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buhle

nhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

buhle

Bd. 2, Sp. 498
buhle, buhl [bule, bul], m. amator und amasia, mhd. buole (Ben. 1, 280b), mnl. boel (Potter 1, 749. 755. 767), nnl. boel. kein ahd. puolo, ebenso wenig eine spur des worts im ags. und altn., engl. sagt man dafür lover, love, paramour. vocab. 1482 e 4a stellt neben einander bul auf hubscheit, amasius, bule ein unelich man, concubinarius; bule ein fraue auf hubscheit, amasia, bule ein unelich weip, concubinaria; concubina, ein bule, unkeusche person. Eichman voc. predic. d 7a. grammatisch geht bule auf beide geschlechter. 11) buhle, der liebhaber: mhd. herzelieber buol, ich wil dir wesen bî. MSH. 3, 247b; trût buole, waʒ meinet daʒ? Heinzelin minnelehre 2316; ach lieber buole mîn. 2379 (var.); alsô half si irem buoln, daʒ er kam sîn strâʒen. GA. 2, 282; lieber buol und geselle mîn, du solt von mir getrœstet sîn. Ls. 1, 183; sît mir dîn triu ist worden schîn an maneger rede, buole mîn, sô wiʒʒest, daʒ nie lieber wart, vil lieber buol Rûschart, dekein lip ûf erde mir, wan du bist, vergich ich dir. 1, 194; ob ein frow ein buol im herzen hât, daʒ ist ein grôʒ missetât. 2, 420; mîn buol vil anders ist gemuot. 3, 64; und ahtet anders niht ûf kein in buolen wîs, als umb ein hâr. 3, 86; wan ich noch nie buolen gewan. 3, 89; waʒ sol ein buol, der nit gît? 3, 90; ich wolt, welich frawe das erfür, das ir pul sein er verlür, di solt den zagen hassen. Suchenwirt 25, 326; nhd. ein herzog von Österrich kam, den ich zu einem buolen nam, der hat gemachet mir das kint. Diocl. 4562; mich dunkt er hab den leib verlorn, den ich zu einem puolen het erkorn. fastn. 458, 7; Engelmar, der puole dein. 458, 13; mein tausend schöner bul! Hoffm. gesellsch. s. 16; ein buhl erhört des wächters wort. s. 51; komm, komm herzliebster bule mein und bring mir einen mann. s. 274; da du hast einen bulen zart, dem du dich geren woltest schenken. Spreng Il. 59b; man sol dich nicht mehr die verlassene, noch dein land eine wüstunge heiszen, sondern du solt 'mein lust an ir', und dein land 'lieber bule' heiszen, denn der herr hat lust an dir und dein land hat einen lieben bulen. Es. 62, 4; denn wie ein lieber bule einen bulen lieb hat, so werden dich deine kinder lieb haben. 62, 5; aber das haus Israel achtet mein nichts, gleich wie ein weib iren bulen nicht achtet. Jer. 3, 20; darumb, du hure, wil ich samlen alle deine bulen, mit welchen du wollust getrieben hast. Ez. 16, 37; Ahala treib hurerei und brante gegen ire bulen. 23, 5; da ubergab ich sie in die hand irer bulen. 23, 9; ich wil meinen bulen nachlaufen, die mir geben brot, wolle, flachs, öle und trinken. Hos. 2, 5; und lauft iren bulen nach. 2, 13; allein sehet zu (schreibt Luther an eine klosterjungfrau von adel), das ir gottes segen auch suchet, das nicht eitel liebebrunst, sondern auch seiner gnaden gunst dabei sei, den ich euch wünsch gnädig zu sein mit eurem lieben bulen. Luthers br. 2, 445 (a. 1523); [] wenn Dorgens scheler blick dem buhlen artig scheint. Günther 414; daher in allen schulen befiedert täglich sich ein heer von jungen buhlen. Bürger 18a; so speiste sie zu Sterlyn ihren gatten, da sie aus gold mit ihrem buhlen trank. Schiller 405b; stand sie bei ihrem buhlen süsz, auf der thürbank und im dunkeln gang, ward ihnen keine stunde zu lang. Göthe 12, 187; es war mein stummer blick ein bittrer vorwurf ihr und ihrem buhlen. 9, 29. 22) buhle, die geliebte: puel, amasia, glycerium. voc. 1482 z 8b; buol, metz, amica. Dasyp. 311a; das adj. meist männlich, zuweilen weiblich. mnl. him is so vremde, dat hi den boel gecreech so wel. Potter 1, 749; den seit hi dan al heimelike, hoe dat hi een boel heeft, die al na sinen wille leeft. 1, 755; wi hou! ic heb minen boel gesien, huden en mach mi niet misschien! 1, 767; mhd. sîns buolen ein zertlich umbevanc. Ls. 3, 115; der entpeut dir, juncfrawlin, weldistu sin bule sin. Haupt 2, 450; mein schöner puel. Wolkensteiner s. 124; mein puel laist mir gesellschaft zwar. 151; er lobt ir sunder auf sein er, daʒ er hab chainen puel mer. Suchenw. 28, 118; und spricht, liebe puel mein, die chleinat sol dein aigen sein. 28, 201; nhd. du muost dich heven aver aus und steigen auf meins puolen haus. ring 10d, 5; wilt den buol derwerben dir ze deiner chon nach rechter gir. 11d, 29; o holder puol, mein paradeis. 12c, 10; mir ist min buole von minem lande komen. Diocl. 6086; wer ist die hübsche frowe fin? herre, eʒ ist min buole, sit daʒ ich gieng zuo schuole, sit ist sie mir liep gesin. 6111; schweig, ich eilt eins zuo meim puolen. fastn. 331, 36; und solt ich darumb sterben, ich wil mir auch ein puelen erwerben, ich wil mir haben die Geuten, die wil ich selber treuten. 398, 23; ich hab ein jar ein lieben puln gehabt, die hat mir oft mein herz mit freuden gelabt, die hat mir ein nequam abgesetzt. 757, 35; ich het ein hübschen pulen gewonnen, den bracht ich zu mir in mein gaden, den hat mir ein swetzer abgesetzt. 1010, 3; ich weisz ein meidlein hübsch und fein, das wollt mein steter buhle sein. Hoffm. gesell. s. 19; dem mägdlein ist er hold von seinem buln läszt er nicht ab. s. 27; dasz er nicht mehr nach seim begehr künnt mit seim buhlen scherzen. s. 51; und het ritterliche begir ein spiesz mit euch zu brechen schier von seiner puolen wegen zwar. Teuerd. 85, 19; als auch die andern theten, die ir puolen am danz heten. 102, 65; sein bul zielet im auf ein nacht. H. Sachs I, 155b; es ist affenspiel und thoren rat, wo drei nach einem bulen gat. Henisch 554, 30; der will ein schönen bulen erjagen, der musz ein schwere tasche tragen. 554, 36; mein liebster bul ist mit reifen bunden. 554, 35; den liebsten bulen den ich hab (l. han), der ligt beim wirt im keller, er hat ein hölzins röcklin an und heiszt der moscateller. Garg. 85b; es het einer einen buolen, der welt die verlassen (es hatte einer eine geliebte, der wolte sie v.). Keisersb. sieben schwerter; und hab meiner frawen genomen iren allerbesten mantel, den ich ietzund trag zuo Barben meinem buolen, ich hab genomen den feinden, meinem bösen weib und bring das den freunden, meim lieben buolen. Alberchts von Eybe Menechmus 96b; ir solt wandern und die welt suchen und so ir mir also folget, werdet ir einen schönen bulen überkommen. buch der liebe 31, 2; des jünglings liebe so grosz zu der jungfrawen war, dasz er alle necht von Procida gen Ischia auf dem meer schwam, damit er sein allerliebsten bulen gesehn möchte. Bocc. 1, 283a; er sei gen Eisenach getragen worden, da er weiland seinen bulen (amicam) bekommen hab. Alberus wider Witzel H 4a; ich freu mich, dasz ich ein schönen lieben [] buolen hab. Petr. 63a; womit dienstu deim bulen? ein spiel bei Fischart no 131; mein bul die schönste. Henisch 554, 32; es ist kein wunder, dasz einem heftig verliebten in der thür seines buhlen die seele ausgehet. pers. rosenth. 5, 4; ein junggesell, der täglich einen neuen buhlen suchet. 6, 2; verordnete etliche, welche ihm seinen bulen wieder versöhnen sollten. 5, 19. Später wird diese form ungewöhnlich, und in deutlicheres buhlin oder buhlerin gewandelt; wenn Göthe noch einmal buhle verwendet, so setzt er es, wie einigemal schon frühere thaten, weiblich: es war ein könig in Thule gar treu bis an das grab, dem sterbend seine buhle einen goldnen becher gab. 33) buhle wurde ehmals aber, auszerhalb dem liebesverhältnis, in traulicher anrede oder zuschrift auch unter nahen verwandten, zumal vornehmer und fürstlicher geschlechter gebraucht, fast im sinne von bruder, schwager, vetter, liebde, oder wie wir heute mit freund oder lieber, trauter, liebes herz! anreden. Reinbot läszt Georgs bruder, der ihn dringend zurückhalten will, ausrufen: lieber buole Georîs! 558; eia buole, blîp durch mîn bet! 748; mahtu daʒ, buole, understân? 773; die verwitwete Elisabeth, landgrafen Heinrich ihren schwager meinend, erklärt dessen abyeordneten: wil ok min bule mich gewern, daʒ ich nach uweme rade behabe an siner gnade, daʒ er mir mine widemen gebe. Diut. 1, 437; zu dienste was man ir gereit nach eren, wie man solde, wie lange si nu wolde mit ir bulen (bei ihrem schwager) bliben da. 1, 438; eine andere landgräfin Elisabeth von Hessen, in einem schreiben an landgr. Hermann ihren schwager (um 1371—73) redet ihn an 'herzeliebe bule' und die überschrift lautet: 'dem hochgebornen fursten Herman, landgr. zu Hessen, unserme herzinliebin bulen'. Landau ritterg. 164. 166; landgraf Otto nennt im j. 1311 seinen bruder bischof Ludwig 'seinen herrin und bulin'. Wenk hess. gesch. urk. 3, 178; wi Margareta wanne grevinne to Ravensberge bekennet openbarlike in desen breive, dat wi uns solen laten genuogen in den degedingen, de tuschen uns unt unsen bolen, heren Berenharde, den greven to Ravensberge sint gedegedinkt. a. 1332 in Höfers deutschen urk. s. 258; unse schedelüde scollen wesen, de erbaren vorsten hertoghe Rudolf van Sassen, unse buole, greve Albert van Anhalt unse swagher. a. 1340. daselbst s. 335; mit unsen leven boelen (freunden). Lisch urk. des geschl. von Hahn 2, 32. 33. andere beispiele sind schon von Frisch 1, 152a und Joh. Voigt in seiner abhandlung vom hofleben in Schmidts zeitschr. für geschichtsw. 2, 231 angezogen. in Püterichs ehrenbrief an herzogin Machthild von Österreich wird str. 6. 14. 16. 17. 29. 56. 80 deren puel frau Margareth, oder frau Gret von Porsberg genannt, die zu ihr in nahem verhältnis gestanden haben musz. geschwister bülich sind geschwister kinder (Reinwald henneb. id. 2, 51), nd. böleken kindere (Haupt 3, 91), Buhle, Böhlke, Bölke sind häufige eigennamen, z. b. Georgius bolekin bei Seibertz 526 (a. 1309); Georgius dictus bolike. 