stapfen,
verb. fest auftretend schreiten. II.
verwandtschaft und form. I@11) stapfen
ist ein gemeinwestgerm. verbum: ags. stæppan, steppan
gradi, cedere Bosworth-Toller 908
bf., mittelengl. steppen Stratmann-Bradley 578
a,
neuengl. step,
vgl. Skeat 595
b;
altfries. steppa, stappa
schreiten, neuwestfries. stappen
und stæppjen,
wang. stap,
saterl. stappa,
nordfries. stape. Richthofen 1048
a,
vgl. ten Doornkaat Koolman 3, 302
a;
alts. *stappan (
s. 2),
mnd. mnl. holl. stappen;
ahd. stephen, steffen
gradi, ascendere. Graff 6, 655,
daneben stápfôn 657;
mhd. stapfen Lexer
handwb. 2, 1140
f. I@22)
zu stapfen
sind, auszer stapf,
gebildet staffel
und stufe.
daneben liegt eine wurzelgestalt mit infigiertem nasal in stampfen, stampf,
wozu weiterhin stempel
und stumpf,
s. diese. auch stapeln II
wird man nicht davon trennen wollen, obwol die lautstufe des auslautenden labials schwierigkeit macht. —
auszerhalb des germ. gehört dazu gr. στέμβειν treten, durch stampfen erschüttern. darüber hinaus sind die beziehungen unsicher, weil nicht klar ist, ob das gr.-vorgerm. b
auf ursprünglichem labial oder velar beruht. im letzteren falle könnte man lit. sténgti
sich anstrengen (
eigentlich sich stemmen?)
vergleichen (
vgl. jedoch stinken).
im ersteren wären bildungen mit abweichender lautstufe heranzuziehen, einerseits slav. stopa
tritt, spur, fuszsohle, stepenĭ
stufe, Miklosich 321,
andrerseits die unter stab (I, 2,
sp. 329)
behandelte wurzel *stabh- stebh-.
vgl. Scherz-Oberlin 1558. Wachter 1587
f. Kluge
6 376
a. Franck
nl. etymol. woordenb. 956
f. Fick
3 3, 345.
41, 569. Zupitza
d. germ. gutturale 28. Prellwitz
gr. etymol. wb.2 432. I@33) stapfen
ist ursprünglich ein starkes verb; das präs. ist mit einem n-
suffix gebildet, dessen n
sich dem stammauslautenden p
assimiliert und dadurch doppelconsonanz hervorgebracht hat; das prät. mit einfacher consonanz nach der 6.
ablautsreihe. so ags. stæppan — stóp — stapen,
mittelengl. stape(n), stepen — stōp, stap, step (?) — stapen;
altfries. steppa, stappa — stop — stapen
und noch neuwestfr. stappen — stoep;
alts. nur das prät. stôp
belegt. auch Hildebrandsl. 66
ist wol statt des überl. stoptū
nach alts. weise stôpun
zu lesen, vgl. denkm.3 2, 11. 20. —
später ist die ungewöhnliche flexion durch neubildungen vom präs. aus beseitigt. so hat im mnl., wie bei fast allen verben dieser reihe mit stammschlieszender doppelconsonanz, übertritt in die reduplicierende conjugation stattgefunden: stappen — stiep,
s. Franck
mnl. gr. § 150.
die neuern sprachen zeigen schwache flexion; so schon mnd. stappen — stappede Schiller-Lübben 4, 365
b;
jetzt auch holl. und engl. I@44)
im hd. ist von anfang an ausschlieszlich schwache flexion nachweisbar. und zwar ahd. zunächst nach der 1.
classe: stephen, steffen,
gradi, ascendere. Graff 6, 655 (
die belege zumeist aus Notker;
das prät. nur belegt in: ubirstafton,
transierunt, obarstaphtun. 656),
daneben vereinzelt stapfôn: sús sólt tu argumentando daranâh stápfô
n. Notker 1, 192, 28
Piper (
Boet. 3, 88, A 161),
vgl. Weigand 2, 798. —
mhd. findet sich stepfen
nur noch ganz vereinzelt: wan der mensche alleine ... uʒ dinen wegen steppfet, den du selbe hest geschepfet. H. v. Langenstein
Martina 158, 77.
