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semmel

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

semmel f.

Bd. 16, Sp. 559
semmel, f. simila, panis similagineus, umbildung des lat. simila. ahd. glossiert simila farina und erscheint auszerdem umgebildet zu simula, simela, simala, semula, semala, semele, semile, simile als glosse zu simila, similago, polenta, farina und furfur. es flectiert stark und schwach: gen. simelo, semalun, similun, dat. semalun, simalun. Graff 6, 222. mhd. ist semele, semel. simele, simel, feines weizenmehl, -brot bezeugt als starkes und schwaches fem. Lexer 2, 874. frühnhd. begegnet symel, simel, symel, siemel, simmel, simila Dief. 534a, simlen, simila Dasypodius, simmlen (die) simmelmälbrot, similagineus panis Maaler 374 und mundartlich erhält sich das i des stammes auf alemannischem sprachgebiet, simel, ins n. übergegangen, semmelmehl. Hunziker 241. vereinzelt steht seimel, simila Dief. 534c. sonst erscheint das wort im früheren nhd. sämel geschrieben. Waldis Esop 2, 31, 54 (die stelle s. unter 2, a), auch sämmel. Stieler 1679 und semel, so bei Luther (belege unter 1) und Hulsius (1616) 296a. die heute allein geltende schreibung semmel findet sich schon frühnhd., so bergreihen 88 neudruck (die stelle s. unter 2, b) und scheint von der mitte des 17. jahrh. ab zu überwiegen. schon aus dem 18. jahrh. ist keine andre bezeugt. die schreibungen mit einfachem m mögen zum theil mit landschaftlicher längung des stammvocals zusammen hängen, wie sie auch heute mundartlich vorkommt, so dür. (Salzungen) sêmel Hertel thür. sprachsch. 227, henneb. sogar mit übergang in â in besonderem sinne (s. unten 2, g) Spiesz 233. übergang ins n., wie ihn Hunziker für das aarg. in der bedeutung 'semmelmehl' bezeugt (s. oben), begegnet auch sonst mundartlich, so westerwäld. in besonderem sinne Schmidt 218 (s. unten 2, g). weit häufiger nimmt das wort männliches geschlecht an. so verzeichnet es Hulsius 296a als m. (fior della farina), Steinbach 2, 580 als m. und f. (similagineus panis), ebenso erscheint es heute landschaftlich so. Hertel dür. sprachschatz 227, in besonderem sinne westerwäldisch Schmidt 218 und hennebergisch Spiesz 223 (s. unten 2, g). vorherrschend bleibt aber immer der gebrauch als fem., wie ihn für das nhd. Schottel 1415. Stieler 1679. Kramer deutsch - ital. diction. 2 (1702), 767b. Steinbach 2, 580 (neben m.). Frisch 2, 263a. Adelung und Campe verzeichnen. bemerkenswert ist, dasz neben dem regelmäszigen plur. semmeln die pluralform semmel, die für das ältere nhd. durch die verbindung mit zwo Luther 6, 142a (die stelle s. unter 2, c) sicher als fem.-form erwiesen wird (erhaltung des mhd. starken plur.), noch in neuester zeit in der schriftsprache begegnet. Heine 3, 152 Elster (die stelle s. unter 2, d). das wort könnte aber da männlich gebraucht sein. vgl. brot wie semmel. Campe. auch mnd. semel, feines weizenmehl, -brot, kleie Schiller - Lübben 4, 186b. 187a, nachtr. 259b, nnd. semmel, semel, sämel, feines weizenbrod, weiszbrod. brem. wb. 4, 751 (besonders ein osterfladen). Dähnert 422a. ten Doornkaat Koolman 3, 173b. Mi 79a. altnord. ist simili, n. und similia, f. feines weizenmehl Fritzner2 3, 244b; schwed. simla, f. undn. simle, en haben die gewöhnliche bedeutung von semmel. mndl. semele, nndl. zemel, f., gewöhnlich plur. zemelen heiszt kleie wie ital. span. semola, franz. semoule, die auch auf simila zurückgehen. Diez4 291. 