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gilge

ahd. bis Lex. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gilge f.

Bd. 7, Sp. 7504
gilge, gilgen, f. , auch m. wie ilge auf ital. giglio beruhende (s. Fischer 4, 18) süd- und südwestdt. nebenform zu lilie, vorwiegend alemannisch, vom 13. bis 17. jh. literarisch, danach fast nur noch mundartlich belegt; die lautform ist in den verschiedenen landschaften nicht einheitlich. im tirolischen ist das anlautende g- durchaus fest: gilg, gilge Schöpf 190; Frommann dt. maa. 3, 461; im bair. gilgen Schmeller-Fr. 1, 902, vgl. ilgen 1469; gilge, dem. gilgel, gilgerl Unger-Khull steir. 293a; österr. gillig, giling, iling Loritza Wien. 51; Höfer 2, 91; bes. im schwäb.-alem. stehen neben der form gilge, die mehr schriftform ist, ilge (s. Fischer schwäb. 4, 18; Martin-Lienhart els. 1, 33; Staub-Tobler schweiz. 1, 179; ilga Tobler Appenzell 284a, sieh auch oben teil 6, 1021) und jilge, und zwar häufiger gebraucht als gilge, s. Paul u. Braune beiträge 22, 218f.; Fischer schwäb. 4, 18; Martin-Lienhart 1, 406b; Ch. Schmidt els. 147b; oben teil 6, 1021. vereinzelt als gille: mit gillen weisz, mit rossen rott volks- u. gesellschaftslied. d. 15. u. 16. jh. 32, 18 Kopp. im einzelnen vgl. noch engadin. ila, f., s. Meyer-Lübke roman. etym. wb. 409a, gegenüber dem masculinen it. giglio. auch gilge erscheint, neben durchgängigem fem., in einigen frühen belegen (bes. aus dem Bodenseegebiet) als mascul. (doch vgl. auch frühes, spärlich bezeugtes masc. in ahd. lilio, mhd. lilie oben teil 6, 1021; Lexer 1, 1921): nom. ein wîzer gilge d. zwölfj. mönchl. 127; der gilge (hs. gilije) U. v. Winterstetten 37 Minor; dem gilien (la. giligen) [] d. teufels netz 6775 B.; acc. den gilgen U. v. Richental 105 lit. ver.; württ. gesch.-qu. 18, 229. — nd. nilje Schambach 145. 11) lilium candidum, weisze lilie: lilia gilie ahd. gloss. 3, 51, 15 St.-S. (13./14. jh.); vom 15.-17. jh. bes. in wbb. und botanischen werken reichlich bezeugt, z. t. neben lilie, z. t. sogar als bevorzugte form, vgl. lilia, lilium gilg (obd., 15. jh.) Diefenbach nov. gloss. 235a; gilge (1440 md.) gloss. 329c; (1518 Straszburg) ebda; gilg lilium oder lilien voc. theut. (Nürnberg 1482) k 8b; lilium ein gilgen Frisius dict. (1556) 771b; gilgen, lilien, lilgen Wirsung artzneybuch (1588) register; gilgen lilium Henisch (1616) 1621; lilium album ... lilien oder gilgen Tabernämontanus kräuterbuch (1687) 1027: röslen, veyol und die giligen, die machet val der kalte schnee, er will sie ganz vertiligen Hätzlerin 1, 92, 6; vgl. meister Altswert 74, 1 lit. ver.; honigbluome, rosen, violen, gilgen (rosam, violas, lilium) H. v. Eppendorff Plinius (1543) 188; und andere mit blümelein, mit myrten, gilg und röselein verschränkte sträusz und kränzlein binden Weckherlin 1, 103 lit. ver.; auch schwertlein, gilgen, nägelein Spee trutznachtigall (1649) 120; mit dem ausgehenden 17. jh. tritt gilge schriftsprachlich zurück: gilgen, melius lilien, f., lis, lilium Wiederhold dict. (1669) 146; gilge pro lilge Steinbach dt. wb. (1734) 1, 595; ebenso Kinderling reinigkeit (1795) 272; von Adelung 2, 690 und Campe 2, 379 nur noch als mundartlich für das obd. verzeichnet. das gleiche gilt für die zusammensetzungen, sieh unten 4. in jüngerer zeit in altertümelnder sprache wieder aufgenommen: sehn wir im vorübergehn eine maid im gärtlein zwischen gilg und rosen stehn O. Kernstock vale universitas in: allg. dt. kommersb.90 754. wie lilie in fester verbindung mit weisz: (das christkindlein erscheint dem mönchlein) in der linken hende schein ein wîzer gilge vil gemeit d. zwölfj. mönchlein 127; ich sich dick swarzen rouch unglich den wiszen gilgen. ist es im land Cecilgen (Sicilien) darinn ein berg brint? meister Altswert 197, 30; da erscheine augenblicklich auf den grab ein schneeweisse gilgen Frz. A. v. Brandis d. tir. adlers ehrenkr. (1678) 1, 178. botanisch meist zur kennzeichnung der art, vgl. unten 3: also schreiben sie auch von den weissen gilgen, die sollen erstmals aus der schneeweissen milch Junonis uffkommen sein ... die Lateiner nennen sie lilium Bock kräuterb. (1539) 2, 62b; vilerley geschlecht der gilgen ... das erst, so wir weisz gilgen nennen L. Fuchs new kräuterbuch (1543) f 1b; lilia candentia weysz gilgen Frisius dict. (1556) 179b; Henisch (1616) 1621; vgl. wissi ilgen Martin-L. elsäss. 