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grasz

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grasz n.

Bd. 8, Sp. 2019
grasz, n., 'fichten- und tannensprossen oder zweige, die zu viehfutter oder streu kleingehackt werden' Schmeller-Fr. bair. 1, 1008; 'dünne äste, reisig als abfallholz' Schatz wb. d. Tiroler maa. 1, 250. mhd. graz, als stn. (a-klasse) zur germ. wz. *grat- 'spitzig, scharf sein' (vgl. Falk-Torp 139) gebildet, wie gleich- oder ähnlichbedeutendes grassen, m. (s. d.), gretze(n), swm., swf., vgl. s. v. gretz, m., t. 4, 1, 6, sp. 203). im ablaut damit könnte grotz(en), m., f., 'wipfelsprosse' t. 4, 1, 6, sp. 598 stehen (aber nicht kris, n., 'reisig' trotz t. 5, sp. 2330). eine schreibung gras Scheuchenstuel id. d. österr. berg- u. hüttenspr. 107 bleibt singulär. gleichfalls vereinzelt ist ein -er-plural gräszer, den Unger-Khull 304a für Rosegger nachweist.das wort ist vor allem österr. und da namentlich steir.-kärnt. bezeugt. ableitungen (vgl. s. v. grassach, grassen, grässing, 1gräszling, ferner grässle österr. weist. 2, 49, 11) und verwandte wörter (vgl. ob.) sind gelegentlich auch in anderen obd. maa. anzutreffen. seit dem 17. jh. begegnet die nebenform gräsz, deren umlaut unter einflusz von grässen, vb. (s.grassen) entstanden sein wird: nu brechen die wîl îwîn graz. ich wæn dîn ors dicke gaz ze Munsalvæsche baz dan hie Wolfram v. Eschenbach Parzival 485, 13, wofür 486, 7 îwîn loup; Jacl ... hatt recht grasz schneiten, zaunholz und prenholz zu nemen (1573) österr. weist. 6, 152, 39; mit dem grässen solle es also gehalten werden, das sie die stämb nit gar bloss sondern mit bescheidenheit grässen; sie sollen auch solches gräss nit verligen oder auszreisen lassen, noch viel weniger verkaufen (1606) österr. weist. 6, 74, 1; wann auch einer dem andern auf seinem grunt und boden ... ohne ... bewilligung ain oder mehr feichten abstimblet, dasz gräss haimblichen führet, zue streu gebrauchet, von iedem gewaxenen stamb 72 D (busze) (17. jh.) ebda 7, 346, 24; die zwei jungen mägde waren vorhanden, um die herabgefallenen äste (das grasz) in büschel zusammenzulegen Rosegger schr. (1895) I 3, 102. vgl. ferner Unger-Khull steir. 303b; Castelli Wien 149.
2112 Zeichen · 79 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    graszn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    grasz , n. , ' fichten- und tannensprossen oder zweige, die zu viehfutter oder streu kleingehackt werden ' Schmeller-Fr.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grasz

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

grasz‑ als Erstglied (16 von 16)

Graszahn

RhWB

gras·zahn

Gras-zahn -tǫŋk Kemp-Grefr m.: in der RA.: Lott dech de Gr. uttrecke! nörgele doch nicht so.

Graszak

RhWB

Graszak Verbr. wie grasen m.: knurriger Mensch, bes. von dem Ehemann.

graszbaum

DWB

graszbaum , m. , zu grasz, n. ( s. d. ), nur bair.-österr. mundartlich: graszbaum, m., tannenbaum, der zur weihnachtszeit neben dem bauernge…

graszehnt

DWB

gras·zehnt

-zehnt ( hist. ) dt. rechtswb. 4, 1078. d d) eine kleine hierher gehörige gruppe von personalbezeichnungen zeichnet sich seit dem 15. jh. ab…

graszeichen

DWB

gras·zeichen

graszeichen , n. , legitimationsmarke für gepachtetes grasland; vgl. gras-zeichen sind ... auf blech-stücklein geschlagene ... zeichen, welc…

Graszeine

ElsWB

gras·zeine

Graszeine f. geläufige Bezeichnung für die gewöhnliche Zeine Hi.

graszeit

DWB

gras·zeit

graszeit , f. , der frühling als die zeit, in der das gras frisch und besonders saftig ist; vgl. grasmonat : doch gehen sie ( die pferde ) i…

graszen

DWB

gras·zen

graszen , vb. , fast ausschlieszlich mhd. (grâzen, mit gesicherter vokallänge ); frühnhd. und modern mundartlich nur vereinzelt bezeugt. sei…

graszettel

DWB

gras·zettel

graszettel , m. , erlaubnisschein zum grasrupfen oder -schneiden; vgl. Krünitz öcon. encycl. 19 (1780) 731 ; rhein. wb. 2, 1361; grâsezedl D…

graszgramen

DWB

graszgramen , subst. vb. , ' zorn, grimm ', unter einflusz von grasz ' zornig ' ( s. d. ) aus griesgramen umgedeutet ( vgl. teil 4, 1, 6, sp…

graszheit

DWB

graszheit , f. , ' zorn, heftigkeit ', abstraktbildung zu grasz, adj. ( s. d. 1 b), nur älternhd.: also so ein mensch vnd sunderlich die clo…

graszins

DWB

gras·zins

graszins , m. , grase-zinsen Zincke allg. öcon. lex. (1744) 118 , weidegeld; vgl. grasgeld , -pfennig: ex his tribus villis mutatus est cens…

Graszëheⁿd

Idiotikon

Graszëheⁿd Band 17, Spalte 837 Graszëheⁿd 17,837

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „grasz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grasz/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „grasz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grasz/dwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „grasz". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grasz/dwb.
BibTeX
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