geheimnis,
n. f. subst. zu geheim,
erst seit dem 16.
jh. (
s. 2);
mhd. hiesz es heimlîche
f., dann auch heimlîcheit,
wie noch nhd. heimlichkeit (5),
mhd. doch auch geheime f., diesz gleichfalls noch nhd., auch geheimde
f. und geheim
n., über alle aber hat sich geheimnis
erhoben, doch nur in einer bed., die von dem begriffskreis jener blosz ein theil ist (
vgl. doch 2,
f).
nnl. geheimenis
f. n., gleichfalls erst seit dem 16.
jh. (
mysterium, arcanum Kil.),
nun auch geheimnis (
wol nach dem hd.),
doch herscht da im leben geheim
n. noch vor. nd. im Brem. wb. 2, 614 heimnis,
aus dem 16.
jh. heimenus
f. 11)
zur form ist zu bemerken 1@aa)
das f. war noch im 17.
jh. gangbar (
wie nl. noch jetzt vorherschend),
z. b.: etwas in höchster geheimnis halten. Olearius
pers. ros. 4, 2
u. ö.; er (
Spee) auch sich wol darf wagen zum himmel weit hinein, die höchst' geheimnisz schlagen auf harf und lauten sein. W.
N. vor Spees trutzn. (1817
s. xxix).
im 16.
jh.: die dritte grosze geheimnisz war der gülden altar. Reiszner
Jerus. 1, 38
a; die geheymnus. Alberus Yy 1
b. Maaler 163
d.
doch herscht das n. vor, z. b. Luther
hat nur es, am ende des 17.
jh. bei Stieler 821
nur das geheimnüsz ('
idem quod heimlichkeit'). 1@bb)
im plur. erliesz man sich auch die endung: wenn ich weissagen kündte und wüste alle geheimnis. Luther
1 Cor. 13, 2,
τὰ μυστήρια πάντα; als diener Christi und haushalter über gottes geheimnis,
var. ubir die geheymnisz gottis. 4, 2,
gleichfalls für μυστήρια; geheimnus
plur. Fischart,
s. unter 2,
a. noch im 17.
jh.: warum hat der sohn gottes .. die vornembste articul des glaubens, die vornembste geheimnüs in .. gleichnüssen vorgestellet. Schuppius 826 (1700
s. 775),
kurz vorher doch gleichnüssen
als nom. so wird auch die geheimnüs gottes 1700
s. 789
pl. sein. dagegen bei M. Krämer 518
a die geheimnissen der gottheit, der natur.
so nl. geheimenissen
plur. 1@cc)
auch im gen. sg. geheimnis (
eigentlich geheimnis's
in der aussprache): dein geheimnisz ist dein gefangener, so lange du es bei dir behältest, so du es aber ausbringest, so wirstu deines geheimnisz gefangener sein. Olear.
arab. sprichw. 10. 22) 2@aa)
der gebrauch scheint ausgegangen vom religiösen gebiete; Luther,
der selbst anfangs das ältere einfache geheim
n. brauchte (
sp. 2353),
äuszert sich, in verlegenheit über die wiedergabe von mysterium (
Dietz 2, 42
a): ich kan heutigs tags kein deudsch finden auf das wort mysterium, und were gleich gut das wir blieben bei dem selbigen kriechischen wort .. es heiszt ja so viel als secretum, ein solch ding das aus den augen gethan und verporgen ist, das nieman sihet, und gehet gemeiniglich die wort an, als wenn etwas gesagt wird das man nicht verstehet, spricht man das ist verdackt, da ist etwas hinden .. eben dasselbig verporgen heiszt eigentlich mysterium, ich heisze es ein geheimnis.
post. (1528) 43
a,
vergl. später daselbst geheimnis heiszt ein verborgen heimlich ding, das man nicht weisz. 310
b,
wobei doch die frage bleibt, ob er es selbst gebildet oder nur zuerst so angewandt. Im 15.
jh. steht für mysterium
und secretum
nur noch heimlichkeit u. ä. (
s. Dief.
s. vv.),
z. b. bei Melber p 2
b heimlich ding, heimlicheit, heimlich geistlich ding, bedutnus heimlicher groszer ding,
mysterium misse heimlicheit der mesz,
auch in der gemma Straszb. 1518
nur ein heimlich geistlicheit,
in der Cöln 1512 ein verholen geistlicheit,
wie im voc. opt. Lpz. 1501,
auch secretum heimligkeit,
secreta verborgenheit in der messe;
auch noch 1528,
auf kathol. seite: göttliche und uns verporgne haymlikeit. Berth. v. Chiemsee 2, 1. 5, 1. 7, 2
u. ö. (
auch die geheim
pl. 14, 2),
wie auch noch Zwingli,
s. heimlichkeit 4,
b (
bei Luther
nur weltlich).
noch im Basler nachdruck von Luthers bibel 1523
steht geheymnis
unter den auslendigen wörtern,
erklärt mit heymligkeit, sacrament (Fromm. 6, 42
b).
Aber bei Dasypodius
Straszb. 1537
mysterium ein geheimnus,
mysteria ceremonien die ein geheimnus haben,
symmystes der zuo gleicher geheimnus gelassen und mit geweihet ist T 3
b. F 3
d.
bei Alberus 1540
eruo mysteria scripturarum vel sensum mysticum, ich leg die schrift ausz, den heymlichen verstand (
nicht geheimen), die geheimnus Yy 1
b. Luther
hatte es inzwischen in der bibel verwertet (
anfangs auch da das geheim): das geheimnis des herrn unsers gottes ist offenbart.
5 Mos. 29, 29; das ir das geheimnis des himelreichs vernemet.
Matth. 13, 11; das geheimnis des reichs gottes.
Marc. 4, 11; heilige geheimnus,
mysterium. Maaler 163
d; diejenigen, denen gottes geheimnisse offenbahret sind, nehmlich die propheten. Olearius
pers. baumg. 7, 2; auch gottes rahts geheimnus und verstand, die der weis nicht erfahret. Weckherlin 110 (
ps. 25, 19). das geheimnis der dreieinigkeit,
lieber doch noch das mysterium,
es wird damit dem gefühl noch geheimnisvoller. die geheimnisse des glaubens, glaubensgeheimnisse.
auch grillen und geheimnus (
plur.)
der cabbala, des talmud Fischart
bien. 1588 73
b (mysterien Marnix 62
b); die ältesten poeten, so etwa (
einstmals) bei den vernunftreichesten haiden alle gehaimnus ires gotesdienst in verwarung hetten.
ders. pod. trostb. 660
Sch. 2@bb)
auch im leben doch schon früh im 16.
jahrh., z. b. vom reichstag: nachmals am xx. julij fieng der reichstag
an. was aber hierinn gehandelt sei worden, weiszt man wenig, dann es ausz dem geheimnusz des raths (
der beratung) nit eröffnet ist. S.
Frank chronica 1536 1, 265
a,
vergl.des rats, der stat geheimde
im 15.
jh. sp. 2357; staatsgeheimnis, das ist rathsgeheimnis, ein politisches geheimnis, cabinetsgeheimnis, amtsgeheimnis, redactionsgeheimnis (Freytag
dram. werke 2, 136). geheimnusz (
plur.) verschweigen und verdecken,
tegere commissa (
anvertrautes). Maaler 163
d.
s. weiter d und 3. 2@cc)
auch wissenschaftlich u. ä. schon seit dem 16.
jh.: die alten poeten haben ihr historien so vertuschen oder vermenteln wöllen, damit die leser desto fleisziger den historien und iren geheimnussen nachdechten. Mathes.