1, 33; wissilgen Staub-Tobler schweiz. id. 1, 179. von dieser reinen, weiszen farbe der blüte her besonders beliebt in der dichtung in symbolischer verwendung; als sinnbild jungfräulicher reinheit: du bist vil weyser dann ein gylg, die innen ziert ist mit der gylb J. G. Tibianus encom. b. Mariae (1595) nach Alemannia 10, 181; die schloszweiszen gilgen der küscheit und die roten rosen der inbrünstigen liebe gottes Keisersberg sünden d. munds (1518) 29b; die zusammenstellung mit der roten rose (vgl. teil 8, 1167) dient aber vor allem als sinnbild weiblicher schönheit: (wangen wie) die wyssen gilgen vermischet mit purpurfarwen rosen N. v. Wyle translationen 22 lit. ver.; ir mundlin rot wie ein rubin ... ir glatte stirn so wol formiert weisz wie ein schönes helffenbein ... getemperiert wie milch und blut als weisse gilgen seind gestalt, so man darzuo rot rosen halt K. Scheidt Grobianus 67 ndr.; [] die rosen, lieb, in deinem kranz, sind roth, wie deiner lefzen glanz; die frische gilgen sich vergleichen hie deiner zart und glatten hand Weckherlin 1, 154 lit. ver.; deiner glider gilg und rosen ders. gedichte (1648) 795. weiterhin öfter im anschlusz an bekannte bibelstellen; so nach Matth. 6, 28 ff.: mit aller deiner kostlichen klaidung kanst schöner nit sein dan die gilgen ufm feldt J. Lorichius weltl. eitelkait verachtung (1586) 61; gibt ers der gilgen im acker, wieviel mehr dem menschen, der sein bildtnusz ist Paracelsus op. (1616) 1, 273. mit bezug auf hohelied 2, 1-2 (lilium convallium ... lilium inter spinas): Maria, du uss allen schOenen sam die gilyen der telre Seuse dt. schr. 544 Bihlm.; ich beswer úch bi den geblmten rosen und den gylien der telre, ich mein alle geblmten heiligen mit tugenden ebda 551. 22) ein besonderer belegkreis ist durch die verwendung der lilie als heraldische figur sowie als gegenstand der bildenden kunst insbes. als ornament gegeben: das gesmide wider glaste ... ein gilje, diu was guldîn Konrad Fleck Flore 2006; (wir sehen) die knöpff und gilgen und phialen an dem liechtstock kurtze u. christ. inleitung (Zürich 1523) l 2b; ainen leuchter von rainem gold, mit sechs roren ... alle mit iren köpffen, ringlen und gilgen M. Eisengrein unser l. frawen liechtmesztag (1577) 44b. das bourbonische wappen: fürhin fuort er (Chlodwig) und seine nachkommen dry guldene gilgen in eim himmelfarben feld S. Münster cosmogr. (1550) 94; als zu der lincken hand ... alle haufen und fahnen oder panier, was der fürnembsten mit keyserlichem adler und darzu mit burgundischen creutzen verzeichnet, und solcher gegentheil als zu der rechten seyten sind dero fahnen vnder der gilgen sampt dem schweitzerischen creutz einverleibt worden L. Fronsperger kriegsbuch 1 (1578) 51a; dasz sy die gilgen wellind an die thar (tore) malen lassen bei Staub-Tobler 1, 180; einen helm und daruf ein hirzhorn darin sind drei französisch gilgen a. d. j. 1606 ebda 2, 232; s. auch Martin-Lienhart elsäss. 1, 406. vgl. auch gilgen, vb., gilgecht und gilgisch. 33) gilge ebenso wie lilie 4 (s. d. sp. 1023) auch für andere mehr oder weniger lilienähnliche blumenarten, meist durch zusätze, insbesondere farbadjectiva, von 1 unterschieden, vgl. insbes. Henisch (1616) 1621; z. b. für die arten der iris, so iris germanica: iris blowe gilge o. trbel (anfang d. 15. jh. obd.) bei Diefenbach nov. gloss. 