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karg

ahd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

karg

Bd. 11, Sp. 213
karg , parcus, tenax, mhd. karc (gen. karges), nd. karch (karges), mnd. auch karich parcus Dief. 412c, wie nrh. kaerich das., nl. karig (karigh Kil.), n. karrig, schwed. karig, gewöhnlich karg; auch md. früher so, z. b. karrich Dief. 412c, karig tenax 577b (beide vocc. scheinen rheinisch), carig Mones anz. 7, 298 15. jh. (auch rhein.), schon in der Straszb. und Würzb. hs. (14. jh.) des Freidank 87, 2. 24. 88, 1. 6, noch jetzt am Rhein (Kehrein 216, ebenso arig arg), auf dem Hundsrück kahrig; auch bei Luther karrig (sp. 214 med.), selbst im reim: (die bauern) so übermütisch, halsstarrig, prächtig, filzig und so karrig. Zach. Poleus, trag. v. der belag. Samaríae B iiij. wie fest die form war und wolbegründet, zeigt namentlich auch die form karigkeit für kargheit (s. d.). das macht denn um so mehr wahrscheinlich, dasz ahd., wo das wort sonst fehlen würde (die frühesten zeugnisse sind aus dem 11. jh.), charag lugubris Graff 4, 465 das da entsprechende wort ist, zu chara klage (s.karjammer). die bedeutungen scheinen zwar weit auseinander zu liegen: ahd. traurig (auch reuig, chara reue), mhd. listig (das ist die da herschende bed.), nhd. sparsam; aber wie von listig zum nhd. 'karg' die brücke zu finden ist (s. 2), so wol auch vom ahd. worte aus. das ags. scheint sie zu bieten, da ist zu cearu (engl. care sorge) cearig auszer traurig (Grein 1, 158) auch besorgt, ängstlich (selbst 'cautus' Ettm. 381), und das alles ist noch heute im engl. volksm. chary erhalten: careful, scrupulous, cautious Halliwell 241b, und sogar 'sparing', sparsam, karg, so dasz die bed. sich dort drüben auf eignem wege entwickelt hat wie bei uns: angstvoll, ängstlich, vorsichtig, listig, auf den eignen vortheil bedacht. einen etwas andern eignen gang hat das wort im nord. genommen; für isl. kargr gibt Biörn auszer tenax auch piger, ignavus (ganz wie unser arg in alter zeit, s. 1, 545 fg.) und contumax, hartnäckig; für dial. schwed. karg Rietz 309a auch emsig (das streift an nhd. karg 2, a), und streng, hart, scharf, er führt auch schon altschwed. karger geizig, karughet kargheit an (diesz 'karug' wie karig vorhin). die mhd. bed. schlau erhielt sich auf ital. boden, da ist gargo noch verschlagen, tückisch, piemont. aber gargh träge, wiei sl., s. Diez 406, vgl. 306, und dazu wol 'kargelaiche (adv.) pianamente' Schmellers cimbr. wb. 134b. 11) Die bed. listig, klug zeigt sich noch im 15. jh., z. b. im Neidhartspiel; da macht Neidhart den bauern einen schlaftrunk, den er für Sant Johanns minne ausgibt, gesegnet gegen alle krankheit, ein bauer sagt beglückt: got dank euch, herr, ir seit kark, der wein ist guot und auch stark, er gevelt uns allen wol. fastn. sp. 432, 31, etwa 'ihr seid ein tausendkünstler' (vgl.klug 7 von zauberkunst); es wird bei gutem aufachten mehr zu finden sein. der übergang zur folg. bed. geschah ebenso bei kündig, schlau und karg, und bei klug selbst (8). 22) Knauserig, unfreigebig. 2@aa) den übergang wird die habsucht vermittelt haben, die schlauheit auf erwerb gerichtet; diesen übergang lassen manche mhd. stellen erkennen, z. b. wenn Berthold 49 (151, 37) den Salomon als genauen wirtschafter 'wîse und karc' nennt. von geschäftsmännern oft: si wâren zwêne mære karge wehselære, und entlihen ûʒ ir varende guot ... Iwein 7190; liegen triegen sint sô karc, si machent von dem pfunde marc. Freidank 167, 20; [] ze koufe listic unde karc. Flore 1539; dirre phaffe ist ein karc man daʒ er sus guot bejagen kan. pf. Amis 803; Dienstumbsust ist gewinnes karc. Helbling 2, 102. im Freidank 86, 10 ff. setzen die hss. des 14. jh. gern karc statt arc, das mhd. diese bed. trug und sich dem arc ja so leicht unterschob; auch werden gern arc und karc in dieser bed. verbunden, z. b. bei Frauenlob spr. 194, 2 ir kargen argen zagen, oder im reime, wie beim Meisner MSH. 3, 102 (leseb. 688, 23. 25), im pass. K. 211, 15. 16, bei Helbling: diu Milte sprach 'vrou Erge, waʒ hilfet iuwer kerge?' 7, 795. aber karc allein gilt schon für filzig z. b. im pass. K. 140, 33. 2@bb) es ist nun gegensatz von mhd. milte, zurückhaltend im geben, genau, haushälterisch, mit geizig noch nicht völlig zusammenfallend: karg, parcus, sparsimonicus. voc. inc. teut. m 8a. karger, gnawer, 'unmilter' voc. theut. 1482 q ia. karg und häbig, vast kündig, deparcus, avarus, tenax, parcens sumptui. Maaler 240d, er stellt aber auch schon zusammen geitig und karg, karger, geitiger und zäher mensch. aber noch bei Stieler 930 'frugalis, attentus ad rem', dann auch 'avarus', erzkarg, blutkarg. bei Frisch 1, 501b: 'vor alters sorgfältig in ausgaben, rathsam, endlich da man mit karg das häszliche geizig gelinder geben wollte, ist es fast ein synonym mit geizig geworden'. das ir seit der aller gröszt wuchrer und der aller kergst vilz genant. fastn. sp. 650, 24; so ist einer ain filz kark. 653, 2; sint mir eur leib ist all zu kark (mit liebesgunst), so musz ich zu einer milten gan. 661, 11; bist du von art oder gewonheit karg, ein zucher und hebig, so thuon dir gewalt an, gib almuosen, bisz rilich, so gewonst du sein und würt dir leicht. Keisersberg irrig schaf (1510) C 2a; und nit als der fuchs neidig und karig seiest. Steinhöwel (1555) 49, der fuchs heiszt mhd. karc listig z. b. welsch. gast 10923; der reiche karrige frasz der in wollust lebet. Luther tischr. 384a, also von geizig weit verschieden; eim lauser stehets nicht wol an das er reich ist, und was sol geld und gut einem kargen hunde? Sirach 14, 3; einen kostfreien man loben die leute .. aber von einem kargen filze redet die ganze stad ubel. 31, 29; in ihrer begrebnis seind si fast karg (sehr sparsam), in gschmuck irs leibs überflüssig (verschwenderisch). Frank weltb. 193a; die theur zeit (in?) deren wir so karg solten sein. 23a; und thut gleichwie die karge füchs, verwart das gold, und gnieszt sein nichts. Fischart flöhhatz 786 Sch.; die reichsten seint die kärchsten zahler. J. Ayrer 2, 275a; die junge Dorilis ist gar zu karch in gaben. G. Finkelthaus bei Fleming 597; welcher ausgäbiger ist in einem, ist vonnöten dasz er mäszig, karg und häuslich in einem andern seie. Schuppius 739, sparsam; dasz er in der gesellschaft nicht wollte vor karg angesehen werden. Chr. Weise erzn. 19, schäbig, lumpig. Grimmelshausen unterscheidet es ausdrücklich von geizig: karg, genau, hausräthig und sparsam sein ist löblich und stehet einem christen sehr wol an, aber gar zu geizig sein .. ist eine gräuliche und abscheuliche sündenthorheit. Simpl. 1, 352. so noch Chr. Wolff: wer weniger ausgiebet als die nothdurft, der wolstand und ein zulässiges vergnügen erfordert, der ist karg. vernünftige gedanken von der menschen thun und lassen Halle 1720 s. 353, aber geizig ist ihm s. 336 richtig noch geldsüchtig, s. 377 nennt er recht bezeichnend den geizigen auch karg, insofern er ausgaben scheut. das haushälterische ist jetzt darin vergessen, es näherte sich immer mehr dem geizigen, das ihm seinerseits entgegenkam (urspr. nur habgierig), indem man es auch aufs ausgeben bezog. 2@cc) jetzt ist karg fast mehr dichterwort als ein wort des alltäglichen lebens, mehr bildlich gebraucht als eigentlich: so will mich auch so gar der karge tod nicht haben, aus furcht, er möcht an mir mehr schimpf als fleisch begraben. Günther 771, offenbar ganz für geizig, d. h. gierig, und das ist zu tadeln; ein betrübter esel heulte, weil des schicksals karge hand ihm nicht hörner zugewandt, die sie doch dem stier ertheilte. Hagedorn 2, 31, diese 'karge hand' (wie milde, freigebige) ist sehr gewöhnlich: und wer weisz, ob aus des richters karger hand nicht schon die letzten tropfen für mich fallen. Schiller 294a. [] an worten karg, verschwendrisch in gedanken. Hagedorn 1, 94, jetzt meist kurz wortkarg. schon bei Keisersberg so: bis karg in worten, als ein karger in dem gelt uszgeben. narrensch. 111a, s. auch karglaut; er hütet ihn (den geldkasten) mit karger hand und wacht wenn andre schnarchend liegen. Gellert (1784) 1, 50; du hungerst karg, ich hab es durchgebracht. 1, 51; kein murren über karges glück. Gökingk 3, 125; bürgerglück wird dann versöhnt mit fürstengrösze wandeln, der karge staat mit seinen kindern geizen. Schiller 279a, hier noch (wie geizen auch) haushälterisch, sparsam. 