11) feines mehl, besonders: feines weizenmehl, farina Graff 6, 222 (s. oben), pure farine de gros fourment Hulsius 296a, flos tritici, farina optima Stieler 1679 (als die eigentliche, aber nicht die gewöhnliche bedeutung bezeichnet), in neuerer zeit landschaftlich. Hunziker 241 (simel, n., s. oben). Höfer 3, 331, als ausdruck der bäckersprache Schm.2 2, 280. Schöpf 669: dieselben (eine städtische behörde von 4 bürgern und 4 bäckern) alle suln bewarn, daʒ man von lauterr semeln ain brot bache umb ainen pfenning, und von bollen ain brot umb ainen pfenning, und daʒ deu brot also gezaichent sein, daʒ man aines von dem andern erkenne. und suln auch bewarn, daʒ bolle und semel nicht zuo einander gemischet werden, und swelher hande brot ain maister pachen wil von den zwain melwen, der sol ahten daʒ bolle und semel von ainander gesundert werden. Nürnberger polizeiordn. 195; swer brot herein füret von Vorchaim von semeln. 196; opffer süssen geruch, und semel zum gedenckopffer. Syr. 38, 11; die kauffleute auff erden werden weinen und leid tragen bey sich selbs, das jre wahr niemand mehr keuffen wird, .. thimian, und salben, und weyrauch, und wein, und ole, und semlen, und weitzen. offenb. Joh. 18, 13; ich wil ouch unz an mînen tôt von wîʒen semeln eʒʒen brôt. Wernher Helmbr. 478. 22) gebäck aus feinem mehl, besonders: kleineres brot aus feinem weizenmehl, früher anscheinend auch collectivisch gebraucht (vgl. besonders die unter a angeführte stelle Ernst 2192), panis candidus, cribanae Schottel 1415, panis candidus ex polline Stieler 1679, similagineus panis Steinbach 2, 580. Frisch 2, 263. Adelung. Campe: in diser stat wonet en drake, deme plach men te bringinne semelen unde andere spise, de ime recht was. d. chron. 2, 121, 25 Weiland; item der pekch sol di semel lauter machen. d. städtechron. 15, 395, 26 (Mühldorfer stadtrecht); man sol auch alle semeln, die alle pecken in dirre stat pachent, vaile halten in der stat brothause bei den flaischbenken gelegen. Nürnberger polizeiordn. 197; man sol auch kaine semel zwischen frümesse und cumplet niht vaile haben an der pecken laden in ir heusern. ebenda; er schiket seinen knecht nach zweien semeln. d. städtechron. 11, 695, 10 (Nürnberg, von 1505); kompt ein gesunder zu tissche, der frisset wol vier oder sechs semel, und trinckt eine kanne (wein) oder zwo. Luther 6, 142a; desz königs Pharaonis sein mundbeck, oder oberster pfisterer, diesem hat getraumt, als trage er 3. mehl-körb auff dem kopff, in dem obersten aber trüge er lauter semmel und kipffel, die vögel aber frassen es. Abr. a S. Clara Judas 1 (1687), 122; wenn ihr ein übriges thun wollt, so schenkt dem knaben, der euch gefallen hat, ein gutfreitagsgröschel zu einem paar semmeln. Musäus volksmärchen 1, 46 Hempel; kinder drängen sich hinzu und werden mit einem eyerbrod, auch einer semmel hoch erfreut. Göthe 23, 51; er fand sie oben in der groszen stube unter einer schaar kleiner mädchen, die sie zweimal in der woche nach der schule zu sich kommen liesz, um sie in handarbeiten zu unterrichten und dann, gestärkt durch lehren der weisheit und tugend und eine tasse kaffee nebst groszer semmel, nach hause zu entlassen. Heyse kinder der welt 2 (1890), 87; swer den met giuʒet in ein semel, sie enmüeʒe von dem met werden süeʒe: swer daʒ selbe ie getet, der weiʒ wol daʒ in dem met daʒ brôt ist unde in dem brôte der selbe met ie genôte. Lamprecht v. Regensburg tochter Syon 4200; ob man einen tôrheit lêrte,daʒ er ûf henden gienge und füeʒʒe hete und strô alsam ein rint fur semeln eʒʒe. jüng. Titurel 208, 3; daʒ fürbaʒ iemen duzel ein semel, einen struzel, næm ich dar umbe niht ze mir, und wil daʒ mirs got verbir. Helbling 8, 440; in (dem müller und dem bäcker) ist och nit selt(z)en simlen und mülzelten. des teufels netz 8388 (lesart); Sante Agatha, die brohte ein simel (: himel). Dangkrotzheim heil. namenb. 