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kischen

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kischen

Bd. 11, Sp. 851
kischen , zischen u. ä., ein aussterbendes wort mitteldeutscher mundarten, das sicher alt ist. 11) heimisch ist es z. b. in Sachsen an der grenze des Osterlandes, dann in Aachen kische ('mit gedehntem tone', d. i. î?), z. b. von glühendem eisen das ins wasser getaucht wird, von bratender butter. schon der Breslauer voc. v. 1422 gibt 'sibulus, kisch', sodasz sich eine ursprüngliche verbreitung über das ganze md. gebiet herausstellt. auch nl. kissen, bei Kil. von glühendem eisen im wasser; so ist auch nd. kissen zu erwarten. 22) etwas abweichend am südl. rande des md. gebietes, keschen an einigen orten im sächs. Voigtlande z. b. vom klange eines geborstenen topfes, vom singen im ohre; nordböhm. im Egerlande vom klange eines brechenden topfes, einer ohrfeige Fromm. 6, 173. diesz ist aber vielleicht ein ganz verschiednes wort, vielmehr oberd., s. 3, b. nahe liegt schweiz. kisen knirschen, wenn z. b. sand im salat ist, Stalder 2, 103. 33) als verwandt kommen in frage 3@aa) gischen (zischend) schäumen, das auch für andres zischen vorkommt, z. b. Göthe 17, 161 von feuerrädern; das mögen denn vielmehr zwei worte sein. ebenso hischen sibilare Dief. 532a, hissunge sibilus 532b, engl. hiss, s. dazu sp. 438 (g). vgl. auch zischen, sissen (Dief. 532b). 3@bb) bei keschen, wenn der klang des brechens die urspr. bed. wäre, käme das fränk. kesse spalt (sp. 619) in frage, das ich nun weiter stützen kann: ostfries. kiesen klaffen (von wunden, spalten) Stürenburg 106b. 72a, auch zähnfletschen (mit offnem munde) Fromm. 4, 134. 6, 285; in Lincolnshire chess to crack Halliwell 245a. das bersten und der ton des berstens sind oft mit demselben worte bezeichnet, und das engl. chess kann mit dem voigtländischen keschen urspr. geradezu eins sein. 3@cc) das kischen, keschen keichen sp. 439 wird nur zufällig nahe getreten sein; doch heiszt es gleichfalls auch hischen, gischen.
1913 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kîschenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    kîschen stn. s. v. a. kîchen Mart. 224,57. vgl. Dwb. 5,439.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kischen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kischen , zischen u. ä., ein aussterbendes wort mitteldeutscher mundarten, das sicher alt ist. 1 1) heimisch ist es z. b…

  3. modern
    Dialekt
    kischen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    kischen -iš- schw.: 1. a. einen Hund, an einem H. k., ihn hetzen; ech k. den Hond an dech! Allg. — b. Fenger k. Möhrchen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kischen

7 Bildungen · 3 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kischen

kis + -chen

kischen leitet sich vom Lemma kis ab mit Suffix -chen.

kischen‑ als Erstglied (3 von 3)

kischen III

RhWB

kischen III -īš- Dür , Aach , Eup , Geilk , Heinsb , Kemp schw.: 1. zischen, vom Wasser, das man ins Feuer giesst, von dem ins Wasser getauc…

kischen IV

RhWB

kischen IV -eš- Rees-Wesel schw.: eilen, rennen; wi keschten no Hüs. — Dieselbe Abl. wie bei k. III.

kischen als Zweitglied (4 von 4)

posteidenkȫkischen

KöblerMnd

posteidenkȫkischen , N. nhd. ausgebackene Teighülle zur Herstellung von Pasteten ÜG.: lat. tucetum E.: s. posteide, kōken (1), isch? L.: Mnd…

röckischen

KöblerMnd

röckischen , N. nhd. Obergewand Hw.: s. röckeken E.: s. rok L.: MndHwb 2, 2197f. (rok/rockeschen) Son.: örtlich beschränkt

stöksken (stöckischen)

MNWB

stöksken (stöckischen), n. , ° kleiner Stock in eine Sode gesteckt und vom Verkäufer dem neuen Eigentümer überreicht , als symbolischer Akt …