2@dd) karg (wie freigebig) mit etwas: mein freund, sage ich, ich war immer karg mit diesem titel. Lessing 1, 516; so war er (mein vater) dagegen nicht karg mit anschaffung solcher dinge, die bei innerm werth auch einen guten äuszern schein haben. Göthe 24, 239; jetzt bin ich selbst mit lob so karg, als ein geborner Aristarch. Gotter 1, 452; ich habe nie mit menschen karg gethan. Körner 1, 163; die götter thun mit dieser herrlichsten der herrlichkeiten gegen menschen karg. Schiller 15a. gewöhnlich so karg gegen einen: ihre reize zogen ihn an, sie war nicht karg gegen ihn (mit ihrer gunst). Göthe 20, 67. dichterisch auch mit dativ: du bist, o karger, mild und nicht karg deinem sohn, denn er kriegt desto mehr, wenn du must einst davon. Löber Owenus 3, 127; (ich bin) karg nur mir allein. Gökingk 3, 120; ihre (der natur) kinder sind ohne zahl, keinem ist sie überall karg, aber sie hat lieblinge an die sie viel verschwendet. Göthe 50, 5. 2@ee) sprichwörtlich: und werdent ie elter und ie erger und ie rîcher und ie kerger. Mone schausp. des m. 1, 312; so wird die welt immer je lenger je erger und kerger. Mathesius Sar. 24b; je langer je ärger, je alter je kärger. Lehmann 16; karger arger Schottel 1144a, arg und karg von jeher gern gebunden, s. 1, 546; besser ist dienen einem reichen kargen als willigen armen. Lehmann 146; die reichesten sind die kärgsten. Stieler 930. 33) Vom geber übertragen auf die gabe, knapp, ärmlich, schlecht: da aber im etwas kärger, denn er wuszte gewöhnlich sein, gegeben wurde. Kirchhof wendunm. 455a, das steht gerade auf dem übergange: karg sein im geben, karg geben, karge gabe. vielfach im adv., wofür jedoch kärglich beliebter, z. b. karg ausstatten, karg (knapp) messen: hast du so eilig? wie? ist deiner jugend die zeit so karg gemessen dasz du sie an deinem alten oheim muszt ersparen? Schiller 525a. 'karg zugemessen' wird zu 'klein': dieser karge thautropfe zeit, schon ein traum von Ferdinand trinkt ihn wollüstig auf, ich entsag ihm für dieses leben. Schiller 184a; so sauer ringt die kargen loose der mensch dem harten himmel ab. 47a; läszt nun der fels sich angegrünt erblicken, die ziege nimmt genäschig kargen theil. Göthe 41, 225; was stutzt ihr? seht den schlecht verzierten sarg, auch das gefolg scheint euch gering und karg. 13, 139; bei der lampe kargem schein. Körner 1, 116; wie grosz war diese welt gestaltet so lang die knospe sie noch barg, wie wenig ach! hat sich entfaltet, dies wenige wie klein und karg! Schiller 48b; mit karger rede kaum erwiderst du des bruders liebesworte. 494b; sah über die gefurchte wange mir langsam herab die karge thräne quillen. Annette v. Droste ged. 98; vertraut mit der welt seiner visionen wird Dante in seinen kargen (knappen, wortkargen) beschreibungen oft unverständlich. Bürger; karge zeilen, kurze, knappe. J. Paul Fibel 206; karges lob, sparsam ertheiltes; und überheben möcht ich mich des kargen menschenseins. Platen 54, des beschränkten, kleinlichen, leeren. karge ausstattung, karge mahlzeit; karges auskommen, ein karges leben führen, kargen lohn bekommen, doch ist auch fürs adj. kärglich jetzt gebrauchter, oder man sagt knapp, schmal, ärmlich u. ä., auszer in poesie. [] 44) Endlich von der gabe übertragen auf den begabten, dichterisch zuweilen: derselbe war nun wol gar elend, arm und karg an herzen, aber reich an knochen, fleisch (gedr. fleisz) und mark. Dietrich v. d. Werder Ariost 16, 34, 3, 'karg begabt', zugleich die alte aussprache kark im nom. (vgl. unter kargheit); der tichter sind genug, was aber sind für sachen die sie durch ihren geist verewigt sollen machen? was gut, ist ziemlich karg an tichtern und an sachen. Logau 3, 10, 75, das gute ist karg bedacht, ziemlich gleich 'arm'; so, wenn geschäftiger ameisen scharen, dem kargen winter nahrung aufzusparen, den weizenberg zu plündern glühn. Schiller 42b; die zeit ist schlimm, die welt ist karg, die besten weggerafft, die erde wird ein groszer sarg der freiheit und der kraft. Körner leier und schwert 28. In der steigerung ist der umlaut schwankend, kärger und karger, jenes tadeln Adelung, Campe mit groszem unrecht.
12475 Zeichen · 258 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kargadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    karg adj. , mhd. karc, nhd. karg; mnd. karch, mnl. carich; an. kargr. — Graff IV,488. charger: nom. sg. m. Gl 3,260,66 (…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kargstf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    karg stf. ein gewicht. mandel und reis kauft man nâch der karg, und ain karg ist fir Pruker zentner Chr. 1. 102,16. ain …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kargAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    karg , Adj. Vw.: s. karech

