kauf,
m. pl. käufe,
subst. zu kaufen (
s. d.),
ahd. chouf,
mhd. kouf;
alts. côp
m. und n., altfries. kâp,
nd. kôp (
götting. kâp),
nl. koop;
altn. norw. isl. kaup
n., schwed. köp
n., dän. kjöb;
ags. ceáp,
auch engl. cheap (
einseitig als scheinbares adj., s. sp. 320);
auch böhm. kaupě
u. s. w., s. kaufen. Kauf
war ursprünglich tausch (
ebenso altn., s. Fritzner),
ganz wie mhd. wehsel,
daher auch kouflîch wehsel, wehselkouf,
auffrischungen des verbleichenden kouf
als tausch; ze wehsel lân, geben
hiezs geradezu käuflich ablassen, ze wehsel komen mit einem
einen tausch, kauf abschlieszen (
gut. Gerh. 2189. 1718. 2049),
der koufman
auch wehselære
Parz. 353, 26,
das eingetauschte kouf
und wehsel
gut. Gerh. 2592. Neidhart 55, 8,
s. auch kaufen 1, kaufwechsel.
ahd. wird chouf
oft mit '
commutatio'
glossiert, noch mhd. scheint die alte bedeutung oft durch, wenn es z. b. von streit, waffenstreit wie wortstreit, heiszt kouf umbe kouf geben (
Marienleg. 17, 14.
Gudr. 860, 4).
so bezeichnet kauf,
wie kaufen,
urspr. das geschäft zwischen käufer und verkäufer, beide umfassend und allseitig, auch das tauschmittel, die waare, den vom käufer gezahlten preis und den vom verkäufer gemachten gewinn. vgl. auch geld, handel, geschäft. 11)
Das geschäft zwischen käufer und verkäufer, sowol nach dem abschlusz (
tausch)
als während des handels. daher 1@aa)
ebensogut einseitig vom verkäufer wie vom käufer; wie z. b. Hilde, Hagenen tochter, von Horant und seinen mannen gewonnenwerden soll durch verstellung in kaufleute, lehnt Wate die mitwirkung ab: ich kan niht koufes pflegen.
Gudr. 251. 253,
verstehe nichts vom handel, verstehe mich nicht aufs verkaufen; ebenso sich koufes begân
gut. Gerh. 2181,
sich vom handel, verkauf nähren. auch vom einzelnen verkauf: swer sô wider eischet daʒ her vergeben oder verkouft hât an varnder habe, und versachet (
läugnet) her des koufes oder der gift ...
Sachsenspiegel III, 4, 1,
im nd. text der köpinge.
zu kaufe, auf [] den kauf ist bis in die neueste zeit '
zum verkauf',
nd. to kope: so wein alhier aufn kauf gebracht würde ... und sol kein weinschenke einichen wein aufthun noch auf den kauf anstechen oder auch alhier verkaufen ... er habe denn zuvorn ...
Leipz. stadtordn. 1544 H 3
b; es sollen auch die verordenten weinkieser .. keinen wein aufn kauf, wider zu verkeufen, einkeufen. 4
a.
prostituere zu kauf setzen,
prostare zu kauf steen, veil sein.
voc. opt. Leipz. 1501 Y 4
a,
prostare zu kauf sitzen
gemma g. Str. 1518 U 1
c.
ebenso nl. te koop zetten, dragen
vom händler, te koop staan
von der waare. der strigelt und putzet mich (
das abgenutzte ross) auf, er kempt mir har und schwanz zum kauf. H. Sachs 1, 500
c (1590 375
b); gar kein korn kompt zu kaufe dar. Körner
hist. volksl. 308; wo war so viel der farb zu kauf? Spee
trutzn. 123; sie bringen in einen winkel des tempels alle ihre scheinheiligkeit zu kauf. Olearius
pers. baumg. 4, 12; zu kaufe geben.
medic. maulaffe 685 (
vgl.gebkauf),
ebenso zu kaufe haben
feil haben Olearius
pers. reiseb. 3, 1, Stieler 939, Frisch,
bei Adelung
nur noch '
im gemeinen leben'
wie zu kauf sein (das ist hier nicht zu kauf): Apollo hat als arzt viel herrliches zu kauf. Hagedorn 2, 73; es sind einige hier zu kaufe, die ich nicht möchte. Göthe 29, 41; sie (
Angelica Kaufmann) ist müde auf den kauf zu mahlen. 29, 62; nimmt topographisch sie wie eine festung auf und bietet gegenden dem publikum zu kauf, wovon ich billig doch allein nur sprechen sollte. Schiller 26
b; da! nehmt hin! um ein geringes steht er (
der helm) euch zu kaufe. 450
a; éine abendpromenade solltest du nur mit mir machen, so in manchen winkel wo keine laterne brennt, oder hinter der mauer wo niemand geht als das sechste gebot auf den kauf. Zschokke
Abällino (1795) 105.