sonst stets stapfen,
prät. stapf(e)te;
im mitteldeutschen dafür auch stappen (
s. z. b. Braunschw. reimchron. 8058
unter II, 2,
c).
auffällig ist, dasz bei einem österr. dichter der reim begegnet: darnach sach man staphen (A: stappen) ritter und knappen. Heinr. v. Neustadt
Apollon. 17786
Singer. kaum läszt sich das in einer mitteld. quelle des 15.
jahrh. belegte staben (: graben)
hierher ziehen, vgl. das. 4,
a, sp. 367. I@55, I@5@aa)
im nhd. ist stapfen
den wörterbüchern vor Schottel
fremd. dieser bringt es in der nd.-mitteld. form, die auch in den folgenden neben der eigentlichen schriftsprachlichen steht: stappen
pleno gradu incedere. Schottel 1421; stapfen,
sive stappen, gestapft,
et gestappt,
pleno gradu incedere, vestigia imprimere. Stieler 2134; stapfen, stappen,
verb. ... passeggiare, far passi, calcare cioè caminare con passo grande, fermo e sodo, pestando il suolo e stampando ben fermo le pedate. lat. gradi. Kramer
dict. 2, 907
c.
seit Frisch
als veraltet bezeichnet: stapfen,
vestigia figere, gradi, mit starken, festen tritten gehen, auftretten, als die pferde mit beschlagenen hufen, ist meistens veraltet. 2, 320
a; 'stapfen, ...
im gehen fest auftreten, und in weiterm verstande, gehen, steigen, springen u. s. f. ein im hochdeutschen veraltetes, ehedem aber sehr gangbares wort. s. fuszstapfen,
welches noch davon übrig ist. es ist eine onomatopöie des dumpfigen lautes, welcher mit dem festen auftreten im gehen und andern ähnlichen bewegungen verbunden ist, und musz als ein verwandter von staffel, stampfen, tupfen, tappen, stumpf, stufe
angesehen werden.' Adelung. Campe
giebt stapfen, stappen
ohne bemerkung über gebrauchsbeschränkung. I@5@bb)
ganz anders gestaltet sich das bild nach den litteraturbelegen. hier findet sich stapfen
noch in der ersten hälfte des 16.
jahrh. (Keisersberg, W. Ryff),
dann verschwindet es vollständig, um erst bei Wieland
als bewuszte neuerung wieder aufzutauchen, vgl.: stapfen, einher stapfen, (
Oberon) VI. 42. ein veraltetes aber mahlerisches wort, für stark und fest auftreten. Wieland 23, 342 ('
glossarium über die im Oberon vorkommenden veralteten ... wörter').
bei autoren des 19.
jahrh. ist es ganz geläufig. I@5@cc)
die bildung des umschriebenen prät. geschieht nach Adelung
mit haben.
dagegen unterscheidet Campe: '1)
mit haben,
im gehen fest auftreten. 2)
mit sein,
fest auftretend gehen'. I@66)
mundartlich nur in den nördlicheren gegenden, wo pp
unverschoben geblieben ist (
bair. stapfen
bezeichnet Schmeller
2 2, 774
als der älteren sprache angehörig).
oberhess., dazu in der Wetterau das demin. stapfchen (schdabbche) '
hart auftreten'. Crecelius 805;
nordthür. (
harz.) schtppen,
langsam, fest auftretend gehen. Liesenberg 204. Hertel
sprachsch. 233 (
dazu das demin. stapfeln,
s. das.). —
allgemeiner verbreitet im nd.: stappen,
gehen, so osnabr. Strodtmann 228;
ostfries. Stürenburg 262
a. ten Doornkaat Koolman 3, 302.
brem. wb. 4, 1002
f. 6, 337;
ditmars. Richey 425. Schütze 4, 187;
preusz. Frischbier 2, 363
a. IIII.