222a; die blaw gilg oder blaw schwertel würdt auch violwurtz genent und auff griechisch ... iris L. Fuchs new kräuterbuch (1543) b 3a; gladiolus, iris blaw gilgen Bock kreuterbuch (1580) register e 3b; veyelwurtz heist auch himmelschwertel, blau gilgen und lilgen Tabernämontanus kräuterbuch (1687) 1037; Val. Kräutermann blumen- u. kräuterbuch (1751) 547; s. v. radix illyrica (iris) Junius bei Diefenbach 483a; vgl. auch Staub-Tobler schweizer. idiot. 1, 179; blaui ilga (st. Gallen) Pritzel-Jessen 192; blöji iljen, blauilje Martin-Lienhart elsäss. 1, 33; vgl. gilgenschwertel. iris pseudacorus, vgl. Staub-Tobler schweiz. 1, 179; ilge Fischer schwäb. 4, 18; acorus ... die wurtzel der gelben gilgen gesotten mit wasser und das getruncken, ist guot ... für das geschwer der brust Tollat v. Vachenberg margarita med. (1516) 4b; ähnlich Gäbelkover artzneybuch (1595) 1, 291; Seutter hippiatria (1599) 91; gäl wassergilgen Bock kreuterbuch (1580) e 3b register; wasserilgen (Augsburg) bei Pritzel-Jessen 193; Holl 337b. für lilium bulbiferum: rot gilgen lilium rufum Bock contrafactur aller kreutter (1553) 236; rot goldgilgen ... seind aber gantz fewrrot ders. kreuterbuch (1580) 281; underwegen am see ersahe ich der purpurfarben gilgen L. Rauwolf aigentl. beschr. (1582) 5; schweiz. roti ilge, rotilge 'feuerlilie' Staub-Tobler 1, 180; bergilga, füürilga (st. Gallen) Pritzel-Jessen 215; österr. die rothe iling Höfer 1, 91. für narcissus poeticus: ilge K. Reiser Allgäu 2, 710; Staub- [] Tobler schweiz. 1, 180; narcissus pseudonarcissus ilga (Appenzell) Pritzel-Jessen; Staub-Tobler a. a. o.; s. v. narcissus ein gilgengeschlächt, die man unser frawen gilgen nennt Frisius dict. (1556) 854, vgl.unser frauen ilgen für anemone nemorosa Mich. R. Buck medic. volksgl. aus Schwaben (1865) 31. für convallaria majalis L.: lilium convallium ein gilg von dem thal (15. jh.) Diefenbach gloss. 329c. lonicera periclymenum L., caprifolium pericl., lilium inter spinas speckgilgen Bock kreuterbuch (1580) register c 3b; waldgilgen ebda, vgl. teil 10, 1, 2047 und 13, 1138; Holl 352: under den kreuttern (entwickelt sich) das (eine) in melissam, das (andere) in gilgen inter spinas Paracelsus op. (1616) 2, 39; vgl. gilgenconfort. anthericum liliago L.: erdspinnenkraut, phalangium ... in Teutschland graszgilglein oder graszlilglein Tabernämontanus (1687) 558. die christrose, helleborus niger, meint offenbar ein Augsburger volkslied: ain bluom tet er abbrechen, die auf der haiden stuond. es sind die weiszen gilgen, die zweihennächten aufgond bei Uhland volksl. 1, 307. einzelnes und weiteres vgl. auch bei Fischer schwäb. 4, 17 ff.; Martin-Lienhart elsäss. 1, 406; Staub-Tobler schweiz. 2, 187 ff.; Pritzel-Jessen 215; 107; 192 ff. 44) in zusammensetzungen, besonders in der botanisch-medizinischen literatur des 16. jh., der verbreitung des simplex entsprechend, häufig, im 17. jh. schriftsprachlich schon merklich seltener geworden, im 18. jh. und später nur lexikalisch weitergeführte bildungen. im bezirk der dichtung ist nur gilgenblatt gern gebraucht; vgl. dagegen die zahlreichen jüngeren poetischen composita unter lilie. die einzelbildung sieh an alphabetischer stelle.
10858 Zeichen · 318 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gilgemhd. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gilge mhd. f. ; vgl. Lexer, Hwb. 1,1016: aus lilje, von lat. lilia pl. zu lilium; s. lilia. gilie: nom. sg. Gl 3,51,15 (…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GILGEswf. swm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    GILGE swf. swm. lilie. Schmeller 2,39. du rôsen bluot, du giligen blat Gotfr. l. 2,1 ( liljen blat lobges. 16 ). in der …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gilge

