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schwach

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwach adj.

Bd. 15, Sp. 2148
schwach, adj. , mhd. swach mhd. wb. 2, 2, 779a. Lexer mhd. handwb. 2, 1330, mnd. swack Schiller-Lübben 4, 481b, ebenso neund. (zum theil mit langer silbe gesprochen), vgl. brem. wb. 4, 1108. Dähnert 476b. Schütze 4, 231. Danneil 217a. Mi 90a. Schambach 220a. Woeste 264a. ten Doornkaat Koolman 3, 370a, nld. swack, debilis, imbecillis, infirmus Kilian, jetzt zwak. im ahd. ist das wort nicht belegt, es fehlt den übrigen germanischen sprachen. J. Grimm stellte das wort zusammen mit ahd. suehhan, olere, fragrare, foetere, mhd. swecher, foetidus, alts. swek, geruch, ags. sväc, odor. zeitschr. f. deutsches alterthum 6, 5 (kl. schriften 7, 199). gramm. 2, 27, vgl. Graff 6, 863. J. Grimm meint (kl. schrift. 6, 318. gr. 2, 80), schwach habe zunächst die bedeutung von inodorus, insipidus gehabt (ebenso Weigand4 2, 656. Schade altd. wb.2 2, 900b, das sich auflösende, verwesende Schm. 2, 623). besser ist eine verschlimmerung des begriffes zu 'stinkend' für schwach anzunehmen (so im mhd. wb. a. a. o., vergl. noch mhd. swecher), die spurweise im mhd. noch nachzuwirken scheint: (das schwein) wüelet doch mit unde grebt in den swachen fûlen mist. K. v. Würzburg Parthenopier 8473. von hier aus läszt sich der übergang zur bedeutung 'erbärmlich, elend, social niedrig stehend' begreifen. anders leitet Kluge etym. wb.5 339b das wort ab, vgl. auch Franck etym. woordenb. 1226. Noreen urgerm. lautl. 88, 102; die bedeutung von 'niedrig, elend, schlecht' tritt in neuerer sprache völlig zurück vor der vorstellung 'kraftlos, das zu erwartende masz nicht ausfüllend, nicht wirkend' u. ähnl.; Dasypodius glossiert schwach, unfest, infirmus, imbecillus, debilus, languidus, invalidus, enervus, elumbis, mancus, effoetus, defoetus, semivirus; schwach, kleiner krefften, tenuis viribus, infirmus Maaler 364c; schwach, was die gehörige stärke nicht hat. Frisch 2, 239a. im Aargau ist nach Hunziker 234 der begriff von schwach enger als im schriftdeutschen (beschränkt auf: entkräftet von kranken personen, gering an alkoholgehalt, unmerklich von geruch, kraftlos im physischen und moralischen sinne); baslerisch im sinne von unkundig, nachlässig: er isch schwach inn alle bigäbehaite. Seiler 266a; in anderen mundarten tritt besonders die bedeutung 'durch krankheit entkräftet, schwer darniederliegend' hervor, vgl. Spiesz 229; seer swakk, tödlich krank Dähnert 476b. 11) in älterer sprache, social niedrig stehend, arm, dürftig, elend, gering, schlecht; von personen: daʒ ûʒ frömden ellende ein sô swacher man wære komen. Servat. 753; diu swacheste drunder,swaʒ ir diu gebôt, daʒ muose si leisten. Gudrun 1010 (vgl. Erec 8289); daʒ dehein wîp sô swach den gürtel in ir hant genam. Wigalois 139, 13; nu enwas dâ nieman sô swach (so niedriger geburt). Amis 703; man hât des swachen mannes kint für den edelen hôchgeborn. Meier Helmbrecht 500; er diuhte sicher si ze swach unde lîhte gar ze nider. Engelhard 1954; ûʒ einem swachen knehte hât ir gemachet einen voget. 3530. im gegensatz zu rîche (vgl. Scherz-Oberlin 1605): du machest rîche in kurzer vrist einen alsô swachen man. Iwein 3551; jâ müget ir michel gerner sîn in vremde ein rîchiu künegîn dann in der künde arm unde swach. Trist. 292, 1; ich enbin nie sô swach, mîn vater sî ein künic rîche. Flore 4100; [] freier: daʒ dritte gesläht ist vil swah (tertium monachorum genus deterrimum est); aller niderist und swachist (omnibus inferior et vilior); ob du sunderst daʒ edel von dem swachen. quelle bei Schm. 2, 622; wie swach ein yeglicher wær, er möcht doch mit frmchait zuo einer sOelichen er chomen. gesta Rom. 23 Keller. der esel wird bei Boner im gegensatze zum löwen und zum rosz als swach, als ein unedles thier bezeichnet. edelst. 14, 16. 51, 9. 15. auf unpersönliches bezogen, niedrig, elend, dürftig; swacher name, niedriger, dürftiger stand: daʒ er mich aber enterbet und nimt mir guot und êre, sô muoʒ ich iemer mêre unwert und swaches namen sîn. Tristan 39, 3. leben: davon sich nicht gelîchen mag dîn swacheʒ leben und daʒ mîn. Boner edelst. 41, 15 (die fliege spricht zur ameise); irdisches im verhältnisse zum himmlischen: aus diesem schwachen leben in die ewige kirchen. Melanchthon vorr. zum 7. theil von Luthers schriften; weil mich die gestirne dulden in der schwachen unter-welt. geh. Venus 11 neudruck; haus und gerät, gewand, speise u. s. w.: daʒ was niht ein palas, eʒ was ein swachiu herberge bî einem velse an einem berge. L. v. Regensburg s. Franc. leben 279; do lieszen sie das hoch adel (das Jesuskind) ligen in dem schwachen stadel. quelle bei Schmeller 2, 622; manege maget guot, die mit strûbendem hâreunde in swachen kleiden hin ze hove giengen. Gudrun 1299, 3; mir ist lieber, kumt sî her (schön geputzt) danne ob er sî dâ heime in swacher wæte vinde. Neithart 37, 18; ich mir bereiten bat ûʒsetzen nepfe und swachiu kleit. U. v. Lichtenstein frauendienst 329, 19; si kunden swacher niht gesîn. 