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wank

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wank m.

Bd. 27, Sp. 1788
wank, m. , bewegung nach einer richtung hin, untreue, schlechte gesinnung oder handlung, zweifel, schwanken usw. grundwort für die verba wanken ahd. wankôn und wenken ahd. *wankjan mit der ursprünglichen bedeutung von 'biegung', die auch noch im ahd. hervortritt. die entsprechungen in den andern idg. sprachen sind bei wanken angegeben. das subst. ist nur im deutschen (auch mnd. mnl. wank) vertreten; schwed. vank ist dem deutschen entlehnt. das im mhd. (bis ins 15. jahrh.) häufige und in der bedeutung reich entfaltete wort hat nur wenig eingang in die nhd. schriftsprache gefunden. im 16., 17. jahrh. gebrauchen es nur einige, z. b. Murner, Luther, die meisten, wie H. Sachs, Fischart, die Schlesier, kennen es gar nicht und auch die wörterbücher nehmen meist keine notiz davon. eine ausnahme machen die Schweizer Maaler und Dentzler und der Niederdeutsche Schottel, die auf grund ihrer mundart gewisse gebrauchsweisen, bei denen noch von sinnlicher anschauung ausgegangen werden kann, verzeichnen. auch in der neueren litteratursprache, die sonst das wort ablehnt, tritt der mundartliche gebrauch als 'bewegung' gelegentlich hervor. ferner zeigt sich in der dichtersprache seit den siebziger jahren des 18. jahrh., wol nicht ohne einflusz der alten sprache, in der verbindung ohne, sonder wank die bedeutung 'das wanken, schwanken', auch in übertragenem sinn. sonst sind die zahlreichen übertragenen bedeutungen, die bei dem wort im [] mhd. vorkommen, abgestorben. dieselben sind theils aus der grundvorstellung des abbiegens zur seite, theils aus der des erschüttertwerdens, schwankens zu erklären. etwas unbestimmt ist oft die bedeutung in der seit Otfrid vorkommenden und besonders im reim beliebten verbindung âne wanc 'ununterbrochen (eig. ohne auszubiegen), zuverlässig, gewiszlich, ohne zweifel, ohne schwanken'. — das wort wird fast ausschlieszlich im sing. gebraucht, pluralformen kommen aber in der älteren sprache zuweilen vor. abgesehen von dem ahd. dat. plur. wanchun (s. unten 1 a) erscheint das unumgelautete wanke nur bei Stricker frauenehre 446; wenke bei Walther 30, 34. H. Seuse 216, 14 Bihlmeyer. Münchener hs. bei Schmeller 2, 959 und noch bei Oswald v. Wolkenstein 15, 56 Schatz (wenn hier kein fem. wenke anzunehmen ist). 11) gebrauchsweisen, bei denen noch von sinnlicher anschauung ausgegangen werden kann. 1@aa) im ahd., wo Otfrid in âna wanc schon übertragene bedeutungen hat, tritt daneben noch die ursprüngliche bedeutung 'biegung, krümmung' auf: sinuamine, wanche Steinmeyer - Sievers gl. 2, 518, 42. 571, 1 (wancha 580, 6 in einem glossar mit nd. färbung); flexibus, wanchun 2, 755, 6. auch bei Notker (wo die schreibung wang): mág iro dehéin wáng werden (nam si valent detorqueri aliorsum quam provise sunt) Boethius 5, 10 (1, 315, 12 Piper). 1@bb) im mhd. erscheint die bedeutung 'biegung' eingeschränkt zu 'wendung nach einer seite, bewegung nach einer richtung hin, namentlich plötzliche'. so erscheint es besonders in der verbindung einen wanc tuon. 1@b@aα) am häufigsten wird das wort von lebenden wesen, menschen und thieren, gebraucht, um eine änderung in der körperhaltung oder der bisherigen art zu gehen (laufen, fliegen) zu bezeichnen. die bewegung kann vorwärts, rückwärts oder seitwärts, nach oben oder unten, gerichtet sein. 1@b@a@11)) bewegung vorwärts: Reinhart nam des guoten war, ze eime andern loche er ûʒ spranc, ûf sîne gevatern tet er einen wanc. Reinhart fuchs 1174 Reiszenberger; mit slegen vil herten sich dise helde werten ... des sach man dô manegen wanc, dô einer ûf den andern dranc mit nîde und mit zorne. H. v. d. Türlin crone 28037. rückwärts: die heiden vluhen zu der burch, vil enge wart in der vurt, vil michel wart daʒ gedranc. manigen angestlichen wanc taten die heiden. dicke vielen die veigen. Rolandslied 29, 9 Grimm; (der esel zu Bileam) vor mir hî han ich gesehen sten einen vil starchen man ... durch den tet ich den wanc. Diemer d. ged. 75, 1 (bücher Mosis); sî brâchen ûf im alle ir sper: daʒ sîn behielt aber er unde warf daʒ ros von in unde leisierte hin von in eines ackers lanc, und tete schiere den wanc und lîmte vaste sîn sper vor ûf sîne brust her. Hartm. v. Aue Iwein 5326 (wanc ist hier die bewegung, die einen den bereits zurückgelegten weg wieder zurückführt, ähnlich 6502 und 6430, wo wanc den rückweg selbst bezeichnet); der strît wart stark, grôʒ unde hert. dô hætin sich vil gern erwert die vogel; doch ein wank beschach an inen. Boner edelstein 44, 17. seitwärts (hin und her): nû daʒ verfluochte vederspil tet vil maneger hande wanc und umbe und umbe dâ geswanc, als dicke wilde vogele tuont. K. v. Würzburg Engelhard 3223; [] si (die taube) fliuget niht ze hôh iedoch und ist gar enwanc joch. der bedarf der inner mensche wol, ob er mit gote iht werben sol, daʒ er die hœhe fliehe und ouch niht ze nider ziehe. Lamprecht v. Regensburg tochter Syon 1684 Weinhold. aufwärts: der wilde visch in dem bere nie genam so manigen wank, als min herze in jamers lere nach ir. minnesinger 1, 202a Hagen. abwärts: er sihet, wâ ein rone lît, dar under tet er (Reinhart) einen wanc, manec hunt dar über spranc. Reinhart fuchs 309 Reiszenberger; daʒ ir ietweders schaft zerbrochen in die lüfte spranc und daʒ diu ros gelîchen wanc an die hahsen tâten nider. Wirnt v. Gravenberg Wigalois 171, 31. 