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gut

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GWB
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43 in 21 Wb.
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

gut

Bd. 4, Sp. 570
gutVon reichl 20000 exzerpierten Belegen etwa 30 vH in den Steigerungsformen ‘besser’ u ‘best’ (in adv Funktion u in Bed C2 auch auf die Grundform ‘wohl’ beziehbar, sd); subst oft auch als Personenbezeichnung: ‘der, die Gute(n)’ (s Nebenlemma); vereinzelt in substantivischer Paarformel ‘Gut und Böse’, ‘Gut und Edel’. Nicht selten, vor allem in der Frühzeit, Großschreibung, umgekehrt subst auch kleingeschrieben, in adv Präp-Vbdgn unterschiedlich: ‘im guten’ fast immer Groß-, ‘auf das/aufs beste’, ‘zum besten’ ganz überwiegend Kleinschr, in den Wdgn ‘zum besten haben, halten’, ‘zum besten geben’ meist Großschr; ‘besser’ sporadisch -ß-. Verbunden mit Steigerungspartikel od adv gebrauchtem Adj bisweilen Zusammenschr: ‘allzugut’ DjG31,390 Mitsch2 561=GWBMitsch1 229, ‘sogut’ GWB39,4,11 Götz1 I, ‘zugut’ GWBB1,237,21 Hetzler dJ 14.7.[70] K, ‘gleichgut’ GWBB2,261,1 Gfin Stolbg 15.4.[75] [Korr B50,212], mit finitem Verb: ‘wie es ihm gutdünkt’ GWBB23,23,17 Zelter 19.5.12; die präp Vbdg ‘zu Gute (gute)’ (apokopiert ‘zu Gut (gut)’, einmal umgangsspr ‘zu guts’) ausschließl getrennt (s unter I1). Namentl in regional-umgangsspr getönten Äußerungen der Frühzeit, aber auch metrisch bedingt mit Synkope: ‘(et)was, viel Guts, Bessers, Bessres’ uä, mit Apokope: ‘der nächst und best Weeg’ GWB39,5,10 Götz1 I. In amtl Schr einmal verdeutlichte Genitiv- Kennzeichnung: ‘Förderung gemeinsamen Bestens’ A1,354,6 Votum 20.2.[85]. Mundart (Elsässisch) imitierend: ‘guet’ GWB27,362,14 u 363,16 DuW 10. Mit mehr als der Hälfte der Belege dominieren deutlich der funktionsbestimmte u der qualitativ-evaluative Gebrauch von ‘gut’ (Bed A u B). Unter den anderen Verwendungsweisen nimmt die Beleggruppe, die die Qualität subjektiven Wahrnehmens, Empfindens ausdrückt (C), mit annähernd 15 vH noch den größten Raum ein, gefolgt vom Bedeutungsbereich emotional-voluntativer Hinwendung (D). Relativ begrenzt, mit rund 450 Belegen, ist das Vorkommen mit sittl-moralischem Bedeutungsgehalt (E). Doch finden sich gerade hier bemerkenswerte Aspekte und Prägnanzen: schon seit der Frühzeit das dialektische Gebundensein an ‘böse’, ‘das Böse’ (unter E3a); sodann, seit der Italienreise u bes in den 90er Jahren, die Ausbildung zur objektiven Wertkategorie. Ähnlich wie beim Qualitätsbegriff (s B3b), dort namentlich auch im Bereich ästhetischer Wertbestimmung (B3c), tritt ‘das Gute’ in Korrespondenz zu Kategorien wie ‘das Edle, Hohe, Wahre, Große’, im Verbund mit ‘das Schöne’ auch die alte Kalokagathia- Vorstellung aufnehmend (E3b), u erhält so im Rahmen des klassischen Wertekanons eine besondere Dignität.  A als funktional bestimmter Begriff: im Hinblick auf einen best Zweck, eine Situation brauchbar, dienlich, angemessen; öfter ‘g. zu, für’; auch im Übergang zum reinen Qualitätsbegriff (B)   1 von sachl Gegebenheiten u Zuständen: geeignet, zweckentsprechend, tauglich, funktionstüchtig   a im gegenständl-physischen Bereich; auch im Bild  [Chor der Hexen:] Ein Lumpen ist zum Segel g., | Ein g-es Schiff ist jeder Trog GWBFaust I 4009f  [Faust:] Für solche halbe Höllenbrut | Ist Salomonis Schlüssel g. GWBFaust I 1258  über den Simpelberg, wo bei jeder Witterung eine g-e Passage ist .. Der Weg soll g. und durchaus für Pferde practicabel sein GWB19,257,12u14 BrSchweiz II  Erfahrung bleibt die beste Wünschelruthe GWB4,285 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 34  so viel G-es reichlich auch Natur verliehn, | Des Menschen Geist verbessert’s immer und erhöht’s GWB131,175 ProlHalle 1811 Vs 88 in unterschiedl Nuancen: fertig (zum Gebrauch, zum Verzehr)  Mein Camin wird nun g. GWBB7,96,9 ChStein [16.9.85]  die Wirthin versicherte, daß es [das Essen] um Mittag g. gewesen sei, aber auch übergar trefflich schmeckte GWB19,233,15 BrSchweiz II~GWBB4,104,8 ChStein 28.10.79 von der körperlichen Bildung: gehörig, funktionsgerecht  der Kopf, der Leib, die Füße [der Schlupfwespe] waren recht und g. ausgebildet GWBN6,415,27 MetamIns GWB3,119 Typus 6 von der Physis, von körperl Kräften, Säften: gesund, lebenskräftig  [nach Krankheit] Damit .. die g-e Natur vollkommen aufgerichtet und gekräftigt werde, so stehen auch Sie mir bey mit freundlichem Willen und Wollen GWBB37,282,17 Boisserée 12./13.12.23  Das Unglück .. ist eine wirksame Arzenei, welche die g-en [bonnes] Säfte zugleich mit den üblen angreift GWB24,84,9 Wj I 5 PilgTörin GWBB5,213,1 ChStein 12.11.81 die Wirkung von Medizin, Heilwasser u anderen stimulierenden Faktoren angebend: bekömmlich, heilsam, heilkräftig  [Marktschreier:] .. zeig’ euch hier | Ein Päckel Arzenei, köstlich und g.; | .. Wozu es alles schon g. gewesen, | Ist auf’m gedruckten Zettel zu lesen GWB16,29 JahrmPlund2 423u425  Im neuen Jahre Glück und Heil; | Auf Weh und Wunden g-e Salbe! GWB2,223 Sprichw 12 GWBN13,322,5 SchwefelwasserBerka Schema 13.11.12 GWBB7,284,1 ChStein [Apr 85 Korr Fränkel2 2,94] idVbdg ‘erste beste’ (mit dem Moment des Beliebigen) iSv für den betreffenden Zweck voll ausreichend  Herr Jupiter .. | Sein’n ersten besten Strahl er nimmt GWB16,4 NeueröffnPuppensp Prol 48   b im Bereich praktisch-geistiger Dinge, Einrichtungen, Verhältnisse, Zustände: sach- u zweckgemäß, verwendbar, tauglich, vorteilhaft zu Erreichung eines best Zieles; gehäuft ‘g-e Ordnung’, öfter ‘g-er (Zu-)Stand’ u ‘g-es Mittel’, ‘g-er Weg’, ‘g-e Gelegenheit’  [Dresdner Wohnung des Prinzen Bernhard] Ich bewunderte die g-e Austheilung und anständige Einrichtung GWBB23,326,3 Christiane 21.4.13  Die Prager Monatsschrift durchgesehen und mich über deren g-e Anlage gefreut Tgb 2. 3.27  Möge mein Vorsatz, der Chemie eine g-e Stätte in Jena zu verschaffen, ausgeführt werden! GWBB26,293,2 Döbereiner 14.3.16  Bergrath Lenz, über Wiederbelebung g-er Einrichtungen .. beym Mineralien Cabinet Tgb 13.11.12  Ihre häusliche Angelegenheiten sind in g-er Ordnung, auf g-em Weege GWBB8,11,24 CarlAug 2.9.86 GWB33,26,9 Camp GWBB15,19,5 Knebel 30.1.00 GWBFaust I 2360=Fragm 839 GWBB41,256,17 CarlAug 18.12.26 K mehrf ‘etw/es gerät, gelingt g., steht g. (mit etw)’  Einige Anstalten beym Wasserbau sind recht g. gerathen, andere weniger GWBB14,194,17 Voigt 1.10.99  Ein jeder übe sein’ Lection, | So wird es g. im Rathe stohn GWB51,153 ZXen IX 958 GWBB47,57,6 Otto 11.5.30 im präd Gebrauch mit relativ stärkerem Vorkommen des Komp (mit den Vbdgn ‘desto besser’, ‘besser ist besser’); auch in Bibelzitat od -anklang (nach 1.Mos 2,18); nicht selten ellipt  Es ist g. dass es ist wie’s ist GWBB1,195,16 FOeser 13.2.69  das erneute Gefühl: daß der Mensch allein sey, ist nicht g. GWBB33,300,16 August [10.10.20] K  Muth verloren — alles verloren! | Da wär’ es besser nicht geboren GWB51,107 ZXenNachl VIII 338  [Olear:] Götz hat ihn [Weisl] losgegeben. [Bischof:] Desto besser! so wird er bald hier seyn GWB132,283, [] 23 Götz3 IV 1 Plp GWBB6,57,18 ChStein 12.[9.82] GWBHermDor II 161   2 bei Zeitbegriffen: passend, gelegen, günstig, förderlich  [Alphons:] Er [Antonio] ist gekommen! recht zur g-en Stunde Tasso 564  sie [die ‘Ernte’ des röm Aufenthalts] in Garben zu binden, werden auch schon g-e Tage kommen GWB30,272,10 ItR  hetze dich nicht zur schlimmen Zeit, | .. Hast’ in der bösen Stund’ geruht, | Ist dir die g-e doppelt g. GWB2,189 Guter Rat 8 GWBB12,80,15 Pape 28.3.97 K idVbdg ‘bei/zu g-er Zeit’ auch iSv zeitig (am Morgen, Tage, Abend), rechtzeitig  Heute früh als wir von Brieg bei g-er Tagszeit ausritten GWB19,279,9 BrSchweiz II GWBB21,386,14 Christiane 18.9.10   3 von Handlung, Tätigkeit, Vorgang, Verhalten: zweckmäßig, zielführend, sach- u situationsgemäß; bisweilen ellipt   a angebracht, ratsam, tunlich, richtig; meist in präd Gebrauch, mehrf in Vbdgn wie ‘(für) g. (be)finden, halten, achten’, ‘jdm g. dünken’; gelegentl in allgemeinen (bisweilen hypothet) Aussagen, auch sprichwörtl  fand er [Wilh] vor g., seine Reise weiter fortzusetzen GWB51,205,22 ThS III 3  [Sick:] Man freit nicht besser und schneller als zu Zeiten des Kriegs und der Gefahr GWB131,265,11 Götz3 III 8  [Bakkalaureus:] Gewiß! das Alter ist ein kaltes Fieber | .. Am besten wär’s euch zeitig todtzuschlagen GWBFaust II 6789  das alte Sprüchlein, mit großen Herren sei Kirschessen nicht g. GWB28,321,1 DuW 15  [Nobel zur Königin:] denkt ihr, es wäre | Wirklich zum Besten [Reinke de Vos: vor yuwe beste] gerathen, daß .. GWBReinF V 179 GWBReinF VII 141  [Reinke de Vos: duncket gud] GWBB2,108,4 HBuff [Okt 73] als Satzadv nur in den Steigerungsformen; mehrf ‘besser/am besten tun’  [Prinzessin:] Ich bin geschwätzig, und verbärge besser | .. wie schwach ich bin und krank Tasso 1847  will ich fragen was so ein Kasten [Klavier] kostet, und wo man ihn am besten machen lässt, und wie manns am besten transportiert GWBB1,130,8f Behrisch 3.11.67 GWBB25,278,11 Knebel 22.4.15 GWBB39,101,21 ALevetzow 3.2.25 in der Korrelation ‘besser als’ zugl eine Präferenz ausdrückend; in rhetor Fragen u Beteuerungen meist negiert ‘nicht besser als’  [Reineke:] Und ich dachte: du machst dich davon .. | Besser [Reinke de Vos: Beter] laufen als faulen GWBReinF XI 80  Das Vertrauen .. glaube ich nicht besser erwiedern zu können als wenn ich .. GWBB14,16,19 Toel [Ende Jan/Anf Febr 99] K   b (stärker) ergebnisbetont: förderlich, nützlich, erfolgreich, wirksam, effektiv; oftmals ‘g-er Rat’ (auch im Sprichwort), ‘g-e Wirkung, Folge’, ‘g-er Einfluß’ u ‘g-er (Fort-)Gang’; wiederholt in Wunschformel  [Alonzo:] Habt ihr .. sie [die Vagabunden] gefangen? | Brav, das war ein g-es Stück! GWB11,281 Claud2 1587  [Evadne zu Elpenor:] Der beste Rath ist, folge g-em Rath GWB11,376,28f Elp1 I 2=GWBElp2 247 [G/Riemer]  [Haltefest:] Zwar nehmen ist recht g., doch besser ist’s behalten GWBFaust II 10342  [Empfehlung für Darstellungsweise] Je knapper ie besser GWBB7,212,19 Jacobi 5.5.86  [Gottfr, zutrinkend:] G-e Verrichtung. [Martin:] Gleichfalls! GWB39,12,1 Götz1 I~GWB8,14 Götz2 GWB21,36,2 Lj I 7~GWB51,30,20 ThS I 9 GWBB22,243,27 Kanzl Müller 10.1.12 GWB48,246,18 Vorschlag,Künstlern Arb zu verschaffen GWBB10,207,5 Batsch 26.11.94 K uö(häufig) adv, mit Vbdgn wie ‘g. (mit etw) gehen’, ‘sich g. anlassen, machen’, ‘es/seine Sache(n) g. machen’, auch ‘(jdm) g. sein, bekommen, an-, einschlagen’ ua  [Beaum zu Saint George:] Spielen Sie Ihre Rolle g. GWB11,61,24 Clav II  Es geht mit den Aufsätzen zur Zeitschrift [‘Propyläen’] ganz g. und muß besser gehen wenn sie einmal im Gange ist GWBB13,220,2 Schiller 18.7.98  [Vater:] Geht’s? Kommst du zurecht? [Niklas:] Recht g.! GWB12,95,9 Fischerin  [aus Karlsbad] Die Cur schlägt sehr g. an GWBB10,279,8 Schiller 19.7.95  [Meph:] Wenn ihm der Schlüssel nur zum besten frommt! GWBFaust II 6305 GWBB8,80,10 Seidel 9.12.[86] GWB17,189,1 GrCoph III 6 GWB17,60,27 TriumphEmpfindsamk V GWB30,161,23 ItR~GWBT1,306,14 v 19.10.86 uö(häufig) iron  Den thörichten Aesthetiker [FCGriepenkerl] hast du g. bedient GWBB45,257,14 Zelter 28.4.29 je nach Situation u Zielsetzung auch spezieller nuanciert: iSv geschickt, achtsam  [morastiger Weg] französische Soldaten wateten .. neben unseren Wagen her .. und wußten so g. hin und her zu treten, daß ihr Fußwerk nur bis an die Knorren von der schmutzigen Wallfahrt zeugte GWB33,132,11 Camp iSv sorgsam, vor Schaden (od Verlust) bewahrend  [Friederike:] sie [die Flinte] sei so leicht, sagt’ er [der Magister], so bequem, er wolle sie so g. halten GWB18,43,17 Aufgeregten II 5  die Gemählde sehr g. gepackt alle in Rahmen, keins gerollt pp. GWBB4,325,9 Merck 27.10.