spatz,
m. sperling. eine dem hd. eigenthümliche, seit mhd. zeit belegte deminutivbildung zu dem stammwort von sperling,
got. sparwa,
ahd. sparo
u. s. w., s. spar und sperling.
vgl. Grimm gramm. 3, 362,
2). 694 (672
neudr.). Wilmanns
d. gramm. 2, § 273, 5.
Weigand 2, 752.
Kluge6 369
a. Winteler
in Paul-Braunes
beitr. 14, 459. Schm. 2, 691. (
nach andern, weniger wahrscheinlich, zu lat. passer;
so schon Wachter 1553. Frisch 2, 294
c.
s. ferner Höfer 3, 151
f.)
mhd. spatze, spaz Lexer
handwb. 2, 1073.
nachtr. 368. Schm. 2, 691 (
bei Albr. v. Halberstadt, Berthold v. Regensburg, Megenberg):
passer ... spacz, spetzel. Dief.
gloss. 415
a (15.
jahrh.); speczel, -elin.
nov. gloss. 282
a. spatz
im voc. theut. (1482) ee 3
b s. Weigand
a. a. o. nhd. ist spatz
von anfang an üblich, doch zunächst besonders oberdeutsch. so setzt Eck
Luc. 12, 7: spatzen
für Luthers: sperlinge,
s. Kluge
von Luther bis Lessing s. 82. Lindmeyr (1899) 88
a.
vgl. auch: die sperling oder spatzen, wie die Schwaben reden. Rollenhagen
ind. reisen 253.
noch Adelung
giebt an: '
ein nur im gemeinen leben und der vertraulichen sprechart, besonders Ober-Deutschlandes übliches wort.'
jetzt in unbeschränktem gebrauche. —
das geschlecht ist in der regel masc., vereinzelt auch fem.: es sey an jhrer liebden hof ein weisser sperling, oder wie man an demselbigen ort redet, eine weisse spatz. so lange diese weisse spatz an jhrem hof bleiben werde, werde kein glück in ihrer hoffhaltung seyn. Schuppius 32.
die flexion ist ursprünglich die schwache; doch tritt das nhd. im sing. wenig hervor, da hier die flectierten casus selten bezeugt sind (dem spatz
bei Dentzler, einen spatz
bei Bürger, Keller,
s. unten, doch sagt man auch des, dem spatzen).
im plural ist spatzen
zu allen zeiten vorherrschend, doch findet sich spatze
häufig in der 2.
hälfte des 18.
jahrh.: spatze schwärmten her und hin. Kretschmann
werke 2, 161; zwölf spatze sind ihr (
Cytherens) zuggespan. 176; und die spatze, närrisch froh, tanzen in die kreuz und queer. Göckingk
lieder zweier lieb. 23; ein knäbchen, das gern spatze fing, konnt' einst kein schlaues zeterding am scheunthor überraschen. Langbein
ged. (1800) 1, 116 (
werke 1, 101
dafür: spatzen,
aber daneben: da schwangen sich die spatz' im husch hier auf das dach, dort in den busch).
auffällig ist die vereinzelte schreibung spaatz: ein mädgen, welches reif geworden, ... fällt wie ein kirsch-baum voller früchte den leckern in das angesichte ... da stellen sich die liebes-vettern wie bettler bey dem spenden ein, und wolten gern auf solchen blättern in einen spaatz verwandelt seyn. Picander 3, 481.
mundartlich heute hd. allgemein verbreitet, meist als spatz, spăz (
spr. špatz),
s. Hunziker 245. Seiler 271
b. Schmid 499. Schm. 2, 691 (spàz). Höfer 3, 151. Zingerle 52
b. Lenz 66
b. Sartorius 116. Ruckert 172. Autenrieth 134 (
plur. spatze).