507 (a. 1305); Herimannus bolike. Kindlinger 2, 216. Agatha Kraftin von Ulm, an Felix Schwendi zu Zürich verheiratet, nennt sich in einem schreiben an grafen Eberhard von Würtenberg vom j. 1473 'in erberkeit ewer gnaden ufgenommener bul', sie war einmal auf hochzeiten seine tänzerin (partner, vgl. bühli) gewesen. Schmid schwäb. wb. 105, wie man seinen buhlen zu tanze führt, s. die stelle aus Teuerdank 102, 65. in einem alten schauspiel bei Mone 2, 41 redet ein soldat den andern an 'wachter, leve bole', wie vorher 'wachter leve vrunt' und nachher 'wachter leve neve'! es mag vielfacher anlasz gewesen sein, sich mit den traulichen namen buole, freund, geselle, gemahl und andern mehr anzureden, der arme Heinrich nennt des meiers töcherlein, das sich ihm anschlosz, 'gemahel, trûtgemahel'. auch die fromme Scolastica sagt zu Benedictus 'bule'. Pfeiffers myst. 108, 25. später erlosch diese verwendung des worts. 44) den fleischern soll ein pfuscher des handwerks buhle heiszen. Wie nun ist buole, bole, buhle zu deuten? sich gleich ins ir. balach a fellow, a lad, a boy, oder gar ins skr. bâla, bâlaka puer, parvulus zu versteigen, scheint gefährlich. unmittelbar [] näher liegt uns das eigne bube, buobe und der gedanke, dasz aus buobele, ahd. puopilo, mit ausgestosznem B buole geworden sein könne, wie es ja auch im bua, bue der alpenbewohner (sp. 466) schwand. entspringen doch hân, hât, gît aus haben, habet, gibet, und wer nach andern beispielen sucht, könnte den namen Uhland, mhd. Uolant (Neidhart 8, 7) zurückführen auf Uobelant, colonus, das umgekehrte lantuobo (Graff 1, 74), obschon er auch entsprungen sein dürfte aus Uodillant (Meichelb. 981), wie Roland aus Hruodlant. die vorstellungen bub, knabe und buhle berühren einander zusehends, hatte doch Göthe erst gedichtet: es war ein buhle frech genung, war erst aus Frankreich kommen. 10, 249, dann: es war ein knabe frech genung. 1, 181; der buhle, wie ihn alle stellen unter 1 nehmen, die ein rein sittliches verhältnis schildern, ist geradezu nichts als der unschuldige bue des alpenmädchens, und umgedreht, ganz wie bube ausartet in den sinn von nequam, schlägt auch buhle um in den von moechus und adulter, die geliebte wird zu einer bübin und buhlerin. nicht anders gewinnt das verbum buhlen den übeln sinn von buben. überrascht es nicht, dasz buobe und buole, zwei vorher ungebrauchte wörter auf einmal zusammen im laufe des 13 jh. auftauchen? Einwenden liesze sich, dasz die oberdeutschen hirten ihr bua, büa, bue, pui (pl. buabm, puibm) nur in büabl, büebl, bueberl, piabadl (Firmenich 2, 254b) verkleinern, nicht, meines wissens, in büal, pialn; dann, dasz bue, bua nicht auf mädchen übertragen wird, wie doch buole (unter 2), man erwäge aber bôbila (sp. 461). die jedenfalls alte anwendung des ausdrucks auf die fälle unter 3 erklärt sich aus der vorstellung des geliebten wie des knaben, setzt aber ein althergebrachtes, unanrüchiges wort voraus. dieser versuch buhle aus bube zu deuten läszt zugleich die annahme höherer urverwandtschaft beider mit bâla, bâlaka, balach, puer, puella unangefochten. s. auch buhlen, buhler, buhli.
12743 Zeichen · 221 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Buhle

