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wankel

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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21 in 14 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wankel adj.

Bd. 27, Sp. 1796
wankel, adj. schwankend, unbeständig, unsicher. westgerm. bildung zu wanken 'schwanken': ags. wancol Bosworth - Toller 1165, mengl. wankel Stratmann-Bradley 668, nengl. dialektisch wankle Wright 6, 378, asächs. wankol, mnd. wankel Schiller - Lübben 5, 591, [] ndl. wankel, ahd. wanchal (auch weitergebildet wanchelin und wanchilig Graff 1, 691) nur in glossen belegt: iners, wanchaler Steinmeyer-Sievers 2, 440, 22; lubrica, wanchala 2, 640, 68. mhd. wankel tritt in der litteratur häufig auf und bleibt auch in der übergangszeit zum nhd. gebräuchlich. das wort wird in frühnhd. glossaren angeführt: mutabundus, wanckel Diefenbach gl. 374a, mutare, wanckel sin und werden (aus voc. inc. teut.), nutabundus, wanckel nov. gl. 266b, findet aber auffallenderweise keine aufnahme in die wörterbücher, erst Adelung erwähnt es als veraltet. trotzdem ist es im 16. jahrh. bei Brant, Murner, Schwarzenberg, Aventin, Schaidenreiszer, Waldis, H. Sachs, S. Franck, Ayrer u. a. gebräuchlich, auch Luther hat es mehrfach, in der bibel allerdings nur einmal; besonders liebt er es auch in zusammensetzungen, die nicht immer von den attributiven verbindungen sicher abzugrenzen sind. im 17. jahrh. wird es dann selten (gebräuchlich bleibt es in zusammensetzungen), kommt aber noch im 18. jahrh. bei König und Voss vor, im 19. haben es Arndt und (unter einflusz der alten sprache) Rückert verwendet. dialektisch findet es sich noch im nordwestl. nd. ten Doornkaat Koolman 3, 508, Boekenoogen 1184. 11) die ursprüngliche sinnliche bedeutung ist durch die eine ahd. glosse, sonst aber nur selten bezeugt: und sey nit wanckel wie ein ror. Wackernagel kirchenlied 3, 492, 11; sy get nit auff der straszen, noch auff des lebens steg, wankel ir drit dermaszen, ganz irsam ist ir weg. meisterl. f. 23 nr. 146; he (dat) steid man wankel Doornkaat a. a. o.; nun steht dein kopf so wankel auf der schulter, dasz ein mädchen, wenn es verliebt ist, wohl herab ihn seufzt. Voss Shakespeare 2, 144 (masz für masz 1, 3). 22) ganz überwiegend wird wankel übertragen gebraucht und zwar 2@aa) von personen 'schwankend, unbeständig in seinen anschauungen, neigungen, in seinem verhalten gegen andere' u. s. w. er was wankel und unstæter sinne, des moht im niemen wol getrûn. Ottokar reimchr. 13746 Seemüller; mein hertz das was mir allmal schwer, die heyrat (Griselda's) nemb kein gutes end, weyl grosz herren so wankel send. H. Sachs 2, 60, 25 Keller; ach wie wanckel mein freunde sendt! 6, 158, 24; wiltu aber deʒ glauben nit lernen ... und wilt gedenken; 'we herre, wer mag reht haben, jüden, heiden oder ketzer; ich enweiʒ, wie eʒ stet, oder wer zu rehte gleubt', wiltu also wankel sin und laszen fliegen die gedanke, so ... Berthold v. Regensburg 251 Kling; wir begern aber, das ewer jglicher denselbigen vleis beweise, die hoffnung feste zu halten bis ans ende, das ir nicht wanckel (bis 1541 lessig, wie bei Eck, νωθροί) werdet, sondern nachfolger dere, die durch den glauben und gedult ererben die verheiszungen Hebr. 6, 12; es liebt auch der fürwitzig pofel überausz tAeglich vernewerung, und wie er wanckel ist, wolt er daʒ tAeglich etwaʒ news wer S. Franck weltb. (1542) 38a. wankel mit jemand, gegen jemand (s. unter b den beleg aus H. Sachs): daʒ tet den den herren ande, daʒ er (der könig) sô wankel mit in was. Ottokar reimchr. 