österr. sptz Hügel 151
a. Schöpf 684, spôtze,
m. Lexer 235,
dagegen cimbr. spatza,
f. passera. cimbr. wb. 234
b.
weiblich auch in der nassauischen und hessischen volkssprache. Kehrein 1, 380.
mit weiterbildung thür. (
altenb.) spatzich (šbâz
γ). Hertel 230,
leipz. spaz'g Albrecht 213
b,
ebenso in Bern, s. Winteler
a. a. o. —
aus dem hd. auch in die südhann. mundart eingedrungen: spatz Schambach 203
a.
auch nl. (?): spatse,
sicamb. passer. Kilian. 11)
eigentlich, die bekannte, bei uns allergewöhnlichste vogelart, sperling, fringilla domestica (
passer domesticus). Nemnich,
vgl. Oken 7, 274. Jablonski 735
b.
öcon. lex.2 2764. Heppe
wohlred. jäger 281
a. Behlen 7, 437: sparen, spatz,
passer, passerculus. Dasypodius; spatz (der) oder
spar, hauszspar,
passer. Maaler 379
a;
στρουθός,
passer, spatz, sperck, sperling. Frischlin
nomencl. (1586) 57
a; spatz, spar, sperck, und spercklein. heisset griechisch
psar, struthos und
gelmis, lateinisch
passer. Wirsung
im reg.; spatz, sperling,
m. passereau. Hulsius 301
b;
passer ... ein sperling, ein spatz. Corvinus
fons lat. 459
a; spatz,
m. passer. sperling spar. Schottel 1418; spatz,
m. spatzen,
plur. [
corr. forse dal latino passer]
passero, passera. v. sperling, spörck. Kramer
dict. 2, 852
a;
s. auch Stieler 1420. Steinbach 2, 620. 1@aa)
die identität von spatz
und sperling
erhellt aus stellen wie: von allerley sperlingen oder spatzen. Coler
traumb. 278
am rande (
im text: sperling); (
der vater) sprach: was sagt mein jüngster spatz?
froschm. Aa 7
b (4
b am rande: der sperling zusamenkunfft); ein schneller seitenblick verräth des sperlings glück. sie schwingt sich bald empor, kömmt ihrem spatz zuvor. Hagedorn 2, 85; der sperling und die feldmaus. zur feldmaus sprach ein spatz: sieh dort den adler sitzen. Lessing 1, 101; ein muntrer spatz, der seufzen will, o schwieg' er mit den seufzern still! Herder 29, 86
Suphan (
vorher: der sperling zirpt ein klagelied).
vgl. auch: von dem spatzen,
passer. ... obgleych mit dem namen spatz alle kleine vögelin genennt werdend, wirdt doch dardurch auch ein besunder gschlächt anzeigt und bedeüt, von welchem wir dann hie fürausz schreybend. der spatz wirt zuo teütsch auch ein spar, hauszspar, sperck unnd sperlingk genennt. Geszner
vogelb. v. Heuszlin (1582) 220
b. (
der hier erwähnte allgemeinere gebrauch des wortes ist sonst nicht bekannt.) 1@bb)
weitere belege: spatzen sein nit gut zu essen.
quelle bei Ch. Schmidt
els. wb. 331
b; die spatzen sollens gar kurtz mit jhrem leben machen. Heyden v. Dhaun
Plin. 464; ihr spatzen in der hohlen weide, ihr küszt das ganze lange jahr. Götz 3, 32; die spatzen in dem garten die machen viel verdrusz. zwey spatzen und ein schneider die fielen von dem schusz. Göthe 2, 277 (
schneider-courage).
mit andern vögeln zusammengestellt oder verglichen: hier rühmt mit starcker schar, den warmen sonnen-stral der stieglitz, spatz und star
u. s. w. Brockes 1, 19; der schwanen sterbelied, was star und älster schwatzen, der adler heisern ruf, die strauszen und die spatzen, des pelikans geschrey ... versteht dein Ibrahim. Hagedorn 2, 12; doch der fink, die nachtigall, selbst der muntre spatz wählen, eh die kehle tönt, für den fusz den platz. Grillparzer
5 2, 44.
verglichen: mir ist die nachtigall lieber — freylich nicht zum pflükken und braten; lieber die schwalbe, lieber sogar der schädliche spatz (
als der calecutsche hahn).