1@b@a@22)) wank wird besonders vom flüchtigen lauf des wildes (in wechselnder richtung) gebraucht: wan eʒ (das wunder) hât der Sirênen sanc, pfâwen varwe und hasen wanc, schâfes hût und vuhses brust. minnesinger 2, 367a Hagen; adelarn und lühse sint worden blint, swenne kluogiu wîp ân werwort sint. noch sneller kumt in irn gedanc ein aberede denne einem hasen ein wanc. H. v. Trimberg renner 12248 Ehrismann; das recht hat gar ain wächsein nas, es lat sich piegen als der has, so in der hund pringt in den wank, neur hin und her stat sein gedank. Osw. v. Wolkenstein 118, 125 Schatz; minnekliches guot, swie klein ich einen ker us dir tuon, so beschiht mir als einem rehlin, daʒ siner muoter hat vermisset, und daʒ in einem starken gejegde ist und mit flúhtigen wenken sich uf enthaltet, unz daʒ es hin wider an sin stat endrinnet Heinrich Seuse 216, 14 Bihlmeyer; ein wild laufet mir vor und chan der wenckh mir ze vil Münchner hs. bei Schmeller 2, 959. 1@b@a@33)) neben einen wanc tuon, seltener einen wanc nemen (s. oben minnesinger 1, 202), begegnet auch einen wanc wenken (s. auch unten Ulr. v. Lichtenstein): dô wart ouch von den swertenein vil michel klanc. die in dâ slahen gerten,die muosten manegen wanc vor sînen slegen wenken. Kudrun 504, 2. im folgenden schlieszt sich der acc. in freierer weise an ein verbum an: ich bin bereit, nû kom (o tod) her ... nimestû mich niht schiere hin, sô hân ich doch sô guoten sin, dû kumest hin niht einen wanc. ich stirbe wol ân dînen danc, des dû mich niht erwenden maht. Fleck Flore u. Blanscheflur 2351. 1@b@a@44)) von einem einen wanc tuon, auch übertragen 'sich von jemand trennen': hie git er ir ain minnetrank, das sy von im mug getün kainen wank. Christus und die minnende seele 1060 Banz; mein sel und hercz tut keinen wanck von ir, die mir gepet und schafft. Hans Folz meisterlieder 97, 87 Mayer. 'von einer sache ablassen': wil er nu mit haʒʒe lônen ir bruoder, diu in minnet, ob er sich versinnet, sîn herze tuot von minnen wanc. W. v. Eschenbach Parzival 719, 29; und wær er niht sô veste gewesen an stætikeit, ir minn hiet in verjeit in solhen gedanc, daʒ er vil lîht ein wanc het getân von stætem muote. Ottokar reimchr. 17972 Seemüller. auch mit dativ der person oder sache (ein anderes einem einen wanc tuon s. unten 2 c): wir entûn ûch keinen wanc, ir sullet haben immer danc, daʒ ir sô menlîchen hât geworben nû mit dirre tât. livländ. reimchr. 2933 Meyer; [] Kanêlengres der guote, der ritterlîchem muote noch hêrren tugende an keiner stete nie fuoʒ noch halben wanc getete. G. v. Straszburg Tristan 1682. eines dinges einen wanc tuon ist im folgenden 'ausweichen, vorbeugen': mîn vater daʒ gesprochen hât, er well in hînaht an der stat slahen an irem arm blanc. mac er des einen wanc getuon, daʒ ist der rât mîn, daʒ er ân angst müg gesîn. Enikel weltchronik 10188 Strauch. auch von einem einen wanc wenken: ich muoʒ in der stæten wîbe dienest sunder lôn verderben, oder ich muoʒ ir stæten herzen lieb alsus erwerben, daʒ ich gewenke nimmer wanc von in. Ulrich v. Lichtenstein 425, 5. 1@b@bβ) ein entsprechender gebrauch von wanc kommt auch bei theilen des menschlichen körpers vor: min frunt spiegel, habe dangk! want min hercz nimmet manchen wangk, wan ich die schone klarheit min beschawe in dines glanczes schin. Alsfelder passionsspiel 1843; der kiuschen wandels vrîen nam er sô vlîʒeclichen war, daʒ nie sîn ouge spiegelvar von ir keinen wanc getete. K. v. Würzburg troj. krieg 14901 Keller. 1@b@gγ) von leblosen dingen ist wanc 'bewegung' nicht häufig. so in der fabel von zwei töpfen, die den bach hinunter schwimmen (einem den wank abgewinnen ist 'einem die ausbiegung zur seite abschneiden' vgl. einem den rank ablaufen): der irdin (topf) sprach: ich bin zu krank. gewünnist mir ab einen wank, daʒ ich næm einen stôʒ an dich, oder du stieʒest wider mich ze einem mâl, so wær ich tot. Boner edelstein 77, 22. ferner: Pilatus. ir hat die baner geneiget und Jhesu dar mit ere erzeiget ... Borey. so geschach es an minem dangk, dasz die baner thet den wangk. Alsfelder passionsspiel 3949; er rayt da hin uber das ratt, das es kain wanck nie gedet. H. v. Neustadt Apollonius 11322 Singer; mein fräd lischt gleich als ein kol, den wassers wanck verderbt. Hätzlerin liederbuch II, 211, 63 (s. 211). 