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hecke

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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30 in 21 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

hecke f.

Bd. 10, Sp. 742
hecke, f. sepimentum; foetura; wie hag sp. 137 eine bildung von der wurzel hag hauen, stechen, wobei der wurzelbegriff auf stechendes, dornichtes gebüsch specialisiert erscheint (s. unten die bedeutungen 1—8). der begriff foetura entwickelt sich, wie unten gezeigt wird, zunächst aus dem örtlichen sinne des gebüsches. die älteren formen des wortes ergeben rücksichtlich der den stamm schlieszenden gutturalen dasselbe schwanken innerhalb der drei stufen des lautes, wie es bei haken sp. 103 zu verzeichnen war: ahd. hegga (Graff 4, 762) mit der nebenform hecka in heckemûre maceriae (2, 841); mhd. hegge (Neidhart xxi, 11) und hecke; später noch vepres hegge, hecke Dief. 611c; dumus hekch 192b; auch im englischen zeigen die verschiedenen formen altes schwanken der gutturalen an, hedge weist auf älteres hecge (wie edge aus ags. ecg entstanden ist, hegge Sachsenchron. z. j. 547), hatch geht auf ags. häcce zurück. — hecke drückt aus: 11) den stechenden dornstrauch, vorzüglich die gattung rubus, brombeere und ihre verwandte: dumus, hecke, stûde in dem wolde Dief. nov. gloss. 142b; wenn der herr Sebah und Zalmuna in meine hand gibt, wil ich ewr fleisch mit dornen aus der wüsten, und mit hecken zudreschen. richter 8, 7; er nam die eltesten der stad und dornen aus der wüsten und hecken, und lies es die leute zu Sucoth fülen. v. 16; da werden dornen und hecken sein (εἰς χέρσον ἔσονται, καὶ εἰς ἄκανθαν septuag.) Jes. 7, 23; denn es werden auf dem acker meines volks dornen und hecken wachsen ( γῆ τοῦ λαοῦ μου, ἄκανθα καὶ χόρτος ἀναβήσεται sept.). 32, 13; seet nicht unter die hecken (μὴ σπείρητε ἐπ' ἀκάνθαις sept.). Jer. 4, 3; man lieset nicht feigen von den dornen, auch so lieset man nicht drauben von den hecken (οὐ γὰρ ἐξ ἀκανθῶν συλλέγουσιν σῦκα, οὐδὲ ἐκ βάτου τρυγῶσιν σταφυλήν, goth. ni auk us þaurnum lisanda smakkans, nih þan us aíhvatundjai trudanda veinabasja). Luc. 6, 44; wir irren ohne ruh. wenn wir den leib ausstrecken, verkehrt das küssen sich in allzeit frische hecken. A. Gryphius (1698) 1, 45. 22) viel häufiger im allgemeinen sinne, niedriges, dorniges und stachliches gebüsch: spinetum hecke Dief. 547a; frutex gestreüsz von holz, hecken 249c; heckwald, ein ort da vil dornhecken wachsen, dumetum, spinetum Dasyp.; hecken, dorngesteüd, senticetum Maaler 215c; häcke, pro dornpusch, dumetum Steinbach 1, 666; sepimenta, hecken die man setzt, dasz ein zaun darausz werde. Alb.; hecke ist ein wildes und von sich selbst auf den feldern und wiesen, an den wegen und hölzern gewachsenes ungeschlachtes gebüsche, aus allerhand dornsträuchern und andern buschholz ... bestehend. öcon. lex. (1731) 978; sahe einen wider hinder im, in der hecken mit seinen hörnern hangen. 1 Mos. 22, 13; das sie komen und alle sich legen an die trocken beche, und in die steinklüfte, und in alle hecken, und in alle püssche. Jes. 7, 19; es feret daher der lewe aus seiner hecke (ἐκ τῆς μάνδρας αὐτοῦ sept.). Jer. 4, 7; und wie eine hecken im garten ist, darauf allerlei vogel nisten. Baruch 6, 70; zu Quintin lieszen sich die ratten zwen monat nit sehen, und starben vor schrecken, und die hasen liefen im land Lützelburg ausz den hecken. Garg. 182b; und hiebst um dich herum? da wirds den hecken und dornen gut gegangen sein. Göthe 8, 10; jeder baum, jede hecke ist ein strausz von blüthen. 16, 6; und alles, das dem leib sanft thut, das wil mich nimer dünken gut, und kürzweilen untern hecken, das wil mir alles nimer schmecken. fastn. sp. 720 27; [] es mag gar licht ein wind har fegen er duot den frowen die sturz ab wegen die hangen an den nächsten hecken. Brant narrensch. 110b, 100; wo dir geliebt, in ungeheuren hecken durch zeichen, durch gesicht, durch licht uns zu erschrecken. A. Gryphius 1698 1, 60; itzt wird da kaum geschaut ein altes mauerwerk und unter den gebeinen, mit hecken ganz verschrenkt. Opitz 1, 129; wie, wann des müllers brauner stecken, den esel, welcher ledig zeucht, ... vielleicht von distelreichen hecken gebietherisch verscheucht. Uz 2, 268; herr Goldmar geht durch hecken, er rauschet durch das grün. Uhland ged. 227; aus den hecken, bang und scheue, bricht hervor ein zartes reh. R. Reinick lieder 156. in den hecken reiten, strauchdieberei treiben (s. heckenreiter): wan ir in hecken reiten, so halten ir euch feucht. ir nementz den kaufleuten, das hond ir noch nit beicht. Soltau 226 (v. 1519). sprichwörtliches: solten wir zu inen tretten, so müssen sie warlich solche ergernis der uneinigkeit wegthun, und des texts und verstands zuvor eins und gewis werden, sonst schewen wir uns ganz billich, und sagen, der teufel ist in der hecken. Luther 3, 440b; wider die kleinmütigen und verzagten sagt er, wer alle hecken schewen wolle, werde nimmer zu keinem wald kommen. Zinkgref apophth. 1 (1626) 219; wann du jede hecken fürchten wilst, so wirstu dein lebtag in keinen wald kommen. Simpl. 3, 199 Kurz; E. der blitz, der stamm erschellt, zermalmt die schwachen äst. S. er schont der kleinen hecken, wenn er die zedern trifft. Lohenstein Sophon. s. 91, 441. 33) wie hag 4 und hagen 5 (sp. 138. 151) gewinnt auch hecke die erweiterte bedeutung gehölz, kleiner wald: haben auch solche hecken begangen. weisth. 1, 595; aus des mannes eigenem gehölz und bäumen, so in seinen eigenen hecken gewachsen sein. 605; die sonsten ander gehölze in anderer leuthe röder und hecken hinweg genommen. das.; die hecke eines einzelnen kann ein theil eines der ganzen gemeinde zustehenden waldes sein: item, im gemeinen wald aus anderer leuthe hecken reifestangen, trudern, stangen, gärten, und dergleichen abgeholet. daselbst. 44) von dem gärtner wird eine vornehmlich durch strauchobst gebildete wand in einem garten eine hecke genannt: in den gärten werden dagegen hecken mit fleisz gezogen ... diese hecken setzt man zum theil frei, zum theil werden sie an geländern und bindwerk gezogen und zierlich unter der schere gehalten. Jacobsson 2, 243a; sehn von weitem schon im garten dich deine hecken stutzen, bäume kappen. Schmidt v. Werneuchen ged. 108. 55) gewöhnlicher aber heiszt hecke die einfriedigung eines gartens oder feldes durch niedriges gesträuch, schon ahd.: heggo vallo Graff 4, 762; häufig seit der neuern zeit: hecke sepes Stieler 727; lebendige hecke sepes sylvestris, naturalis, gemachte hecke sepes structilis. das.; man kann jeden bauer nicht zwingen, eine mauer oder eine lebendige hecke um seine gründe zu halten, und eine todte hecke (eine hecke von dürrem gesträuch), oder ein graben rückt leicht unvermerkt fort. Möser osn. gesch. 1, 120; kommen mir für wie die hecken, die meine bauren gar schlau um ihre felder herumführen, dasz ja kein hase drüber setzt. Schiller räuber 1, 1; diese drei oder vier waren über die hecke gestiegen. polit. stockf. 284; aus einer ecke des gartens, zunächst der einfassenden hecke. Immermann Münchh. 1, 86; umzäunt von grüner hecke blüht blume, bohn und frucht. Voss; zaun und hecke werden oft verbunden gebraucht, da der begriff beider wörter in einander überflieszt: wo man einen oder mehr kranke und lahme leinenweber auf dem markt, in häusern und hinter den zäunen und hecken antraff. Simpl. 1, 406 Kurz; ein hölzern männlein, wunderlich geschmückt, ist aufgestellt vor all den kühnen recken, ein männlein, in die stellung hingebückt, die hinter zäunen heimisch ist und hecken. Uhland ged. 437. ähnlich: wenn Hermann der befreier nicht gewesen wäre, so säszet ihr nicht so breit hier zwischen euren hecken und pfählen. Immermann Münchh. 