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gurre

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gurre f.

Bd. 9, Sp. 1161
gurre, gorre, f. , auch m., 'pferd'; 'stute'; meist abschätzig. herkunft dunkel. formal ist zu beachten, dasz gurre im gegensatz zu gurren, daswie girren ein kirren — ein kurren neben sich hat, die anlautende media durchaus festhält. die anknüpfung an gurren, vb., von Heyne hausaltert. 2, 177 u. andern versucht, wird auch durch dessen bedeutung nicht gestützt. gewisse mundartliche tierbezeichnungen klingen wohl nur äuszerlich an: gurri, lockruf und bezeichnung für puter, hahn, gänserich, s. Staub-Tobler 2, 411; Fischer schwäb. 3, 932; rhein. wb. 2, 1500; afrz. gorre ebenso, für die sau, s. Meyer-Lübke 3820; doch vgl. das plattdeutsche zurre, zöre 'altes, schlechtes pferd, auch altes weib' Gilow de diere 769b; Dähnert 562. 11) pferd. 1@aa) abschätzig für geringwertige, schlechte pferde. schon seit dem mhd.; als kampfunfähig, zu ritterlichem gebrauch nicht mehr geeignet: Appolonius der was (im streite) zu fusz. er slug di rosz, das sie churren, er machte gute rosz zu gurren H. v. Neustadt Apoll. v. 9434 Singer; ähnlich: zu gæher raise mein pferd wenig tochte ... von müde es da struchte, das es gelag do nider uf baiden knewen; und (sc. ich) stund darvon und lies die gurren ligen der minnefalkner str. 120 in Hadamar v. Laber Schmeller. von schlechten, nicht rittermäszigen pferden überhaupt: ir pfert waren, diu si (die gefangenen) riten, totmager unde kranc: ir ietwedez struchte unde hanc ... den gurren (eben diesen pferden), die si truogen hin, den warn die zagele under in zesamene gevlohten Iwein v. 4941 B.-L.; auf ein mageres, struppiges fohlen bezogen: (der bauer) hete ein gurren feile Eraclius v. 1451 Maszmann; (sie) ritten all auff gurren (in jumentis) Joh. Hartlieb Ces. v. Heisterbach 378 Drescher; als schimpfwort herabsetzend von guten pferden; Laurin über die streitrosse Dietrichs und Witegs: wer hât iuch tôren geheizen her nider ûf den plân erbeizen und iuwer gurren spannen ûf mînen grüenen anger Laurin v. 251 Müllenhoff; Helmbrecht über den hengst, den ihm der vater kaufen soll: daz ich so lange belibe des irret mich ein gurre meier Helmbrecht v. 369 Panzer; im zorn über unruhige reitpferde: (der abt v. Fulda ritt) ein pfert, daz was gar gemeit und was ouch übel zwar: daz beiz daz keisers pfert gar durch die manen, daz es kar ... (der kaiser:) 'ez kumt mir niht ze maz da, daz iuwer gurr daz pfert min sol bizen' Enikel weltchron. v. 27821 Strauch; schnöde gur, das du vermaladeit werdest (zu einem edlen pferd) Aymonts süne (1535) r 6b. als verächtliche bezeichnung mit verschiedener färbung bis in moderne mundarten belegt: equus debilis gul, gorre, eyn cranck pert Diefenbach nov. gl. 154b; runcinus gurr, baw-, ackerrosz ebda 322b; 'schlechtes pferd' Zaupser 34; Bauer-Collitz 42b; meist dabei zugleich alt: gurr (gorre) 'gemeinlich ein alt dürr rosz' Henisch 1783; gurre, gorre caval magro, vecchio, bolso e con altri difetti Kramer teutsch-it. (1700) 1, 577a; alt, abgetrieben Hübner curieus. u. real. lex. (1714) 722; Vilmar 141; 'alter gaul' Hertel Thür. 111. vgl. mhd. er-, vergurren 'zu einer gurre werden, schlecht laufen' Lexer 1, 634; 3, 121 und ackergurre teil 1, 174. — oft neben adjectiven, die von sich aus fehler und geringwertigkeit bezeichnen: wirt danne ein eltiu gurre zeinem vüln, so siht manz in der werlte twerhes stende minnesangs frühling3 430 Vogt; altiu gurre darf wol fuoters Berth. v. Regensburg 2, 143 Pfeiffer; (müediu bein) gelich den lamen gurren Hadamar v. Laber 89 Schmeller; tzwene stetige (störrige) gorren schuofen, daz der wagen stunt so stille meister Gervelyn in Jenaer liedhschr. 