vorteilhaft,
adj. ,
vgl. vortelhaft;
in älterer sprache ist vorteilhaftig
häufiger als vorteilhaft. Stieler 2271
verzeichnet es, doch nur in jetzt veralteter bedeutung, s. unter 1;
ebenso Kramer
t.-ital. dict. 2 (1702) 1069
b. Steinbach 2, 806
dagegen kennt auch die uns geläufigen bedeutungen; Adelung; Campe. 11)
auf personen bezogen in dem sinne von '
auf vorteil bedacht',
sehr leicht aber und meistens in verschlimmerter bedeutung nach vorteil 7,
gewinnsüchtig, betrügerisch: vorteilhaft,
ad rem intentus, lucri cupidus Stieler
a. a. o.; ein vortheilhafter mensch,
un huomo interessato Kramer
a. a. o. 1069
c;
homo commodo suo inserviens, lucripeta Steinbach
a. a. o. '
im hochdeutschen ist es in dieser bedeutung nur noch in einigen niedrigen sprecharten üblich, wo man es, so wie das edlere eigennützig,
gemeiniglich nur im nachtheiligen verstande von der herrschenden, unerlaubten neigung zum nutzen und gewinn gebraucht' Adelung; vortheilhaft, '
seinen vortheil suchend und in erlangung eines vortheiles grosze fertigkeit besitzend' Krünitz
encycl. 231, 482;
vgl. Fischer
schwäb. wb. 2, 1684; Müller-Fraureuth 2, 630
b: wider die vorteilhaffte und papirsparsame schreiber Fischart
Garg. 41
ndr.; (
der böse feind) machts auff die arth eines vortheilhafften und gewinnsüchtigen spillers Abr. a
s. Clara
Judas (1686) 1, 4;
dann auch in freierer anwendung ohne die vorstellung des gewinnes, voller kniffe, arglistig: wiwol ir (
flöhe) nun seit forthailhaft, wie ir euch rümt der aigenschaft Fischart
dicht. 2, 89
Kurz. auf unpersönliches bezogen: partiten, partiterey, verbottener ranck, vortheilhafte überlistung Sperander (1727) 448
a; jetzt gilt nur list und geld, und künstlicher betrug und vortheilhaffte tücke J. Chr. Günther
ged. (1735) 394.
ebenso das adv.: allzu vortheilhaft handeln, kauffen, verkauffen wollen Kramer
t.-ital. dict. 2 (1702) 1069
c;
doch erscheint der gebrauch hier schon unsicher. 22)
gewinn, vorteil bringend, versprechend, im engsten sinn auf geldgewinn bezogen, dann aber freier von jeder besserung der äuszeren verhältnisse, der stellung u. ä. 2@aa) vortheilhafte handthierung, ein vortheilhaftes handwerck Kramer
t.-ital. dict. 2 (1702) 1069
c; vortheilhafter kauf,
emtio opportuna, eine vortheilhafte reise,
iter lucrificum Steinbach 2, 806; gar nicht auf einen mir vortheilhaften preis zu sehen
br. an u. von Klopstock 279
Lappenberg; ein beyden theilen vortheilhafter handel Göthe IV, 30, 25
W.; diese taille war zu vortheilhaft für mich (
beim spiel) Klinger (1809) 1, 117; vortheilhafter umsaz der mäonischen fracht Voss
antisymb. 1 (1824) 286; einen vielleicht vortheilhaften verlagsartikel Müllner
dram. w. (1828) 8, 35; der vortheilhafte betrieb zahlloser fabriken Liebig
chem. br. (1844) 6; ein vortheilhaftes geschäft G. Keller (1889) 4, 132.
im bilde: die liebe lud ihn hier mit angenehmen worten zum vortheilhaften kauf in ihren laden ein
bei Weichmann
poesie d. Niedersachsen (1721) 6, 109.
auf eine person bezogen: dasz der glückhafte spekulant ... ein rascherer und vortheilhafterer käufer ist als der sparsame bauer Hans Grimm
volk ohne raum 1, 442. 2@bb) nützliche und vortheilhaffte contracte v. Fleming
d. vollk. t. soldat (1726) 174; eine vortheilhafte bedienung (
anstellung) Stephanie
d. j.