22; uff erden soltu nymant versuochen in swachem gewant. Muskatblut 86, 23; der swechest balc wær wol ze lobe (der geringste pelz war immer noch kostbar genug). Parz. 231, 6; do sach er an dem bette wie er nicht enhette, den ein swarz swacheʒ tuch. pass. 144, 39 Köpke; daʒ nâch sô werder spîse guot in mich kein swachiu trahte gê. herzemœre 497; du vichtes vruo und spâte, wie dich got berâte der swachen spîse, der du lebest. Boner edelstein 41, 9; swer swach korn under guoteʒ schütet. quelle bei Lexer mhd. handwb. 2, 1330; swacher lîp, unansehnliche gestalt: (der frosch spricht:) got hêr, waʒ sol ich dir dar umbe danken, daʒ du mir hâst ein als swachen lîp gegeben? Boner edelst. 46, 7. in entsprechender anwendung wird in älterer sprache das adv. viel gebraucht: si bat, daʒ man sie legete swach uf aschen an die erden. pass. 338, 76 Köpke; vgl. mhd. wb. 2, 2, 780a. Lexer mhd. handwb. 2, 1331. verschärft zu schimpflich, kläglich und auf tod, lebensende bezogen: ich wil nâch swachem tôde streben, und wil für wâr niht langer leben. U. v. Lichtenstein frauendienst 366, 27; Îsôt die küniginne, swie die in sîner minne bran und in ir minne her Tristan, eʒ nam doch swacheʒ ende. H. v. Freiberg Tristan 6854; er wart durch zouberlîchiu dinc erhenket an ein criuce dô: mit dirre marter und alsô nam er ein swacheʒ ende. K. v. Würzburg Silvester 2499; oder eʒ ginge ir an ir leben mit eime tode harte swach. pass. 27, 79 Köpke; bei der übertragung auf das sittliche gebiet ist der unterschied gegen den gebrauch der neueren sprache zu beachten, die von der vorstellung des kraftlosen ausgeht; von personen: muoter, ûʒ iuwerm munde sô sint alle manne swach. Neidhart liii, 7; swaʒ ir swaches gesindes hât, daʒ zuo den unêren phlît. L. von Regensburg tochter Syon 3824; [] di snode an di furstinne, di freche an di geduldegen, di swache an di unschuldegen sturmete alse sere. Elisabeth 5098; sanc ich hiure niht von guoten wîben, sô singe aber ich nu von den swachen. minnes. 2, 262a Hagen; hier ergibt sich leicht die beziehung auf geschlechtliche unreinheit: nym der swachen frawen war, agnosce meretricem. quelle bei Schm. 2, 623. auf unpersönliches bezogen: wen spricht, eʒ sî nicht halbs verlorn, wan allʒ, daʒ man ze dienste tuot dem argen: wan sîn swacher muot alle zît ûf bôsheit stât. Boner edelst. 11, 58; milder: er wære in swachem muote (zeigte verächtliche, thörichte gesinnung),der ir (der schönen frauen) deheiner wære gram. Nib. 533, 4; sin: ein swach sin half dir unde riet: von schildes ambet man dich schiet und sagte dich gar rehtlôs. Parz. 524, 23. ding: und wart des swachen dinges gezigen (des diebstahls). quelle bei Schm. 2, 623; gewonheit: eʒ ist ein bœs gewonheit swach, dâ mit mans tiuvels willen tuot. Teichner 211 Karajan; gehässig: swacher wort und gespottes. 48; swacher gruoʒ, üble begrüszung, gezeigte miszachtung, kalter grusz; nach dem zusammenhange ergibt sich die schärfere oder mildere meinung: leget, mîne vriunde,die schilde für den fuoʒ, und geltet, ob iu iemenbiete swachen gruoʒ, mit tiefen verchwunden. Nib. 1796, 2; der bœse dicke dulten muoʒ unwirde unde swachen gruoʒ. Freid. 89, 10 (vergl. Haupt zu minnesangs frühling 80, 22); die verschlimmerte bedeutung des wortes liegt auch in wendungen vor wie die folgende: man hôhgemâc, an friunden kranc, daʒ ist ein swacher habedanc. Walther 79, 18. 22) entkräftet, kraftlos, elend. krankheit, besondere körperliche zustände: schwach seyn, kranck seyn, estre malade Hulsius dict. (1616) 291b; schwach, kranck, unpäszlich ebenda; schwach, aegrotus, languidus Schottel 1411; die neuere sprache faszt schwach wesentlich als begleitzustand, als zeichen, wirkung der krankheit, die ältere braucht es bisweilen völlig im sinne von krank: wen spricht, daʒ überig gemach gesunde liute machet swach. Boner edelst. 48, 150; soll man die armen schwachen durch einen starken trunk noch duppelt schwächer machen. Fleming 1, 144, 15 Lappenberg; Laurencius de Compagnia was immer schwach. d. städtechr. 15, 122, 10; herzog Hainrich, nachdem er swach was, blib zu Regensburg. Aventin chron. 2, 273, 23; und ich Daniel ward schwach, und lag etliche tage kranck. Dan. 8, 27; ruffet den schwachen umb gesundheit an, bittet den todten umbs leben. weish. Sal. 13, 18; sein gemachel were im schwach. d. städtechron. 