Diese wendungen sind aber im aussterben begriffen, weil kauf
sich schon längst zu bestimmt nach der seite des einkaufs gewendet hat; zwar hört man wol noch von arbeit, auf den kauf gemacht (Steinbach, Adelung)
im gegensatz zu der auf bestellung gemachten, aber auch dafür dringt anderes vor, wie auf den verkauf.
in dem auf den kauf, zu kauf
hielt sich die alte bed. nur so lange, weil die wendungen gleichsam eingefroren waren, meist unverstanden mit fortgeführt wurden; zudem liesz sich ja dabei doch auch an den einkauf denken, wie man denn auch z. b. hört da kannst du alles zu kauf bekommen,
wie sonst zu kaufen.
und doch liegt jene bed. noch heute deutlich genug vor in kaufmann (
das aber seinerseits urspr. auch den einkäufer bezeichnete),
s. auch kaufherr, kaufkram, kaufbrot.
übrigens machte es sich bei der zweideutigkeit von kauf
früh nötig, den '
verkauf' (
das wort ist früher selten und nicht alt)
sicherer zu bezeichnen, man sagte dann gebkauf,
von 'zu kaufe geben'
verkaufen, oder feiler kauf (
s. 3, 1448, Haltaus 445),
vgl. 319;
noch jetzt landsch. einen feilen kauf (
handel) haben (
sächs.). 1@bb)
verkauf und einkauf in einem, gleich handel (geschäft):
mercatura, kauf. Dief. 357
a; in der statt Zeyla ist ein groszer handel von gold und ein groszer kauf der menschen ('
menschenhandel') .. die verkauft man da in allem land. Frank
weltb. 8
a; vierhundert sekel silbers, das im kauf geng und gebe war. 1
Mos. 23, 16,
handelscurs hatte; aber weil des lebens lauf gar kein kauf, kein geschenk noch gold kan stöllen (
aufhalten). Weckherlin 418,
handeln, dingen. es ist bis ins 16. 17.
jh. das herschende wort für handel,
das seinerseits im heutigen allgemeinen sinn ziemlich neu ist (
s.kaufhandel);
daher denn auch gebildet wurde kauffahrer, kaufgut, kaufstadt, kaufmann
u. s. w., wofür man jetzt, wenn sie neu zu machen wären, handelsschiff, handelswaare
u. s. w. bilden würde. s. auch unterkauf
mäklerei. Eine vielgebrauchte reimformel war '
kauf und lauf' (
sehr ähnlich dem 'handel und wandel'): wie kauf und lauf ist,
ut in commercio fieri solet. Frisch 1, 503
c,
wie es das geschäft, die '
usance eines platzes'
mit sich bringt, wie man jetzt sagt. fürwar, sagt Eulenspiegel drauf, ir wiszt den kauf und auch den lauf. Fischart
Eul. 217
a (Gödeke
eilf büch. d. d. 1, 166
b),
von einem in allen kniffen bewanderten kaufmann; baten sie bescheidenlich, inen nach gemeinem lauf des kaufes umm das gelt etlich kässtrauben zukaufen zugeben.
Garg. 197
b (305),
nach dem marktpreis, '
cours'; einen kaufmann, der hiebevor grosze ding gethan habe .. und wisse was in der welt kauf
[] und lauf sei, wie man pfeffer umb kreiden verwechseln solle. Schuppius 29 (
vgl.wehsel
oben).
noch landsch.: das (
kalb) sollte er nicht zu theuer haben, ungefähr so wie es kauf und lauf sei. Gotthelf 2, 20; durchstrich flüchtig den markt, um zu hören was kauf und lauf sei. 104,
den marktpreis; wuszte der meister nicht, wie kauf und lauf giengen? 114
u. ö. Auch das jetzt so wichtige und vielseitige '
geschäft'
war durch kauf
mit vertreten: liegen triegen sint sô wert daʒ man ir zallen koufen gert. Freidank 166, 2; nach geendeter malzeit rahtschlagten sie von nun schwebenden sachen, dann nirgends besser käuf es gibt als wo man weinkäuf gibt.
Garg. 248
b (468),
beim wein machen sich '
die geschäfte'
am besten; bieten und wiederbieten macht den kauf,
bringt das geschäft zu stande. Stieler 939, Steinbach 1, 836
noch Haller
konnte dichten von der alten guten zeit: der mauren engen raum bewohnten grosze seelen, sie waren ohne land, doch fähig zum befehlen. es war ein vaterland, ein gott, ein freies herz, bestechen war kein kauf, verrähterei kein scherz.
ged. (1777) 151,
bestechung beschönigte man nicht mit dem namen eines '
geschäfts'.
es hiesz einen kauf thun (
schon ahd. Notk.