80 Pickel; ein mäuschen, das an einer semmel in eines bäckers laden frasz, versah's und nahte sich dem schemmel, darauf der meister lauschend sasz. Lichtwer fabeln 2, 3; äpfel gab sie ihm (die mutter dem kinde) und semmeln. Rückert (1882) 3, 73. 2@aa) die weisze der semmeln wird hervorgehoben: solt ich nicht vernemen, was das were, wenn mir ymand ein semel furlegt und sagte: nym, isse, das ist ein weis brod? Luther 19, 485, 14 Weim. ausgabe; weil sein groszvater einsmals erzehlet, sein urähne hätte vor alters dergleichen (schnepfendreck), auf weisse semeln gestrichen und in butter gebachen, von seinem junckern mit lust essen sehen und loben hören. Simpl. 4, 14, 20 Kurz; du hâst ouch bereite semelen di wîʒe; also du wilt inbîʒe, zo dîme tische beide fleisch und viske. Massmann d. ged. des 12 jh. 30, 2458; dâbî (bei fleischspeisen) wîʒʒe semel lag (: mag), vil kopfe goldîne mit mete und mit wîne. Ernst 2192; gesein mich hiute eins ohsen bûch und dannoch mê gesein mich hiut manc semel wîʒ, gar clâr und wol gebachen. Kolmarer meisterl. 372, 17; wir (bäcker) backen die semmeln schön braun (auszen) und weisz. Schade handwerkslieder 3 (17. jh.). daher vergleichend: weisz wie semmel. Campe; da wardt ein trucken brodt sein speisz, das war zwar nicht wie sämel weisz. Waldis Esop 2, 31, 54 Kurz. 2@bb) semmeln gelten als feineres gebäck: zu denselben (leckerbissen) gehören auch die kuchen und unter diesen die semmelen, pretzelen (kringel), knapkuchen (hipen). Comenius sprachenthür (1657) 408; die semmel wäre also vor den hohen gast, das brodt aber vor die mitspeisenden einwohner (in die suppe) eingeschnitten worden. Plesse 1, 111; sodann war aber (bei einer kirchweih) auch für wecken, semmeln, pfeffernüsse und mancherlei buttergebackenes gesorgt. Göthe 43, 263; dabei trägt die frau goldene ohrringe und das kind weisz nicht, ob es eine semmel ohne butter essen will oder nicht! Hebbel 9 (1891), 165; nâch hoves êre man in bôt simeln unde schuʒʒebrot unde da zu edel spîse. Elisabeth 424 Rieger; wîʒe semel unde vische und edel wildbræte und ander guot geræte, des gap man dar mêr danne vil. Dietrichs flucht 746; man sihet selten semeln wîʒ ûf sînem tische und klâren wîn; er mac wol âne wiltpræt sîn. Helbling 1, 48; in hund gehört kein semmel. bergreihen 88, 20 neudruck; denn wöl wir launen und gute milch und semel essen. H. Sachs fastn. sp. 1, 125, 53 neudruck. sprichwörtlich: wer seinen semmel früe auffjsset, der musz darnach im alter rocken brot essen. Petri 2 (1605) J ii 4a; hamm'r kehne semmel, do (so?) hamm'r doch brut (schles.). Wander 4, 540. 2@cc) besonders gern wurden in älterer zeit semmeln zum wein gegessen: als wenn ich ein gemein gesetze stellet, man sol zwo semel essen, und ein nösel wein trincken zur malzeit. Luther 6, 142a; so lange der wein und die semmeln vorhielten. Musäus 1, 126 Hempel; hie ist semele unde lît. kaiserchron. 11615 Schröder; dû hâst semeln unde wîn. 11643; er gap in semelen unde guoten wîn. Oswald 127; Penefrec was ditz hûs genant, dâ man kein gebresten vant unde volleclîchen rât, vische unde wiltprât, beide semmeln unde wîn. Hartmann v. Aue Erec 7192; dem gît man semeln unt den wîn. minnes. 2, 174a Hagen, wenn man opffert semel und wein, fladen und feiste speckuchen, wolt ichs credentzen und versuchen. H. Sachs 14, 136, 14 Keller-Götze; is und trinck, da hast semel und weyn, welche dir heudt das weybe dein geopffert hat zu den seelmessen. 