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Schatz

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schatz

Bd. 3, Sp. 109
Schatz 1. All' Schatz gehört in das Reich. – Graf, 129, 352. Mhd.: Alle schat horet in dat rike. (Glosse zum Sachsenspiegel, I, 35.) 2. All' Schatz tiefer, denn ein Pflug geht, gehört in das Reich. – Graf, 129, 353. Nach der Annahme, dass ursprünglich alles Eigenthum der Gesammtgemeinde oder dem Könige als dem Vertreter derselben gehöre, galt dies insbesondere in Ansehung des Schatzes, der Metalle in der Erde. Der Schatz gehört nach deutschrechtlicher Auffassung dem Könige oder dem Reiche, dem alles gehört, was keinen Herrn hat; das andere der beiden Sprichwörter erklärt aber den Begriff Schatz näher. Als Schatz gilt nach dem Sachsenspiegel ein Fund erst dann, wenn er so alt ist, dass ihn von Alters wegen niemand kennt, und so tief verborgen, dass ihn die Pflugschar nicht erreicht. Ausserdem ist er kein Schatz und gehört dem Besitzer des Feldes. Mhd.: All schacz tiefer den ein phlug ge, gehoret czu der kuniglichen gewalt. (Sachsenspiegel, I, 35, 1.) Frz.: Le roi applique à soi la fortune et treuve d'or. (Loysel, I, 279.) 3. Aller Schatz unter der Erde begraben, tiefer als ein Pflug geht, gehört zu der königlichen Gewalt (ist Regale). – Eisenhart, 220; Sachsenspiegel, Landr., I, 35, 1; Hillebrand, 55; Eiselein, 546; Simrock, 8901. Nach diesem Sprichwort gehören die gefundenen Schätze, d.h. nach dem Glossator des Sachsenspiegels, »verborgen Geld eines unbekannten Herrn oder verstorbener Leute, von denen niemand eine Wissenschaft hat«, zu den landesherrlichen Einkünften. So war es schon zu den Zeiten der fränkischen und sächsischen Könige. 4. Auswendig (heisst's) mein Schatz, inwendig, dass dich der Teufel kratz'. – Parömiakon, 548. 5. Begrabener Schatz, verborgen Sinn bringen niemand Gewinn. – Eiselein, 546; Simrock, 8900; Körte2, 6593. 6. Begrabner Schatz, verborgner Sinn ist Verlust ohne Gewinn. – Braun, I, 3811. 7. Dem Schatze von St. Marcke (Venedig) kann es so wenig an Geld mangeln, als Frankreich an Soldaten. – Berckenmeyer, 154. Von dem grossen Reichthume Venedigs in seiner Blüte. 8. Den schatz soltu dir heben holt, der besser ist, denn silber vnd gold, vnd vor dem diebstal sicher ist, so du voll tugendt bist. Lat.: Collige thesaurum qui gemmas uincit et aurum nepe bonos mores thesauros interiores, tollere quos fures nequeunt nec rodere mures. (Loci comm., 125.) 9. Der grösste Schatz hat zuletzt zwischen vier Bretern Platz. 10. Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt. – Simrock, 1230; Eiselein, 272. 11. Der Schatz liegt nicht in den Säcken, wenn man sich lernt nach der Decke strecken. 12. Des andern Schatz ist dem Neidischen eine Katz'. – Parömiakon, 63. 13. Ein aufgespeicherter Schatz ist ein aufgedämmter Teich. »Ein kühner Durchstich«, sagt Jahn (Volksthum, 230), »das Stauwasser verfliesst, und es bleibt eine todte Fläche.« Er will dadurch ausdrücken, dass der auf reger Geschäftigkeit der Bürger beruhende allgemeine Wohlstand todt daliegenden Schätzen vorzuziehen sei. 14. Ein grossen Schatz verbirgt man nit, dass jeder mit dem Fuss drauff tritt. – Beeren, 109. 15. Ein wiedergefundener Schatz ist kein Schaden. Holl.: Een wedergevonden schat is geene schade. (Harrebomée, II, 243b.) 16. Einsamer schatz felt in kein latz. – Franck, I, 123b; Lehmann, II, 134, 16; Henisch, 846, 45. Holl.: Een verholen schat, wat is dat. (Harrebomée, II, 243b.) 17. Em sekt gäre Schäz blän. – (Siebenbürg.-sächs.) – Schuster, 803. 18. Es ist ein edler Schatz um Gesundheit des Leibes und der Seele, und Geldes genug dabei. Frz.: C'est un noble tresor que la bonne santé, de corps et d'ame, et d'argent a planté. (Kritzinger, 692b.) 19. Es ist ein edler schatz vmb ein trewen vnterthanen. – Henisch, 789, 41. 20. Es ist kein höher Schatz auff Erden, denn vnschuldig leyden. – Petri, II, 266. 21. Es ist kein Schatz über Weisheit und Gesundheit. Frz.: Il n'est trésor que de sagesse et santé. (Kritzinger, 692b.) 22. Es ist keyn geferlicher schatz zu besitzen dann kunst. – Franck, I, 90b; Petri, II, 266; Henisch, 1041, 20; Lehmann, II, 143, 176 u. 311, 14. 23. Es ist oft ein schöner Schatz in einer hölzernen Truhe. – Chaos, 367; Parömiakon, 127. 24. Es ist selten ein Schatz ohne bleierne Fünfzehner. – Parömiakon, 2648. 25. Es ist selten ein Schatz ohne falsche Münze. – Parömiakon, 2004. 26. Et sekt net e jeder Schätz blän. (Siebenbürg.-sächs.) – Schuster, 804. 27. Grosse Schätze verderben das Herz. Holl.: Schatten maken boos en blijven goed. (Harrebomée, II, 244a.) 28. Je grösser Schatz, je grösser Sorge. Holl.: Hoe meer schatten, hoe meer behoeften. (Harrebomée, II, 244a.) 29. Man kann auch einen Schatz heben, über den Gras gewachsen ist. 30. Schätze liegen tief. 31. Schätze sind Netze. – Neumeister, Worte der Weisen. 32. Verborgen schatz ligt sicher. – Franck, II, 99a; Gruter, I, 67; Petri, II, 566; Henisch, 290, 66; Eiselein, 616; Sailer, 162; Körte, 5269; Simrock, 8898; Hlawatsch, 204; Dove, 312; Braun, I, 3810. Lat.: Bene qui latuit, bene vixit. (Henisch, 290, 61.) 33. Verborgener Schatz ist (der Welt) nichts werth. – Lehmann, II, 788, 41; Eiselein, 616; Simrock, 8898; Körte, 5268; Körte2, 6591; Braun, I, 3809. Mhd.: Begraben schatz, verborgen sin, da hât nieman von gewin. (Freidank.) (Zingerle, 131.) Lat.: Musices occultae nullus repectus. – Non erit ignotae gratia magna lyrae. (Ovid.) (Philippi, II, 34.) 34. Verborgner Schatz vnnd verborgne Weissheit ist niemand nutz. – Lehmann, 714, 44. Mhd.: Begraben hort, verborgen sin der werlte vrumt alsam der iuwelen vluc. (Marner.) – Verborgen schatz und wîstuom diu sint ze nutze cleine vrum. (Krone.) (Zingerle, 131.) Ung.: Az el-rejtett kinesnek kevesen süvegelnek. – Még a' földben vagyon, nem használ az arany. (Gaal, 665.) 35. Vergrabener Schatz ist keinem nütze. – Pred. Sal. 20, 32; Schulze, 158; Zehner, 382. Lat.: Non erit ignotae gratia magna lyrae. (Ovid.) (Binder I, 1162; II, 2154.) Schwed.: Hwad gagna ned graffne penningar. (Grubb, 341.) 36. Vergrabener Schatz, verborgener Sinn ist Verlust ohne Gewinn. Mhd.: Begraben schatz, verborgen sin, da hât nieman von gewin. (Freidank.) (Zingerle, 131; Bacmeister, 98.) 37. Viel Schätze, viel Netze. – Klix, 80. Mhd.: Schaz überwindet unde bringt unstaetikait. (Colm.) 38. Vor einem verborgenen Schatze nimmt niemand den Hut ab. 39. Wann ick meini, ick hädde en Schatz, dann wêrd hei mie widder affeschwatzt. (Waldeck.) – Curtze, 325, 136. 40. Wer gefunden Schätz wil offenbaren, der hat sie gar bald wieder verloren. – Petri, II, 710. 41. Wer Schätz' im Himmel sammeln will, der geb' den Armen freudig vil. – Hertz, 47. Hausinschrift in Unter-Albis zwischen Zürich und Zug. 42. Wer Schätze sammelt und niemand Gutes thut, der spart sein Brot und läuft zur Hölle. 43. Wer Schätze will (haben, sucht) geht zum April. 44. Wer seine Schätze im Himmel hat, dem stiehlt sie kein Dieb. 45. Wer seinen Schatz gewinnt, hat nicht übel gespielt. Wenn der schon von Glück zu sagen hat, der seinen Einsatz wieder bekommt; so ist es freilich sehr bedenklich, durch Spiel seine Glücksumstände verbessern zu wollen. 46. Wer wegen des Schatzes das Haus umgräbt, macht leicht aus der Hütte einen Palast. 47. Wir tragen unsern Schatz alle in irdischen Gefässen. – Sprichwörterschatz, 203. 48. Wir tragen unsern Schatz in hölzernen Gefässen, sagte das Weib, als man ihren Mann begrub. 49. Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Hertz; wo dein Hertz, da dein Gott. – Egenolff, 104; Lehmann, II, 857, 433. 