Boeth. 58),
ein geschäft machen; einen kauf machen, treffen, schlieszen. Frisch; den kauf abschlieszen,
früher auch mit dem kauf abdrücken H. Sachs
bei Gödeke
eilf b. d. d. 1, 88
a; (von) dem kauf abstehen,
davon zurücktreten: der winkouf ist getrunken schon (
s. weinkauf), wir mögen nit dem kouf abston. Brant 85, 18. den kauf nit halten Maaler, der kauf geht zurück
u. a. Die begriffe des im gange befindlichen und des abgemachten geschäfts sind nicht gut zu trennen, für jenes ein mhd. und nhd. beispiel: als ein herre oder ein burger .. fuoter kaufen wolten in der vrist und (
während dasz) ein gädemler 'in dem koufe wær' oder kouft hæt, sô sol er dâ von stê
n. Meraner stadtr. Haupt 6, 423; hoff, Agripina werd mir zu theil (
sagt Andolosia als krämer verkleidet), wird bald hieher von kirchen gahn, der beut ich meine kleinot
an. wo sie denn mit mir kompt zu kauf ... so wil ich sie umbfahen thon
u. s. w. H. Sachs 3 (1588), 2, 42
d.
noch jetzt einzeln der kauf ist noch im gange,
oder ist fertig, gemacht,
doch mehr mit gedanken an den käufer. und wie geschäft,
auch auf andre '
händel'
übertragen, z. b.: hielte die alte schildwacht, dieweil wir (
die Courage und der fendrich) den kauf mit einander machten und auch einander ritterlich bezahlten.
Simpl. 2, 174 (
obscön). 1@cc)
vertrag, contract überhaupt, eig. der abschlusz des geschäfts mit einschlusz seiner bedingungen: contractus, ein bekommnus, ein kauf. Dasyp.,
er erklärt contraho ich bekomme mit etwar, als in käufen geschicht (
fehlt oben, vgl. übereinkommen),
s. auch kaufpact; den (dem?) kauf nachsetzen,
contractui stare. Stieler 939, Frisch 1, 504
a aus Besold
thes. pr. 454
a.
s. auch unter d).
der pact des Theophilus mit dem teufel heiszt ein kauf:
satan. so wil ik den kôp mit dy maken.
Theoph. 635. 599. 722;
Theoph. enen kôp kofte ik, dat is my toren, ik hebbe dat êwige levent verloren.
erste fortsetz. 660.
ebenso altn. kaup.
vgl. sp. 321
unten, kaufbrief. 1@dd)
der abschlusz des geschäfts hiesz vor alters kauf schlagen (
dann auch überhaupt handeln, vgl. kaufschlagen): wie sie wolten mit einander käuf schlagen mit allerlei gattung und sort. Frank
weltb. 219
a.
ebenso noch engl. to strike a bargain,
und schon altn. slâ kaupi við einn,
vgl. nhd. den kauf zuschlagen,
nl. den koop toeslaan.
das ist vom handschlag, der seit alters zwischen käufer und verkäufer das geschäft statt contractes abschlosz und bestätigte: daʒ si (
die underköufel,
zwischenhändler) keinen kouf mit der hant dar slahen noch bestæten.
Meraner stadtr. Haupt 6, 426; daʒ ich iu des koufes wil jehen (
ihn zusprechen) ... sus sluoger si im in die hant. nâch guotem wîne wart gesant, den trunken si.
pf. Amis 2135; 'nu slahets (
die edelsteine) uns vrœlîchen her, wir süln si koufen' sprach er. sus wurden si im dar geslagen. 1773.
Von jenem trunke zum fröhlichen abschlusz hiesz es auch den kauf trinken,
der geschlossene kauf kauftrank: derhalben weil wir sehen und wissen, das keiner die lenge hie (
auf erden) bleibet und alle gleich kauf getrunken kurz und gut fort
[] müssen ... was zeihen wir uns dann ... J. Greff
Lazarus vorr. B 4
a, '
gleich nach getrunknem kauf',
ohne weitere zahlungsfrist, ohne weiteres. völliger den wînkouf trinken
weisth. 1, 399, den wînkouf des tôdes getrunken hân
Mart. 211,
auch bei Greff
ist es der tod mit dem der mensch '
den kauf trinkt',
und bei Brant
vorhin sp. 317
ist ebenfalls vom sterben die rede, d. h. kauf
gleich vertrag überhaupt. s. auch leitkauf, kaufschmaus. 1@ee)
jetzt ist kauf
im sprachgefühl fast völlig beschränkt auf das geschäft des käufers, den einkauf,
wie käufer, kaufen;
auch Adelung
setzt diese bedeutung als '
eigentliche'
voran: ein bösen (schlimmen Frisch), guoten kauf thuon,
male, bene emere Maaler 241
b u. a.; der thäte wahrlich keinen theuren kauf, der eine nacht in dieses weibes arm mit seinem leben kaufte. Wieland 11, 126. am besten ist der beste kauf. Mathes.