2385 Seemüller. besonders werden die frauen als wankel bezeichnet: man vindet sumelîche (wîp), die also wankel sîn gemuot, als in dem lenzen daʒ weter tuot. Ulrich v. Eschenbach Alexander 15619 Toischer; wanckel solt (eine frau) mit nichte sein. Hätzlerin liederbuch 1, 122, 52 (s. 94); da war dem wancklen weib mit trug ir lieb verkert in neyd und hasz. H. Sachs 8, 497, 5 Keller; gleubestu einer frauen in solcher sach? ein ding hatts balt gerauen; sie ist wankel, auff sie ist nichts zu bauen, es sey trau oder glaub. fabeln 3, 227, 41 Götze-Drescher; [] ein frawe die von natur wanckel und unstäte ist Decamerone 143, 22 Keller. einen wankel machen, wankel finden: ihr wists wie es Evan ging, die sich liesz wanckel machen. Dedekind (bearb. v. Bechmann) miles christ. 4, 6; gleich wie der man dem nagel thuot, versuocht der tüfel waichen muot und aller maist mit dem begint, ja den er leisz und wanckel fint. Schwarzenberg t. Cicero 121, 2. an wankel können sich bestimmungen (mit an, meist in) anschlieszen, die angeben, worin sich die unbeständigkeit zeigt: wanchel an ir ubermuotelichen gedanchen. Karajan sprachdenkm. 110, 1; zum andern hasset des geleichen der weisz ein lügenhafften reichen, der wanckel ist in seinen worten. H. Sachs 3, 373, 16 Keller; daʒ betäut, daʒ die unchäuschen stætigeʒ unstæt sint und wanchel alle zeit in werltlicher begir gesta Romanorum 147 Keller; dises volck neret sich mit schiffart, und wie es schnelle schiff hat, also ist es in seinem gemüt und sin auch gschwind und wanckel Schaidenreiszer Odyssee (1537) 27a. wankel ist auch 'unbeständig' mit rücksicht auf die verhältnisse, in denen man lebt: wir sin wankel mit unsern sachen. waʒ des morgens ja ist, daʒ ist des abends nayn Frankfurts reichscorrespondenz 1, 76 (1400); auch ir begräbnis deuts uns fein, wie wanckel und unstet sie sein. Waldis d. päbstl. reych 4, 31; du (mensch) bist ein nichts und bleibst ein nichts, ein eitles wankles ding. Arndt ged. (1860) 319. 2@bb) vom geist, herzen, gemüt, von den sinnen, gedanken, wünschen, reden des menschen 'schwankend, wankelmütig': sie sind sô mislîka heliðos gehugda:sum haBad iro hardan strîd, wrêdan willean,wancolna hugi. Heliand 2494; aber menschlich geyst sein an ir fleisch gepunden und dadurch wanckel und wandelbar Berth. v. Chiemsee tewtsche theologey (1852) 162; gip urloup, vrouwe, wankeln herzen, swâ diu sint. H. v. Meiszen sprüche 149, 7 Ettmüller; also ist eines menschen hertz wanckel gegen dem nächsten sein. H. Sachs 19, 350, 14 Keller-Götze; der Sahsin wankeliʒ muot dedimo leidis genuog: sor si wând al ubirwundini, sô wârin simi aver widiri. Annolied 321 Rödiger; huote stæten frowen machet wankeln muot. H. v. Morungen, minnesangs frühling 137, 7; denn wanckeln muot mit widerstreit tragent die frawen zuo aller zeit. herzog Ernst 236, 20 Bartsch; wär mein stæt durichschoʒʒen mit wancheln muetes pheile. Suchenwirt 28, 47 Primisser; wan unsteten, wankeln muot das hat got dikch gerochen. H. v. Montfort 18, 213 Wackernell; dann der do hatt ein wanckln muot mit klapperwort vil triegen duot. Brant Moretus 13 bei Zarncke 142b; ir wanckler muot hat in geschlagen. Amor D 1.; mein feins lieb ist von Flandern und hat ein wankeln mut, sie gibt ein umb den andern, das tut die leng nit gut. Uhland volksl. 98; er missetuot, der daʒ seit, eʒ mache ir (der frauen) unstætekeit; ich weiʒ baʒ wâ von eʒ geschiht, daʒ man sî alsô dicke siht in wankelm gemüete: eʒ kumet von ir güete. Hartm. v. Aue Iwein 1877; konnten sich die commissari des Stephan von Menzingens und seins wankeln gemuts nit gnugsam verwundern [] Baumann quellen zur gesch. d. bauernkriegs aus Rotenburg a. d. T. 205; ein leichtsinnigs und wanckels gemüht haben Guarinonius grewel der verwüstung (1610) 1143; misstrauig, wanckler sinne. Osw. v. Wolkenstein 79, 109 Schatz; dasz meine nachbäurin in allen iren sachen hat so ein wanckeln sinn. Ayrer 3033 Keller; der wohnplatz aller wanklen sinne. v. Haugwitz Mar. Stuarda 29; gib mir werden trost, nim mich uʒ krenken. so swer ein leben in slafe nie wartals min wankeles gedenken. jüng. Titurel 742 Hahn; leg ab die wanckel sorgen. Spee trutznacht. 