bedeutung, hier ist die grundvorstellung des festen, abgemessenen schreitens überall deutlich, doch treten daneben zeitweise abweichende nuancen hervor. II@11)
bedeutungen, die als grundlage von ableitungen angenommen werden müssen und in der alten sprache in spuren erkennbar sind. II@1@aa)
eine bedeutung '
steigen'
scheint vorausgesetzt zu werden durch die ableitungen staffel (
vgl. das. I, 5,
sp. 5)
und stufe.
sie findet sich noch bei Notker (
prol. zu ps. 119): dáranah stéphet si an den dritten gradum. 2, 545, 24
Piper; án démo fúnftin sprózzen so nímet si martyres in hánt, unde stephet also fasto, daz si ioch andero ordines fide-. lium mit démo robore hôhor unde hohor sézzet. 546, 4,
s. ferner 545, 21. 546, 26,
und ebenso in der Wiener handschr. 3, 289, 30. 290, 1. 11. 28. 291, 11.
so schon richtig Wachter 1588. (
denselben bedeutungswandel weist steigen
auf, s. das.)
dieser sinn scheint noch nachzuklingen in folgender stelle: wenn du mit disen fssen der selen, das ist mit dinem willen ... gost, und stapffest uff die welt, ... so verunreynigest du ... dine sele ... wenn du aber mit dinem willen ... dich kerest zuo gott, ... und uff tugend, denn stapffest du, und gost uff zuo gott. Keisersberg
bilgersch. (1512) 149
af. (
die stelle auch bei Ch. Schmidt
hist. wb. der els. mundart 337
a). II@1@bb)
ähnlich liegt wol eine bedeutung '
springen'
zu grunde der andern bildung staffel,
m., heuschrecke, s. oben sp. 515,
dazu das erste stapel
und heustäffel,
theil 4, 2, 1294.
ebenso ags. stapa
und gærsstapa,
locusta. Bosworth-Toller 912
a. stapfen,
salire, saltare. Wachter 1588,
der ferner darauf hinweist, dasz Notker
ps. 38, 1 uberstephen
und uberspringen
als synonyma zur wiedergabe von transilire gebraucht (souuer terrena delectamenta úberstephet, unde úbersprungen hábet). II@22)
in den mhd. belegen bezeichnet stapfen
durchweg ein langsames reiten, wobei die gangart des pferdes auf den reiter übertragen wird. der überwiegend ritterliche charakter der litteratur bringt es mit sich, dasz diese specialisierung so im vordergrunde steht. vgl. Pfeiffer
d. rosz im altdeutschen s. 31. II@2@aa)
so wird stapfen
mit rîten
gleichgesetzt: (
Tristan) staphet ouch des endes sâ und reit unlange ...
Trist. 8970; dâ von Engelhart dô reit ... und kam dar für in einer naht gestapfet an den burcgraben.
Engelh. 4229. II@2@bb)
und zwar bezeichnet stapfen
ein langsames reiten: er reit stætelîchen dan ... er stapfet sanfte: im was niht gâch.
Wig. 527 (
vgl. dazu Schm.
2 2, 774); daʒ man von der stat müeʒlichen solde staphen. Ottokar
reimchron. 15923; des ersten schol er stapfen hin, darnach bald. Wittenweiler
ring 50
b, 1. II@2@cc) stapfen
ist geradezu technischer ausdruck für eine bestimmte art des reitens ('
schritt',
vgl.stapf II, 1,
c)
und wird so andern arten gegenübergestellt: stapfen, zelten unde drabn ûf den hof begunde vil der diet. Wolfram
Willeh. 138, 24; stappen, zelden unte draben was uf dhen hopf.