Luther 145
b,
sprichw., gewöhnlich beim besten,
oder beim theuren. einem in den kauf fallen (stehn Schönsleder),
durch höheres gebot den käufer aus dem kauf drängen, praemercari Maaler. Frisch. und findest ohne kauf den unterhalt zum leben. Opitz 1, 104; das ist mein eigenthum, es ist durch rechtmäszigen kauf mein eigen, ich habe es durch kauf erworben; durch kauf, heiraten, vermächtnisse .. wurden oft mehrere derselben (
der kleinen gebiete) unter einem hauptstamme wieder vereinigt. Schiller 779
b.
von städten die in kriegszeiten sich neutral hielten, hiesz es, wenn sie beiden parteien bedürfnisse frei zu kaufen erlaubten, kauf geben, feilen kauf geben. Frisch 1, 504
a.
diesz kauf geben
galt überhaupt vom verkäufer: (wolt) mit mier den kouf träffen und welt mir ein kouf gen (
geben) dessen er sich nit welt schämen. Th. Platter 95,
vgl.gebkauf,
und sp. 320. wolfeiler, guter, theurer kauf: er bot ein lamm, noch zwei darauf (
für der Phyllis kuss), dann zehn, dann alle seine heerden. so viel? dies ist ein theurer kauf. Gellert (1784) 1, 52; so gehts, das beste dieser erden erhält man nur durch theuren kauf. Lessing 1, 82.
letzteres auch, wie mhd., hoher kauf (
s. 5,
b),
franz. grand marché,
daher bittkauf der höchste kauf Stieler 938,
erbetenes kommt leicht am theuersten zu stehn, nd. bidkôp dür kôp Frommann 2, 390,
altfranz. aset achate ke demande Haupt 11, 115.
man wünscht dem der zu markte geht, 'guten kauf!'
rechtliche redensart kauf bricht miete, kauf geht vor miete,
die rechte des käufers gehn denen des mieters vor. 1@ff)
daher kauf und verkauf,
nundinatio, das merkten in der mässen Maaler 241
b,
nl. koop ende verkoop. Kil.,
als formel in amtlichem stil, wie 'kaufen und verkaufen': alsdann sei es ins wirtshaus zu gehen erlaubt, wann man mit den bezechten als (
nur) halb besinten einen profitablen contract, kauf oder verkauf zu treffen versichert ist.
Simpl. (1713) 3, 128. 1@gg)
nähere bestimmungen des kaufs geben ankauf, aufkauf, einkauf, vorkauf, rückkauf, scheinkauf, zeitkauf,
dann erbkauf, bletschkauf, handkauf, leihkauf, marktkauf, urkauf, ratkauf (
vortheilhafter); gesamt-, samtkauf
oder samkauf,
kauf oder handel im ganzen, '
en gros': wie vil (
auch) man rade (
vorrat?) sampts kaufs kauft, so gibt man nicht mehr davon dan ein pfennigk. Förstemann
gesetzs. der st. Nordhausen s. 1; was eine halbe last ist, die man sampts kaufs vorkauft, gibt ein pf. ... vorkaufet aber man die halbe last enzeln kaufs, so gibt man
u. s. w. 4; den groszen hansen die samkaufs handlen.
bauernart. 1525
bei Öchsle
bauernkrieg 292.
auch klumpkauf,
kauf in bausch und bogen. ferner hauskauf, pferdekauf, fruchtkauf, getreidekauf, zinskauf
u. s. w. 1@hh)
sprichwörter bei Simrock
s. 255: kauf (
handel) erfordert kaufmannsgut und kaufmannsglauben (
gut und credit); der erste kauf ist der beste; augen auf, kauf ist kauf (
einmal geschlossener kauf gilt, oder handel bleibt handel, ein unsicheres geschäft); kauf bedarf hundert augen, verkauf hat an einem genug; kauf und backenstreich sind ungleich,
u. a. 22) Kauf
als gegenstand des kaufhandels. mhd. kouf (
und ebenso ags. ceáp,
altn. kaup,
altschwed. köp)
ist auch alles was zum verkauf ausgeboten wird, die waare (
s.kaufschatz),
das worüber gehandelt wird, und das was erkauft ist: von sînem hûse fuor er (
der kaufmann) mit koufe durch gewinnes ger. Haupt 7, 377; ir krâmer unde pfragener und ir schuochsiuter (
schuster) und ir andern alle, die zuo markte stênt mit ir veilen koufe. Berthold 266, 21 (61
Kling); krâmer die niht rehte wâge habent, oder swelher leie trügenhaften kouf sie veil habent.
[] 216, 13 (
so valscher kouf
Ssp. II, 13, 3);
brotbecke der kleinen kouf backet. 216, 4; swer mit anderme koufe oder mit (
anderm) koufmanschatze ... veret gegen Selse zuo markete.
weisth. 1, 762; swelich gast (
fremder kaufmann) nimit silber umbe sînen kouf zu eime burgêre. Höfer
urk. 43; drî strâʒe truogen drin (
in die stadt) koufes von dem lande genuoc, daʒ mer zer vierden porte truoc koufschatz von der heidenschaft.
gut. Gerh. 1285; daʒ er gesach nie anderswâ sô grôʒen market alse dâ noch alsô maneger hande kouf. 1305; den grôʒen kouf den er mir bôt. 1579,
es handelt sich um einen tausch von waaren gegen gefangene. kouf
vom einzelnen stück, um das gehandelt wird, z. b. Berthold 482, 35. 27.