lustsp. (1771) 122; vortheilhafte veränderung für seine ökonomischen umstände Knigge
roman m. lebens (1781) 3, 211; er geht mit vortheilhaften bedingungen nach Wien Göthe IV 19, 293
W.; manche weit vortheilhaftere und vornehmere intendantur Dahlmann
gesch. d. franz. revol. (1845) 30; (
der) den mageren dienst in der armee mit dem vortheilhafteren in einer hagelversicherungsgesellschaft vertauscht ... hatte Fontane I 6, 16. — was soll ihm jetzt die vortheilhafteste heirath? Göthe 11, 95
W.; da er in jeder rücksicht eine vortheilhafte partie war Moltke
ges. schr. u. denkw. (1892) 1, 100. 2@cc)
in entsprechendem sinne als adv.: der es (
das geld) wieder sicher und vortheilhaft unterbrachte Göthe 24, 147
W.; (
hoffte) vortheilhaft placirt zu werden 22, 270; (
durch einen) vortheilhaft abgeschlossenen handel Dahlmann
gesch. d. franz. revol. (1845) 404; so vorteilhaft als thunlich zu verkaufen G. Keller (1889) 3, 55. 33)
von allem, was in irgend einer weise fördert, nützlich oder günstig ist, wobei natürlich auch die unter 3
behandelte bedeutung mit eingeschlossen sein kann. 3@aa)
so in mannigfaltiger anwendung: ich gebrauche mich keiner vorteilhafften und berenhäuterischen waffen A. Gryphius
Horrib. 76
ndr.; die vorteilhafften wirckungen derer fontanellen Ettner
mediz. maulaffe (1719) 40; auszer denen ihm freilich äuszerst vortheilhaften zeit- und landesumständen Herder 17, 9
S.; vielleicht thut hier die geschwindigkeit etwas vortheilhaftes fuor uns Zachariä
poet. schr. (1763) 6, 145; die so vortheilhafte revolution ihrer (
der physik) denkart Kant 3, 10
akad.-ausg.; die vortheilhafte lage als mittelstation und hafenort Ritter
erdkde 1, 121; die schnellwirkenden düngemittel sind die vortheilhaftesten Stockhardt
chem. feldpred. f. dt. landw. (1851) 1, 58; gebrauche dich mit mir der vortheilhaften zeit Ayrenhoff 1, 64. 3@bb)
in der anwendung auf militärische verhältnisse, in älterer sprache besonders vom ort: an einem für die unsern sehr vortheilhafften passz Lewenklau
neuwe chronica türck. nation (1590) 132; an einen sehr vortheilhafften ort logiret Chemnitz
schwed. krieg 2 (1653) 169; Grimmelshausen
Simpl. 248
Kögel; Lohenstein
Armin. (1689) 1, 22
b; 2, 9
a; dem Pompeio vortheilhafftes, dem Caesari aber überaus unbequemes feld v. Fleming
d. vollk. t. soldat (1726) 283; feste stellung auf vortheilhaftem terrain Immermann 18, 188
B. — Usong hatte ... eine so vortheilhafte stellung genommen A. v. Haller
Usong 95; eine vortheilhafte seitenbewegung Tieck (1828) 5, 94; ein wüthendes, aber für ihn vortheilhaftes gefecht J. Grimm
an W. Grimm, briefw. (1881) 246; ebene, auf der die ... reiterei einen vortheilhaften spielraum fand Mommsen
röm. gesch. 2, 186; ein so wenig vortheilhaftes lager Ranke (1867) 2, 191. 3@cc)
häufige wendungen und einzelnes. vorteilhaft sein, einem, für einen
oder mit abhängigem satz: dasz es dem gemeinen wesen ungemein vortheilhaft seyn würde, wenn
d. vernünft. tadlerinnen 1 (1725) 353; ein groszer glaube über träume, zaubereien ... ist dem dichter ... vortheilhaft Herder 1, 263
S.; wie viel vortheilhafter ist es, sich in andern, als sich selbst zu bespiegeln Göthe IV, 10, 235
W.; sein tod war ihnen vortheilhafter, als es sein leben jemals hätte sein können Ranke (1867) 14, 44; und es ist vortheilhaft, den genius bewirthen Göthe 10, 108
W. ungewöhnlich: bekennen doch die alten selbst, dasz der olympische Jupiter der religion höchst vortheilhaft geworden 49, 53. 3@dd)
besonders häufig vorteilhaft finden, für vorteilhaft halten, vorteilhaft scheinen
u. ä.: daher hat man für vortheilhaffter erachtet v. Fleming
d. vollk. t. soldat 199; bey röhren ... habe ich das ausgieszen offenbar vortheilhafft befunden Lichtenberg
br. (1901) 2, 74; (
der herbst, der) zu aller arbeit im freyen vortheilhafter scheint Göthe IV 8, 27
W.; man hat aber doch eine vielseitige bildung für sehr vortheilhaft ... gehalten I 24, 50; ist denn nicht auch die empfindlichkeit an zeit und ort oft vortheilhaft zu nennen? Hagedorn
poet. w. (1769) 2, 279.
