopfen: wenn er (
d. wein) im denn im kopff wirt klopffen, wie an ein baume die widhopffen Hans Sachs 9, 431
lit. ver. sein stolzer gang: so ein bauer, und wenn er auch kaum fünfe zählen könne, habe einen hochmuth wie ein wiedehopf J. Gotthelf
ges. schr. (1855) 5, 249.
die art, sein nest zu bauen: (
der uhu) gleicht dem wiedehopf, denn er macht sein nest aus quark Göthe I 17, 89
W. die verbindung von schönheit und schmutz: sind gleich dem geier, kautz, uhu, nachteul, raben, habicht darzu, dem guckguck und auch widehopff, ein schöner, doch stinckender tropff Nigrinus
von bruder Johan Nasen esel (1570) F 1
a; ein solcher (
weibernarr) kommt mir vor wie ein widhopf, der zwar ein cron von federn auf dem haupt trägt, entzwischen aber ist sein meiste aufenthalt in koth und unflath Abr. a
s. Clara
etw. f. alle (1699) 1, 36. 2@bb)
redensartlich ist der vergleich stinken wie ein wiedehopf: das ytzt bey den rechten christen nichts verachters ist denn der bapst mit alle seine münichen und pfaffen, er stincket wie ein widehopffen (1525) Luther 16, 469
W.; daher er zum halsz ausz stanck wie ein widhopff Höniger
sarracen. gesch. (1580) 32; du stinkst nach parfümerien wie ein widehopf Schroeder
dram. w. (1831) 4, 6.
so noch heute vielfach mundartl., vgl.: Schambach
Göttingen 297
b; Müller-Fraureuth
obers. 2, 664; Spiess
Henneberg 282; Schatz
Tirol 703. 2@cc)
das sprichwort der wiedehopf scheiszt in sein eigenes nest (
und ähnlich)
erscheint häufig auch in form eines vergleichs: duostu selbe in din eigen nest; du glighest wol dem wedehoppen, wa du dan sitzest ader stest, dar in so muostu knoppen Muskatblüt
lieder 44, 68
Groote; der widhopf scheist in sein aigen nest (1433)
chron. d. st. Bamberg 1, 112
Chroust; der widhopff beschmeist selb sein nest; so dunckt sich der gotlosz der best Hans Sachs 1, 380
lit. ver.; in sein eygen nest hofiern wie ein widhopff
sprichw., schöne weise klugreden (1548) 21
a; die widhopffen, so jhre aigne nester erstencken J. Nas
antipap. eins u. hundert (1567) 2, H 5
b. 2@dd)
bildlich von einem eitlen, moralisch unsauberen menschen: die mönch vnd pfaffen, die widhopffen, die von den todten sich bekropffen Fischart
Eulenspiegel 447
Hauffen; vnd rüre mich an, du widehopff (
ein betrügerischer zöllner) du diebscher dieb Hayneccius
Hans Pfriem 61
ndr.; lasz die creditores immer klopfen! ich verriegle meine stube wohl, der gestank von solchen wiedehopfen stänkert mir die ganze nase voll Kopp
volks- u. studentenlied vorklass. zeit (1899) 221. 2@ee)
die nur einmal bezeugte verbindung einen wiedehopf aushecken
meint wohl '
einen schlechten gedanken fassen': als sich der spieler rüren thet, hett er ihm selber in sein bet einen widhopffen auszgeheckt, ihm selbs ein ay dorein geleckt Hans Sachs 9, 301
lit. ver. 33)
übertragen ein handwerkszeug (
vielleicht eine picke nach dem spechtartigen klopfen des wiedehopfs): 1 zimmerseegen. 1 kette. 1 wiedhopfen. 4 hebeisen. 4 staudeln
inventar von 1773
bei Fischer
schwäb. 6, 3417.
vgl. auch den übertragenen gebrauch von lat. upupa
als '
steinaxt' Georges
lat.-dt. hdwb. 92, 3311. 44)
zusammensetzungen mit wiedehopf
sind selten. die kompositionsfuge ist in älterer zeit meist durch -en,
in neuerer durch -s
gefüllt oder sie bleibt leer: