Hof mehrf -ff in Götz1 u in RAnw 1 umschlossener, (auf drei Seiten) von Gebäuden (u Mauern, Zäunen) umgebener Platz a Wirtschaftshof, vielfältig (gewerblich) nutzbare Freifläche inmitten von Gebäuden α als Bestandteil landwirtschaftl Anwesen Platz vor der Kirche .. der ringsum mit Bauerhäusern, Scheuern und Höfen eingeschlossen ist AA12,18 Werth I Er [Valerines Gatte] führte sie [Wilh u Lenardo] auf seinen H., zeigte ihnen seine Werkzeuge .. so wie den Vorrath von allem erdenklichen Geräthe und dessen Zubehör GWB24,209,25 Wj I 11 als wir das .. ansehnliche Gehöfte [des ‘tollen Hagen’] betraten. Die Wirthschaftsgebäude befanden sich im besten Zustand, die Höfe in zweckmäßiger Ordnung, obgleich ohne Spur irgend einer ästhetischen Absicht GWB35,234,15 TuJ 1805 GWB27,349,6 DuW 10 GWB38,118,9 Claud1 A(MA11.2,612,26) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] uö β als bauliches, funktionales Element (älterer, stattlicherer) Bürgerhäuser, Gasthöfe uä; auch mBez auf die Durchgangshöfe Leipziger Patrizierhäuser (Messehöfe) Ihre [der Großeltern] Wohnung .. schien ehmals eine Burg gewesen zu sein .. Trat man hinein, so gelangte man .. in einen ziemlich breiten H., umgeben von ungleichen Gebäuden GWB26,55,9 DuW 1 [Fabrice zu Wilh:] Ich habe da mein väterliches Haus und bewohne nur den obern Stock, und den untern könntest du einnehmen .. Du hast den H. .. für deine Spedition, und gibst mir einen leidlichen Hauszins GWB9,135,15 Geschw In der Mitte des [von Wilhelms Großvater erbauten] Hauses war ein großer, mit Sandplatten belegter H., der .. im Sommer einen angenehmen Aufenthalt abgab; was ihn sonst anfüllte .. war .. in die Ställe, Remisen und auf die Böden gebracht worden. Gereinigt diente er nunmehr zum Sammelplatze und Spaziergange der Familie GWB51,176,14 ThS II 8 [betr Leipziger] Gebäude, die, nach zwei Straßen ihr Gesicht wendend, in großen, himmelhoch umbauten Hofräumen eine bürgerliche Welt umfassend, großen Burgen, ja Halbstädten ähnlich sind. In einem .. [davon] quartierte ich mich ein, und zwar in der Feuerkugel .. artige Zimmer, die in den H. sahen, der wegen des Durchgangs nicht unbelebt war GWB27,49,13 DuW 6 GWBB22,268,9 Reinhard 13.2.12 GWBA(53,264,27) Promem 1.3.98 GWBB30,65,9 Kirms [Mitte Okt 98] GWB8,165,7 Götz2 V Regiebem uö b (repräsentativer) Innenhof eines öffentl Gebäudes, Schlosses, Tempels uä; mehrf ‘innerer H.’ in der berühmten wissenschaftlichen Anstalt, das Institut oder die Studien [‘Gli Studi’ im Palazzo Celesi] genannt. Das große Gebäude, besonders der innere H., sieht ernsthaft genug aus, obgleich nicht von der besten Baukunst GWB30,169,20 ItR Bologna auf dem Quirinal .. Wir eilten mit der Menge durch den prächtig geräumigen H. eine übergeräumige Treppe hinauf [zur Hauskapelle des Papstes] GWB30,200,22 ItR Das neue [Schloß zu Caserta] .. ein ungeheurer Palast, escurialartig, in’s Viereck gebaut, mit mehrern Höfen GWB31,49,27 ItR Sie [Helena u Gefolge] befinden sich in dem H-e einer Ritterburg GWB152,228 Faust II Plp 165,10 GWB341,11,8 Rochusf [Zit s v brunnenartig] GWBN10,192,4 ArchitNathistProbl uö wohl spezieller für Vorhof (eines herrschaftl Jagdhauses) Ich gieng durch