So noch im 16.
jh. und länger, daher kauf feil haben,
halten u. dgl.: es sol in unserm furstenthumb, landen und gepieten den sonnenkremer oder knapsecken nitt gestadt werden zu hausieren .. sunder welcher feilen kauf hat, mag zu gepurlichen zeiten und stetten, sonst nit, denselben offentlich feile haben.
landgr. Philipsen (
von Hessen)
reformation und ordenung .. i. j. 1526
o. o. B ij
b,
vgl. sp. 316
a)
a. e. noch jetzt zuweilen für das gekaufte: du bringst einen guten kauf nach hause. kränze, die verdorrten, sind ein schlechter kauf. Tiedge. 33) Kauf
war aber auch kaufmittel, preis, in alter zeit tauschmittel; wieder ebenso ags. ceáp,
altn. kaup,
altschwed. köp.
das ags. ceáp
bezeichnet daher sogar auch das vieh, das älteste tauschmittel, ganz wie goth. faíhu,
ags. feoh
vieh und geld zugleich sind, vgl. pecus
mit pecunia: wan eʒ (
die waare) gap in Ulixes ân allen kouf.
troj. kr. 28317; ich wil daʒ man eʒ hinnen trage vil gar ân alles koufes gelt. 28321; mîn gelt hân ich gewegen dar, jâ drîʒic pfenninge al gar. daʒ ist der kouf, dar umbe ich bin zu koufe doch gegeben in.
erlösung 4580; so riet ich daʒ wir kêrten dar, durch daʒ wir die lîpnar umbe rehten kouf dâ fünden (
vgl. sp. 321).
kindh. Jesu 755
Feif.; die granalia liebern und ihne bitten, dieselben zu Frankfurt durch den mainzischen münzmeister probiren zu lassen, ihme dieselben zu verkeufen wie der kauf (
marktpreis) des silbers ist. Michelsen
Mainzer hof zu Erfurt s. 21; der kauf der verglasten knopf auf die thuren (
thürme) ... ist fur einen thurenknopf 45 und 50 pfenning, und fur einen erkerknopf 30 pfenning. Tucher
Nürnb. baumeisterb. 105, 7,
preis dem hafner zu zahlen; und das alles ist der kauf auf den zigelhütten, on die fure. 95, 27; die rethe haben auch macht, die becken zuregieren und inen das brot noch (
nach) stegerunge und fallen des kornkaufs zusetzen.
Arnstädter stadtr. bei Michelsen
rechtsdenkm. 67; Ulenspiegel sagt 'der wein ist zuo deuer, ich hab nit dan 6 pfenning, mag ich ihn dafür haben?' der weinzepfer ward zornig und sprach 'wiltu meinen herren den wein schetzen? das ist hie ein gesatzter kouf' (
bestimmte taxe).
Eulensp. bei Lappenberg
s. 83 (
hist. 57); nach der menge der jar soltu den kauf steigern und nach der wenige der jar soltu den kauf ringern (
LXX ἔγκτησις).
3 Mos. 25, 16; sie ersteigern immer und fürder den kauf der wollen. Kirchhof
wendunm. 254; dasz niemand seines gefallens die waar übersetzen, den kauf ersteigern darf.
ders. mil. disc. 134; ob es aber imands von inen neher (
billiger) erzeugen oder auch darümb, das er etwas besonders haben wolte, in solchem kaufe (
zu solchem preise) nicht bekommen könte ...
Leipziger stadtordn. v. 1544 E 4
b; ich bat, so sie es verkaufen wolt, dasz sie den kauf mir sagen solt. sie sprach 'ja wenn es dir gefellt, so mustu bringen gut bar geld'.
Reinicke fuchs Frankf. 1583 117
b (3751); sind des richters ohren zu? mache du die hand nur auf, recht hat jetzt wie alles ding einen eben hohen kauf. Logau 3,
s. 248
nr. 171.
die bedeutung lebt noch nach in reukauf, schandkauf, marktkauf, handkauf, weinkauf.
s. auch nachher 5,
b und kaufen 1,
f. 44)
Endlich auch der gewinn der aus einem einzelnen geschäfte flieszt (
wie '
geschäft'
wieder selbst)
; für kaufen
liegt diese bed. sicher vor (
s. sp. 325),
für das subst. ist sie darum an sich gewiss, und durch folg. auch belegt: das paare gelt war ihr ein lachender kauf (
fröhlicher gewinn). Abele
unrodn. 2, 12.
als geschäftlicher [] ausdruck des 16.
jh. (
gewiss von jeher): und (
Eulenspiegel) gieng hin und liesz im (
dem taschenmacher) sein deschen und sprach 'hastu guoten kouf (
daran), den magstu behalten'.
