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swak

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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4 in 3 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

swak Adj.

Bd. 5, Sp. 720
swak Adj. [verbr.] 1. gelenkig, biegsam, geschmeidig: He is so schwack as ne Wedde sehr gelenkig (vgl.swank) (WmWb). — 2.1. körperlich nicht stark, nicht kräftig, geschwächt. Ne swāke Persäon (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Eck feule mi no so swack (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Hai iss so schwack, dat hai upp denn Feöuten ni stohn kann (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@NieheimNh). — 2.2. (von Organen und Körperteilen) nicht funktionstüchtig, anfällig. Eck hewwe en swacke Natūr (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Hai hiät schwake Augen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BontkirchenBo). En swāk Hiärte (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). Hai hätt ’n schwacken Kopp ist vergesslich (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@VilsendorfVd). Swāk im Rüggen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Schwack up de Beene (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Swack up de Buost (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Schwack in’n Koppe schwachsinnig (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). — 3. charakterlich, willensmäßig nicht stark, labil, charakterschwach, willensschwach. En schwaken Kopp häven willensschwach sein (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@NiederwenigernNw). Dat es mine swāke []Sīt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Ne swāke Stunne hemm’m einer Versuchung unterliegen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4.1. dürftig, unzulänglich, nicht ausreichend. Seine Prekerigge (Predigt) was ok man schwak (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Met suinen Vermügen suit et schwack iut (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 4.2. wenig, gering. De Käuper baut teo schwack der Käufer bot einen zu geringen Preis (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 5. wenig gehaltvoll, wässrig, dünn. Schwacken Koffie (WmWb). — 6. von geringer Leistungsfähigkeit, leistungsschwach, von geringem Können. Swāk im Reäken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). ⟨Vokalismus: a [Kr. MindenMin WMünsterl Kr. TecklenburgTek Ravensbg Lippe Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. BürenBür Ennepe-Ruhr-KreisEnr Wal], ›ā‹ [die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn die krfr. Stadt HagenHag Kr. IserlohnIsl KSauerl Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Alt]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1977: schwach; HnVwb 3,493: schwach. Zus.:→ kop~, swik~, tungen~.
2922 Zeichen · 111 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    swak

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    swak, fl. swak- u. swack-, schwach, kraftlos, zerbrechlich, biegsam, dünn, gering; adv. swakeliken.

  2. modern
    Dialekt
    swakAdj.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    swak Adj. [verbr.] 1. gelenkig, biegsam, geschmeidig: He is so schwack as ne Wedde sehr gelenkig (vgl.→ WWB swank ) ( Wm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit swak

32 Bildungen · 26 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

swak‑ als Erstglied (26 von 26)

Swakebeen

MeckWB

swak·e·been

Wossidia Swakebeen m. a. Spr. 'Schwachbein'; PN.: 'Johanne Swakebeen' (1366) UB. 16, 96.

swaken

LW

swaken, sw. v. 1. intr. schwach sein oder werden; nachlassen, den Mut verlieren. 2. trans. schwach machen, schwächen (auch im geschlechtlich…

swak(ge)lö̂vich

MNWB

swak·geloevich

swak(ge)lö̂vich , adj. , schwach, anfällig in Glaubenssachen; °Subst. de swak(ge)lö̂vige, m. , Einfältiger im Glauben, Schwachgläubiger (Ref…

swakgelȫvich

KöblerMnd

swak·gelȫvich

swakgelȫvich , Adj. nhd. schwachgläubig, anfällig in Glaubenssachen Hw.: s. swaklȫvich E.: s. swak, gelȫvich W.: s. nhd. schwachgläubig, Adj…

swakgelȫvige

KöblerMnd

swakgelȫvige , (subst. Adj.=)M. nhd. Einfältiger im Glauben (M.), Schwachgläubiger Hw.: s. swaklȫvige Q.: Reformationsliteratur (um 1550) E.…

swakhēt

KöblerMnd

swakhēt , F. nhd. „Schwachheit“, Schwäche, relativ geringes Maß an Kraft, Altersschwäche, Benommenheit, krankhafter Schwächezustand, Umnacht…

swakhēthalven

KöblerMnd

swakhēthalven , Adv. nhd. „Schwachheit halber“, wegen körperlicher Schwäche E.: s. swakhēt, halven (1) L.: MndHwb 3, 633 (swakhê[i]thalven)