336; hielt mit den seinen ... zweifflich, wanckle rät S. Franck chronica 313a; nun wisset ihr, dasz er (der prediger) jenesmal auch urlaub kriegt, und darnach, da er Ludwig kam, wiederumb von euch allen gegehrt: solchs unbeständigs wankel furnehmen mich euer zu Born halben nicht wenig bewegt Luther briefe 3, 477; daʒ wir ... fueren ain ungefüer leben in posen gedancken uud argen listen, ... mit wanckler hoffnung und lærem glawb Berth. v. Chiemsee tewtsche theologey (1852) 206; (gab) uf den 10., 11. und 12. tag siner frag um die gefAerbte hostia gefragt, so wankel und vorchtsam antwort, dasz ... Val. Anshelm Berner chronik 3, 156, 24. 2@cc) von abstracten. besonders vom glück 'veränderlich, vergänglich': o du feindselig neidisch glück, wie bist so wankel und so flück! H. Sachs 14, 47, 5 Keller-Götze; dasz nit das wanckel glück denn kumb und trehe ihm das glückrad umb. 15, 350, 18; ach du verfluchtes wanckels glück, wie wendest du uns jtzt den rück? Ayrer 421 Keller; es ist des wanckeln glücks die schult, das hat sein wechsel immerzu, wie in einer uhr die unruh. 631; er (Sigismund) regieret in wancklem glück über fünfftzig jar S. Franck chronica 199a; also was der sig und das glük auf disen tag wankel zu bêder seiten Aventin 4, 461, 34 Lexer; zuo groszem exempel diser welt wanklen glks Anshelm Berner chronik 4, 158, 15; das, was die welt nennt wankel glück ist nichts als leid: und freudgeschick. Harsdörffer schauplatz jämmerl. mordgeschichte 316; du, wankles kriegesglück, schau an, was du begangen, nur du hast ihn mit list gestürzet und gefangen. König gedichte (1745) 403; er hat in seinem land das glückspiel untersagt, durch das noch niemand hat ein ernstlich glück erjagt. er weist das wankle glück von seinem land zurück, weil selbst er ohne wank will machen dessen glück. Rückert werke 8, 137 (weish. d. brahm. 3, 127); vgl.: das glück hat gar einen wanklen sinn. izt giebt es einem was, bald nimmt es ihm wieder. Wille sittenlehre (1781) 83. von andern abstracten: wanckel ist ir (der könige) pracht allersammer. H. Sachs 19, 386, 11 Keller-Götze; geruech, gewalt und glüeck sint stez wanckel und flüeck. 22, 386, 33; dise wanckele hinfällige welt laszt irer art nach nichts stäts inn eim wesen sein noch bleiben S. Franck weltbuch (1542) vorr.; Venus adder Veneris zceit wy wol dy nutz ist und froelich doch ist sie offte wankel aderlaszbuch bei Scherz-Oberlin 1938; nicht gihalt eʒ dînem wîbe: ir ist lutzel die der triwen phlegen, wanckel und unstæte ist ir leben. H. v. Melk erinnerung 866 Heinzel; triuwe ist ein rehte sælikeit, und ist da bi niht wankel an ir muote. minnesinger 3, 14a Hagen; auff das sie (die welt) möcht anhengen fürwitz, leichtfertigkeyt, wanckler verwegenheyt. H. Sachs 3, 278, 12 Keller; [] die heiligen lerer haben die weise schrifft auszulegen, das sie helle klare spruche nemen und machen damit die tunckel wanckel spruche klar Luther 23, 224, 2 Weim. ausg., vgl. wankelspruch; sie zwacken ... aus eim text ein tunckel wanckelwort ... lassen dazu faren, was daneben stehet ... und wollen damit einen hellen klaren text tunckel und wanckel machen 23, 224, 7, vgl.wankelwort; lieber gott, man dürfft die schlüssel nicht ungewis und wanckel machen 30, II, 484, 10, vgl. wankelschlüssel. 2@dd) vom mond, als adv.: die erste finsternusz trägt sich zu an dem nachtlicht des wanckel laufenden monds Salzburger calender von 1668 bei Schmeller2 2, 959, vgl.wankelbar 2 d.
10980 Zeichen · 207 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wankeladj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    wankel adj. unbeständig, schwankend. ahd. wanchal Gr. 2,103. Graff 1,691. der Sahsen wankeli muot Anno 319. vgl. MS. 1,4…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wankelAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    wankel , Adj. nhd. schwankend, unbeständig, wankelmütig Hw.: vgl. mhd. wankel (1) E.: as. wankol* 1, Adj., schwankend, u…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wankel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Wankel , adj. et adv. welches im Hochdeutschen völlig veraltet ist, und nur zuweilen in den ältern Schriften für wanke…

