Schatz in früheren Werken u (eigenh) Briefen auch -az, Dat wiederholt ‘Schazze’; in den Punkten 1-3 bes auch ‘einen S./Schätze (an-, auf)häufen, besitzen, erbeuten, erwerben, finden, gewinnen, heben, sammeln, vergraben, verwahren, vorzeigen’, ‘nach Schätzen graben, suchen, wühlen’ uä; mehrf ‘S. häuft sich zu S./Schätzen’ uä, öfter emphatisch ‘wahrer S.’ 1
bezogen auf den materiellen Wert a
Hort, Ansammlung gegenständlicher Vermögenswerte, gleichartiger (zB Münzen) od unterschiedlicher Wertgegenstände, mehrf ‘S. von Gold/von Edelsteinen’ uä; gelegentlich (abgeblaßt od leicht iron) für eine Ansammlung gesuchter, hochwertiger Gebrauchsgüter; auch (scherzh) in Bild u Vergl; vereinzelt zugl für den Aufbewahrungsort, die Schatzkammer; häufig in ‘Faust’ u ‘Reineke Fuchs’ [
Greife zu den Pygmäen ua:] Herein! Herein! Nur Gold zu Hauf,|Wir legen unsre Klauen drauf;|Sind Riegel von
der besten Art,|Der größte S. ist wohl verwahrt GWB15
1,137 Faust II 7605 [
Reineke zum König:] Dagegen geb' ich euch willig|König Emmerichs S., so wie ihn dieser besessen.|Wo er liegt, beschreib' ich euch nun GWB50,68 ReinF V 204 Armuth ist die größte Plage,|Reichthum ist das höchste Gut!|Und, zu enden meine Schmerzen,|Ging ich einen S. zu graben GWB1,181 Schatzgräber 6 Einen sehr tiefen Sinn hat jener Wahn, daß man, um einen S.
wirklich zu heben und zu ergreifen, stillschweigend verfahren müsse GWB35,150,7 TuJ 1803 Nehmen Sie meine besten Wünsche mit auf die Reise! Mögten Sie doch nebst dem zerbrechlichen Schaz [
Meißner Porzellan-Service] , den Sie zu überbringen haben glüklich in Petersburg anlangen GWBB5,125,3 Steinauer 12.5.81 Indessen hat der [
Tabak der Sorte ‘Spaniol’] ..den großen Vorzug, daß er schon über 14 Jahr alt ist..Auch habe ich Spur von einem solchen S-e, der noch irgendwo vergraben liegt. Kann ich ihn beschwören, so sollen Sie ihn..erhalten GWBB17,221,12 Zelter 24.11.04 Und ich..sehe Ihrem Wallenstein, als einem aufgehäuften S-e, entgegen GWBB13,55,2 Schiller 3.2.98 In dem königlichen S-e lag ein ungeheurer goldner Fingerring. Ich spreche jetzt von ihm wie er mir vorkam, da er mir, als einem Kinde, ehemals an seinem Orte gezeigt wurde GWB25
1,154,14 Wj III 6 GWB14,131 Faust I 2676 GWB41
1,174,10 DreiKönige GWB50,34 ReinF III 155 GWB43,290,14 Cell II 9 KapÜbers GWBB12,60,20 Schiller 4.3.97
uö für einen Staatsschatz; einmal iSv Staatskasse [
Kaiser zu Faust, Mephisto u dem Schatzmeister:] Ihr kennt den weiten wohlverwahrten Hort,|Und wenn man gräbt, so sei's auf euer Wort.|Vereint euch nun, ihr Meister unsres S-es,|Erfüllt mit Lust die Würden eures Platzes GWB15
1,65 Faust II 6137 Friedrich [
der Große] ..wie er, ungeachtet seiner Kriege..ein vollkommen ausgerüstetes Heer hinterließ, alle Vorrathskammern, alle Zeughäuser und den S. gefüllt GWB41
1,19,9 Übs:JvMüller,FriedrII [G/Riemer]
uö(selten) für einen Kirchen- od Klosterschatz Wir besahen [
in Einsiedeln] ..die Kirche..Der S. wird nur zum Theil gezeigt, unter dem Vorwande, daß man, nach einem Diebstahle, die besten Sachen bey Seite gebracht habe GWBT2,163,3 v 29.9.97 Wir sahen [