1@cc) im nhd. erscheint wank (von ohne, sonder wank, unten 3, abgesehen) nur spurweise, doch treten auszer der aus dem mhd. überkommenen bedeutung 'bewegung' auch noch andere auf. 1@c@aα) Maaler 483d verzeichnet wanck (der), momentum, entsprechend Dentzler 2, 341b. die angabe stützt sich wol hauptsächlich auf eine mehrfach aus dem schweizerischen bezeugte redensart, baslerisch er duet eka' wank 'rührt sich nicht von der stelle' Seiler 309, aargauisch Hunziker 286. neuere schweizerische schriftsteller haben die wendung auch litterarisch gebraucht: wenn ein knecht dem weibervolke hand bieten sollte, so höhnte er und fluchte, that keinen wank Gotthelf Uli der knecht 144 (in den werken 2, 160: fluchte und rührte sich nicht); schon das gedrängte zusammensein mit einer menge fremder menschen verhinderte natürlich den austrag des schmerzlichen prozesses; aber auch ohne das that Regine keinen wank; sie schien sich vor dem fallen einer drohenden masse und jedes wörtlein zu fürchten, welches dieselbe in bewegung bringen konnte G. Keller werke 7, 117; und seine sonne thut keinen wank und scheint ihm golden in's gesicht. nachgel. schriften 197. auch tirol. er tuet koa wenkerl Schöpf 800, aus andern obd. mundarten liegen keine nachweise vor. Adelung führt keinen wank thun 'nicht wanken' als im hochd. ungewöhnlich an. von älteren quellen hat Murner wank 'bewegung' in andrer wendung: [] der cantzler weisz wol geuch zuo finden, die sich mit strohalm lassen binden und dörfften sich ein wanck nit keren, als wen sy stettig rösser weren. geuchmatt 970 Uhl. aus dem südl. Hannover verzeichnet Schambach 285 wank 'bewegung'. auch sonst dürfte das wort im norden, wenn auch nirgends angeführt, nicht unbekannt sein: der Franzl (Lenbach) mochte ... von dogmen und kirchenpflicht nichts mehr hören ... bis zum letzten wank blieb er fest Harden zukunft 28. 5. 1904; vgl. auch 3 b α Langbein. 1@c@bβ) die bedeutung 'wink' — als beugung (des hauptes, fingers, übertragen der augen) zu deutenist gewisz alt, aber aus dem mhd. nur durch ougewanc zu erweisen. in der neueren zeit tritt sie im nd. auf, doch nicht litterarisch: nutus, wank Diefenbach nov. gl. 266b; wank, adnutus Schottel 1440. Schambach 285. 1@c@gγ) die bedeutung 'erschütterung, das schwanken' tritt im eigentlichen sinn nicht deutlich im mhd. hervor (während wanken hier sowohl 'sich bewegen' als 'schwanken' ist), doch lassen sich die übertragenen bedeutungen z. th. aus dieser grundbedeutung ableiten (2 b). im nhd., wo bei wanken die bedeutung 'erschüttert werden' durchaus im vordergrund steht, tritt im anschlusz an das verbum auch bei wank die entsprechende bedeutung auf: derer tritt nicht nimmet einen wanck. G. Treuer deutscher Dädalus (1675) 1, 782; auch ohne (sonder) wank in der neueren dichtung schlieszt sich meist hier an (3 b). aus dem westfäl. verzeichnet Woeste 315 die bedeutung 'stosz oder zug, der durch übergewicht verursacht wird'. 22) übertragungen. 2@aa) sehr gewöhnlich ist in der mhd. litteratur die bedeutung 'unzuverlässige gesinnung, untreue', die wol aus der vorstellung des abbiegens vom rechten wege zu gewinnen ist (vgl. auch 1 b α 4)) von einem einen wanc tuon): rîcher got, in welher mâʒe wirt ir gruoʒ, swenn ich sî sihe die ich dâ mîde manegen tac! sît daʒ der dâ heime wankes fürhten muoʒ, der doch sîn liep ze rehter zît gegrüeʒen mac. Hartm. v. Aue, minnesangs frühling 212, 15; jâ muoʒ ich eʒ immer klagen daʒ ie dehein bœser wanc kom in mînen gedanc. ich wære dar an stæte, ob ich tugent hæte. 1. büchlein 877; wir hân vereischet, die der wenke hânt gepflegen. Walther 30, 54; Sigûne gert ergetzens niht, als wîp die man bî wanke siht. Parzival 253, 16 (so häufig bei Wolfram); si (die frauen) sint ein sûl der frümekeite ... ein spiegel der gedanke, ein widerstrît der wanke. Stricker frauenehre 446 (zeitschr. f. d. alt. 7, 490); si ist mir lieber danne iht sî, ich bin gein ir gar wankes vrî, ich diene ir sus, ich diene ir sô, ich bin von ir vrô vrô vrô. Ulrich v. Lichtenstein 505, 28; er gap ir minneclîche ein morgengâbe rîche ... an minne geselleschaft, an liebe liebe stæte, an triuwen guot geræte und âne valsches herzen wanc lieber stætekeit gedanc. Rudolf v. Ems g. Gerhard 5061; und hæt ir dehein missetân, von sant Francisk er buoʒe enphie. ir dehein verhal in nie werc joch wort, noch gedanc noch deheiner slahte wanc. Lamprecht v. Regensburg Francisk 1359 Weinhold. bei Wickram allgemeiner 'unfreundliche, schlechte gesinnung': (Jupiter zu den göttern) 'so aber jemant were leit meins allerliebsten suns gottheit, dem werd ich sagen wenig dank'. doch fand er an ihn keinen wanck, auch hett es Juno als vertragen, so lang bisz das sie höret sagen, das Hercules solt sein eyn gott, damit trib sie grosz hon und spott. 8, 17 (metam. 9, 6, 575) Bolte; [] Biblis ward irem bruder holt ... sie hatt ghen im eyn argen danck, er aber trug keyn falschen wanck gegn seiner schwester gar umb nit. 8, 26 (9, 10, 841). 