Eul. hist. 59,
kannst du '
ein geschäft'
damit machen, sie gut verkaufen. ähnlich groszen kauf geben: da solt (
würde) er im groszen kauf an geben (
an der erwarteten waare), dasz er seinem schaden wider nachkumen solt.
Eulensp. 46,
er sagts zu einem von ihm betrogenen schuster, '
er würde ihm daran viel zu verdienen geben'. Berthold
spricht von den schwüren der kaufleute: der tuost dû etewenne zehen oder mêr ze einem lîhten koufe. 140, 6,
kann freilich auch geschäft sein. vgl. 6,
d sp. 322. 55)
Die art des kaufs wird auf mehrerlei art näher bestimmt, besonders durch adverbiale wendungen. 5@aa) '
guten kauf'
bedeutet billig. guter kauf
ist sonst ein gutes geschäft, s. 1,
b und e, auch 4: er fünde guoten kouf an mînen jâren, der âne vröude wolte werden alt. Bligger v. Steinbach
frühl. 118, 19.
MSH. 1, 326
a,
machte ein gutes geschäft, ich überliesze sie ihm billig; dô kom er (
der kaufmann) in ein fremedeʒ lant, dâ er guoten kouf vant. Haupt 7, 377. guoten kouf geben,
billig verkaufen (
vgl. Platter
sp. 318),
auch feilen kauf geben 3, 1448: si (
die edelsteine) sint wol tûsent marc wert ... der ir tugent erkennen kan, der muoʒ mir selbe des gestân daʒ ich guoten kouf gegeben (geboten) hâ
n. pf. Amis 2120; ich bin auf diesen plan mit theriack erschienen, mit balsam und extract, ich gebe guten kauf. Canitz (1734) 343;
noch in Liefland er gibt guten kauf,
fordert billige preise Hupel 107.
diesz 'guten kauf'
erstarrte dann zu einer adverb. wendung, auch comparativisch besseren kauf,
billiger (
gerade so engl. to sell one a good bargain,
wolfeil verkaufen, dann auch 'a bargain'
wolfeil): hirten solcher milt- und güten seind nit also guten kauf (
wolfeil, häufig). Spee
trutzn. 249; nit werdens weiter zörnen, ich weisz dan gebens besser kauf. 209; dat gelt gift em de ehr, dar men doch beter koep sülk dink hier fünde mehr. Lauremberg 2, 452; die ihr des segen gottes misbrauchet und denket, das brodt sei itzo gut kauf. Schuppius 341; gut kauf geben,
billig verkaufen Frisch 1, 503
c; hier ist alles gut kauf. Adelung.
dann vereinigt gutkauf: der schatzung und accisen grosz ... sollt ihr ganz überhoben sein und gutkauf trinken bier und wein. Scheible
flieg. bl. 7 (17.
jh.).
Es heiszt noch in Aachen goue (
guten) kouf
billig, dürkouf
theuer, nd. gôdkôp,
gesteigert christkôp, '
christlichen kauf',
sehr wolfeil, aber schandkôp
gar zu wolfeil (
brem. wb.),
vgl.schandkauf;
auch nnl. goed koop,
urspr. auch goeden k.,
z. b. die nooten (
nüsse) zijn goeden coop.
hor. belg. 11, 334, 16.
jh. gleichen ursprung hat engl. cheap
wolfeil, als adj., urspr. 'good cheap' (Halliw. 409
b),
d. i. genau '
gut kauf' (
ebenso franz. bon marché,
it. buon mercato).
Weil aber der accus. nicht mehr in seinem ursprung gefühlt ward, besserte man: purpur war zu guten kauf. Spee
trutzn. 250; Pfaffendorf (
bei Leipzig) hält uns in ehren, hier ist lust in gutem kauf. Fleming 424. 5@bb)
man brauchte auch den gen.: dem bout er das pferd guots kaufs.
Eulensp. hist. 65; und solte auch wol imand ihme einbilden können, das er zu dem himmel guttes kaufes kommen würde, wann er unseren seligmacher selbst sein blutt für uns vergieszen sihet? Butschky
Patmos 56; guten kaufs sein,
parvo pretio emi. Frisch 1, 504
a; das brodt sei itzo gut kaufs. Schuppius 337. hätten sie mich ohnfehlbar nicht so guten kaufs davon kommen lassen.