[80]  Sorge dafür, daß du Abends den Kleinen [den 6jährigen August] g. einpacken kannst GWBB11,44,6 Christiane 7.3.96 GWB20,147,9 Wj I 13 iSv umsichtig, diplomatisch klug  Die Angelegenheit [Grundstücksfragen iZshg mit dem Ilmenauer Bergbau] .. wird sich durch ein g-es Benehmen gar leicht endigen lassen GWBB5,162,3 Eckardt [4.7.81] GWBB4,302,18 JFFritsch 1.10.80 iSv vorteilhaft, gewinnbringend  Abrahams geweihtes Blut; | Seh’ ich sie im Bazar schachern, | Kaufen wohlfeil, kaufen g. GWB6,284 DivNachl Zu genießen 4 GWB46,306,9 Hackert idVbdg ‘(jdm, einer Sache) zum Besten (dienen, gereichen, gedeihen)’ uä: zum Nutzen, Vorteil, Wohl  [Stumpf zu Götz:] Nimm die Hauptmannschaft an .. Es wird zum Besten und Frommen aller sein GWB8,144,5 Götz2 V~GWB131,326 Götz3  [Sirenen:] Lied um Lieder anzustimmen, | Dem unseligen Volk zu Gut GWBFaust II 7498 GWBN7,188,10 PrincPhilZool II   c von Ablauf, Wendung, Ausgang einer Unternehmung, eines Geschehens: günstig, glücklich, gelungen; in Vbdgn wie ‘g. (ab-, aus)gehen, ablaufen, anschlagen, geraten, gelingen’, ‘sich g. treffen, fügen’, ‘g. wegkommen’  [Scapin, nach der Täuschung des Doktors:] Ha! ha! ha! ha! | Nur unverzagt, | .. Das ist vortrefflich g. gegangen! GWB12,146 ScherzLR 584  [Therese:] ist die Heirath eines jungen Mädchens mit einem bejahrten Manne immer mißlich, und doch habe ich sie recht g. ausschlagen sehen GWB23,69,13 Lj VII 6  Die Zillbacher Sache scheint eine g-e Wendung zu nehmen GWBB30,29,17 JFFritsch 26.6.83  [Kriegsereignisse] Wir kommen für dießmal .. g. weg GWBB11,180,2 Voigt 30.8.96 GWB131,284,24 Götz3 IV 2 GWB8,196,12 Egm I GWBB35,107,18 CarlAug 25.9.21 K GWB35,167,23 TuJ 1803   d von Betragen, Verhaltensweise, Sitte: gehörig, schicklich, fein, artig  Er [der 15jährige August] hat sich gar g. betragen und die ganze Reise erheitert GWBB19,46,17 Christiane 28.8.05  Leider hatte man uns die g-en Sitten, ein anständiges Betragen, nicht um ihrer selbst, sondern um der Leute willen anempfohlen GWB26,72,14 DuW 2  [Apotheker:] ein Freund vom Hause .. | Diesen sandte man .. als Freiersmann zu den Eltern | .. Jetzt ist aber das alles, mit andern g-en Gebräuchen, | Aus der Mode gekommen, und jeder freit für sich selber GWBHermDor VI 271  Trompeten und Pauken erklangen, | Und den Hoftanz führte man auf mit g-en Manieren GWBReinF VII 7  Was sie [die ‘sogenannten Weltleute’] g-en Ton heisen? GWBB4,160,17 [] ChStein 3.1.80 GWBB24,224,5 Zelter 22.4.14 GWB8,236,1 Egm III   4 in Charakterisierung von Menschen, ihren Fähigkeiten, Leistungen: (zu etw) befähigt, tüchtig, geschickt, geübt; auch mit metonym Bezug u im Bild  [Doktor:] So habt ihr also g-e Leute? | [Marktschreier:] Ihre Talente, die seht ihr heute GWB16,11 JahrmPlund2 63  Er [Diener FSchreiber] hat g-e Anlagen zum Schreiben und Rechnen GWBB27,314,10 Erffa 8.1.17 K  einer der g-e Augen und eine tüchtige Stimme hat GWB251,120,17 Wj III 5  daß er [Wilh] früher von einem g-en und gründlichen deutschen Fechtmeister unterrichtet worden war GWB21,143,23 Lj II 4  anmuthige Darstellung, von g-er Hand geschnitten Trunz/Loos 181 Sammlg antiker geschnSteine 1807 [Meyer/G] GWB38,448 HanswurstsHochz Plp Vs 2 GWBN4,21,6 FlH VI GWBFaust I 2836=GWBUrfaust 690 ‘g. auf den Beinen sein’ GWB26,275,19 DuW 5 ‘in g-en Händen’ GWBB25,325,24 Münchow 13.5.15 ‘in den besten Jahren, Zeiten’ uä: auf der Höhe des Lebens, der Leistungskraft  ein vorzüglicher Mann .. in seinen besten Jahren, etwa ein Vierziger GWB421,55,9 Üb:Pückler,BrVerstorb GWB35,19,20 TuJ 1791 gelegentl vom Tier (Pferd, Hund ua)  beschloß ich .. mich umzuziehen, ein g-es frisches Pferd zu nehmen GWB27,359,16 DuW 10  [für: buono] GWB43,349,4 Cell II 12   5 in Kennzeichnung speziell geistiger Qualitäten   a verständig, klug, instruktiv, weiterführend, überzeugend (hinsichtl Erreichen eines Ziels, Beförderung einer Sache); bes von Gedanke, Einsicht, Meinung, Lehre u von Plan, Vorsatz, Zweck  [aus Dornb] einige neue g-e [botan] Gedanken bey meinen Wanderungen GWBB44,288,7 Kanzl Müller [26.8.28]  Hatt ich g-e Blicke in Geschäfften GWBT1,117,11 v 13.5.80  [betr CFGWestfeld, Die Erzeugung der Farben, 1767] Des Verfassers Vortrag ist zwar nicht luminos .. doch ist seine Überzeugung g-er Art GWBN4,213,20 FlH VI  Sie [Musarion] ist’s die ihm [Phanias] die besten Lehren gibt GWB16,266 Maskenz 1818 Festz 269  [Paläophron:] G. ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer GWB131,15 PaläophronNeoterpe 258 GWBB22,268,21 Reinhard 13.2.12 GWBHermDor VI 280 verbunden mit ‘Grund, Ursache’ iSv triftig, begründet  [Lerse:] warten wir auf den Succurs [Sickingens] .. [Götz:] Daher ist nichts zu erwarten .. Es hat seine g-en Ursachen GWB131,296,3 Götz3 IV 12 GWB16,238,15 Maskenz 1818 Progr   b adäquat, (zu)treffend, genau; von Wort, Begriff, Darstellung, von Wahrnehmen, Wissen, Kennen, Verstehen ua; auch zum bloßen Gradausdruck (F2) abschwächend; oft komp  [der Gesandte üb einen Aufsatz Werthers:] sehen sie ihn durch, man findt immer ein besser [besseres Werth2] Wort, eine reinere Partikel AA73,10 Werth1 II  [betr Wilhelms Theaterdebüt] fast keiner, der sich es nicht besser vorstellte, als wir es erzählen könnten GWB52,5,7 ThS IV 1  [betr geplante Schweizreise] wenig aber g. zu sehen ist was ich dir vorzüglich rathe GWBB7,366,1 Knebel 4.6.80  Dein sibyllinisches Blatt über Macbeth glaube nach meiner Weise recht g. auszulegen GWBB40,217,13 Zelter 30.12.25  Höhere Absichten und ihre Folgen drückt wohl die Poesie am besten aus GWBB36,246,13 CarlAug 26.12.22 GWB48,101,28 Polygnot GWBB29,380 CarlAug [27.6.18] K Var GWBB2,288,7f Lavater [8.9.75 Korr B3,327] iron u pejor, ‘es/etw besser wissen (wollen)’  Ich habe nichts von euch gelernt, | Ihr wußtet’s immer besser GWB3,320 ZXen V 1260  Besser wissen, oder bessermachen, großer Unterschied GWB28,374 DuW 15 Schema idWdg ‘nicht viel besser machen’ abgeblaßt iSv anders GWBB43,284,25 Zelter 20.2.28   6 vom ästhet Eindruck: angemessen, (in sich) stimmig, harmonisch  [mit zwei Tapetenproben] Die Farben gehen g. zusammen, nur fürchte ich Gold und goldne Rahmen stehen nicht g. auf beyde GWBB10,161,1f Meyer 15.5.94  [übersandte Bildskizze] Das ungeduldige Hündchen componirt .. mit dem Engel ganz g. GWBB41,249,14 Oppenheim 9.12.26  [betr 4.Band der geplanten Werkausgabe] Er [‘Faust’] und die übrigen Holzschnittartigen Späße machen ein g-es Ganze GWBB19,65,28 Cotta 30.9.05  Herr Cerf [der Komponist JALecerf] .. wird als musikalischer Dichter diese Skizze [veränderter Schluß von ‘Jery u Bätely’] seinen Zwecken am besten anzupassen verstehen GWBB39,89,3 Carus 22.1.25 GWB52,400 Notiz   7 in urteilenden u (prägnant) abschließenden, zusammenfassenden Äußerungen   a eine Tatsache, einen Sachverhalt, eine Äußerung positiv bewertend, akzeptierend od einräumend: recht, richtig, in Ordnung; oft bei mitschwingendem u auch mit explizitem Vorbehalt, einmal im beschwichtigenden Gestus; paarig verbunden mit ‘schön’, ‘recht’  hat mich nach so langer Pause euer Brief wohl ergötzt, und ist g. dass alles so ist GWBB2,63,14 Kestner [11.2.73]  werden ihm [dem fiktiven poln Juden] hundert Sachen, die ihr so gut sein laßt, unerträglich sein GWB37,221,26 FGA PolnJude  [Totschläge in Rom] Der Mörder erreicht [auf der Flucht] eine Kirche, und so ist’s g. GWB30,227,4 ItR~GWBB8,67,21 ChStein 24.11.86  [Carlos:] Was das arme Mädchen für dich gethan hat, hast du ihr lange gelohnt .. [Clav:] Das ist all g.; im Ganzen magst du Recht haben .. nur .. GWB11,105,1 Clav IV  [kupplerische Alte zu den sich abwendenden Bürgermädchen:] Nur nicht so stolz! Es ist schon g.! GWBFaust I 874 GWBFaust I 3459~GWBUrfaust 1151 GWBB27,65,21 Boisserée 24.6.16 in (zT abschwächenden) Wdgn: ‘jdm etw g. halten’ (vgl I1 ‘zu G-e halten’)  wenn ich .. behaupten wollte: was ein vorzügliches Individuum [wie Ovid] hervorbringe, sei doch auch Natur .. so wurde mir dieß [von Herder] nun gar nicht g. gehalten GWB27,320,19 DuW 10 ‘etw/es g. sein lassen’, meist imperativisch: etw hingehen od auf sich beruhen lassen; entsprechend ‘es mag g. sein’  [Benedikt Meister zur Großmutter:] Sie macht sich zu viel zu schaffen .. Sei nur stille, sagte die Alte .. laß es nur g. sein, sie [die Kinder] werden eine rechte Freude haben [an den Puppen] GWB51,5,6 ThS I 1  Er .. schlug ganz unbarmherzig auf die Magd los .. ich .. sagte zu Felix: Laß es g. sein [lascia stare] GWB43,248,8 Cell II 5 GWBB48,208,1 Zelter 1.6.31 GWB17,137,5 GrCoph I 5 ‘es müßte nicht g. sein’ iSv nicht mit rechten Dingen zugehen GWBB13,9,12 Schiller 6.1.98 oft als satzhafte Äußerung, bes im dramat Dialog: als Ausdruck von Anerkennung, Akzeptanz, auch von Kenntnisnahme (u Folgeleisten); idVbdgn ‘nun g.’, ‘g. denn’ gelegentl einräumend, ‘schon g.’ meist mit dem Moment von Vorbehalt, Abwehr  [Carlos zu Clav:] Hier liegen zwei Vorschläge auf gleichen Schalen .. G.! Aber entschließe dich! GWB11,102,26 Clav IV  [Franz:] Die Pferde sind gesattelt. [Adelh:] G. GWB39,169,2 Götz1 V  [Crugant:] Und du, klettre auf einen Kastanienbaum. Wenn jemand kommt, so mach’ deine Nachtigall. [Basko:] G., g.! GWB38,139,18 Claud1  [Egm, auf Ermahnungen Olivas:] Nun g.! wir haben Schellenkappen, Narrenkutten auf unsrer Diener Ärmel sticken lassen .. was ist’s nun weiter? Ist ein Fastnachtsspiel gleich Hochverrath? GWB8,219,14 Egm II  [der Herr:] Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange | Ist sich des rechten Weges [] wohl bewußt. [Meph:] Schon g.! nur dauert es nicht lange GWBFaust I 330 GWB2,88 Lilis Park 47 ausdrückl Zustimmung kundgebend: ja, einverstanden, zugegeben  [Weisl:] Lasst mich reden — [Gottfr:] Wenn ich ausgeredt habe, und ihr habt was zu antworten. G. GWB39,30,8 Götz1 I  [Verwalter:] Ist’s nicht die Wahrheit? [Fernando:] G.! DjG35,92, 30 Stella1 III   b terminativ: genug, ausreichend  [Blinzkopf, ein Fernrohr tragend, zu einem Soldaten:] Tritt vor, du sollst mein Stativ seyn .. Ja, ich übersehe den ganzen Raum .. G. nun. (Er entläßt den Soldaten.) GWB132,317,14 Götz3 III 11 Plp uö(vereinzelt)   c in der Paarformel ‘kurz und g.’ s kurz   B als Qualitäts- u Wertbegriff: vortrefflich, schätzenswert, bestimmten (hohen) Ansprüchen genügend; teilw mit anklingender Bed A; mehrf iUz ‘gering, schlecht’   1 von Beschaffenheit, Zustand, Wert eines Dinges, einer Sache, auch mBez auf ein Tun; gelegentl im Bild   a qualitätvoll, hochwertig; bes von gewerbl Erzeugnissen, Arbeiten; öfter ‘g-es Papier’, ‘g-er (Ab-)Druck, (Ab-)Guß’, ‘g-es Exemplar’  Die Wolle, sie ist g. und fein, | Jedoch die Arbeit nicht zu loben GWB51,193 Vs 1  Brauchte .. ein Paar recht g-e Manschetten — Mittel sorte hab genug GWBB3,50,15 Fahlmer [Jul 76 Korr BeutlerEssays5 328]  ein g-es Wiener Fortepiano GWBT8,287,23 v 6.8.22  [Schloß Hohenheim] Die Parketts sind sämmtlich von Eichenholz, unabwechselnd .. aber sehr g. gearbeitet GWBT2,117,18 v 1.9.97 GWBB1,11,1 Cornelia 13.10.[65] GWBB32,90,9 Weigel 3.11.19 K GWBB17,5,7 Eichstädt 7.1.04 von Grund, Fundament, Bauwerk  Welch ein Palast am End’ der Stadt | .. Auf g-es Fundament gebaut GWB16,47 NeuestePlund 73  [wildes Soldatentreiben] zog ich in ein g-es [buona] Haus hinter den Bänken GWB43,98,16 Cell I 7 GWBB27,141,6 Zelter 9.8.16 von Boden, Landbau, Naturprodukten  Sehr g-er tragbarer Boden GWBN10,131,8 UmgebgWeim  [Gegend von Teplitz] g-er Feldbau, beynah bis auf die Höhe des Gebirgs GWBTgb 15.5.13  Selz .. Trauben mit iedem Schritt und Tage besser GWBB4,65,17 ChStein 25.9.79 GWBB39,108,5 WChGünther 5.2.25 K in weiteren Bezügen von Gegebenheiten, Zuständen, von Welt, Schöpfung, Leben; in Altersgedichten auch prägnant; die Vbdg ‘beste Welt’ in Anspielung auf Leibniz’ Postulat von der besten aller möglichen Welten  wir glaubten bemerkt zu haben, daß von alten Leuten eigentlich an der Welt nichts geschätzt werde, was liebenswürdig und g. an ihr ist GWB28,68,27 DuW 11  Genießet ja [auf Reise nach Italien] .. das G-e und Herrliche was die Welt Euch anbietet GWBB47,54,20 August [10.]5.30 K  Es ist g. | .. Da lagen nun .. | Gottes zwei lieblichste Gedanken [Adam u Eva]. — G.!!! rief er sich zum Meisterlohn [vgl 1.Mos 1,31 ] GWB6,236 DivParab Titel u Vs 7  .. Wie es auch sei das Leben, es ist g. GWB4,107 Der Bräutigam 16 GWB4, 179 Dieses ist das Bild der Welt 2u10 im Sprichwort  g. Ding will Weile haben GWB24,42,15 Wj I 3   b von Speisen, Getränken (namentl Wein): nahrhaft, fein, edel; auch Wohlgeschmack einbegreifend (s C1a); bisweilen mit metonym Bezugswort (‘g-es Glas’, ‘g-e Tafel’ uä)  [Madame Sommer:] Darf ich Sie nur um ein wenig Suppe bitten? .. [Lucie:] Nur recht g-e Brühe! [Postmeisterin:] So g. sie da ist GWB11,128,21f Stella I  [Erster Knecht zu Franz:] Sein [Weislingens] edler Wirth ist ein großer Freund vom Poculiren .. junger Fant, könntet ihr uns nicht was g-es ächtes bey Seite bringen? GWB132,264,13 Götz3 I 1 Plp  [Frosch zu Meph:] Schafft ihr ein g-es Glas, so wollen wir euch loben GWBFaust I 2252=Fragm 731  wollte er [der alte Werner am Feierabend] g. essen, und wo möglich noch besser trinken, auch konnte er das G-e nicht allein genießen GWB21,57,17f Lj I 11 GWBB35,57,2 August 21.8.21 GWBB16,258,4 Christiane 13.7.03   c von Besitztum, Position: ansehnlich, einträglich, von ökonom Verhältnissen: prosperierend; auch ‘g. stehen um’, ‘sich g. stehen’  verschiedene g-e [assai buone] Besitzungen an der Brücke Rifredi [Florenz] GWB43,16,3 Cell I 3  zu keinem guten Dienste kann ich Ihnen nicht Hoffnung machen GWBB4,25,2 Krafft 26.3.79  [der Abgemagerte:] Wie noch die Frau den Herd versah, | .. Da stand es g. um unser Haus: | Nur