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gewerf

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
18 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
36
Verweise raus
29

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gewerf

Bd. 6, Sp. 5622
gewerf, eine form, in der der neueren sprache mehrere verbalsubstantive zugeführt werden, ohne festere wurzel zu fassen. meist weisen sie auf das verbum werfen zurück, soweit die bedeutungsentwicklung anhaltspunkte gewährt. denn von der form aus ist die abgrenzung gegen ableitungen von werben nicht durchzuführen, wie schon oben (vgl. sp. 5483 zu den formen gewerf, gewerff, gewerft, gewerb, gewarf) ausgeführt wurde. ebendort waren zwei haupttypen für die zu werfen gehörenden ableitungen aufgestellt worden, die abstractere bedeutung von steuer, abgabe (geschosz) und die sinnlichere eines wurfgeschosses (geschütz). neben diesen gehen einigespäter belegte und vereinzelteverwendungen einher, die entweder die grundbedeutung des verbums mehr oder weniger bloszlegen, oder die function des nomen actionis kräftiger zur geltung bringen. sie stimmen alle mehr mit gewerf = wurfgeschosz überein, insofern das präfix ge auch zu ihnen nicht mit der ursprünglichen bedeutungsenergie (vgl. gewerf = das zusammenwerfen, conjectura), sondern mehr in der function einer bildungssilbe tritt. in einigen dieser verwendungen ist zugleich die wortsippe, von der sie abzweigen, unsicher. das genus ist in allen fällen überwiegend als neutrum anzusprechen, soweit es überhaupt erkenntlich ist; das masc. ist nur in einem falle gesichert (s. unter gewerf III), das fem. in einigen fällen, die den einflusz der wortverbindung und des bedeutungszusammenhangs verrathen.
1464 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gewërfstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    gewërf stn. abgabe an den herrn, zunächst eine außerordentliche. Haltaus 712. RA. 298. eigentlich was man zusammen wirft…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gewerfN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gewerf , N. nhd. Abgabe, Zahlung bei Grundstückserwerb, Steuer (F.), Abgabe die bei Übergang des Besitzes in eine andere…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewêrf

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Gewêrf , des -es, plur. die -e, bey den Jägern, die Hau- oder Fangzähne der wilden Schweine, weil sie damit gleichsa…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gewerf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gewerf , in der mittelalterlichen Kriegskunst soviel wie Schuß- und Wurfzeug; in der Jägersprache soviel wie Gewehr (s. …

  5. modern
    Dialekt
    Gewerf

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gewerf I [Kəwèrf Schleit. ] n. Scheide der Kuh. Di e hat awer e G., m e r meint [mánt], si e macht bal d . †

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewerf

18 Bildungen · 12 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gewerf

ge- + werf

gewerf leitet sich vom Lemma werf ab mit Präfix ge-.

gewerf‑ als Erstglied (12 von 12)

gewerfen

DWB

gewerfen I , verb. , verstärktes werfen. während schon aus Ulfilas mehrfach formen von gawairpan belegt sind, ( vgl. auch angels. geweorpan …

gewerfen,

FWB

1. ›(etw. / jn.) wohin werfen‹; in mannigfachen Übertragungen, die mit ,werfen‘ in Vergleich gesetzt werden können, z. B.: a) ›sich jm. zu F…

gewerfesman

KöblerMnd

gewerfe·s·man

gewerfesman , M. nhd. „Gewerbsmann“, Kaufmann, Handelsmann E.: s. gewerf (2), man (1) W.: s. nhd. Gewerbsmann, M., Gewerbsmann, DW 6, 5612? …

Gewerffer

ElsWB

gewerf·fer

Gewerff II n. Steuer, die von jedem erhoben wurde, der nicht dem Adel oder der Geistlichkeit angehörte. ‘der Schöffen-Raht (hat) erkandt, da…

gewërf fes

Lexer

gewerf·fes

ge-wërf , -fes stn. BMZ abgabe, steuer Basl. r. Zürch. rb. Weist. dekein gewerf noch stiure geben Ad. 785 ( 1293 ). an stiuren, gewerfen und…

gewerfig

PfWB

gewer·fig

ge-werfig Adj. : = PfWB gewerbig , geweʳfich (-wäʳfiχ) [ BZ-Schwanh ].

gewerflich

PfWB

gewerf·lich

 ge-werflich Adj. : = PfWB gewerbig , gwerflich [ Don-Tscherwk ]; vgl. PfWB gewürfelt 2 a.

gewerfnis

DWB

gewerf·nis

gewerfnis , f. , ableitung von gewerf I: wir Friderich ... haben ... geordnet und gesetzt, dasʒ nu fürbasʒ hin der gemelt abbt und sein nach…

gewerf, werve

LW

gewerf·werve

ge-werf, -werve, s. werf, werve, n. -Steuer, Abgabe, bes. die bei Übergang des Besitzes in eine andere Hand an den Lehnsherrn gezahlt wird =…

gewerfwīn

KöblerMhd

gewerf·wīn

gewerfwīn , st. M. nhd. Zinswein Q.: Urk (1437) E.: s. gewerf (2), wīn W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 987 (gewerfwîn), DRW

gewerf als Zweitglied (5 von 5)

Märzengewerf

DRW

märz·en·gewerf

Märzengewerf, n.? zu Gewerf (II 1) Gemeindeumlage im März ein merzengwerf von gelte ... ein herbstgewerf von wine 1442 Oberelsass/GrW. V 361…

Nachgewerf

DRW

nach·gewerf

Nachgewerf, n. Gewerf (II 1), vom wegziehenden Bürger zu zahlende Nachsteuer welher burger oder seldener von uns zúhet vor sant Johans tage …

Ableitungen von gewerf (1 von 1)

gewerfe

DWB

gewerfe , n. , das verbalsubstantiv zu werfen mit der function des nomen actionis, vgl. DWB gewerf II, 4: das gewerfe, das werfen, l'action …