Plesse 1, 57; die sich darauf verstehen, gutes kaufs klug zu scheinen. Kant 3, 88,
bildlich wie jetzt leichten kaufs.
sprichw. guten kaufs leert den beutel Simrock 5532.
unverkennbar ist unter kauf
hier meist der preis verstanden worden; so im Reineke: he gink hen unde vragede even, wo se dat volen wolde geven. he vragede na deme besten kope. 3789,
im hochd. Reinicke fuchs Frankf. 1853 118
b er fragte nach dem besten kauf,
was der niedrigste preis wäre. es heiszt auch naher kauf: du kanst hier nähern kaufs die edle freiheit kriegen. Canitz (1734) 207;
[] er wird es schon nähern kaufes geben,
wolfeiler. Adelung, nahe
ist billig. rechts kaufs,
zu rechtem preise. Tucher
baumeist. 77, 35.
jetzt besonders leichten (wolfeilen) kaufs,
billig, um geringen preis, mit geringer mühe, ohne schaden: er hat mir wieder einen streich gespielt, aber er soll mir diesmal nicht wieder so leichten kaufs davon kommen,
wie franz. en sortir à bon marché.
anderseits hohes kaufs (
s. 1,
e),
theuer: dergleichen klagen auch die sattler und bötticher des holzes halben, wie das selbige mehr denn noch so hohes kaufs gestigen als es vor 30 jahren gewesen.
Leipz. stadtordn. 1544 E 4
b. 66)
Einige andere erwähnenswerte wendungen. 6@aa) 'in den kauf' geben, bekommen
bezeichnet eine zugabe des verkäufers über das bedungene, wie franz. donner par-dessus le marché,
engl. give into the bargain;
das den
wird im gespräch verschlungen in dem n
des in,
daher 'in kauf': ich schenke ihnen bälle, comödien, redouten und alles was dazu gehöret, in kauf. Möser
patr. ph. (1778) 2, 86; du willst ein gebot thun, sie treibt dich hinauf, gibst reichthum und weisheit und alles in den (in?) kauf. Göthe 40, 407; (
ein stück) in dem man zu dem brudermorde noch einen sohnesmord in den kauf erhält. Gervinus
nationallit. 1, 584.
der käufer, der eine zugabe verlangt: das geht schon mit in (den) kauf!
aber auch von etwas gleichgültigem oder schlechtem, wie ja die zulage oft ist; man sagt z. b. von einem der sich in ein haus eingekauft hat auf lebenszeit, ein etwaiger neuer käufer des hauses musz ihn mit in kauf nehmen; ach, einen kuss von dir (und ging auch eine dachtel in kauf) bezahlt ich gern mit meines lebens achtel. Gotter 1, 299.
bei Frisch 1, 503
c mit dat. im kauf mit eindingen, mit in dem kauf gehen,
sub pretio comprehendi, er nimmt also diesz kauf
für preis. 6@bb) etwas auf den kauf geben
vom käufer, arrham dare (
s. kaufschilling),
vorläufig einen kleinen theil des preises zahlen, damit der kauf gesichert sei, auch kurz etwas darauf (daran) geben.
so bei einem ehevertrag: da kam er zu mir und begehrte mich zur ehe, gab mir einen wildemannsthaler auf den kauf und der handel war gemacht. Musaeus,
s. dazu kaufen 4; das gütchen ist verkauft ... hier sind hundert dukaten, die ich gestern auf den kauf bekommen. Lessing 1, 524. 6@cc)
eigenthümlich bei Brant einem einen kauf machen;
er spricht von der ausartung der handwerke, dasz jeder durch schnelle und wolfeile arbeit den andern zu vernichten suche: mancher eim andern macht ein kouf, der blibt, so ér zuom thor usz louft.
narr. 48, 24,
sucht den andern zu übervortheilen, um die kundschaft zu bringen. 77)
Das kaufen und markten, das '
geschäft'
wie man jetzt am liebsten sagt, gab mit vielem was dazu gehört, von jeher treffende bilder für viele verwandte vorgänge in andern gebieten des lebens. 7@aa) kauf
ist vielfach erwerb, gewinn überhaupt: da hast du einen guten kauf gemacht,
eine vortheilhafte erwerbung; ein blinden markt oder kauf thun, als bi den fischeren auf der tracht ein zug oder wurf,
aleam emere. Maaler 241
b, '
ein schlechtes geschäft machen',
vgl. unter d); dasz wir mit allen sinnen den himmel lieb gewinnen, dás heiszt ein edler kauf. Rist
himml. lied. 4, 207; wenns einem theil an muth gebricht, wird sieg ein leichter kauf. Gökingk (1780) 2, 35.