25, 385, 28; besondere wendung: et is nu en swakke tied, ungesunde zeit, witterung, es gibt viele kranke. Schütze 4, 231. ohnmächtig (vgl. cimbr. wb. 225b): ob ich etwo schwach wurd, das mir der stab entfiel. Salzburger taid. 182, 20; nach starkem aderlasz: rhu, weyl du bist so vol schwachs. H. Sachs 17, 64, 25 Keller-Götze. ähnlich in neuerer sprache von plötzlichen zufällen: mir wird schwach, mir ists, wirds schwach im magen; den pferden wars so schwach im magen. Uhland ged. (1864) 329. verwundung: swie mir sî daʒ leben swach. Barl. u. Jos. 13, 12: verbunden mit krank und andern sinnverwandten ausdrücken: an leib und seel bald abgemerglet, schwach. Weckherlin ged. (1648) 245; das röszlein war so krank und schwach: er zog es nur am zaume nach. Uhland ged. (1864) 324. verschlimmerte zustände bei krankheit: es steht schwach mit ihm; der kranke wird schwächer und schwächer; nd. 'tis swack wark mit em. brem. wb. 4, 1108, vergl. Dähnert 476b; pullus formicans, ein schwacher pulsz. Corvinus fons latin. (1660) 275b; der puls geht schwach u. ähnl. athmen: mein odem ist schwach, und meine tage sind abgekürtzt, das grab ist da. Hiob 17, 1; das schwach geynen, wenn einer von kranckheit das maul kaum mag aufbringen zegeynen, hiatus aeger. Maaler 364c. [] ermüdung: schwach von arbeit, labore fractus Stieler 1948; die streitenden soldaten werden schwach, .. viribus debilitantur et franguntur Steinbach 2, 530; meine knie sind schwach von fasten. ps. 109, 24. allgemein zur bezeichnung, dasz das erforderliche masz von kraft und gesundheit nicht vorhanden ist: er hat einen schwachen athem (als anlage); eine schwache brust, schwache lunge, schwache augen (aber nicht ohren, nase) haben und ähnl.; languenti esse stomacho, einen schwachen magen haben. Corvinus fons latin. (1660) 715a; schwacher leib, corpus infirmum, debilitatum, effoetum; schwache natur, valetudo debilis Stieler 1948; schwach genaturet, imbecillis, fragilis natura 38; arme und schwache gesundheit. Maaler 364c; schwache gesundheit, schwaches gesicht. Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 692b; von schwachen gliedmaszen seyn, infirmis esse membris Steinbach 2, 530; ein schwaches gehör, aures hebetes. ebenda; der blinde, der die finsternisz, die ihn umwölkte, kaum zerrisz, wagt nicht an hellen sommertagen sein schwaches, blinzendes gesicht verwegen in das volle licht. Gotter 1, 229 (1787); denn stark und schwach war sein gesicht; wie war es stark und schwach? schwach war es vor den nachbarsfraun, wo er vorüber bog, stark aber feinde zu erschaun, wo er zum kampfe zog. Rückert (1882) 4, 89; die groszmutter sah mir, so weit ihre schwachen augen reichten, etwas wehmütig nach. Keller werke 1, 200. die wendung auf schwachen füszen stehen wird gern in übertragenem sinne gebraucht (unter einwirkung von Daniel cap. 2): die religion, der stat stehet auf schwachen füszen. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b. im eigentlichen sinne dagegen schwach auf den beinen sein. (Simson spricht:) so würde ich schwach, und were wie ein ander mensch. richter 16, 7; macht aus ewren pflugscharen schwerter, und aus ewren sicheln spiesze. der schwache spreche, ich bin starck. Joel 3, 15; der schwächeste musz das creutz tragen. Henisch 622, 29; das schwach ist auch beysamen starck. Franck sprichw. (1541) 1, 63b; wer schwach ist, der lasse sich mit keinem starcken ein. Kramer deutsch-ital. dict. 2, 692c; darin, ihr götter, macht ihr schwache stark. Shakesp. Julius Cäsar 1, 3. in verbindung mit sinnesgleichen oder ähnlichen adjectiven: die schwachen und armen ligen allzeit unten, die reichen und starcken oben. Petri (1605) 2, R 3b; schwach, matt, unkräfftig. Hulsius dict. (1616) 291b; schwach unnd blöd, debilis, imbecillis Maaler 364c; schwache und blöde gesundheit. Comenius sprachenthür übers. von Docemius 293 (1658); wer schwach und blöd geboren, den kan kein medicin starck und lebhafft machen. quelle bei Wander sprichw.-lex. 4, 409; unbehülflich, schwach und duldend wie ein kind am mutterbusen. Grillparzer4 3, 17 (ahnfrau 1). gegenüber einer aufgabe: ich bin dem ze schwach das ichs trage. Maaler 364c; du bist dem dinge zu schwach. Steinbach 2, 530; und wenn ich, freund, der schwere der bürde, die die ehre vom staate auf sich nahm. zu schwach, zu kraftlos wäre. Göckingk (1781) 2, 106; die krafft der treger ist zu schwach, und des staubs ist zu viel. Nehem. 