viel herein, und nichts hinaus! GWBFaust II 5650 GWBB6,48,12 Merck 28.8.82 bei Zeitbegriffen, ‘g-es (Wein-)Jahr’ ua  [Therese üb den Gutsbetrieb:] wir hatten einige sehr g-e Jahre, alles gelang nach Wunsch GWB23,50,17 Lj VII 6  üble Wirthin, die in g-en Zeiten nicht zurücklege GWB51,210,2 ThS III 4 GWB341,34,27 Rochusf   d speziell im Geschäfts-, auch Rechtsverkehr: vollwertig, vollgültig, solide, sicher  α vom Münzwert; ‘g-es Geld’, ‘g-e Sorte, Münze’ uä, ‘g-er Gulden, Taler, Groschen’ (iUz geringwertigen Münzen u bes zu Papiergeld); idVbdg ‘für g-es Geld’ zum Quantitätsbegriff (F1) übergehend  [Kaiser:] Und meinen Leuten gilt’s [Papiergeld] für g-es Gold? GWBFaust II 6083  G-e Geldsorten halten wie ein Damm die schlechtern ab und von den Geringen, so bald sie in Kurs kommen, werden die G-en nur allzubald verschlungen GWB47,395 PropylEinl Plp  G’nug, er das Buch für g-es Geld | Für seine Freunde weiß bestellt GWB4,201 Ein teures Büchlein 15 GWBB21,321,5 CarlAug 10.6.10  [Zit s v Bankzettel] A2,377,15 Münzgutachten Schema [8./23.11.93] GWBB35,111,8 Grüner 25.9.21  β legitimiert, sicher (u daher rechtswirksam); auch ‘g-er Kredit’  [Reise durch ital Kriegsgebiet] mit g-en Pässen und Empfehlungsschreiben versehen GWBB11,227,19 Meyer 12.10.96  Insatz [Pfandbrief] .. da er sicher und g. ist GWBB29,51,17 JFHSchlosser 13.2.18 K GWBB5,203,24 Carl Aug 12.10.81  γ ‘(jdm) für etw g. sein, werden’: für etw finanziell geradestehen, bürgen  [im Namen der Witwe Aumann] bin ich ihm [dem Sohn] bei Herrn Barrozzi vor 4000 fl. g. geworden DjG34,311,25 RAnw [28.10.74] GWBB19,217,19 Knebel 24.10.06   e heil, intakt, ordentlich  α wohlbehalten, -erhalten, unversehrt; öfter ‘g. erhalten’  eine Schachtel mit Trauben möge sie g. bey dir ankommen GWBB5,207,17 ChStein [29.10.81]  [pompejan Ausgrabungen] öffentliche und Privatgebäude in g-em Zustande GWB491,168,22 Üb:Zahn,Pompeji GWBB49,270,17 Sternbg 15.3.32  β frisch, unverdorben, nicht gealtert; von Vegetabilischem  Was am 25ten Juli noch g. war, ist am 9ten August alles verwelkt und verfault GWBN7,319,16 Versuche übWachstum dPfl uö(ebd) ‘sich g. erhalten/gehalten haben’, von älteren Menschen  Er [Kaiser Napoleon] fragt: wie alt seid ihr? Sechzig Jahr. Ihr habt euch g. erhalten GWB36,272,1 BiogrEinzh GWBB5,68,16 ChStein 7.3.[81]  γ ‘g., besser werden’: heilen, gesunden  [Bätely:] Deine Hand ist aufgeschlagen .. [Jery:] Laß, es wird von selbsten g. GWB12,332 JeryBätely 61 Var GWB39,165,16 Götz1 V uö(vereinzelt)  δ idVbdg ‘(seine Sachen) g. halten’: in ordentl, gepflegtem Zustand GWB20,37,3 Wv I 3 uö(vereinzelt)   f ‘das Beste’: der ausgesetzte erste Preis (beim Wettschießen)  [Elisab:] wie der Schneider von Hailbronn der ein guter Schütz war, zu Cölln das Best gewann GWB39,20,2 Götz1 I  ~hatte .. das Beste gewonnen GWB8,21 Götz2 [Vita: “war .. 100. fl. das Beste [] gewest, das gewann er”]   2 von Personen (u personhaft Gesehenem), von ihrem Status, ihren Eigenschaften, Verhaltensweisen   a sozial gehoben, vornehm, angesehen, wohlhabend, auch: kultiviert, gesittet; ‘von g-em Stande, Hause’, ‘g-e Gesellschaft’ ua  [Postmeisterin üb Lucie:] Sie scheint von g-em Stande, aber ohne Vermögen GWB11,141,6 Stella I  [Olimpia üb Erw:] Er ist von g-em Hause, ihm würd’ es an Versorgung nicht gefehlt haben GWB38,78,22 ErwElm1  Mädchen von g-er Geburt [bien nées] GWB24,84,14 Wj I 5 PilgTörin GWB251,207,12u14 Wj III 10 distanzierend, ironisierend; auch ‘sich zu g. dünken, halten’  G-e Gesellschaft hab’ ich gesehn, man nennt sie die g-e, | Wenn sie zum kleinsten Gedicht keine Gelegenheit gibt GWB1,325 Vs 347 VenEpigr 75  es beliebte uns .. die Orte, wo er [Lessing] hinkam, zu vermeiden, wahrscheinlich weil wir uns zu g. dünkten, von ferne zu stehen GWB27,182,11 DuW 8 GWB20,283,8 Wv II 7   b die (künstlerisch-)geistige, psychische Qualität hervorhebend: intelligent, geistreich, talentiert, kunstfertig; öfter ‘g-er Kopf’, ‘g-e Gesellschaft’  wenn das Genie, der g-e Kopf sich bestrebt das Alterthum wieder zu beleben GWB411,135,12 KlassRomantItal  [Jean Paul Richter] ein sehr g-er und vorzüglicher Mensch, dem eine frühere Ausbildung wäre zu gönnen gewesen GWBB11,103,24 Meyer 20.6.96  wollen wir .. nicht verfehlen, uns auch diesen Winter durch so sinnig, geistreich und geistig als möglich in g-er Gesellschaft zu unterhalten GWBB45,53,18 FFHKüstner 15.11.28  Indem wir .. g-e Künstler bilden wollen, setzen wir in unsern Schülern ein mäßiges Naturell voraus GWBB18,67,5 Schiller [8./19.10.94] K iSv tief (veranlagt), zart, sensibel  G-e Gemüther sehen so gerne den Finger Gottes in der Natur GWB22,337,14 Lj VI SchöneSeele  sein [Meyers Kunst-]Urtheil spricht unmittelbar zu unserm Bessern Selbst GWBB10,327,15 Meyer 16.11.95  Ich .. freute mich sehr über die g-e Art wie sie [Angelica Kauffmann] das Gedicht [‘Iphigenie’] empfand GWBB8,204,9 ChStein 19.2.87 uö(vereinzelt)   c anerkannt, achtbar, ehrenhaft; ‘g-er Name, Ruf’, vereinzelt ‘g-er Geruch’  [Rektor Albrecht] hatte als Schulmann einen sehr g-en Ruf GWB26,198,25 DuW 4  Schwer erhalten wir uns den g-en Namen [<Ja vom g-en Rufe geht etwas verlohren Var], denn Fama | Steht mit Amorn, ich weiß, meinem Gebieter, in Streit GWB1,258 Vs 389 RömEleg XIX GWB422,59,8 Vorschlag [Zit s v Geruch 3] iSv zuverlässig, ‘von g-em Munde’ GWB412,385,24 Haydn,Schöpfg [Zelter/G]   d allg positiv charakterisierend: löblich, trefflich, wert, brav, wacker  Auf heut Abend ists bestellt .. laden Sie einige g-e Geister ein GWBB5,19,13 ChStein [21.12.80]  [üb eine porträtierte Person] eine g-e wackre Art von Menschen, der wohl in dem armseeligen Elemente unsrer kleinen Staaten schlecht fortkommen mögte GWBB7,36,20 Knebel 2.4.85  daß man ein g-er tüchtiger Kerl seyn kann, ohne gerade ein Philister und ein Matz zu seyn GWBB11,163,3 Schiller 17.8.96  Historisch betrachtet, erscheint unser G-es in mäßigem Lichte und unsere Mängel entschuldigen sich GWB422,216,19 MuR(842) GWB33,17,5 Camp GWB30,85,20 ItR~GWBT1, 224,1 v 22.9.86 in Vbdgn wie ‘g-er Mann’, ‘g-e(r) Alte(r)’ typisierend od ins Floskelhafte übergehend  Ein gutes Kunstwerk sieht sich so leicht an und mancher g-e junge Mann wird dadurch verführt zu glauben daß es auch leicht zu verfertigen sey GWBB15,26,8 Vanderstraß 11.2.00 K GWB251,193,24 Wj III 10 GWBB38,201,6 Rochlitz [21.7.24?] K idWdg ‘kein g-es Haar an jdm’ DjG31,382 Mitsch2 421=GWBMitsch1 89=GWB9,69 Mitsch3 433 ‘zu g. für etw’ iSv zu schade  [für: trop bon] GWB45,45,10 RamNeffe uö(vereinzelt)   e in emotional bestimmten Gebrauchsweisen  α Sympathie, Neigung, Teilnahme ausdrückend: lieb, liebenswert, verehrungswürdig; auch neben ‘lieb, hold, liebenswürdig, arm’  die g-en Kleinen [Odoards Kinder] wurden mit einigen Liebkosungen zu Bette geschickt GWB251,205,21 Wj III 10  [Götz bei den aufrührerischen Bauern; Elisab:] Der g-e Georg! Er wollte nicht von seinem Herrn weichen GWB8,149,3 Götz2 V~GWB39,158 Götz1  [Apotheker:] Jeder spaziert nun hinaus, zu schauen der g-en Vertriebnen | Elend GWBHermDor I 74  [Marchese bei Mignons Bestattung:] Welche schmerzliche Freude, dich .. diesen g-en lieben Körper .. hier wieder zu finden GWB23,258,3 Lj VIII 8  die aus den schönen g-en Augen [Susannes] ausquellenden Thränen GWB251,254,13 Wj III 13 GWB53,114 TheatrAbenteuer 236 als (stehendes) Beiwort zu ‘Mann, Frau, Vater, Mutter, Alte, Kind’ u in der Fügung ‘unser g-er Fürst’, in typisierender, auch floskelhafter Anwendung  [Wilh:] mich, den die Natur zum Liebling dieses g-en alten Mannes [des Großvaters] gemacht hatte GWB23,165,26 Lj VIII 3  [Merkur zum Publikum:] vernehmt, | Was mit den g-en Alten [Philemon u Baucis] sich begeben GWB131,96 Was wir bringen Halle [1814] Vs 36 [G/Riemer]  Und es sagte darauf der g-e Vater mit Nachdruck GWBHermDor I 44 GWBB49,413,3 Marianne 13.1.32 K GWBB15,67,1 Christiane 5.5.00 GWBB21,334,23 Kirms 27.6.10 auch in (oft floskelhafter) Anrede; mehrf ‘g-er/ bester Herr’, ‘g-er/bester Freund’ ua u iVbdg mit Namen  [an Karoline vStaupitz] O Schöne mit dem weißen Stabe, | Du kleiner, g-er, holder Schatz GWB4,226 Vs 2  G. Gustgen ich hab ihnen beschrieben wie’s um mich herum aussieht GWBB2,276,4 Gfin Stolbg 3.8.[75]  Hiebei, mein g-er Färber, erhalten Sie .. GWBB51,466 JMFärber 23.1.20  [Merkulo zum Prinzen:] Bester Herr, Sie machen mir bange GWB17,67,22 TriumphEmpfindsamk VI GWB11,80,21 Clav II in erweitertem Bezug auf Gemeinwesen (Ort, Land)  Der 14. October 1806 hatte die g-e Stadt [Weim] schwer betroffen GWB132,213,6 Vorspr EröffnWeimTheat 1807 Bem  wünschte ich .. das g-e alte Böhmen wieder zu sehn GWBB26,251,14 Woltmann 8.2.16 von Pflanze, Tier u sonst personhaft Vorgestelltem  Das g-e Veilchen schätz’ ich sehr: | Es ist so gar bescheiden GWB1,174 Blümlein Wunderschön 64  Daß die g-e Pandora [G-s Festspiel] etwas zaudern würde, wenn sie wieder [von Teplitz] nach Hause käme GWBB22,47,18 Zelter 28.2.11 GWB18,250,11 Märchen  β iron od abschätzig gefärbt, zum Ausdruck von Begrenztheit, Einfalt, Unbedarftheit uä; auch in Anrede u Ausruf  [Alexis:] Sag’, wie kommst du zu dem Besen | Und, was schlimmer ist, zum Reim? [Dora:] Bin in Halberstadt gewesen, | Bei dem g-en Vater Gleim GWB51,163 AlexisDora InvektNachl Vs 4  Die g-en Modernen wissen .. nicht mehr, wornach sie greifen, noch welchem Heiligen sie sich widmen sollen GWBTgb 13.1.30  [Meph zu Gretchen:] Wie steht es denn mit Ihrem Herzen? [Gretchen:] Was meint der Herr damit? [Meph für sich:] Du g-s, unschuldigs Kind! GWBFaust I 3007=GWBUrfaust 861  wunderliche Leute die Theologen .. Die christliche Religion in ein Glaubensbekenntniß bringen, o ihr g-en Leute! GWB37,166,1 BriefPastors GWB3,354 ZXen VI 1650   3 von geistigen u künstlerischen Äußerungen, Bestrebungen, Hervorbringungen, Werten   a auf hohem od ansprechendem Niveau [] (befindlich), gediegen, beachtlich, anerkennenswert; auch bei Zeitbegriffen  Den Aufsatz über die Gallische Schädellehre [von Görres] finde vorzüglich g. GWBB17,217,16 Eichstädt 21.11.04  Was einmal g. gedacht und gesagt ist, soll man beruhen lassen und nichts daran mäkeln und ändern GWBB48,49,10 Knebel 22.12.30  [Therese:] Lothario .. fragte nach allen Verhältnissen der Güter und der Gegend .. ich bestand in meinem Examen sehr g. GWB23,58,23 Lj VII 6  [im Vallée de Joux im Schweizer Jura] Die Leute sind g. gebildet und gesittet GWBB4,104,21 ChStein 28.10.79  In der besten und thätigsten Zeit unserer Bühne GWBB43,247,12 Semler 17.1.28  [für: le bon] GWB45,194,26 RamNeffeAnm GWBB19,308,7 JMüller 17.4.07 stärker inhaltsbezogen: gewichtig, gehaltvoll, bedeutend  Schiller ist sehr fleißig und Sie werden g-e Sachen von ihm in den Horen finden GWBB11,24,6 Meyer 8.2.96  [Ansicht Hofrat Büttners] ein g-es Buch könne man nicht oft genug haben GWB35,131,1 TuJ 1802  [Epos üb Herder:] Den Verleiher vieles G-en GWB16,276 Maskenz 1818 Festz 436 GWBB7,94,26u28 ChStein 11.9.85 mBez auf Sprache (Sprachkenntnis, -fertigkeit): iSv kultiviert, fehlerfrei, flüssig  [Schrift üb Italien aus dem 16.Jh] ein Dialog in g-em Latein GWBB11,8,9 Meyer 22./25.1.96  Sprachen, deren mehrere er [Narziß] sehr g. sprach GWB22,272,18 Lj VI SchöneSeele GWB26,197,1 DuW 4   b den Wertcharakter betonend: geistig-ideell wertvoll, beständig-solide, edel; mehrf ‘(jds) g-e Sache’; meist ‘das G-e’, wiederholt kombiniert mit ‘das Rechte, Wahre, Edle, Schöne’ ua  [Wilh als Direktor beim jugendl Theaterspiel] Sein Eifer, seine Unverdrossenheit, seine Liebe zur g-en Sache .. erleichterten ihm alle Mühe GWB51,36,23 ThS I 10  [kunstsinnige Bürger Leipzigs] mehrere, im G-en und Rechten gleichgesinnte, schon gebildete Männer GWB27,162,6 DuW 8  Das Buch [Merciers antiklassizist Schrift ‘Du theatre’] mag immer für Deutschland brauchbar sein, das in den Taschen seiner französischen Pumphosen viel Wahres, G-es und Edles mit sich herumträgt GWB37,313,7 Aus G-s Brieftasche  Der Dichter wird als Mensch und Bürger sein Vaterland lieben, aber das Vaterland seiner poetischen Kräfte und seines poetischen Wirkens ist das G-e, Edle und Schöne, das an keine besondere Provinz und an kein besonderes Land gebunden ist Gespr Eckerm Anf März 32  Unterschieden ist nicht das Schöne vom G-en, das Schöne | Ist nur das G-e, das sich lieblich verschleiert uns zeigt GWB52,361 Vs 1f GWB7,6,4 DivNot Einl GWB422,196,1 MuR(690) GWB23,125,14 Lj VII 9 in lakonisch-prägnanten Schlußwendungen der Altersbriefe  Laß uns soviel als möglich an der Gesinnung halten in der wir herankamen .. Und so allem G-en und ächten empfolen! GWBB39,216,26 Zelter [6.6.25]  Treue Segnungen zu allem G-en und Schönen! GWBB49,141,27 Zelter 15.11.31 iron anknüpfend an den Topos