1, 59b Holz; (ein reiter) auff einer hinckenden gurr Guarinonius grewel (1610) 638; (oft) wil ein krancker von einem selbst krancken, machtlosen, dürren gurren getragen werden H. W. Kirchhof milit. disciplina (1602) 118; mit seiner dürren gurren will er auch helffen vil Fr. L. v. Soltau hist. volkslieder 221; (wie er) das pferd, welches zimblich beindräxlerisch ... angebunden, da haben die schlauhe vögel die gantz matte gurren in der still hinweg geführt Simplicissimi albern. briefsteller (1725) 16; ein lohnfuhrmann eine elende gurre durch stacheln ... ermuthiget Voss Aristophanes (1821) 1, 297; geringschätzig von einem deutschen pferd: nun führt er auch die sporn umsonste nicht, weil er ihm einen teutschen gorn ersparet an der kost W. Scherffer geist- u. weltl. ged. 1 (1652) 612. im vergleich: (man musz beim tanzen) an ihr ziehen wie an einem faulen gorren theatr. diabol. (1587) 1, 181b; übertragen: (die vom engel geblendeten juden) we uns hude und immer me! wi han wir blinde gurren als die von Sodomorren godes zorn irworben Marien himmelf. v. 1373 in zschr. f. dtsch. alt. 5, 552; er (mein alter mann) ist ein abgejagter görr, umb sein lenden mager und dörr B. Waldis Esop 2, 204 Kurz. 1@bb) daneben ist die bedeutung 'pferd' ohne jeden pejorativen nebensinn sicher bezeugt; vielleicht bezeichnete das wort ursprünglich im bäuerlichen bzw. bürgerlichen bereich das 'pferd' schlechthin als nutztier und hatte eben darum im ritterlichen bereich den abschätzigen sinn, etwa wie 'bauerngaul', 'ackergaul'; jedenfalls ist nicht zu erweisen, dasz die sachliche bed. erst durch verblassen des pejorativen sinnes entstand: komet eyne to Grussen, so rostiret (beschlagnahmt) men ome dye gorren (1462) lübeck. urkb. 10, 262; (dort) schach vake roverye in den straten: dar men (den reisenden) de gorren losede (weg nahm) lüb. chron. 2, 597 Grautoff; (etliche) von solcher ubermessigen hitze und dursts not von jhren gorren stürtzten und tod blieben script. rer. Livonicarum 2, 225; die hällischen baurn hetten sie gern under die gurn geschossen Herolt chron. 1, 122 Kolb; und schlugen unser schützen irer burgermeister einen unter die gurren Kirchhof wendunm. 2, 359 Österley; dasz es nicht weit fehlet, er were unter die gurren gefallen ebda 1, 245; (sie halfen) jhrem haubtman ... wider auf die gur Fischart Garg. 313 ndr.; der gurren wol zum aug lugen 'seine geschäfte wohl ausrichten' Frisius dict. (1556) 161a. die unverächtlichkeit zeigt sich besonders durch anerkennende epitheta: (er hat sein) geldt an golden keden ... sammet unde siden, unde an stadtliken gorren wol dusentfoldich wedder gekregen script. rer. Livonicar. 2, 87; in neuerer mundart vereinzelt: (als neujahrswunsch) dem Schousterkrist striäwe (derbe) gurren tem fahren bei Bauer-Collitz waldeck. 