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Sperling

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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14 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Sperling

Bd. 18, Sp. 716
Sperling (Spatz, Sperk, Passer L.). Gattung der Sperlingsvögel, aus der Familie der Finken (Fringillidae), meist gedrungen gebaute Vögel mit starkem, kolbigem Schnabel, kurzen, stämmigen Füßen, schwachen Nägeln, stumpfen Flügeln und kurzem oder mittellangem, wenig oder nicht ausgeschnittenem Schwanz. Der Haussperling (Lüning, Daklünk, Böling, P. domesticus L.), 15–16 cm lang, 24–26 cm breit, ist auf dem Scheitel graublau, auf dem Mantel braun mit schwarzen Längsstrichen, auf den Flügeln mit gelblichweißer Querbinde, on den Wangen grauweiß, an der Kehle schwarz. am Unterkörper hellgrau. Beim Weibchen ist Kopf und Kehle grau, und über dem Auge verläuft ein blaß graugelber Streifen. Der S. bewohnt ganz Europa (mit Ausnahme Italiens), Nordafrika und Südasien und wurde nach Java, Neuseeland, Australien und (1851) Nordamerika durch den Menschen ein geführt. In einigen hochgelegenen Dörfern des Thüringer Waldes und des Schwarzwaldes ist er erst im 19. Jahrh. erschienen. Südlich der Alpen vertritt ihn eine verwandte Form. Der S. hält sich überall zu den Menschen, nistet stets in unmittelbarer Nähe der Ortschaften und entfernt sich kaum jemals weit von seinem Geburtsort. Seine Bewegungen sind ziemlich plump, auch sein Flug weder geschickt noch ausdauernd. Höchst gesellig, trennt er sich nur in der Brutzeit in Paare, und oft steht ein Nest dicht neben dem andern. Er brütet mindestens dreimal im Jahre, das erstemal schon im März, baut ein kunstloses Nest in Höhlungen in Gebäuden, Baumlöchern, Starkasten, Schwalbennestern, im Unterbau der Storchnester, im Gebüsch und auf Bäumen und legt 5–8 bläulich- oder rötlichweiße, braun und aschgrau gezeichnete Eier, die Männchen und Weibchen 13–14 Tage bebrüten. Die Jungen schlagen sich sofort nach dem Ausfliegen mit andern in Trupps zusammen, die bald zu Flügen anwachsen, denen sich nach der Brütezeit auch die Alten zugesellen. Der S. nährt sich vorzugsweise von Sämereien, besonders Getreide, beißt die Knospen der Obstbäume ab, benascht auch das Obst und wird bei massenhaftem Auftreten in Kornfeldern, Getreidespeichern und Gärten recht schädlich, auch verdrängt er Stare, Meisen und andre nützliche Vögel. Hier und da, besonders in Italien, wird er gern gegessen. In Nordamerika ist er äußerst rauflustig, macht im Fahr 5–7 Bruten und ist zur Landplage geworden. Der Feldsperling (Holz-, Wald-, Rohr-, Baum-, Bergsperling, wilder S., Ringelspatz, P. montanus L.), etwas kleiner als der vorige, am Oberkopf rotbraun, an der Kehle schwarz, auch mit schwarzem Zügel und Wangenfleck, auf der Unterseite hellgrau, auf den Flügeln mit zwei weißen Querbinden, bewohnt Mittel- und Nordeuropa, Mittelasien und Nordafrika, dringt bis über den Polarkreis vor, ersetzt in Indien, China, Japan den Haussperling und ist in Australien und auf Neuseeland akklimatisiert worden. Er bevorzugt das freie Feld und den Wald und kommt nur im Winter auf die Gehöfte. Er nistet zwei- bis dreimal vom April bis August in Baumlöchern, legt 5–7 Eier, die denen des Haussperlings ähnlich sind, und erzeugt mit dem letztern angeblich fruchtbare Junge. Der Steinsperling (Petronia petronia L.), oberseits graubraun mit gelblichem Strich über dem Auge und gelblichem Gurgelfleck, bewohnt Südeuropa und Mittelasien und findet sich vereinzelt im Rhein-, Mosel- und Saaletal.
3323 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spêrling

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Spêrling , des -es, plur. die -e, eine sehr gemeine Art Sangvögel mit einem völlig kegelförmigen geraden und spitzig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sperling

    Goethe-Wörterbuch

    Sperling [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sperling

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sperling , lat. passer , Familie der Gattung Finke (s. d.), mit kleinem Kopf, starkem, kegelförmigem Schnabel, kurzen Fl…

  4. modern
    Dialekt
    Sperling

    Südhessisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Sperling Band 5, Spalte 1163-1164

  5. Sprichwörter
    Sperling

    Wander (Sprichwörter)

    Sperling 1. Auch ein Sperling findet ein Haus für sich. – Simrock, 9693. 2. Aus dem Sperling wird kein Falk und wenn er …

  6. Spezial
    Sperling

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sper|ling (Passer sp.) m. (-s,-e) ‹ornit› spoz (spoc) m. , spazun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sperling

74 Bildungen · 53 Erstglied · 20 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von sperling 2 Analysen

spern + -er + -ling

sperling leitet sich vom Lemma spern ab mit Suffixen -er und -ling, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: sper+-ling

sperling‑ als Erstglied (30 von 53)

sperlinger

DWB

sper·linger

sperlinger , m. , zu sperling gebildet, der tyrann, beherrscher der sperlinge, vögel überhaupt: jezo wollen wir denn kund thun, auch wir vög…

Sperlingflügel

Campe

sperling·fluegel

Der Sperlingflügel , — s, Mz . gl. 1) Eigentlich der Flügel eines Sperlinges. 2) † Ein Name einer Art Traubenfarn, des Straußfederfarns (Osm…