F. H. Jacobi
werke 5, 92.
ähnlich auch: deswegen, heiszt es, soll er (
Raupel) auch, wie ein genie die backen blähn; doch will er Philomele sein, so musz er flöten, statt zu krähn: es ist der ruhm an manchem ort ein gar zu leicht erworbner schatz, wo alles nach den sphären lauscht, wenn auf dem schlote singt ein spatz! Platen 292
b.
vogel der Aphrodite: mit täubchen kürzt an ihrem platz sich Cypria die stunden. ihr por (
sohn) läszt flattern einen spatz, an langen zwirn gebunden. Bürger 28
a. junger spatz
etc. v. spätzlein. Kramer
dict. 2, 852
a: indesz die jungen spatzen auf und nieder vorm fenster schildern, eine ehrengarde. Herwegh
ged. eines lebend. 1, 167. 1@cc)
arten: στρουθίον μονῆσες,
passer solitarius, welschspatz. Frischlin
nomencl. (1586) 57
a (
c. 37); welscher spatz,
m. passereau solitaire. Hulsius 301
b; einsamer spatz, wald-spatz,
passero solitario. Kramer
dict. 2, 852
a; haus-spatz,
passero domestico. rohr-spatz,
passero di cannuccie, passero acquatico, passera mattugia (
vgl. theil 8, 1133).
ebenda; τρωγλοδύτης,
troglodytes, zaunschlüpfferlein, möszspatz, zaunkönig. Frischlin
a. a. o., dazu bemerkt Frisch 2, 294
c: mösz-spatz, gibt eben dieser
Frischl. nomencl. p. 116
trochilus, ist aber ganz falsch,
trochilus ist der schnee könig, zaunschlüpfer, aber mosz-spatz ist so viel als rohr-sperling, moos-ammer,
passer in arundinetis. — Höfer 3, 152
führt die arten auf: der gemeine spatz, hausspatz,
fringilla domestica. feldspatz,
fringilla montana. auspatz, meerspatz,
amberiza Schœniclus. rohrspatz, türkischer oder persianischer spatz,
parus pendulinus. 1@dd)
in vergleichen, meist zum ausdruck der zudringlichkeit oder frechheit: wo wir nur hinkommen, fliegen uns die vornehmsten geistlichen wie die spatzen ins haus. Thümmel
reise 3, 196.
anderes: geil wie ein spatz,
lussurioso come un passero. Kramer
dict. 2, 852
a; wellicher ain mal auff den weg der warhait ist kommen, soll sich nit abwenden lassen, bösz rädt, unnd anfechtung waher die kommen, das er wie ein spatz hinweg fliege, sonder beston. Nachtigall
psalter (1518) 27.
vgl. ferner: ich wache, und bin wie der einsame spatz auff dem tache. Heyden v. Dhaun
Plin. 464 (
ps. 102, 8,
bei Luther
dafür: vogel); die spatzen essen nicht man streich jhnen dann den schwantz, ... unnd ich sauff nicht man schmeychel mirs dann ein.
Garg. 101
a; spatzen im hirse musz es wohl sein; aber die wissen doch noch lange nicht, wie es einem an einem sicheltentisch ist, der unter seinen lasten sich biegt. Gotthelf
Uli d. knecht s. 253
Vetter. s. ferner 5. 1@ee)
sprichwörter und redensarten, vgl. Wander 4, 669—671. 1@e@aα)
biblisch: kauft man nicht zween spatzen um einen pfenning, und keiner aus ihnen ist vor gott vergessen. J. C. Lavater
pred. üb. d. buch Jona 1, 27 (
Matth. 10, 29, Luther: sperlinge). 1@e@bβ)
sehr gewöhnlich: es ist besser ein spatz in der hand, dann ein rephuon im lufft. Franck
sprichw. 1, 78
a,
oder dann ein storck im lufft. 2, 114
a; jr ist lieber ain spatz in der handt, dann ain storck im lufft.