mhd. wird das erlösungswerk Christi oft als ein kouf
bezeichnet, mit dem gott die menschen von der hölle frei koufte,
für sich erkoufte,
s. z. b. Parz. 448, 14. Haupt 5, 519. Freid. 20, 25,
vgl. 1 Cor. 6, 20. 7@bb)
geschäftliches, contractliches verhältnis zwischen zweien, nach 1,
c sp. 317: wahr ists, sie sahn mich immer wie ich bin, ich hab sie in dem kaufe nicht betrogen. Schiller 366
b,
so Wallenstein von seinem verhältnis zum kaiser, es könnte auch geschäft, handel
stehn; es wird niemand verschämet stehn von den die auf dich (
gott) bauen. an deiner hand sie sicher gehn, der kauf wird sie nicht rauen. B. Waldis
geistl. lied, bei Mützell 271; derhalb sech (
sehe) jede selber drauf, heirathen ist ein langer kauf. H. Sachs 1, 508
d (1590 381
b),
ein geschäft, contract auf lange zeit, s. dazu kaufen 4
sp. 328;
[] es (
heiraten) ist ein leichnamlanger (
lebenslanger) kauf. 1, 438
b (
Göz 3, 9); o öberkeit, tuo dein augen auf, ewig ist gar ein langer kauf. Uhland
volksl. 926,
ein rat in religionssachen, '
es handelt sich um die ewigkeit',
das ewige seelenheil, der ausdruck ist an einen rechtsbegriff angelehnt, ein kauf für alle zeit hiesz ein êwiger kouf Höfer
urk. 210. 211 (
auch todter kauf Schmeller 1, 429). 7@cc)
angelegenheit, nach dem geschäft, handel, während sie im gange sind. so von streit aller art, wie eben handel, händel: mit seinem haufbei diesem kauf wär er auch gern gewesen. Soltau 1, 185,
von einem kampfe; oberst Arnim redet seine kaiserlichen an bei der belagerung Stralsunds 1628 bleibt nur bstendig mit trawen (
treuen) im stralsundischen kauf. Soltau 2, 357.
öfter bei J. Lenz,
Schwabenkrieg v. j. 1499,
als reimwort: des ward im leger ein lerman (
blinder lärm) und gar ein wilder uflouf. bald ward gestilt derselb kouf, samleten sich schnell wider. 106
b; gestillt ward also der uflouf (
von einem kampfe), im tag hub sich ein ander kouf. 50
b; oder was ward (
für war) da der kouf? 44
b,
wie giengen die dinge? ähnlich bei Fischart: gewis bedeuts kain guten kauf.
flöhhatz 772
Sch., blosz nichts guts
überhaupt, wie auch gleich darauf wiederholt wird. ähnlich allgemein ist kram, geschichte
gebraucht. 7@dd)
von dem '
geschäft',
das der eine theil dabei '
macht': da Loher sach, das er und die seinen (
im kampfe) den ergsten kauf hatten, er schlug einen ritter zu negst vor dem herzogen.
Aimon b,
am schlimmsten fuhren, am übelsten dran waren. vgl. 4
sp. 319. 7@ee)
von dem verfahren, '
handeln'
des einzelnen dabei, daher thun und treiben u. ä.: falsch, untrüw, bschisz würt ganz (
allgemein) gspürt. das ist dem endkrist guot fürlouf (
beispiel, oder vorarbeit), der würt in valsch duon all sin kouf. Brant 102, 92; war bistu komen, heliger prophet, dien die Juden hand getöt mit irem falschen kouf und rat? Mones
schausp. d. mitt. 2, 333; ob hab ein mensch ein esel gmacht (
und andres der art), ob Sortes oder Plato louf, solch ler ist ietz der schuolen kouf. Brant 27, 16,
in einer klage über unnütze studien auf universitäten; am fritag hett der tüfel zu gerüst ein spil mit sinem kouf, das do ward ein (ander?) uflouf. Lenz
Schwabenkrieg 54
b; grosz untrew und meng böser kauf ist ietz der welt ain gmainer lauf. Adrian
mitth. 360, der welte lauf und iren kauf, den si ietz treibent ist.
Hätzl. 38
a,
wie kauf und lauf
sp. 316.
dieser sehr allgemeine gebrauch von kouf
ist schon mhd., z. b.: diu werlt wær schaden und schande frî an irem kouf, wan dise drî. Hugo v. Trimberg; nâ ritterlichem koufe was hie craft mit grôʒer kunst.
Reinfried v. Braunschw. 41 Gö
d.,
vom anrennen beim turnier, völlig gleich art, weise. 7@ff)
von solchem gebrauch ist noch übrig 'nicht jedermans kauf'
von mancherlei dingen, mit denen schwer zu verkommen ist, die nicht für jeden passen: die warheit ist nicht jedermans kaufs. Aventin
chron. 2
a,
der gen. etwa nach 'nicht meines kaufs'; des fächers geheimnis sei nicht jeder dame kauf. Wieland 4, 28,
schicke sich nicht für jede zu wissen, zu hören; auch von einem sonderbaren menschen, der schwer zu behandeln, zu beurtheilen ist: der ist nicht jedermans kauf.
in Shakspeares '
so wie es euch gefällt' 3, 5
gibt Rosalinde der Phöbe den rat mit den männern nicht zu wählig zu sein: denn als ein freund musz ich ins ohr euch sagen, verkauft euch bald, ihr seid nicht jedes kauf. (sell when you can, you are not for all markets),
s. dazu u. kaufen 4.
ebenso das ist (wäre) nicht mein kauf,
ich will nichts davon wissen. 7@gg)
noch anders kauf der zeit: wer zur hälfte seinen lauf vollbracht, versteht sich auf den kauf der zeit zu gut, als dasz er schnöde sie mit dem alten klingklang tödte. Gotter 1, 454,
weisz mit der zeit umzugehn, sie auszunutzen, s. käufer
sp. 331.