im Dom zu Speyer] den Schaz wo alte Messgewande sind GWBB4,64,7 ChStein 25.9.79 GWB46,267,16 Hackert Kartause GWBB7,359,24 Knebel 4.6.80
uö(selten) pl iSv Reichtümer; auch ‘ungeheure/grenzenlose/unendliche Schätze’ oä; einmal (hyperbol) ‘alle Schätze der Welt’ als Übs von niederdt: eyne werlt van golde Die ungeheuren Schätze, welche aus [
West-] Indien in das Mutterland [
Spanien] fließen..verlaufen sich wie ein Gießbach, der nichts als Verwüstung und Jammer hinter sich läßt. Nur wenige nehmen Theil an diesen Schätzen..welche sie unmittelbar aufwenden, um sich ausländischen Luxus..zu verschaffen. Auf diese Weise sind die Spanier nur die Wechsler für die übrige Welt, immer
im Besitz von ungeheuren Schätzen und immer arm. Der Reichthum einer Nation besteht in..thätigen Einwohnern und
nicht in..Gold und Silber; denn dieses kommt natürlich, wo jene sind GWB46,197,10u13u19 Hackert TgbKnight Biscari [
Reineke bei Hofe:] Nein, mich hätten gewiß aus meiner Veste nicht sollen|Alle Schätze der Welt hierher verleiten; da war ich|Frei auf eigenem Grund und Boden GWB50,121 ReinF IX 62 GWB41
1,174,9 DreiKönige GWB7,43,6 DivNot
uö(selten) b
(einzelne) Kostbarkeit, wertvolles Handelsgut, Eigentum; meist im summarischen Pl für eine Vielzahl davon (an einem Ort, in jds Besitz), einmal (aus kindlicher Perspektive) für die Köstlichkeiten einer gut gefüllten Speisekammer; auch im Vergleichszshg Wie Taucherschaar verwegner Männer|Der Perle S. dem Golf entriß,|Darauf ein Divan scharfer Kenner|Sie dir zu reihen sich befliß GWB6,157 Vs 30 DivSuleika Du sendest Schätze mich zu schmücken!|Den Spiegel hab' ich längst nicht angeblickt:|Seit ich entfernt von deinen Blicken,|Weiß ich nicht mehr was ziert und schmückt GWB41
2,273,18 Chinesisches 1815 erfuhren wir..daß jenes goldene Salzfaß, welches in Cellinis Leben eine so große Rolle gespielt, noch vorhanden sei und zwar..im achten Zimmer des untern Belveders nebst anderen Schätzen, welche von..Ambras dahin versetzt worden GWB44,364,15 CellAnh XIV 1 Goldschmiedearb Nun, sagte die Fürstin [
Gallitzin] , hier gilt keine Widerrede, Sie müssen die geschnittenen Steine mitnehmen..Jedes übrige Hinderniß räumte sie weg..und ein sehr kleiner Raum faßte die leicht transportablen Schätze GWB33,244,16 Camp Wenig ahnungsvolle Freuden des Lebens glichen der Empfindung, wenn mich meine Mutter manchmal [
in die Speisekammer] hineinrief, um ihr..zu helfen..Die aufgehäuften Schätze über einander umfingen meine Einbildungskraft mit ihrer Fülle GWB21,22,5 Lj I 5 indem ich über diesen alten Erinnerungen..und Einrichtungen noch immer wie ein abgeschiedner Geist schwebe, der..bey seinen im Leben so sehr geliebten Schätzen wie ein blauer Dunst verweilt GWBB21,170,14 Voigt 14.1.10 GWB6,304 Vs 5 DivNachl GWB15
1,179 Faust II 8552 GWB49
1,261,23 Mantegna,Triumphzug GWB18,162,12 Unterhaltungen Prokurator GWB30,169,10 ItR
uö ‘heiliger S.’ für ein Kultbild GWB10,69 Iph