2@bb) Wolfram stellt wanc mit zwîvel zusammen, zunächst in anknüpfung an die vorige bedeutung: diu starke minne erlamet an ir krefteist zwîfel mit wanke ir geselle. âne wanc und ânezwîfel diu beide was diu maget Sigûne. Titurel 52, 1; dann auch vom verhalten im leben im allgemeinen: sô heiʒet einr der helle wirt: der ist swarz, untriwe in niht verbirt. von dem kêr dîne gedanke, und och von zwîvels wanke. Parzival 119, 28; ähnlich später: und (dasz du) komest in die auszern finsternusse in pech und schweffelʒ flussze, ob nit durch willig pusse du kumest ausz deʒ zweifelʒ wanck. Hans Folz meisterlieder 52, 144 Mayer. so findet sich auch sonst die bedeutung 'unsichere meinung, verdacht, argwohn, zweifel': ein bruoder, hieʒ Riccerius, der vorhte daʒ Franciscus in umbe etwas schûhte, des in hinz ime bedûhte, und im darumbe fremde wære ... nû gienc er an eime tage in verholner sorge klage ... dô hieʒ ern (Franciskus ihn) zuo im komen sâ und sprach zuo im: 'sun, enlâ deheiner slahte trüeben wanc bekorn dîn stæten gedanc. under den liebsten bist du mir der liebsten ein.' Lamprecht v. Regensburg Francisk 2094 Weinhold; und habe dir des deheinen wanc, sô sî ich got unmære, dich meint mit triwen mîn gedanc. Hartm. v. Aue büchl. 1, 1727; im wâren sîn gedanke in maneger hande wanke. Ulrich v. Türheim Willehalm 114b (nach Lexer 3, 669); so gebraucht das wort noch Luther: noli diffidere und setz nur verbum meum non yn ein wanck 28, 194, 9 Weim. ausg. auch objectiv 'etwas zweifelhaftes': der reht sint noch driu, durch not erliden wir diu undanches ode danches, dar an ist niht wanchis. Karajan sprachdenkm. 15, 14. 2@cc) wank bezieht sich dann auch auf handlungen, die ausflusz einer ungetreuen, unfreundlichen usw. gesinnung sind (einen wanc tuon). wanc ist so gern mit adjectiven verbunden, die die handlung kennzeichnen: er mûʒ dir in (den zins) lasterlîche senden âne sînen dang, odir ich tû im einen wang, daʒ im lîber wêre daʒ hê dîn zinsêre gewesen wêre manich jâr. Eilh. v. Oberge Tristrant 396 Lichtenstein; jâ was es ein vil arger wanc daʒ ir nahtes ritent von dan. dâ mac man wol kiesen an daʒ ir si ir vater habt genomen. Hartm. v. Aue Erec 4182; tuot im liebe leiden wanc, im enkan der bluomen schîn trûren niht erwenden. Neidhart v. Reuenthal 67, 24; daʒ was ir untriwer wanc, daʒ si die keten vallen lie. Enikel weltchronik 19404 var. Strauch; (der könig zu den überläufern) verlieset sô niht mîn leben mit disem lesterlichen wanc. Ottokar reimchr. 617 Seemüller; (das böse weib spricht) ich wil immer sîn (meines mannes) meister sîn, die wîle wir mit ein ander wonen ... (der schwiegersohn erwidert) ich schaffe under iu beiden daʒ ir âne iuwern dank lâʒet allen bœsen wank. gesammtabenteuer 1, 54 (frauenzucht 506). [] 2@dd) weiter kann wank auch auf einen makel, fehler, ein gebrechen gehen: dô er die mess gesanc, er sprach: 'ir habet einen wanc, her künic, lieber herr mîn, des iuwer sêl muoʒ schad sîn ... ein frouwen habt ir, diu ist tôt'. Enikel weltchronik 26322 Strauch; gaistlich, werltlich, wer das tuet, der ist von sünden nit behuet. wann siecht das haubt durch plöden wank, die glider werden alle krank. Oswald v. Wolkenstein 118, 211 Schatz. daran schlieszt sich lothring. er hat noch kein wank 'ist ganz unversehrt' Follmann 530. 33) besonders zu behandeln ist die verbindung ohne (sonder) wank. es ist von der vorstellung 'ohne abzubiegen' auszugehen, womit sich die von 'ohne zu schwanken' mischt, die besonders in der neueren sprache hervortritt. 3@aa) in der älteren sprache. 3@a@aα) die verbindung kann zunächst als 'ohne abzulassen, immerfort' oder als 'ohne nachzulassen, gleichmäszig, fest, sicher' genommen werden. so hat schon Otfrid öfter âna wanc gebraucht: deta si thô then githanczi gotes thionôste âna wanc joh thionôta iogilîchothâr gote driulîcho. 1, 16, 9; thaʒ wir wiʒîn âna wankthes thînes muates githank; thu unsih ni heles wiht thesjoh unsih es girihtes! 3, 17, 19 u. ö.; entsprechend im mhd. und bis ins 16. jahrh.: swer ir minne gerte,der muose âne wanc driu spil an gewinnender vrowen wol geborn: gebrast im an eime,er het daʒ houbet verlorn. Nibel. 326, 2; swer gote dienet âne wanc, deist aller wîsheit anevanc. Freidank 1, 5 Grimm; lûter vor allem meine was ze gote sîn gedanc, gegruntvestet âne wanc. Lamprecht v. Regensburg Francisk 3671 Weinhold; ze in allen (rittern) sprach er (der herzog) disiu wort: iuwer muot ist veste âne wanc gegen mir. Ulr. v. Eschenbach Wilhelm v. Wenden 1660 Toischer; dise (werlt) die sele machet krank, in jener ist vreude ane wank. kleinere mhd. erzählungen 3, 35, 248 Rosenhagen; er saget dir sô grôʒen danc, daʒ er immer âne wanc wil gantze vrûntschaft mit dir haben. livländ. reimchron. 7198 Meyer; ir sollet uch dar zu stellen und mim knecht Binckenbangk an thun hellepin an wangk. Alsfelder passionsspiel 349; wir dienen euch on allen wank. fastnachtsp. 606, 1; das auch ein iglicher dieszen worten sicher on allen wanck glawben darff Luther 8, 507, 11 Weim. ausg. 3@a@bβ) in andern fällen treten die bedeutungen 'untreue, schlechtigkeit' oder 'makel' (2 c. d) auch in der verbindung hervor: daʒ er ein wîp minn âne kranc und gar âne aller slahte wanc. Ulrich v. Lichtenstein 307, 20; in stäter elicher treüe on allen wanck (in der ausg. von 1580 wanckel) will ich euch wesen untertan Decamerone 70, 23 Keller; ir näcklin, als ain härmlin planck, ir näslin bogen nit ze langk, ir hälszlin weisz, on argen wanck, vein uszgeschwaiffet zart. Hätzlerin liederbuch 1, 28, 81 (s. 37); ich went, ich hett mir uszerwelt ain knaben on allen wanck. 