den H. nach dem wohlgebauten Hause AA20,19 Werth1 I~Werth2 c ‘Römischer H.’: Lichthof im Ostflügel des Weimarer Schlosses Römischer H. soll .. mit einer Glaßkuppel bedeckt werden A(Gr5,176) 24.9.01 [Protokoll LKruse] A(Gr5,180) 6.10.01 [Protokoll LKruse] A(Gr4,245) Aktennotiz 15.9.96 2 Anwesen, Wohnstätte, -sitz a Bauern-, Gutshof, Gehöft [südl von Balingen] auf der Höhe .. Fichten .. dazwischen Feldbau. Man kommt an einen einzelnen H. GWBT2,136,28 v 16.9.97 [Blick ins Rheintal] Weinbau zu beiden Seiten .. Orte drängen sich, Höfe fügen sich dazwischen, so daß sie, hinter einander gesehen, sich zu berühren scheinen GWB341,5, 26 Rochusf GWBHermDor VI 108 uö b (funktional zusammenhängender) Gebäudekomplex innerhalb städtischer Bebauung; mBez auf (best) Privathäuser, Adelspalais, Posthaltereien uä; meist in namenartigen Bezeichnungen wie ‘Auerbachs H.’, ‘Nürnberger H.’ sowie daraus hervorgegangenen Gasthofnamen (‘Fränkischer H.’ uä) Herr Zahn der wircklich in meinem H-e [‘Porzellanhof’] wohnt ist der Mann der von Vielem die beste Rechenschaft zu geben vermag DjG33,390,13 RAnw [7.8.73] Wir [G u Behrisch] trösten uns mit einander, indem wir in unserm Auerbachs H-e .. wie in einer Burg, von allen Menschen abgesondert sitzen GWBB1,82,9 Cornelia 13./18.10.66 man findet ihn [Granit] .. in dem gräflich Klebelsbergischen H. GWBN9,56,17 Marienbad GWBTgb 27.7.14 uö c ‘Haus und H.’ (im Vers auch ‘H. und Haus’) für die Gesamtheit eines (angestammten) Anwesens, Besitzes, mehrf mit dem Nebensinn: Zuhause, Heim(at); auch (metonym) umfassend für jds materiellen Besitz (als Existenzgrundlage, Basis von Seßhaftigkeit) daß er [der ‘Ludwigsritter’], nachdem er vier Wochen vorher Haus und H. wieder gesehen hatte, es nun abermals .. verlassen mußte GWB33,130,24 Camp [Hermanns Mutter:] Als ich nun über die Trümmer des [elterl] Hauses und H-es daher stieg, | Die noch rauchten, und so die Wohnung wüst und zerstört sah GWBHermDor II 132 Da wo wir lieben, | Ist Vaterland, | Wo wir genießen, | Ist H. und Haus GWB4,187 Felsweihegesang 22 [Faust üb ‘die Sorge’:] Sie deckt sich stets mit neuen Masken zu, | Sie mag als Haus und H., als Weib und Kind erscheinen, | Als Feuer, Wasser, Dolch und Gift GWBFaust I 648 Denn Haus und H. und Freud’ und Leid | Hab’ ich schon seit geraumer Zeit GWB4,205 Durchlauchtigster! Es nahet sich 7 GWBB2,70,19 HBuff [15.3.73] GWBFaust II 11377 uö ‘von Haus und H. vertrieben (sein)’ Sey vergnügt .. genieße der Ruhe, indeß soviele tausend Menschen von Hauß und H. und allen ihren Gütern vertrieben in der Welt herumirren und nicht wissen wohin GWBB10,40,6 Christiane 14.11.92 DjG33,393,39 RAnw [17.11.73] ‘jdm zu Haus und H. kommen’: jdn heimsuchen, ereilen; nur mit Sachsubj, einmal scherzh von Reiseaufzeichnungen iSv jdm zugehen Weil aber der Mensch der nach dem Wahren und Schönen strebt, sich ja dem Abgeschmackten nicht entziehen muß, da es ihm doch öfters zu Haus und H. kommt GWBB24,365 Sartorius [28.2.14] K GWBB38,12,2 Zelter 9.