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de

ahd. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
55 in 26 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
668
Verweise raus
65

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

de

de

de- (vor Vokal auch des-) Präfix, das ein Abtrennen, Entfernen bezeichnet (‘ab-, weg-, fort-’, s. deduzieren, delegieren, deportieren, Defekt, Detail; ‘herab-, nieder-’, s. degradieren, deprimieren, destillieren), den aufhebenden Gegensatz einer Handlung ausdrückt (‘ent-’, s. dechiffrieren, demaskieren, desillusionieren, desodorieren) oder nur zur Verstärkung dient (s. deklarieren, demonstrieren, determinieren). Es beruht auf lat. dē- oder frz. dé- und findet sich im Dt., vereinzelt schon seit dem Mittelalter (z. B. mhd. deklīnen ‘deklinieren’, degradieren, decrēt, spätmhd. declinieren, decernieren, declārieren), bei Verben fremder, in der Regel lat. oder frz. Herkunft sowie deren Ableitungen. Gelegentlich tritt de- auch in Entlehnungen aus anderen Sprachen auf (z. B. Deodorant, Design, Detektiv aus dem Engl., decrescendo aus dem Ital., Desperado aus dem Span.), ist aber dann auch dort Übernahme aus dem Lat. oder Frz. Lat. dē-, vor allem in separativer und resultativer (daher auch verstärkender) Funktion gebräuchlich, ist identisch mit der Präposition lat. ‘von … weg, von … herab’, die wie dt. zu (s. d.) wohl als alter Instrumental (der Erstreckung) zum demonstrativen Pronominalstamm ie. *de-, *do- gehört. Frz. dé- setzt in manchen Fällen ebenfalls lat. dē-, häufiger aber (über afrz. des-) das auch die Negation eines Sachverhalts ausdrückende Präfix lat. dis- ‘auseinander-’ fort (s. dis-). Im Gegensatz zu frz. dé-, engl. de-, mit denen bis heute Verben und Deverbativa gebildet werden können, die das Entfernen einer Sache oder Eigenschaft bzw. die Umkehrung eines Vorgangs bezeichnen, ist de- (abgesehen von terminologischen Neologismen auf lat. Grundlage) im Dt. nicht produktiv (dafür ent-, s. d.).
1728 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    de

    Althochdeutsches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    de S 327,4. 6. 7 s. edo.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    de

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    de = dër. BMZ = diu BMZ BMZ = die BMZ = dû BMZ .

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    deRel.-Pron.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +16 Parallelbelege

    de , Rel.-Pron. Vw.: s. dē (2)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    De

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    De , eine Endung verschiedener Hauptwörter, welche von Zeitwörtern abgeleitet worden, das Abstractum derselben anzudeute…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    de

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 de lat idVbdg ‘de facto’ s Faktum idVbdg ‘de dato’ s Datum Dorothee Schröter D. S.

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Dé (franz., »Fingerhut, Würfel«), 1816–36 in Belgien die Bezeichnung für 1 Zentiliter Flüssigkeit.

  7. modern
    Dialekt
    de

    Bayerisches Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    de Band 1, Spalte 1,141f.

  8. Latein
    de

    Lex. musicum Latinum · +1 Parallelbeleg

    de Merksilbe aus der Reihe: tri - pro - de - nos - te - ad zur Bezeichung des dritten Tons im Hexachord — syllable that …

  9. Spezial

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    dé [dę́] I vb.tr. (dá) 1 geben 2 (pité, sporje) bieten, darbieten, geben, entgegenhalten, langen, reichen, hinreichen, h…

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