1, 104, 2 (s. 78). 3@a@gγ) von 'sicher, zuverlässig' aus hat sie sich dann zum bloszen betheuerungswort entwickelt. so ist sie in gedichten im reim beliebt: die vürsten jâhen âne wanc, daʒ er an in vünde keiner slahte kranc, sie tæten swaʒ sîn heiʒ in kunde gebieten. Lohengrin 3771 Rückert; [] er ist wert, daʒ man âne wanc im sage lob und êre nû und immer mêre. livländ. reimchr. 8146 Meyer; hot er nit gelesen her Abekug? der sprichet ane wang in siner wort anfang: 'von diner stimme hon ich vornummen, dasz du salt uff das ertrich kummen'. Alsfelder passionsspiel 4853; hette der bapst die walh lassen fortgehen, so were on wanck der hertzog vonn Schwaben Conradus einhellig erwelt S. Franck chron. Germaniae (1538) 312a. verstärkt ohne allen wank (s. auch oben α und β): eʒ wart nie herze alsô herte, der eʒ tribe unde berte daʒ eʒ an got gedæhte, daʒ man darzuo niht enbræhte, eʒ enmüeste ân allen wanc gewinnen süeʒen gedanc. Lamprecht v. Regensburg tochter Syon 1006 Weinhold; des menschen gedank ist also blœd, das er mit ainem klainem dank kompt in die hell ane allen wank. des teufels netz 1623 Barack; nu redich wol on allen wank, man stiesz eurn helm auch unter pank. fastnachtsp. 651, 31; natur ein mutter aller ding entpfocht und gebirt uff solich geding ir geschopfde, das sie on allen wanck sich bruchen müssen spisz und dranck. Brant thermophagia 4 (146 Zarncke). 3@a@dδ) sonder wank wird ebenso wie ohne wank verwendet: ob dû mir sîst mit triuwen stæte sunder wanc. Walther 89, 16; wart in joch mit ihte erkant sîn wille oder sîn gedanc, daʒ leisten sie sâ sunder wanc. Lamprecht v. Regensburg Francisk 1912 Weinhold; wenn ich recht bedenk die zarten renk,gelenk mit so mangerlaihendlin schrenk sunder wenk. Oswald v. Wolkenstein 15, 56 Schatz; blosz betheuernd: dô sageten si mir sunder wanc, eʒ wære der künec von Zazamanc. W. v. Eschenbach Parzival 62, 15; daʒ ich sunder wanc ... wil hinze Rôme varn. Ottokar reimchr. 13597 (so häufig); der vunfzende grat sundir wang ist der sele vride und rouwe. Brun v. Schonebeck hoh. lied 12379 Fischer; sunder wanc wir sîn bereit durch ûch lieb unde leit dulden zû allen zîten in reisen und in strîten. livländ. reimchron. 5561 Meyer (so häufig); neine, herr, sunder wangk neigten sich die baner an unsern danck. Alsfelder passionsspiel 3860; denn sie (hoffart) ist warlich ein anfang alles verderben sonder wanck. Wickram 6, 87, 2446 (Tobias 5, 3) Bolte. 3@bb) während im 16. jahrh. (Brant, Luther, Wickram) sich noch mhd. gebrauchsweisen zeigen, stehen die wendungen später fast immer unter bestimmendem einflusz von wanken 'schwanken, erschüttert werden', theils im eigentlichen, theils im übertragenen sinn. im 17. jahrh. lassen sie sich nur aus Bucholtz nachweisen, im 18. treten sie seit Bürger und Voss in der dichtersprache auf, wobei sich theilweise (namentlich bei Voss, Fouqué, Rückert, R. Wagner) einflusz der alten sprache geltend macht. 3@b@aα) Festus aber ohn einigen wank vorbey trabete, wiewol er recht auf die brust getroffen wahr Bucholtz Herkuliskus (1665) 9; erkennet ihm den dank der allerschönsten tugend, in welcher seine jugend fest steht ohn allen wank. Herkules (1676) 1, 318b; drauf stürzt' er (Frothal) voran. doch er traf auf einen felsen. Fingal stand ohne wank Bürger 277a (Ossian); [] mit hand und fusz schnürt sie der scherg an ohne wank und nun beginnt das schneiden. Rückert ges. ged. 3, 218 (1837); so seh' ich überall mich eingeladen zu ruh und aussicht, wo ich auf geraden berufes wegen wandelt' ohne wank. 6, 340; er glotzt sie, ohne wank und laut, mit feueraugen an. Langbein schriften 4 (1841) 113 (vgl. oben 1 c α wank 'bewegung'). 3@b@bβ) wer sich nie der liebe scheute, liebe morgen sonder wank! Bürger 124, 6 (var. aus der hs. zu der nachtf. der V.); der holdseligen sonder wank sing' ich fröhlichen minnesang. Voss ged. (1802) 4, 24; 'da seie Gott vor!' riefen die drei ritter, wie aus einem munde. lieber wollen wir gut und blut daran setzen, bis auf das letzte, und wenn es seyn musz, auch das alles verlieren sonder wank Fouqué zauberring (1812) 3, 80; das ist die deutsche treue, das ist der deutsche fleisz, der sonder wank und reue sein werk zu treiben weisz. Schenkendorf ged. 177; sie schaun sich an, du nennst vielleicht es kalt, zwei starre stämme, aber sonder wank und sonder thränenquell, denn sie sind krank, ach, beide krank und alt! A. v. Droste-Hülshoff 3, 229 Kreiten; vergessens güt'ger trank! dich trink' ich sonder wank. R. Wagner ges. schr. 7, 38 (Tristan und Isolde).
24797 Zeichen · 420 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    wankst. M. (a?, i?)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    wank , st. M. (a?, i?) nhd. Wanken, Zweifel, Zweifel an, Krümmung, Biegung, Richtungswechsel, Täuschung ne. doubt (N.) Ü…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wankM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    wank , M. Vw.: s. wanc*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wank