[1.]24 uö(zweimal in Br an Zelter) 3 Herrscher-, Fürstensitz, einschließl der dazugehörigen (adligen) Personen, ihrer Lebensform u Machtausübung; öfter (rollenspr) in hofkrit Äußerungen; auch identifizierend od kennzeichnend, mit Attr wie ‘bischöflich, byzantinisch, darmstädtisch, kaiserlich, päpstlich, persisch, preußisch, russisch, türkisch, weimarisch’, vereinzelt: ‘dasiger/dortiger, hiesiger H.’ a (hauptstädtische) Residenz eines Fürsten od Monarchen, als Macht- u Kulturzentrum, Lebensmittelpunkt eines Herrscherhauses, Sitz der landesherrl Regierung, Schauplatz repräsentativer Hofhaltung etc; im Vergl (im natwiss Text) einmal ‘despotischer H.’ iGz ‘freiwirkende Republik’ [aus Meiningen] Morgen geh ich nach Coburg .. Hildburghausen .. Ende der Woche nach Rudolstadt .. und [will] hiermit alle Thüringische Höfe absolviren GWBB5,326,14 ChStein 12.5.82 Es ist gar artig eine Reihe Phisiognomien von Städten und Höfen zu sehn, ieder H. hat einen dezidirten eignen Charackter der sich von oben herein bildet GWBB5,328,25f ChStein 14.5.82 Breslau .. wo ein soldatischer H. und zugleich der Adel einer der ersten Provinzen des Königreichs [Preußen] glänzte, wo man die schönsten Regimenter ununterbrochen marschiren und manoevriren sah GWB35,15,6 TuJ 1790 Nun wird unsere Freundin an einen kleinen deutschen H. zu einer jungen Prinzessin berufen GWB40,371,19 Üb:Bekenntn schönSeele [Wilh üb Racine:] Ich kann mir, wenn ich seine Stücke lese, immer den Dichter denken, der an einem glänzenden H-e lebt .. und in die Geheimnisse der Menschheit dringt, wie sie sich hinter kostbar gewirkten Tapeten verbergen GWB21,288,19 Lj III 8=GWB52,145,22 ThS V 7 GWBN11,30,24 VersVermittlObjSubj GWB7,8,15 DivNot GWBB4,158,18 ChStein 1.1.80 GWBB5,320,26 Knebel 5.5.82 uö im engeren Sinne von Residenzschloß, Palast; auch für den dortigen Zutritt idVbdg ‘jdm den H. verbieten’ [aus Apolda] es wäre recht schön gewesen wenn Sie gekommen wären. Aber so ein lebhafft Unternehmen ist nicht im Blute der Menschen die um den H. wohnen GWBB4,18,10 ChStein 6.3.[79] Wird Graf Pahlen der H. verboten, auch seine Gemahlinn mit ihrer Equipage zurückgeschickt GWB53,412,28 Palastrevolution gegen Paul I uö(selten) mit metonym Bezug von Fürstenhaus, herrscherl Familie Darmstadt und Homburg .. die durch Verwandtschaft beider Höfe in gutem Verhältniß standen GWB28,119,6 DuW 12 weil der H. katholisch, das Land aber protestantisch war GWB29,188,23 DuW 20 uö(selten) ‘bei H(-e)’, oft ellipt im Tgb-Stil; auch ‘bei H. aufwarten, erscheinen, gebeten werden, geladen sein’, ‘sich bei H. beurlauben, entschuldigen’ uä; in DuW 15 im Zit des Sprichworts ‘Lang bei H-e, lang bei Höll’’1) [Mardochai zu Esther:] Ich habe dich gelehrt bei H. dich zu betragen GWB16,33 JahrmPlund2 504 Heute bin ich wieder bey H-e, und schon im voraus müde GWBB5,317,15 ChStein 1.5.82 bey H-e geh ich nicht. Ich mag dem Hofe gern alles zu gefallen thun nur nicht bey H-e GWBB7,179,9f ChStein 19.2.86 da man sowohl in Neapel als Florenz auf einem natürlichen Fuß bey H-e (insofern sich das dencken läßt) lebt .. ohne Etiquette und Steifheit GWBB8,331,21 CarlAug 25.1.88 Abends großer Ball bey H-e, dem die Kinder beywohnten GWBTgb 26.12.26 GWB28,321,19 DuW 15 GWB20,258,3 Wv II 5 Tgb 9.11.77 u 3.1.97 GWB131,70,17 Was wir bringen 15 GWB24,312,25 Wj II 4 uö(häufig, bes in Tgb u Br) ‘am/an H(-e)’, ‘nach, zu, von/vom H(-e) (gehen, kommen)’, oft ellipt im Tgb-Stil; mehrf in unterscheidender Kennzeichnung der Weimarer Hofhaltungen: ‘am regierenden/erbprinzlichen H.’ [Wilh üb Racine:] Wenn ich seinen Britannicus, seine Berenice studire, so kommt es mir wirklich vor, ich sei am H-e, sei in das Große und Kleine dieser Wohnungen der irdischen Götter geweiht GWB21,288,25 Lj III 8~GWB52,145,27 ThS V 7 [Gonzalo:] Und wo ist die Natur als bei meinem Bauer? Der ißt, trinkt .. und liebt .. und kümmert sich den Henker drum, in was für Firlfanzereien man all das in den Städten und am H. vermaskerirt hat GWB38,154,20 Claud1 zahlreiche Nachkommenschaft .. alle rüstig, wohlgebildet und an H-e präsentabel GWBB33,213,15 Boisserée 11.9.20 [nach Lauchstädt] da der Herzog wieder hier ist werde ich öfter nach H-e geladen GWBB16,242,19 Christiane 28.6.03 Die Kinder kamen von H-e GWBTgb 21.9.17 GWBTgb 18.1.78 GWBB3,139,10 ChStein 6.3.77 GWBB6,85,9 ChStein [Anf Nov 82] Tgb 16.4.12 uö(bes im Tgb) b die (in der Residenz lebenden) Angehörigen des Fürsten-, Herrscherhauses (die herrschaftl Familie u/od den Souverän selber nicht immer einschließend) u ihre engere Umgebung, Haushaltung, die (ranghöheren) Hofchargen umfassend; öfter ‘H. und Publikum/Stadt’ uä [Franz zu Weisl:] Ich bring’ .. Grüße von Bamberg .. vom Bischof an bis zum Narren herunter grüßt euch der H., und vom Bürgermeister bis zum Nachtwächter die Stadt GWB131,225,8 Götz3 II 5 Der Verfall der Redouten schreibt sich von der Zeit her, da der H. sie nicht mehr besuchte GWBB30,121,23 TheaterKomm 10.1.09 Oper Achill .. aufgeführt .. Unsere hohen Herrschaften, der H. und das Publicum verlebten einen sehr schönen Abend GWBB21,426,13 Lobkowitz 29.11.10 daß mein Sohn die ältere Fräulein von Pogwisch heirathet .. H. und Stadt scheinen zufrieden und so mag es denn gewagt sein GWBB27,304,1 Knebel 2.1.17 So ein H. ist eine Welt für sich; was nicht zu ihm gehört, existiert für ihn nicht; die Etikette ersetzt das Denken Gespr(FSoret,Zehn Jahre bei G,1929,116) Soret 3.6.24 GWB36,304,4 AndenkAnnaAm 1807 GWBTgb 13.10.07 GWBB51,342 Gfin Fritsch 16.5.13 uö für den Fürsten od Monarchen u sein jeweiliges (kleineres) Gefolge (außerhalb des Residenzschlosses, auf Reisen); mehrf ‘der junge H.’ mBez auf den Erbprinzen u seine Gemahlin samt Entourage Erlustigt sich der [persische] Kaiser in Gärten und Kiosken, so darf niemand in Stiefeln auf die Teppiche treten, worauf der H. sich befindet GWB7,195,14 DivNot Ende Mays gehn wir nach Eisenach. Die große Karavane des H-es fürchte ich wird .. mehr Beschweerde als Anmuth haben GWBB6,270,11 Knebel 24.4.84 Kam Sereniss. der Erbprinz und Gemahlinn [nach Jena] .. Schlecht Wetter deshalb der H. um 10 Uhr abfuhr Tgb 17./18. 5.06 musicalische Unterhaltung im Theater .. Die gnädigsten Herrschaften und die ihnen attachirten Personen beträten .. die Loge, der Adel besetzte den Balcon .. Hat dieses Beyfall, so bitte ich nur um die Stunde, wann wir die [weimarischen?] Höfe zu erwarten haben GWBB50,35,16 WGChEgloffstein? 