jetzt ungewöhnlich: wir finden bei diesem capitel das vortheilhafteste, die objectiven (
farben) zuerst zu nehmen Göthe II 1, 163
W.; die grosze masse der glücksjäger und intriganten fand vortheilhaft, sich in die schaaren der gläubigen zu stellen Freytag (1886) 17, 217. 3@ee)
adverbiale anwendung: ich machte mir ihre aufmerksamkeit ganz vortheilhaft zu nutze S. v. Laroche
gesch. d. frl. v. Sternheim (1771) 1, 205; kleine soldaten sind, wie mich dünkt, vortheilhaft zu brauchen Hippel
über d. ehe (1774) 7; im praktischen wirkte diese anregung auf die bildhauer ... vortheilhafter als auf die mahler Göthe 49, 26
W.; (
handgriffe,) welche wir für unsere arbeit sehr vortheilhaft verwenden können Freytag 14, 6; von der so vorteilhaft veränderten situation Fontane I 4, 164; so konnte ich meine rückwanderung ... weit vortheilhafter über das Haagengebirge selbst nehmen H. v. Barth
Kalkalpen 113; empfiehl ihm wohl, sie (
wunschdinge) weise zu benützen, will er sie lang und vortheilhaft besitzen Raimund 1, 5
Glossy-Sauer. am vortheilhaftesten Heppe
aufricht. lehrprinz (1751) 200; auf das vortheilhafteste Ranke 31/32, 84; auf die vortheilhafteste weise Droysen
gesch. Alexanders d. Gr. 117. —
eingeschränkt, im militärischen sinne: und da man vortheilhafft ihn (
Turenne) endlich aufgesucht, gab Bournevillens zwist ihm dennoch raum zur flucht Besser
schr. (1732) 1, 42. 44)
wie vorteil
wird auch vorteilhaft
verfeinert und veredelt (er hat sich zu seinem vorteile, oder er hat sich vorteilhaft verändert).
in diesem sinne kann vorteilhaft
von dem günstigen eindrucke äuszerer wie innerer eigenschaften von personen oder sachen, sinnlichen wie abstrakten, gebraucht, dann auch freier überhaupt in dem feineren sinne von günstig
verwendet werden. 4@aa) sie war von der vorteilhaftesten länge A. U. v. Braunschweig
Octavia 1, 144; (
sie war auf) ihren vortheilhaften wuchs übermäszig stolz Miller
Siegwart 1, 102; vortheilhafte tracht Möser 1, 95; mich dünkt auch, dasz diese falten der wange nicht ganz vortheilhaft sind Lavater
physiogn. fragm. (1775) 1, 102; (
die haartracht der zöpfe) ist den jungen vorteilhaft, den älteren schädlich Göthe III 1, 225
W.; grade jener vortheilhafte schleier lag über der stadt H. v. Kleist 5, 101
E. Schm.; ein vortheilhaftes äuszeres Nestroy (1890) 2, 82; seines vorteilhaften aussehens wohl bewuszt G. Keller (1889) 3, 212.