194a. übertragen: (ein altes mütterchen redet den palmesel an) o du himmelische gurre B. Herzog schiltwacht c 1a. 1@cc) in den verbindungen gurre wie gaul (s.gaul II 3 a) u. s. w., redensartlich reich entwickelt im sinne 'beides ist gleich, einerlei', schlägt bisweilen wohl die bedeutung 'stute' (u. 2) durch; im allgemeinen aber nur rein formelhaft identificierend; als 'gleiches um gleiches': lohn umb lohn, gaul umb gurre Petri weish. (1604) 2, M m 8a; er gab mir ein hund umb ein hund, einen gaul umb einen gorren Luther 26, 357 W.; beide begriffe in deutlich abschätzigem gebrauch: (wo beide liebenden untreu und unstät) da hät fraw Stätt verlassen (zugelassen), das gurr an gaul wär chomen liederbuch der Hätzlerin 240 Haltaus; so auch bes. in der redensart es ist gurr als gaul u. ähnl.; zuweilen vielleicht im sinne einer gegenseitigen abhängigkeit gebraucht, analog 'wie der herr, so der knecht': es ist eben gurr als gaul, vihe als stall S. Franck sprichw. (1541) 2, 10a; wie die gurr, so ist der gaul Lehman floril. polit. (1662) 1, 350; ausdrücklich so Henisch 1783; gemeinhin jedoch für zwei gleichgestellte und als solche gleich schlechte dinge: wie lond sich dine töchtern an? — es ist warlich fast gurr als gul: sind d knaben bösz, so sind sy ful! H. R. Manuel das weinspiel v. 1829 Odinga; in unserem convent geschicht es auch, ist eben gleich gur als gaul, grysz als grammen dialog zwischen Götzer und Scotus (1524) d 3a; es heisst bei euch wol gurr ist gaul, dann einer wie der ander ist Nicod. Frischlin dtsche dichtungen 117 lit. ver. die copula ist oder als verschmilzt mit gurre zu neuen ausdrücken im sinne von 'einerlei': es ist schier gurris gaul Joh. Decumanus dialog. (1601) 111; unsere landsleute ... sprechen, es seye gurr asz gaul Moscherosch gesichte (1650) 1, 43; schlieszlich ist aus der zweigliedrigen formel ein neues schimpfwort geworden: gurus gaul und dergleichen ehrnrierischen wort mehr in Alemannia 18, 26; (hab dank) für deine wohlgemeinte predigt, welche du auch selber dir applicieren magst, weilen wir fast gleiche gurausz gäule sein, und ist bei uns beiden das geworffne wie das gestohlne französ. Simplizissimus (1683) 2, 390. dagegen nur vereinzelt mit gurre als 'schlechteres pferd' im gegensatz zum höher bewerteten gaul: (ein handwerksbursche, der aus gutem dienst wegwandert und schlechten findet) hat ein gaul umb ein gurren geben H. Sachs 17, 300 lit. ver.; für ein gaul ein gur ist böser tausch Petri weish. (1604) 2, E e 3b. 1@dd) vereinzelt für springhengst: emissarius gorre (15. jh.) bei Diefenbach 200c; gurr hengst Henisch 1783; vgl.gorre, m., widder Lexer kärnt. 127. 22) stute. 2@aa) im rein sachlichen sinne schon früh in obd. ländlichen quellen: chumb einer herzu mit einer gurren (im gegensatz zu rosz) mit jungen fullen, die niht beslagen sind, die sind auch (dem fergen) nichts pflichtig (14. jh.) österr. weist. 7, 964; auch (1469) 8, 104; (vom Chiemsee) es süll auch chain rosz in daz weidach ... auszgenomen der mair von O. sol des morgens ain gurren mit ainem fül mit seinem galten vich hinein treiben (1443-63) weist. 6, 169; equa eyn stuodt oder gurr Dasypodius (1537) 65a; cavalla ein gurr oder mutterpferdt Hulsius it.-dt. (1618) 81a; equa gurr, stute, mutterpferd Aler (1727) 1, 995a; ein hengst, den man zu den gurren oder stuten laszt Frisius dict. (1556) 39a; etliche pferdt leben biss an die fünfftzig jar, aber die gurren sollen ihr leben nicht so hoch bringen (femina minore spatio) Heyden Plin. (1565) 214 u. ö.; wenn einer ein gurren gen Rom ritte, so könt er siegel und brieff herausz bringen, das es ein hengst were Petri weish. 