1, 141. sprichwörtlich: was die ege [] bestrichen und die hecke bedecket, das folget dem erbe (es ist feld und garten als zugehör zum hause gemeint). Pistorius thes. par. 3, 86; hinter der hecke halten, jemand auflauern: so läste sich der teufel nicht von jedermans geschrei erschräcken: er hält lang hinder der hecken. J. Nas der warnungsengel 138; wo die hecke am niedrigsten ist, da steigt man über; hinter der hecke sind auch leute, summa saepe ingenia in occulto latent. Serz 65b. 66) hecke, wie heck 2 (sp. 741) das eine dorfstrasze versperrende gatter (engl. hatch gatter, einfahrt, auch schraffierung): es soll ein jeder im ein- und ausgehen oder fahren, die hecke vor dem ende des dorfes zumachen. ordnung von Rügenwalde, bei Frisch 1, 395b; im Göttingischen ist hêke, hëke eine vor der eigentlichen hausthür befindliche halbe gatterthür, welche, während die hausthür selbst zurückgelehnt ist, den eingang ins haus versperrt und, wenn sie geöffnet ist, von selbst wieder zufällt. Schambach 77b; vergl. auch hake sp. 179. ein hieran anlehnendes nd. sprichwort ên up der hëke sitten ihm hinterher sein, findet sich ähnlich auch im obern Deutschland: er ist gleich bei der hecke, ad omnia paratus et expeditus, statim se offert, promtus manu. Serz 65b. 77) hecke, der aus reisig geflochtene schanzkorb: vor Toreneckin einer heck hat man ein scharpfe metz (eine kanone) gesehn. Hildebrand volksl. 93, 3. 88) hecke, eine art falle zum fang jagdbarer thiere, wol davon so genannt, das sie mit reisigem holz bedeckt ist: das nyemant in demselben wiltbanne jagen sall, dann ein keiser und ein faudt von Minzenberg, der sall jagen âne hecken und âne garn tzu zocken; were darüber jagt tzu der hecken und begriffen wirt, der hat ein hant verloren. weisth. 1, 498 (v. 1338). vergl. das bair. gehägel: hasen in schnüren, gehägeln, träten oder fallen zu fahen. Schm. 2, 162; ferner gehag, eine art von unweidmännischem jagen in Baiern, gehägte, eben dergleichen art beim hasenfangen. Frisch 1, 395a; hecken, eine art von unweidmännischem jagen 395c. die hecke scheint der drauche (2, 1342) nahe verwandt, da drûher und heckenjeger zusammen genannt werden. s. nachher heckenjäger. 99) hecke, foetura und tempus foeturae scheint von dem bisherigen abzuliegen, und ist doch nichts als der unter 2 und 3 entwickelte örtliche sinn auf den vorgang übertragen, der gebüsch und wald voraussetzt; das hierzu gehörige verbum hecken, früher reflexiv sich hecken heiszt zunächst sich in einer hecke festsetzen, sich einnisten, vergl. unten hecken 2; in ganz ähnlicher weise hat auch hagen die bedeutung aviarium entwickelt, sp. 151. hecke, vorzugsweise von vögeln, auch in zweiter linie von zahmen im zimmer gehaltenen, gesagt, drückt aus: 9@aa) den ort des heckens: häcke, ornithotrophium, locus ubi animalia ad procreandas soboles asservantur. Steinbach 1, 666; daher pflegt man z. e. von den canarienvögeln zu sagen: man habe sie in die hecke geworfen, wenn man sie nemlich in ein freies und geraumes behältnis (zum begatten) gebracht. öcon. lex. (1731) 982; übertragen: und ach! was ist die welt? der schnöden unzucht hecke. Philander v. d. Linde galante ged. (1710) s. 67. 9@bb) den act und die zeit des ausbrütens: der vogel ist von der ersten oder zweiten hecke. Jacobsson 6, 61a; bildlich: aber er (der name Achatonyx) ist bei den alten ganz unerhört, und selbst die spätern schriftsteller ... kennen ihn nicht, so dasz er aus einer ganz neuen hecke sein musz. Lessing 8, 81. 9@cc) die junge brut selbst: wie mögen sie ihr (der natur) wohl vorschreiben, wie sie das all? ob sies einzeln, oder paarweise? oder die ganze hecke auf ein mal ausfliegen lassen soll? Bürger 319a. 1010) als erstes glied einiger composita entwickelt hecke den begriff des heimlichen, nicht legitimen, vergl. heckemünze, heckenarzt, heckenjäger, heckenwirt, heckgroschen u. a.
11385 Zeichen · 187 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hecke

