lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Sode

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
23 in 12 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
48
Verweise raus
26

Eintrag · Rheinisches Wb.

Sode

Bd. 8, Sp. 182
Sode das Wort, ndl. zode, zoo, zooi, mndl.de, soot, mnd. sôt, ags. sûad, mhd. sôt, ist in verschiedener Bed. vereinzelt Mosfrk (s. Soden), geschlossen im Rip, Berg, SNfrk u. im Klevld verbr.; das Klevld zeigt mehrfache Bed., die z. T. noch eng sich an sieden anlehnen; nach den Geb. der Bed. ist geordnet f.: 1.a. zō, Pl. eine Portion Fische zum Sieden, Essen; en S. Fess Klev; übertr. verächtl. ein Gewimmel von Kindern, Dingen Klev-Wyler. — b. zō, Pl. zōə Abwaschraum, Spülküche hinter der Küche Mörs; zō, Pl. -ə Mörs-Pelden (u. z), Geld-Stdt, Dinsl, Duisb; z Geld-Capellen Straelen (u. zū); zøy Winnekendonk; zøy Aldekerk, Pont, Mörs-Baerl Binsh Orsoy; zōt Mörs-Neuk Friemersh, Meiderich; -ō·ă.- MülhRuhr, Elbf (m.); -ū·ə.- Lennep-Ronsd; -ū:- Sol-Merschd, Pl. -s, die eigentl. Küche mit dem Herd liegt auf der Däle; von ihr führt eine Türe zu den Wohnräumen, gegenüber eine andere zur Tenne u. den Stallungen; neben dieser liegt die S. zō:t Spülstein Dür-Mariaw Stdt, Bergh-Habbelr, Köln-Braunsf Pingsd Stdt, Rheinb-Meckenh (z:tχə). — c. zō, Pl. -ə Rasenstück, ausgestochenes Grasstück (zum Verbrennen) Dinsl, Rees, Klev, NGeld. — d. zȳ:t Treber, ausgebrauter Malzschrot in der Brauerei Geld-Schravelen, Heinsb-Karken 1880; -:- Kemp-SHubert (n.), zø·y.tə Kref-Stdt; z·ə.r Kaffeesatz Heinsb-Lümb. — e. sūt Russ Birkf. — f. sedə, –ø- auf der Häckselbank klein geschnittenes Heu u. Stroh, mit Wasser abgebrüht u. warm als Viehfutter gereicht; auch Kaf u. Spre (Spreu) werden dem Vieh als S. schmackhaft gemacht. — 2.a. Rinne, nicht gepflastert, in der die schmutzigen Abwässer stehen, Strassengosse, Sumpfgraben, auch der darin befindliche schlammige Schmutz, Wasserabflussrinne im Hof, im Keller [Pohlsödche Abfluss aus dem Stalle Bo; Wassergraben, Regenrinne im Felde; do es en S. gedriəve Erk, MGladb; Aach-Werth, Jül-Alsd, Dür-Schlich Sievernich, Bergh-Elsd Kenten, Grevbr-Buchholz Hochneuk, Köln-Kalscheuren Knappsack Stotzh, MülhRh-Eulenth Eil, Bo, Rheinb, Eusk, Dinsl-Sterkr; zø:t Altk-Bachenbg Busenhsn; Vertiefung auf dem Wege vom Gewitterregen hervorgerufen; der Ren hät en S. usgespölt Malm-Büttgenb; stehendes Wasser in einer Wiese Gummb-Nümbrecht; Bach MGladb-Odenk, Erckaulhsn], u. zwar zō:t, Pl. -də, Demin. z:tχə (diese Form entspricht nicht der Entwicklung von ô > ū:) LRip von Aden-Pitschd Quiddelb Ahrw, Schleid (Heimb -o-), Malm an u. in Grevbr, Neuss, MGladb, Erk-Lövenich Üvekoven; RRip in Neuw-Linz Unkel Rheinbreitb, Altk-Busenhsn Bachenbg (z:t) Hellert (sødə), Gummb-Homburgisch, RRip in Sieg, MülhRh, WWippf u. n. Sol-Ohligs Opladen, Düss, Barm, Elbf (-ō·ă.