50. Wo Schatz, da Herz. – Matth., 6, 21; Petri, II, 800; Schulze, 188; Simrock, 8897; Zehner, 422; Körte, 5267; Körte2, 6590; Büchmann, 157. »Wo eines Schatz verborgen ist, da ist sein Herz zu jeder Frist.« (Bacmeister, 98.) Mhd.: Des menschen herze ist zaller zît, swâ sîn schatz verborgen lît. (Freidank.) – Swa des menschen schaz lît dâ ist daz herze alle zît. (Martina.) – Swâ dîn hort ist, dâ sint dîne sinne. (Zingerle, 67.) – Swar ie des mannes herze stât, dâ ist der hort, den er dâ hât. (Freidank.) n.: Hvor eders liggende fæ er, der er og eders hierte. (Prov. dan., 386.) Holl.: Daar uw schat is, daar is ook uw harte. (Harrebomée, II, 243b.) It.: Dov' è l'amore, ivi l'occhio corre. (Pazzaglia, 14.) Lat.: Anima est ubi amat. (Sanct Augustinus.) – Ubi (est) thesaurus (tuus), ibi et cor (vestrum est). (Bovill, I, 101.) 51. Wo schätze sind, da sind auch dieb. – Henisch, 695, 45; Petri, II, 816. 52. Als er seinen Schatz wollte heben, wurde er ihm zu lauter Kohlen. 53. Der Schatz denkt a si. – Sutermeister, 102. Wenn einem Mädchen die Schürze entfällt. 54. Der Schatz ist zu Kohlen (Wasser) geworden. – Eiselein, 546. Lat.: Thesaurus carbonis erant. (Eiselein, 546.) 55. Er hat einen Schatz gefunden, wie die Landsberger. – Eiselein, 409. Ironisch von werthlosen Dingen, auch von Personen, sagt man in Warschau jüdisch-deutsch: Es is vün'm Mejlechs (Königs) Ojzer (Schatz). »Ein Schatzgräber hatte sie verleitet, mit ihm Geld in ein Loch auf dem Schlossberge zu legen, womit sie einen dort verborgenen Schatz hervorlocken wollten. Allein der Betrüger schlich eines Morgens im geheimen zu dem Loche, nahm das Geld heraus, legte für die Landsberger etwas anderes hinein, und machte sich aus dem Staube.« 56. Mer hôt da Schatz g'funda. – Michel, 272; Nefflen, 463. Man hat den Schaden entdeckt, den Unrath gesehen. 57. Schätz sammeln. – Agricola II, 488. 58. Sie ist ein alter Schatz. Eine verblühte Schöne. Schatz, Schätzel ist der zärtliche Ausdruck zur Bezeichnung einer Geliebten. Das Wörterbuch für diesen Zweck ist bei verschiedenen Völkern und Ständen reich. Die Hanakinnen, die Anwohnerinnen der Hana in Mähren, nennen ihre Liebhaber: Anflammerer. Die Sennerin der tiroler und steirischen Alpenwelt nennt ihren Mann, und wenn er auch schon über vierzig Jahre zählt, ihren Buaban. Der Tiroler und Steirer koset mit seiner Geliebten als mit seinem Mädle. Die Völkerschaften slawischen Ursprungs haben in der Liebe die Verkleinerungsform zur Bezeichnung des geliebten weiblichen Wesens angenommen. Meistens heisst hier die Geliebte: Seelchen, Herzchen u.s.w. Der Chinese nennt die Geliebte: nie verwelkende Theeblüte; der Tatar: makelloses, nie ermüdendes Füllen; der Japanese: ewig schimmernder Goldlack der Jugend; der Kaffer: nie schlafendes Schlangenauge; der Türke: Tulpe aus dem Prophetengarten. Auch sogar einzelne Stände der Gesellschaft haben verschiedene Bezeichnungen für das geliebte weibliche Wesen. Das dienende Personal, die arbeitende Klasse hat ihren Schatz, der Soldat hat eine Flamme, der Student hat eine Poussage, der Schauspieler sein Verhältniss, der Schriftsteller seinen Engel, der Philister aber hat schon in der Gegenwart seine Zukünftige. Frz.: C'est une tête à medaille. [Zusätze und Ergänzungen] 59. Da ward dem Schatz der Boden auss. – Aventin, Chronik, LXIIIIb. So viel als dem Fass. 60. Einen Schatz bewahrt man sorgsam auf. 61. Nein, rief Hans, es heisst: Wer einen Schatz findet, der findet einen Fremd, als jemand sagte: Wer einen Freund finde, der finde einen Schatz. 63. Wo ein Schatz liegt, da liegt auch eine Schlange. Nach dem Volksglauben der den Schatz bewachende Drache. 64. Mein Schatz hat mi greitert. So sagt man in Tirol für »einen Korb geben«.
11218 Zeichen · 308 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schatz