245, 10. vgl. zu den beiden letzten stellen Syr. 38, 10 unter 1. semmel zu würsten gegessen: ich bring bald semel, würst und wein. H. Sachs fastn. sp. 3, 125, 52 neudruck; komb mit mir rein in die jarkuchen! lasz uns die semmel und würst versuchen. Ayrer 1683, 31 Keller, häufig auch zu andern fleischspeisen, wie manche der oben angeführten belege zeigen. 2@dd) ein schusz semmeln, soviel auf einmal in den backofen geschoben wird: zum vierden sol am sonnabendt und mittwoch, ein jeder becker nachmals, wie vor diesem hergebracht, einen grossen oder kleinen schusz semmeln backen. Breslauer bäckerordn. von 1626 A 2b. eine reihe semmeln, reihenförmig gebackene, die beim essen von einander gebrochen werden, e rî sêmel Hertel thür. sprachsch. 227: der becker der jhn wol kante, schicket jhm zuzeitten ein reyhe semelen. Hennenberger preusz. landtafel (1595) 481. vergl. oben reihensemmel theil 8, 655, schichtsemmel 2642, zeilsemmeln, series similaginum Stieler 1679. andrer art sind die eck- oder ortsemmeln. öconom. lex. (1744) 2713. runde semmeln, cribanae Corvinus fons latinitat. 1 (1660), 181b, cribanae, panes similacei rotundi, cribanes mammosae Stieler 1679. vgl. rundsemmel oben theil 8, 1516. östr. a gschradi seml, die in der mitte eingedrückt ist. Castelli 255. geraspelte semmeln, die oben und unten an der rinde überraspelt sind. öconom. lex. (1744) 2714. gefult semel, unter gerichten zum nachtisch (das lest essen) genannt. altes kochbuch aus Tegernsee Germ. 9, 201. lose semmeln: eʒ sint verboten lose semeln, daʒ man der niht sol weder in dem market noch durch daʒ jar pachen. Nürnb. polizeiordn. 197. die bezeichnung geht wol auf innere beschaffenheit der semmeln. warme semmeln: allerlei schleckwerk, baurenküchlein, warme semeln. quelle von 1595 bei Birlinger 385b. da scheint eine besondere art von semmeln gemeint zu sein, die warm gegessen werden. sonst sind natürlich auch die ganz frischen, eben aus dem backofen gekommenen warme semmel. man sagt: es geht (ab) wie warme semmel, geht schnell ab, verkauft sich rasch. Albrecht 212a. Wander 4, 541: denn, ich gedachte, es (ein buch) würde wie warme semmeln weggehen, und ein sehr grosser profit davon zu nehmen seyn. Darbennime 594; seine mädel gehen ab wie warme semmel, verheiraten sich schnell nach einander. Albrecht 212a. Wander 4, 541. ebenso: neue königtümer wurden gebacken und hatten absatz wie frische semmel. Heine 3, 152 Elster. frische semmel in einem andern vergleich: der musz ... von vaterlandsliebe und von alter freundschaft recht lang und breit mit ihm conversieren bis er weich wird wie eine frische semmel. Kotzebue dramat. spiele 2, 329. 2@ee) vergleichend heiszt es auch volksmäszig: das ist (det is) wie bein bäcken (bäcker) die semmel, hat festen preis. Albrecht 212a. Brendicke Berliner wortschatz zu den zeiten kaiser Wilhelms I (1897) 182a. 2@ff) bildlich, wol mit bezug auf das brot des abendmahls, die hostie: dû (Maria) maht wol sin der vrône tisch, dar ûf diu lebende simele gesendet wart von himele der sêle zeinem eʒʒen. Konrad v. Würzburg goldn. schmiede 551; wan daʒ sie ûf sâhin mît den ougen ûf zehimil daʒ sie diu lebendigiu simil minneclîchen spîste. Hugo v. Langenstein Martina 84, 106. 2@gg) landschaftliche besonderheiten in der bedeutung: henneb. heiszt sâmel ein stollen, christstollen Spiesz 233, im bremischen hiesz semel ein osterfladen. brem. wb. 4, 751, westerwäldisch ist semmel ein hafermehlgebackenes. Schmidt 218.
14194 Zeichen · 283 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    semmelM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    semmel , M., F. Vw.: s. sēmele