20.2.10 Vor der Abreise des jungen H-es [üb Berlin nach StPetersburg] gab es hunderterley Beredungen, Aufträge und Bestellungen GWBB26,120,22 Willemer 26.10.15 [für: the court] GWB44,24,10 Cell III 3 KapÜbers GWB7,47,12 DivNot GWBTgb 19.1.08 uö für den Hofstaat2), das Gefolge in expliziter Absetzung vom Herrscher(haus) Nobel, der König, versammelt den H. [Reinke de Vos: hoff]; und seine Vasallen | Eilen gerufen herbei GWBReinF I 6 [Kaiser zum Schatzmeister:] Und meinen Leuten gilt’s [das Papiergeld] für gutes Gold? | Dem Heer, dem H-e g’nügt’s zu vollem Sold? GWBFaust II 6084 der König in Gegenwart seines ganzen H-es GWB251,160,17 Wj III 6 daß Serenissima wegen des H-s folgendes befohlen: | 1.) Bey Empfang [CarlAugusts] sollen gegenwärtig seyn: | a) die Geheimen Räthe, b) die Oberchargen, c) die Hofcavaliers, d) die Collegia, e) die Geistlichkeit A(JbGG20,133) Promem 11.7.14 [für: corte] GWB44,14,28 Cell III 2 GWBNatT 282 GWBN4,173,27 FlH VI uö ‘Haus und H.’ iSv Herrscherhaus, Dynastie u Hofstaat, dessen hierarch Gefüge u gesicherten Bestand betr [Kaiser zu den Kurfürsten als den Inhabern der Erzämter:] Deßhalb .. verbind’ ich mich sogleich | Mit euch vier Würdigen, für Haus und H. und Reich GWBFaust II 10872 GWBFaust II 10934 c landesherrl Regierung, Verwaltung; überwiegend (formelhaft bzw in kurialer Titulatur) ‘die höchsten Höfe’, meist mBez auf die ‘Nutritoren’ (sd) der Univ Jena (Coburg, Gotha, Meinigen, Weimar) [Clav:] Mein Plan ist der H. .. Hab’ ich’s für einen Fremden .. ohne Stand .. nicht weit genug gebracht! .. ich wäre nichts, wenn ich bliebe was ich bin! Hinauf! Hinauf! GWB11,50,19 Clav I 1 Über Ihre Sache [Beschwerde gegen ALZ-Hgg] mag ich nachdenken wie ich will, so kann ich Ihnen nicht rathen sie an die Höfe zu bringen GWBB15,75,13 AWSchlegel 10.6.00 ob, nach dem Antrag des Weimarischen Ministerii .. die übrigen Höfe dem Weimarischen die Regulirung des Geschäftes überlaßen wollen A2,189,30 Franckenbg [11.4.91] ersichtlich .. daß man um die gewünschten Privilegien [für die Ausg.l.H.] bey den einzelnen höchsten Höfen [zuvor erwähnt: Sachsen, Bayern, Hessen-Darmstadt] werde anzuhalten haben GWBB39,343,8 Beust 23.4.25 K daß man mit den eingereichten Statuten [der Univ Jena] überhaupt nicht zufrieden zu seyn scheint und die Höchsten Höfe deshalb neue Bearbeitung befohlen haben GWBB29,244,3 Voigt 17.7.[18] GWB36,141,5 TuJ 1818 uö d vorübergehende, vom Herrscher einberufene (festl, audienz- od gerichtsartige) Zusammenkunft seiner Gefolgsleute, aller Hoffähigen; wiederholt ‘seinen H. (an einem best Ort) halten’, auch übertr Aber um Brauns und Isegrimms willen und ihnen zu Ehren | Ließ der König den H. zwölf Tage verlängern GWBReinF VI 433 [Bischof vBamberg:] Der Kayser hält ietzo seinen Hoff [H. GWB8,40,27 Götz2] zu Augspurg GWB39,39,7 Götz1 I Liebt’ er [Christus] sich gar über die Maßen | Seinen H. zu halten auf der Straßen, | Weil unter des Himmels Angesicht | Man immer besser und freier spricht GWB16,117 Legende 6 Ihre [des Grafen u der Baronesse] Gegenwart schien erst einen wahren H. zu bilden. Die Männer von Stand und Sitten umgaben den Grafen, und die Frauen ließen der Baronesse Gerechtigkeit widerfahren GWB20,249,14 Wv II 5 GWBReinF III 218 e höfisches Leben, durch Etikette u Zeremoniell bestimmte Lebensform u Programmabfolge des Alltags (im Residenzschloß); auch spezieller für die (eigene, pflichtschuldige) Teilnahme daran; mehrf in Zeitangaben wie ‘zwischen Tafel und H.’ Den H. hab ich nun probirt nun will ich auch das Regiment probiren GWBB3,38,14 Merck 8.3.76 [aus Wilhelmstal] Der Herzog .. Sein Unglück ist daß ihm zu haus nicht wohl ist. Denn er mag gerne H. haben GWBB5,238,26 ChStein 12./13.12.81 Hier schicke ich wieder Blumen, heute hat uns der H. GWBB7,38,18 ChStein 3.4.85 was sonst H. und Geselligkeit übrig lassen, verzehrt die Sorge für Weynachts- und Geburtstags-Geschenke GWBB40,202,13 Reinhard 26.12.25 Ew. Hochwohlgeboren habe auf’s freundlichste zu ersuchen, heute Abend zwischen Tafel und H. bey mir gefällig einzusprechen GWBB47,13,23 Kanzl Müller 11.4.30 GWB39,5,22 Götz1 I GWBB6,91,16 ChStein 17.11.82 GWBB49,99,2 AHerder 30.9.31 uö öfter hinsichtl der Zwänge des Hoflebens Willst du die Noth des H-es schauen; | Da wo dich’s juckt, darfst du nicht krauen! GWB28,322,3 DuW 15 Sie sollten nicht glauben wie viel gute Jungens und gute Köpfe beysammen sind, wir halten zusammen, sind herrlich unt[er] uns .. und halten den H. uns vom Leibe GWBB3,29,20 Fahlmer 14.2.76 Wie lieblich wär’ es wenn du heute bey mir essen und bleiben könntest. Der H. nimmt alle Freude weg und giebt nie Freude GWBB6,152,17 ChStein [20.4.]83 [aus Elbingerode] Von den Fesseln des H-s entbunden in der Freyheit der Berge GWBB6,353,2 ChStein 6.9.84 f ‘seinen H. machen’: seine Aufwartung machen [betr Frankf Krönungsfeierlichkeiten] da die Gesandten, um ihren H. zu machen, wieder hereintraten GWB26,328,18 DuW 5 4 ‘jdm (in Gedichten, von fern, auf das Verbindlichste) den H. machen’: jdn (ein weibl Wesen) galant umwerben, sich um jds Gunst bemühen; auch im (bildl ausgeführten) Vergl u übertr; bedeutungsgeschichtl verbunden mit 3f [Andrason:] ich habe zu Hause .. eine brave Frau .. nur macht ihr neuerdings ein Mensch den H., den ich nicht leiden kann .. und sie weiß er einzunehmen GWB17,326,5 TriumphEmpfindsamk I Var Wenn Sie sich .. einen Goethe vorstellen können, der .. mit allem Interesse des Leichtsinns, einer niedlichen Blondine den H. macht GWBB2,233,10 Gfin Stolbg 13.2.75 wie die Blume nicht verdrießlich seyn darf, daß dem Schmetterling und der Biene bey dem H., den sie ihr machen, eigentlich nur um die Süßigkeit Ernst ist, die sie verheimlicht GWBB45,121,21 Willemer uFr 12.1.29 [üb Madame Recamier] einer Frau .. die nur .. dem Genie den Hof machte [qui n’a courtisé que le génie] GWB491,406,27 Üb:Gérard,Collect des portraits hist GWB17,330,1 TriumphEmpfindsamk I Var [die Cour weitere Var] uö 5 (kreis-, kranzförmige) Lichterscheinung um ein (helles, selbstleuchtendes) Zentrum, eine Lichtquelle herum a optisch: als meist farbiges Phänomen, auch künstlich hervorgebracht, bes hinsichtl Zugehörigkeit zu den ‘objektiven’ od ‘subjektiven’ Erscheinungen Ursache des H-s um das Licht die Reizbarkeit der Netzhaut GWBT2,336,6 1795 Var Ein Licht muß mäßig leuchten, nicht blenden, wenn es einen H. im Auge erregen soll .. Genau beobachtet ist ein solcher H. an seinem Rande mit einem gelben Saume eingefaßt GWBN1,43,8u12 FlD 93u94 ein besonderes