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Karg

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Karg , -er, -este, adj. et adv. den nothwendigen Gebrauch seines Eigenthumes aus Anhänglichkeit zu demselben unterlassen…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    karg

    Goethe-Wörterbuch

    karg Zusammenschr allzu- GWB B25,252,7 1 von Personen bzw personhaft Vorgestelltem: sparsam, geizig; mehrfach ‘k. mit et…

  6. modern
    Dialekt
    karg

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB karg , kari(g) [khârik Su. Katzent. Kerzf. ; khâri Str. Hf. Prinzh. ; khâriχ Mutzig Schleit. Lützelstn.…

  7. Sprichwörter
    Karg

    Wander (Sprichwörter)

    Karg 1. Besser karg als arg. – Henisch, 322, 38. 2. Der ist nicht karg, der einen Pfennig nimmt für eine Mark. – Eiselei…

  8. Spezial
    karg

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    karg adj. 1 megher (megri, megra) 2 (ärmlich, dürftig) püre (püri, püra), dala meseria 3 stlet (-ec, -a) 4 miserabl (-i,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit karg

37 Bildungen · 20 Erstglied · 11 Zweitglied · 6 Ableitungen

karg‑ als Erstglied (20 von 20)

Kargadeur

Meyers

Kargadeur (spr. -dör, Kargador ), s. Kargo .

Kargadür

MeckWB

Wossidia Kargadür m. Kargadeur, Begleiter einer Schiffsladung, mit ihrem Verkauf beauftragt: ick kreg dusend Daler pro anno as Kargadür un s…

kargadüren

MeckWB

Wossidia kargadüren als kaufmännischer Bevollmächtigter eines Reeders arbeiten Bri. 6, 22.

Kargefilz

Wander

karge·filz

Kargefilz Ein geitziger Kargefiltz. (S. Kümmelspalter.) – Dietrich, 163.

kargen

DWB

kar·gen

kargen , karg sein, karg thun, mhd. verkargen karg werden wb. 1, 789 b : einer teilet aus und hat imer mehr, ein ander karget da er nicht so…

karger

DWB

kar·ger

karger , m. parcus, tenax, frugalis. Stieler 930 .

kargere

AWB

karg·ere

? kargere mhd. st. m. kargere: nom. sg. Gl 3,187,62 ( SH B, Brix. Bll., 13. Jh. ). ein Listiger, Schlauer: cleinlistegere ł kargere astutus …

kargheit

DWB

karg·heit

kargheit , f. parcitas, parsimonia. voc. inc. teut. m 8 a , tenacitas, avaritia Maaler 240 d : denn solche karkheit schreckt viel ab vom pre…