4, 10; die eigne kraft wird gegenüber einer aufgabe herabgesetzt: mein arm ist zu schwach, euch zu schützen; ach, wie ist mein arm so schwach! was ich hebe, was ich trage, was ich schneide, was ich schlage, jeder knappe thut es nach. W. Müller ged. 1, 13 (1837); in gottes nahmen denn! gieb her den kahn, ich wills mit meiner schwachen kraft versuchen. Schiller Wilh. Tell 1, 1. im plural völlig verblaszt: so weit es in meinen schwachen kräften steht, will ich dir helfen. alter und kindheit heiszen schwach im verhältnis zur kraft und gesundheit der reifen jahre: ein schwaches kind miszhandeln; ein schwaches kind dagegen auch im gegensatze zu anderen kindern, ein in der ausbildung des körperlichen organismus zurückgebliebenes; er ist schwach von alter, senectute languescit, confectus est. Stieler 1948; das schwache alter, l'età cadente, caduca, rotta Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b; schwach und alt wird ungestalt. Wander sprichw.-lex. 4, 408; [] ich hab dir nahrung und kleider gegeben, und dein schwaches alter in allen geschäften geschonet. Schiller räub. 4, 2 schauspiel; dem alter nah, und schwach an kräften, entschlägt sich Sanktulus der welt. Ludwig 1, 8; rennt dem scheuen glücke nach! freunde, rennt euch alt und schwach! 65. die frauen sind das schwache oder schwächere geschlecht; oft wird die bezeichnung im uneigentlichen sinne besonders mit beziehung auf die charaktereigenschaften der frauen gebraucht: ein schwaches weibsbild, das schwache frauenvolck. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b; belogene lügner! von einem schwachen weib überlistet. Schiller kab. u. liebe 2, 1; das schwache geschlecht, sowie es gewöhnlich genannt wird, zeigte sich tapfer und mächtig, und gegenwärtigen geistes. Göthe 40, 294. in besonderer anwendung beim wilde, noch nicht ausgewachsen: schwacher bock, schwache sauen u. ähnl. im verhältnis zu andern thiergattungen: die eimmeisen ein schwach volck ... caninichen ein schwach volck. spr. Sal. 30, 25. 26. 33) in freierer anwendung; den mangel an actionsfähigkeit, das unvermögen gegenüber den umständen und verhältnissen, den machtmitteln anderer u. s. w.: dasz obrigkeiten seyn, ist männiglichen angelegen, damit nicht der mächtigere den schwachen unterdrücke. Comenius sprachenth. übers v. Docemius (1657) 673; ich bin die schwache, sie die mächt'ge — wohl, sie brauche die gewalt, sie tödte mich. Schiller M. Stuart 1, 7; in diesem zarten punkt, den ich jetzt eurer treu preisz geben soll, bin ich der schwächste mann an diesem hof. 2, 8; und ob er schwach ist, dir schaden zu thun. Sir. 19, 25; zum teil ein starck, und zum teil ein schwach reich. Dan. 2, 42. im wirtschaftlichen sinne, unbemittelt: datô sî öck to schwach, das geht über mein vermögen. Frischbier 2, 326a; es steht schwach mit ihm, er ist dem bankrott nahe. menschliche hülflosigkeit, gebrechlichkeit bezeichnend besonders im verhältnis zur göttlichen macht: und bleibet in tieffer demut und befilcht sich in gottes hut, weyl er sich befindt voller schwachs. H. Sachs 15, 350, 14 Keller-Götze; ich geschweig desz letzten abscheiden, ein leiden sonst ob allem leiden, das seel und leibe macht vil schwachs. 21, 290, 17; so stärcket seine hand den leib und geist der schwachen. Weckherlin (1648) 246; fahr im fried! ich kans nicht wenden, bin zu schwach desz herren händen. Logau 1, 183, 69; ich bin dein (gottes) knecht, und deiner magd son, ein schwacher mensch und kurtzes lebens. weish. Sal. 9, 5; wir seynd schwache menschen, schwache creaturen. Kramer deutsch-ital. dict. 2, 692c. übertragen auf die willensthätigkeit, das sittliche gebiet, unfähigkeit versuchungen zu widerstehen, anlage, die eine ernstere probe nicht besteht: der geist ist willig, aber das fleisch ist schwach. Matth. 26, 41; wenn jr aber also sündiget an den brüdern, und schlahet jr schwaches gewissen, so sündiget jr an Christo. 1 Cor. 8, 12; ein schwach, blöd gewissen, ist ein grosze kranckheit. Henisch 422, 41 (die verbindung wird von Campe für ungewöhnlich erklärt); schwache treue, fides sublesta Stieler 1949; schwacher augenblick, schwache stunde, augenblick, stunde, da man besonders geneigt ist, versuchungen zu unterliegen: in einem schwachen augenblicke liesz ich mich bereden; jeder mensch hat seine schwachen stunden u. ä.; bedenke, dasz dem besten die schwache stunde schlagen kann, dasz diese schwache stunde sich selbst nur zu bitter straft. Ludwig 2, 598; Elisabeth! sie haben in schwachen stunden (stunden weicher hingabe) mich gesehen. Schiller don Carlos 4, 9. ohne strenge, ohne energie: ein schwacher vater, schwach gegen seine umgebung u. ähnl.; eine schwache regierung, die keinen festen willen zeigt, ein schwaches regiment führen. ein schwach unnd arbeitsälig regiment, umb wölches es vast übel stadt, aegrota res publica Maaler 364c; studium languidum, schwacher fleisz. Corvinus fons lat. (1660) 348b; schwach gemüt, animus impotens, infirmus Stieler 1948; dasz er zu einem sehr schwachen herzen einen noch schwächern kopf (vgl. weiter unten) gehabt haben müsse. Wieland 6, 204; sobald unser [] herz weich ist, ist es schwach. Göthe briefe 1, 236 Weim. ausgabe; ach, welch ein schwaches ding das herz des weibes ist! Shakesp. Jul. Cäsar 2, 4. religiöses leben, der festigkeit und freudigkeit des glaubens gegenübergestellt, oft in der bibel mit beziehung auf bestimmte satzungen: den schwachen im glauben nemet auff, und verwirret die gewissen nicht. m. 14, 1; einer gleubet, er möge allerley essen, welcher aber schwach ist, der isset kraut. 