  4. modern
    Dialekt
    Wankel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wankel [Wàkl Bf. Dunzenh. ] m. Spielraum, Raum zu freier Bewegung. Dis Lampe n glas muess e biss e l W. ha n , so n st …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wankel

106 Bildungen · 103 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von wankel 2 Komponenten

wan+kel

wankel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wankel‑ als Erstglied (30 von 103)

wankel 1 und häufiger

KöblerAfries

wankel 1 und häufiger , Adj. nhd. „wankend“, schwankend, unberechenbar ne. swaying (Adj.) E.: s. germ. *wankjan, sw. V., wanken; idg. *u̯eng…

wankelbar

DWB

wankel·bar

wankelbar , adj. schwankend, unbeständig, veränderlich. ableitung von dem verbum wankeln, die im frühnhd. auftritt und das ältere wankel zur…

wankelbare

DWB

wankel·bare

wankelbare , f. seltene abstractbildung zu wankelbar: inconstantia, levitas Maaler 483 d .

wankelbarig

DWB

wankel·barig

wankelbarig , adj. weiterbildung von wankelbar, auch im ndl. z. b. wankelbarig weer ( wetter ) Cornelisen en Vervliet Antwerpsch dialect 141…

wankelbarkeit

DWB

wankelbar·keit

wankelbarkeit , f. abstractbildung zu wankelbar, von Campe angeführt, in älteren quellen ( wol nur zufällig ) nicht belegt. das ndl. hat wan…

wankelbarlichkeit

DWB

wankelbarlich·keit

wankelbarlichkeit , f. abstractbildung dazu: wann einer sich am meisten der wanckelbarlichkeit desz glücks zu befürchten Zinkgref apophth. 8…

wankelbeständig

DWB

wankel·bestaendig

wankelbeständig , adj. in der beständigkeit wankend: an die wankelbeständige Dorinde J. Grob dicht. versuchgabe (1678) 150 (XVII. titel ).

wankelbold

DWB

wankel·bold

wankelbold , m. wankelmütiger; wegen der bildung vgl. lügenbold, DWB trunkenbold : gen stæte wart nieman laʒʒer. ir reht wisewaʒʒer, ir abtr…

wankelbolt

Lexer

wankel·bolt

wankel-bolt stm. BMZ wankelmütiger Geo. (3038. 5746). so sprichet w. j.Tit. 216. in wankelboldes wîs ib. 2457.

