Eintrag · Südhessisches Wörterbuch
Kule
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Lautwandel-Kette
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Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege
kûle f. kugel. ein linde hût ubir ein weich hâr gesût als ein kûle alsô grôʒ; disen handeweichen klôʒ Ath. C * , 87. wet…
Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege
Kaule , Kule f. : 1. 'Vertiefung, Grube im Boden', Kaul (kaul), Pl. -e [verbr. westl. SWPf vereinzelt westl. WPf, zur Ve…
Verweisungsnetz
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Wortbildung
85 Bildungen · 39 Erstglied · 46 Zweitglied · 0 Ableitungen
MNWB
kûlebārs.
MNWB
° kûlebārsnet (kulle-) Fischnetz für den Fang von Kaulbarschen (Riedel I 21, 78).
MNWB
° kûlebārsvlākerîe (-barscheflackerye) , f. , kleines Fischnetz zum Fang des Kaulbarsches (Riedel I 9, 223).
RDWB2
кулебяка Kuchen (Pirogge) mit Fleisch- oder Fischfüllung
LW
kule-bodel, (der Büttel mit der Keule = kolvendreger,) Feldhüter.
MNWB
° kûlebȫdel , m. , ein Stadtdiener, Totengräber ?, Abdecker ?, oder zu 3 kü̑le ? (SL: Fidicin 1, 38).
RhWB
Kule-butsch = unreife Kirsche s. Kaul-;
MNWB
° kûlechtich , adj. , durch Vertiefungen, Löcher unterbrochen, uneben (Nd. Kbl. 39, 40). S. auch ° kûlich.
KöblerMhd
kuleht , st. M. Vw.: s. kugeleht
LW
kuleken, Grübehen.
Meyers
Kuleli-Burgas (K.- Bergaz ), Dorf mit 500 Einw. im türkischen Sandschak Adrianopel, 32 km südlich von Adrianopel, Kreuzungspunkt der Bahn na…
MNWB
° kûlemȫle (-molle) , f. , als Ortsbezeichnung (vgl. schildermȫle ).
MNWB
~kûle (moert-), f. , Mördergrube, Räuberhöhle. s. noch mȫrderkûle , -grôve.
MeckWB
kulen 1 1. die gelöschten Waren im Lagerraum des Hafens lagern. Kü. 2, 241. 2. Kartoffeln ernten, gilt in einem kleinen Gebiet zwischen Wa u…
MeckWB
kulen 2 rollen: de Tunn Lu Eld ; wi willen uns mal den Barg dal kulen rollen, kugeln Schmidt Gad. 1, 105; Marmel spielen mit einem Loch Sta …
MNWB
1 ° kûl-ende , n. , Teil des Fischnetzes (Mitt. Hamb. Gesch. 10, 109).
MeckWB
Kuleneiß m. Name eines Teufels: 'einer von den Bösen, Kulen Eiß genannt, tanzte vor' (Ro 1570) Bartsch 2, 9.
MeckWB
Kulengräwer m. Totengräber: Kuhlengräwer Babst 2, 158; Begräbnisord. Ro 1652; Trauerord. Wi 1734; (1773) Bär. Ges. 3, 1, 186; Aberglaube: we…
MeckWB
Kulengräwerbaß m.: hei singt 'n Kulengräwerbaß seine Stimme ist greisenhaft Sta NStrel .
WWB
Kūlen-greªwer m. [ Min Ravensbg Det Höx] Totengräber. — Sprichw.: Wer ohlt is, mott sick mit’n Kuhlengräwer bekannt moaken ( Min Kh).
MNWB
* kûlengrēver , m. , Totengräber.
MeckWBN
Wossidia Kulenhett f. Pause zwischen den Schlägen der Totenglocke Wo. Sa.
RhWB
kulen I -ū- = glimmen s. küllen III.
RhWB
kulen II gəkūlt Bitb-Speicher Part.: nicht ganz gescheit, verrückt.