14, 2 (hiernach mit scherzhafter verdrehung des sinnes: die zwak is, ete moeskruiden. Wander sprichw.-lex. 4, 408); es ist viel besser, du essest kein fleisch, und trinckest keinen wein, oder das, dar an sich dein bruder stöszet, oder ergert oder schwach wird. 14, 21; den schwachen bin ich worden als ein schwacher, auff das ich die schwachen gewinne. 1 Cor. 9, 22; meine krafft ist in den schwachen mechtig. 2 Cor. 12, 9; tröstet die kleinmütigen, traget die schwachen. 1 Thess. 5, 14; schwacher glaube, fede debole Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b; im sinne von aberglauben: keins swachen glouben er phlac. Erec 8123. verstandesleben, phantasie, geistige, künstlerische production, gedächtnis u. s. w.: die schwache (begreiffung). Comenius sprachenthür übers. von Docemius (1657) 357; schwach gedächtnüsz, memoria hebes, sive labilis Stieler 1948; schwaches hirn, schwache vernunft Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 692b; sein verstand wird schwach, mentis acies hebescit Frisch 2, 239a; ein schwacher kopf, schwach von begriffen, ein schwaches verständnis, die phantasie ist zu schwach u. ä.; wie ich mich dann solches auszführlich gnugsam darzuthun zu schwach befinde. Kirchhof discipl. milit. 2; selbst Pope war dem kühnen schwung zu schwach. Gotter 3, lxx; klar und überzeugend, wie mir däucht, dem schwachen kopf, wie dem verständigsten. Schiller 6, 141 (Phöniz. 2, 4); in besonderer wendung: die feder, der pinsel ist zu schwach, dies darzustellen; bezogen auf die äuszerungen und schöpfungen des geistes: das kommt schwach heraus, o plumbeum pugionem Stieler 1949; ein schwaches buch, das ist schwaches zeug, schwache darlegung, eine recht schwache dichtung, schwaches stück u. s. w.: die sogenannten texte der sonntägigen kirchenmusiken .. waren freilich sehr schwach. Göthe 24, 226. ebenso in beziehung auf die bildenden künste und die musik: ein schwaches gemälde, relief, lied; schwache komposition, linien-, pinsel-, stimmführung u. s. w. 44) weitere ausbildung des begriffes; besondere anwendung. 4@aa) unwirksam in sinnlicher und unsinnlicher bedeutung: schwacher grund, beweis, trost, hülfe u. ähnl., schwaches werkzeug, besonders in übertragenem sinne: gebt dem weibischen, als dem schwechsten werckzeuge, seine ehre. 1 Petri 3, 7; gering: einen schwachen eindruck machen, das stück hatte nur einen schwachen erfolg, schwaches lob: das niedergedrückte weib willigte mit schwacher hoffnung eines glücklichen erfolges in diesen vorschlag. Musäus volksmärchen 1, 35 Hempel; liebesleben: du guter jüngling, halt mich nicht für hart, weil ich nur schwach erwiedre deine meinung. Grillparzer4 6, 53. nd. swaken lân krîgen, geringen lohn bekommen; de verdeinst is te swak. Schambach 220a; (er) nehme von mir als schwaches andenken. J. Paul flegelj. 1, 16; im mhd. mit negierender wirkung: ich muoʒ verdienen swachen haʒ: ich wil die hêrren lêren daʒ, wies iegeslîchen rât wol mügen erkennen. Walther 83, 27; er vant dar inne swachen rât, weder strô noch bettewât. Gregor 2867; sin leit was ime nu worden swach, er stunt uf vroliche. pass. 226, 41 Hahn; mundartlich: ja aber schwach, keineswegs Hügel 145b. 4@bb) dünn, biegsam, gebrechlich, leicht zerreiszend: gebrechlich, schwach, fragilis Henisch 1395, 12; schwach, nicht dick, tenuis Frisch 2, 239a; ein schwacher stängel, gracilis caulis, ein schwacher faden, tenue filum Steinbach 2, 530 (im bilde: sein leben, schicksal hängt an einem schwachen faden); schwaches reis, reif, rohr u. ähnl.: wer on verdienst, will han den lon und uff eym schwachen ror will ston. Brant narrenschiff 57; bewegt's euch nicht, wenn dieses erdballs veste wankt, wie ein schwaches rohr? Shakesp. Julius Cäsar 1, 3; wer eilig will ein mächtig feuer machen, nimmt schwaches stroh zuerst. ebenda; [] schwache äste, sind die, so nach den fruchtästen stehen, aber nicht so viel saft als diese haben, daher sie schwächer, und an der spitze des holzes schwarz werden. Jacobsson 7, 283a. schwaches bret, dünnes bret; schwaches hölzernes kreuz (im gegensatz zu einem eisernen). Göthe 17, 202; schwacher bart, dünner bart; schwache leiber, corpora gracilia Steinbach 2, 530; er erwischt in bei der mitte da er am schwechsten was. Uhland volksl.2 252; er nahm sie in der mitten, da sie am schwächsten was. wunderhorn 1, 70 Boxberger; zwar meiner ersten klag ursach war eine schönheit zart und schwach. Weckherlin vorr. zu den psalmen. schwacher spalt, risz, ritz u. ähnl.: wenn ich in ein dunkles zimmer allerlei farben bringe, und durch einen schwachen riz auf eine derselben .. licht einlasze. Schiller 1, 88. zerbrechlich: das schwache gefäsz, vaso fragile Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b. 4@cc) von getränken, gehaltlos, dünn: schwache weyn, vina languidiora Maaler 364d; swakk beer, gemeines hausbier Dähnert 476b; (wein) gefror und ward schwach. d. städtechr. 