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Gilge , plur. die -n, im gemeinen Leben, besonders Oberdeutschlandes, eine Lilie, aus welchem Worte es auch durch Ve…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gilge

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gilge , der südliche Mündungsarm der Memel, der sich 8 km unterhalb Tilsit bei Kallwen abtrennt und in vier Mündungen in…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gilge

35 Bildungen · 28 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

gilge‑ als Erstglied (28 von 28)

Gilgeburg

Meyers

gilge·burg

Gilgeburg , Stadt im preuß. Regbez. Königsberg, Kreis Osterode, an den fischreichen Damerauseen, 171 m ü. M., hat eine evangelische und eine…

gilgecht

DWB

gilg·echt

gilgecht , adj. , zu gilge 2 als dem bourbonischen wappen gebildet: so wards alles vom gilgechten sunnenglanz ( d. i. vom glanz der französ.…

Gilgen N

Idiotikon

Gilgen N. Band 2, Spalte 213 Gilgen N. 2,213

gilgen

MWB

gilgen- → lilje , liljen- MWB 2 791,27;

gilgenblatt

DWB

gilgen·blatt

gilgenblatt , n. : nim ein weisz gilgenblat ausz seinem öl und lege es uber das zerschrunden wärtzlin, das bekommt fast wol Wirsung artzneyb…

gilgenconfort

DWB

gilgen·confort

gilgenconfort , f. , eine geiszblattart, lonicera periclymenum, eine der vielen entstellungen aus lilium convallium ( Marzell ), vgl. sylvae…

Gilgendach

KöblerMnd

gilgen·dach

Gilgendach , M. nhd. Ägidientag, erster September E.: s. PN Gilig, PN Julianus, PN; s. lat. Iūliānus, M.=PN, Julianus; vgl. lat. Iūlius, M.=…

gilgengart

DWB

gilgen·gart

gilgengart , m. , liliengarten, titel einer gebetsammlung: das bchlin ist genant der gilgen gart ainer yetlichen christenlichen seel ( um 1…