vom summum bonum  “Wir streben nach dem Absoluten | Als nach dem allerhöchsten G-en” GWB3,152 Dem Absolutisten 2   c ästhetischen Forderungen (voll) genügend, künstlerisch gelungen, anspruchsvoll, bedeutend (wirkend); oft konkreter bezogen auf Idee, Gehalt, Ausführung; bisweilen in abstufender Charakteristik, einmal in redensartl Wdg  besaß er [Baron vHäckel] g-e Gemählde, Kupferstiche, Antiken GWB26,114,16 DuW 2  Ein sehr g., mit mahlerischer Meisterhand radirtes, g. componirtes und beleuchtetes Bild GWB47,361,10 Üb:Frz satirKupferst  In der Dichtkunst hatte er [Behrisch] .. ein gewisses allgemeines Urtheil über das G-e und Schlechte, das Mittelmäßige und Zulässige GWB27,132,28 DuW 7  [iZshg mit ‘Iphigenie’-Bearb] Wenn es eine Freude ist das G-e zu genießen, so ist es eine größere das Bessere zu empfinden, und in der Kunst ist das Beste g. genug GWB31,25,17—19 ItR GWB342,21,16 KuARheinMain Plp GWBB7,143,15 Kayser 22.12.85 uö(häufig) in allg Betrachtung bezügl künstlerischer Qualitätskennzeichen  In einem jeden g-en Gedichte muß die ganze Poesie stecken GWBB27,158,4 WHumboldt 1.9.16 K  Aus einem Kunstwerk, das wahrhaft g. ist, läßt sich viel heraussehen, und was es anregt ist immer unendlich GWBB28,111,3 Rochlitz 1.6.17  bei einer vollkommenen g-en Composition, sie sei plastisch, mahlerisch oder architektonisch, muß die Mitte leer sein oder unbedeutend GWB492,20,11 Relief Phigalia GWBB29,134,18 CarlAug [10.4.18] K ‘das G-e’, bes verbunden mit ‘das Edle, Schöne, Hohe, Große, Vollkommene’ ua, teilweise gesteigert iSv das Gültige, Vollkommene, Hohe, Ideale (auch iS der klass Kunstdoktrin)  [aus Rom] das genialischte .. ist der Apoll von Belvedere .. Des übrigen vielen G-en und Herrlichen nicht zu gedencken GWBB8,45,9 Weim Freunde 7.11.86  nach dem tollen Wagestück mit den Xenien müssen wir uns bloß großer und würdiger Kunstwerke befleißigen und unsere proteische Natur .. in die Gestalten des Edlen und G-en umwandeln GWBB11,263,24 Schiller 15.11.96  alles wahrhaft schöne und g-e der ächten Poesie wird durch den überhandnehmenden Dilettantism profaniert .. und entwürdigt GWB47,312,30 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller]  [mBez auf das der antiken Tragödiendarstellung folgende Satyrspiel] Hier ist nun keineswegs der parodistische Sinn, welcher das Hohe, Große, Edle, G-e, Zarte herunterzieht und ins Gemeine verschleppt .. vielmehr wird hier das Rohe, Brutale, Niedrige .. durch die Gewalt der Kunst [dergestalt emporgehoben], daß wir dasselbe gleichfalls als an dem Erhabenen theilnehmend empfinden .. müssen GWB422,468,21 Zu:Eurip,Kyklops GWBB41,145,4 Zelter 6.9.26 GWBB38,178,18 Schultz 3.7.24 idVbdg ‘g-er Geschmack’ iSv an best ästhet Wert- u Urteilsmaßstäben orientiert; auch iUz ‘schlecht, verdorben’  es [das Theater] .. participirt, willig oder unwillig, an dem g-en oder verdorbenen Geschmack der Menge GWBB43,246,5 Semler 17.1.28 GWB18,15,6 Aufgeregten I 4   d unverfälscht, echt, rein; mehrf ‘g-e Wahrheit’  [Folge spitzfindiger Koranauslegungen] so daß der .. verständige Mann eifrig bemüht sein mußte, um nur wieder auf den Grund des reinen, g-en Textes zurück zu gelangen GWB7,63,19 Div Not  [Zigeunerin zu Adelh:] Gieb mir deine Hand .. dass ich dir sage die Wahrheit die g-e Wahrheit GWB39,143,27 Götz1 V uö(bes in Götz) in Vbdgn wie ‘(auf) g. berlinisch, bergmännisch’  [in Zelters Brief] wo ich dich .. in der Oper, sodann bey einer großen Gasterey recht auf g. berlinisch im Schwelgen finde GWBB39,103,1 Zelter 4.2.25  faßt ein tüchtig Schinkenbein, | Haut da g. taglöhnermäßig drein GWB2,190 Sendschreiben 22 GWB28,55,23f DuW 11 GWBB6,297,26 ChStein 12.6.84   4 relig; idVbdgn ‘bessere Welt’, ‘besseres Reich’ iSv göttlich, himmlisch, jenseitig, auch ‘das Bessere’  [Frau Iris:] bin ich hier in’s All gestellt | Als Zeugniß einer bessern Welt GWB3,191 Palinodien 3 Vs 18  [für: miglior regnio] GWB43,374,17 Cell II 13 GWB22,325,3 Lj VI SchöneSeele uö(vereinzelt)   C eine subjektive Empfindung, einen Eindruck, eine positiv empfundene Gegebenheit charakterisierend: [] angenehm, wohltuend, erfreulich   1 von sinnl Wahrnehmungen; oft ohne scharfe Trennung vom Qualitätsbegriff (B); mehrf im Bild   a bezogen auf Speisen u Getränke: schmackhaft, lecker; öfter iVbdg mit ‘schmecken’ (auch vom Kuß)  Sie [die Großmutter] wußte uns .. mit allerlei g-en Bissen zu erquicken GWB26,18,25 DuW 1  [die Pomeranzen] sind schon jetzt recht g., im März werden sie noch besser sein GWB30,236,16f ItR~GWBB8,92,6 Herder uFr 13./16.12.86  mit Ihrer g-en Chokolade, ein erwünschtes Frühstück GWBB16,211,6 Eybenbg 4.4.03  Es wäre schön was G-s zu kauen, | Müßte man es nur nicht auch verdauen GWB4,170 Ein Aber dabei 1  So ein Ragout von Wahrheit und von Lügen, | Das ist die Köcherei die mir am besten schmeckt GWB3,239 ZXen I 170~GWB14,313 Faust I Plp GWB9,46 Mitsch3 100 GWBB21,17,6 Christiane 1.8.09   b (zugl) von Gerüchen, Düften: wohlriechend (u -schmeckend)  in ziemlicher Ferne ein Feuer .. von daher kam mir die Fülle des g-en Dunstes [von brutzelndem Fleisch] GWB33,101,26 Camp  [Schultheiß:] G-er Toback ist .. dem Reisenden immer willkommen GWBHermDor VI 215 GWBB28,213,10 Knebel 8.8.17   c von visuell Wahrnehmbarem: hübsch, schön, ansehnlich, imposant uä; wiederholt ‘g. aussehen, sich ausnehmen’, ‘(jdn) g. kleiden’, ‘(jdm) g. stehen, lassen’  Ein kleiner Schuh sieht g. aus, und wir rufen: welch ein schöner kleiner Fuß! GWB19,218,18 BrSchweiz I  [Form eines Diploms] einfach und anständig, fällt auch g. in die Augen GWBB49,35,19 Bachm 12.8.31  [ein Husar] mit Behagen ritt er vorauf und machte dem mit sechs starken Schimmeln bespannten Wagen und sich selbst ein g-es Ansehen GWB33,123,2 Camp  [Unsichtbares Chor:] nun wittert und lichtet es g.: | Sonne sie nahet dem himmlischen Thron GWB16,368 Epimen 688 GWB11,108,11 Clav IV GWB22,15,23 Lj IV 2~GWB52,173,17 ThS V 12  [für: maraviglioso] GWB43,78,25 Cell I 5   d wohlklingend; auch zugl heitere Stimmung ausdrückend (vgl C3)  [Friederike, nach einem zärtl-traurigen Lied:] meine Elsasser- und Schweizerliedchen .. die klingen schon besser GWB27,353,13 DuW 10 GWB20,29,27 Wv I 3   e allgemeiner vom Wetter, von meteorol-klimatischen Bedingungen: angenehm, schön, günstig (mit verfließenden Grenzen zu A u B); mehrf ‘schlecht’, ‘böse’ gegenübergestellt  bei g-em wie bei schlechtem Wetter GWB29,78,14 DuW 17  logiren [Sie] sich in Humboldt’s Nähe, wo g-e Luft ist [Rom] GWBB17,276,4 Eybenbg 26.4.05  Wenn wir in einem bessern Clima wohnten; so wäre viel anders GWBB5,99,3 ChStein 28.3.81 GWBB37,133,2 Grhzgin Louise 24.7.23 K bei Zeitbegriffen; bes idVbdg ‘g-e Jahreszeit’  [Rom] Wir gebrauchen die g-e Zeit in freier Luft GWB30,229,15 ItR~GWBB8,70,20 Weim Freunde 2.12.86  die, nach einem hartnäckigen Winter eintretende g-e Jahreszeit GWBB24,217,23 Miltitz 4.[4.]14 K GWBT1,188,20 v 14.9.86   2 von leiblich-seelischem Befinden; häufig ‘(jdm) g. sein’, ‘(jdm) g. gehen’, ‘sich g. befinden’   a körperlich wohl, gesund, zT ohne scharfe Scheidung von folgendem b  [nach Zahnweh] heut früh bin ich recht g. GWBB5,105,16 ChStein 5.4.81  sage ihm [Arzt Vogel], es gehe mir über Erwartung g. GWBB44,215,28 Ottilie 18.7.28 K  Befand mich nicht zum Besten GWBTgb 5.3.22  Fus viel besser Tgb 21. 8.76 GWB11,112,1 Clav IV GWBB3,219,13 ChStein 23.4.[78] öfter ‘g-es Befinden, Wohlsein’ uä, idVbdg ‘g-e/beste Gesundheit’ (namentl in Briefwunschformeln) übergehend zum bloßen Verstärkungsausdruck (vgl F2)  Nachricht von Ihrem g-en Befinden in Carlsbad GWBB35,39,16 Riemer 6.8.21  g-e Gesundheit und fortdauerndes Glück wünschend GWBB44,63,13 JGLenz 11.4.28  [G geht nicht außer Haus] da ich mich nicht in den besten Umständen befinde GWBB15,16,22 Schiller 20.1.00 GWBB38,131,15 Grüner 4.5.24 GWBB35,38,13 Grhzgin Louise 25.7.21 K ‘jdm g. bekommen’, von Speisen iSv bekömmlich sein  wollte der erste Fisch .. mir nicht zum besten bekommen GWBB16,7,1 SSander 15.1.02 GWBB29,167,3 August 9.5.18 iron iSv schlimm, mBez auf Pflanzen  [Götz zum Knappen Georg:] Und hiebst [mit dem Schwert] um dich herum? Da wird’s den Hecken und Dornen g. gegangen sein GWB8,10,4 Götz2 I=GWB131,195 Götz3   b das Psychische einbeziehend: allgemeines (intensives) Wohlgefühl, Munterkeit, Behagen bezeichnend; im Altersgedicht prägnant  [Brentanosches Landgut in Winkel] Hier bin ich sehr g., schön und bequem, man thut mir alles zu Lieb und Lust GWBB25,33,13 August 6.9.14  [Rom] Mir geht es immer an Leib und Seele g. GWB32,76,12 ItR  Es geht mir immer besser und wird mir am besten gehn wenn ich dich wieder bey mir sehe GWBB6,219,5 ChStein 4.12.83  mein emsig Thun und Streben | Für sie allein ertrug ich’s durch die Gluth | Der heißen Stunde; welch erquicktes Leben | Am kühlen Abend! lohnend war’s und g. GWB4,107 Der Bräutigam 8 GWBB41,114,1 Zelter 5.8.26 verbunden mit Zeitbegriffen: durch körperl-seel Wohlbehagen gekennzeichnet; in der Redensart ‘sich einen g-en Tag machen’, öfter floskelhaft ‘zum g-en Morgen/Abend’, ‘zur g-en Nacht’  jede [in übler Jahreszeit] g-e mir gegönnte Stunde GWBB46,89,11 Rochlitz 29.9.29 GWBB15,165,25 Rochlitz 25.12.00 GWBB49,104,1 Riemer 4.10.31 GWBB5,212,13 ChStein 7.11.81   3 von Stimmung, Gemütslage, Befindlichkeit   a innerlich wohl, ausgeglichen, vergnügt, auch in die Richtung von glücklich tendierend; in Wdgn wie ‘(jdm) g. sein’ (bes in der Frühzeit), ‘sich g. befinden, fühlen’  [der Herzog] ist zusammengefasst und g. und frisch GWBTgb 31.7.78  [Großmutter zu Wilhelms Vater:] Kinder müssen Komödien haben und Puppen .. ich weiß .. nicht .. warum ihnen [euren Kindern] nicht so g. werden soll wie euch GWB51,5,25 ThS I 1  [Lotte:] wenn ich was im Kopfe habe, und mir auf meinem verstimmten Klaviere einen Contretanz vortrommle, so ist alles wieder g. AA23,24 Werth1 I~Werth2  Welche Seligkeit glich jenen Wonnestunden, | Da er dankbar dir zu Füßen lag, | Fühlt’ sein Herz an deinem Herzen schwellen, | Fühlte sich in deinem Auge g. GWB4,98 Warum gabst du uns 42 GWBB13,83,23 Schiller 28.2.98 GWBB10,277,23 Christiane 15.7.95 idVbdg ‘g-es Gewissen’: ruhig, von (sachl, moral) Zweifeln unangefochten GWB39,28,18 Götz1 I verbunden mit ‘Mut, Humor, Laune, Stimmung’: heiter, positiv gestimmt (auch iron), gelegentl zugl iSv zu etw tauglich, produktiv (sich berührend mit A)  Günst’ger Winde harrend, saß .. | Mir Geduld und g-en Muth erzechend, | Ich im Hafen GWB2,72 Seefahrt 3  [Papageno:] Ein hübsches Weibchen, lustige Kinder und g-er Humor. Wer hat mehr? GWB12,212 Zauberfl 627  [Lustige Person:] Nicht Wünschelruthe nicht Alraune | Die beste Zauberey liegt in der g-en Laune GWB14,290 Faust I Plp  [Crugant:] .. gäb’ mich mit Lumpen nicht ab, wie ihr seid. [1. Vagabund:] Laßt ihn! Er ist g-en Humors GWB38,132,19 Claud1  [‘Wallenstein’] wird sehr hoch stehen wenn es fertig ist, ich wünsche Ihnen zum Nachsommer noch g-e Stimmung GWBB13,256,13 Schiller 22.8.98 GWB422,243,2 MuR(1006) GWB24,304,22 Wj II 4 blasser idWdg ‘g-er Dinge (sein)’ GWB27,87, [] 23 DuW 7 GWB3,248 ZXen II 285 ‘g-e(r) Hoffnung’ umschreibend für Schwangerschaft  drey vier Paare .. und noch will mir niemand g-e Hoffnung melden GWBB2,138,12 EJacobi [31.12.73] GWB21,179,10 Lj II 7   b (zugl) Geist u Gemüt erfreuend, anregend, fruchtbar, gehaltvoll; öfter ‘g-e(s) Unterhaltung, Gespräch’ (auch in Litotes) u bes bei Ausdrücken der Zeit: ‘g-e Stunde’, ‘g-er Tag’, ‘g-e Zeit’, ‘g-er Augenblick’  darf ich manches g-en und interessanten Gesprächs [in Pyrmont] nicht vergessen GWBB15,243,18 Schiller 12.7.01  [aus Eisenach] Vier bis fünf Herzoge von Sachsen in einem Zimmer machen auch nicht die beste Conversation GWBB3,247,17 ChStein 13.9.78  Mit Moritz hab’ ich recht g-e Stunden, und habe angefangen ihm mein Pflanzensystem zu erklären GWB32,85,11 ItR  Es ist schwer, gegen den Augenblick gerecht sein: der gleichgültige macht uns lange Weile, am g-en hat man zu tragen und am bösen zu schleppen GWB422,123,8 MuR GWBB19,40,17 Eichstädt 12.8.05 iSv heiter, froh, glücklich (stimmend)  Lieben Sie mich und machen Sie sich keine Plage um meinetwillen, denn das Leben ist vorübergehend, und die g-e Zeit nicht wiederbringlich GWBB3,262,9 ChStein [Mitte Dez 78]  danke verpflichtet, daß Sie meiner in g-er gesegneter Stunde gedenken [Ersuchen um Taufpatenschaft] GWBB34,107,20 Hoff 21.1.21 K  G-er Tag GWB6,315 DivWiesbReg Nr93  [vgl GWB6, 196 Div Die Welt durchaus]   4 allgemein von Situation, Lage, Umständen, Verhältnissen   a annehmlich, zusagend, befriedigend; auch in distanzierter Bewertung  Laßt den Wienern ihren Prater; | Weimar, Jena, da ist’s g.! GWB1,151 Die Lustigen vWeimar 24  [aus