3, 97, 27; schwache bouillon, schwacher arzneitrank u. ä. in chemischem sinne: eine schwache lösung. 4@dd) die zahlmäszig bestimmte grösze nicht erreichend, nicht vollzählig, in bezug auf die menge nicht zureichend: kleine, sive schwache meile, milliare exiguum, arctum Stieler 1219. ein schwaches capital, capital debole cioè piccolo Kramer deutschital. dict. (1702) 2, 692b; die vorstellung war schwach besucht, ein schwach besetztes orchester; sie waren schwach beysammen, pauci aderant Steinbach 2, 530. militärische stärkeverhältnisse: ein schwaches bataillon, das die volle zahl nicht erreicht; allgemeiner: der könich war am volcke schwächer, gegen den feynd zu schwach seyn, eine schwache flotte. Steinbach a. a. o.; schwache besatzung, artillerie u. s. w.; dann weil diese one waffen und an zahl dem feindt zu schwach. Fronsperger kriegsb. 3, 137a; ein einz'ger ritter nur, hört ich erzählen, hab' eine schwache mannschaft aufgebracht. Schiller jungfrau von Orl., prolog 3. 4@ee) befestigungen: schwacher ort, ungenügend befestigter Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b; schwache erdwerke; die stadt ist nur schwach befestigt. 4@ff) von einem einzelnen, wenig dauer oder widerstand versprechenden gebäude: ein schwaches gebäude, imbecille aedificium Steinbach 2, 530; von bautheilen: schwaches gewölbe und ähnliches. 4@gg) die vielgebrauchte verbindung schwache seite bezieht sich ursprünglich auf militärische verhältnisse: die schwache seite der festung ist die fluszseite, ist nach norden. die schwache seite (auch stelle, punct) der aufstellung ist die linke flanke. gewöhnlich in übertragener anwendung von charakteristischen mängeln: diese leztern betrachtungen griffen Jaffier bei seiner schwachen seite an. Schiller 4, 169; sie verstand .. mit groszer vorsicht aufzupassen, wo des andern schwache seite seyn möchte. Göthe 18, 169; alle dilettanten greifen die kunst von der schwachen seite an (vom schwachen ende). 44, 268. ähnliche wendungen: wissen, wo einer schwach, am schwächsten ist. Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 692c; hierin ist er schwach. Adelung; ihr glaubtet mich beym schwachen theil zu fassen. Wieland 10, 186 (urtheil des Paris). damit ist es schwach bestellt u. ähnl. 4@hh) vom ton, geräusch, im gegensatz zu laut: mit einer schwachen stimme, con una voce debole Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692b; die geige hat einen schwachen ton, nur schwache töne dringen zu mir herüber; der ritter mit trauriger und schwacher stimm antwurt gab. Galmy (1540) 70a; er .. hat eine schwache, leise stimme. Hebel 2, 171; in überirdischer höhle, von krausen büschen gezeugt, sitzt zwischen blumen der geishirt, bläst auf der hellen schallmey, hält ein, und höret die lieder hier laut in buchen ertönen, dort schwach, und endlich verloren. E. v. Kleist 2, 26; schwaches lauts antwortetest du, gaultummler Patroklos. Voss Ilias 16, 842. freier: lobt' ich tausend jahr, reine weiberschaar, eurer schönheit blüthe, eures herzens güte, wäre doch mein sang, nur ein schwacher klang. Hölty 148 Halm. [] von licht, farbe, zeichnung, umrisz: schwaches licht, ein schwacher lichtstrahl, schwacher schimmer, schwach erhellt u. ähnl.: so weit ich bei'm schwachen mondlicht darüber klar werden konnte. Hebbel 9, 28. etwas erscheint nur in schwachen umrissen, nicht scharf abgegrenzt; ein schwaches abbild, das den gegenstand nur undeutlich wiedergibt; auch freier: er ist nur ein schwaches abbild seiner einstigen kraft. schwaches grün, roth, ein mattes; schwache reste einstiger färbung sind sichtbar. von wind und wasser: ein schwacher luftzug, ein schwacher nordost; schwache strömung u. ähnl.: 'ein quell flieszt nebenbei über steine herab', erklärte Ilse. 'jetzt ist er schwach, aber im frühjahr strömt vieles wasser von dem berge zusammen'. Freytag handschr. 1, 101. 4@ii) schwache kammern (artillerie), die im boden spitzig und enge, oben aber weiter sind. Jacobsson 7, 283b; schwacher schrot, eine art des beileisens. 2, 167a.
28113 Zeichen · 524 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwách

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schwách ,

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwach

    Goethe-Wörterbuch

    schwach auch Großschr, abgekürzt ‘schw.’ (zB GWB N5 2 ,112,8 ); auch Subst (mask, fem u neutr, zT in Kleinschr) 1 zur qu…

  3. modern
    Dialekt
    schwach

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    schwach [wà Liebsd. Co. U.; Kompar. wèχər Co. ; Superl. wèχt U. ] 1. Adj. schwach. Er is t s., s dörf nieme n mit i…

  4. Sprichwörter
    Schwach

    Wander (Sprichwörter)

    Schwach Al ken berach er hot lieb a Schwach 1 . ( Jüd.-deutsch. Warschau. ) 1 ) Von schwechen = trinken. (Vgl. Avė-Lalle…

  5. Spezial
    schwachadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    schwach , adj слабый , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwach

116 Bildungen · 80 Erstglied · 33 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schwach 2 Komponenten

sch+wach

schwach setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwach‑ als Erstglied (30 von 80)

Schwach (Adj.)

Wander

Schwach (Adj.) Schwach (Adj.). 1. Schwach sein ist schlimmer als schlecht sein. – Unterhaltungen am häusl. Herd, 1864, Nr. 46, S. 927. 2. Sc…

schwachatmend

DWB

schwachatmend , part. : jetzt hört er schwachatmend, der mannkraft beraubt, den fittig der Aisa schon flattern ums haupt. Leuthold ged. 4 79…

schwachbestellt

DWB

schwachbestellt , part. ( vgl. DWB schwach 4, g ): er darf euch nicht finden schwachbestellt, führt er gegen euch seine künst' ins feld. Rüc…

schwachblau

GWB

schwach·blau

schwachblau ein zartes, mattes Blau aufweisend; im Zshg mit der Farbenlehre Ein weißes und blaues Objectiv geben..ein s-es Licht GWB N4,239,…

schwachdenkend

DWB

schwachdenkend , part. ( s. DWB schwach 3): ihre vorgänger, mein freund, haben das volk blosz und allein für den schwachdenkendsten theil de…

Schwache Hände

Meyers

Schwache Hände , an der Börse die Spekulanten, die über wenig Kapital verfügen und darum bei ungünstigem Verlauf ihrer Geschäfte nicht viel …

schwacheit:

DWBQVZ

schwach·eit

schwacheit: von einer vngewOehnlichen, vnnd biß anhero ... vnbekannten ... schwacheit, welche der gemeyne mann ... in Hessen, die kribelkran…

schwachen

DWB

schwa·chen

schwachen , verb. , erst im mhd. bezeugt, im sinne von schwach werden und von schwach machen mhd. wb. 2, 2, 780 b . 781 a . Lexer mhd. handw…

schwacherhoben

GWB

schwach·erhoben

schwacherhoben Getrenntschr in flacher Relieftechnik ausgeführt, flacherhaben, basreliefartig GWB B28,149,17 Rochlitz 27.6.17 Nachschr Syn G…

schwacherleuchtet

DWB

schwach·erleuchtet

schwacherleuchtet , adj. : bebend folgte er seiner führerin, die eine kleine thüre öffnete und mit ihm in ein niederes, schwacherleuchtetes …

Schwaches

Wander

Schwaches Das schwach ist auch beysamen stark. – Franck, I, 63 b ; Lehmann, II, 59, 45; Körte, 5452.