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hecke- s. heggi-.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    heckeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    hecke ( ahd. hakju Graff 4,762 ) swv. haue, steche. prät. hacte. — ein gihurnter wurm der daʒ ros an den huof hecchet Ge…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    heckeN., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    hecke , N., F. nhd. Hecke, Umzäunung, Einfassung, Tor (N.), Wallhecke, Dornhecke, Gittertor, Hecktor, aus großen Latten …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Hêcke

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    1. Die Hêcke , plur. die -n, von dem Zeitworte hecken, sich fortpflanzen. 1) Die Fortpflanzung seines Geschlechtes, Ausb…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hecke

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Hecke selten -kk-, einmal ‘Heken’ LA II 9A,29,62 M13 Morph Plp ; überwiegend im literar Werk 1 meist in freier Natur w…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hecke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hecke , Hag, eine von Baum- oder Straucharten gezogene grünende Wand, welche durch den Schnitt in ihrer Form erhalten wi…

  7. modern
    Dialekt
    Heck(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Heck(e) [Hèkə S.; Hèk Hi. Geud. Zinsw. ; Hêk M. ; Pl. –ə] 1. Hecke; Gebüsch Hi. 2. Brut, bes. von Zimmervögeln: ich hab …

  8. Sprichwörter
    Hecke

    Wander (Sprichwörter)

    Hecke 1. An er klönen Höig sötzt däck'n got Bei. ( Eifel. ) An einer kleinen Hecke sitzt oft ein guter Bienenstock. 2. A…

  9. Spezial
    Heckef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Hecke , f смягчение , ср → FiloSlov Heckenausdruck, m

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hecke

521 Bildungen · 353 Erstglied · 166 Zweitglied · 2 Ableitungen

hecke‑ als Erstglied (30 von 353)

Hecke I

SHW

Hecke I Band 3, Spalte 203-204

Hecke II

SHW

Hecke II Band 3, Spalte 203-204

Heckeäl

LothWB

hecke·ael

Hecke äl m. Lix. die größere Ringelnatter, sogen. wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Aal.

heckedorn

KöblerMhd

hecke·dorn

heckedorn , st. M. nhd. „Heckendorn“, Weißdorn, Hagedorn, Dornbaum, Heckbaum Hw.: s. heckendorn, hagedorn Q.: JTit (3. Viertel 13. Jh.) E.: …

heckehol

MWB

hecke·hol

heckehol stN. ‘Höhlung in einer Einfriedung’ mîn tûba, dú der nístest in stêinlócheron unte in den héggehóleron [ in caverna maceriae C…

heckeholt

KöblerMnd

hecke·holt

heckeholt , N. nhd. Holzlatte für Windmühlenflügel E.: s. hecke, holt (1) L.: MndHwb 2, 259 (heckeholt) Son.: örtlich beschränkt