2 1602
im Übergang zu Bed 3 u 4 So kehr' ich..wieder heim,|Der Städtebändiger, der Sinnbezwinger!|Der Bettgenoß unsterblich schöner Frauen!|In's Meer versanken die erworbnen Schätze,|Und ach, die besten Schätze, die Gefährten,|..Verschlungen hat der tausendfache Rachen|Des Meeres die Geliebten GWB10,101f Nausikaa 43f
pl (iron herablassend) für persönliche Besitztümer, Habseligkeiten Die [
nach einem Raubüberfall] beängstigten Reisenden..brachten nur wenige Trümmer ihrer Schätze davon GWB52,193,4 ThS V 15 c
Bodenschatz; auch mBez auf weitere Gaben der Natur (von kommerziellem Wert, wie Salz od Heilquelle); auch mit Attr wie ‘unterirdisch’, ‘verborgen’, ‘edel’ Der Bergmann..bewies ihm [
dem Bauern] am Ende den Vortheil..wenn die unterirdischen Schätze des Landes herausgewühlt würden GWB51,189,5 ThS III 1 Dieser Schacht..soll die Thüre werden, durch die man zu den verborgenen Schätzen der Erde hinabsteigt, durch die jene tiefliegende Gaben der Natur an das Tageslicht gefördert werden sollen GWB36,370,6 RedeEröffnBergbIlmenau 1784 [
Geognosie:] Hast du auch edle Schätze tief versteckt,|Dem Menschengeist sind sie bereits entdeckt.|Ist doch Natur in ihrem weiten Reich|Sich stets gemäß und folgerecht und gleich GWB4,285 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 25 Salz in solcher Tiefe..nun muß auch dieser S.
gehoben und als eins der nothwendigsten Bedürfnisse der Menschen und des Viehes..heraufgefördert werden GWBB46,149,28 Zelter 13.11.29 vom Fels umschlossen,|Dem der größte S. entquillet GWB16,318 iNamBürgerschKarlsbad 1810 KaiserinAbschied 32 GWBN9,263,8 VerschBekenntn GWB11,333 BefreiungPrometh Fragm [1795/97] 9 GWB20,310,3 Wv II 9
uö(selten) 2
bezogen auf den kulturellen od pragmatischen, instrumentellen Wert, die wiss od technische Bedeutung, (allg) Nützlichkeit; auch präd ‘etw ist ein (großer/wahrer) S.’ a
mBez auf eine Kunst- od Kuriositätensammlung, ein wiss Kabinett, eine Bibliothek, ein Archiv oä; vereinzelt ‘öffentlicher S.’, einmal (in Berührung mit 3) mBez auf ein Stadttheater Jener kleinen schweizerischen Familiensammlung von fast- und halbgleichzeitigen Künstlern war ich vom ersten Augenblick an günstig..ich biete [
20 Reichstaler] ..und wir haben für den Denkenden, ruhig Beobachtenden einen wahren S. GWBB48,142,2 Meyer 7.3.31 Verzeichniß einer bedeutenden Sammlung chinesischer Bücher und literarischer Seltenheiten. Ob man nun gleich..den Werth eines solchen mit Kenntniß und Mühe zusammengebrachten Schatzes zu ehren hat, so ist doch.. GWBB38,256,7 Bachmann 23.9.24 K die Achtung..welche er [
der Restaurator Hartmann] den Meistern und Meisterstücken älterer Schulen erweist, von denen die Dresdner Galerie einen so großen, ja unvergleichlichen S. besitzt GWB49
2,141,11 Reinigen uRestaurieren schadhGemälde Denn die Absicht jener Gebrüder [
Boisserée] ist nicht..Conservatoren eines todten S-es zu bleiben GWBB26,136,3 Schuckmann 4.11.15 Die [
Büttnersche] Bibliothek..wird diesen Sommer rangirt..Es ist ein unglaublicher S.