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    schatz s. schaz;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schatz

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Der Schatz , des -es, plur. die Schätze, ein Wort, welches das Intensivum eines veralteten Schad oder Schat ist, und so …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schatz

    Goethe-Wörterbuch

    Schatz in früheren Werken u (eigenh) Briefen auch -az, Dat wiederholt ‘Schazze’; in den Punkten 1-3 bes auch ‘einen S./S…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schatz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schatz , im Boden gefunden, gehörte im Mittelalter dem Landes- od. Grundherrn; nach röm. und neuerem Recht kommt die Häl…

  5. modern
    Dialekt
    Schatz

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Schatz [ʿSàts allg.; Demin. ʿSatslə Mü. , ʿSatsl Ruf. , ʿSatsələ Illz. Ruf. Co. Dü. U. ] m. 1. Schatz. 2. Flächenmass fü…

  6. Sprichwörter
    Schatz

    Wander (Sprichwörter)

    Schatz 1. All' Schatz gehört in das Reich. – Graf, 129, 352. Mhd. : Alle schat horet in dat rike. ( Glosse zum Sachsensp…

  7. Spezial
    Schatz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schatz m. (-es, Schätze) 1 (Kostbarkeit) tesur (-s) m. 2 (Reichtum) tesur (-s) m. , richëza (-zes) f. 3 (netter Mensch) …

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schatz

330 Bildungen · 200 Erstglied · 117 Zweitglied · 13 Ableitungen

Zerlegung von schatz 2 Komponenten

sch+atz

schatz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schatz‑ als Erstglied (30 von 200)

schatzære

Lexer

schatz·aere

schatzære , schetzære , schatzer stm. BMZ schatz-, geldsammler. schatzære, -er Msh. 2, 248 b . Teichn. A 211 d . Hans 1384 ; schetzer, exact…

schatzamt

DWB

schatz·amt

schatzamt , n. staatliche behörde zur verwaltung des schatzes.

schatzbar

DWB

schatz·bar

schatzbar , adj. 1) zinspflichtig, stipendiarius, vectigalis Stieler 1742 : hat der schatzbare unterthan ein umschränktes eigenthum: so kann…

Schatzbarkeit

Adelung

schatzbar·keit

Die Schatzbarkeit , plur. die -en, die Eigenschaft eines Dinges, da es schätzbar ist, d. i. einen vorzüglichen Grad der Achtung verdienet; o…

