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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

syntax f.

Bd. 20, Sp. 1428
syntax, f. , älter auch m., gr. σύνταξις, lat. syntaxis; als grammatischer terminus schon im gr. für die die sprachrichtige verbindung der wörter unter einander und zu ganzen sätzen, die wortfügung, die lehre davon Passow; engl. syntaxis (seit 1540, 1586), syntax (seit 1613, 1636) Murray 9, 2, 386 u. 387, frz. syntaxe (16. jh.) Gamillscheg 826. von den humanistischen grammatikern (z. b. Melanchthon) zunächst in der gr. form an stelle der mittelalterlichen bezeichnung diasintastica wieder eingeführt, s. darüber Jellinek gesch. d. dt. gramm. (1913) 2, 1, vgl. noch: einer guten ... syntaxi (dat.) Ickelsamer teütsche gramm. (1534) a 1a; syntaxis M. Neander bedencken (1583) 6; die syntaxis Bödiker grundsätze d. dtsch. sprachen (1698) 189; syntaxin (acc.) J. Mattheson vollk. capellmeister (1739) 57. ohne fremde endung bereits in der 2. hälfte des 16. jh., zunächst als masc. gebraucht, wie noch bei Adelung, vgl. B. Ringwaldt d. lauter warheit (1588) 217, kunst über alle künste 92 Köhler (v. j. 1672), Abr. a s. Clara mercks Wien (1680) 89, Bödiker grundsätze (1746) 356, A. v. Haller tagebuch s. beobacht. (1783) 1, 43, Adelung umständl. lehrgebäude (1782) 2, 275, Thümmel reise in d. mittägl. prov. (1791) 4, 39; als fem. bis etwa 1800 noch selten, in den formen syntaxis, syntaxe (wohl nach frz. syntaxe) und der dann endgültig durchgedrungenen form syntax, vgl. oben Ickelsamer, Bödiker grundsätze (1729) 331, von der syntaxe Aichinger versuch (1754) 369, von der syntax J. G. Lindner grundlegung (1772) 42, die syntax Jac. Grimm dt. gramm. 4 (1837) 2. — über verdeutschungen für syntax sieh ztschr. f. dt. wortforsch. 15, 82. 11) als grammatischer terminus; bei den älteren deutschen grammatikern umfaszt der begriff der syntax die verbindung der einzelnen wörter miteinander, seit dem späten 17. jh. auch die wortstellung und im 18. jh. weiterhin den ganzen satzbau, vgl. dazu Jellinek a. a. o. 2, 372. 1@aa) 'wortverbindung', 'wortstellung' oder 'satzbau': sampt einer guten teütschen syntaxi oder construction Ickelsamer [] teütsche gramm. (1534) a 1a; eben dieses verstehet herr Morhoff in seinem unterricht von der deutschen poesie, da er pag. 514 auff den syntax der deutschen sprache kömt und wegen meiner allzu groszen sorgfalt in diesen stücke raisoniren wil Chr. Weise cur. gedanken v. dt. versen (1692) 1, 176; von der syntax der geschlechtswörter J. G. Lindner grundlegung zur dt. sprachlehre (1772) 42; von dem syntax oder dem redesatze Adelung umständl. lehrgebäude (1782) 2, 275; und verachtet den furchtsamen syntax der prosaischen poeten A. v. Haller tagebuch s. beobacht. (1783) 1, 43; O. Erdmann grundzüge der deutschen syntax (1886) titel; O. Behaghel deutsche syntax, eine geschichtliche darstellung (1923) titel. 1@bb) die 'lehre, theorie von der wortfügung und satzbildung': (da ich lieber) mit im (dem rector) und meinen collegis ... schwatzete, so nötiger, wie mich dazumal dauchte, denn grammatica und syntaxis Mich. Neander bedencken (1581) 7b; von der syntaxe oder der lehre von den wörtern im zusammenhang Aichinger versuch e. teutsch. sprachlehre (1754) 369; das spiel der mienen, das den fügungen der worte besser zu statten kommt als alle regeln des syntaxes, geht in der beschreibung so gut wie verloren Thümmel reise in d. mittägl. prov. (1791) 4, 39; Bernhardy wissenschaftliche syntax der griechischen sprache (1829) titel; die syntax hat also die verbalverhältnisse vor den nominalen abzuhandeln Jac. Grimm dt. gramm. (1822) 4, 2; die guten leutchen ... (schwatzten) mit einer beredsamkeit, einem rednerischen feuer, von dem selbst Cicero in seiner rednerkunst keine aufschlüsse giebt und wovon auch kein wörtchen weder in der syntax der deutschen sprachlehren noch in den verschiedenen rhetoriken und ästhetischen vorlesungen steht W. Hauff s. w. (1890) 3, 16; eine arbeit über Wolfram würde die grundlage für die ganze mhd., ja die ganze deutsche syntax abgeben K. Müllenhoff an W. Scherer in: briefw. 90 Leitzmann. 22) in erweitertem wortgebrauch gelegentlich wie 'grammatik': wenn gleich ein glarter (gelehrter) schulgesell die knaben unterweiset hell in dem syntax und doch danebn thut ihnen bös exempel gebn B. Ringwaldt lauter warheit (1588) 217; siehe nur zu, dasz ich dir den syntax nicht erkläre, dasz dir der Donat an den kopf fliege (v. j. 1672) kunst über alle künste 92 Köhler; in meinem (des todes) syntax hat das verbum vivo auf der welt keinen infinitivum Abr. a s. Clara mercks Wien (1680) 89.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Syntáx

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Syntáx , des -es, plur. die -e, aus dem Griech. und Lat. Syntaxis, S. Adelung Wortfügung .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Syntax

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Syntax , griech.-dtsch., in der Sprachlehre derjenige Theil, welcher von der Verbindung der Worte zu Sätzen u. der Sätze…

  3. Sprichwörter
    Syntax

    Wander (Sprichwörter)

    Syntax Ich will ihm den Syntax erklären. »Siehe nur zu, dass ich dir den Syntax nicht erkläre, dass dir der Donat an den…

  4. Spezial
    Syntaxf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +7 Parallelbelege

    Syntax , f синтаксис , м → FiloSlov Satzlehre, f

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Komposita & Ableitungen mit syntax

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syn+tax

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syntax‑ als Erstglied (2 von 2)

Syntaxem

FiloSlov

Syntaxem , n синтаксема , ж

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syntaxe

DWB

syntaxe , f. , s. syntax.