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sêmmel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Sêmmel , plur. die -n, weißes aus Weizenmehle gebackenes Brot. Schicht- oder Zeilsemmeln, zum Unterschiede von den E…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Semmel

    Goethe-Wörterbuch

    Semmel Brötchen, Gebäck aus Weizenmehl; meist als Alltagsspeise, selten als feinere Backware; je einmal als Kollektivum …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Semmel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Semmel (althochd. sëmala, simila , zusammenhängend mit dem lat. simila , »Weizenmehl«), feines Weizengebäck, mit gewöhnl…

  5. modern
    Dialekt
    Semmelm.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Semmel [sèməl Ri. Ha. u. s.] m. feines Weizenmehl. — els. 2, 358 Simmel; baier. 2, 280 Semel; lat. simila. — Zss.

  6. Sprichwörter
    Semmel

    Wander (Sprichwörter)

    Semmel 1. Breslauer Semmel und schweidnitzer Brot, wer's immer hätte, der litt nicht Noth. ( Schles. ) Beide Gebäcke wur…

  7. Spezial
    Semmel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sem|mel f. (-,-n) (Brötchen) seml (-i) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit semmel

138 Bildungen · 123 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von semmel 2 Komponenten

sem+mel

semmel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

semmel‑ als Erstglied (30 von 123)

Semmelweck

SHW

Semmel-weck Band 5, Spalte 991-992

Semmelacker

PfWB

semmel·acker

Semmel-acker m. : FlN, mda. In de Semmeläckeʳ , Pl. [ LA-Edk ]. a. 1658: im Semmelacker [Lgb. 24 177 (LA-Edk)]. —

Semmelamt

DRW

semmel·amt

Semmelamt, n. Dienst, Tätigkeit des Verteilens von Semmeln (II) (als Weihnachtsgabe) vgl. Dienstsemmel, Semmelgeld am gehaltenen semelamt me…

semmelausbäcker

DWB

semmelausbäcker , m. bei den bäckern ein schieber, womit die semmeln aus dem ofen gezogen werden. Jacobsson 4, 139 a .

Semmelausbecker

Campe

semmel·ausbecker

Der Semmelausbecker , — s, Mz . gl. bei den Beckern, ein Schieber womit die Semmeln aus dem Ofen gezogen werden.

semmelbäcker

DWB

semmel·baecker

semmelbäcker , m. , in veralteter schreibung semmelbecker, pistor farraceus Stieler 76 , fornaio di pan buffetto ò bianco. Kramer deutsch-it…

Semmelbäcksch

MeckWB

semmelback·sch

Semmelbäcksch f. Frau eines solchen Bäckers; Scherzbezeichnung für die Karodame im Kartenspiel Wi HViech ; für die Pikdame Schw Criv .

Semmelbank

DRW

semmel·bank

Semmelbank, f. Verkaufsstand für Semmelbrot die becken [sollen] aus den semmelbänken 20 rfl. zinns erlegen 1649 MHungJurHist. IV 2 S. 430 Fa…

semmelbeck

DWB

semmel·beck

semmelbeck , m. , dasselbe wie das vorige, in neuerer zeit nur landschaftlich in volksmäsziger sprache: wie ihre ältere schwester mutter gew…

Semmelbein

MeckWB

semmel·bein

Semmelbein -been m. dickes, kraftloses Bein, nur in Neckreimen: Gust mit de Wust, mit de Semmelbeen Wo. V. 4, 166; Luten Stuten Semmelbeen 2…

semmelbeine

DWB

semmel·beine

semmelbeine , pl. die schiefen beine, wie sie die noch nicht erwachsenen lehrlinge der bäcker leicht bekommen in folge des anstrengenden was…

semmelbeute

DWB

semmel·beute

semmelbeute , f. bei den bäckern eine beute, ein backtrog, worin der semmelteig gemacht wird. Jacobsson 4, 139 b .

semmelblond

DWB

semmel·blond

semmelblond , adj. blond wie die äuszere farbe einer semmel: semmelblondes haar; ein semmelblonder jüngling.

Semmelbost

MeckWB

semmel·bost

Semmelbost f. dicke, aber kraftlose Brust; he hett jo ne Semmelbost er brüstet sich mit seinen Taten, aber es ist nichts dahinter Sta.