wegen ihrer Brauchbarkeit GWBB6,269,1 Merck 23.4.84 Als Fundament eines solchen öffentlichen S-es [
an mittelalterlicher Kunst] wird die Sammlung des Herrn Walraf [
in Köln] gepriesen GWB49
1,5,26 Anz:KuARheinMain als der Kriegsdrang jedes Verhältniß aufzulösen drohte, hielt man für Pflicht die [
Karlsbader] Theateranstalt, als einen öffentlichen S., als ein Gemeingut der Stadt zu bewahren GWB35,247,10 TuJ 1806 GWB35,156,7 TuJ 1803 GWBN6,109,18 BotanStudien [1831] GWBB41,256,22 CarlAug 18.12.26 K GWB32,92,7 ItR GWBB44,38,4 Schreibers 21.3.28 K
uö (wertend) mBez auf ein literar (Gesamt-)Werk od dessen Edition, auch: eine Urkundensammlung; einmal sprachrefl Dagegen habe ich an den Novellen des Cervantes einen wahren S. gefunden, sowohl der Unterhaltung als der Belehrung GWBB10,350,11 Schiller 17.12.95 Damit aber das Vaterland wisse, welcher S. ihm hier [
in Diez' Übs des ‘Kabus Nameh’] zubereitet liegt, so setzen wir den Inhalt der Capitel hierher GWB7,227,22 DivNot Diez vaterländische Merkwürdigkeiten..Verordnungen und Mandate..wurden..geordnet und als ein S. vaterländischer Rechte und Herkommen mit Ehrfurcht verwahrt GWB26,118,16 DuW 2 daß ich Ihnen dagegen [
Sendung russischer Mineralien] gleichfalls einen S. zu senden vermeyne: er besteht in der 2. Hälfte meiner Werke vom 21. bis zum 40. Bande. Hier soll aber S. nicht heißen: der Werth des Errungenen, sondern soll die Mühseligkeiten des Beschwörers andeuten..um diesen Fund..zu Tage zu fördern GWBB48,175,28 u 176,3 Loder 7.4.31 GWBN3,229,27 FlH IV GWBB28,37,9 Ottilie 27.3.17
uö(selten) b
mBez auf ein einzelnes (museales) Kunst- od Naturprodukt, ein (singuläres, spektakuläres, aufschlußreiches) Fundstück, Prachtstück, Exponat, bibliophiles Rarum uä; meist im summarischen Pl für eine Vielzahl davon (an einem Ort, in jds Besitz), auch ‘Schätze der Kunst/Natur/Literatur’; öfter mit PossPron Raphaels Schädel..Der Guß ist sehr glücklich gerathen, es ist ein rechter S. GWBB8,371,21 CarlAug 6.5.88 Müde war ich geworden, nur immer Gemählde zu sehen,|Herrliche Schätze der Kunst, wie sie Venedig bewahrt GWB1,316 Vs 192 VenEpigr 36 Der freundliche Wirth verehrte aus seinen fossilen Schätzen einen köstlichen Enkriniten meinem Sohn GWB35,227,23 TuJ 1805 Bergrath Lenz, deßen neuerbeutete Schätze, zu sehen ich mich freue GWBB51,446 JMFärber 7.11.18 Jenaer Codex der späteren Minnesänger..die Zurückerstattung des kostbaren Manuscripts wäre..wünschenswerth, indem das längere Entbehren eines solchen S-es..bedenklich bleibt GWBB42,59,3 LEstocq 15.2.27 K Daß Herr Huß den geheimen S. [
einen interessanten Augitkristall] herausgegeben, ohne daß wir selbst nöthig gehabt, ihn den Drachen und Ottern abzukämpfen, ist mir..höchst angenehm GWBB35,198,16 Grüner 2.12.21 GWBB8,304,28 CarlAug 8.12.87 GWBB23,8,9 Jacobi 10.5.12 GWBB23,81,11 Flies 30.8.12 GWBB29,209,23 Cattaneo [27.]6.18 K GWBB30,134,24 Voigt 3.3.10
uö(häufig) pl iSv Sehenswürdigkeiten, Attraktionen (einer Stadt) wir fahren fort die Stadt [
Venedig] zu durchlaufen, das Wesen und Gewerb zu beschauen, und die Schätze einen nach dem andern aufzusuchen GWBT1,281,15 v 8.10.86 Sollte von den fast bis zur Beschwerlichkeit zahlreichen Schätzen der Hauptstadt [