-); zū·ə.t u. -u- Waldbr-Dickhsn; zū:t Malm-Wallerode, Sol-Stdt Höhschd Merschd, Mettm-Haan; -tə Wermelsk; z:t Dür-Muldenau, dann zō: Jül-Bettend, Aach-Hofstdt Höngen, Geilk-Beggend Baesw Floverich Immend Puffend, MGladb; zo·u. Aach-Herzogenr Merkst Warden, Geilk-Übch Oidtw Würm, Heinsb-Wildenr, Erk-Baal Gerderath Gerderhahn Kaulhsn Beeck Keyenbg Örath Venr, MGladb-Neuwerk Odenk Rheind Viersen; zō:w Heinsb-Hilfarth, Erk-Örath; zū·ə.x Heinsb-Porselen Braunsr Dremmen Kempen; zō: Bergh-Hüchelhv, (neben zō:t) Grevbr, Neuss, MGladb (u. zo·u.); dann zu·ə.r Selfk in Geilk, Heinsb; zū·ə.tš Geilk-Grotenr Kreuzr Teveren; Pl. ; abseits sūt »Pfütze« Birkf [urkdl. ad purgendum de soy Köln 1371; up der soie »Gosse« Köln XIV]. RA.: S.ə schrappe die Strassenrinne nach altem Eisen udgl. durchsuchen Köln-Stdt. De wörd durch de S. getrocke durch den Schmutz gezogen, verlästert Neuss. Wammer do om Dach lit, kammer sich en der S. de Häng wäsche so klein ist das Haus Köln-Stdt. He het noch wat em S. muss auf eine Strafe gefasst sein Elbf. Mer soll dat net met der Kluət (Klucht, Feuerzange) en de S. drage so hässlich ist es Dür. De sieht us, als wenn e sich en de S. erömgedrieht hätt, en de S. gelege hätt Rip. He es üvver de grosse S. über das grosse Wasser, nach Amerika Köln, Rip, — de gruəsse Södde Altk-Hellert. Mer trick nit üvver de S., et kos ene neuen Hot (Hut) auch der nächste Umzug kostet Geld; trick mer üvver der Dürpel of de S., mer verlert de Mötz of der Hot Köln-Stdt. Ber sall mer nit ü. de S. drage es leidet beim Transport ebd. — b. zō:t u. zo·u. Wasserrösche, –seige im Bergw. Wurmgeb.; zō:t Sumpfwiese Wittl-Piesport; zū:t Sieg-Fussh Felderhoferbr; zukt Prüm-Sevenig; zū·ə.t Geilstelle Gummb-Nümbrecht; zū:t unterirdischer Abzugsgraben Saarbg-Faha, OLeuken, Zell-Stdt; zo·u.t Saarbg-Nennig. — c. zō:n der enge Raum zwischen zwei Häusern, Traufe zw. zwei H. Malm, Schleid; z:nχə Schleid-Scheven; zō: Zell-Trarb (abseits). — d. sō:t Sg. t. Mistjauche Verbr. nach Wk. III 29 (Jauche) in Wippf-Vordermühle, Gummb-Stromb Wasserfuhr, Lennep-Remlingr; zot Gummb-Berghsn (der Schweine); Lennep-Blombacherb Kräwinklerbrücke, Gummb-Neuenothe; zōə Gummb, Wippf (nfrk.), Lennep; zo·u.ə Wippf-Ohl; zō:tə Lennep-Busenb; zū·ə.tə Lennep-Hückeswg Remschd Wermelsk; zū:tə Sol-Stdt; zūrə Wippf-Stdt; zōər Lennep-Radevormwald; zū:r Lennep u. Wippf verbr.; sū·ə.rtə Remschd. — e. sōt Mischung von Wasser u. Salpetersäure, in der Messing u. Tombakschmucksachen gereinigt u. glänzend gemacht werden, kurz vor dem Vergolden Birkf-Idar Oberst (abseits); scherzh. nennt man deshalb Oberst Sod.f. zō:t übertr. verächtl. Gesindel Mettm-Vohwinkel.
5382 Zeichen · 130 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sôdestswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    sôde stswf. s. v. a. salzsôde. von der sôde der zweier pfannen Mone z. 2,285.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ⁴sôdef.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    4° sôde , f. , schmaler Gang zwischen zwei Häusern (Krumbholtz Münst. Gewerbe 313, vgl. Glossar 551) oder = 1° sô ?