Rom] geht es mir sehr g., ich habe bequeme und sichre Wohnung und die beste Einleitung zu allem und in alles GWBB8,95,9 ChStein 14./16.12.86  [Vater:] G. gesessen ist halb gegessen GWB131,45,18 Was wir bringen [1802]  Die Vorzüge eines egoistischen sogenannten g-en Lebens GWB10,449,111 NatT Schema  [vergebl Hoffnung] daß .. eine Epoche der Ruhe eintreten werde, wo man in eine gewisse Freyheit übergehen und sich einen g-en Tag machen könne GWBB17,213,18 Prz August [7.11.04] K GWBB2,154,7 Höpfner [Anf Apr 74] GWBB7,354,10 HBuff 9.8.75 in Litotes: Arges, Übles ausdrückend  [Reineke:] gönnt’ ich Bellynen [dem Widder] | Wenig G-es [Reinke de Vos: nicht seer wol gunde] GWBReinF VIII 98   b stärker objektiv: erfreulich, erwünscht, günstig, positiv (sich mit A u B berührend); bes iVbdg mit ‘Nachricht, Botschaft, Neuigkeit’, ‘Zeichen, Omen, Vorbedeutung’ uä, auch ‘(alte) g-e Zeit(en)’  [Alphons zu Antonio:] Willkommen! der du uns zugleich dich selbst | Und g-e Botschaft bringst Tasso 567  Wenn man nur des g-en Tags immer zu brauchen wüßte, mit dem Morgen [dem morgigen Tag] ist’s so eine Sache GWBB8,91,4 Herder uFr 13./16.12.86  Ihr freundschaftliches Schreiben .. hat mich an jene g-e alte Zeit erinnert, da GWBB22,81,21 Beroldingen 3.5.11  Willst du immer weiter schweifen? | Sieh, das G-e liegt so nah GWB1,67 Vs 2  [Chor:] G-es und Böses kommt | Unerwartet dem Menschen GWBFaust II 8594 GWB31,14,2 ItR ‘(mit jdm) g. gehen’, ‘es g. haben’, ‘g. d(a)ran sein’  Es geht mit uns allen g., denn was schlimm geht lass ich mich nicht anfechten GWBB3,38,13 Merck 8.3.76  [Heermeister:] Der Lanzknecht fühlt sich frisches Blut, | Und Wirth und Dirnen haben’s g. GWBFaust II 6048  [Gräfin:] wer hat ist am besten dran GWB18,45,13 Aufgeregten III 1 GWB1,206 Der getreueEckart 23 idVbdgn ‘das (all)gemeine G-e/Beste, öffentliche Beste’: Wohl(ergehen)  Anordnungen, die man zum allgemeinen Besten räthlich glaubt GWBB9,321,24 CThDalbg 19.7.92 K in (floskelhaft-) redensartl Wendungen: ‘was gibt’s/bringen Sie G-es/g-es Neues?’ uä, in einschränkender Beurteilung: ‘etw ist/klingt ganz hübsch/schön und g.’  und was giebt es sonst g-es Neues? GWBB20,325,10 Christiane 5.5.09  Dieses alles klingt nun recht schön und g., wenn es nur auch so glatt abgegangen wäre GWBB37,277,28 Boisserée 12./13.12.23 GWB23,7,16 Lj VII 1 GWB52,7,5 ThS IV 1 iron  [Feria, üb den Orakelspruch:] Es ist arg. [Andrason:] Wartet nur .. es kommt noch besser GWB17,8,21 TriumphEmpfindsamk I häufig in Gruß- u Wunschformeln: ‘(einen) g-en Morgen/Abend/Tag, (eine) g-e Nacht (sagen, wünschen, bieten, geben)’, bes in den vertrauten Br der Frühzeit  [Vater:] G-en Morgen, Bätely. [Bätely:] Vater, g-en Morgen! GWB12,3,21f JeryBätely  ist mirs noch so euch eine g-e Nacht zu sagen, und der süsen Lotte, der [ihrer Silhouette] zwar heut schon viel g-en Tag und g-en Abend gesagt worden ist GWBB2,56,2f Kestner [17.1.73 Korr DjG3,21]  Hier Tante ein Zweig aus Lenzens Goldnem herzen [wohl Briefged an G]. Wie werth ist mir’s Ihnen so einen g-en Morgen bieten zu können GWBB2,238,16 Fahlmer [Anf März 75]  [Sibylle:] wenn Don Pedro des Abends fort muß, wie sie [er u Claudine] da einander mit langen Athemzügen und Blicken eine g-e Nacht geben GWB38,130,1 Claud1 GWBB2,45,12 Kestner [15.12.72] redensartl ‘(dann) g-e Nacht’ iSv aus, zu Ende (mit etw)  [Meph:] Nehmt [Mädchen] euch in Acht! | Ist es vollbracht, | Dann g-e Nacht | Ihr armen, armen Dinger! GWBFaust I 3692 ‘alles G-e (und Freundliche/Erfreuliche/Günstige/Erwünschte/Schöne), das Beste (wünschen)’ uä, oft in Briefschlußwendung  Alles G-e und Freundliche wünschend GWBB27,313,3 Cotta 7.1.17  Das Schöne zum G-en GWBB37,209,9 Schultz 8.9.23  Das Beste und Liebste! GWBB23,228,27 Jacobi 6.1.13 GWBB35,77,5 Zauper 7.9.21   D als Ausdruck von Zuwendung, freundlicher, liebevoller Geneigtheit, positiver Haltung gegen jdn od etw   1 von Gott u seinen Gaben, von göttl, übernatürl Wesen, höheren Mächten, von der Natur: gnädig, huldvoll, gütig; auch epithetonartig; oft ‘g-er Geist, Genius’; verschiedentl in Anrede  Geb Ihnen der g-e Vater im Himmel viel muthige frohe Stunden GWBB2,243,20 Gfin Stolbg 10.3.[75]  [Claud, nachts Crugant begegnend:] Götter, ihr g-en! | Gewähret mir Schutz! GWB38,173,2 Claud1  Geb’ euch Gott allen g-en Segen GWB4,205 Durchlauchtigster! es nahet sich 13  Nachts, wann g-e Geister schweifen, | Schlaf dir von der Stirne streifen GWB3,364 ZXen VI 1774  [Pfarrherr:] Ich tadle nicht gern, was immer dem Menschen | Für unschädliche Triebe die g-e Mutter Natur gab GWBHermDor I 85 GWB11,149,19 Stella II GWB37,3 Neujahrswunsch 1762 Vs 14 GWB22,16,8 Lj IV 2 in affektivem Ausruf: ‘g-er Gott’ AA9,12 Werth I von Geschick, Fügung; ‘g-es Glück, Geschick, Schicksal’, vereinzelt ‘g-er Stern’, ‘g-e Aspekte’  wir haben unterweegs [in der Schweiz] mancherlei Anlas gehabt, dem g-en Glük einen Stein der Dankbarkeit zu widmen GWBB4,142,7 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89]  Das g-e Schicksal laße aus dem bevorstehenden Feldzug keinen Krieg werden GWBB9,306,12 Voigt [Ende Apr/Anf Mai 92]  gedenken [Sie] mein .. bis uns ein g-er Stern wieder zusammenführt GWBB36,181,7 Grüner 12.10.22 GWBFaust II 6031 GWB26,11,13 DuW 1 von der Zeit, im Hinblick auf ihre segensreiche Wirkung  [Leonore:] Gewährte [] das, was itzt unmöglich scheint, | Die g-e Zeit vielleicht, die vieles gibt Tasso 1724 ebd 1899   2 im zwischenmenschl Verhältnis, von Personen, deren Haltung, Verhaltensweisen, Handlungen; selten bei personifizierender Vorstellung   a gewogen, geneigt, freundlich, lieb, gefällig; auch kombiniert mit ‘lieb, freundlich, wohlwollend, gnädig’; öfter ‘g-es Andenken’, ‘g-e Neigung, Meinung, Gesinnung (für, gegen jdn)’, ‘g-er Wille’  [Vansen:] steht geschrieben: Der Herzog von Brabant soll uns ein g-er und getreuer Herr sein GWB8,207,27 Egm II  [Empfehlung Kraffts nach Jena] die Leute, zu denen ich Sie wies, sind g-e Hausleute, die auch um meintwillen Ihnen g. würden begegnet sein GWBB3,263,21f Krafft 11.[12.78 Korr B7,378]  Adieu. behalte mich in einem g-en Herzen GWBB7,32,13 Knebel [8.4.86]  Hab ich ihm [Carlyle] .. zu danken .. für den g-en und wohlwollenden Sinn, mit der [sic] er von meiner Persönlichkeit und meinen Lebensereignissen zu sprechen geneigt war GWBB42,271,23 Carlyle 20.7.27 GWB19,208,27 BrSchweiz I GWBB17,114,25 Eichstädt 4.4.04 GWB20,228,20 Wv II 4 idVbdgn ‘(jdm) g. (gesinnt) sein (bleiben)’, ‘g. denken (gegen, für jdn)’  Angelica [Kauffmann] ist gar lieb und g., sie macht mich auf alle Weise zu ihrem Schuldner GWB32,157,5 ItR  Ich dancke Ihnen dass Sie soviel besser gegen mich sind als ich’s verdiene GWBB3,74,5 ChStein [1.Hälfte Jun 76]  [iZshg mit geplanter Berufung Herders nach Weim] nenne mir nur einen einzigen Theologen, der rechtgläubigen Nahmen hat und g. für dich ist GWBB3,16,8 Herder [7.1.76]  [aus Neapel] Hier sind mir die Menschen alle g. GWB31,49,1 ItR GWB52,85,13 ThS IV 14 GWBFaust II 8951 [FfA I 71,350 u MA181,247 (nach Haupths H): gutgesinnt] ‘es g. meinen (mit jdm)’ GWB22,254,20 Lj V 16 GWBFaust II 6831 idVbdgn ‘g. mit jdm sein, stehen’, ‘jdn im G-en erhalten’ iSv in freundl Verhältnis, Einvernehmen; in Vbdgn wie ‘g-es/bestes Vernehmen, Verhältnis (mit, zu jdm)’, auch ‘mit jdm einen g-en Stand haben’, ‘auf einem g-en Fuß leben’; ‘(viel) zu g.’ iSv nachsichtig, schonungsvoll  [Clär:] Du warst gewiß heute bei der Regentin? .. Bist du g. mit ihr? [Egm:] .. Wir sind einander freundlich und dienstlich GWB8,241,11 Egm III  daß man mit seiner Schönen nie besser steht, als wenn man seinen Rivalen lobt GWB422,230,18 MuR(933)  Suche die Mutter [von FStein, Charlotte vStein] und übrige Frauen im G-en zu erhalten GWBB26,80,3 Christiane 12.9.15  die Weiber .. Wenn sie zwey Kerls in g-em Vernehmen mit einander halten können AA47,16 Werth1 I~Werth2  [Mutter:] Man hat nichts als Herzensangst mit seinen Kindern .. Leider war ich zu g., bin immer zu g. GWB8,196,15f Egm I GWBB6,20,2 Lavater 29.7.82 GWBB48,54,22 GAChKestner 27.12.30 GWBB5,293,20 ChStein 2.4.[82] GWB30,179,15 ItR in Fügungen wie ‘sich g. benehmen, betragen, aufführen, zeigen (gegen jdn)’, ‘jdn g. behandeln’, ‘jdm g. begegnen’, auch bildhaft ‘ein g. Gesicht machen’ ua, oft ‘jdn g. aufnehmen’ uä; idWdgn ‘jdn g. halten’, ‘mit jdm g. verfahren’ iSv anständig, rücksichtsvoll  ich .. will .. gegen die nichts verschulden, die sich freundlich und g. gegen mich benommen haben GWB26,336,2 DuW 5  er [Gf vWerthern- Neunheiligen] führt sich recht g. auf. Wir haben noch keine Sekkatur auszustehn gehabt GWBB5,73,5 ChStein 10.3.81  [Antiope zu Elpenor:] Dein Vater begegnete mir g. GWB11,382,13 Elp1 I 4=GWBElp2 448  [Valerio:] Retter Amor! | Wie machst du es mit deinen Dienern g.! GWB11,315 ErwElm2 623  Major .. der ihn [den Kammerdiener] g. zu halten versprach GWB24,276,12 Wj II 3 GWBB9,12,3 ChStein 24.8.88 GWB7,192,28 DivNot GWB11,107,14 Clav IV von verbalen Äußerungen; öfter ‘g-es Wort/g-e Worte’ (vereinzelt redensartl ‘für Geld und g-e Worte’); häufig ‘beste Grüße (und Wünsche/Empfehlungen)’, ‘g-e/beste Wünsche’ uä, meist abgeblaßt (zur Intensitätsbed F2 übergehend) in formelhaften (schließenden) Briefwendungen  [Pylad zu Iph:] Erbarme meines Bruders dich. | O sag’ ihm bald ein g-es holdes Wort GWBIph2 848  Lieber Bruder schreib mir doch manchmal, grimm oder g., über alles und nichts! B(DjG35,19,17) Herder 1.4.75  ein junges Weib, | .. Die tritt mit g-em Gruß herein GWB16,124 HSachsPoetSdg 35  Mit den besten Grüßen und Empfehlungen ergebenst GWBB32,106,17 Frommann 1.12.19 K  Allen Freunden, ehe du von Frankfurt weggehst, wirst du die besten und verbindlichsten Sachen sagen GWBB20,200,13 Christiane 7.11.08 GWBB47,30,15 Gfin Chassepot 21.4.30 K GWBB42,73,14 Zelter 2.3.27 GWBB43,57,6 Schubarth 9.9.27 K GWBB48,220,1 AHerder 7.6.31 GWBB8,46,25 WeimFreunde 7.11.86 mehr od minder konventionell-abgeblaßt auch in den superl Adverbialvbdgn ‘auf das (aufs) beste (und schönste/freundlichste)’, ‘zum besten’, bes neben ‘grüßen, sich empfehlen, gedenken, empfangen, behandeln’  Grüßen Sie Ihre liebe Frau auf das beste und schönste von mir GWBB11,125,4 Schiller 12.[7.]96  gedenken [Sie] meiner zum besten GWBB32,123,13 Palmer 22.12.19 K  [aus Teplitz] ich .. wurde aufs beste und freundlichste empfangen GWBB23,43,4 Christiane 19.7.12  sie [die Söhne des Hofmarschalls] gefielen mir beide, und wir standen auf’s beste zusammen GWB22,265,17 Lj VI SchöneSeele  hat der November mich nicht aufs beste behandelt GWBB37,298,1 ALevetzow [31.12.]23 GWBB20,21,4 Bardua 24.2.08 in der floskelhaften Wdg ‘so g. sein (und .. /etw zu tun)’, eine Gefälligkeit, einen Dienst erbittend  [Thomas zu Bätely:] sei Sie so g. und geb’ Sie mir ein Glas Wein! GWB12,18,2 JeryBätely  Sey doch so g. mir die Briefe die ich auf der [Italien-]Reise an dich geschrieben zu schicken GWBB9,13,23 ChStein 31.8.88 GWBB2,107,17 HBuff [Okt 73] subst ‘das G-e’ auch mit Ausdruck des Angenehmen, Erfreulichen, Wohltätigen (in Bed C spielend) od des Förderlichen (vgl A); Vbdgn wie ‘jdm G-es erzeigen, erweisen, tun’ ua, kombiniert mit ‘Liebes, Freundliches, Herzliches’, bes in Dankesbekundungen  Wo man mir G-s [g-s AADiv3,39 EilferGhasel2 1] erzeigt überall | ’S ist eine Flasche Eilfer GWB53,33 DivNachtr Eilfer Ghasel1 1  [St Rochus] wendete sein Taschengeld an die Armen, denen er sonderlich viel G-es that GWB341,29,21 Rochusf  [Reineke üb Krähe u Kaninchen:] Diese falschen Gesellen .. sie haben | G-es genossen von mir [Reinke de Vos: Ick hebbe .. Gud ghedan] GWBReinF IX 81  [Geschenk der Kaiserin Maria Ludovica] ein so unerwartetes und belebendes G-e GWBB22,52,6 Zelter 28.2.11  [nach Rückkehr aus Jena] Haben Sie nochmals Dank für alles g-e GWBB11,85,18 Schiller 10.6.96 GWBB41,124,11 FJFrommann 20.8.26 K GWBB21,273,9 ChSchiller 5.5.10   b lieb, liebevoll, im Freundes- u Vertrautenverhältnis u zw Mann u Frau; öfter ‘jdm g. sein’: in Sympathie, Neigung, Liebe zugetan  der Bräutigam ist da. Ein braver lieber Kerl, dem man g. seyn muß AA47,8 Werth1 I~Werth2  Da ich ihm [Knebel] herzlich g. bin so wünsche ich ihm .. [zu seiner Heirat] das möglichste Glück GWBB13,50,6 Schiller 31.1.98  Ich bedarf gar sehr eines g-en Wortes von meiner Lotte daß sie mich recht lieb hat GWBB6,279,1 ChStein 21.5.84  [Clär:] Und wenn er [Egm] zu mir [] kommt, wie er so lieb ist, so g.! GWB8,197,27 Egm I  Knecht, welcher der Magd g. war GWB27,369,20 DuW 10 GWBB10,18,3 Christiane 10.9.92 GWBB5,104,8 ChStein 2.4.81 GWB21,211,8 Lj II 12=GWB52,69,19 ThS IV 13   c in der adv Wdg ‘im g-en’, seltener ‘im besten’, vereinzelt ‘im g-en und bösen/lieben/besten’  α