2, B b b 8b. mundartlich erhalten, s. Bühler Davos 2, 4; Kramer Bistritz 43; vgl. gorre wbl. schaf, mutterschaf Lexer kärnt. 127; Schöpf tirol. 200; s. auch gurrenfüllen, gurrenpferd u. ähnl. Fischer schwäb. 3, 932. 2@bb) pejorativ, schlechte, alte, abgetriebene stute, sehr unsicher bezeugt: gurr(e), gorre equa annosa, strigosa et macilenta Stieler 715; hodie apud Suevos equa vilis et macilenta Wachter (1737) 627; gurre 'ein schindmerr', equa strigosa Aler dict. (1727) 1, 995a; 'stute von geringer und schlechter art' Krünitz enzykl. 20, 392; das weibchen (des pferdes heiszt) stute, im verächtlichen sinn gurre Oken naturgesch. 7, 1234; gur 'schlechte stute' Kisch Nösner wörter 59. — im sinne von 'bäuerliche stute', vgl. 1 b: merhe, vulgariter gurr oder studen runcina, dicitur equa rusticalis voc. (1515 Hüpfuff) q 4b; letslich gieng er in den stal, sahe, was er noch für pferdt hette, fandt er kaum mehr ein bawren mehrre oder gur darin Nic. Höniger hoffh. d. türk. keisers (1573) 73. 2@cc) übertragen als schimpfwort für frauen und mädchen, wie stute B 3. für grosze, grobe weibliche personen Tschumpert bündn. 686; Schmeller-Fr. 1, 932; hessisch: ä lange gurr Estor d. Teutsch. rechtsgelahrth. 3 (1767) 1410; vgl. hierzu rosz 3 d; für sinnliche, liederliche, z. b. Stalder 499; Martin-Lienhart 1, 230; des ischt a reachta gurra aus Ulm in zs. f. hochd. maa. 6, 36; keinen bissen kann ich in ruhe fressen, so lang die gurr noch unter einem dach mit mir ist H. L. Wagner kindermörd. 29 lit. denkm.; ebenfalls im geschlechtlichen bereich: worumme scholde ik de rosen (d. i. eine jungfrau) dorren efte maken to ener gorren schaekspel (15. jh.) bei Schiller-Lübben 2, 134; für alte, auch häszliche, s. Schöpf tirol. 225; K. Reiser Allgäu 2, 707; Spiess Henneberg. 86; alte gurre schon im 15. jh.: (als die nachbarn) dannan koment, do starp ouch die alte gurre predigtmärlein in Germania 3, 422; bildlich verwendet: die sage ist gar eine vielmäulige gurre, hochbeliebt in zechhäusern, kunkelstuben Schubart vaterl. chron. (1787) 186. auch verächtlich für weibliche tiere: gurre schimpfname für alte, störrische kuh und andere tiere Staub-Tobler 2, 402; für ein altes gelttier beim rotwild Behlen forst- u. jagdk. 7, 248. 33) 'muliebria', vereinzelt: (bäuerin in unfreiwilligem doppelsinn für 'stute') mein guter geselle, so pletze mir mein gurre auch, dasz sie lustig werde Tabeus Maynhincklers sack (1612) e 2a; schweiz. einem s gurrli figge Staub-Tobler 2, 402. — kaum an gurre meretrix (2 c) anknüpfbar; vgl. aber u. 4 gurre 'pflaume' und heute berlin. pflaume 'muliebria'. 44) eine pflaumenart: die gestalt einer kriechen oder gurren, wie mans hie zu land haisst J. Kepler 5, 527 Frisch.
12911 Zeichen · 243 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GURREswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    GURRE swv. bringe den laut gur, gur oder einen ähnlichen hervor. Schmeller 2,63. der esel gurret ûf den wân, er wænet wo…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gurreF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gurre , F. Vw.: s. gorre (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gurre