Braunschw. reimchron. 8058; staphen und niht draven begunde er zwâr. Ottokar
reimchron. 55582.
so auch stapfens rîten,
im schritt (
gewöhnlicher stapfes,
s. unter stapf): pey den selben stunden sahen sy pey seytten staphens an sy reytten wol sechtzig tausent was ir schar. Heinr. v. Neustadt
Apoll. 7742
Singer. in diesem sinne ist stapfen (
wie auch stapf)
noch im 16.
jahrh. üblich: nach solcher vierfachiger underscheidung der pferdt, sindt auch viererlei art des ganngs der pferdt, als rennen traben, der gemein gang und stapffen. W. Ryff
thierb. (1545) C 3
b; also gehet auch das pferdt den gemeinen gang, so wir staplen (
l. stapfen) genent haben.
ebenda. II@2@dd)
mhd. stapfen
hat wol überall den sinn einer ortsbewegung; daher meistens in verbindung mit richtungs adverbien und präpositionalen ausdrücken, z. b.: do staphete gen dem walde dan der edel sigehafte man. Rudolf v. Ems
Willeh. 11453.
besonders stapfen an einen
und ähnlich, angreifen: nu hin, ir strites vænr! stapft an die losen zagen! Johann v. Würzburg
Wilh. v. Österr. 8055.
so auch gestapfet komen,
wofür seltner: diu her, von den ir habt vernomen, wâren staphunde komen zeinander sô nâhen. Ottokar
reimchron. 16142 (
vgl. vorher: daʒ her mit menlichen siten über den berc kom geriten. 15986). II@33) stapfen
gilt ursprünglich vom schreiten des fuszgängers und so in der alten sprache durchweg. nur im mhd. tritt diese bedeutung ganz zurück und begegnet nur in freierem und weniger deutlichem gebrauche, s. die belege unter 5.
dagegen ist sie im nhd. wieder die ausschlieszliche, s. die erklärungen der wörterbücher, oben I, 5,
a. ebenso in den litteraturbelegen, die mit Wieland
beginnen. II@3@aa) stapfen
bezeichnet eine besondere art des gehens und steht so neben synonymen verben: ein jugendlicher pfifferari schritt voran, ... neben ihm stapfte ein sonnenverbrannter hirte der campagna. Hausrath
pater Maternus 20. stapfen
ist ein langsames und schwerfälliges gehen; die charakteristische besonderheit ist, dasz man den fusz fest und schwer aufsetzt, sodasz ein dumpfer laut entsteht (Adelung
unter I, 5,
a): o gott, da kommt jemand und stapft und stapft, dasz man durch's donnerwetter es vernimmt! Grabbe 2, 113
Grisebach (
don Juan u. Faust 4, 4); mit dumpfem klange stapft' er davon. Wolff
der landsknecht v. Cochem s. 187. stapfen
gilt auch von dem mühsamen schreiten in lockerem oder aufgeweichtem und zähem boden, morast, ackerland u. s. w.: der sand ist heisz und bei jedem schritt versinkt der fusz bis über die knöchel, ... aber die füsze stapfen muthig in dem weichen boden. Freytag 1, 26.
zuweilen wird die länge der schritte hervorgehoben: dann kam er mit langen schritten quer übers feld gestapft. Frenssen
Jörn Uhl 128.
auch im schnee, s. Freytag
unter c).
hierbei ist auch das hochheben der füsze charakteristisch, vgl. stapeln II, 1.
in andern fällen überwiegt die vorstellung eines unbeholfenen und tastenden ganges, so von rückwärts gehenden: an die zwanzig kräftige jünglinge ... zogen das seil an, um die drei teufel im triumphe rücklings über den schauplatz zu schleppen ... immer rückwärts hopsend und stapfend, durften sie keinen augenblick stille stehen. Keller 7, 171.
von blinden, übertragen: du stapfest noch geleich als ein blinder.
minnefalkner 152. II@3@bb)
gern in verbindung mit ortsadverbien; so einherstapfen
in jenem ersten belege aus Wieland 22, 270 (
Oberon 6, 42),
s. theil 3, 202; fortstapfen (
theil 4, 1, 34): ich nickte lächelnd: 'es passirt!' und stapfte fort in eine schluft. A. v. Droste-Hülshoff 1, 218; schon stapft er durch das zimmer fort, nicht ganz so trübe, als er kam. 2, 76.