Gilgenheimb

Meyers

Gilgenheimb , s. Hentschel von Gilgenheimb .

gilgenöl

DWB

gilge·noel

gilgenöl , n. , sehr beliebtes heilmittel: ( nimm ) meyenbutter ... und wisz gilgenöl, jedes 1 lot Gersdorff wundarzney (1517) 48 a ; weisz …

gilgensaft

DWB

gilgen·saft

gilgensaft , m. : nim blaw gilgensafft Wirsung artzneyb. (1588) 110 a ; feuchte den ort offt mit ackerwurtz, das ist, gelben gilgensafft, so…

gilgenschwertel

DWB

gilgen·schwertel

gilgenschwertel , m. und f., für ' schwertlilie ' bei Chomel öcon. lex. (1750) 8, 1074; später noch lexikal. verzeichnet, z. b. Nemnich wb. …

gilgenstengel

DWB

gilgen·stengel

gilgenstengel , m. : sie ( d. i. die frouwe) truog ein gilgenstengel. ich wânde ez wêr ein engel von himelrîch her abe gesant meister Altswe…

Gilgenstütt

MeckWB

gilgen·stuett

Wossidia Gilgenstütt Pl. -en f. Gillingstützen, knieförmige Hölzer, zwischen denen sich das Steuerruder dreht Bri. 6, 196.

Gilgentag

Meyers

gilgen·tag

Gilgentag , der 1. September, Gedächtnistag des heil. Ägidius oder Gilig (franz. Gilles , engl. Giles ).

gilgenvære

KöblerMhd

gilgenvære , Adj. nhd. lilienfarben Hw.: s. gilgenvar E.: s. gilge (1) W.: nhd. DW- L.: Lexer 401a (giljenvære)

gilgenwasser

DWB

gilgen·wasser

gilgenwasser , n. , ein destillat: blow gilgenwasser ... abens getruncken ist guot für die rot wassersucht H. Brunschwig kunst zu distiliere…

gilgenwurz

DWB

gilgen·wurz

gilgenwurz , f. : gilgenwurtz Sebiz feldbau (1580) 175 ; nimb ... gebraten gilgenwurtz, linsenmeel ... safran ... machs an mit erklopften ey…

gilgenwurzel

DWB

gilgen·wurzel

gilgenwurzel , f. : blow gilgen wurtzel 1 lot Gersdorff wundarzn. (1517) 42 b ; für das mutterwehe. brat ein weisse gilgenwurtzel in heisser…

gilgenzwiebel

DWB

gilgen·zwiebel

gilgenzwiebel , f. : die goltwurtzel ist fast eyn geele zwibel ... den weissen gilgenzwibeln gleich Bock kreutterbuch (1539) 2, 61 ; noch be…

gilgern

PfWB

gilg·ern

 gilgern schw. : ' gellend lachen ', giljere [ Gal-Josbg ]; vgl. PfWB gilfen , PfWB halgern .

Gilgeschfalte

RhWB

Gilgeschfalte = Knitterfalte s. Illingsfalte.

Gilgesgalges

RhWBN

Gilges-galges Saarbr-Russhütte : Fangsteine der Mädchen.

gilge als Zweitglied (7 von 7)

waldgilge

DWB

wald·gilge

waldgilge , f. , dasselbe wie waldlilie, lonicera periclymenum L.: geyszblatt, speckgilgen, waldtgilgen, zeünling. Fuchs (1543) 250 ; waldgi…

wassergilge

DWB

wasser·gilge

wassergilge , f. 1) die seerose, nymphaea alba L., und die teichrose, nuphar luteum Sm. Bock (1595) 257 b . 2 ) gäl wassergilge, die wassers…

weiszgilge

DWB

weiszgilge , f. , vgl. weiszlilie sowie gilge teil 4, 1, 4, 7504. 1) für lilium candidum: von weiszgilgen ... die Lateiner nennen sie lilium…