Mainz] einiges hierher gebracht..werden, so erhielte dieser wohlgelegene Ort [
Aschaffenburg] wenigstens einigen Ersatz für das, was er durch die Entfernung des Hofes verlor GWB34
1,149,20 KuARheinMain Die Briefe des Professor Voigt, worin er..das Glück, sich unter den Pariser Schätzen zu befinden, meldet GWBB21,110,22 AHumboldt 5.10.09 K GWB1,329 Vs 427 VenEpigr 96 GWBB39,116,5 Maria Paulowna 14.2.25
uö pl iSv Spitzenleistungen bzw Paradebeispiele, -stücke (der Literatur, Philologie usw) Diese [
englischsprachige] Literatur bietet uns ungeheure Schätze und man findet sich kaum in den Reichthum..wenn man ihr nahe tritt GWBB23,408,21 Josephine Gfin O’Donell 24.7.13 Bei..den Arabern, finden wir herrliche Schätze an den Moallakat. Es sind Preisgesänge..entsprungen vor Mahomets Zeiten GWB7,10,3 DivNot Araber GWBB16,26,25 Voigt 26.1.02
uö iSv Glanzstück, Höhepunkt Von Antigone habe ich die Leseprobe..gehört..Mir macht es sehr große Freude diesen herrlichen Sophocleischen S. in einer Art von Auszug zu..vernehmen GWBB20,292,8 Rochlitz 29.1.09 Gewiß, gnädige Frau, ich sehe nicht ein, warum ich Ihnen dieses Bild [
eine liegende Venus] nicht vorstellen sollte, vielmehr indem ich diesen S. unserer Sammlung, den man gewöhnlich nur erst spät zeigt, gleich vom Anfang vorstelle, glaubte ich einen Beweis meiner Achtung abzulegen GWB47,186,4 Samml 7 c
Fundus, Vorrat, Kapital, Ressource, Quelle; wiederholt ‘geheimer S.’ iSv stille Reserve, einmal in Berührung mit 3a Können sie mir aus dem S. Ihrer Beobachtungen manchmal etwas..mittheilen, so würden Sie uns eine große Freude machen GWBB17,172,20 WHumboldt [30.7.04] K Sollte sich dergleichen [
echter arabischer Kaffee] in der Folge wieder anschaffen lassen; so würden Ew. Hochwohlgeboren mich dadurch sehr verbinden, ob ich gleich voraussetzen darf daß man mit dem gegenwärtigen S-e haushältisch genug umgehen werde GWBB31,265,13 Schreibers 20.8.19 K Eine Sammlung von Anekdoten und Maximen ist für den Weltmann der größte S. GWB42
2,130,20 MuR(190) Gründliche Gedanken sind ein S. der im Stillen wächs't und Interessen zu Interessen schlägt GWBB44,290,18 Zelter 26.8.28 Nach herber Trennung tiefempfundnen Leiden|War mir das Ufer, dem ich mich entrissen,||Mit Wohnungen, mit Bergen, Hügeln, Flüssen,|So lang ich's deutlich sah, ein S. der Freuden GWB2,9 Sonette VII 6 GWB22,291,18 Lj VI SchöneSeele GWBB12,20,22 Meyer 19.1.97 GWBB9,40,1 CarlAug 8.10.88 GWBB24,41,20 Trebra 24.11.13 K GWBB23,283,15 Riemer 17.2.13
uö d
mBez auf ein Alltagsgut, eine zivilisatorische Errungenschaft von hohem Nutz- u/od Genußwert; einmal für eine ‘Universalmedizin’ [
Prometheus:] Deßwegen ich der Abendasche heil'gen S.|Entblößend früh zu neuem Gluthtrieb aufgefacht GWB50,305 Pand 161 so findest Du..einen andern wichtigen S., der dem Menschen von der Natur übergeben worden..Das Pferd GWB25
2,11 Wj [nur 1821] Heitern Weinbergs Lustgewimmel,|..Laut ein fröhliches Getümmel,|Macht den S. der Rebe kund GWB4,302 Heitern Weinbergs 4 wie sehr dieses [