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sode

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    Sode , plur. die -n, ein im Hochdeutschen unbekanntes und nur in einigen gemeinen Sprecharten Ober- und Nieder-Deutschla…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sode

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sode ( Sohde ), soviel wie Salzsiederei. Dann ein ausgestochenes Rasenstück (vgl. Besoden); auch ein Stück Torf sowie ei…

  5. modern
    Dialekt
    Sodef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Sode f. : 1. 'Salzlecke, -suhle'? a. 1684: (Bestellung eines Forstmeisters im Amt Lautern): Zum Neunten soll er (der Fo…

  6. Sprichwörter
    Sode

    Wander (Sprichwörter)

    Sode 1. In allem Sode die Hände haben wollen. – Schottel, 1118 b . 2. In seinem Sode leben (aufwachsen). Ganz in und nac…

  7. Spezial
    Sode

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    So|de f. (-,-n) (Rasenstück) zop (zops) m.

Verweisungsnetz

73 Knoten, 59 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 8 Hub 1 Kompositum 50 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sode

95 Bildungen · 90 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

sode‑ als Erstglied (30 von 90)

Sō²debrennen

WWB

sode·brennen

Sō²de-brennen n. [verstr.] Sodbrennen. Et Saubreän’n hemm’m ( Dor Wl). ⟨ Typ 1: ›Sō²(d)‹- [SWestf], sonst Sō(d) - [verstr.]. — Typ 2 (Anlehn…

sôdegôt

MNWB

sode·got

° sôdegôt (-gud) , n. , Getreideabfall auf der Mühle (Goslar RV. 30 r ).

Sōdegrō¹we

WWB

Sōde-grō¹we m. Graben (auf einer Heuwiese) (Frbg.) ( Min Hä).

содеянное

RDWB2

содеянное книж. ужаснуться содеянному - j-d erschrickt darüber, was er getan hat

содействие

RDWB2

содействие Unterstützung f оказывать содействие устойч. - см. RDWB2 оказывать оказывать всемерное содействие - см. RDWB2 всемерный

Sō²dekāre

WWB

sode·kare

Sō²de-kāre f. 1. von Arbeitsvieh gezogener, zweirädriger Wagen für Jauche ( Enr Ru ). — 2. Behälter, in dem die Jauche gesammelt wird (Frbg.…

Sō²dekūle

WWB

sode·kule

Sō²de-kūle f. [MSauerl] 1. Jauchegrube. De Misssu (→ Mes-sō²de ) flütt ut de Sukuhle ( Enr Hd ). — 2. Behälter, in dem die Jauche gesammel…

Sōdekump

WWB

sode·kump

Sōde-kump m. Behälter für das Abflusswasser in der Küche ( Tek Le).

Sodel I

RhWB

sod·eli

Sodel I -:- = Ackerabschnitt s. Satel;

Sō²deliᵉpel

WWB

Sō²de-liᵉpel m. Gerät zum Ausgießen der Jauche über die Beete (Frbg.) ( Alt Ha).

Sodel II

RhWB

Sodel II -- (ă)- = Sattel (s. d.);

Sodel III

RhWB

Sodel III -ōr- = unordentliches Mädchen s. o. bei Sode;

sôdelk

MNWB

sod·elk

° sôdelk , adj. , solch, sobeschaffen (Mante Nd. Geb. 252).

Sō²demmer

WWB

sodem·mer

Sō²d-emmer m. [ Min Lippe Wie Hellweg Bür] (hölzerner) Brunneneimer.

sodemītærīe

KöblerMnd

sodemītærīe , F. nhd. Sodomie, Betreiben widernatürlicher Unzucht E.: s. *sodemitære?, sodomīte W.: s. nhd. Sodomiterei, F., Sodomiterei, Un…

sode als Zweitglied (4 von 4)

daksôde

MNWB

dak·sode

* daksôde Dachsoden (Rasenstück zur Befestigung des Strohs am First).

Episode

Pfeifer_etym

epi·sode

Episode f. ‘Zwischenspiel, belangloses Ereignis’, entlehnt (Mitte 18. Jh.) aus frz. épisode ‘Zwischenspiel, Nebenhandlung’, das auf griech. …

gesōde

MNWB

ges·ode

gesōde unde gebrâde Gesottenes und Gebratenes .

salzsode

DWB

salz·sode

salzsode , f. salzsiederei, die salzsôden ( vom j. 1490) Mone zeitschr. 2, 286 , saltzsod Alb. R 2 a . Frisch 2, 145 c . Weigand 2, 519 : vo…

Ableitungen von sode (1 von 1)

gesōde

MNWB

gesōde unde gebrâde Gesottenes und Gebratenes .