Schatzbauer

DRW

schatz·bauer

Schatzbauer, m. seinem Grundherrn abgabepflichtiger Bauer vgl. Schatzgut werden deß churfürsten schatzbauren nit allein mit hunderten und so…

schatzbehälter

DWB

schatz·behaelter

schatzbehälter , m. behältnis zum aufbewahren eines schatzes: bald wirst du eine viereckige steinplatte eingemauert finden, eine elle hoch u…

schatzbehalter

DWBQVZ

schatz·behalter

schatzbehalter oder schrein der waren reichtümer des heils vnnd ewyger seligkeit. ( titel in fine ). Nürnberg (A. Koberger) 1491. -- QV I --…

Schatzbei(n)

Idiotikon

Schatzbei(n) Band 4, Spalte 1303 Schatzbei(n) 4,1303

schatzbeladen

GWB

schatz·beladen

schatzbeladen unter Mitnahme eines (erbeuteten) Schatzes finden wir einen absoluten monstrosen Helden..Einer unglücklichen Mohrenprinzeß, we…

schatzbeschwörung

DWB

schatz·beschwoerung

schatzbeschwörung , f. beschwörung, die angestellt wird, um einen schatz zu heben: ( zu den übertretern des ersten gebots gehört auch ) wer …

Schatzbewußte

GWB

Schatzbewußte für: Prospektor, erfahrener (Boden-)Schatzsucher Was für Gewölbe sind zu sprengen,|In welchen Klüften, welchen Gängen|Muß sich…

schatzbewuszt

DWB

schatzbewuszt , adj. der den aufenthaltsort eines schatzes kennt: was für gewölbe sind zu sprengen, in welchen klüften, welchen gängen musz …

schatzbrief

DWB

schatz·brief

schatzbrief , m. brief, schriftlicher befehl zur erlegung von steuern: ( herr König ) sprach sich, wie von einem aufgeklärten manne zu erwar…

Schatzbriefgewölbe

DRW

Schatzbriefgewölbe, n. wie Schatzgewölbe verzaichnus ... wohin aus dem schatzbrieff gwelb ettliche genomne schriften gegeben worden 1574/88 …

schatzbuch

DWB

schatz·buch

schatzbuch , n. buch, in das die steuern ( s. schatz 1, d ) eingetragen werden: schatz- und schoszbücher, vulgo gabellarum et collectarum li…

Schatzbürer

RhWB

Schatz-bürer šatbrər Geld-Pont Sevelen Straelen m.: dass.

schatzbær

KöblerMhd

schatzbær , Adj. Vw.: s. schazbære

schatzbære

KöblerMhd

schatzbære , Adj. Vw.: s. schazbære

Schatzchind

Idiotikon

Schatzchind Band 3, Spalte 348 Schatzchind 3,348

Schátz-Collēgium

Adelung

schatz·collegium

Das Schátz-Collēgium , des -gii, plur. die -gia, in einigen Ländern, ein Collegium, welches den öffentlichen Schatz, d. i. die Einnahmen und…

Schatz der Kirche

Meyers

Schatz der Kirche ( Thesaurus ecclesiae oder meritorum supererogationis Christi et perfectorum ), nach katholischer, von Alexander von Hales…

schatz als Zweitglied (30 von 117)

Ackerschatz

DRW

acker·schatz

Ackerschatz I Grundsteuer und Pfluggeld im Marschland 1573 Mensing QFSchleswHG. IV 11 II Abgabe für Schweinemast durch Eckerichnutzung 1459 …

Aufschatz

DRW

auf·schatz

Aufschatz Abgabe, Zuschlag, Aufgeld vgl. Aufgeld, Aufwechsel foedum ... soluit ... ii metretas marchfuͤter, i denarium ze aufschatz, ii case…

Ba(nn)schatz

Idiotikon

Ba(nn)schatz Band 8, Spalte 1658 Ba(nn)schatz 8,1658

Beschatz

Idiotikon

Beschatz Band 8, Spalte 1658 Beschatz 8,1658

Bodenschatz

Adelung

boden·schatz

* Der Bodenschatz , des -es, plur. inus. an einigen Orten, eine Abgabe von demjenigen Weine, welcher aus fremden Orten eingeführet wird, und…

brandschatz

DWB

brand·schatz

brandschatz , m. was brandschatzung: sie glauben auch an Jesum Crist, daʒ brantschaz ganz nit sünd ist. Hätzl. 286 b .