freier: der himmel gönn ihm stets die vortheilhaftsten blicke Stoppe
Parnasz 423. 4@bb)
auf abstrakta bezogen: die vortheilhafte ordnung derselben (
der homerischen beiwörter) Lessing 9, 110
M.; (
ungewöhnlich gesteigert:) wie vortheilhaft war ... die erinnerung Wieland
Agathon (1766) 2, 8; seine wirklich vortheilhafte bildung A. G. Meissner
Alcibiades (1781) 1, 6; eine vortheilhafte änderung in ihrem betragen G. Forster (1843) 2, 64; und mich sehe ich doch auch nicht in einer vortheilhaften stellung Göthe 25, 37
W.; auf eine vortheilhafte zusammenstellung der arbeiten habe ich nicht gesonnen Stifter (1904) 1, 6. 4@cc)
häufige wendungen verbinden das adj. mit seite: ich werde diese art des stolzes zuerst auf der bestrafungswürdigen und nachher auf der vortheilhaften seite betrachten Zimmermann
vom nationalstolze (1758) 3; (
er) zeigte sich auch im kammerstyle auf der vortheilhaftesten seite Schubart
ästhetik d. tonkunst 124; (
Wilhelm) trug die sache von so mancherlei vortheilhaften seiten vor Göthe 22, 33
W.; gelegenheit, sich von einer vortheilhaften seite zu zeigen H. v. Kleist 4, 80
E. Schm.; eine vortheilhafte seite der Wiener ist ihr patriotismus fürst Pückler
briefw. u. tageb. 2, 13; seine gestalt zeigt ihre vortheilhaften und angenehmen seiten O. Ludwig (1891) 5, 317; ihn von der vortheilhaftesten seite kennen zu lernen Moltke
ges. schr. u. denkw. (1892) 1, 34. 4@dd)
vereinzelte wendung: er bemühte sich dieser (
unternehmung) einen neuen und vortheilhaften anstrich zu geben Cramer
d. nord. aufseher (1758) 1, 148. 4@ee)
eine andere gruppe geht von der beleuchtung aus oder von dem standpunkte, der für die sicht günstig oder ungünstig ist, und wird in mannigfaltiger übertragung verwendet; im eigentlichen sinne: (
weil) von hier aus (
die gegend) in der vortheilhaftesten und prachtvollsten beleuchtung erscheint Matthisson (1825) 1, 281; ein malerisches halbdunkel ..., das äuszerst vortheilhaft war für Irinas farblosen, durchsichtigen teint
M. v. Ebner-Eschenbach (1893) 4, 96. —
in übertragung: ich hätte meine gründe in ein vortheilhafteres licht stellen können Lessing 11, 4
M.; (
beobachtungen) in einem vortheilhaften lichte vorgetragen Gerstenberg
hamb. nat.-zeitung 238
lit.-dkm.; (
wird) das vortheilhafteste licht auf uns werfen Jean Paul 7/10, 80
H.; wer erscheint hier im vortheilhafteren lichte, das thier oder sein herr, der mensch?
F. Th. v. Schubert (1823) 2, 241; ich wollte mich ... in einem vortheilhafteren lichte zeigen Steffens
was ich erlebte 1, 186; die persönlichkeit in ein vortheilhaftes licht zu setzen Vischer
ästhetik 1, 204. —
gesichtspunkt, standort: (
der bildhauer bestimmt) den vortheilhaftesten gesichtspunkt Herder 15, 356
S.; den vortheilhaftesten standort, es (
das gemälde) zu betrachten grafen Stolberg 6, 373.
übertragen: sie sind jung und sehen alles noch aus dem vortheilhaftesten gesichtspunkt an Lenz 1, 34
Tieck. 4@ff)
besonders oft wird das adj. nicht auf den gegenstand, sondern auf dessen wirkung bezogen: eine vortheilhafte meinung von jemandem haben Campe; die vortheilhaften gedanken, die er von seiner eigenen arbeit hat Liscow
samml. sat. u. ernsth. schr. (1739) 139; von der beschaffenheit dieses lichtes einen vortheilhafteren begriff zu fassen Schwabe
belust. (1741) 2, 150;
vgl. d. neueste aus d. anmuth. gelehrsamk. (1751) 1, 260; H. Meyer
gesch. d. bild. künste 1, 142; (
hat) von mir eine vortheilhafte idee bekommen Knigge
roman meines lebens (1781) 1, 103; derjenige vortheilhafte einflusz auf das gemüthe des lesers Lichtenberg
nachl. (1899) 5; bekam eben keine vortheilhafte meynung von ihm Miller
ged. 443; das oben angeführte vortheilhafte zeugnisz grafen zu Stolberg 8, 376; wovon er die vortheilhafteste ansicht hatte Görres
ges. br. 3, 104;
besonders häufig ist vortheilhafter eindruck,
vgl. Holtei
erz. schr. (1861) 11, 31; O. Jahn
Mozart (1856) 3, 471; Justi
Winckelmann (1866) 1, 206; Ranke (1867) 4, 24. 4@gg)
ganz vereinzelt auf eine person selbst bezogen: (
ehefrau,) die aber gegen eine schöne und vortheilhafte junge prinzessin nichts als alte rechte zu ihrer vertheidigung vor sich hatte Abbt
verm. w. (1768) 2, 2, 54.