Hecke II

RhWB

Hecke II RhWBN Rhfrk hęk, Pl. -gə ; Mosfrk hęk [ NWSaarbg , Trier-Ld , Bitb , Wittl , Bernk (Mos) -E- ], Pl. -gə(n) ; Siegld hęgə Sg. u. Pl.…

Heckeland

LothWB

hecke·land

ElsWB PfWB Hecke-land das Sierckerland um den Hackenberg herum.

heckeler

Lexer

hecke·ler

heckeler stm. s. v. a. heckel? Beh. 281,20. vgl. Schm. Fr. 1,1049 ;

heckelîn

BMZ

heck·elin

heckelîn stn. kleine hacke. obscön gebraucht Wolk. 64,2.

Heckel, Joh. Jac

DWBQVZ

Heckel, Joh. Jac. *1790 Mannheim †1857 u. Kner, Rud. *1810 Linz †1869.

heckelkraut

DWB

heckel·kraut

heckelkraut , n. ononis arvensis, hauhechel, und scandix pecten Veneris, sonst hechelkamm; ononis, hewheckel, heckelkraut. Alberus.

heckeloch

MWB

hecke·loch

heckeloch stN. wie → heckehol: díu tûba, díu da nístet in dén stêinlócheron unte ín den héggehóleron [La. heggelócheron ] Will 43,1…

Heckels

RhWB

heck·els

Heckels = Spreufutter s. Häckels bei hacken;

heckelse

KöblerMnd

heck·else

heckelse , Sb. nhd. Füllung? ÜG.: lat. farcina E.: s. hacken (1)?, else (3) L.: MndHwb 2, 259 (heckelse)

Hëckelstock

ElsWB

heckel·stock

Hëckelstock m. Hauhechel. Di e Hëck e lstöck han se h r langge, zäje Wurzle n Dehli.

Heckelte

RhWB

heck·elte

Heckelte hēγəltə, Pl. -tən Elbf , Barm f.: Beere des Weissdorns.

heckelīn

KöblerMhd

hecke·līn

heckelīn , st. N. nhd. Häcklein, kleine Hacke Q.: Cranc (FB heckelīn), Seuse (FB hegglî), OvW, Renner (1290-1300), Ring E.: s. hacke, hecken…

heckemännchen

DWB

hecke·maennchen

heckemännchen , heckmännchen , f. die alraune, die mit der kraft geld zu hecken begabt gedacht wird. sprichwörtlich heiszt es von einem, des…

heckemünze

DWB

hecke·muenze

heckemünze , heckmünze , f. moneta vilior, nullius auctoritatis. Frisch 1, 675 a ; dieweil man mit groszen schaden erfahren, dasz die hecken…

heckemünzer

DWB

hecke·muenzer

heckemünzer , heckenmünzer , m. falschmünzer: heckenmünzer, faux monnoïeur. Rondeau 289 .

heckemünzmeister

DWB

hecke·muenzmeister

heckemünzmeister , m. : das gepräge, was er trägt, ist nicht das werk eines heckemünzmeisters, sondern des redlichen gemeinen wesens. Möser …

heckemutter

DWB

hecke·mutter

heckemutter , heckmutter , f. : es ist eine gute heckmutter, felix et foecunda est puerpera. Stieler 728 . vgl. unten hecken 2, c. im Göttin…

heckemûre

MWB

heckemûre stF. ‘Einfriedung, Mauer’ macerię: durremure, heckemure sunt parietes longi, quibus vineę clauduntur SummHeinr 1:269,281 MWB 2 124…

heckemūre

KöblerMhd

hecke·mūre

heckemūre , st. F., sw. F. nhd. „Heckenmauer“, Einfriedung, Mauer ÜG.: lat. maceria Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. hecke (2), mūre (1) W.: nhd. …

hecke als Zweitglied (30 von 166)

Besenhecke

PfWB

besen·hecke

Besen-hecke f. : ' Ginster (Sarothamnus scoparius) ', Besehecke (Pl.) [ BZ-Blankbn ]. Syn. s. PfWB Brimme .