lob der thorh. 150
a; besser ein spatz in der hand, dann ein storck auff dem tach. Egenolff
sprichw. 224
b,
ebenso Schottel 1115
a. Dentzler 1, 533
b,
s. auch Wander 4, 669
f., 5. 17; besser ein spatz in der hand als ein kranck aufm dach. Lehmann 99; besser ein spatz im hafen (
topf) als gar kein fleisch. Simrock
sprichw. 9670
a. —
ähnlich auch: quaerens obsonium, perdidisti vestem, ich hab nach einem spatz gerungen, und eine gansz verloren. Dentzler 1, 512
a. 1@e@gγ)
weitere sprichwörter: spatzen beiszen wol storcken auss'm nest. wenn ein spatz auffleugt, so fliehet der (ganze) hauff. Lehmann 427, 10. 513, 47,
s. Wander 4, 670, 23. 27; wie die alten spatzen pfeifen, so piepen auch die jungen. 30; ein spatz versteht nicht, was die nachtigall singt. 669, 14; der spatz will die nachtigall singen lehren. 671, 37. 1@e@dδ)
bauernregeln, aberglauben: wenn d' spaze und d' hüener im staub bade, git's räge. Seiler 271
b; wer spatzen isst, bekommt den veitstanz. Schöpf 684. 1@e@eε)
sprichwörtliche vergleiche, so in Wien: der
N. schaud aus wiar a verheirateter spatz,
sehr mager. er had wad'ln wiar a spatz,
sehr dünne beine (
vgl. spatzenbein).
auch der
N. is zum spatz'nschrek'n,
sieht schlecht aus. Hügel 151
a. 1@e@zζ)
sehr verbreitet ist jetzt die redensart: die spatzen pfeifen's auf den dächern,
es ist allgemein bekannt (
von etwas, das ein geheimnis bleiben sollte oder von jemand für ein geheimnis gehalten wird),
s. Wander 4, 671, 38;
österr. des sing'n
oder pfeif'n schô d' spatz'n auf'n dach,
das wissen schon alle leute. Hügel 151
a; ein heiszes roth flog über ihr gesicht. 'wer hat das gesagt?' 'das singen die spatzen von den dächern'. Storm 3, 103; die sache wurde zwar so viel als möglich vertuscht, aber 'die spatzen pfiffen sie auf dem dache', wie wiederum ein lieblingsausdruck des städtchens lautete. Vacano
gartenlaube 1871, 442
a. 1@e@hη)
weitere bildliche redeweisen: spatzen schieszen,
tirar' a passeri, met. consumare la polvere e le palle inutilmente. spatzen fangen,
pigliar passeri, met. zonzeare, andar' à spasso per otio. Kramer
dict. 2, 852
a; spatzen unter dem hut tragen,
portar passeri sotto 'l cappello, met. non salutar nissuno per via. ebenda (
noch jetzt üblich).
jetzt besonders auf spatzen mit kanonen schieszen,
für einen kleinen zweck grosze zurüstungen treffen, s. Wander 4, 670, 34. 1@e@thθ)
bair. spàzn (spázln) werffə~ '
ein flaches steinchen so auf eine wasserfläche werfen, dasz es darauf forthüpft'. Schm. 2, 692. (
sonst jungfern werfen,
s. das. 8,
p, theil 4, 2, 2383.) 22)
übertragene gebrauchsweisen. 2@aa)
bair. spàz
bedeutet auch junges huhn, hühnchen, hähnchen. Schm. 2, 692. 2@bb)
auf menschen angewendet, oft ohne besondere bedeutung: nun gib acht. (
er schieszt.) da liegt der spatz! Göthe 42, 371 (
Götz v. Berl. bühnenbearb. 4, 11);
als scheltwort: seht mich nur an, ihr zwei spatzen! Keller 4, 112; lasz dich lieber fragen, meine gute hausfrau, wie es kommt, dasz ich hier die leute noch vorfinde, die ich weggeschickt habe, bis auf den spatz, der hinter deinem sessel steht? 7, 232 (
zu c?). 2@cc)
schweiz. spaz,
dünner, hagerer mensch. Hunziker 245,
vgl. 1,
e, ε. 2@dd)
schlaukopf: ja, ich bin ein alter spatz. Sealsfield
d. legitime 3, 127.