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Gurre , plur. die -n, im gemeinen Leben, eine Benennung einer Stute von geringer und schlechter Art, und eines jeden…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gurre

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gurre , schlechtes Pferd, Schindmähre.

  5. modern
    Dialekt
    Gurre

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gurre , Gurr [Kûrə Attenschw. Hi. ; Kùr U. ] f. 1. alter Gaul; verhasstes weibliches Tier Hi. ‘Gurren’ Stuten Fisch. Gar…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gurre

16 Bildungen · 14 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

gurre‑ als Erstglied (14 von 14)

Gurre I

SHW

Gurre I Band 2, Spalte 1525-1526

Gurre II

SHW

Gurre II Band 2, Spalte 1525-1526

gurreln

DWB

gurr·eln

gurreln , vb. , in ähnlichen bedeutungen belegt wie gurgeln; von flüssigkeitsgeräuschen: die krug gurrelt, gluckt amphora bilbit Aler dict. …

Gurrenfüllen

PfWB

gurren·fuellen

 Gurren-füllen n. : ' weibliches Fohlen ', vgl. Gurre 1 a. a. 1540: 10 hengst vnd 8 gurre fuelen [SSp., Mgr. Baden 2½, Gräfenst. Amtsgefäll…

gurrengauch

DWB

gurren·gauch

gurrengauch , m. , sumpfschnepfe, zu gurre 2, übersetzt. ein dem nord. horsgök entsprechendes cuculus equarum: ( nepae campestres ... cuculi…

Gurrenhamm

PfWB

gurren·hamm

Gurren-hamm m. : ' grasiger Abhang ', Gorrehamm und Gorrehang [ LU-Altr ]; vgl. Hamm 1. — Zum ersten Wortteil s. Schwäb. III 931 Gurr 'Damm …

gurren I

RhWB

gur·reni

gurren I -u- Verbr. Saar, Hochw, WEif, NBerg schw.: girren, von der Taube. — Abl.: die Gurrerei, dat Gegurr(sch).

gurren II

RhWB

gurren II :bgu·r.ən Saarbg-Serrig schw.: etwas abg., mühsam oder schlecht abschneiden; s. garren.

Gurrenläutsch

Idiotikon

Gurrenläutsch Band 3, Spalte 1535 Gurrenläutsch 3,1535

gurrern

MeckWB

gurr·ern

gurrern selten -tt- lautmalend klatschend fallen, bes. vom Regen: hür, wo dat gurrert Wa; Sta Gramm ; eine beim Afstaken auseinanderfallende…

Gurretscheⁿ

Idiotikon

Gurretscheⁿ Band 2, Spalte 410 Gurretscheⁿ 2,410

gurretzen

DWB

gurr·etzen

gurretzen , vb. , knarren ( vgl. gurren 1): die haussthür mit fleisz zurichten lassen, damit sie im auff- und zugehen starck krachet und gur…

Gurreⁿ I

Idiotikon

Gurreⁿ I Band 2, Spalte 409 Gurreⁿ I 2,409

Gurreⁿ II

Idiotikon

Gurreⁿ II Band 2, Spalte 409 Gurreⁿ II 2,409

gurre als Zweitglied (2 von 2)

ackergurre

DWB

acker·gurre

ackergurre , f. was ackergaul. fastn. sp. 306, 12. 396, 13; Agricola 233 a .

Pißgurre

Adelung

piss·gurre

Die Pißgurre , plur. die -n, der Oberdeutsche Nahme einer Art Weißfische, S. Adelung Beißker .