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Wank , des -es, plur. die -e, von dem Verbo wanken, ein im Hochdeutschen ungewöhnliches Wort. Keinen Wank thun, nich…

  4. modern
    Dialekt
    Wank

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Wank Band 16, Spalte 660 Wank 16,660

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wank

214 Bildungen · 161 Erstglied · 46 Zweitglied · 7 Ableitungen

wank‑ als Erstglied (30 von 161)

wankal

KöblerAhd

wan·kal

wankal , Adj. nhd. wankend, schwankend, unstet, unsicher, unbeständig, leichtfertig, zögernd ne. wavering (Adj.) ÜG.: lat. (frivolus) Gl, (i…

wankalloreⁿ

Idiotikon

wankalloreⁿ Band 16, Spalte 669 wankalloreⁿ 16,669

wankallīh

KöblerAhd

wankallīh , Adj. nhd. wankend, sich verändernd, schwankend, unbeständig ne. wavering (Adj.) ÜG.: lat. fallax Gl, (fictus) Gl, versipellis Gl…

wankalīg

KöblerAhd

wankalīg , Adj. nhd. wankend, schwankend, wankelmütig ne. wavering (Adj.) ÜG.: lat. nubilosus Gl, nutabundus Gl, versipellis Gl Hw.: s. wank…

wankalīn

KöblerAhd

wankalīn , Adj. nhd. wankend, schwankend ne. wavering (Adj.) ÜG.: lat. (fortuitus) N Q.: N (1000) I.: lat. beeinflusst? E.: s. wank

wankalōn

KöblerAhd

wankalōn , sw. V. (2) nhd. wanken, schwanken, zögern ne. waver ÜG.: lat. fluitare Gl, (renutare) Gl, vacillare Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: s. wa…