dagegen in Wien: i' bin ka' heuriger spatz,
nicht zu täuschen. Hügel 151
a. —
vgl. auch: o auff jhr weiber, schlagt tod die loidigen göcken spatzen und hasen, die es beides mit einander versehen wöllen (
die kinder ohne weiber machen wollen).
Garg. 106
a. 2@ee)
im Elsasz ist spatze, dreckspatze
ein spitzname der bauern. Frommann 3, 483 ('
von spatz = spaten' — ??). 2@ff)
in der soldatensprache bezeichnung eines gefreiten, s. Horn soldatenspr. 49. 2@gg)
ferner für die tägliche fleischration des soldaten, s. ebenda s. 6. 91. Seiler 271
b. 33)
weit verbreitet ist spatzen
im süddeutschen für kleine, in wasser gekochte mehlklösze, s. Schmid 499. Schm. 2, 691 ('
klümpchen von mehl nebst verschiednen ingredienzien, von den gröszern, den knédeln,
unterschieden, auch meist fester und minder verdaulich. feuer, -leber
etc. spàzn
oder spàzln'). Schm. 2, 692 (
c). Schöpf 684. Lexer 235 (wâsserspôtzn). Sartorius 116. Ruckert 172 ('
gewöhnlich in der linsensuppe gekocht, daher linsasupp'n und spatz'n'). Klein 2, 160 (
Hohenlohe, Baiern, Pfalz, Würtemberg); wasser-spatzen, nennt man vulgo in Schwabenland, eine art von meel-speisen,
cibus e farina. Frisch 2, 294
c.
s. ferner spätzlein.
vielleicht volksetymologische umgestaltung des ital. pasta (
vgl. Schmid 499). Campe
setzt den (
nicht üblichen)
sing. als die spatze
an. belege: dieser teig wird durch den zusatz von etwas butter und von zu schaum geschlagenem ey so locker werden, dasz man ihn auch in gröszeren massen, als klöszchen, nockerlen,
spatzelen in die siedende fleischbrühe einsetzen und gahr kochen kann. Rumohr
kochk. 109; Rosel, wärme schnell die
leberspatzen, die von heut mittag überblieben sind. Auerbach
dorfgesch. 2, 216. 44)
andere mundartliche und vereinzelte gebrauchsweisen werden ebenfalls kaum mit spatz = sperling
zusammenhängen. 4@aa) Campe
kennt ferner 'die spatze,
die knoten oder absätze an den weinreben, wo sich die augen ansetzen'. 4@bb)
hess. eine art gerät zur backsteinfabrikation: spatzen mit gestell
im Gieszener anzeiger 1873,
nr. 244. 4@cc)
bair. spatz
für spat I,
s. das. 1,
e. Schm. 2, 692 (
d). Höfler
krankkeitsnamenb. 660
a. 55) Weigand 2, 752
verzeichnet ferner als erst im 19.
jahrh. aufgekommen die bedeutung '
lächerlicher hochmut',
die er aus der volksüblichen redensart spatzen im kopf haben '
dünkelhaft sein'
herleitet. spAez
für '
hohn'
findet sich schon in der Berner chronik von Anshelm (
gest. 1547): ân iemands verletzung, on kibigen zang, zorn, spot oder spAez. 5, 229, 30.
s. ferner spätzlein
und spetzwort.
es scheint hier ein noch nicht aufgeklärtes wort zu grunde zu liegen, das höchstens durch volksetymologische anlehnung mit spatz
in verbindung gebracht ist.