brautschatz

DWB

braut·schatz

brautschatz , m. dos, arrha dotalitia, mahlschatz, heiratsgut. vocab. 1482 e 3 b ; Henisch 487 ; der brautschatz ist ein gottesheller; arbei…

brenn-, bern(e)-, birnschatz

MWB

brenn-, bern(e)-, birnschatz stM. ‘Geldzahlung, um sich von Plündern und Niederbrennen freizukaufen’ (s.a. brantschatzunge stF.): allit dat …

Bërli(n)schatz

Idiotikon

Bërli(n)schatz Band 8, Spalte 1661 Bërli(n)schatz 8,1661

Chaufschatz

Idiotikon

Chaufschatz Band 8, Spalte 1655 Chaufschatz 8,1655

Chilche(n)schatz

Idiotikon

Chilche(n)schatz Band 8, Spalte 1655 Chilche(n)schatz 8,1655

eheschatz

DWB

ehe·schatz

eheschatz , m. 1) was brautschatz, dos. 2) kosewort unter ehleuten für beide geschlechter, wie ehliebste, ehliebster, besonders üblich in de…

ehrenschatz

DWB

ehren·schatz

ehrenschatz , m. copia honorum: vor einem schändenden worte versinkt der glanz und ehrenschatz langer jahre. J. P. nachdämm. 79.

eigenschatz

DWB

eigen·schatz

eigenschatz , m. magna sui aestimatio: sich, wie unsere gerechtigkeit zuo hochmuot dienet. denn eigenschatz ist die recht sündig art wider g…

Friedeschatz

Adelung

friede·schatz

Der Friedeschatz , des -es, plur. inus. der Friedeschilling, des -es, plur. die -e, der Friedewein, des -es, plur. inus. S. das vorige.

Ableitungen von schatz (13 von 13)

Beschatz

Idiotikon

Beschatz Band 8, Spalte 1658 Beschatz 8,1658

beschatze

BMZ

beschatze swv. 1. belege mit schwerer steuer, contribution, lösegeld. depecuniare Conr. fundgr. 1, 360. a. pecuniare H. zeitschr. 5,414. exa…

beschatzen

DWB

beschatzen , beschätzen , aestimare, imperare tributum. 1 1) mit abgabe belegen, vgl. brandschatzen : stadt und land beschatzen; den lebendi…

erschatz

DWB

erschatz , m. wurde nach der heutigen schreibung ehrschatz sp. 72 eingetragen. er erscheint als abgabe vom lehngut bei eintretendem wechsel …

erschatzen

DWB

erschatzen , pecuniam in aerarium invehere, gebildet wie abschatzen, beschatzen, brandschatzen: die groszen potentaten thun itzt nichts denn…

geschatz

DWB

geschatz , n. das schätzen: jetzt faselt der vogt schon mit seinem geschatz, und springt darin von einem ast auf den andern. Pestalozzi 12, …

geschatze

BMZ

geschatze swv. belege mit schwerer steuer. Ludw. 85,32.

geschatzen

Lexer

ge-schatzen swv. BMZ schätze sammeln. swâ er vil geschatzen mac, unz er wol gefüllt sîn schrîn Helbl. 5,27 ; mit schwerer steuer belegen Lud…

schatze

BMZ

schatze , schetze swv. 1. sammele schätze. ahd. scazôm Graff 6, 559. die ze allen zîten schatzent als si immer leben sulen Leys. pred. 11, 3…

urschatz

DWB

urschatz , m. (ur- C 4 c); mhd. urschaz thesaurus principalis, copia, abundantia eximia Oberlin 1909 ; mhd. wb. 2, 2, 91 a : was das individ…

verschatze

BMZ

verschatze swv. versteuere. dâmit hât er sîn erbe sînem rechten erbe verschatzet Gr. w. 1,32.

verschatzen

Lexer

ver-schatzen swv. BMZ versteuern Rudolst. r. 224,105. Gr.w. 1,32 ; ver schetzen, für verloren halten Zimr. chr. 1. 279,25; 4. 234,6.