Semmelbotterbrot

MeckWB

semmel·botterbrot

Semmelbotterbrot n. Buttersemmel; Erntebrauch: dee den Wulf kreg, hett in väle Dörper 'n Semmelbotterbrot un 'n Snaps oder 'n Glas Win kräge…

semmelbrei

DWB

semmel·brei

semmelbrei , m. brei aus semmelmehl ( vgl. semmel 1). Kramer deutsch-it. dict. 2 (1702) , 767 c oder aus semmelbrocken, krumen. Frisch 2, 26…

semmelbrett

DWB

semmel·brett

semmelbrett , n. bei den bäckern zum backen von semmeln benutztes brett. Behlen 5, 612 .

semmelbrocken

DWB

semmel·brocken

semmelbrocken , m. brocken einer semmel: milch-suppe .., worinne ein theil semmel - brocken, der andere theil aber ( gewöhnliches ) brodt ge…

semmelbrot

DWB

semmel·brot

semmelbrot , n. brot aus semmelmehl ( vgl. semmel 1), mhd. semelbrôt, simelbrôt Lexer mhd. handwb. 2, 874 , nhd. simmelbrot, similagineus pa…

semmelbruch

DWB

semmel·bruch

semmelbruch , m. in der scherzhaften wendung: die semmelbrüche besser kennen als die rechenbrüche. Wander 4, 451 .

semmelbube

DWB

semmel·bube

semmelbube , m. , in Wien semmelbua, kellnerjunge, der blosz das gebäck den gästen zuträgt. Hügel 148 b .

semmel als Zweitglied (14 von 14)

Christsemmel

Wander

christ·semmel

Christsemmel Wenn die Christsemmel verzehrt ist, kommt wieder Schwarzbrot. Frz. : Après grant joie vient grant ire (colère) et après Noël ve…

mundsemmel

DWB

mund·semmel

mundsemmel , f. semmel für die fürstliche tafel. Schm. 1, 1622 Fromm.

Ortsémmel

Adelung

ort·semmel

Die Ortsémmel , plur. die -n, bey den Bäckern und im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, zwey oder mehrere mit den Orten oder Ecken an…

pāschesemmel

MNWB

pasche·semmel

*° pāschesemmel , m. ( Pl. -[e]n ) : österliches Gebäck (auch als Zuwendung für Geistliche); — hamb. Belege.

Paschsemmel

DRW

pasch·semmel

Paschsemmel, m. urspr. Reichnis von Backwerk an Ostern, dann auch abgelöst durch einen Geldbetrag vgl. Osterfladen [ein Wildschütz u. sein K…

Pfennigwertsemmel

DRW

pfennigwert·semmel

Pfennigwertsemmel, f. wie Pfennigsbrötchen, hier als Abgabe [ein Hof] gültet jährlich 6 schaff korn ... 100 eier zu ostern, 4 gänse, 10 hühn…

Pfründesemmel

DRW

pfründe·semmel

Pfründesemmel, f. Backwerk als Almosen? vgl. Pfründebrot (I) wiͤr wollen auch, daz nieman kein ander broͤt veil habe vor den greden denne di…

pāschesemmel

KöblerMnd

pāschesemmel , M. Vw.: s. pāschesēmele*

reihensemmel

DWB

reihen·semmel

reihensemmel , f. , plur. -semmeln, semmeln, welche in einer reihe aneinander gebacken sind. Adelung.

schichtsemmel

DWB

schicht·semmel

schichtsemmel , f. zu einer reihe verbundene anzahl von semmeln, auch zeil- oder reihensemmel genannt. Adelung.

Tischsemmel

DRW

tisch·semmel

Tischsemmel, f. zu Mahlzeiten gereichtes Weißbrot; ua. als Einkunft aus einer Pfründe (IV) vgl. Semmel (II) de W. dabuntur ad mensem ... in …

zeilsemmel

DWB

zeil·semmel

-semmel , f. , gleich zeilen-: Kramer teutsch-it. 2, 767 c ; Krünitz 241, 220 ; Adelung 2 4, 1674.

Ableitungen von semmel (1 von 1)

semmele

KöblerMnd

semmele , M., F. Vw.: s. sēmele L.: Lü 344b (semmele)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „semmel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/semmel/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „semmel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/semmel/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „semmel". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/semmel/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_semmel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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