Kargitschtich

RhWB

Kargitschtich karjitštĭχ  Wippf-Thier Sg. t. m.: scherzh. flüssiger Kot, Durchfall

kargitselen

WWB

karg i tselen V. [ Kr. Iserlohn Isl Alt] 1. durch Worte, Ne ckereien ärgern, reizen. — 2. strapazieren, ohne Schonung behandeln ( Kr. Iserlo…

karglaut

DWB

karg·laut

karglaut , adj. wortkarg, gebildet wie das ältere kleinlaut: liebst du runden gediegnen sinn, so bist du karglaut und setzest da der wörtlei…

karglautheit

DWB

karglaut·heit

karglautheit , f. wie folg.: des herausgebers redseligkeit über lesearten und citate und seine karglautheit über den inhalt. Voss myth. brie…

karglautigkeit

DWB

karglautigkeit , f. wortkargheit: bei aller deiner karglautigkeit. Klopstock 12, 151 .

Kargopōl

Meyers

kargo·pol

Kargopōl , Kreisstadt im russ. Gouv. Olonez;. an der Onega, mit (1897) 2534 Einw. Der Kreis ist mit großen Waldungen und einer Masse von See…

Kargowo

Meyers

Kargowo , s. Unruhstadt .

kargowsch

MeckWB

Wossidia kargowsch zu Wa Waren@Kargow Karg gehörig; scherzhaft: kargowsch Kirch Zylinderhut Wa; Ma Malchin@Bredenfelde Bred .

Kargsucht

Campe

karg·sucht

○ Die Kargsucht , o. Mz . die Sucht zu kargen, der höchste Grad der Kargheit. Schuderoff. Z. S. Campe Kargheit .

kargære

KöblerMhd

kargære , (Adj.=)M. nhd. Listiger, Schlauer ÜG.: lat. astutus callidus Gl Q.: Gl (13. Jh.) E.: s. karge W.: nhd. (ält.) Karger, M., Karger, …

karg als Zweitglied (11 von 11)

Hellerkarg

Campe

heller·karg

○ Hellerkarg , adj . u. adv . selbst mit Hellern karg, d. h. selbst in Kleinigkeiten karg, sehr karg. Du hellerkarge Filzigkeit! Blumauer. D…

pfennigkarg

DWB

pfennig·karg

pfennigkarg , adj. mit pfennigen kargend, geizend: er empfing sie ( die gabe ) nicht nur von uns .. reichlich, sondern auch von den anstehen…

schreibkarg

DWB

schreib·karg

schreibkarg , adj. karg mit schreiben: weil sie ( eine erzählung ) nur mit wenigen zügen in die ältesten chroniken stand, die nicht mehr gab…

Überkarg

Campe

ueber·karg

Überkarg , adj . u. adv . mehr als zu karg. »Seine vberkarge Boßheit.« H. Sachs. (R.) Davon die Überkargheit .

unkarg

DWB

unk·arg

unkarg , adj. adv. ; mhd. unkarc; mnd. unkarch. bei Frisch als veraltet; von Voss ( s. Campe, der auch unkargheit, f., ansetzt ) und von J. …

wortkarg

DWB

wort·karg

wortkarg , adj. , im letzten drittel des 18. jh. aufkommend, noch nicht bei Adelung, aber bei Campe 5, 778 a und schon von Heynatz antibarb.…

zeitkarg

DWB

zeit·karg

-karg , wie -arm: H. Laube ges. schr. 4, 188 ; Mozin 3, 219 a ; Campe 5, 834 b ; -heit, f.: Göthe IV 28, 313 W. —

Ableitungen von karg (6 von 6)

bekargen

KöblerMnd

bekargen , sw. V. nhd. bejammern, beklagen, beknausern, kargend zusammenbringen Hw.: s. bekarmen E.: s. be, kargen L.: MndHwb 1, 189 (bekarg…

erkargen

DWB

erkargen , comparcere, ersparen: und Paulus theilt die haufen, die Perseus hat erkargt.was Cajus ein liesz kaufen, gibt Sejus lustig aus. Gr…

karge

DWB

karge , f. malignitas, parsimonia, parcitas, avaritia. Maaler 240 d . mhd. karge, kerge. jetzt längst nur kargheit.

unkarg

DWB

unkarg , adj. adv. ; mhd. unkarc; mnd. unkarch. bei Frisch als veraltet; von Voss ( s. Campe, der auch unkargheit, f., ansetzt ) und von J. …

verkarge

BMZ

verkarge swv. höre auf freigebig zu sein. die mildin verkargin Als. F, 5.

verkargen

Lexer

ver-kargen swv. s. verkergen;