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straflosigkeit

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

straflosigkeit f.

Bd. 19, Sp. 675
-losigkeit, f., impunitas straffloszigkeit Diefenbach gloss. 290b; impunità Kramer dict. 2 (1702), 995b; impunity Ludwig (1716) 1885; als begriffliche entsprechung oben straffreiheit; bei Kinderling (reinigkeit 154; vgl. auch 278; 428) für das fremdwort amnestie (s. dazu auch oben straferlassung, f.): verbunden, das seinige dazu beizutragen, dasz er (der mörder) entdeckt und gestraft werde, damit das exempel der str. nicht andere boshafte zu ihrem verbrechen aufmuntere J. B. Basedow unterricht d. jugend (1764) 146; das beispiel der str. Varnhagen tageb. 6, 168; str. ist keine hinlängliche zahlung für einen menschen, der besser thut als nicht sündigen J. J. Chr. Bode Montaigne 6, 242; (die) str. der politischen broschürenschreiber G. Forster schr. 6, 316; man kann in dieser rücksicht (begnadigungsrecht zu üben), mit recht behaupten, dasz die fürsten zu strafen schuldig seyen, indem sonst jeder die selbstrache in vollem maasze ausüben würde und die str. der verbrecher ... in eine beleidigung der unschuldigen ... ausartet K. L. v. Haller restaur. d. staatswissensch. 2, 212 (Gentz schr. 2, 98 Schl.); die strenge aufsicht auf begangene verbrechen und seltenheit der str. W. v. Humboldt schr. (1903) 1, 252; Christus übernimmt sie (die strafe) eigentlich nur, damit wir nicht aus unserer str. einen falschen schlusz ... ziehen Schelling w. 2/4, 201; diese (die mitschuldigen) sehen keine str. für sich als in der fortdauer der decemviraltyranney Niebuhr römische gesch. 2, 138; wegen reichtum und str. sich jener üppigkeit überlassen 1, 96; eine str. ohne gleichen einreiszen (lassen) Ranke w. 37, 295; diese hoffnung völliger str. ist es hauptsächlich, die zum verbrechen lockt D. Fr. Strausz w. 1, 292; es ist der verderb aller humanität, wenn man sie zur weiblichen str. werden läszt B. Auerbach schr. 15, 41; eine wunderliche manier, aus der menge der sünden ihre str. im einzelnen fall ableiten zu wollen! Hebbel br. (1904) 6, 133 W.; aller übrige gestaltlose unfug wurde festgehalten durch die ratlosigkeit der verfolgten, und bei dem allgemeinen schrecken und widerwillen entstand eine förmliche str., zumal jede prozessverhandlung zu einem feste für die verfolger zu werden begann und mit den schwersten drohungen begrüszt wurde G. Keller w. 5, 311; eine blos formelle bestrafung, welche eintreten muszte, weil völlige str. eine verhöhnung des gesetzes gewesen wäre Herman Grimm Michelangelo (1890) 2, 78. auswahl von verbalen wendungen: (hier) wurden klagen über den abgesandten des kaisers geführt, der von der entlegenheit vom hofe eine str. hoffete A. v. Haller Usong (1771) 172; dafür jetzt: str. erhoffen vgl. Fichte w. (1845) 3, 248; einem str. zusichern Schlosser weltgesch. 10, 371 (Mommsen römische gesch. 3, 182; auch: gegen zusicherung der str. für jenen mord 2, 149); konnte der herzog, ein so gestrenger herr, vergehungen und plane, wie die des juden, vergeben, selbst wenn er ihm durch jenes edikt str. zugesichert hatte? W. Hauff w. 5, 247; (eine clausel,) durch die ihm (dem antragsteller) str. zugesichert ward Jhering geist d.m. rechts 3, 1, 224; erlaubt, den denuncianten str. zu versprechen Ranke w. 42, 96; auch: jedem volle str. gewährleisten Mommsen römische gesch. 2, 123; das gesetz billigt str. für eine reihe von verbrechen (zu) Alten handb. 1, 350; vergebung und str. verkündigen vgl. Ranke w. 8, 149; wer verbürgt des sünders leben und straflosigkeit vor gottes richterstuhle? Rückert w. 9, 99 (Saul u. David 2). —
3514 Zeichen · 91 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    straflosigkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    -losigkeit , f. , impunitas straffloszigkeit Diefenbach gloss. 290 b ; impunità Kramer dict. 2 (1702) , 995 b ; impunity…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Straflosigkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Straflosigkeit [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straflosigkeit

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Ableitung von straflosigkeit

straflos + -ig + -keit

straflosigkeit leitet sich vom Lemma straflos ab mit Suffixen -ig und -keit.

Zerlegung von straflosigkeit 2 Komponenten

straf+losigkeit

straflosigkeit setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — straflosigkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „straflosigkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/straflosigkeit/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „straflosigkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/straflosigkeit/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „straflosigkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/straflosigkeit/dwb.
BibTeX
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