wohlwollend, in freundl Gesinnung, auch anerkennend; meist verbunden mit ‘gedenken’, ‘denken’, bes in briefl Wunschformel  Dencken Sie manchmal im G-en an mich GWBB2,261,15 HKnebel 3.5.75  [mögen] Sie meiner im G-en und Lieben gedenken GWBB37,20,8 Gfin Bernstorff 17.4.23  [in ChMeiners ‘Versuch üb die Religionsgeschichte ..] ich .. finde dich nun freylich nit, weder im g-en noch bösen B (DjG35,19,13) Herder 1.4.75 GWBB10,126,9 Jacobi 18.11.93  β gütlich, friedlich, ohne Streit od Zwang  Das gewöhnliche Geschrei dieser Leute [Seeleute u ihre Weiber] im G-en und Bösen, ihre Händel, Heftigkeit, Gutmüthigkeit GWB30,144,24 ItR~GWBT1,291,19 v 10.10.86  [für: amorevolmente] GWB43,162,7 Cell I 11   3 im Verhältnis zu objektiv Gegebenem od Angestrebtem   a mit urteilender od wertender Komponente: wohlwollend, günstig, positiv, auch: anerkennend (in Berührung mit B); oft bezügl künstlerischer od wiss Leistungen, bei Bezug auf Charakter, Wesen, Verhalten einer Person teilw nicht deutl geschieden vom emotionalen Vorstellungsgehalt unter D2a; ‘g. (G-es) denken, sprechen, g-e Meinung von jdm, etw’ uä, ‘einer Sache g., für sie g. gesinnt sein’ ua  [üb ‘Götz’] Es ist alles nur gedacht .. Emilia Galotti ist auch nur gedacht .. Drum binn ich dem Stück nicht g. .. und meinem eben so wenig B(DjG32,257,12) Herder [etwa 10.7.72]  Tausend Dank .. daß Sie sich meines Farbenwagstücks .. erinnern und hie und da ein g-es Wort dafür aussprechen wollen GWBB19,418,16 Reinhard 27.9.07  [ChLippe, Erzieher am Fellenbergschen päd Institut] dessen klare Ruhe, Entschiedenheit .. Sicherheit .. mich .. in der g-en Meinung so für ihn wie für das Institut .. bestärkten GWB36,133,19 TuJ 1817  [Leonore zu Tasso:] Sie denken alle g. und gleich von dir, | Und jegliches vertraut dir unbedingt Tasso 2364  Sie [die Großtante Lange u die Nichte] haben viel Liebs und G-s von meiner Lotte geredt GWBB2,104,25 Kestner 15.9.[73] GWBB31,186,11 Mellish [16.6.19] K GWB31,139,8 ItR iSv (dichterisch) lobpreisend  Gibst du dem Schach ein g-es Wort | Und gibst es dem Vesire GWB6,45 Div An Hafis 51 bei Ausdrücken des Aufnehmens, Rezipierens; auch stärker mit dem Moment von Resonanz, Zustimmung  Der Vater nahm seine Relation [von erfolgreichen Geschäften] g., doch nicht mit solchem Beifall auf, wie er hoffte GWB18,212,11 Unterhaltungen  [nach Gastspiel der Weim Bühne in Leipzig] Die g-e Aufnahme meiner Stücke hat mir eine besonders angenehme Empfindung gemacht .. Artig ist es, daß sogar das kleine Schäferspiel [‘Die Laune des Verliebten’] .. g. empfangen ward GWBB19,413,19u25 Rochlitz 21.9.07 GWBB45,131,22 Zelter 18.1.29 in (variierter) sprichwörtl Wdg  Wenn ein gutes Wort eine g-e Statt findet, so findet ein frommes Wort gewiß noch eine bessere GWB422,214,6f MuR(825)   b von sachbezogener Einstellung, Ausrichtung, Bemühung, Intention: einer Sache, einem Ziel, Zweck gewidmet, aufgeschlossen, positiv zugeneigt; iVbdg mit ‘Gesinnung, Meinung’  aus g-er Gesinnung gegen den Bergbau A(LA I 1,90,13) 1.NachrBergbIlmenau 24.2.85 [G/Voigt BergwKomm]  nichts worum sie einander nicht bringen .. Und meist aus Albernheit, Unbegriff und Enge und wenn man sie anhört mit der besten Meinung AA79,11 Werth2 II GWBB35,123,16 Rehbein 30.9.21 K idVbdgn ‘g-e/beste Absicht’, (gehäuft) ‘g-er/bester Wille’, nicht selten auch andere Vorstellungsinhalte berührend: mit dem Nebensinn des sittlich Motivierten (E) od (nur superl) übergehend zu bloß verstärkender Funktion (F2)  Daß ich von deinen g-en Absichten auch etwas durch’s Ohr vernehme, dazu macht [Kapellmeister] Eberwein Anstalt GWBB35,139,8 Zelter 14.10.21  [Schüler, einen Meister um ein Urteil bittend:] Verdien’ ich’s nicht durch alles was ich kann, | Verdien’ ich’s wenigstens durch meinen g-en Willen GWB16,154 KünstlersApotheose 81  [Wilh, die Ansichten seines Vaters wiedergebend:] nichts aber .. sei wünschenswerther als die Verbreitung des allgemeinen g-en Willens, unabhängig von jeder andern Bedingung GWB251,54,23 Wj II 11  bei dem besten Willen verzweifelten wir an dem Erfolg GWB33,7,12 Camp GWBB24,270,3 Voigt 13.5.14   E in (vorwiegend) ethisch-moralischer Anwendung: sittlich gut, moralischen Normen, Vorstellungen, dem (göttl) Sittengesetz gemäß (handelnd); öfter in Gegenüberstellung zu ‘böse’, seltener zu ‘schlecht’   1 rechtschaffen, tugendhaft, moralisch lauter, integer   a von best Personen, auch vom Menschen allgemein u von seinen Kräften; in Vbdgn wie ‘g-er Mann, Mensch’, ‘g-es Herz’, ‘g-e Seele’ u neben ‘brav, redlich, ehrlich, edel, rein’  Ob’s ein braver g-er Mann? | Das muß das Herz dir sagen GWB16,231 Maskenz russNationen Brautlied 67  Die g-en Weiber [Die g-en Frauen, als Gegenbilder der bösen Weiber Var] GWB18,275 Titel  [Götz, für sich:] Marie! .. du g-e edle Seele würdest dich selbst in deinem Unglück eines fremden Glückes herzlich erfreuen GWB131,246,14 Götz3 II 14  Denn die Menschen sie sind g., | Würden besser bleiben, | Sollte nicht, wie’s einer thut, | Auch der andre treiben GWB6,100 Vs 9f DivUnmut  Bleibe g-er Geist euch hold, | Der im Stillen lehret: | Sich an’s Reine zu gewöhnen, | Und im Echten, Guten, Schönen | Recht uns einzubürgern GWB4,297 Erwiderung der festlGaben 17 GWB37,355,18 PhysiognFragm GWBB8,83,18 CarlAug 12.12.86 GWBB2,265,8 Fahlmer 24.5.75 GWB22,326,12 Lj VI SchöneSeele im bibl Bild (Matth 25,33)  sagt der göttliche Richter .. Ihr G-en Schafe seyd mir ruhig zur Rechten gestellt GWB1,456 Vs 256 VenEpigr 48 Var religiös bestimmt (nach älterem Gebrauch) iSv fromm, gottgefällig; auch im iron-bildhaften Kontext  [der alte Dichter zum ‘wilden Zug’ der Neueren:] Kommt als g-e Pilger wieder, | .. Tief gefühlte Reuelieder | Künden uns die Brüder an GWB2,30 DtParnaß 218 GWB22,341,13 Lj VI SchöneSeele   b von sittl fundiertem Verhalten, Tun, Fühlen; auch kombiniert mit ‘edel’, ‘recht’, mehrf ‘g-e Tat’, ‘g-es Werk’  als Muster aller menschlichen Tugenden, eines g-en und edlen Betragens, lernte ich einige Frauen .. kennen GWB22,303,8 Lj VI SchöneSeele  Daß ihr Menschen, rief ich aus, um von einer Sache zu reden, gleich sprechen müßt: Das ist thörig, das ist klug, das ist g., das ist bös! AA52,29 Werth1 I~Werth2  g-e, edle, der Menschheit würdige Gefühle GWB21,165,5 Lj II 4=GWB51,203,8 ThS III 2  [Hauptmann spött-kritisch zu Pater Brey:] da ist nichts recht und g., | Als was Herr Pater selber thut GWB16,72 PaterBrey 301 GWB52,6,4 ThS IV 1 GWB422,152,7 MuR(317) ‘das G-e (tun, wirken, denken)’; subst ‘Gutstun’  [Göttin der ‘Wahrheit’:] Ich kenne dich, ich kenne deine Schwächen, | Ich weiß was G-es in dir lebt und glimmt! GWB1,7 Zueignung 90  G-es [] thu’ rein aus des G-en Liebe! | Das überliefre deinem Blut GWB6,121 Vs 1 DivSprüche  du hast mir den Genuß im Guts thun gegeben, den ich ganz verlohren hatte GWBB5,97,18 ChStein 27.3.81  Die Menschen .. sehen alles G-e und Sittliche wie eine Arzenei an, die man mit Widerwillen zu sich nimmt, wenn man sich schlecht befindet GWB23,65,24 Lj VII 6 GWB18,189,2 Unterhaltungen GWB8,180,14 Egm I bei Abstrakten: ‘g-es Beispiel, Exempel’, ‘g-e Lehre’, ‘g-e Grundsätze’, ‘g-er Zweck’  [Bilder der ‘Historia’] Unser Meister das all ersicht | .. es dient sehr in seinen Kram. | Von wannen er sich eignet sehr | G. Exempel und g-e Lehr’ GWB16,126 HSachsPoetSdg 100  [die alte Barbara üb Mariane:] ihrem kleinen Gemüth waren gewisse g-e Grundsätze eingeprägt GWB23,94,22 Lj VII 8 GWB51, 69 An den verehrlFrauenverein 6 abgeblaßt in den redensartl Formeln ‘mit, nach g-em/ bestem (Wissen und) Gewissen’, ‘wider besseres Wissen und Gewissen’ GWB492,90,6 Christus nebst 12 alt- u neutestFig GWBB45,207,18 Rauch 23.3.29 K GWBB11,122,5 Schiller 9.7.96   2 zu allgemein positiver Charakteristik hin sich abschwächend (der Bed B2d angenähert): anständig, ordentlich, gesittet, artig; mehrf von Kindern; einmal im Vergl  [alte Frau üb ihren irren Sohn:] Es war ein so g-er stiller Mensch, der mich ernähren half AA109,26 Werth1 II~Werth2  [Pathos üb den Reisenden:] G-e Sitten und Lebensart läßt er hoffen GWB131,57, 17 Was wir bringen [1802]  [Weihnachtskind:] Ein Engel kommt, die Flüglein Gold, | Der g-en Kindern lohnt GWB16,252 Maskenz 1818 Prol 74  So launisch, wie ein Kind das zahnt; | .. Und sittig, wie ein Mennonist, | Und folgsam, wie ein g-es Lamm; | .. Leb’ ich GWBB1,170,7 FOeser 6.11.68 GWBPand 430   3 absolut, kategorial; meist ‘das G-e’ (‘Bessere’) als hohe, zentrale Wertkategorie; mehrf neben (bzw iUz) ‘das Schöne’, ‘Edle’, ‘Wahre’, ‘Große’ u iGz ‘das Böse’, vereinzelt auch substantivisch ‘G. und Böse’, ‘G. und Edel’   a als Wirk- und Wesenselement des Menschen, Ausdruck des Humanen; bes figurenspr  in einer solchen Gesellschaft [Kreis um die Fstin Gallitzin mit Fürstenberg u Hemsterhuis] war das G-e so wie das Schöne immerfort wirksam und unterhaltend GWB33,230,26 Camp  [Philosoph:] der unthätige, untaugende Mensch wird das G-e, das Edle, das Schöne weder an sich noch an andern gewahr werden! Wo käme es denn her, wenn es nicht aus uns selbst entspränge? Fragen Sie Ihr eigen Herz! ist nicht die Handelsweise zugleich mit dem Handeln ihm eingeboren [<ist nicht die Richtschnur des G-en und edlen mit ihm gebohren]? GWB47,177,9 Samml 6  [der Alte:] Nur diejenige Erzählung verdient moralisch genannt zu werden, die uns zeigt, daß der Mensch in sich eine Kraft habe, aus Überzeugung eines Bessern, selbst gegen seine Neigung zu handeln GWB18,188,22 Unterhaltungen  Sie [die Studenten] hören von den Lehrstühlen der Philosophen [Kants u seiner Anhänger], daß in dem Menschen die Selbstbestimmung zum G-en zu suchen sei. Daß kein äußeres noch so weises, selbst kein göttliches Gebot, sondern daß ihm sein eigen Herz das Rechtthun empfehle und befehle GWBA(53,286,22) Votum [Jan 92] K  Sonst machte mich mein entschiedener Haß gegen Schwärmerey, Heucheley und Anmaßung auch gegen das wahre ideale G-e im Menschen, das sich in der Erfahrung nicht wohl ganz rein zeigen kann, oft ungerecht GWBB15,5,2 Jacobi 2.1.00 uö(selten) als auszeichnendes sittl Wertpostulat  Edel sei der Mensch, | Hülfreich und g.! | .... | Der edle Mensch | Sei hülfreich und g.! GWB2,83 u 85 Das Göttliche 2u56 im dialektischen Verhältnis zum Bösen, auch bezogen auf Welt u Natur; in der paradoxen Aussage Mephistos im Lichte seiner anschließenden Selbstcharakteristik auch umkehrend auf die eigene, teuflische Zielrichtung bezogen1)  [Seyton:] Unser Geist scheint .. zwei Seiten zu haben, die ohne einander nicht bestehen können. Licht und Finsterniß, G-es und Böses, Hohes und Tiefes, Edles und Niedriges und noch so viel’ andere Gegensätze scheinen .. die Ingredienzien der menschlichen Natur zu sein GWB18,282,3 GutWeiber  Das was edle Philosophen von der Welt gesagt haben, gilt auch von Shakespearen, das was wir bös nennen, ist nur die andre Seite vom G-en .. Er führt uns durch die ganze Welt GWB37,134,20 ShakespTag  Alle deine Ideale sollen mich nicht irre führen wahr zu seyn, und g. und böse wie die Natur GWBB3,33,10 Lavater 22.2.76  [Faust:] wer bist du denn? [Meph:] Ein Theil von jener Kraft, | Die stets das Böse will und stets das G-e schafft. | .. Ich bin der Geist der stets verneint! | .. So ist denn alles was ihr Sünde, | Zerstörung, kurz das Böse nennt, | Mein eigentliches Element GWBFaust I 1336 GWBB2,164,14u16 SLaRoche [Jun 74]  [Zit s v böse Bd2,840,4f] GWB37,210,14 FGA Sulzer,SchöneKünste [Zit s v böse Bd2,840,8] uö(vereinzelt) erweitert zum Inbegriff des Aufbauenden, Positiven, Schöpferischen; bes ‘das g-e Prinzip’ (iGz ‘das böse Prinzip’), im Vergl u in bildkünstlerisch-allegor Darstellung (als Motiv relig-romant Malerei von G abgelehnt)  Das monarchische und das demokratische Prinzip sind wie das g-e und böse Prinzip, wie Gott und Teufel, die auch nicht miteinander fertig werden können Gespr(He5,65) Riemer undat  [in der Bildhauerei] nicht ein einziger ernstlicher Versuch .. zu andächteln, und allegorisch mit dem g-en und bösen Princip zu spielen GWB491,51,13 Neudt relig-patriot Kunst [Meyer/G]  Conflict des bösen und g-en kann nicht ästhetisch dargestellt werden: denn man muß dem Bösen etwas verleihen und dem G-en etwas nehmen, um sie gegeneinander ins Gleiche zu bringen GWB27,389,3u5 DuW 7 Plp GWBB24,186,6u9 Meyer 7.3.14 [Zit s v böse Bd2,840,51f]   b als objektiver, absoluter Wert, als Idee: das Sittlich-Ideale, Zeitlos-Beständige, auch als Ausfluß od Ausdruck des Göttlichen; iVbdg mit ‘schön’, ‘das Schöne’ an die Tradition der Kalokagathia anknüpfend; einmal in der prägnanten Fügung ‘das Wahre, G-e, Schöne’  Die Natur scheint zu wollen, daß ein Geschlecht in dem andern das G-e und Schöne gewahr werde GWB26,272,9 DuW 