MNWB
kûlenkalk , m. , in der Grube geschlämmter Kalk als Baumaterial.
WWB
Kūlen-kop m. [Lippe HPaderb Wal] 1. Kaulquappe. — 2. Bohnenstange mit einem dicken Ende ( Wal Bh).
WWB
Kūlen-rand m. Rand der Grube ( WmWb ).
MNWB
° kûlenslȫtel , m. , Schlüssel zu einer kûle (Bedeutung ?) (Greifswalder ZR. 52).
WWB
Kūlen-treªder m. Mensch mit einem kurzen Bein (Lippe Oesterh ).
WWB
Kūlen-wāter n. Kuhlenwasser ( Bek Al).
MNWB
âskûle , f. , Aasgrube, Schindanger.
MNWB
börnekûle , f. , Tränke.
MNWB
bûrkûle , f. , allgemeines Grab.
KöblerMnd
bōsskule , F. Vw.: s. bōsskūle*
MNWB
daderkule s. dôderkü̑le.
MNWB
dâkûle , f. , Lehmgrube.
MNWB
°* dempekûle , f. , Löschtrog (vgl. Kilian „ dempkuyl i. e. bluschpot ”). —
MNWB
dôdenkûle , f. , Grab.
KöblerMnd
doderkule , F. Vw.: s. dōderkǖle
MNWB
drekkûle , f. , Kot-, Dunggrube, „latrina”.
MNWB
ērdenkûle , ērtkûle „locus subterraneus”.
MNWB
ērtkûle , f. , Grube.
MNWB
gērkûle , f. , Lohgrube der Gerber.
Lexer
golt-kûle swf. aurifodina Dief. n. gl. 43 b .
MNWB
hü̑dekûle , f. , Grube zum Gerben.
MNWB
laskûle , f. , Lachsteich (SL). —
MNWB
° leyekûle , f. , Schiefergrube (Brschw. WR. Altst. 1462).
MNWB
* lôpkûle , f. , Flintenkugel (Klingged. 47).
KöblerMnd
makule , F. nhd. Tuchstreifen als Teil des Messgewands ÜG.: lat. mappula Hw.: s. mapele I.: Lw. lat. mappula? E.: s. lat. mappula, F., „Tüch…
MNWB
mȫrderkûle , f. , Mördergrube (Bibelübs. nach Luthers mördergrube) ). S. mȫrdergrôve.
MNWB
° môrkûle ‚ferrifodina', Mooreisengrube (Meckl. Ub. 3, 49 Anm. und Meckl. Jbb. 7, 54 Anm.), Grube im Sumpfgebiet (Rüg. LandR. 115).
Lexer
mort-kûle f. md. s. v. a. mortgruobe Lcr. 62, 289. Dfg. 545 c .
MNWB
° ōvenkûle (aven-) , f. : Öffnung durch die der Ofen beheizt wird, aus der die Wärme abgegeben wird und der Rauch abzieht (Agricola 38).
MNWB
° piskûle , f. : Abort, Fäkaliengrube, den stê(i)nwerten dêde mûrden de p.n uppe dēme markede unde ȫren hülpern 18 s. 4 d. (Ub. Hildesh. 6, …
Campe
† Die Rackerkule , Mz. — n , im N. D. die Schindergrube.
MNWB
*° rȫtekûle , f. : Gewässer in dem Flachsstengel zum Faulen gebracht werden um die Bastfasern von unbrauchbaren Pflanzenteilen zu trennen, F…
MNWB
° rö̂verkûle , f. ( Akk. Sg. -n ) : Sitz eines Räubers, Räubernest, mîn hûs is ên hûs des bēdes unde gî hebbet dâr van gemāket êne r.n (Geff…
MNWB
*° rôfkûle , f. : Sitz eines Räubers, Räuberhöhle (Mon. Liv. 4, 233).
MNWB
sāge(n)kûle , f. , Sägeplatz.
MNWB
santkûle , f. , Sandgrube.