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    * Der Buhle , des -n, plur. die -n, ingleichen die Buhle, plur. die -n, eine geliebte Person beyderley Geschlechtes; ein…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Buhle

    Goethe-Wörterbuch

    Buhle einmal ‘Bule’; mask u fem; mit einer Ausnahme nur im (Dramen-)Vers 1 der, die Geliebte, Liebhaber(in); auch in ehe…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Buhle

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Buhle , Johann Gottlieb, geb. zu Braunschweig 1763, Kantianer, schrieb: Geschichte des philosoph. Verstandes (1793) und …

  4. modern
    Dialekt
    Buhle

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Buhle Band 3, Spalte 3,705

  5. Sprichwörter
    Buhle

    Wander (Sprichwörter)

    Buhle 1. Buhlen und Kleider muss man oft wechseln. It. : Si ha da far degl' amanti come delle vesti, molti haverne, un g…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buhle

43 Bildungen · 35 Erstglied · 8 Zweitglied · 0 Ableitungen

buhle‑ als Erstglied (30 von 35)

buhlenart

DWB

buhlen·art

buhlenart , f. ganeonum, adulterorum mos: und wie wir oft sodann im raub genossen nach buhlenart des ehstands heilge rechte, von reifer saat…

Buhlengêld

Adelung

buhlen·geld

* Das Buhlengêld , des -es, plur. inus. in Preußen, dem Frisch zu Folge, dasjenige Geld, welches die Gesellen bey Erlangung des Bürgerrechte…

buhlerart

DWB

buhler·art

buhlerart , f. o wie mit groszem schmerzen hab ich dieselbige nacht solche bulerart empfunden. Ismenius 39 a .

buhlerauge

DWB

buhler·auge

buhlerauge , n. wenn mich nicht die brunst erhitzet die aus ihrem herzen steigt, ist es nichts, ob sie gleich schwitzet und ein buhlerauge z…

Buhlerbeutel

Wander

buhler·beutel

Buhlerbeutel Buhlerbeutel ist mit Spinnweben zugeschnürt. – Winckler, XII, 75. (S. Buhler 24.)

buhlerbürschlein

DWB

buhler·buerschlein

buhlerbürschlein , n. und endlich du mein gassentretendes bulerbürstlein, das hin und wider umbschilet und nach dem holz stinket. Garg. 17 b…

buhlerei

DWB

buhle·rei

buhlerei , f. 1 1) amores, scorta: auf buhlereien ausgehen; schönheit hilft wol zur bulerei, schön gstalt macht frech und stolz darbei. from…

Buhlerēy

Adelung

buhle·rey

Die Buhlerēy , plur. die -en. 1) Die Bemühung zu gefallen, besonders von Seiten des andern Geschlechtes, und Handlungen, Mienen u. s. f. dur…

buhlergeschäft

DWB

buhler·geschaeft

buhlergeschäft , n. dasselbe: in den elegien hat man erst nur traurige sachen, nachmals auch buhlergeschäfte geschrieben. Opitz poeterei 24 …

buhlerhaft

DWB

buhler·haft

buhlerhaft : bald sind es die schlüpfrigsten reden, die buhlerhaftesten scherze, die euch an uns gefallen. Lessing 2, 20 .

Buhlerhandwerk

Wander

buhler·handwerk

Buhlerhandwerk Wenn man das Bulerhandwerck will verbieten, so muss man zuvor die Werckstatt vnd instrument abschaffen. – Lehmann, 401, 56.

buhlerin

DWB

buhl·erin

buhlerin , f. meretrix: ein hurrische, bubische fraw, ein bulerin. Eichman voc. pred. n 2 a ; eine gemeine buhlerin; sie ist zur buhlerin ge…

Buhlerinn

Adelung

buhle·rinn

Die Buhlerinn , plur. die -en, eine Person weiblichen Geschlechtes, welche sich einer unerlaubten Liebe ergibt. Fleuch die Buhlerinn, daß du…

buhlerisch

DWB

buhle·risch

buhlerisch , amatorius, meretricius, bei Fleming sonst auch freierisch: gehe noch eins hin und bule umb das bulerisch und ehebrecherisch wei…

buhlerknecht

DWB

buhler·knecht

buhlerknecht , m. liebhaber. beim vater hat der herr erschrecklich sie verklaget, dasz sie in mitternacht zu sich auf den altan oft einen bu…