die rasche abführende Wirkung] den Glauben an unsern Arzt, und den Fleiß uns eines solchen S-es theilhaftig zu machen, stärkte und erhöhte GWB27,205,28 DuW 8 GWB53,367 Faust II Plp
uö(selten) mBez auf eine Fülle von Annehmlichkeiten iSv Lebensqualität [
Italien:] Das Wehn der Himmelslüfte,|..Des Blumenfelds Gedüfte|Das ist mein weites Reich.|..Das ist der S., die Habe,|Die man mit mir genießt GWB16,389 Requiem frohstenManne 87 e
mBez auf eine (schützend umschlossene, verborgene) Schöpfung der Natur; einmal im Vergleichszshg Drei [
Wirbelknochen] gelten für das Hinterhaupt, als den S. des Gehirns einschließend GWBN8,138,19 ZwKnoch den genießenden Menschen..betrachtet er gar als ein Kind, das mit Wonne das schmackhafte Fleisch des Pfirsichs verzehrt, und den S. der Frucht, den Zweck der Natur, den fruchtbaren Kern nicht achtet und hinwegwirft GWB45,255,21 Diderot,Malerei 3
bezogen auf den ideellen od affektiven Wert (meist abstr od materiell geringwertiger konkreter Güter) a
in Auszeichnung des menschlichen Daseins (vor dem Hintergrund seines wesensmäßigen Bedrohtseins) Alles entsteht und vergeht nach Gesetz; doch über des Menschen|Leben, dem köstlichen S., herrschet ein schwankendes Loos GWB1,284 Euphrosyne 78 b
mBez auf bzw für ein hohes Gut des menschlichen, gesellschaftlichen Daseins, auch: eine Tugend der Freund, der immer nur im menschlichen Herzen den wahren S. gesucht GWB24,52,24 Wj I 4 [
Prinzessin zu Tasso:] Wenn's Männer gäbe..die erkennen möchten,|Welch einen holden S. von Treu' und Liebe|Der Busen einer Frau bewahren kann GWB10,146 Tasso 1037 [
Therese:] Der größte S. ist Genügsamkeit;|Dann Gesundheit dazu und tüchtiges Streben,|So hat man immer genug zu leben GWB13
1,141 NachspIffland,Hagestolzen 114 [Peucer/G] Und nun noch eine aufrichtige Versicherung wahrhafter Anhänglichkeit. Erhalten Sie mir Ihre Freundschaft, das sind die einzigen Schätze, an denen wir uns
erfreuen dürfen, da alles andre ein ungünstiger Augenblick zu verschlingen droht GWBB24,57,3 Sara Grotthuß 1.12.13 [
Venus zu Paris:] Wirst du die Schönste mich preisen und mir den Apfel ertheilen,|Sollst du des herrlichsten S-es auf dieser Erde dich freuen.|Dieser S. ist ein treffliches Weib GWB50,138 ReinF X 101f [
Antonio zu Leonore:] Gar viele Dinge sind in dieser Welt,|Die man dem andern gönnt und gerne theilt;|Jedoch es ist ein S., den man allein|Dem Hochverdienten gerne gönnen mag,|Ein andrer, den man mit dem Höchstverdienten|Mit gutem Willen niemals theilen wird -|Und fragst du mich nach diesen beiden Schätzen:|Der Lorbeer ist es und die Gunst der Frauen GWB10,187 Tasso 2015u2019 [
Goethe referiert das Plädoyer eines venezianischen Anwalts in einem Fall von Unterschlagung] Bedenkt!..daß es hier nicht eigentlich auf..6000 Scudi, sondern auf Ehre und bürgerliche Existenz..abgesehen ist, und daß der so viele Jahre lang gesparte und vermehrte S. von Bürgertugend durch euer Verdammungsurteil auf einmal verloren gehen würde GWBGespr(He1,592) Böttiger [Mai/Juni 95] GWB15
1,215 Faust II 9383 GWB17,133,9 GrCoph I 4 GWB37,1,23 Neujahrswunsch 1757 GWBB5,307,17 ChStein 12.4.[82]