5  Lieb’ ich doch das schöne G-e | Wie es sich aus Gott gestaltet GWB6,102 Vs 3 DivUnmut  Die Gefühle von dem Adel seines Wesens, von der Höhe seiner Bestimmung, das Mitgefühl des G-en und Großen unter den Menschen hervorzubringen, ward auf’s neue in ihm [Wilh] lebendig GWB52,77,16 ThS IV 13  Indessen schritt sein [Schillers] Geist gewaltig fort | In’s Ewige des Wahren, G-en, Schönen, | Und hinter ihm, in wesenlosem Scheine, | Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine GWB16,166 EpilSchillersGlocke 30  [Eos zu Prometh:] Groß beginnet ihr Titanen; aber leiten | Zu dem ewig G-en, ewig Schönen, | Ist der Götter Werk; die laßt gewähren! GWBPand 1085 GWB6,67 Div Höre den Rat 8 GWBN4,100,6 FlH VI  [Zit s v Charakter Bd2,982,32] GWB51,236 Xen 214(32) uö(selten) im Referat von KPhMoritz’ ästhet Traktat, [] im Wertespektrum zwischen dem (‘Edlen’ u) ‘Schönen’ u dem ‘Nützlichen’; übernommen im schemat Farbenkreis2)  Das Edle und G-e steht zwischen dem Schönen und Nützlichen gleichsam in der Mitte; g. und edel steigt bis zum Schönen hinauf. Nützlich kann sich mit schlecht verbinden GWB47,85,6f Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen  wie die Nachahmung des Edlen und G-en von der Nachahmung des Schönen unterschieden sei? Jene strebt in sich hinein, diese aus sich heraus zu bilden GWB47,84,19 ebd JbFDH 1964, Abb nach S432 Farbenkreis in der Wiedergabe von Gedankengängen Platons: der seienden Welt der ewigen, übersinnl Ideen zugehörig  [Ausz aus Platons ‘Phaidon’, nach der Übs von JBKöhler, 1769] Das schöne und G-e ist was würckliches GWB37,106,17 Ephem  Alles was er [Plato] äußert, bezieht sich auf ein ewig Ganzes, G-es, Wahres, Schönes, dessen Forderung er in jedem Busen aufzuregen strebt GWBN3,141,21 FlH III   F als Quantitäts- od Gradbegriff   1 bei Meß- u Zählbarem: beträchtlich, ansehnlich, reichlich; öfter ‘um ein g-es Teil’, ‘um ein G-es’; iVbdg mit Zahlwörtern gelegentl nachgestellt; bei Erstreckungs- u anderen Maßangaben, auch übertr; idVbdg ‘der beste Teil’: größt  [Wandrer:] Wie weit ist’s hin? [Frau:] Drei Meilen g. GWB2,176 Der Wandrer 150  Sie thaten g-e Züge [aus der Weinflasche] GWB33,65,9 Camp  Meinen Faust habe ich um ein g-es weiter gebracht GWBB13,136,20 Schiller 5.5.98 GWB22,60,12 Lj IV 10~GWB52,213,17 ThS VI 5 bei Zeitbegriffen, mehrf ‘eine g-e Zeit, Weile’  verwendete ich eine g-e Zeit des Tages .. auf die Advocatur GWB28,189,9 DuW 13  Des Morgens, g. um Achte [a buon’otta] GWB43,221,23 Cell II 4  Es [Ged ‘Weltseele’] ist seine g-en dreyßig Jahr alt GWBB41,36,7 Zelter 20.5.26  hast du in 3 g-en Monaten nichts nach ihr gefragt GWBB1,156,24 Behrisch März 68 im finanziellen u ökonom Bereich  wie sicher blühet ein Handel, der auf ein g-es Capital gegründet ist GWB21,248,5 Lj III 2=GWB52,103,2 ThS V 1  [Pedro zu den Vagabunden:] Ich lohne g., und kann noch besser lohnen GWB11,261 Claud2 1228  einen g-en Absatz, unter der Bedingung eines Rabats GWBB11,214,16 Voigt 25.9.96 auch mit qualitativem Einschlag (Bed B)  einige Wagen g-e Beute GWB33,55,5 Camp  eine g-e Ernte GWB341,34,28 Rochusf  [vor dem Aufbruch nach Italien] Wills Gott komme ich nicht zurück als mit g-em Gewinnst GWBB8,1,19 Knebel 13.8.86  G-en Vortheil bringt ein heitrer Sinn GWB2,242 Sprichw 428 GWBB5,70,2 ChStein 8.[3.81]   2 Grad u Intensität kennzeichnend, den Begriffsinhalt des Bezugswortes voll erfüllend od steigernd: groß, hoch, kräftig, fest, recht, sehr  Ich speis’te mit g-em Appetit [di buona voglia mangiare] GWB43,373,25 Cell II 13  [aus Frankf] Als Einquartirung .. haben sie [die Franzosen] g-es Lob GWBB12,249,22 Voigt 17.8.97 K  Ich wünsche den besten Erfolg der Cur GWBB51,345 ECChJohn 9.8.13  [Lothario zu Werner:] ich hoffe Sie noch zum g-en Patrioten zu machen GWB23,147,8 Lj VIII 2  Wenn man dergleichen Dinge [Invektiven] in Bündlein bindet brennen sie besser GWBB10,318,2 Schiller 28.10.95 GWBB10,203,9 Schiller 26.10.94 GWBB21,325,18 Christiane 12.6.10 GWBB19,48,3 CarlAug 28.8.05 bei ‘Freund(in), Geselle’, auch floskelhaft; mehrf im kommunikativen Kontaktsignal ‘g. Freund’ (als Antwort auf ‘Wer da?’), in Nähe zu Bed D2a  Sonntags mit g-en Freunden ein Glas Wein zu trinken und eine Pfeife zu rauchen GWB51,176,28 ThS II 8 GWB27,322,26 DuW 10 GWBFaust I 3207=GWBUrfaust 1056 bes in der psych Sphäre, von Empfindungen, Strebungen, Handlungen, Zuständen; in Vbdgn wie ‘g-e Hoffnung’, ‘g-er Glaube’, ‘g-es Vertrauen, Zutrauen’, ‘mit g-em Bedacht’  [Erzählung von ‘Iphigenie’] Du hättest sehn sollen wie der Alte [Gatte von AKauffmann] alles so g. sentirte GWBB8,145,6 ChStein 20.1.[87]  [Karlsbad] habe ich immer noch g-e Lust, hier länger zu verweilen GWBB19,386,3 ChStein 10.8.07  [Sievers als Sprecher der Bauern zu Götz:] Hiermit zwei Stunden Bedenkzeit. Und überlegt’s g. GWB131,328,18 Götz3 V 2  g-e Hoffnung, in Gewissheit des Ausharrens GWBT1,77,16 v 13.1.79  schied ich [aus Kassel] .. in g-em Frieden GWB33,248,22 Camp GWBReinF IX 303  [Reinke de Vos: mit grotem beschede] GWB47,183,4 Samml 7 Tgb 28. 7.29 ‘g-es Glück’, wiederholt ‘auf g. Glück’ GWB11,281 Claud2 1589 GWB29,31,10 DuW 16 oft superl, bes in den Wdgn ‘besten Dank sagen, abstatten’, ‘aufs beste, zum besten danken’ GWBB11,76,21 WHumboldt [27.5.96] K GWBB10,166,24 Fichte 24.6.94 abgeschwächt in der Formel ‘zu g-er Letzt(e)’: (ganz) am Schluß GWBB6,327,18 ChStein [31.7.84]   G auf das Vorhandensein bestimmter, günstiger Umstände weisend, fast ausschließl adv: leicht, mühelos, einfach, bequem, ohne Schwierigkeiten, ohne weiteres  [Thoas:] Zur Sklaverei gewöhnt der Mensch sich g. | Und lernet leicht gehorchen, wenn man ihn | Der Freiheit ganz beraubt GWBIph2 1787~GWB39,388,6 Iph1 V 2  [Muse:] Der Leier Klang, der Töne süßes Licht, | .. Und Glück und Unglück tragen so sich besser GWB16,336 Epimen 25  [Eduard:] für ein Viertes wäre auch noch recht g. Platz [am Tisch] GWB20,30,5 Wv I 3  Wie sollte sie [Lotte] ihrem Manne .. eine Scene [mit Werther] bekennen, die sie so g. gestehen durfte AA149,15 Werth2 II GWBB10,326,13 Christiane 9.11.95 ‘g-es Spiel haben (jdm .. machen)’, ‘g. reden haben’  hat die Natur g. Spiel sich vor unsern Augen zu verstecken GWBB13,77,8 Schiller [21.]2.98 GWB23,108,19 Lj VII 8 ‘am besten’: am leichtesten, ehesten  die horizontale Lage .. in welcher man Freude und Schmerz am besten genießt und trägt GWBB8,325,7 CarlAug 25.1.88  er glaubte .. durch eine poetische Umschreibung .. sich am besten aus der Sache zu ziehen GWB24,307,8 Wj II 4  Wer sie [Fama] am höchsten verehrt, den weiß er [Amor] am besten zu fassen GWB1,260 Vs 443 RömEleg I GWBB40,331,11 Kanzl Müller 22.3.26   H ‘so g. ( .. ) als (wie)’, seltener ‘wie’, einmal ‘nicht besser als’: zum Komparations- od Gleichsetzungsausdruck verblaßt   1 ebenso wie, sowohl als  [Pferdegetrappel; Gottfr:] es können Feinde seyn so g. als Freunde GWB39,14,10 Götz1 I  in der alten Welt so g. wie in der neuen GWB251,216,10 Wj III 12 GWB12,210 Zauberfl 585   2 nahezu, gewissermaßen, faktisch  Erwin und Elmire ist so g. als fertig GWB32,109,21 ItR  [Sophie:] Da sitz ich nun [als Frau von Söller], und binn nicht besser als begraben DjG31,367 Mitsch2 187~GWB9,51 Mitsch3 195 GWB12,12,6 JeryBätely   I in festen präp Wendungen   1 Verbalvbdgn mit ‘zu Gute’ (‘zu Gut’/‘gut’)   a ‘(jdm, einer Sache) zu G-e kommen’, vereinzelt ‘gehen’, ‘gedeihen’: zum Vorteil gereichen, förderlich, nützlich sein  [Oberon, die Kaiserinmutter Maria Feodorowna ansprechend:] jedes Gute das Ihr thut, | Kommt vielen andern auch zu g. GWB16,268 Maskenz 1818 Festz 314  [Bereitung einer Schlafstatt] Der große Juchtensack, den uns Hackert geliehen, kam dießmal sehr zu G-e GWB31,173,5 ItR  Bemühungen des vergangenen Jahrhunderts [um die Sprache], welche nunmehr der ganzen Nation, besonders aber einem gewissen Mittelstand zu [] G-e gehn GWB411,116,2 DtSprache GWBB49,79,17 Zelter [17.9.31] ‘jdm zu G-e kommen’ auch: in jds Besitz übergehen, verfügbar, nutzbar werden  da ihre [der Tante] emsig gesammelte Baarschaft der Familie doch endlich zu G-e kommen sollte GWB251,52,5 Wj II 11  Anstalten zum Schneiden und Schleifen [von Granitblöcken] .. wodurch uns die herrlichsten Prachttafeln .. zu g-e kommen GWBN9,283,23 Üb:Hoff   b ‘(jdm) etw zu G-e machen, tun’ uä, auch ‘etw zu G-e haben, behalten’ (absol)  α als finanzielle Gutschrift, Forderung  Dem Künstler .. habe ich 15 Dukaten zu g-e gethan GWBB30,44,4 Bertuch [Anf Jan 89?]  Aus der .. Rechnung sehen Sie, daß Sie nach Abzug der 200 Laubthlr. bey mir noch zu g-e behalten GWBB11,228,9 Meyer 12.10.96 GWBB5,89,6 Lavater 18.3.[81] übertr: jdm etw vorteilhaft anrechnen; etw als Aktivposten besitzen  daß er [der Dichter] mancherlei Anmaßungen .. zuletzt auf die Geliebte bezieht .. Herz und Geist des Lesers wird ihm dieses zu g-e schreiben GWB7,143,4 DivNot GWB24,125,7 Wj I 7  β nutzen, nutzbar, verwertbar machen  große Weitung [unter Tage, durch Abbau entstanden] .. Hier konnte die ganze Masse zu G-e gemacht werden, weil die Greißen stockwerkartig metallhaltig waren GWBN9,152,6 ZinnwaldeAltenbg  Dem Poeten schadet der Aberglaube nicht, weil er seinen Halbwahn .. mehrseitig zu G-e machen kann GWB412,55,20 Möser GWBB46,60,13 JMFärber 22.8.29 K GWBB44,248,11 ANicolovius [7.8.28] K techn: aufbereiten  [gesengte] Cocons von Seidenwürmern .. welche dann eigentlich zu g. gemacht und abgesponnen werden GWBB40,292,14 CarlAug 7.2.26 K GWB27,331,18 u 334,24 DuW 10   c ‘jdm, einer Sache etw zu G-e halten’, einmal ‘zu G-e gehen lassen’: nachsehen, verzeihen  [Orbassan:] Und diese rauhe Schale müßt ihr mir | Zu G-e halten [pardonnez à] GWB9,371 Tancred 242 GWB37,288,4 FGA Geßner,Idyllen GWB31,42,27 ItR   d ‘sich etw zu G-e tun’: sich eine Stärkung, Erquickung, einen Genuß, eine Freude gönnen, es sich wohl sein lassen; ‘jdm etw zu G-e tun’: jdm etw Angenehmes, eine Wohltat erweisen  [Erster Knecht:] Ich habe unserm Offizier Wein und Brodt geholt. [Zweiter Knecht:] So, er tuht sich was zu g-s [zu Gut GWB8,94 Götz2] vor unserm Angesicht, und wir sollen fasten! GWB39,95,14 Götz1 III  [Frascati] Hier wo man recht in der Fülle sitzt, kann man sich was zu G-e thun, auch brenne ich recht vor Leidenschaft mir alles zuzueignen GWB32,84,22 ItR  Das alte Weib lebte .. in einem kleinen Häuschen zurückgezogen, wo sie .. ihren Kindern und Enkeln mitunter was zu G-e that GWB51,4,3 ThS I 1 GWB26,273,11 DuW 5   e ‘sich auf/mit/über etw, jdn zu G-e tun’: sich etw positiv anrechnen, sich etw einbilden, stolz sein auf etw, jdn  [Ankunft auf dem St Gotthard] der Freund [Passavant] that sich höchlich darauf zu G-e, daß alles so wohl gelungen .. sei GWB29,127,13 DuW 19  Mercur, | .. Auf seinen Scepter und seine Ruthe | Thut er sich öfters was zu G-e GWB16,51 NeuestePlund 196  [Götz:] Wir haben nachher uns oft was drüber zu G-e gethan [Auftreten gegenüber dem Bischof von Bambg] GWB8,25,28 Götz2 I GWB22,286,12 Lj VI GWB19,301,20 BrSchweiz II   2 superl Vbdgn   a ‘jdn zum besten haben’, selten ‘halten’: jdn zum Narren haben, anführen, necken, sich üb jdn lustig machen; auch vom Naturphänomen  [Meph, den Weinzauber ankündigend:] Euch soll sogleich Tokayer fließen. [Altmayer:] .. Ich seh’ es ein, ihr habt uns nur zum Besten GWBFaust I 2278  so ein Amphitheater recht gemacht, dem Volk mit sich selbst zu imponiren, das Volk mit sich selbst zum Besten [zum besten GWBT1,194,19 v 16.9.86] zu haben GWB30,59,16 ItR  [Beschäftigung mit Lichtbrechung] hier war .. der Aufenthalt jener bezaubernden Prinzessin, welche im siebenfarbigen Schmuck die ganze Welt zum Besten hatte GWB35,258,10 TuJ 1806 GWB4,242 Erlaubt sei dir 3   b ‘(jdm) etw zum besten geben’: ausgeben, ausspenden  [Meph zu den Studenten:] gäb’ ich diesen werthen Gästen | Aus unserm Keller was zum Besten GWBFaust I 2250=Fragm 729 öfter: (Gefälliges, Ansprechendes) vortragen, (dar)bieten; auch ‘sich zum besten geben’  befahlen sie ihr [der Mandolinenspielerin], einige lustige Stückchen zum Besten zu geben GWB26,90,28 DuW 2  [Theaterdirektor:] Die Damen geben sich und ihren Putz zum Besten | Und spielen ohne Gage mit GWBFaust I 119  [aus Karlsbad] Die Professoren Weiß aus Berlin, Schweigger von München geben höchst unterrichtende Gespräche zum Besten GWBB29,272,7 August 28.8.18 DjG31,415 Mitsch2 898~GWBMitsch1 546~GWB9,105 Mitsch3 862 Josef Mattausch J.M.
88482 Zeichen · 1168 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gut(Part. Prät.=)Adj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    gut , (Part. Prät.=)Adj. nhd. bekannt E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 132a (gut)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gut