Sperling, Heinrich

Meyers

sperling·heinrich

Sperling, Heinrich , Maler, geb. 23. März 1844 zu Warnkenhagen in Mecklenburg-Schwerin, besuchte 1865–68 die Akademie in Dresden, arbeitete …

Sperlingkraut

Campe

sperling·kraut

Das Sperlingkraut , — es, Mz . u. ein Name des gemeinen Gauchheils oder Narrenheils (Anagallis arvensis L .); auch Vogelkraut, Zeisigkraut .

sperlingsbraten

DWB

sperling·s·braten

sperlingsbraten , m. : die riesentaube, die mir endlich durch madame Bourgaut vorgesetzt wurde und freilich einer ganz anderen geflügelgattu…

sperlingsbürzel

DWB

sperling·s·buerzel

sperlingsbürzel , m. uropygium passeris ( s. theil 2, 554). dann nach Krünitz encycl. 157, 244 bezeichnung von emberiza pithiornus, einer am…

sperlingsei

DWB

sperling·sei

sperlingsei , n. : nach einem sperlingsei langen und ein gansei verlieren. Wander 4, 690 ; ein frisches sperlingsei ist besser als zehn faul…

sperlingseule

DWB

sperling·seule

sperlingseule , f. bezeichnung einer eulenart, die nicht gröszer als der sperling ist, microptynx passerina. Brehm 3, 603 .

sperlingsfänger

DWB

sperling·s·faenger

sperlingsfänger , m. : es wäre daher nicht allein der billigkeit sehr gemäsz, wenn man ( die sperlinge ) auf allerhand art und weise auszuro…

sperlingsflügel

DWB

sperling·s·fluegel

sperlingsflügel , m. 1 1) flügel vom sperling. 2 2) bezeichnung der farnart osmunda struthiopteris: sperlingflügel Nemnich 2, 805 . sonst au…

sperlingsgasse

DWB

sperling·s·gasse

sperlingsgasse , f. gasse, in der sperlinge häufig sind: die chronik der sperlingsgasse. titel eines 1857 erschienenen romans von W. Raabe.

sperlingsheer

DWB

sperling·s·heer

sperlingsheer , n. : an stümpern fehlt es nicht; keyn nord kan so viel schneyn, kein sperlingsheer so starck um erndt' und gaben seyn, und k…

sperlingsjagd

DWB

sperling·s·jagd

sperlingsjagd , f. jagd auf sperlinge: auch der junge gemahl hatte sich nach seiner sperlingsjagd, die nicht sehr ergiebig gewesen war, zur …

sperlingskopf

DWB

sperling·s·kopf

sperlingskopf , m. 1 1) kopf eines sperlings: die immediat- und mediatstädte, unter welchen ersteren auch die hauptstädte mit zu verstehen s…

sperlingskorb

DWB

sperling·s·korb

sperlingskorb , m. korbartige falle, in der sperlinge gefangen werden: ohnerachtet ich der sperlingskörbe schon an einem andern orte gedacht…

sperlingskraut

DWB

sperling·s·kraut

sperlingskraut , n. , in Schlesien bezeichnung von anagallis arvensis. Pritzel-Jessen ; sonst auch gauchheil, hahnentritt genannt.

sperlingskritik

DWB

sperling·s·kritik

sperlingskritik , f. eine zank- und tadelsüchtige kritik ( vgl. oben sperling 2. 3 f. ): aber das gefühl sollte gegen jedes besondere werk e…

sperlingsleben

DWB

sperling·s·leben

sperlingsleben , n. leben eines sperlinges; dann auch vergleichend leben wie das eines sperlinges. in bezug auf einen liebesgenusz begehrend…

sperling als Zweitglied (20 von 20)

Cāp-Spêrling

Adelung

cap·sperling

Der Cāp-Spêrling , des -es, plur. die -e, eine Art Sperlinge mit einem gelben Schnabel, schwarzen Kopfe, Halse und Brust, und röthlichen Flü…

grassperling

DWB

gras·sperling

grassperling , m. , eine bezeichnung der grasmücke ( s. d. 1); vgl. häufigeres grasspatz und grasmusch: grassperling Krünitz öcon. encycl. 1…

rohrsperling

DWB

rohr·sperling

rohrsperling , m. 1 1) name der rohrammer, emberiza schoeniclus Nemnich 2, 1484 ; rohrsperling, passer arundinarius, passer palustris Steinb…

Straußspêrling

Adelung

strauss·sperling

Der Straußspêrling , des -es, plur. die -e, gleichfalls ein Mexikanischer einem Sperlinge ähnlicher Vogel, mit einem herab hangenden Strauße…

waldsperling

DWB

wald·sperling

waldsperling , m. 1 1) der auch im walde lebende feldsperling, fringilla montana L. ( passer montanus ): waldspatz, waldsperling, friquet. R…

Weidenspêrling

Adelung

weiden·sperling

Der Weidenspêrling , des -es, plur. die -e, ein Nahme des gewöhnlichen Baumsperlinges, Passer Arboreus Klein. welcher auch Waldsperling, Fel…

Wiesenspêrling

Adelung

wiesen·sperling

Der Wiesenspêrling , des -es, plur. die -e, eine Art Sperlinge mit einem kürzern Schnabel, welche sich auf den Wiesen aufhalten, und auch Er…

Ableitungen von sperling (1 von 1)

sperlinge

KöblerMnd

sperlinge , F. nhd. Sperlingsweibchen E.: s. sperlinc L.: MndHwb 3, 370 (sperlinc/sperlinge), Lü 367a (sperlink/sperlinge)