Sar. 161
a,
verborgnem sinn, innerstem gehalt; ihr alchimisten frewet euch, hie geht ewer geheimnus
an. Garg. 196
a (
Sch. 363); das sie (
die gelehrten) bemühet sein, alle geheimnüsse der natur zu erforschen. Butschky
Patm. 380; das suchen und forschen nach diesem hohen geheimnis des steins der weisen. Rist
alleredelste thorheit (1669) 287; wenn die geschöpfe so viel in sich begreifen, dasz der faden des menschlichen gemüthes zu kurz fällt, ihre geheimnisse zu ergründen .. Scriver
seel. 2, 899; und hab ich der natur geheimnis forschen lernen vom tiefsten abgrund an bis zu dem lauf der sternen .. Canitz (1734) 246; der dekt mir die geheimnisse der natur auf und führt mich in ihre geheime werkstatt .. S. Geszner 3, 161; er (
mein kritiker) war in die innersten geheimnisse der sprache gedrungen. Gottsched
sprachkunst 1762
vorr. b 6
a; Homers vers ist vielleicht der vollkommenste, der erfunden werden kan ... ich meine das ganze geheimnis des poetischen perioden ... Klopstock
Mess. (1756) 2,
vorw. 2
b,
vgl. Lessing 6, 44; schon seit vielen jahren schrieb man in Deutschland nach Klopstocks einleitung sehr läszliche hexameter. Voss .. liesz doch hie und da merken, dasz man sie besser machen könne. .. ich aber hatte zu Voss .. immer ein stilles vertrauen und wäre .. nach Eutin gereis't, um das geheimnis zu erfahren. Göthe 30, 273,
es geht zugleich in den begriff d über; die bildung des gedankens ... wird wol immer ein geheimnis bleiben. Abbt 4, 67; so wenig sich das geheimnis des sehens und irgend eines andern sinnes bisher noch vom naturforscher als solchem erklären läszt. Herder IV, 97. Kant
unterschied geheimnisse, verborgenheiten (arcana) der natur .. geheimnisse (geheimnishaltung, secreta) der politik .. eigentliches, nämlich heiliges geheimnis (mysterium) der religion. 6, 316. 2@dd)
als geheimes mittel zur handhabung, z. b. zur ausführung von kunststücken: sechster theil, worinnen allerhand ... ergötzende geheimnisse von ziffern und zahlen vorgetragen werden.
zauberb. Nürnb. 1762 337. geschäftsgeheimnis, fabrikgeheimnis: die luftverdichtungsfabrik ... er dachte, Münchhausen werde rücksichtsvoll genug sein .. ihm das geheimnis der bereitung kund zu thun. Immermann
Münchh. 3, 122. das geheimnis gold zu machen Adelung;
vgl. dazu 4,
a. bei den hutmachern eine gewisse beize, dem haare das geheimnis geben,
s. Campe.
vgl. kunstgeheimnis. 2@ee) »
bei den steinsetzern und besichtigern der grenzen (
flurgrenzen)
werden die unverweslichen stücke, welche auf eine geheime und nur ihnen bekannte art unter die grenzsteine geleget werden, geheimnisse
genannt«. Adelung,
s. Frisch 1, 437
c. 2@ff)
anfangs doch auch zu geheim 2,
vertraut, vertraulich: er hat grosz geheimnus zuo den von Gent. Hed.
comm. 189,
wie geheime, geheimde. 33)
die gebräuchlichen wendungen und verbindungen. 3@aa) mein geheimnis,
was ich '
für mich behalte' (
vgl. d): du solt von keinem jemahls sein geheimnis forschen. Henisch 1437, 17; bekümmere dich nicht üm anderer leute geheimnü
s. Stieler 821; ihre (
der freimaurer) wahre thaten sind ihr geheimnis. Lessing 10, 260.
man lehnt eine frage ab: das ist mein geheimnis, musz mein (ein) geheimnis bleiben. jemand mit in sein geheimnis ziehen ( Adelung),
auch ins geheimnis (in das geheimnis Schiller IV, 347),
wie ins vertrauen. 3@bb) ich habe keine geheimnüsse,
nihil habeo quod celatum velim Stieler,
brauche nichts zu verhehlen, halte nicht hinterm berge u. ähnl.; er macht kein geheimnüs draus
ders., sagt es allen die es wünschen; ich dächte, ich machte kein geheimnis aus meiner liebe. Gellert
lustsp. 30 (
zärtl. schw. 1, 11); ich hab gefehlt, dasz ich aus diesem schritt dir ein geheimnis machte. Schiller
M. Stuart 4, 6. das geheimnis soll unter uns bleiben Adelung,
auch soll unter (zwischen) uns geheimnis bleiben. geheimnis haben (
s. Stieler
vorhin): ich habe kein geheimnis vor dir; sie sind der freund des prinzen, vor dem er keine geheimnisse zu haben pflegt. Schiller IV, 313, 17; die zwei haben immer geheimnisse zusammen; sie wissen alles! hier ist kein geheimnis mehr. Schiller
br. v. Mess. (1803) 84. 3@cc) ein geheimnis einem anvertrauen
u. ähnl.: sein ganzes vertrauen hatte Biondello, bei dem er alle seine geheimnisse niederzulegen pflegte. dieser muszte ihm noch am todbette angeloben, sie heilig zu bewahren. Schiller IV, 274, 28; dieser läugnete hartnäckig .. und behielt seine geheimnisse. 275, 5; ein geheimnis mit ins grab nehmen.