ferner: noch seh' ich dich im hauch des winterbrodems herstapfen, wie den irren haidegeist. 1, 205; in derselben (
geistesabwesenheit) passirt es dem liebenswürdigen, dasz er, obwol neben mir spazierend, plötzlich weit voraus, ja sogar in blumenbeete und zuckerschoten hineinstiefelirt, bis er seine unschuldige verhedderung gewahr wird, wenn er ins stolpern geräth, aber nur, um mit desto gröszerer grandezza und todtenernsthaftigkeit weiterzustapfen. Goltz
jugendl. 2, 307; auf dem saumpfad ... wallte eine waffenlose schaar ... barfüszig stapften sie vorwärts. Freytag
ahnen 1, 364 (2,
c. 4); noch einmal den cylinder lüftend, stapfte er geschäftig die treppe wieder hinab. Storm 5, 87; damit stapfte sie kräftig die treppe hinunter. Heyse
kinder der welt 1, 79. II@3@cc)
zuweilen mit accusativ der wirkung: dann blieb das gespann zuweilen in einer schneewehe stecken, der fuhrmann stieg ab, stapfte den pferden eine bahn. Freytag 1, 77; die vier bürger hielten sich auf dem ziemlich breiten fuszwege, den die zahlreichen gäste des Wieseckeschen lokals nach dem Prenzlauer thore hin in dem dicht liegenden schnee gestapft hatten. Fontane
vor dem sturm 3, 22. II@3@dd)
der begriff der fortbewegung tritt manchmal zurück. so gilt es vom tanzen: auf der dorfstrasze tanzten im staube die kleinen kinder den ringelreigen, ... sie stapften barbeinig im sande und sangen. Freytag 8, 11 (
ahnen 1, 1,
c. 1); wer die tänzerinnen, die schmeichelnden mädchen aus Alexandrien, geschaut, dem dünkt das stapfen der bauern im grase wie marsch der gänse. 62 (
c. 4).
in andern fällen bedeutet es auch nur das feste auftreten, das abwechselnde aufsetzen der füsze (
wie sonst stampfen),
so von einem pferde, s. Freytag
unter 4.
diese bedeutung wird vielfach als die ursprüngliche angesehen, vgl. z. b.: stapfen, stappen,
calcare, vestigia figere; hodie dicimus stampfen ... stapfen, stappen,
dicitur etiam de gradientibus, scandentibus et saltantibus, quia calcantibus similes sunt, et vestigia motus sui in pulvere relinquunt. Wachter 1587.
doch wird diese auffassung durch die sprachlichen thatsachen nicht gestützt; vielmehr scheint hier eine neubildung, wol unter einflusz von stampfen
vorzuliegen. II@44)
von thieren wird stapfen
in neuerer sprache nur vereinzelt gesagt. vom rosz, früher als bezeichnung des schrittgangs, s. 2,
c; jetzt im sinne 3,
d: während das rosz deiner königin über meinem gewande stapft. Freytag 8, 177 (
ahnen 1, 1,
c. 10;
weiter oben: sein huf stampfte auf dem linnengewand). —
von einem vogel in scherzhafter übertragung: aus einem der seitengänge kam ein purpurfarbener storch gravitätisch, wie ein haushofmeister, hervorgeschritten, ... und stapfte dann als führer vor uns her. Gaudy
werke 13, 29. —
ursprünglich auch vom springen der heuschrecke, s. 1,
b; vgl. noch die nd. (
oldenb.)
redensart: he stappt as 'n pogg (
frosch) in 'n maanenschien. Firmenich 1, 232, 12. II@55)
in übertragenem gebrauche ist stapfen
selten und in neuerer zeit ganz unüblich. mhd. (
hier ohne die vorstellung des reitens)
von gange einer predigt: swenne si mit sô gitâner rede sô verre staphent ûʒ dem wege unt si die läien angrîffent. Heinr. v. Melk
priesterleben 164.
s. ferner minnef. 152
unter 3,
a, Keisersberg
unter 1,
a. bei Wieland
vom lebenswandel: da wir uns nun einmal begegnen sollten, warum wollten wir nicht, so lange als möglich, munter und traulich mit einander fort stapfen? 39, 272 (
Hipparchia an Krates 26,
schon bei Campe
angeführt). II@66) stapfen
für steppen (Steinbach 2, 683),
s. dieses.