Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wiedehopf m.
Wiedehopf m.
Wiedehopf m. Der Name des durch seinen Federbusch auf dem Kopf, durch Unsauberkeit und Gestank, vor allem durch den Paarungsruf des Männchens (hup, hup … pū) auffallenden Vogels lautet ahd. wituhopha, -hoffa f. (9. Jh.), -hopho m. (10. Jh.), -hoph (Hs. 13. Jh.), mhd. wit(e)hopf(e), wid(e)hopf(e) m., asächs. widohoppa f., mnd. wēdehoppe m., mnl. wēdehoppe m. (nl. hop). In vielen Sprachen ist der Name als Nachbildung des Rufes ohne weiteres erkennbar, vgl. armen. hopop, pers. pupu, griech. épops (ἔποψ), lat. upupa (woraus afrz. hupe, frz. huppe), lett. pupuḳis, (ohne Reduplikation) poln. (landschaftlich) hupek; in dt. Mundarten (schlesw.-holst.) Hupphupp, (mecklenb.) Hupup, (altmärk.) Wuppwupp, (pfälz., tirol.) Wuddwudd. Auch die oben genannte dt. und nl. Namensform dürfte aus einer lautnachahmenden Bezeichnung hervorgegangen sein, die jedoch schon früh volksetymologisch an eine alte Bezeichnung für ‘Wald, Baum’ und an das unter hüpfen (s. d.) behandelte Verb im Sinne von ‘Waldhüpfer’ angelehnt wurde (obgleich der Wiedehopf vornehmlich auf Wiesen und Weiden lebt und nicht hüpft). Vgl. ahd. witu, mhd. wit(e) ‘Holz’, mnd. wēde ‘Wald’, aengl. widu, wudu, engl. wood ‘Wald’, anord. viðr ‘Wald, Baum’, schwed. ved ‘Holz’, verwandt mit air. fid ‘Baum, Holz, Wald’ und gall. Vida- in Personennamen; zu germ. *widu-, ie. *u̯idhu- ‘Baum’.