dagegen ein geheimnis verrathen, ausplaudern, offenbaren, preisgeben Schiller IV, 256, 11,
vgl.dem jedes geheimnis feil ist 313, 29. einen in sein geheimnis einführen, einweihen. familiengeheimnis, herzensgeheimnis, hofgeheimnisse
u. a. 3@dd)
mit gen. des gegenstandes: das geheimnis seiner geburt das geheimnis einer edlen liebe, dem holden lied bescheiden anvertraut. Göthe 9, 147 (
Tasso 2, 1).
mit gen. des inhabers: das bleibt ein geheimnis der behörde, der eingeweihten.
s. auch unter 2,
b geheimnis des raths, amtsgeheimnis,
unter 3,
a mein geheimnis. 3@ee)
gesteigert ein tiefes geheimnis (
vergl.höchstes geh. 1,
a), etwas in tiefes geheimnis hüllen, einhüllen (den schleier des geheimnisses lüften).
aber auch er hüllt sich gern in geheimnisse, ist voller geheimnisse; meine brief sind voll geheimnüssen Aler 867
b (
vgl. geheimnisvoll).
dem tief
entsprechend in ein geheimnis dringen (Weisze
bei Adelung),
es durchdringen, ergründen. 3@ff)
mit dat.: das ist mir kein geheimnis; den stoff (
des kunstwerks) sie jedermann vor sich .. die form ist ein geheimnis den meisten. Göthe 49, 70,
geläufiger doch für die meisten; weil das genie immer sich selbst ein geheimnis bleibt. Schiller X, 438, 11; sich selber ein geheimnis wuchs sie auf, nicht kennt sie ihr geschlecht noch vaterland.
braut von Messina (1803). 3@gg)
auch öffentliches geheimnis,
das als solches behandelt wird und von dem doch jedermann oder viele wissen, z. b. im politischen leben (
nl. een publiek geheim,
frz. un secret public).
es war Göthen
ein beliebter, unentbehrlicher begriff, z. b.: in Leipzig hab ich das offenbare geheimnis gesehen und mein gewissen hat mich gewarnt.
an frau v. Stein 2, 105.
er brauchte es aber auch in tieferem, tiefstem sinne, von geheimnissen der natur, kunst und geisteswelt, die offen am tage liegen, offen ausgesprochen sind und doch meist geheim und dunkel bleiben, weil sie nur das eingeweihte auge sieht, z. b.: 'wer hat ihnen das gesagt?' der thurm (
des Straszb. münsters) selbst, versetzte ich. ich habe .. ihm so viel neigung erwiesen, dasz er sich zuletzt entschlosz mir dieses offenbare geheimnis zu gestehen (
wie er urspr. vom künstler gedacht war). Göthe 26, 82 (
a. m. l. 11
a. e.); indem die natur das offenbare geheimnis ihrer schönheit entfaltete .. 22, 128 (
wand. 2, 7),
vergl. die spr. in prosa nr. 214 (Loeper
b. Hemp. 19, 54); so ergreifet ohne säumnis heilig öffentlich geheimnis. 3, 96 (
met. d. pfl., epirrhema); ein offenbar geheimnis, wol verwahrt, und wird nur spät den völkern offenbart. 41, 253 (
Faust II, 4); dasz wir sogar anerkannte irrthümer aus der wissenschaft nicht los werden. die ursache hiervon ist ein offenbares geheimnis. 22, 244 (
spr. in prosa nr. 892); ich weisz wohl, dasz diese (
warnende) worte vergebens dastehen, aber sie mögen als offenbares geheimnis der zukunft bewahrt bleiben.