Schwachet

ElsWB

Schwachet , Schwächet , Schwäche [ʿSwàχət Hf. Ingw. Rothb. Lobs. ; ʿSwèχət Hf. ; ʿSwèχə Co. ] f. 1. Ohnmacht. E Schwachet bekumme n Rothb. 2…

schwacheⁿ

Idiotikon

schwacheⁿ Band 9, Spalte 1737 schwacheⁿ 9,1737

schwachfeuer

DWB

schwach·feuer

schwachfeuer , n. , von Campe verzeichnet: 1 ) schwaches kleines feuer. 2) name einer lichterscheinung, eines bleichen scheines im wasser, d…

schwachfisch

DWB

schwach·fisch

schwachfisch , m. übersetzung von weakfish, eine nordamerikanische fischart bei Oken 6, 246 .

schwachfüszig

DWB

schwachfüszig , adj. debole, infermo sù i piedi Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 692 c .

schwachgefügt

DWB

schwachgefügt , part. : wo bleibt das eitle boot, desz schwachgefügte seiten eben noch wettkämpften mit der kraft? Shakespeare, Troil. u. Cr…

schwachgemut

DWB

schwach·gemut

schwachgemut , adj. aus dem mhd. (swachgemuot) ende des vorigen jahrh. wieder aufgenommen: und ich, ein blöder schwachgemuther schurke. Shak…

schwachgestengelt

DWB

schwachgestengelt , part. : ( der epheu ) als eine schwach-gestengelte pflantze. Butschky Pathmos 706 .

schwach als Zweitglied (30 von 33)

ALTERSSCHWACH

DWB2

alters·schwach

DWB2 ALTERSSCHWACH , alterschwach adj. DWB2 zu alter B. DWB2 DWB2 1 DWB2 von alter geschwächt, kraftlos; als biologische gegebenheit: 1807 d…

ANTRIEBSSCHWACH

DWB2

antrieb·s·schwach

DWB2 ANTRIEBSSCHWACH adj. DWB2 zu antrieb 1 b . DWB2 ⟨1976⟩ der hinterkopf, dessen abbild die friseuse jetzt antriebsschwach im rückspiegel …

geistesschwach

DWB

geiste·s·schwach

geistesschwach , schwach am geist, z. b. ein geistesschwaches kind; das adj. erst aus dem folgenden subst. entnommen, vergl. geistesabwesend…

herzschwach

PfWB

herz·schwach

herz-schwach Adj. : wie schd. Sie is e bissel heʳzschwach [ LU-Opp ]; vgl. PfWB herzmatt .

hërzschwach

Idiotikon

hërzschwach Band 9, Spalte 1737 hërzschwach 9,1737

lichtschwach

DWB

licht·schwach

lichtschwach , adj. schwach an licht: der neu entdeckte komet ist so lichtschwach, dasz genaue beobachtung schwer fällt.

nervenschwach

DWB

nerven·schwach

nervenschwach , adj. an nervenschwäche leidend, nervös: eins ist mir zum ekel, wenn der nervenschwache zärtling spielt den genialen rekel. H…

sprachschwach

DWB

sprach·schwach

sprachschwach , adj. : nur sprachschwache und afterdeutsche werfen so gern den zweifel auf: ob man im deutschen sich auch deutsch ausdrücken…

sterbensschwach

DWB

sterbens·schwach

-schwach , adj. : die ohren sangen und sie fühlte, wie ihr sterbensschwach wurde P. Dörfler d. lampe d. tör. jungfrau (1930) 376 . —

sündenschwach

DWB

suenden·schwach

sündenschwach , adj. , von der sünde geschwächt: wär er ( Adams leib vor dem sündenfall ) sündenschwach, gefallen, wie jetzt, gewesen, glaub…

todesschwach

DWB

tod·es·schwach

todesschwach , adj. bis zum tode schwach, ermattet ( vgl. DWB todesmatt , -müde): todesschwach an boden sinken. Benzel-Sternau bei Campe.

todschwach

DWB

tod·schwach

todschwach , adj. und adv. zum tode schwach, sterbensschwach: er nam dem todtschwachen Kallimach die schlafhaub von dem kopf ... des muszt w…

tonschwach

DWB

ton·schwach

tonschwach , adj. : die tonschwachen cembali des siebenzehnten jahrhunderts Riehl freie vorträge 2, 417 . —

trinkschwach

DWB

trink·schwach

trinkschwach , adj. : einen trinkschwachen zecher H. Grimm d. gesch. v. d. alten blute (1931) 22 . —

überschwach

DWB

ueber·schwach

überschwach , adj. , steigernd zu schwach: allzu schwach. überschwache knechte Pestalozzi sämtl. schr. 7, 30 ; überschwache seelen Blumauer …

Unschwach

Campe

Unschwach , adj . u. adv . nicht schwach. Wolke.

verstandesschwach

DWB

verstande·s·schwach

verstandesschwach , in älterer form verstandschwach, adj., schwach an verstande Campe, der die erste form bucht; alleine schwachheiten des a…

Ableitungen von schwach (3 von 3)

erschwachen

DWB

erschwachen , debilitari, infirmari: sonst bleibstu wol ein nasser knab, und wirst under der bürd erschwachen. Murner schelmenz. 44 a ; auch…

geschwachen

DWB

geschwachen , verb. impers. es geschwacht mir, es wird oder ist mir schwach zu mut: wann einem geschwachet oder onmächtig wird. Sebiz feldb.…

Unschwach

Campe

Unschwach , adj . u. adv . nicht schwach. Wolke.