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genieszlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

genieszlich adj.

Bd. 5, Sp. 3468
genieszlich, adj. zu genieszen und geniesz. vgl. übrigens genüszlich und genislich, zu jenem einstweilen unter genieszung 3. 11) von nutznieszung und nutzen allerlei art. 1@aa) von nutznieszung im rechtlichen sinne z. b. ein genieʒlich pfant Ortloff rechtsqu. 2, 106, ein acker z. b., dessen genusz dem pfandinhaber zusteht. nebenform genieszenlich (eig. genieszendlich): wir haben sulch gut gehat in unsern geniszenlichen geweren. Zeitzer copialb. 207a (F. Bech), rechtlich innegehabt mit nutznieszung, vergl. unter genieszhaft, s. auch Haltaus 658. 1@bb) überhaupt nutzen, gewinn gewährend: der acker ist auch nicht so genieszlich, dasz ein pfarrer den selber treiben ... möcht. Luther br. 5, 301; gnieszliche künst, artes pecuniosae, mit denen man vil gewünt. Maaler 18b; welches denn ein recht geniszlicher, reicher kauf und groszer jarmarkt worden. Melanchthon apol. augsb. conf. 114, vortheilhaftes geschäft, s. dazu geniesz 3, c; wer in geringen sachen bübelt, die nicht viel sondres tragen ein, wird (noch) mehr in denen sachen vortheln, die mehr geniszlich wollen sein. Logau 2, 4, 73. 1@cc) nützlich, vortheilhaft im allgemeinen, utilis, conducibilis, fructuosus, commodus Stieler 1352 (auch nieszlich): die eine (sanftmütigkeit) gleiszet fast hübsch und ist nichts dahinden, welche wir haben gegen die freund und die uns nützlich, genieslich sind an gut, ehre und gunst. Luther 1, 251b; ehren beschweren, sind mehr verdrieszlich als genieszlich. Lehman flor. 1, 176. auch geistig: verhoffte ... es solt inen beiden an der seelen genieszlich sein. Frey garteng. 7; hoffe auch, es sei mir genieszlich an meiner seelen. 44b. 22) von menschen, vortheil suchend, gewinnsüchtig, habsüchtig, wie von solchem treiben (vergl. genieszlein, profitchen): der man ist mir zu genieszlich. Chr. Weise comöd. 194; er geht nur auf gewinst, ist ein genieszlich kerl. Wiedemann mai 66; der krämer fruchtbar schwur und ihr genieszlich lügen hat nimmer ernt üm mich (ich kaufe ihnen wenig ab). Logau 1, 3, 4. 33) zu genieszen im heutigen sinn, genieszbar, genieszliche würste Garg. 54b (s. unter genislich), genieszliche speise Adelung (nur als oberdeutsch). bildlich: heut ist doch der ritter wieder einmahl genieszlich. Fr. Müller 3, 53, umgänglich; jenes lied und dieses buch, noch so dumm und noch so klug, dünkt mir dann genieszlich. Voss 5, 110; es hat die poesie vom himmel die gabe empfangen ... im tiefsten das reinmenschliche, allen verständliche, allen bis zu einem gewissen grade genieszliche für ewige zeit aufzubewahren. Wienbarg ästh. feldzüge 232.
2597 Zeichen · 61 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    genieszlichadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    genieszlich , adj. zu genieszen und geniesz. vgl. übrigens genüszlich und genislich, zu jenem einstweilen unter genieszu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit genieszlich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von genieszlich 2 Analysen

ge- + nieszlich

genieszlich leitet sich vom Lemma nieszlich ab mit Präfix ge-.

Alternativen: genieszen+-lich

genieszlich‑ als Erstglied (1 von 1)

genieszlichkeit

DWB

genieszlich·keit

genieszlichkeit , f. : zucht und nüchternheit, aus welchen zweien der ganze chor der weiblichen tugenden und zier entstehet, meszigkeit, zeu…

Ableitungen von genieszlich (1 von 1)

ungenieszlich

DWB

ungenieszlich , adj. adv. , gth. von genieszlich, heute durch jüngeres ungenieszbar überflügelt. infagorabilis ungenüslich ( s. genüslich) N…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „genieszlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/genieszlich/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „genieszlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/genieszlich/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „genieszlich". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/genieszlich/dwb.
BibTeX
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