spr. in prosa nr. 1002 (19, 217
Hemp.); wobei sich voraussehen liesz, dasz diese lehre noch einige zeit als offenbares geheimnis vor den augen der welt daliegen werde. 60, 170; offenbar geheimnis
heiszt ein gedicht im divan 5, 39 (sie haben dich, heiliger Hafis); gewissen geheimnissen, und wenn sie offenbar wären, musz man durch verhüllen und schweigen achtung erweisen. 22, 6 (
wand. 2, 1); was ich treibe, ist immer ein offenbares geheimnis.
briefe an Wolf 115 (
von der farbenlehre).
vgl. schon in der Harzreise vom j. 1777
vom Brocken (
als altar): du stehst mit unerforschtem busen geheimnisvoll offenbar über der erstaunten welt. 2, 58,
sodasz es nicht etwa blosz durch Gotters
übers. von Gozzis
lustspiel das öffentliche geheimnis
Lpz. 1781
veranlaszt ist. es war ihm ein beliebter, wichtiger und alter gedanke, dasz wir alle in geheimnissen und wundern tappen, in geheimnissen wandeln (
Eckerm. 3, 136,
s. auch 143),
vgl. schon Gellert: welches leben, auch das niedrigste und dunkelste, hat nicht seine geheimnisse und wunder?
anderseits war Göthen
ebenso sicher und wichtig, dasz wir ort für ort im innern (
der natur) sind 58, 244 (2, 237
Hemp.),
dasz was innen das ist auszen 3, 96 (2, 230
H.)
u. a., woraus sich denn jenes offenbare geheimnis
von selbst zusammensetzt. 44)
der begriff zeigt noch besondere seiten und schattierungen. 4@aa) geheimnis
als geheimes mittel, geheimmittel (
vgl. 2,
d): dir (
Pergolese), ihrem liebling, entdeckte das grosze geheimnis, die herzen allmächtig zu rühren, die göttin harmonie. Wieland
neuer Am. (1771) 2, 97. ein geheimnis wider das podagra Adelung. 4@bb)
anderseits auch mehr verbal, geheimhaltung, geheimes thun und wesen u. ähnl.: ein anschlag, der mehr als jeðer andere des geheimnisses bedurfte. Schiller VIII, 328, 18; solle die commission mittel und vorschlag bringen, wie diesen hinrichtungen mehr geheimnis zu geben .. sei. VII, 164, 30.
vgl. briefgeheimnis.
geheimes wesen, gebaren: das geheimnis, womit mich Elisabeth jederzeit empfieng, die bündigen antworten .. erregten mir sonderbare ehrfurcht für sie .. Göthe 21, 25 (
wanderj. 1, 2). 4@cc)
auch für gemeinschaftliches geheimes wissen: die engsten bande sinds, die zartesten, die das geheimnis stiftet. Schiller
M. Stuart 2, 5
a. e. noch anders bei dems. des waldes g.,
verhüllendes dunkel: in des waldes geheimnis entflieht mir auf einmal die landschaft.
der spaziergang; vgl. geheime myrten
bei Uz
sp. 2355. 4@dd)
im 18.
jahrh. auch für sympathie,
geheime beziehung und wechselwirkung von herz zu herz, geist zu geist: seit dem ich sie traurig gesehen habe, habe ich grosze lust, es auch zu sein. was für ein geheimnis hat nicht ein herz mit dem andern. Gellert
lustsp. 1748
s. 43 (
zärtl. schw. 2, 3);
vgl. Göthe 33, 28
u. geheimnisvoll. 4@ee)
zwischen geheimnis
und heimlichkeit
unterscheidet Lessing,
jenes in höherem, dieses in niederem sinne, von freimaurerei: man hat lange genug aus heimlichkeiten das geheimnis gemacht
u. s. w. 10, 291
fg. (
Ernst u. Falk, 4.
gespr.).
vgl. im 16.
jh. unter 2,
a.