uö(selten) für weibliche Unschuld, Keuschheit, Unberührtheit Climene lebt in tausend Sorgen,|Daß heut den Schaz ihr Hymen mächtig raubt,|Den sie der Liebe lang verborgen.|O, hätte sie längst meinem Rath geglaubt;|Sie hätte jezt nichts mehr zu sorgen GWB37,47 Annette Madrigal II 2 GWB1,193 Der Müllerin Verrat 47 GWB18,167,4 Unterhaltungen Prokurator
mBez auf Privilegien u Lebensideale des Adels GWBB23,244,13 Zelter 15.1.13 c
mBez auf bzw für ein (allg/individuell) lebensbereicherndes (u daher emotional besetztes) abstr Gut wie Einsicht, Erfahrung, Erinnerung, Einbildungskraft (des Künstlers); vereinzelt ‘S. auf das ganze Leben’ oä Fahre fort mitzutheilen was du gewahr wirst und was du denkst, und überzeuge dich daß du uns und andern einen S. sammelst GWBB49,246,4 Zelter 20.2.32 [
Sankt Joseph der Zweite:] Für mein Gefühl waren..die fernen Gegenden, die ich ihr [
Marie] zeigte, die Berge, die Wälder, die ich ihr nannte, soviel kostbare Schätze, die ich ihr zuzueignen dachte..wie man es durch Geschenke zu thun sucht GWB24,30,14 Wj I 2 Ehre, Deutscher, treu und innig|Des Erinnerns werthen S. GWB4,175 Schulpforta 2 Disponiren Sie sich Ihr Schema im Ganzen und rangiren Sie die Schätze..Ihres Gedächtnisses GWB34
1,215,9 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] der Dichter..der einen sich immer selbst vermehrenden S. im Busen bewahrt, er muß auch von außen ungestört mit seinen Schätzen in der stillen Glückseligkeit leben GWB21,128,7 Lj II 2 Die Reise durch Sicilien..wird mir ein unzerstörlicher S. auf mein ganzes Leben bleiben GWBB8,213,6 Seidel 15.5.87 GWB34
1,375,18 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] GWB17,123,14 GrCoph I 1 GWB4,123 Gönnern reiche das Buch 4 GWB15
1,246 Faust II 10063 GWBB12,242,21 Böttiger 16.8.97 (vgl B12,435)
uö mBez auf Talent, (künstlerisches) Potential oä jeder hatte schon bei sich die Schätze gemustert womit ihn die Natur ausgerüstet, jeder fand sich reich genug GWB18,366,6 ReiseMegapr GWB42
1,49,10 Üb:Monatschr Böhmen [Varnhagen/G] d
mBez auf ein vorrangig durch sentimentalen Wert sich auszeichnendes Objekt, auch ein Souvenir Ich habe einen jungen Mann gekannt, der eine Stecknadel dem geliebten Mädchen, Abschied nehmend, entwendete, den Busenstreif täglich damit zusteckte, und diesen gehegten und gepflegten S. von einer..mehrjährigen Fahrt wieder zurückbrachte GWB24,222,27 Wj I 12 darf ich versichern, daß ich die kunstreiche und würdige Darstellung meines alten geprüften Freundes [
AHerder; vgl Schuchardt 2, Nr1479] auf der ihm gewidmeten Medaille mit Vergnügen angesehen und unter meinen Schätzen der Art sie als einen besondern S. verwahre GWBB49,99,7 AHerder 30.9.31 Dem Scheidenden ist jede Gabe werth,|Ein dürres Blatt, ein Moos, ein Steinchen aus der Quelle,|Daß er des Freunds gedenke..|So wird ein Nichts zum höchsten S. verwandelt.|..Wie muß das nun ein S. der Schätze sein,|Wenn ihn der Freund im Scheiden treulich segnete! GWB4,21 An Gfen Paar 16.8.18 Vs 6u10 wie ich denn..die sämmtlichen Schillerschen Briefe..von der ersten Einladung zu den Horen an bis wenige Tage vor seinem Abscheiden, als den größten S., den ich vielleicht besitze, zusammengebracht und geordnet habe GWBB37,62,17 Cotta 11.6.23 GWB3,94 Im ernsten Beinhaus 28 GWBB51,254 Caroline Sartorius 21.6.09