leichter beim kollektivum: da aber die wenigsten dergleichen vortheilhafften reisegesellschafft theilhafftig werden v. Fleming
d. vollk. t. soldat 41. 4@hh)
in entsprechendem sinne wird das adv. gebraucht. 4@h@aα)
in allgemeiner verwendung: vorteilhaft gewachsen, gekleidet, verändert, sich vorteilhaft entwickeln, ausnehmen, vorteilhaft wirken, lauten, sich vorteilhaft einführen, bekannt machen
u. s. w.; selbst das künstlichste epigramm musz nur zu oft an sie (
die '
mittelgattung'
des epigramms) treffen und trift oft sehr vortheilhaft Herder 5, 344
S.; wo es (
das monument) gar nicht vortheilhaft gesehen wird Archenholz
England u. Italien 1, 1, 144; wenn der manto zum unglück nicht vortheilhaft genug aufgesteckt war Möser 5, 93; (
es) fallen sämmtliche gebäude ... um so viel vortheilhafter ins gesicht G. Forster (1843) 1, 35; sich vorteilhaft darzustellen und ungezwungen zu geben Göthe 45, 43
W. 4@h@bβ)
sehr häufig sind wendungen wie die folgenden: warum wollen sie mich nicht in der glücklichen überzeugung lassen, dasz sie so vortheilhaft von mir gesprochen haben? Lessing 2, 69
M.; Caroline 1, 49
Waitz; Gentz 1, 213
Schlesier; ganz ohn all interesse redet er so vortheilhaft von mir beym kayser Mozart
bei O. Jahn
Mozart 3, 56
anm.; erst heute hat sich eine gewisse dame sehr vortheilhaft über sie geäuszert Bauernfeld (1871) 2, 7. — vortheilhaft von seinem herrn zu sprechen und zu denken Bode
Montaigne 1, 304; es ist ihm nicht zu verargen, dasz er von seinen landsleuten vortheilhaft denkt Göthe 43, 270
W. —
vgl. noch: über deren gehalt unparteyische kennerurtheile vortheilhaft entschieden hatten Matthisson (1825) 1, iv; dasz sie sich immer meiner und zwar viel zu vortheilhaft erinnern Beethoven im
Göthejahrb. 1, 374; (
der ihm) die nächste herberge ... beschrieben, aber nicht eben allzu vortheilhaft Cl. Brentano 4, 244. 4@h@gγ) sich vorteilhaft auszeichnen, unterscheiden
u. ä.: das gefaszte bündige urtheil ..., welches unsern autor ... vor vielen schriftstellern unserer zeit vortheilhaft auszeichnet Herder 15, 181
S.; G. Forster (1843) 2, 86; Fr. Schlegel (1846) 4, 174; Novalis 2, 56
Minor; Holtei
erz. schr. (1861) 4, 8. — die gedichte ... unterscheiden sich vortheilhaft von den übrigen Schiller 2, 384
G. — die strohköpfe stachen zuletzt noch vortheilhaft ab gegen die pedanten und gelehrten, geistreichen phrasenmacher Freytag 15, 65; G. Keller 6, 95; dasz er sich von den plumpen bauerngestalten vorteilhaft abhob W. v. Polenz
Büttnerbauer (1895) 1, 2. 4@h@dδ)
andere adverbiale ausdrücke: von hier aus zeigt sich das wohngebäude am vortheilhaftesten Hirschfeld
anm. über d. landhäuser u. d. gartenkunst (1773) 78; wie die schöne körperform ... bei gar keiner bekleidung am vortheilhaftesten sichtbar ist Schopenhauer 1, 305
Gr.; auf das vorteilhafteste bekannt G. Keller 5, 252. — auf die schönste und vortheilhafteste weise bekleidet Cl. Brentano 5, 94.