Swakkelbrügge

WWB

Swakkel-brügge f. [ Kr. Meschede Mes Olp] Steg (Brett, das über das Wasser führt) (Frbg.).

swakkelen

WWB

swak·kelen

swakkelen V. [ Ennepe-Ruhr-Kreis Enr KSauerl Alt] 1. sich schwingend, schwankend bewegen. Me draff dat Kind nit schwackeln lōten man muss de…

Swakkelke

WWB

swak·kelke

Swakkelke f. [ Kr. Meschede Mes Kr. Brilon Bri Olp] lange Gerte; langer, dünner, biegsamer Zweig (Frbg.). ⟨ Vokalismus: ā ( Kr. Meschede Mes…

swakken

WWB

swak·ken

swakken V. [ Kr. Büren Bür Kr. Soest Sos Kr. Arnsberg Arn Kr. Brilon Bri Wal] 1. sich schwingend, schwankend bewegen. Säo de Wint wegget, sä…

swakkendigful

WWB

swakkendig-ful Adj. [Mes] (von einem Gefäß mit Flüssigkeit) übervoll. Dai Ömmer iß swackenege vull ( Kr. Meschede Mes Br).

Swakkop

WWB

swak·kop

Swak-kop m. [verstr. OWestf Kr. Tecklenburg Tek Lst] schwachsinnige Person.

swaklȫvich

KöblerMnd

swaklȫvich , Adj. nhd. schwachgläubig, anfällig in Glaubenssachen Hw.: s. swakgelȫvich E.: s. swak, lȫvich (1) W.: vgl. nhd. schwachgläubig,…

swaklȫvige

KöblerMnd

swaklȫvige , (subst. Adj.=)M. nhd. Einfältiger im Glauben (M.), Schwachgläubiger Hw.: s. swaklȫvige Q.: Reformationsliteratur (um 1550) E.: …

swakmö̂dich

MNWB

swakmö̂dich , adj. , einfältig, schwachbegabt , simpel; religiös leicht beirrbar, schwachgläubig (Reformationslit.).

swakmȫdich

KöblerMnd

swakmȫdich , Adj. nhd. einfältig, schwachbegabt, simpel, religiös leicht beirrbar, schwachgläubig Q.: Reformationsliteratur (um 1550) E.: s.…

Swakop

Meyers

Swakop ( Tsoachaub ), Fluß in Deutsch-Südwestafrika, entsteht auf der Hochebene des Damaralandes und mündet nördlich von der Walfischbai in …

Swakopmund

Meyers

Swakopmund ( Tsoachaubmund ), Bezirk in Deutsch-Südwestafrika, mit (1903) 1600 Einw. (darunter 555 Weiße, unter ihnen 474 Deutsche) und glei…

swaksinnig

WWB

swak·sinnig

swak-sinnig Adj. [verstr.] schwachsinnig; idiotisch ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Bo).

swak als Zweitglied (4 von 4)

kopswak

WWB

kop·swak

kop-swak Adj. vergesslich ( Kr. Münster Mün Gr).

Swukswak

WWB

Swuk-swak m. Zwickmühle beim Mühlenspiel ( Kr. Minden Min Ha).

unswak

KöblerMnd

unswak , Adj. Vw.: s. unswāk*

Ableitungen von swak (2 von 2)

unswak

KöblerMnd

unswak , Adj. Vw.: s. unswāk*

unswāke

MNWB

° unswāke , adv. : mit Macht, „ De tant de wende sick vmme to enen swerde Dat horn dat bleeff ein drake De vatink ein worm ... Vnde doden de…