uö(selten) e
für Fausts Seele aus der Sicht Mephistos, zugl im Spiel mit den Bed 1b u 4a [
Mephisto, nach der Entführung von Fausts Seele durch die Engel:] Sind mit der Beute himmelwärts entflogen;|..Mir ist ein großer, einziger S. entwendet,|Die hohe Seele die sich mir verpfändet|Die haben sie mir pfiffig weggepascht GWB15
1,325 Faust II 11829 4
im Ausdruck zwischenmenschlicher Wertschätzung, Zuneigung, (inniger, intimer) Verbundenheit, auch: gutmütiger Herablassung, scherzh betonter Überlegenheit a
in Aussagen über eine geschätzte, geliebte Person durch diesen jungen Mann [
Tischbein] ..der nach seiner Kunst und seinem Herzen ein wahrer S. ist GWBB5,315,3 Ernst II 22.4.82 die mittelste [
der Schwestern Ziegesar] ist würcklich ein S. GWBB9,58,13 CarlAug 16.11.88 Wornach soll ich in der Welt nun weiter fragen?..mich weiter umsehen? welche Gegend, welche Stadt verwahrt einen S., der diesem [
Natalie] gleich ist? GWB23,244,16 Lj VIII 7 GWBB9,174,13 CarlAug 6.2.90
uö(selten) b
für ein (eigenes) Kind Die Räuber glauben leicht des Knabens sich zu bemächtigen..wir ringen voll Wuth den Schaz vertheidigend GWB11,381,3 Elp
1 I 4 O! rief er [
Wilhelm] aus..diesen S. [
Felix] , den ich einmal besitze, erhalte mir..Schicksal! GWB23,149,13 Lj VIII 2 GWB13
1,11 PaläophronNeoterpe 172 c
als Anrede für eine mit freundlicher Herablassung behandelte Person [
Doktor zu Scapine:] Nun, schöner S., sind wir allein.|Gestehe mir nun was dich quälet,|Was du zu viel hast, was dir fehlet GWB12,139 ScherzLR 458 [
Mephisto auf eine Äußerung des Studenten:] Mein Schaz! das wird euch wohl verziehn,|Kennt nicht den Geist der Akademien GWB39,231 Urfaust 309 GWB4,226 O Schöne 2 GWB12,151 ScherzLR 689 GWBAA15,25 Werth
1 I d
(als Anrede) für eine geliebte (meist weibliche) Person, eine Freundin, Gefährtin, Mätresse, eine(n) Partner(in); meist mit PossPron, einmal (an Charlotte, 1784) in Anspielung auf Matth 6,21 Ohne dich, Liebste, was wären die Feste?|Ohne dich, Süße, was wäre der Tanz?|Wärst du mein S. nicht, so möcht' ich nicht tanzen,|Bleibst du es immer, ist Leben ein Fest GWB1,27 Wechsellied zTanze 9 Bin doch ein ehrlich Weib.||Mit wem ich mich traute, das sag' ich euch nicht.|Mein S. ist lieb und gut,|..Trägt er einen strohernen Hut GWB1,186 Vor Gericht 6 [
Scapin zu Scapine:] Das bin ich, liebes Weibchen!|Du gutes Kind, du allerbester S.! GWB12,122 ScherzLR 64 [
aus Jena] Ja wohl ist mein Herz und Geist immer da wo mein S. ist..Ich wünschte lange ein Wort von dir GWBB6,256,19 ChStein 25.3.84 Ein schöner Taft wird meinen kleinen S. erfreuen, sie sind so schön hier [
in Karlsbad] daß einem die Wahl weh thut GWBB10,278,1 Christiane 15.7.95 Der Herzog ist vergnügt, doch macht ihn die Liebe nicht glücklich sein armer S. ist gar zu übel dran GWBB5,281,19 ChStein 17.3.82 GWB39,272 Urfaust 845 GWB25
1,137,27 Wj III 6 GWBB9,204,8 CHerder 4.5.90
uö ‘feiler S.’ für Prostituierte Heut hat mich zum erstenmal ein feiler S. bey hellem Tage in einem Gäßgen beym Rialto angeredet GWBT1,253,27 v 1.10.86
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