Wankant

MeckWB

wank·ant

Wossidia Wankant f. unvollständig ausgebildete Kante eines Balkens oder Brettes, die noch die runde Baumseite zeigt Schw; de Balken hett ne …

Wankante

RhWB

wank·ante

Wan-kante -kant Sieg-Ittenb f.: die Baumkante, noch die Rinde tragend, noch nicht behauen, bei einem sonst behauenen Baum.

wankantig

MeckWB

wank·antig

Wossidia wankantig wie walkantig Ritt. Gr. 115; wann-, wammkantig ( Lisch ) Freim. Abendbl. 1833, S. 90. Zu wann Adj. Br. Wb. 5, 176; Me. 5,…

wankbar

DWB

wank·bar

wankbar , adj. schwankend, unsicher. bei Stieler angeführt: wankicht, wankhaft et wankbar, vacillans, haesitans, nutans, anceps, dubius 2432…

wankel

DWB

wan·kel

wankel , adj. schwankend, unbeständig, unsicher. westgerm. bildung zu wanken ' schwanken ' : ags. wancol Bosworth - Toller 1165 , mengl. wan…

wankel 1 und häufiger

KöblerAfries

wankel 1 und häufiger , Adj. nhd. „wankend“, schwankend, unberechenbar ne. swaying (Adj.) E.: s. germ. *wankjan, sw. V., wanken; idg. *u̯eng…

wankelbar

DWB

wankel·bar

wankelbar , adj. schwankend, unbeständig, veränderlich. ableitung von dem verbum wankeln, die im frühnhd. auftritt und das ältere wankel zur…

wankelbare

DWB

wankel·bare

wankelbare , f. seltene abstractbildung zu wankelbar: inconstantia, levitas Maaler 483 d .

wankelbarig

DWB

wankel·barig

wankelbarig , adj. weiterbildung von wankelbar, auch im ndl. z. b. wankelbarig weer ( wetter ) Cornelisen en Vervliet Antwerpsch dialect 141…

wankelbarkeit

DWB

wankelbar·keit

wankelbarkeit , f. abstractbildung zu wankelbar, von Campe angeführt, in älteren quellen ( wol nur zufällig ) nicht belegt. das ndl. hat wan…

wankelbarlichkeit

DWB

wankelbarlich·keit

wankelbarlichkeit , f. abstractbildung dazu: wann einer sich am meisten der wanckelbarlichkeit desz glücks zu befürchten Zinkgref apophth. 8…

wankelbeständig

DWB

wankel·bestaendig

wankelbeständig , adj. in der beständigkeit wankend: an die wankelbeständige Dorinde J. Grob dicht. versuchgabe (1678) 150 (XVII. titel ).

wankelbold

DWB

wankel·bold

wankelbold , m. wankelmütiger; wegen der bildung vgl. lügenbold, DWB trunkenbold : gen stæte wart nieman laʒʒer. ir reht wisewaʒʒer, ir abtr…

wankelbolt

Lexer

wankel·bolt

wankel-bolt stm. BMZ wankelmütiger Geo. (3038. 5746). so sprichet w. j.Tit. 216. in wankelboldes wîs ib. 2457.

wankelbraut

DWB

wankel·braut

wankelbraut , f. wankelmütige braut: doch lesst er ( der bräutigam ) den schimpf nicht hin ungeantet gehen, es musz vors priester-recht die …

wankelbuch

DWB

wankel·buch

wankelbuch , n. nürnbergische bezeichnung für ein buch, das die strafen festsetzt (?): daʒ stift-, leit-, antlâʒ- und wankelpûch ( des neuen…

wankelbuoch

Lexer

wankel·buoch

wankel-buoch stn. der züchtiger gelobt, den bürgern des râts der stat Nüremberg 10 jâre getreulîchen zu dienen und alles zu halten nâch ercl…

wankelbār

KöblerMnd

wankel·bār

wankelbār , Adj. nhd. veränderlich, unstet Vw.: s. un- E.: s. wankel (1), *bār? (2) W.: s. nhd. (ält.) wankelbar, Adj., schwankend, unbestän…

wankele

DWB

wank·ele

wankele , f. als bezeichnung der ente aus dem Hohenlohischen angeführt bei Klein prov. wb. 2, 226 ; Nemnich 5, 626 ; F. B. Weber ökon. lex (…

wankelei

DWB

wanke·lei

wankelei , f. wankelmut, vereinzelt vorkommende abstractbildung zu wankeln: bapst Clemens arglistige wankeley Sleidanus reden 256 Böhmer ( r…

wank als Zweitglied (30 von 46)

Ɉugendschwank

Campe

○ Der Ɉugendschwank , des — es, Mz. die — schwänke , ein jugendlicher Schwank, Scherz. Erfreut mit manchem neuen Liedlein Und Jugendschwank …

Schwank

RDWB1

Schwank m (Lakune) анекдот, шутка, водевиль alte Schwänke fest. - анекдоты с бородой идиом.