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    Gut , adj. et adv. Compar. besser, Superl. beßte oder beste. Es ist in einer doppelten Gestalt üblich. I. Als ein Bey- u…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gut

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gut Von reichl 20000 exzerpierten Belegen etwa 30 vH in den Steigerungsformen ‘besser’ u ‘best’ (in adv Funktion u in Be…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +5 Parallelbelege

    Gut (engl., spr. gött, »Darm«), s. Seidendarm .

  5. modern
    Dialekt
    Gut

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    Gut [Kyt Winzenh. ] weibl. Vorname: Judith. E dummi Güt! ein ungeschicktes Mädchen. Demin. Gitt e l, Jitt e l, Jitt e le…

  6. Spezial
    gut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    gut I adj. 1 (moralisch einwandfrei) bun (bugn, bona) 2 (gütig) da n bun cör 3 (artig, folgsam) pros (-sc, -ssa) 4 (freu…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gut

1.395 Bildungen · 704 Erstglied · 686 Zweitglied · 5 Ableitungen

gut‑ als Erstglied (30 von 704)

gutartig

SHW

gut-artig Band 2, Spalte 1529-1530

Gutdusel

SHW

Gut-dusel Band 2, Spalte 1529-1530

Gutedel

SHW

Gut-edel Band 2, Spalte 1529-1530

Gutgenug

SHW

Gut-genug Band 2, Spalte 1537-1538

Guthaben

SHW

Gut-haben Band 2, Spalte 1537-1538

gutherzig

SHW

gut-herzig Band 2, Spalte 1537-1538

Guthäher

SHW

Gut-häher Band 2, Spalte 1537-1538

Gutlottel

SHW

Gut-lottel Band 2, Spalte 1537-1538

gutmütig

SHW

gut-mütig Band 2, Spalte 1537-1538

Gutschnute

SHW

Gut-schnute Band 2, Spalte 1539-1540

Guttat

SHW

Gut-tat Band 2, Spalte 1539-1540

gutwillig

SHW

gut-willig Band 2, Spalte 1539-1540

Gutöl

SHW

Gut-öl Band 2, Spalte 1537-1538

Guta N.

Idiotikon

Guta N. Band 1, Spalte 602 Guta N. 1,602

Gutach

Meyers

gut·ach

Gutach , linker Nebenfluß der Kinzig im bad. Schwarzwald, entspringt oberhalb Triberg, bildet daselbst den schönsten Wasserfall des Schwarzw…

gutachten

DWB

gut·achten

gutachten , vb. , jüngere verbalbildung aus gutachten, n., vgl. DWB gutachten , DWB sich beduncken lassen, meinen putare, statuere, arbitrar…

gutachten,

FWB

1. ›(oft schriftlich dargelegtes) Gutachten, begründete persönliche Meinungsäußerung (zu einer Sache, bei der der Gutachtende vorher um sein…

gutachter

DWB

gut·achter

gutachter , m. , jemand, der ein gutachten abgibt; anscheinend im 17. jh. unmittelbar aus gutachten, n., gebildet, da das vb. gutachten nur …

gutachtlich

DWB

gut·achtlich

gutachtlich , adj. und adv. ; weniger häufig, besonders im 18. jh. auch gutächtlich; im 18. jh. aus gutachten, n., gebildet im sinne ' ein g…

gutachtung

DWB

gut·achtung

gutachtung , f. , durch gut verstärktes achtung, aus der in älterer sprache lebenden redensart ' einer sache gute achtung haben' ( vgl. sp. …

gutachtung,

FWB

1. ›Befürwortung‹.; 2. ›Aufsicht, Wache‹.

Gut (Adj.)

Wander

Gut (Adj.) Gut (Adj.). 1. Ai, wor gât äss de Rât. – Schuster, 596 b . Ei, wie gut ist die Ruth'. 2. All gôd mit, see de Maid, dô kreg se 'n …

Gutan

KöblerGot

Gutan , sw. M. Pl. nhd. Goten ne. Goths Q.: Runeninschrift des Goldrings von Petrossa (4. Jh.) E.: ? germ. *geutan, st. V., gießen, ablehnen…

gutansehen

DWB

guta·n·sehen

gutansehen , n. , zusammenrückung aus der formel etw. für gut ansehen ( vgl. DWB gut I A 3 d γ αα , sp. 1240) im sinne ' ansicht ', ' gutach…

gutart

DWB

gut·art

gutart , f. , gelegentliche bildung, wohl aus gutartig rückgebildet: er erwähnte noch nebenher anderer gründe, ... und besonders der gutart …

gut als Zweitglied (30 von 686)

Denkgut

RDWB1

Denkgut n духовное наследие

Diebesgut

RDWB1

Diebesgut n ворованное, наворованное

Gedankengut

RDWB1

Gedankengut n (kein Bezug zu "имущество") идеи, интеллектуальное наследие

Ɉökelgut

Campe

Das Ɉökelgut , des — es , d. Mz . ungew. s. Campe Ɉökel .

Streugut

RDWB1

Streugut n (Lakune) материал для посыпания дорожек (обычно зимой)

Abenteuergut

DRW

abenteuer·gut

Abenteuergut Ware, die nicht die Prüfung durch die Behörde bestanden hat, bei der nicht durch irgendeine amtliche Maßregel die Gewähr für gu…

Abteigut

DRW

abtei·gut

Abteigut etlicher guter, heuser und ander erb binnet und bausend Loszhem gelegen, genannt die freie abteigutter 1599 Hochwald/GrW. VI 463 Fa…

Abwohnungsgut

DRW

abwohnung·s·gut

Abwohnungsgut Die Käufer und Pfandinhaber der Norköpingschen Mannlehen in Livland erhielten bei der Gütereinziehung ihren Kauf- oder Pfandsc…

Achtelgut

DRW

achtel·gut

Achtelgut Ware, die achtelsweise gehandelt wird man soll ... wie das tonnengut auch das kleine viertel- oder achtelgut ungehöhet und ungebra…

Adelgut

DRW

adel·gut

Adelgut adeliges Gut 1668 Fugger,Ehrensp. IV Kap. 13 1773 Gutzeit,Livl. Nachtr. I 24

ärgerlichgut

GWB

aergerlich·gut

ärgerlich-gut [ betr G-s Stellung zur Frz Revolution u zu ihrer Wirkung in Deutschland ] Als ein Zeugniß meines ä. guten Humors ließ ich den…

Ahnelgut

DRW

Ahnelgut Erbgut Unger,SteirWsch. 14 Faksimile

ALLGEMEINGUT

DWB2

allgemein·gut

DWB2 ALLGEMEINGUT n. DWB2 DWB2 DWB2 1 gemeingut, geistiger besitz aller: ⟨1835/42⟩ damals schienen diese gesänge noch ein allgemeingut der z…

allgut

DWB

all·gut

allgut , nnl. algoed: o mein got, allgut und allgütig. Weckherlin 115 ; das singen ist allgut, allsüsz. Klinger 1, 145 .

Allmendegut

Wander

allmende·gut

Allmendegut Almendegut ist nicht Nachbargut. – Graf, 68, 35. Das Gut, welches einem Privatbesitzer gehörte, musste durch einen Zaun vom Geme…

Allmendgut

DRW

Allmendgut zu Allmende (IV) 1622 Bruchsal 943 Faksimile Hellfeld I 177 Faksimile SchweizId. II 547 Faksimile

allnichtsgut

PfWB

all·nichtsgut

all-nichts-gut Adv. : ' ganz und gar nicht gut '. Die Sunn, die scheint wie allnixgut, daß Hunn un Mensche lechze [ Kiefer 28].

ALLZUGUT

DWB2

allzu·gut

DWB2 ALLZUGUT adv. DWB2 (s. allzu ). gar zu gut, ganz genau: DWB2 1822 ich weiß nur allzugut, in welche lage sie durch meine verkehrtheit ve…

Almosengut

DRW

almosen·gut

Almosengut almusengut, mnl. aelmisgoet Armen(fonds)gut BadLO. 1622 Bl. 37v Faksimile SchweizId. II 548 Faksimile VerdamHWB. 7

Amtsgut

DRW

amts·gut

Amtsgut I Dienstgut 1318 Böhmer-Ficker 488 nr. 703 [unechte Urkunde] Faksimile II Domäne bona que dicuntur ammethgot 1278 WestfUB. IV 3 S. 1…

Anspännergut

Adelung

anspaenner·gut

Das Anspännergut , oder Anspanngut, des -es, plur. die -güter, ein Bauergut, welches dem Grundherren mit Zugvieh zu Hofe dienet.

Ansvännergut

Campe

Das Ansvännergut , oder Anspanngut, des — es, Mz. die — güter, ein Bauergut, auf welchem Zugvieh gehalten werden kann, und von welchem dem G…

Ableitungen von gut (5 von 5)

¹BEGUTEN

DWB2

DWB2 1 BEGUTEN vb. DWB2 mhd. begüeten. präfixbildung zu güten ( 1 DWB 4,1,6,1413 ff.). DWB2 DWB2 1 etwas gut, besser machen; etwas beschönig…

gute

Lexer

gute swm. s. gote.

ungut

DWB

ungut , adj. adv. , i. a. gth. v. gut. ahd. mhd. unguot; mnd. ungût; mnl. ongoet ( Kilian, sonst nur subst. ), nl. ongoed ( veraltet ). währ…

urgut

DWB

urgut substantiviertes adj. (ur- C 4 c): a) das urgut: dir strahlt der wahrheit urlicht, dir glänzt das hohe urschön, dich tränkt des ewgen …

vergut

DWB

vergut , zusammensetzung aus für ( md. nd. vor) gut ( adject. ), vgl. fürlieb und mhd. verwâre, verübel u. s. w. nur in den zusammenstellung…