Brambeerhecke

RhWB

brambeer·hecke

Brambeer-hecke f.: -staude (bes. Eif). Brämelhek, Botterwek als Futter erzeugt es Fett Bitb-Badem ; Brämelhekchen, gut Botterwekchen Bitb .

bremenhecke

DWB

bremen·hecke

bremenhecke , f. sepes spinea, dornhecke: die Griechen nennen fast alle stechende stauden batos, die Latiner rubos, wir Teutsche gemeinlich …

Brombeerenhecke

PfWB

brombeeren·hecke

Brombeeren-hecke f. : FlN in NW-Weish/S, amtl.: In der Flomerhecke; a. 1567: Item 2 ½ morgen stossen vf die Flamerhecken [Lgb. 21 Bl. 66]. a…

Brombeerhecke

Campe

Die Brombeerhecke , Mz. die — n, eine Hecke von Brombeersträuchen. Kaum daß noch Heidekraut und dünne Brombeerhecken Und Disteln hier und da…

brusthecke

DWB

brust·hecke

brusthecke , f. sepes ad pectus assurgens, niedriger zaun, über den ein mann wegsieht.

Buttelhecke

RhWB

buttel·hecke

Buttel-hecke botəl(ən)hEk WMosfrk f.: -dorn. RA.: Dem geht det Maul wie der Geiss on der B. Daun-Strohn .

Buttelshecke

PfWB

buttel·s·hecke

Buttels-hecke f. : ' Heckenrosenbusch '. »Vor einer Buttelsheck soll man die Kappe abziehen« (die Frucht der Heckenrose galt schon in alter …

Canārien-Hêcke

Adelung

Die Canārien-Hêcke , plur. die -n, ein Ort, wo man die Canarien-Vögel hecken und sich vermehren lässet.

Dagobertshecke

PfWB

dagobert·s·hecke

Dagoberts-hecke f. : ehedem ein Hagedornbaum bei LA-Godrst, unter dem König Dagobert einst Zuflucht gefunden haben soll, Dagobertsheck [ Roh…

Dickhecke

PfWB

dick·hecke

Dick-hecke f. : ' dichtes Gebüsch ', FlN, Dickheck [ KU-Albess KL-Bann Kaislt]; vgl. PfWB Dikkicht .

dornenhecke

DWB

dornen·hecke

dornenhecke dornhecke , f. zaun von dorngesträuch, niederl. doornhegge. dornheck spinetum Voc : theut. 1482. Henisch 734 . dornhecke Dasyp. …

Erbsenhecke

PfWB

erbse·n·hecke

Erbsen-hecke f. : 'Reisig, an dem die Erbsen ranken', Eʳbseheck, oft. Pl. -hecke [verbr.]; häufig nimmt man Buchenreiser, vgl. PfWB Erbsenre…

Erlenhecke

PfWB

erlen·hecke

Erlen-hecke f. : 'Eschenahorn' (oder 'Türkischer Ahorn' Acer negundo), Erleheck [PennsDeitschEck 17. 7. 1937]. SHW Südhess. II 255 u. BadWB …

Fahlschecke

PfWB

fahl·schecke

Fahl-schecke f. : 'fahlscheckige Kuh', Fahlscheck [ ZW-Battw PS-O'simt ]. —

Ableitungen von hecke (2 von 2)

erhecke

BMZ

erhecke swv. steche so dass der tod folgt. swenne si ( die natter ) ein menschen hât erheckt Ls. 1,479.

gehecke

DWB

gehecke , n. coll. zu hecke, hag; vergl. DWB gehege . 1 1) dumus, gehecke. Dief. 192 b , neben hack für hag dumus in dems. voc., geschr. 141…