wankelbraut

DWB

wankel·braut

wankelbraut , f. wankelmütige braut: doch lesst er ( der bräutigam ) den schimpf nicht hin ungeantet gehen, es musz vors priester-recht die …

wankelbuch

DWB

wankel·buch

wankelbuch , n. nürnbergische bezeichnung für ein buch, das die strafen festsetzt (?): daʒ stift-, leit-, antlâʒ- und wankelpûch ( des neuen…

wankelbuoch

Lexer

wankel·buoch

wankel-buoch stn. der züchtiger gelobt, den bürgern des râts der stat Nüremberg 10 jâre getreulîchen zu dienen und alles zu halten nâch ercl…

wankelbār

KöblerMnd

wankel·bār

wankelbār , Adj. nhd. veränderlich, unstet Vw.: s. un- E.: s. wankel (1), *bār? (2) W.: s. nhd. (ält.) wankelbar, Adj., schwankend, unbestän…

wankelei

DWB

wanke·lei

wankelei , f. wankelmut, vereinzelt vorkommende abstractbildung zu wankeln: bapst Clemens arglistige wankeley Sleidanus reden 256 Böhmer ( r…

wankelen

KöblerMhd

wank·elen

wankelen , sw. V. nhd. wanken, schaukeln ÜG.: lat. nutare Gl, vacillare Gl Hw.: vgl. mnl. wankelen, mnd. wankelen Q.: EckhIII (FB wankeln), …

wankeler

DWB

wanke·ler

wankeler , wankler , m. nomen agentis zu wankeln, nur in wörterbüchern vorkommend: der wankeler et die wanklerinn, mas et foemina confusi, i…

wankelfüszig

DWB

wankelfüszig , adj. auf den füszen wankend ( nachbildung von wankelmütig): ihr seid wankelfüszig ... dankt gott, dasz ihr über euren eigenen…

wankelfusz

DWB

wankelfusz , m : ich bin so manchen steig gegangen, ein irrwisch hat mich oft geführt; mir meinen wankelfusz zu fangen mir hat der jäger nac…

wankelgemut

DWB

wankel·gemut

wankelgemut , adj. wankelmütig, vgl. DWB wankelmut : got ist niht wankelgemuot: swelch rede er ze einem mâle tuot, diu ist immer veste. Serv…

wankelgewissen

DWB

wankel·gewissen

wankelgewissen , n. schwankendes gewissen: im fall, wo ichs ihm riethe, oder hiesze, und er wäre doch der sachen ungewisz, und thäts im zwei…

wankelglaube

DWB

wankel·glaube

wankelglaube , m. : sonst bleibt da nichts denn ein ungewisser wahn und wanckelglaube, ja ein rechter unglaube, das kan nicht feilen Luther …

wankelglauber

DWB

wankel·glauber

wankelglauber , m. : das ist, sie müssen wanckelgleuber, ja eitel unglaubige, unchristen, Türcken und heiden sein Luther 30, II, 483, 33 Wei…

wankelglück

DWB

wankel·glueck

wankelglück , n. schwankendes glück: du solt mit treuem sinn dem glükk gewogen seyn, dir soll das wankelglükk nicht geben falschen schein. H…

wankelgolt

KöblerMnd

wankel·golt

wankelgolt , N. nhd. nicht vollwichtige Goldmünze E.: s. wankel (1), golt (1) L.: Lü 553b (wankelgolt)

wankel als Zweitglied (1 von 1)

schwankel

DWB

schwan·kel

schwankel , adj. , gleichbedeutende weiterbildung zu schwank, s. dieses und ( das zweite ) schwanger, nur im ältern deutsch: mhd. swankel, b…

Ableitungen von wankel (2 von 2)

gewankele

DWB

gewankele , n. , verbalsubstantiv zu ( der ableitung von wanken) wankeln ( s. d. ): gewankel Schmidt Westerwäld. idiot. 321 ; gewankele Kehr…

wankele

DWB

wankele , f. als bezeichnung der ente aus dem Hohenlohischen angeführt bei Klein prov. wb. 2, 226 ; Nemnich 5, 626 ; F. B. Weber ökon. lex (…