Stück meiner optischen Beyträge .. Ich bin jetzt an den Höfen und Parhelien um auch diese wo möglich künstlich hervor zu bringen GWBB9,312,24 JAForster 25.6.92 K Man kann die Höfe in subjective und objective eintheilen. Die letzten werden unter den physischen Farben abgehandelt .. die ersten .. unterscheiden sich von den objectiven darin, daß sie verschwinden, wenn man den leuchtenden Gegenstand, der sie auf der Netzhaut hervorbringt, zudeckt .. Eindruck des leuchtenden Bildes .. Es wirkt .. über sich hinaus .. nach der Peripherie GWBN1,41,20 FlD 89 GWBN1,44,8 FlD 98 uö b meteorol: Aureole, Korona um Sonne od Mond; einmal in expliziter Absetzung von alltagsspr Wortverwendung Höfe um Sonne und Mond. Bei nicht ganz reiner Luft sieht man zuweilen um Sonne, Mond, auch wohl um Sterne sichtbare Kreise oder Ringe, welche die Sonne, den Mond oder etwa den Stern zu ihrem Mittelpunct haben und welche gewöhnlich von weißer, auch wohl von rother und von anderen Farben erscheinen .. Unter diesen Höfen sind also keineswegs jene gelbröthlichen Beleuchtungen der dünnen Wolken, hinter welchen der Mond sich befindet und welche man oft im gemeinen Leben Höfe nennt, zu verstehen GWBN12,213 Instrukt meteorolBeob [wohl Schrön] Einen sehr schönen H. um den Mond sah ich .. bei hohem Barometerstande und dennoch wolkigem und dunstigem Himmel. Der H. war völlig farbig, und die Kreise folgten sich wie bei subjectiven Höfen um’s Licht. Daß er objectiv war, konnte ich bald einsehen, indem ich das Bild des Mondes zuhielt und der H. dennoch vollkommen gesehen wurde GWBN1,160,21 u 161,1u4 FlD 384 Ja, wir wagen auszusprechen: daß die Sonne, am klarsten Tage, immer einen solchen H. potentia um sich habe, welcher, bei nebelartiger leichtwolkiger Verdichtung der Atmosphäre sich .. farblos oder farbig .. mehr oder weniger vollkommen darstellt GWBN51,264,4 EntoptFarb 12 GWBN51,298,7 EntoptFarb 31 mBez auf symbolische bildl Darstellung GWBB28,169,7 Meyer 4.7.17 [Zit s v Halo] uö → GWBAmtshof GWBBauernhof GWBBauhof GWBBurghof GWBDoppelhof GWBDunsthof GWBEdelhof GWBErbhof GWBFriedhof GWBGasthof GWBGeflügelhof GWBGerichtshof GWBGlanzhof GWBGutshof GWBHimmelshof GWBHolzhof GWBHühnerhof GWBJagdhof GWBKaiserhof GWBKirchhof GWBKlosterhof GWBKollegienhof GWBKönigshof GWBKunkelhof GWBLehnshof GWBLehnhof GWBMeier- GWBMist- GWBMond- GWBPacht- Peter- GWBPfaffen- GWBPfarr- GWBPorzellan- GWBPost- GWBRegierungs- GWBSäulen- Schiefer- GWBSchloß- GWBSchützen- GWBSeiten- GWBSiech- GWBTempel- GWBVater- GWBVor- GWBWasser- GWBWeiden- GWBHöflichkeit GWBunhöflich GWBhöflich GWBUnhöflichkeit Syn zu 1 GWBPlatz zu 1b GWBCortil zu 2a GWBBauernhof GWBBesitztum GWBBesitzung GWBGehöft GWBGut GWBh1nGütchen GWBGutshof GWBLandgut zu 2c GWBWohnung GWBZuhause zu 3 GWBCour zu 3a GWBFürstensitz GWBPalast GWBResidenz GWBSchloß zu 3b GWBGefolge GWBHofstaat zu 3c GWBKabinett GWBRegierung zu 4 GWBCour zu 5 GWBGlanzhof GWBGlorie GWBHalo GWBKreis(fläche) GWBNimbus GWBRand GWBRing GWBSaum GWBSchein 1) vgl HKiesel, ‘Bei Hof, bei Höll’. Untersuchungen zur literar Hofkritik, 1979 2) vgl KGräbner, Die großherzogl Haupt- u Residenzstadt Weimar, 1830,85—88 (‘Der Hofstaat’) Rüdiger WelterR.W.