Buhlerlieb

Wander

buhler·lieb

Buhlerlieb Buhlerlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd. It. : Amor di ganza, fuoco di paglia. ( Giani, 80. )

buhlerlied

DWB

buhler·lied

buhlerlied , n. canticum amatorium, liebeslied: das geflügel schnäbelt wieder, tritt in seinen freierstand, stimmet schöne buhlerlieder. Tsc…

buhlerliedlein

DWB

buhler·liedlein

buhlerliedlein , n. deren zwar die buhlerliedlein, die ich sehr jung verfertiget, längst verloren. Weckherlin vorr. zu den weltl. ged.

buhlerlüge

DWB

buhler·luege

buhlerlüge , f. pfui euch, die ihr euch rühmt der geilen buhlerlügen des frechen Amadis. Logau 2, 3, 59 .

buhlernetz

DWB

buhler·netz

buhlernetz , n. dasz ihr bei meinem leben noch mein volk verführtet, eine listige Armida die edle jugend meines königreichs in eurem buhlern…

buhlerpaar

DWB

buhler·paar

buhlerpaar , n. zwillingspaar, bubenpaar: freund und leid, das bulerpaar henkt zusammen immerdar. Logau 3, 1, 70 .

buhlersachen

DWB

buhler·sachen

buhlersachen , res amatoriae: liebbücher, wann sie schon handeln bulersachen. Ismenius vorb. v. 176.

buhlerschrift

DWB

buhler·schrift

buhlerschrift , f. scriptum amatorium: kein wollust, kurzweil, spil, gedicht noch buhlerschrift, und was der zeit verlust und was der jugend…

buhlertätzlein

DWB

buhler·taetzlein

buhlertätzlein : seine schwerwichtige holzschlegeliche bärentapen sind ir handtrucksame bulerdätzlein. Garg. 70 b .

buhlertrank

DWB2

buhler·trank

buhlertrank m . : 1531 Hedio Josephus 1,279 a . 1712 Marperger natur-lex. 966. Meyer-Hinrichs

buhlerwaare

DWB

buhler·waare

buhlerwaare , f. merx amatoria: brennet briefe, band und haare, brenn verfluchte buhlerwaare! Hofmannswaldau.

buhle als Zweitglied (8 von 8)

maienbuhle

DWB

maien·buhle

maienbuhle , m. der geliebte bei den maifesten: ich han eu im herzen hold ( jungfrau zum ritter ). mein meienpuel solt ir sein. fastn. sp. 4…

nebenbuhle

DWB

neben·buhle

nebenbuhle , m. wie nebenbuhler: trat ich ihm nie als nebenbuhl entgegen. Tieck 3, 466 .

scheinbuhle

DWB

schein·buhle

scheinbuhle , m. simulator, amorem simulans, personatus amasius. Stieler 259 .

schlafbuhle

DWB

schlaf·buhle

schlafbuhle , m. buhle, bei dem man schläft: den brauch derselbigen alten künigen und fürsten, welche mertails kebsweyber und schlaafbulen a…

schwätzbuhle

DWB

schwaetz·buhle

schwätzbuhle , m. : aber die zur uppigkeit dienende hanthierungen, die näherin, die wäscherin, der schwätzbuhle, das unmäszige spatziren-rei…

seitenbuhle

DWB

seiten·buhle

seitenbuhle , m. : Lysander, vor diesem Cardenio seitenbuhl. A. Gryphius 1, 191 (1698) ; seitenbuhler: die zween seitenbuhler der schönen Ni…

Teufelsbuhle

DRW

teufels·buhle

Teufelsbuhle, f. wie Teufelsbraut unholden ... hexen .... seilflieger vnd teuffelsbulen ..., diß seynd die gemeinen namen deren, so alle vnd…