aberwank

DWB

aber·wank

aberwank , m. recessus, zurückwanken, abweichen: sobald aber der gotlos ein unwillen und aberwank an im hat und die augen seines gemüts zu t…

abschwank

DWB2

DWB2 ABSCHWANG , abschwank m. DWB2 mhd. abeswanc. zur form s. schwang 1 DWB. vereinzelt im sinne ‘ schleppe ( eines kleidungsstückes ) ’ DWB…

Abwank

DRW

Abwank ain yder zentner im abwank nit höcher dann mit 2 ℔ beladen [= rund ein Zentner] 1489 SchwäbWB. I 82 Faksimile

Ausschwank

RhWB

aus·schwank

Aus-schwank: Mehrgewicht, das vom Kaufmann zugegeben wird Bernk-Neumagen .

bedwank

KöblerMnd

bed·wank

bedwank , M. Vw.: s. bedwanc L.: Lü 31a (bedwank)

dannenwank

DWB2

dannen·wank

dannenwank m. : u1220 Fleck Flore 7188 S. DWB2 b zuss. mit präposition oder adverb:

dorfschwank

DWB2

dorf·schwank

dorfschwank m. : 1955 Th. Mann ges. w. [ 1960 ] 9,830. DWB2 e bezeichnungen für arten, formen, teile des dorfes:

Ferwank

WWB

fer·wank

Fer-wank m. IdW.: Den Verwank kriegen einer Sache Herr werden ( Kr. Tecklenburg Tek Le).

Galge(n)schwank

Idiotikon

Galge(n)schwank Band 9, Spalte 2000 Galge(n)schwank 9,2000

Geisterschwank

GWB

geister·schwank

Geisterschwank iSv Treiben, Spuk von (magisch berufenen) Geistern [ Faust: ] Doch ist die Welt vom hin und wieder | Des Geister Schwanckes […

geschwank

DWB

geschwank , adj. wie schwank, biegsam und schlank: die rechten zähen, geschwancken und subtilen band-weiden. Hohberg 1, 530 a ; auszen herum…

jugendschwank

DWB

jugend·schwank

jugendschwank , m. schwank wie ihn junge leute ausüben: noch plaudert man und schäkert viel, spielt blindekuh und pfänderspiel, erfreut mit …

liebesschwank

DWB

liebes·schwank

liebesschwank , m. : just fallen seine ( Jupiters ) augen auf einen holzschnitt an der wand, wo er einen seiner liebesschwänke .. klärlich a…

predigerschwank

DWB

prediger·schwank

predigerschwank , m. : Mephist. mein Faust, der ist gedankenkrank; doch ist sein schwarzer predigerschwank für schenken schlechter zeitvertr…

Pütswank

WWB

puts·wank

Püt-swank m. Pütten - hölzerne Hebelvorrichtung am Brunnen, bestehend aus dem Schwingbaum und der Eimerstange ( Kr. Recklinghausen u. die kr…

schwank

DWB

sch·wank

schwank , m. lustiger streich und erzählung eines solchen, nominalbildung zu schwingen, ursprünglich identisch mit schwang, s. dieses und We…

Sodswank

MeckWB

sod·swank

Wossidia Sodswank m. 1. der lange Querbaum des Ziehbrunnens allgem.; Syn. s. MeckWB Sod 1 a; auch auf die ganze Hebelvorrichtung des Sod übe…

stutzerschwank

DWB

stutzer·schwank

-schwank , m. : erwuchsen deutsche fräulein zart, in enger, stiller häuslichkeit, von stutzerschwänken nie entweiht Blumauer gedichte (1782)…

Swinkswank

MeckWB

Wossidia Swinkswank m. Rätselwort, für die Kirsche: 'n roden Swingswang Wo. V. 1, 59 a; für die Wagendeichsel: eenen Swinkswank 119 e; für d…

Swunkswank

MeckWB

Wossidia Swunkswank m. Deichsel im Rätsel vom Wagen Wo. V. 1, 120 f.

Ableitungen von wank (7 von 7)

bewanken

KöblerMnd

bewanken , sw. V. nhd. hinreisen und herreisen, bereisen E.: s. be, wanken L.: MndHwb 1, 262 (bewanken), Lü 51a (bewanken)

entwanken

DWB

entwanken , nutantem abire, effugere, mhd. entwenken: nu lânt in niht entwenkin, ir suln in heiʒen henkin. Reinh. 1851 ; ërne mac dës niht e…

gewanke

DWB

gewanke , n. , verbalsubstantiv zu wanken ( s. d. ), von Campe 2, 359 als niedriges wort gebucht. die ältere sprache hatte hier ein substant…

gewanken

Lexer

ge-wanken swv. wanken W. v. Rh. 276,30.

unwanklich

DWB

unwanklich , -wänklich , adv. adj. , gs. zu wanklich, vgl. wankelig. nl. onwankelijk: das man solchs unwenglich halten solle Luther 8, 290 W…

verwanken

DWB

verwanken , v. , durch wanken verderben: man verwanket nicht so leicht den schusz als mit einem leichten gewehr J. F. Stahl d. gewehrgerecht…

wanke

DWB

wanke , f. ' ein stück holz, so auf dem lieger der tuchscheere aufgeschraubet ist, und woran der zügel, ein riem, bevestiget ist, der die wa…