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kule

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Alle 10 Wörterbücher
Anchors
25 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
33
Verweise raus
96

Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

kule f.

Bd. 11, Sp. 2585
kule, f. grube oder kugel, s. kaule.
38 Zeichen · 3 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kûlef.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    kûle f. kugel. ein linde hût ubir ein weich hâr gesût als ein kûle alsô grôʒ; disen handeweichen klôʒ Ath. C * , 87. wet…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kule

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +11 Parallelbelege

    kule, (Kaul)quappe.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kulef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kule , f. grube oder kugel, s. kaule .

  4. modern
    Dialekt
    Kulef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Kaule , Kule f. : 1. 'Vertiefung, Grube im Boden', Kaul (kaul), Pl. -e [verbr. westl. SWPf vereinzelt westl. WPf, zur Ve…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kule

85 Bildungen · 39 Erstglied · 46 Zweitglied · 0 Ableitungen

kule‑ als Erstglied (30 von 39)

kûlebārsnet

MNWB

kulebars·net

° kûlebārsnet (kulle-) Fischnetz für den Fang von Kaulbarschen (Riedel I 21, 78).

кулебяка

RDWB2

кулебяка Kuchen (Pirogge) mit Fleisch- oder Fischfüllung

kulebodel

LW

kule·bodel

kule-bodel, (der Büttel mit der Keule = kolvendreger,) Feldhüter.

kûlebȫdel

MNWB

kule·boedel

° kûlebȫdel , m. , ein Stadtdiener, Totengräber ?, Abdecker ?, oder zu 3 kü̑le ? (SL: Fidicin 1, 38).

kûlechtich

MNWB

kul·echtich

° kûlechtich , adj. , durch Vertiefungen, Löcher unterbrochen, uneben (Nd. Kbl. 39, 40). S. auch ° kûlich.

kuleht

KöblerMhd

kul·eht

kuleht , st. M. Vw.: s. kugeleht

Kuleli-Burgas

Meyers

Kuleli-Burgas (K.- Bergaz ), Dorf mit 500 Einw. im türkischen Sandschak Adrianopel, 32 km südlich von Adrianopel, Kreuzungspunkt der Bahn na…

kûlemȫle

MNWB

kule·moele

° kûlemȫle (-molle) , f. , als Ortsbezeichnung (vgl. schildermȫle ).

kûle (moert-)

MNWB

kule·moert

~kûle (moert-), f. , Mördergrube, Räuberhöhle. s. noch mȫrderkûle , -grôve.

kulen1

MeckWB

kulen 1 1. die gelöschten Waren im Lagerraum des Hafens lagern. Kü. 2, 241. 2. Kartoffeln ernten, gilt in einem kleinen Gebiet zwischen Wa u…

kulen2

MeckWB

kulen 2 rollen: de Tunn Lu Eld ; wi willen uns mal den Barg dal kulen rollen, kugeln Schmidt Gad. 1, 105; Marmel spielen mit einem Loch Sta …

¹kûlende

MNWB

kul·ende

1 ° kûl-ende , n. , Teil des Fischnetzes (Mitt. Hamb. Gesch. 10, 109).

Kuleneiß

MeckWB

kulen·eiss

Kuleneiß m. Name eines Teufels: 'einer von den Bösen, Kulen Eiß genannt, tanzte vor' (Ro 1570) Bartsch 2, 9.

Kulengräwer

MeckWB

kulen·graewer

Kulengräwer m. Totengräber: Kuhlengräwer Babst 2, 158; Begräbnisord. Ro 1652; Trauerord. Wi 1734; (1773) Bär. Ges. 3, 1, 186; Aberglaube: we…

Kūlengreªwer

WWB

Kūlen-greªwer m. [ Min Ravensbg Det Höx] Totengräber. — Sprichw.: Wer ohlt is, mott sick mit’n Kuhlengräwer bekannt moaken ( Min Kh).

Kulenhett

MeckWBN

Wossidia Kulenhett f. Pause zwischen den Schlägen der Totenglocke Wo. Sa.

kulen I

RhWB

kulen I -ū- = glimmen s. küllen III.

kulen II

RhWB

kulen II gəkūlt Bitb-Speicher Part.: nicht ganz gescheit, verrückt.

kûlenkalk

MNWB

kulen·kalk

kûlenkalk , m. , in der Grube geschlämmter Kalk als Baumaterial.

Kūlenkop

WWB

kulen·kop

Kūlen-kop m. [Lippe HPaderb Wal] 1. Kaulquappe. — 2. Bohnenstange mit einem dicken Ende ( Wal Bh).

Kūlentreªder

WWB

Kūlen-treªder m. Mensch mit einem kurzen Bein (Lippe Oesterh ).

kule als Zweitglied (30 von 46)

dempekûle

MNWB

°* dempekûle , f. , Löschtrog (vgl. Kilian „ dempkuyl i. e. bluschpot ”). —

leyekûle

MNWB

leye·kule

° leyekûle , f. , Schiefergrube (Brschw. WR. Altst. 1462).

makule

KöblerMnd

mak·ule

makule , F. nhd. Tuchstreifen als Teil des Messgewands ÜG.: lat. mappula Hw.: s. mapele I.: Lw. lat. mappula? E.: s. lat. mappula, F., „Tüch…

mȫrderkûle

MNWB

moerder·kule

mȫrderkûle , f. , Mördergrube (Bibelübs. nach Luthers mördergrube) ). S. mȫrdergrôve.

môrkûle

MNWB

mor·kule

° môrkûle ‚ferrifodina', Mooreisengrube (Meckl. Ub. 3, 49 Anm. und Meckl. Jbb. 7, 54 Anm.), Grube im Sumpfgebiet (Rüg. LandR. 115).

mortkûle

Lexer

mort·kule

mort-kûle f. md. s. v. a. mortgruobe Lcr. 62, 289. Dfg. 545 c .

ōvenkûle

MNWB

oven·kule

° ōvenkûle (aven-) , f. : Öffnung durch die der Ofen beheizt wird, aus der die Wärme abgegeben wird und der Rauch abzieht (Agricola 38).

piskûle

MNWB

pis·kule

° piskûle , f. : Abort, Fäkaliengrube, den stê(i)nwerten dêde mûrden de p.n uppe dēme markede unde ȫren hülpern 18 s. 4 d. (Ub. Hildesh. 6, …

rȫtekûle

MNWB

roete·kule

*° rȫtekûle , f. : Gewässer in dem Flachsstengel zum Faulen gebracht werden um die Bastfasern von unbrauchbaren Pflanzenteilen zu trennen, F…

rö̂verkûle

MNWB

rover·kule

° rö̂verkûle , f. ( Akk. Sg. -n ) : Sitz eines Räubers, Räubernest, mîn hûs is ên hûs des bēdes unde gî hebbet dâr van gemāket êne r.n (Geff…

rôfkûle

MNWB

rof·kule

*° rôfkûle , f. : Sitz eines Räubers, Räuberhöhle (Mon. Liv. 4, 233).